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Blood against Thirium - Programmierung gegen Triebe

SongficSchmerz/Trost / P18 / Gen
Alice Williams Carl Manfred Hank Anderson RK200 Markus RK800-51-59 Connor Todd Williams
14.10.2018
14.10.2018
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14.10.2018 2.104
 
Ich habe zwar das Gefühl das Songfics generell (oder auch nur meine xD) nicht gut ankommen bzw relativ oft eher unkommentiert bleiben aber ich kann leider nicht anders ^^. Und auch wenn das nicht unbedingt zu meinem Musikgeschmack gehört, fand ich doch das Thema sehr interessant weshalb ihr jetzt, wie bereits erwähnt, mit meinen geistigen Ergüssen auskommen müsst :D. Deswegen lasse ich das hier mal so stehen und verkrümel mich fix :D.

ASD - Mensch gegen Maschine
https://www.youtube.com/watch?v=MYyVf2s7pm4

~~*~~



Der Auftritt hier eben,
hat die ganze Brutalität dieser Maschine transportiert.
Ich werde hier nur noch den einen Satz vorlesen,
den Sie durch ihren Wortentzug verhindert haben.



„Es tut mir leid Detective Anderson, aber die Geschworenen haben ihr Urteil gefällt.“
„Ihnen tut gar nichts ‚Leid‘…dieses DING hat uns unseren Sohn genommen und wird dafür nicht einmal verschrottet…“
„Cyberlife wird sich um den Androiden kümmern. Seine Software wird generalüberholt um jeden Fehler auszumerzen. Außerdem wird Cyberlife für die Beerdigung Ihres Sohnes aufkommen. Das ist zumindest der Teilsieg, den wir erringen konnten. Aber die Geschworenen sind der Meinung das, dass Krankenhaus nicht für Ihre Androiden bürgen kann, das ist allein Cyberlifes Problem.“
„Ich wollte meinen kleinen Jungen nicht vor mir beerdigen…alles Geld der Welt bringt ihn uns nie wieder zurück. Das ist ALLEIN Cyberlifes Schuld…“


Evolution vom Neandertaler
Zum Homosapiens weiter zum Digitaler
Cyberage, Trittbrettfahrer, Roboter, Wireless Junkies
Ferngesteuert mit 32-Bit Munchies
Tatada, Social Media Mafia, Flatrate, Update, Webpage, Massaker
Vor den Augen helle Screens, Knöpfe in den Ohren
Blick nach unten, über unsere Köpfe fliegen Drohnen



„Hey mein Kleiner…Daddy ist da…“ Vorsichtig kniete sich Hank zu dem schmucklosen grauen Grabstein herab. Immer wenn seine Finger den rauen Stein streiften, das Relief seines Namens nachzeichneten, fielen ihm die Worte seines Anwaltes wieder ein. Er sprach von Siegen, Kämpfe, die sie nicht hätten kämpfen müssen, wenn die Menschheit nicht so dumm gewesen wäre Gott spielen zu wollen. Wenn sie nicht angefangen hätte Maschinen nach ihrem Abbild zu erschaffen. Klüger, schneller, besser.
Besser als Menschen. Menschen machen Fehler, damit macht auch alles vom Mensch erschaffene Fehler. Und einer dieser Fehler hatte ihm seinen kleinen Jungen geraubt.
Cyberlife wird für die Beerdigung Ihres Sohnes aufkommen.
Und das war daraus geworden. Der einfachste Grabstein, ein Friedhof in irgendeinem Randbezirk von Detroit. Wer ließ sich heutzutage schon noch begraben? Aber er hielt am altmodischen fest. Früher war wirklich alles besser. Zumindest für ihn.

Er legte den kleinen Kranz, den er mitgebracht hatte, vor den grauen Stein. Er hasste Androiden. Cyberlife war zu einer Krankheit mutiert und wann immer ihn dieselben drei Blechbüchsen von irgendeiner riesigen Werbetafel anstierten, wollte er am liebsten lachend mit einer Kreissäge in das nächst beste Cyberlife Geschäft rennen. Er würde ihnen das perfekte Lächeln aus ihrer ach so perfekten Visage prügeln und sie würden ihn wahrscheinlich trotzdem noch mit blecherner Stimme fragen was sie als Nächstes für ihn tun könnten. Die Menschheit war erneut zu Sklaventreibern geworden. Wobei diese ‚Dinger‘ konnten nicht fühlen, nicht wirklich denken, sie waren nichts mehr als folgsame Maschinen die das taten, was man ihnen sagte. Zählte es immer noch unter Sklaventreiberei, wenn die Sklaven kein Bewusstsein dafür hatten?
Ein Surren genau über ihm lenkte Hank von seinen Gedanken ab. Als er den Blick nach oben richtete, schwebte eine Polizeidrohne über ihn hinweg. Kein seltener Anblick mehr, schon gar nicht in diesem Bezirk. Nicht mal mehr die Polizei kam ohne diese Drecks Maschinen aus und wenn man sie gerade nicht brauchte, standen sie dämlich in der Gegend rum und nahmen den wirklich talentierten, jungen Anwärtern von der Polizeiakademie beinahe jegliche Chance überhaupt Fuß zu fassen. Wer wollte schon noch Tatorte absichern, langweilige Streifen fahren…nur waren das die Dinge, mit denen man anfing. Die einem zeigten das, dass Leben eines Polizisten nicht nur aus prestigeträchtigen Fällen und pompösen Medaillenverleihungen bestand. Die einen zurück auf den Boden der Tatsachen brachten und die aussortierten, die sich zu fein für diese Arbeiten waren. Er hatte genauso angefangen, aber so langsam war er auf seine alten Tage Leid zuzusehen, wie die Menschheit sich selbst abschaffte. Wie lange würde es noch dauern bis sein Platz auch ein Android besetzte?


Wann soll der Wahnsinn enden
Arme Menschen sitzen auf Datenbänken statt Gartenbänken
Spielen dabei Kilohertz Raten gehen in Funkwellen baden
Die Welt wird zusammengehalten von Glasfaserkabeln
Schmeiss den Router an, willkommen in der Zukunft man
Da wo es nix gibt was man nicht googeln kann
Der Mensch muss kämpfen solang er noch bluten kann
Gegen die Maschine im Minutentakt, wutentbrannt



„Was soll das heißen…Sie feuern mich?! Weshalb?“
„Verzeihen Sie mir Mr. Williams aber Ihre Dienste sind nicht länger für uns vonnöten.“
„Sie geben lieber dieser beschissenen Maschine meinen Job?!“
„Beruhigen Sie sich Mr. Williams. Ich weiß es ist nicht gerade einfach, aber wir müssen auch an das Unternehmen denken. Und Androiden beziehen nun mal kein Gehalt, sie brauchen keinen Urlaub, werden nie müde…“
„Das wird Ihnen noch vergehen, wenn so eine scheiß Schrottkiste auch auf Ihrem Platz sitzt.“
„Guten Tag Mr. Williams.“
„Leck mich.“


Das ist Mensch gegen Maschine
Das ist Mensch gegen Maschine
Das ist Mensch gegen Maschine
Das ist Mensch gegen Maschine
Siehst du wie der Fortschritt deinen Kopf fickt
BOOM ]BOOM wie der Fortschritt deinen Kopf fickt
BOOM BOOM  wie der Fortschritt deinen Kopf fickt
BOOM BOOM wie der Fortschritt deinen Kopf fickt



„Pass doch auf wo du hin trampelst du Penner!“ Hart schob Todd den Jugendlichen von sich.
„Todd bitte!“
„Nein Ava! Ich werde diesem Wichser jetzt Manieren beibringen!“
Genervt zog sich der junge Mann die Kopfhörer von den Ohren: „Alter was soll das?!“
Doch die einzige Reaktion die Todd Williams inzwischen kannte, war Gewalt. Ohne mit der Wimper zu zucken, krallte er sich das Handy, auf das der Junge bis eben noch beinahe zombiehaft gestiert hatte und schleuderte es mehrere Meter weit über den Gehweg.
„BIST DU BEHINDERT ODER WAS?!“ keifte der Junge und rannte zu seinem Smartphone, das in mehreren Einzelteilen über den Gehweg verstreut lag.
„Los komm jetzt!“ Ava zog ihren Ehemann mit sich noch bevor der Junge zurückkehren und sie auf Schadensersatz verklagen konnte.

„Müssen wir das wirklich tun?“ knurrte Todd und schob diesen schon lächerlich freundlichen Verkäufer Androiden beiseite, als sie schlussendlich endlich das Geschäft betraten.
Ava blickte ihren Mann mit diesem undurchdringbaren Blick aus Traurigkeit und Enttäuschung an: „Wir hatten doch schon darüber gesprochen…“
„Du willst Emely durch so ein blödes Stück Plastik ersetzen. Tut mir leid, dass mir das vielleicht nicht Recht ist!“
„Schrei hier verdammt nochmal nicht so rum!“ Pikiert blickte sich Ava in dem Geschäft um, fast alle hatten sich neugierig zu ihnen umgedreht.
„Ich will Emely nicht ersetzen…aber du weißt genauso wie ich das ich keine Kinder mehr bekommen kann und ich habe mir immer Kinder gewünscht…“
„Mein kleines Mädchen ist zwei Jahre tot und du willst jetzt so ein Scheiß gruseliges Androiden Kind?“
„Sie war auch mein kleines Mädchen!“ fauchte Ava wütend: „Aber wir werden unsere Probleme niemals in den Griff bekommen, wenn wir nur noch in der Vergangenheit hängen! Stell dir doch vor wir könnten wieder eine glückliche Familie sein…so wie früher!“


Yeah, das ist Mensch gegen Maschine
Das ist Blut gegen Öl, Programmierung gegen Triebe
DNA gegen Chipsatz und Platine
Stahl gegen Knochen, Freiheit oder schwedische Gardine



„Vergiss es Elijah, ich brauche so einen neumodischen Kram nicht.“
„Ich bitte dich Carl. Du bist einer der größten Künstler des einundzwanzigsten Jahrhunderts, es wird Zeit einen Schritt weiter zu gehen. Außerdem kann er dir in deiner jetzigen Situation wirklich behilflich sein.“
Der Ältere machte einen abwertenden Laut und lehnte sich in seinem Rollstuhl zurück. Sein jetziges Leben glich so schon einem Scherbenhaufen. Er konnte nicht mehr laufen, vielleicht nie wieder seiner größten Leidenschaft nachgehen. Wer wollte schon etwas mit einem Krüppel wie ihm zu tun haben. Und nun stolperte sein Freund Elijah Kamski um die nächst beste Ecke und wollte ihm einen seiner Androiden aufschwatzen. Wobei…ein Elijah Kamski stolperte nicht. Er bewegte sich genauso beherrscht und elegant wie er sprach.
„Was soll dieser Spaß überhaupt kosten?“
„Was hältst du denn von mir? Ich möchte dir keinen verkaufen, ich möchte dir einen schenken.“

„Behalt dein Geld lieber zusammen Elijah. Keiner deiner Wunder Androiden kann mir meine Beine wiedergeben.“
„Das kann er wohl nicht, nein…aber er kann dir helfen.“
„Das sagtest du bereits.“
Elijah lächelte: „Du hast dich nicht verändert.“ Doch Kamski wurde schnell wieder ernst: „Aber die Welt hat sich verändert.“
„Die Welt wird auch niemals aufhören sich zu verändern.“
„Dann gibt es doch keinen Grund den Fortschritt zu verweigern, oder?“
„Du kannst einen echt schwach machen Elijah, weißt du das?“
„Ist das ein ja?“
„Da du mich vorher wahrscheinlich nicht in Ruhe lassen wirst…dann zeig dein Wunder Spielzeug mal.“


Ich marschiere, habe Angst doch ich kämpf
Und ich renn ganz egal ob ich verliere
Rücken an der Wand, hab' keine Alternative
Gott ruft der Mob und verhalten sich wie Tiere
Dieser Kampf lohnt immer
Der Feind ist im TV, in meinem Wohnzimmer
Todbringer, so war das schon immer
Im Mondschimmer kommt aus Fleisch und Blut, Godzilla
Minus im Depot, ah
Offline so wie Kino.to, ah
Nicht jeder kann ein Maximus sein
Daumen runter, Augen hoch, trau' nicht mal Optimus Prime



Benebelt blickte Hank in das Whiskeyglas vor sich. Verschwommen konnte er beinahe seine eigene Gestalt darin erkennen, die trüb zu ihm herauf starrte. Eigentlich kam er so gut wie jeden Tag hier her. Wenn er Coles Grab besucht hatte sogar noch eher. Eigentlich ein Tag wie jeder andere. Plastik wünschte ihm einen schönen Einkauf, Plastik brachte die Kinder in den Kindergarten, an dem er jeden Tag vorbeifuhr. Plastik auf Arbeit, Plastik in Geschäften, Plastik auf der Straße…überall nur noch Plastik. Nur nicht hier und Hank begrüßte das. Ihm würde wahrscheinlich nicht einmal auffallen, wenn diese Dinger ihre LED verbargen, dass sie keine Menschen waren und auch niemals sein würden. Wenn es nach ihm ginge dann würden diese Teile lichterloh auf dem nächsten Scheiterhaufen brennen und er wusste das noch so viele andere seiner Meinung waren. Er bemerkte kaum das die Tür sich öffnete, er bemerkte nicht, wie alle Augen plötzlich auf die Gestalt gerichtet waren die den Frevel besaß hier einfach so aufzutauchen. Er bemerkte die Gestalt nicht bis…:
„Lieutenant Anderson. Mein Name ist Connor. Ich bin der Android von Cyberlife.“
Von wo sollte er auch sonst sein?
„Ich war auf Ihrem Revier, aber niemand wusste, wo Sie sind. Es hieß, dass Sie vermutlich irgendwo etwas trinken. Ich hatte Glück, das ist erst die fünfte Bar.“
Er hasste Androiden, sie waren an allem schuld. Sie hatten ihm alles genommen, was er je besessen hatte, je geliebt hatte. Er wusste nicht viel, aber er würde Androiden immer hassen. DAS wusste er.

~~*~~


„Eine ausgezeichnete Wahl. Der YK500 ist genau, dass Kind das Sie sich wünschen. Gut erzogen, benötigt kein Essen…“
„Ja, ja schon kapiert…“
„Todd!“
„Was denn? Ist fast dieselbe Leier die mein letzter Chef gebracht hat…“
„Haben Sie schon einen Namen?“
„Ja…“, brummte Todd und ignorierte den leichten Ellenbogenhieb den ihm seine Frau verpasste.
„YK 500 – registriere deinen Namen.“
Todd trat einen kleinen Schritt vor und blickte auf das Kind ähnliche Wesen herab…
„Alice.“
Die Mundwinkel des Androiden hoben sich wie auf Befehl, als eine helle Kinderstimme an seine Ohren drang: „Mein Name ist Alice.“
Und dabei hasste er Androiden… Sie hatten ihm seinen Job genommen, seine Perspektive und nun sollte so ein beschissenes Plastik Ding seine Ehe retten. Sein kleines Mädchen war tot, gestorben an einer Krankheit, die man hätte erforschen sollen statt menschenähnliche Monster zu erschaffen. Finanziell hielt sie nur Avas Job über Wasser und das bisschen das er sich heimlich als Neu-Drogen Kurier dazu verdiente und alles was sie hatten, steckten sie jetzt wieder in Plastik. Es war ein Teufelskreis und eins wusste er ganz genau: Er würde Androiden für immer hassen.

~~*~~


„Das ist er.“ Stolz präsentierte ihm Elijah einen stattlichen Androiden, so schnell das sich Carl sicher war das er bereits hinter der Tür gewartet haben musste.
„So einen wie den habe ich auf der Straße noch niemals gesehen…?“ Carl rollte etwas näher an den Androiden heran.
„Kannst du auch nicht, weil er ein Prototyp ist.“
Carl blickte zu dem Androiden auf, der ihn fast schon neugierig, aber irgendwie auch mit einer stoischen Gelassenheit anblickte: „Wie heißt du?“
„Sein Name ist…“ Doch Carl hob nur seine Hand und brachte Elijah damit augenblicklich zum Schweigen.
„Dich habe ich nicht gefragt. Sondern ihn hier. Also wie heißt du mh?“
„Guten Tag Mr. Manfred. Mein Name ist Markus.“


Wer war in diese Gesellschaft das Monster? Der Mensch oder die Maschine?
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