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Eine Reise in eine fremde Welt

von Rush Push
GeschichteAbenteuer, Übernatürlich / P16 / Gen
Electra Greaseball OC (Own Character)
14.10.2018
24.06.2020
39
100.734
4
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Dieses Kapitel
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13.11.2018 2.136
 
*bedächtig um Ecke lug* Sind die hier? Electra? Greaseball?

*Stille*

*raus komm* Gut. Dann können sie mich für dieses Kapitel auch nicht umbringen *grins* Tja, was soll ich noch groß sagen? Viel Spaß euch allen.... Man. Das war's? Länger ist die Ankündigung echt nicht, ohne die beiden? Ich komme mir schlecht vor *beschämt wegschlurf*

________________

     Der Abend war dann noch recht ruhig ausgegangen, wenn man mal davon absah, dass Electra sich weigerte, den Döner mit den Händen zu essen. Außerdem war ihm der ganze Fraß, so hatte er es bezeichnet, zu fettig und noch tausend weitere Beschwerden folgten darauf.
     Er hatte dann aber Ruhe gegeben, als Christine ihm sagte, dass er nichts anderes mehr bekommen würde, während sie ihm eine Gabel geholt hatte.
     Electra hatte die junge Ärztin daraufhin mit Blicken ermordet, die Gabel genommen und gegessen, obwohl man ihm deutlich angesehen hatte, dass ihm nicht gefallen hat.
     Greaseball hatte einige Schwierigkeiten, wegen seines Gipses, war aber sonst ganz gut zurechtgekommen. Mal davon abgesehen, dass an einem Punkt die Soße auf sein Shirt getropft war.
     Sie hatten dann alle sehr schnell entschieden, dass es spät genug war, um ins Bett zu gehen und selbst das stellte kein großartiges Problem dar.
     Greaseball war es scheißegal wo er schlief, also bekam er die Couch. Electra hatte also das Gästezimmer bekommen, hatte sich aber trotzdem über den Zustand des Zimmers beschwert, obwohl es an diesem nichts auszusetzen gab. Electra war sich der Meinung gewesen, dass dieses Zimmer seinen Ansprüchen nicht genügte. Nach einer Drohung seitens Christine – er könne ja auch in der Badewanne schlafen, wenn ihm das lieber war –  hatte er dann aber Ruhe gegeben und alle konnten schlafen gehen, nachdem sie Greaseball noch mit einer Decke und einem Kissen versorgt hatten.

     So kam der nächste Morgen viel schneller, als es allen Bewohnern der Wohnung lieb war. Die Sonne schien schon seit 5:00 Uhr morgens durch die Fenster und raubte vor allem Greaseball den Schlaf. Zumindest eine Zeit lang, bis der ehemalige Diesel sich sein Kissen über den Kopf gezogen hatte.
     
     Christine erwachte mit einem herzhaften Gähnen und sah auf ihren Wecker, während sie sich die müden Augen rieb. Es war 8:00 Uhr morgens. Knapp acht Stunden Schlaf und sie hatte noch immer das Gefühl, ihre Beine würden ihr den Dienst verweigern, nach der Tortur von gestern.
     Sie setzte sich auf ihre Bettkante und ließ den Tag noch einem Revue passieren. Vielleicht hatte sie das Ganze auch nur geträumt und sie beherbergte keine vermenschlichten Loks in ihrer Wohnung. Mit einem kleinen Hoffnungsschimmer verließ sie gähnend ihr Zimmer und sah die Wendeltreppe hinab zur Couchlandschaft.
     „Nope. Kein Traum. Wäre ja auch zu schön gewesen.“, murmelte sie, stieg die Treppe hinab und warf noch einmal einen Blick zu Greaseball, der eine merkwürdige Schlafposition eingenommen hatte. Neben der Tatsache, dass er leise schnarchte, hatte er das Kissen über seinen Kopf gezogen. Ein Bein hing über die Kante der Couch und das andere hatte er angewinkelt. Sie wusste ja, dass manche Leute einen sehr aktiven Schlaf hatten, aber von Akrobatik hatte sie seither nichts gehört.
     So zuckte sie mit den Schultern und ging in die Küche, ehe sie leise den Kaffee kochte und das Frühstück vorbereite. Dabei plante sie ihren Tag schon wieder durch.
     Eigentlich wollte sie heute ja faulenzen, aber durch ihre zwei besonderen Gäste konnte sie das getrost vergessen. Greaseball und Electra würden noch so einiges an Gegenständen gebrauchen. Ganz oben auf ihrer gedanklichen Liste setzte sie Kleidung, obwohl es ihr davor auch am meisten graute.
     Sie hatte schon gemerkt, dass Greaseball und Electra ihr Aussehen wichtig war. Greaseball würde nicht so kompliziert sein, aber Electra würde ihr vermutlich den letzten Nerv rauben. Dem würde wohl gar nichts gefallen, in dem Laden, in welchen sie mit ihnen gehen wollte. Es sei denn, sie ließ die beiden selbst entscheiden… Das war eine gute Idee. Dadurch wurde ihr Nervenkostüm nicht strapaziert und die beiden Loks hielten die Klappe!
     Sie heizte den Ofen vor und kramte die Brötchen aus dem Vorratsschrank, die man erst noch aufbacken musste. Dann nahm sie das Geschirr und deckte weiter den Tisch, während sie weiter den Tag verplante.
     Nach der Kleidung musste sie die einfachsten Drogeriesachen holen. Zahnputzzeug, Shampoo, Rasierer und so weiter. Außerdem mussten sie noch das „Spielzimmer“ von Markus ausräumen, damit Greaseball nicht länger auf der Couch schlafen brauchte. Wirklich gesund für den Rücken war das nämlich auf Dauer auch nicht.
     Sie hatte gerade die Butter aus dem Kühlschrank geholt und schrie erschrocken auf, als plötzlich Markus hinter ihr stand. Die Butter landete beinahe auf dem Boden, hätte der junge Pfleger sie nicht gefangen. Eines musste man ihm lassen, er hatte verdammt gute Reflexe. Das erwartete Christine aber auch von ihm, wenn er Motorcross fuhr.
     „Seit wann so schreckhaft?“, neckte er sie und stellte die Butter auf den Tisch, ein breites Grinsen auf seinen langen Lippen.
     „Ich bin nicht schreckhaft.“, verteidigte sie sich schnippisch und verschränkte die Arme: „Nur in Gedanken.“
     „Lass mich raten…“, er deutete mit seinem Kopf zu Greaseball, der sich von ihrem Aufschrei nicht stören ließ, sondern weiter schlief.
     „Man, hat der Kerl einen festen Schlaf.“, murmelte sie und lehnte sich auf den Tresen, während sie sich nach vorne lehnte um einen Blick auf Greaseball werfen zu können.
     „Aber um deine Frage zu beantworten…“, seufzte sie und sah Markus an: „Ja. Die beiden. Es ist ja nicht so, als würde ich die ganze Woche an nichts anderes denken.“
     „Ich kann mir denken, was du geplant hast und mir graut es davor. Shopping?“ – „Leider schon. Aber es führt auch kein Weg daran vorbei. Außerdem müssen wir uns etwas überlegen, warum die Suche nach ihnen eingestellt werden muss. Und wir müssen sie von der Klinik abmelden.“
     „Oder wir lassen sie nicht mehr aus der Wohnung, bis die Suche nach ihnen eingestellt wird.“ Markus sammelte die Kaffeetassen aus dem Hängeschrank und sah Christine unschuldig an, die nur schmunzelnd die Arme verschränkt hatte.
     Daran hatte sie auch schon gedacht. Aber das war keine Option. Zu aller erst war das Freiheitsberaubung und zweitens glaubte sie nicht daran, dass sie Greaseball und Electra hier festhalten konnte. Die beiden waren derartig stur…
     „Ich hatte da an etwas anderes gedacht.“ Sie hievte sich auf einen der großen Barhocker, die an dem Tresen standen und faltete ihre Hände ineinander, ehe sie ihr Kinn darauf abstützte: „Aber die wird uns allen nicht gefallen.“
     „Lass hören.“ – „Friseur.“
     Markus ließ vor Schreck beinahe die Tassen fallen und sah seine Freundin an, als hätte sie ihm von einem Einhorn erzählt: „Das ist nicht dein Ernst? Du willst den beiden die Haare schneiden?! Denen?“
     „Hast du eine bessere Idee? Wenn sie nicht auffallen wollen, werden sie das wohl zulassen müssen.“, murmelte sie, ehe sie von dem Barhocker sprang und zu ihm ging: „Und mir gefällt das im Übrigen auch nicht. Aber es ist unsere einzige Möglichkeit.“
     Markus seufzte erschöpft und fuhr sich durch sein kurzes Haar: „Die werden dich umbringen.“
     Danach ging er zum Ofen und sammelte die Brötchen heraus, die Christine schon hineingeschoben hatte. Christine selbst setzte sich an den Frühstückstisch und sah nachdenklich zu Greaseball, der von dem ganzen Gespräch nichts mitbekommen hatte. Entweder, er war von gestern noch sehr erschöpft oder er hatte den gesegneten Schlaf eines Steins.
     Bei Electra war das jedenfalls nicht der Fall, denn nun öffnete sich im oberen Stockwerk ein Zimmer und Electra kam, bereits komplett angezogen, die Treppe herunter, ehe er einmal abfällig zu Greaseball sah.
     Er richtete die Ärmel seines Hemdes und kam dann zum Frühstückstisch.
     Christine nahm Markus den Korb mit den warmen Brötchen ab: „Weckst du Greaseball?“
     „Du hasst mich, kann das sein?“, fragte Markus nur trocken, ging dann aber zu Greaseball, ehe er ihm das Kissen wegzog: „Aufstehen, Schlafmütze! Es gibt Frühstück.“
     Der Angesprochene murrte nur ungehalten, setzte sich dann jedoch auf und wollte sich die Augen reiben, wäre ihm der Gips nicht im Weg gewesen.
     Christine schmunzelte und schaltete das Radio ein, ehe sie sich neben Markus an den Tisch setzte. Während Electra sich schon ein Brötchen genommen hatte, schlurfte Greaseball müde zum Tisch.
     Offenbar war er noch zu müde, um sich über irgendetwas zu beschweren. Gut so! Dennoch musste sie zugeben, dass Greaseball einen verdammt guten Körperbau hatte. Bei Electra konnte sie das nicht beurteilen, da sie diesen bisher nie ohne Kleidung gesehen hatte. Aber sicherlich sah er auch nicht schlecht unter seinem weißen Hemd aus.
     So nahm sie sich ein Brötchen und schmierte es, während sie überlegte, wie sie Greaseball und Electra das mit dem Friseur schonend beibrachte.
     Jetzt wäre doch ein ganz guter Zeitpunkt, dachte sie sich, während sie zwischen beiden hin und her sah. Greaseball war noch immer im Halbschlaf und Electra sah auch nicht besonders wach aus.
     So nahm sie ihren Mut zusammen und begann zu sprechen: „Wir müssen heute einige Dinge erledigen, damit ihr nicht auffallt. Das wird aber den ganzen Tag dauern.“
     Gut so, Mädchen. Das war doch schon einmal ein guter Anfang, lobte sie sich und sah noch einmal durch ihre Wimpern zu Electra und Greaseball, ehe sie begann alles aufzuzählen: „Kleidung kaufen, Shampoo und der ganze Kram… ein Friseurtermin.“
     Letzteres zählte sie nur sehr leise auf, dennoch sah Electra nun misstrauisch auf: „Für wen?“
     Während Markus neben ihr leise in sein Brötchen lachte, presste Christine die Lippen zusammen. Greaseball, der nun auch langsam in die Welt der Lebenden zurückkehrte, sah sie nun auch recht prüfend an.
     „Für… euch?“ Wirklich überzeugend klang das nicht, was vermutlich daran lag, dass sie sich gar nicht mehr so sicher war, ob das eine gute Idee war. Diese ermordenden Blicke waren ein ganz guter Indikator dafür, dass den beiden diese Idee offensichtlich nicht gefiel.
     Sie sah noch einmal zu Electra und Greaseball und begann zu erklären, bevor irgendeiner von den beiden etwas sagen konnte. Die ehemaligen Züge schienen nämlich vor Fassungslosigkeit zu kochen.
     „Es geht schlicht und ergreifend darum, dass man euch auf der Straße nicht erkennt! Die Polizei weiß, dass ihr vermisst seid und wird nach euch Ausschau halten. Und wirklich unauffällig seid ihr nicht.“
     „Niemand, wirklich niemand, berührt meine Haare.“, fauchte Electra nun und schlug auf den Tisch, während Greaseball zustimmend nickte.
     „Okay… Wenn ihr den Friseur nicht wollt, dürft ihr die Wohnung eben nicht verlassen. Das wäre die andere Option. Es tut mir leid, ich weiß, euer Aussehen ist euch sehr wichtig, aber wenn ihr nach Hause wollt, muss jeder sein Opfer bringen.“, seufzte sie.
     Greaseball sah sie nur eindringlich an: „Und welches Opfer bringt ihr?“
     „Zu aller erst, Markus und ich sind in unser richtigen Welt und zweitens, wir haben euch bei uns aufgenommen und das ist ein wirklich großes Opfer.“, erklärte sie und lehnte sich zurück.
     Abwartend sah sie zwischen ihnen hin und her, während Greaseball Electra ansah. Die beiden schienen ein gedankliches Gespräch zu führend und Christine war leicht beleidigt. Sonst stritten sie sich immer, aber wenn sie ein Problem mit ihr hatten, waren sie wie die besten Freunde.
     „Auf gar keinen Fall, du Ölschlucker!“ Electra klang da ziemlich eindeutig, während Greaseball nickte.
     „Ich weiß nicht einmal, was genau euer Problem ist. Haare wachsen doch wieder nach.“, mischte sich nun Markus ein und ergriff glücklicherweise für sie Partei.
     „Es geht ums Prinzip!“ Electra schnaufte entschieden.
     „Wieso? Was ist dir so wichtig? Was die anderen über dein Aussehen denken?“, fragte Christine und fuhr sich durch ihr Haar, ehe ihr eine Idee kam. Die beiden waren derartig auf ihr Aussehen fixiert, dass man das auch ganz gut gegen sie verwenden konnte.
     „Soll ich mal ganz ehrlich zu euch sein? Wir haben hier ein völlig anderes Schönheitsideal.“, sprach sie lächelnd und machte innerlich Freudensprünge, als die ehemaligen Loks stutzten.
     „Wovon sprichst du?“ Greaseball sah sie verwirrt an, während Christine ihr Smartphone nahm und schnell die neusten Trends heraussuchte. In Bilderform natürlich, dann hielt sie die Bilder den beiden vor die Nasen.
     Greaseball nahm das Smartphone und scrollte durch die Bildergalerie, während Electra zusah.
     „Niemand da draußen wird so aussehen wie ihr. Im Gegenteil, die Leute werden über euch und euer Aussehen reden.“, erklärte sie. Wirklich lügen tat sie nicht einmal. Es war ja die Wahrheit. Die Menschen waren einfach so furchtbar oberflächlich.
     Nach einigen Minuten des Schweigens, gab Greaseball ihr das Smartphone wieder, warf noch einmal einen Blick zu Electra, ehe er merklich schluckte. Dennoch mimte er den Harten: „Nur schneiden?“
     „Nur schneiden! Mehr nicht. Electra, du kannst gerne auch deine Farben behalten.“, erklärte sie ruhig und beschwichtigend.
     Greaseball nickte erschlagen, während Electra grummelnd die Arme verschränkte: „Ich hasse diese Welt!“

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*Autorin rennt panisch durch das Bild* Hilfe!!!

-Na warte, bis wir dich in die Finger kriegen!-

~Du kannst was erleben! *Funken durch Finger blitzen lass*~

Ach kommt, nur weil ich euch die Haare schneide, arbeitet ihr zusammen? Ihr könnt euch noch nicht einmal leiden!

-Wir machen eine Ausnahme. Also rate ich dir um dein Leben zu laufen!-

*vor den beiden flieh*
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