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Eine Reise in eine fremde Welt

von Rush Push
GeschichteAbenteuer, Übernatürlich / P16 / Gen
Electra Greaseball OC (Own Character)
14.10.2018
24.06.2020
39
100.734
4
Alle Kapitel
57 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
27.11.2018 2.089
 
Wow... ich muss zugeben, dass ich mit diesem Kapitel nicht ganz so zufrieden bin...

~Also wenn ich etwas anmerken darf...~

Nein, darfst du nicht

-Ha!-

~Warum gefällt es dir denn nicht?~

Hat viele Gründe... Aber man kann es positiv sehen, Electra... in den nächsten Kapiteln geht es nur um dich

~*lächel* Endlich erkennst du mein Talent~

-Ehrlich?! Nur um ihn?-

Hauptsächlich... Warum stört es dich? Du liest es nicht einmal!

-Stimmt... Mach weiter-

-.- ... Viel Spaß mit diesem Kapitel

__________________

     Kaum hatte Daniela den Satz ausgesprochen, herrschte eine eiserne und dennoch peinliche Stille. Andreas gab seine Ehefrau mit einem Nicken Recht, Daniela sah die beiden ernst an und Electra und Greaseball stand der Mund offen.
     Moment mal, dachte diese Frau gerade wirklich, dass die beiden ein…?
     Electra hatte vermutlich ähnliche Gedanken, wie Greaseball, denn er sah Greaseball angewidert an, während Greaseball sich bemühen musste, nicht sofort sein Essen wieder hochzuwürgen.
     „Wir sind kein Paar!“, fauchte die E-Lok nun und sprang abrupt auf, sodass der Stuhl nach hinten umfiel. Mit einem Knallen schlug er seine flachen Hände auf den dunklen Holztisch und stemmte sich auf diesem ab, während er die Augen zu schmalen Schlitzen verengte.
     Danielas ernste Miene wich nun einer verständnisvollen: „Keine Sorge. Es ist doch nicht schlimm. Heutzutage ist es doch nicht schlimm, wenn zwei Männer sich lieben.“
     „Tust du mal etwas?!“, fauchte Electra nun Greaseball an, der erst einige Male blinzelte und dann fassungslos zu dem Ehepaar sah: „Sie denken, wir sind ein Paar?“
     Er konnte nicht einmal im Ansatz beschreiben, wie sehr ihn dieser Gedanke anwiderte. Er und Electra? Das wäre eine Katastrophe! Es war ja schon jetzt eine Katastrophe!
     „Wie kommen Sie darauf?“, fragte der Diesel perplex und ließ seine Gabel endlich sinken. Daniela zuckte nonchalant mit den Schultern: „Ihr lebt zusammen. Und ihr beide könnt ruhig ‚Du‘ zu mir sagen.“
     „Nur weil wir zusammenleben, heißt das nicht, dass wir zusammen sind!“, fauchte Electra nun, die Hände auf die Tischplatte gestemmt.
     „Richtig, genau wie Markus meiner Christine keine schönen Augen macht. Ich warte ja immer noch darauf, dass er ihr es endlich einmal sagt.“, stimmte Andreas mit zu und schob sich dann eine Gabel voll Reis in den Mund.
     „Moment, was?“ Greaseball sah zu Andreas, der ihn kurz ansah, ehe er weiter aß: „So etwas sieht man doch! Wir Väter haben da einen speziellen Alarm, wenn es um unsere Töchter geht.“
     „Könnten wir uns vielleicht auf das Wesentliche konzentrieren?“, lenkte Electra nun die Aufmerksamkeit wieder auf sich, ehe er weitersprach. Seine Augen sprühten nach wie vor Gift: „Wir. Sind. Kein. Paar! Ich kann diesen Kerl nicht einmal ausstehen.“
     „Und warum lebt ihr dann zusammen?“ Der hatte gesessen! Daniela sah zufrieden zwischen Electra und Greaseball hin und her, die sich ratlos Blicke austauschten. Sie faltete ihre Hände ineinander und legte ihr Kinn auf diesen ab.
     „Ich war zuerst verwundert, weil Chrisi sagte, dass du eine Freundin hast, Greaseball. Aber dann war mir klar, dass das nur eine Tarnung ist.“ Daniela schien fest überzeugt von ihrer These, während Greaseball vehement den Kopf schüttelte: „Ich habe wirklich eine Freundin.“
     „Und warum lebst du dann mit Electra zusammen und nicht mit ihr? Es ist nicht schlimm, wir stören uns nicht an gleichgeschlechtlichen Paare!“ Daniela sah Greaseball und Electra zuversichtlich an, die nur resigniert aufseufzten. Sie würden es nie schaffen, Daniela vom Gegenteil zu überzeugen.
     Diese erhob nun, nachdem sie ihren Teller geleert hatte und stellte ihr Geschirr in die Spülmaschine, ehe sie aus der Küche verschwand.
     Andreas reckte nur den Kopf, ehe er Greaseball und Electra anlächelte, die den Abstand zwischen sich vergrößert haben und sich gegenseitig angewiderte Blicke zuwarfen.
     „Hört mal, ich weiß, dass ihr kein Paar seid. Aber wenn meine Frau von etwas überzeugt ist, ist es sehr schwer, sie vom Gegenteil zu überzeugen. Überhört das einfach, ja?“
     „Wir sind aber kein Paar!“, beschwerte sich Electra mit verschränkten Armen, während Greaseball zustimmend nickte. Andreas seufzte nur: „Ich weiß. Daniela ist in der Hinsicht wirklich unmöglich.“ Er nahm die leeren Teller und brachte sie weg, während Greaseball und Electra schweigend am Tisch sitzen blieben und sich fragten, wie man nur im Ansatz auf die Idee kam, dass sie ein Liebespaar waren?
     Dem Diesel fuhr bei dem Gedanken ein Schauer durch den Körper, ehe er einen kurzen Blick zu Electra warf, der misstrauisch den Hund betrachtete.
     „Also, kommt ihr mit? Wir müssen schließlich das Bett noch abbauen.“ Damit verschwand Andreas die Treppe nach oben, die im Flur gleich nach der Haustür kam.
     Greaseball erhob sich und folgte dem Vater, ehe Electra ihm folgte, bevor er jedoch einen Schritt zur Seite machte, als Lucky sich an ihm vorbeidrängte und Greaseball treudoof hinterhertrottete.
     „Flohteppich!“, schnaubte er nur und stieg dann auch die Treppe hinauf.
     
     Nachdem das Bett abgebaut war, brachten die drei Männer die Einzelteile nach unten, in das Auto, das sich in der Garage befand. Die Aufgabe verlief eigentlich recht schweigend, nur hin und wieder hörte man Electra fluchen, weil diese Aufgabe unter seiner Würde war.
     Da er aber von den beiden anderen ignoriert wurde, schmollte die ehemalige E-Lok nur und brachte den Rest mit zum Auto.
     Andreas schnappte sich die Autoschlüssel vom Schlüsselbrett und wollte sich eigentlich nur noch bei seiner Frau abmelden, die er aber nicht finden konnte. So rief er nur in das Haus hinein, in der Hoffnung, sie würde es hören: „Wir machen uns jetzt auf den Weg!“
     Eine Weile herrschte Ruhe, dann kam ihre Antwort: „Ist in Ordnung!“
     Andreas nickte zufrieden, ging in die Garage und öffnete das Tor, ehe er sich umdrehte und ein wenig stutzte, bevor er zu schmunzeln begann.
     Lucky wollte Greaseball nämlich nicht wirklich gehen lassen und saß vor diesem, während er ihn aus großen, traurigen Augen ansah.
     „Sorry, Kumpel! Ich muss gehen!“, entschuldigte sich Greaseball lässig, setzte sich seine Fliegerbrille auf die Nase, ehe er einsteigen wollte. Ein Winseln seitens Lucky.
     Andreas schüttelte amüsiert den Kopf und schob Lucky durch das Garagentor: „Jetzt verdufte schon, Lucky!“
     Wie ein geprügelter Hund – haha Wortspiel! – verzog sich Lucky in den Garten hinter dem Haus, während Greaseball sich auf die Rückbank setzte, da Electra bereits den Beifahrersitz in Beschlag genommen hatte.
     Andreas nahm ebenfalls seinen Platz ein und startete dann den Motor, ehe er losfuhr.

     Schnell hatten sie das Haus hinter sich gelassen und eine angenehme Stille erfasste das Auto und seine Insassen.
     Während Greaseball sich auf der Rückbank breit machte, schaute Electra zufrieden aus der Frontscheibe und Andreas genoss die Blues Brothers mit ihrem Sweet Home Chicago, die im Radio vor sich hinsangen.
     Ein Pfiff von hinten, ließ ihn aufhören: „Du sagtest vorhin etwas über Markus und Christine.“
     Greaseball ist in die Mitte der Sitzbank gerutscht und lehnte sich nach vorne, während er sich auf seinen Beinen abstützte.
     Er steckte zwar noch den Kopf nach vorne, den Electra aber demonstrativ nach hinten schob: „Ruhe, auf den billigen Plätzen!“
     Andreas ignorierte dieses Verhalten – die beiden waren alt genug, um diese Streitigkeiten selbst aus der Welt zu schaffen – und antwortete stattdessen Greaseball: „Ich weiß, dass Markus Christine mag. Und das geht über eine normale Freundschaft hinaus. Wie gesagt, ich warte eigentlich nur darauf, dass er es ihr einfach mal sagt. Aber er ist in der Hinsicht ein wenig schüchtern.“
     Greaseball überlegte, ob er seine Meinung diesbezüglich kundtun sollte oder nicht. Am Ende entschied er sich dagegen und lehnte sich wieder zurück. Er hatte schon mitbekommen, dass er mit seiner Meinung, welchen Platz die Frauen einnahmen, relativ alleine war.
     Und Andreas machte einen ganz angenehmen Eindruck. Das wollte er nicht ruinieren. Es reicht schon, wenn er es sich mit Christines Mutter und Christine selbst in der Hinsicht verscherzt hatte.
     Dennoch waren das interessante Informationen. Vielleicht sollte er Markus ein paar Tipps geben, wie man mit einer Frau flirtete. Er, als Held der Frauen, hatte da einige Tricks auf Lager, die er dem jungen Mann mit auf den Weg geben konnte.
     
***


     Nach einem gemütlichen Ankommen, dauerte es nicht lang, bis die Einzelteile des Bettes in der Wohnung waren und dann ging es auch recht schnell, bis das Bett wieder aufgestellt war.
     Da Markus am Vortag die Matratze aus dem Keller – dem Himmel sei Dank, war der nicht feucht – geholt hatte, konnte man diese auch schnell beziehen und das Bettzeug holen.
     Markus‘ Spielzimmer hatte im Grunde nur aus einer Couch, einem gewaltigem Fernseher und einigen Konsolen bestanden. So musste man eigentlich nur die Couch zur Seite schieben und dass Bett hineinstellen.
     Greaseball warf sich zufrieden auf das neue Bett und musste zugeben, dass es wirklich sehr viel angenehmer war, als die Couch. Außerdem hatte er hier Jalousien und wurde nicht jeden Morgen von dieser fürchterlichen Sonne geweckt.
     „So, dann wäre ja alles geklärt.“ Andreas schlug zufrieden die Hände zusammen, ehe er das Zimmer verließ: „Ich mache mich dann wieder nach Hause, bevor Daniela mir noch einen Einlauf verpasst. Es war nett euch kennengelernt zu haben.“
     Während Greaseball nickte, ignorierte Electra die Verabschiedung und sah Andreas nur hinterher, wie er die Wohnung verließ.
     Im Anschluss wandte er sich Greaseball zu: „Wir tauschen die Zimmer.“
     „Warum sollte ich das tun?“ Desinteressiert stierte Greaseball über seine Fliegerbrille, während er sich keinen Zentimeter auf dem Bett rührte.
     „Du hast einen Fernseher.“ – „Tz! Vergiss es, Stromschlucker. Und jetzt verzieh dich, ich will das hier genießen!“ Greaseball verschränkte die Arme hinter seinem Kopf und lehnte sich entspannt zurück.

     Electra schnaubte, drehte sich auf der Ferse um und verließ im Anschluss das Zimmer, ehe er unschlüssig auf dem Flur der oberen Etage stehen blieb.
     Die obere Etage war nicht im Ansatz so luxuriös, wie die untere, offene Etage mit den hohe Decken.
     Sie bestand nur aus einem kleinen Gang, an dessen Seiten jeweils zwei Türen waren. Am Ende des Ganges war noch eine weitere Tür, die ins Bad führte.
     Electra stieg die Treppe hinab und blieb im Anschluss unschlüssig im Wohnzimmer stehen. Und was sollte er jetzt tun? Auf Fernsehen hatte er keine Lust. Lesen tat er nicht gerne und sich mit diesen lästigen Edelstein herumschlagen wollte er im Moment auch nicht.
     Würde er jetzt im Tal sein, hätte er Milliarden an Ideen gehabt. Hier war er aber zu Nichtstun gezwungen. Zumindest solange, wie er sich hier noch nicht auskannte. Aber wie sollte er sich überhaupt auskennen, wenn er diese verdammte Wohnung nie verlassen durfte. Und warum ließ er sich das überhaupt verbieten?!
     Er war Electra, verdammt noch einmal! Er konnte Entscheidungen ganz gut alleine treffen. Außerdem würden Christine und Markus ihn so oder so irgendwann mal gehen lassen müssen. Schließlich mussten sie einen Weg nach Hause finden. Und das konnten sie in dieser Wohnung nicht.
     Entschlossen ging die ehemalige E-Lok zur Wohnungstür und verließ die Wohnung. Er würde ja nicht lange fort sein. Er wollte sich nur einen Überblick der Gegend verschaffen. Ein gewisser Vorteil konnte einem nie schaden.
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