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Eine Reise in eine fremde Welt

von Rush Push
GeschichteAbenteuer, Übernatürlich / P16 / Gen
Electra Greaseball OC (Own Character)
14.10.2018
24.06.2020
39
100.734
4
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57 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
23.11.2018 2.771
 
Puh, endlich schaffe ich es euch das neue Kapitel zu präsentieren. Eigentlich wollte ich es schon lange hochgeladen haben, aber da kam mir noch etwas dazwischen

~Ausreden, Ausreden, Ausreden! Mehr ist das nichts~

Glaub es mir oder nicht... Fakt ist, hier ist ein weiteres Kapitel

-Fakt ist, dass ich hier den ganzen Nachmittag auf dich gewartet habe! Du verschwendest meine wertvolle Zeit-

o_ô Du hast hier gewartet? Ich habe Electra eine Nachricht geschickt

-*böse Electra anseh*-

~*Fingernägel betracht* Ach übrigens, Nachricht von Rush, sie kommt heute erst später~

-Kann man bei dir nicht irgendeinen Stecker ziehen?-

Okay, bevor die Ankündigung hier wieder ausartet... Viel Spaß bei dem Kapitel :D

________________

     Greaseball und Electra sahen von der Couch auf, als Daniela Schuhmann mit Lappen und einem Eimer auf sie zukam. Sie lächelte die beiden jungen Männer an: „So. Und jetzt räumen wir hier ein wenig auf.“
     Hatten die beiden sich gerade verhört? Sie sollten putzen? Frauenarbeit verrichten?!
     Das klang für die ehemaligen Loks derartig absurd, dass sie sich direkt zurücklehnten und weiter den laufenden Fernseher betrachteten. Zwar lief nichts Besonderes, aber es war wesentlich besser als saubermachen. Alles war besser als putzen! Wenigstens waren sich die beiden in diesem Punkt einig.
     Daniela stemmte daraufhin nur die Hände in die Hüfte und schaute die beiden jungen Männer fassungslos an: „Ich glaube ich sehe nicht richtig! Habt ihr beiden mir gerade zugehört?!“
     „Haben wir.“, gab Greaseball gelassen von sich und verschränkte die Arme hinter dem Kopf: „Aber das ist Weiberarbeit! Warum sollte ich das tun?“
     Electra nickte zustimmend: „Richtig! Und ich habe Leute, die das für mich machen. Wozu bezahle ich die wohl, hm?“
     So schnell konnte die ehemalige E-Lok gar nicht schauen, da hatte Daniela ihm einen nassen Lappen ins Gesicht geworfen. Während Electra überrascht aufschrie, begann Greaseball zu lachen. Dieses erstarb aber recht schnell, als auch ihn ein nasser Lappen traf.
     Angewidert nahm er diesen am Zipfel und hielt ihn hoch, ehe er Daniela ansah, die die beiden mit Blicken zu durchbohren schien, ehe sie mit dem Finger auf die beiden zeigte. Sie trug bereits gelbe Gummihandschuhe und machte dadurch recht merkwürdigen aber dennoch sehr strengen Eindruck. Was wohl auch daran lag, dass Greaseball und Electra die Mutter gleich zu Anfang richtig kennengelernt haben.
     „Schmarotzer kann ich überhaupt nicht leiden! Meine Tochter lässt euch hier kostenlos wohnen, also könnt ihr auch mit sauber machen! Und sauber machen ist keine Frauenarbeit!“, sie blickte Greaseball böse an: „Das habe ich jetzt einfach mal überhört!“
     Während Electra den feuchten Lappen so weit wie möglich von sich wegschob, erhob sich Greaseball und baute sich vor Daniela auf, mit seiner strengsten Miene die er zustande brachte. Im Starlighttal wusste jeder, dass, wenn Greaseball diese Miene aufsetzte, man schnell das Weite suchen sollte, bevor etwas Schlimmes geschah. Dessen war sich Daniela allerdings nicht bewusst und selbst wenn sie es wüsste, war fraglich ob es sie überhaupt interessierte.
     In einer gefährlichen Tonlage, begann er zu sprechen, während er auf Daniela hinabsah: „Ich werde keine Frauenarbeit erledigen.“ Damit ließ er den Lappen demonstrativ auf den Laminatboden fallen, was er besser nicht getan hätte.
     So schnell konnte er gar nicht reagieren, da hatte sie ihm am Ohr gepackt, zog ihn nach unten und drehte sein Ohrläppchen schmerzhaft: „Pass mal auf, Freundchen! Ich kann diese frauenfeindliche Haltung überhaupt nicht leiden und ich weiß, dass Chrisi Sexismus auch nicht mag. Also entweder legst du diese Haltung ganz schnell ab, oder ich werde dafür sorgen, dass du hier nicht mehr bleiben kannst.“
     Greaseball knurrte, in seiner gebückten Haltung und versuchte aufzustehen, was nur zur Folge hatte, dass Daniela sein Ohr noch ein wenig mehr drehte. Sicher, er könnte sich leicht befreien. Ein gezielter Schlag und fertig war der Lack. Aber das wollte er gerade wirklich nicht. Einerseits weil es sich hierbei um Christines Mutter handelte, auf der anderen Seite wusste er, dass er diesen Unterschlupf brauchte. Er hatte kein Geld, keine Rückzugsmöglichkeiten, nicht einmal eine Ahnung, was er tun sollte. Alles was er hatte war dieser dämliche Stein und das merkwürdige Muster.
     Würde er nun Daniela schlagen, würde Christine ihn erst einmal rund machen und dann rausschmeißen. Hatte er schon einmal erwähnt, dass es scheiße war ein Mensch zu sein?
     So murrte er nur und rieb sich sein schmerzendes Ohr, als Daniela ihn losließ und ihm den Lappen entgegenhielt: „Das Bad!“
     Schroff riss er ihr den Lappen aus der Hand, funkelte sie böse an und verschwand im Anschluss im Bad.

     Electra, der die ganze Szene mit Amüsement beobachtet hatte, wünschte sich, dass er das auf einem Bild hätte festhalten können. Der große Greaseball wurde von einer Mutter fertig gemacht. Das würde ihm niemand glauben, wenn sie wieder zuhause waren.
     Derartig in seinen Gedanken versunken, bemerkte er Daniela erst wieder, als sie ihm den anderen Lappen vor die Nase hielt. Er sah zuerst den Lappen und dann Daniela an. Er wollte gerade seine Arbeit verweigern, als er den bitterbösen Blick der Mutter erkannte und merklich schluckte. Eigentlich hatte er keine Angst vor Frauen, aber er erinnerte sich nur schmerzlich an den Pfefferspray-Vorfall.
     Er nahm grimmig den Lappen aus ihrer Hand und betrachtete diesen mit Abscheu, während Daniela auf die Wendeltreppe zeigte: „Gästezimmer!“
     Die ehemalige E-Lok stand auf und verschwand schnell nach oben, ehe er unschlüssig in dem Zimmer stehen blieb, dass er im Moment sein eigen nennen konnte.
     Und nun? Er hatte so etwas noch nie gemacht. Eigentlich ging er Wasser generell aus dem Weg. Jetzt stand er hier, mit einem Lappen in der Hand und absolut keiner Ahnung.
     Der einzige Gedanke, der in im Moment aufheiterte war der, dass dieser nervige Diesel vermutlich genauso wenig Ahnung hatte wie Electra.
     Electra schnaubte. Wie schwer konnte das schon sein? Er ging weiter in das Zimmer hinein und begann mit seiner Arbeit.
     
     Greaseball indes stand unschlüssig in dem, mit dunkelblauen Fließen ausgekleidetem Bad. So etwas machte normalerweise Dinah und nicht er. Er sah sowieso nicht ein, warum er das machen sollte? Er war die Lok!
     Aber im Moment hatte er keine großartige Wahl, wenn er nicht wollte, dass Daniela ihm das Ohr abriss. Diese erschien nun neben ihm und schnaufte entnervt, ehe sie zum Waschbecken ging und Wasser einließ. Sie kramte in dem Schrank unter dem Waschbecken etwas herum und drückte Greaseball dann eine Sprühflasche – die war wahrscheinlich mit Reinigungsmittel gefüllt – in die Hand: „Durch gucken wird das Bad auch nicht sauber! Zuerst sprühst du alles ein und wischt im Anschluss mit Wasser alles ab.“
     Dann verließ sie das Bad wieder und Greaseball war kein Stück schlauer als vorher. Sicher, er hatte zugehört aber was genau sollte er denn alles besprühen? Etwa das ganze Bad?
     Er zuckte mit den Schultern und begann alles zu besprühen. So schwer konnte das doch nicht sein, wenn auch Frauen das konnten.

     Electra nickte, sehr zufrieden mit sich selbst, und ließ den Lappen demonstrativ fallen, ehe er das Zimmer wieder verließ und nach unten ging.
     Daniela, die gerade in der Küche einen Eimer mit Wasser befüllte, sah ihn überrascht an: „Was ist los?“
     „Ich bin fertig.“ Zufrieden hatte Electra die Arme verschränkt und erwartete ein großes Kompliment, wie schnell er doch war. Stattdessen sah sie ihn eine Weile stumm an, ehe sie die schmale Augenbraue hob: „Ohne Wasser?“
     „Wasser?“ – „Ja, Wasser! Du kannst doch kein Zimmer mit einem trockenen Lappen wischen. Sag mal, tut ihr nur so, oder seid ihr so blöd?“
     Electra öffnete den Mund um etwas Gemeines zu sagen, schloss ihn aber direkt wieder, als ihm nichts darauf einfiel. Er wirkte ein wenig wie ein Fisch auf dem Trockenen, während er sich darüber aufregte, dass es bisher noch niemand gewagt hatte, derartig mit ihm zu reden.
     Daniela schüttelte verständnislos den Kopf und drückte Electra einen grünen Eimer in die Hand, in welchem sich eine Mischung aus Wasser und Spülmittel befand. Im Anschluss zeigte sie nur wieder auf das Gästezimmer, in welchem Electra grummelnd verschwand.
     Man konnte gar nicht mehr verstehen, was er sagte. Aber Daniela war sich sicher, das Wort Frechheit herauszuhören, ehe sie weiterarbeitete.

     Eine ganze Stunde lang war Ruhe und die ehemaligen Loks erledigten brav ihre Aufgaben, während Daniela sich daran machte den Wohnbereich aufzuräumen.
     Sie konnte einfach nicht glauben, dass diese beiden Männer so unbeholfen waren und sie konnte sich auch nicht vorstellen, wie die beiden in einer Wohnung leben konnten. Die mussten doch im Dreck versinken, dachte sie sich, während sie die Kissen der Couch ordentlich hinlegte.
     Sie drehte sich um und wollte gerade weitermachen, da wäre sie beinahe in Greaseballs breite Brust gelaufen, der nur finster auf sie hinabstarrte: „Fertig!“
     Daniela sah auf ihre Armbanduhr: „Eine Stunde für ein kleines Bad?“
     „Ja, und?“, fauchte er nun ungehalten, woraufhin sie seufzte. Vermutlich war es für ihn schon eine große Leistung gewesen, überhaupt einen Lappen in die Hand zu nehmen. Sie musste ihrer Tochter dringend anweisen, die beiden mehr in der Wohnung machen zu lassen.
     „Dann kannst du ja jetzt das andere Bad im oberen Stockwerk sauber machen, wo du das nun kannst.“, erklärte sie, woraufhin Greaseball die Stirn runzelte, während er hin und her sah.
     „Warum sollte ich das tun?“ – „Jetzt sei nicht so faul!“ Sie schlug ihn mit ihrem Lappen gegen den Oberarm, ehe sie ihn in Richtung der Wendeltreppe schob, die er murrend hinauflief.
     Zufrieden ging sie in die Küche, holte einen Topf aus dem Schrank und dann den Eintopf aus dem Kühlschrank. Sie sah kurz noch einmal auf, als Greaseball die Treppe wieder hinuntergestapft kam: „Was ist denn nun?“
     „Hab‘ den Lappen vergessen.“ Damit verschwand er im unteren Bad und kam nur wenige Sekunden später aus diesem, mit der Sprühflasche und dem Lappen in den Händen.
     
     Nach einer weiteren Stunde der absoluten Ruhe, kam schließlich Electra mit dem Wassereimer wieder, gefolgt von Greaseball.
     Daniela lächelte die beiden freundlich an: „Und? War das jetzt so schwer? Und Fleiß soll auch belohnt werden. Das Mittagessen ist gerade fertig.“
     Sie nahm drei Suppenteller aus dem Schrank und tat jedem etwas auf, ehe sie den Männern zwei Teller reichte, die den Eintopf ansahen, als würde er sie jeden Moment anspringen.
     Daniela bemerkte das gar nicht, sondern setzte sich an den Esstisch, ehe sie sich eine Scheibe Brot nahm, die sie sich mitgenommen hatte.
     Greaseball und Electra sahen sich nur leidvoll an, ehe sie sich schweigend an den Tisch setzten und die Löffel nahmen, bevor sie zu essen begannen.
     Es war nicht schwer zu erkennen, dass die beiden Eintopf nicht leiden konnten, aber keiner von ihnen wagte es, auch nur irgendwas zu sagen. Immerhin hatten sie auf die harte Tour lernen müssen, dass mit Daniela nicht zu spaßen war. Während Electra sofort das Pfefferspray in den Sinn kam, unterdrückte Greaseball das Bedürfnis, sein malträtiertes Ohr zu reiben.
     Nachdem auch der letzte Löffel Eintopf in den leeren Mägen gelandet war, faltete Daniela die Hände ineinander: „So, da können wir jetzt abwaschen.“
     Alarmiert sah Electra auf: „Ich trockne ab.“
     Damit fing er sich einen finsteren Blick von Greaseball ein: „Willst du mich verarschen?! Ich trockne ab!“
     „Und wieso sollte ich das tun? Ich hasse Wasser.“, giftete Electra nun zurück, während Daniela schnell die Toilette aufsuchte.
     „Du kannst keinen Kurzschluss mehr kriegen, du Armleuchter!“ Greaseball war froh, dass Daniela das nicht mehr hören konnte, während Electra die Arme verschränkte: „Und welchen Grund hast du, damit du nicht abwaschen brauchst.“
     Greaseball sagte nichts weiter, sondern hielt nur seinen vergipsten Arm hoch, woraufhin Electra ihn nur finster anfunkelte. Greaseball grinste triumphierend und nahm seinen Teller, ehe er zum Spülbecken ging und diesen abstellte. Zufrieden lehnte sich der Diesel an den Schrank und schnappte sich das Handtuch.
     Electra trottete zu ihm, als würde er seinem persönlichem Galgen entgegen treten. Er ließ das Wasser in das Becken ein, fügte Spülmittel hinzu, nachdem Greaseball ihn darauf hingewiesen hatte, und begann die Teller abzuwaschen, ehe Greaseball alles abtrocknete.
     Daniela räumte das Geschirr dann weg, nachdem sie wiedergekommen war. Dann entließ sie die beiden mürrischen Männer, die sich nur auf die Couch schmissen und nur dem Fernseher ihren Tribut zollten, erschöpft von der Arbeit, die sie heute verrichten mussten.

***


     Christine war überrascht, als sie am Nachmittag ihre Wohnung betrat und diese sauber vorfand. Noch dazu mit zwei Loks, die auf dem Sofa saßen und schweigend dem Fernsehprogramm folgten. An sich kein ungewöhnliches Bild… nur vertrugen sich die beiden.
     Bevor sie noch etwas sagen konnte, kam aber ihre Mutter um die Ecke und umarmte ihre Tochter: „Hallo, mein Schatz.“
     „Hey, Mama.“, begrüßte sie ihre Mutter, während sie ihm Augenwinkel erkannte, dass Greaseball und Electra nur kurz aufsahen, ehe sie wieder dem Fernseher ihre Aufmerksamkeit schenkten.
     Ihre Mutter löste sich von ihr und sah sie monoton an: „Da hast du dir ja etwas in die Wohnung geholt. Die können ja noch nicht einmal putzen.“
     Markus stellte die Einkaufstüten – ja, sie waren noch einkaufen gewesen, immerhin galt es nun zwei Mäuler mehr zu stopfen – ab und sah Daniela mit großen Augen an: „Die haben sauber gemacht?“
     Er sah gespielt fassungslos zwischen den Loks und ihrer Mutter hin und her: „Was für eine Art von schwarze Magie ist das?“
     „Ach, du nur wieder!“, seufzte Daniela und gab Markus einen halbherzigen Klaps auf den Hinterkopf, der nur leise lachte, ehe er die Einkäufe in die Küche räumte. Das war der offizielle Grund. Inoffiziell wollte Markus schauen, was es zum Essen gab.
     Christine zog sich ihre Schuhe aus und sah dann schmunzelnd zu Electra: „Wie geht es deinen Augen, Electra?“
     Den Blick, den sie daraufhin erhielt, konnte man nur als bitterböse bezeichnen, so kicherte sie nur und ging in die Küche, ehe sie an dem Eintopf schnupperte: „Mama, ich liebe deinen Gräupcheneintopf.“
     „Ich weiß, mein Schatz. Deswegen habe ich ihn ja mitgebracht. Hätte ich gewusst, dass du zwei Untermieter hast, hätte ich mehr gemacht. Das war übrigens nicht nett, dass du mir das nicht gesagt hast.“, mahnte ihre Mutter sie nun und half Markus, den Einkauf auszuräumen.
     Christine lehnte sich an den Tresen, warf schnell einen Blick zu Greaseball und Electra, ehe sie ihre Mutter wieder ansah: „Das alles kam sehr schnell zustande. Ich hatte keine Zeit mehr.“
     Sehr zu ihrer Überraschung, kam ihre Mutter ihr nun sehr nah und flüsterte ihr ins Ohr: „Ich glaube dieser Greaseball will etwas von dir. Nimm dich vor den ja in Acht.“
     Christine schmunzelte und beugte sich nun zu dem Ohr ihrer Mutter: „Ich glaube nicht. Der hat eine Freundin.“
     „Das arme Ding.“, seufzte ihre Mutter nun mitleidig, ehe sie das Brot in den Schrank packte. Christine musste ein wenig lachen und half dann beim Auspacken mit.
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