Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

du bist zuhause (für immer und mich)

von RedChilli
Kurzbeschreibung
DrabbleSchmerz/Trost, Liebesgeschichte / P12 / MaleSlash
14.10.2018
14.10.2018
1
530
 
Alle Kapitel
noch keine Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 
 
14.10.2018 530
 
burning bridges
If you want we could be it, run away
Running from any sight of love
There ain't nothing here for me anymore
But I don't wanna be alone


du bist zuhause (für immer und mich)
paul böhmer/maximilian murnau (kann spuren von paul/vera/jan enthalten)
wahrscheinlich irgendwie nach 09x07 und ein bisschen ein fix-it zu 09x06, weil paul da gesagt hat, dass ihn das single-dasein traurig macht
cw: charaktertod erwähnt


"Wenn du willst", sagt Murnau, und lässt seine Fingerspitzen über deinen Handrücken tanzen, dass du eine Gänsehaut bekommst, "könnten wir das sein."
"Was?", fragst du nach, und hoffst, dass du dir das Zittern in deiner Stimme nur einbildest.
"Alles, was du willst", sagt Murnau, und legt seine Hand auf deine.
Du atmest zittrig aus.

*

"Lauf, Junge, lauf", sagt er, und es fühlt sich falsch an, weil du so viel älter bist als er.

*

Du hast Jan geliebt, das hast du wirklich. Wenn du ehrlich bist, tust du das noch immer, aber das ist kein angemessenes Bettgeflüster. Und im Präsidium reden du und Murnau nicht sonderlich viel miteinander, außer ihr streitet euch mal wieder wie ein altes Ehepaar und zaubert damit Vera und dem Staatsanwalt ein Lächeln auf die Lippen.

*

Du hast Vera geliebt, das hast du wirklich. Vielleicht tust du das noch immer, aber du willst nicht darüber nachdenken, weil Jan eben das Bindeglied zwischen euch beiden war. Was seid ihr noch ohne ihn?
Wenn du sie ansiehst, und dir erlaubst, etwas anderes dabei zu empfinden als freundschaftliche Zuneigung und Bewunderung, musst du an Jan denken, und dein Herz zieht sich zusammen.
Wenn du Murnau ansiehst, den du eigentlich gar nicht magst - das hat sich gestern nacht aber noch ganz anders angehört, paul -, hast du das Problem nicht.

*

"Was hält dich in München?", fragt Murnau, und krault dir das Haar. Anders sind die kreisenden Bewegungen seiner Finger auf deiner Kopfhaut nicht zu beschreiben, du kommt dir ein bisschen vor wie ein Haustier, aber es fühlt sich auch so gut und richtig an, du kannst keine Energie dafür aufbringen, dich zu beschweren. "Wo du doch gar kein Stadtkind bist?"
Du ignorierst den Seitenhieb, der vielleicht gar keiner war, und überlegst.
Jan ist tot und du kannst Vera nicht mehr so in die Augen sehen wie früher. Das hier ist keine Liebe - noch nicht -, Maximilian Murnau ist nur ein warmer Körper in deinem Bett, und vielleicht ist es das.
In den Armen von Vera und Paul war dein Zuhause und jetzt bist du Single, irgendwie, trotz Murnau, und die einzige Konstante in deinem Leben ist München, der Dialekt, dein Job, die Ruinen, von dem, was du einst Zuhause genannt hast.
"Ich denke, ich will einfach nicht alleine sein", sagst du schließlich, und als Maximilian dich küsst, fast so, als würde er verstehen, obwohl du das gar nicht erwartest, nicht wirklich, ist da dieses hoffnungsvolle Flattern in deiner Brust, und vielleicht, ganz vielleicht, kann das hier irgendwann Liebe sein.
(Vielleicht muss es das auch gar nicht. Vielleicht ist es eigentlich ganz gut so, wie es ist.)
Review schreiben
 
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast