[D'c I] Destiny's choice ... Spiel mit dem Feuer

GeschichteAbenteuer, Romanze / P18
13.10.2018
22.01.2019
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Kurze Anmerkung:
Da ich schon mehrmals gebeten worden bin, ich möchte doch einmal eine Romanze /Liebesgeschichte im Erotik Bereich schreiben, habe ich mich nun dazu entschlossen und hoffe, dass sie Euch gefällt.
Natürlich sind wie immer, die Personen und die Handlung frei erfunden.



Kann Spuren einer etwas  heftigeren Ausdrucksweise sowie ausführlichere Sexszenen enthalten, als normalerweise  in meinen Geschichten üblich  ^^






Was passiert, wenn Amor mal wieder schmollt und wahllos seine Pfeile verschießt? Eigentlich nichts Gutes. Manchmal reißt es Paare auseinander und manchmal fügt es zusammen was eigentlich nicht zusammen gehört ... manchmal passierte auch beides in einem und dann finden zwei zusammen die so eigentlich gar nicht füreinander bestimmt sind ... oder etwa doch?


Lisa ist seit fünfzehn Jahren mit ihrem Mann zusammen. Er liebt sie abgöttisch und verwöhnt sie hemmungslos.
Trotzdem fragt sie sich schon lange, was mit ihrem Leben schiefläuft denn eigentlich sollte sie zufrieden und glücklich sein.
Welche Frau hat schon das Glück mit einem Bestseller Autor zusammen zu sein, der ihr jeden noch so kleinen Wunsch von den Augen abliest?
Außer wenn es um Sex geht, dass was sie sich eigentlich von ihm wünscht und immer mehr hat sie das Gefühl, das etwas absolut nicht stimmt und passt. Doch sie liebt Seth, oder etwa nicht?
Er gibt ihr Sicherheit, trägt sie auf Händen und sie würde ihn niemals verletzen. Und trotzdem fühlt sie sich manchmal, als wäre sie am verkehrten Platz.

Und dann taucht plötzlich Bryan auf.
Groß, dunkel und gefährlich.
Ein Biker und Mitglied einer der gefährlichsten MC's von Kalifornien.
Er bringt ihr Leben gehörig durcheinander, denn plötzlich steht sie zwischen Seth und Bryan, zwischen Sicherheit und Nervenkitzel.
Vertrauen oder Leidenschaft.






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Langsam trat Paolo an Sophia heran, ein verzweifelter und demütiger Ausdruck in den Augen. „Verzeih mir, amore mio. Ich war einfach nur dumm und wollte nicht an die Liebe glauben. Erst als ich fast alles zerstört hatte und Dich verloren, wurde mir klar, was Du mir bedeutest.“

„Das ändert auch nichts daran, das Du mir so unendlich weh getan hast Paolo.“ Sophia sah ihn aus ihren dunklen Augen verletzt an und Paolo spürte, wie es ihm einen Stich versetzte sie weinen zu sehen. „Ich habe Dich sosehr geliebt. Doch Du...“ Sophia brach ab und erneut rollte eine Träne über ihre Wange.

„Gibt mir eine zweite Chance, amore mio. Und ich werde Dir den Rest unseres Lebens beweisen wie viel Du mir bedeutest … Bitte.“ Paolo ging auf die Knie und sah verzweifelt zu Sophia hoch, die ihn mit Tränen in den Augen ansah.

„Heirate mich, amore mio. Zeig mir, was es heißt zu lieben und geliebt zu werden und ich lege Dir die Welt zu Füßen.“

„Ich liebe Dich Paolo und ja, ich werde Dich heiraten.“ Sophia lächelte ihn unter Tränen an und Paolo beeilte sich ihr den Ring an den Finger zu stecken, bevor er aufstand und sie zärtlich in die Arme nahm.

„Ti amo, il mio cuore. Ich weiß, dass ich nicht leicht bin und manchmal werde ich Dir unabsichtlich wehtun. Doch ich weiß, dass ich mich bessern kann, solange Du nur bei mir bist und an mich glaubst.“





Lisa wischte sich über die Augen und schniefte leise, bevor sie das Buch zuklappte und weg legte. Sie sollte endlich aufhören diese verdammten Liebesromane zu lesen. Wirkliche Liebe gab es nicht, das war nur Einbildung und HappyEnd's gab es auch nicht. Man lernte jemand kennen, vielleicht verliebte man sich, oder glaubte zu lieben. Doch irgendwann würde man aufwachen und alles war nur noch Gewohnheit. Dieses Gefühl was die bescheuerten Autoren immer beschrieben, wer kam eigentlich auf so einen Scheiß? Herzklopfen und tausend Schmetterlinge im Bauch? Sicher. Natürlich. Rasender Puls und trockener Mund und man vergaß alles wenn man den sogenannten einen sah … bescheuert. Das einzige was es gab war Anziehungskraft und das lies irgendwann nach und dann war man mit jemand zusammen wo man dachte es wäre Liebe und es das doch nicht war. Denn die wirkliche Liebe würde nicht einfach verschwinden, oder? Zumindest nicht nach den ach so tollen Schreiberlingen.


Lisa knipste das kleine Nachttischlämpchen aus und rollte sich auf die Seite, nachdenklich starrte sie in die Dunkelheit, während sie den leisen Atemzügen ihres Mannes lauschte. Sie war jetzt seit fast fünfzehn Jahren mit dem Mann an ihrer Seite zusammen. Er war lieb und nett, fürsorglich und doch hatte sie immer mehr und mehr das Gefühl, dass das nicht alles sein konnte. Etwas fehlte. Von Tag zu Tag wurde sie unruhiger. Gott, sie war nun neununddreißig, der Zug in Richtung große Liebe, war schon lange ohne sie abgefahren.

Als sie Seth damals kennengelernt hatte, hatte sie gedacht das sie ihn lieben würde. Er war ihr erster Mann gewesen und so lieb und nett, zärtlich. Doch schon kurz nachdem sie zusammengezogen waren, hatte sie das Gefühl gehabt einen Fehler gemacht zu haben. Dass was sie fühlte, war etwas anderes als Liebe. Sie hatte ihn gerne, wollte ihm nicht wehtun. War gerne mit ihm zusammen, er brachte sie zum Lachen. War das Liebe? Müsste dann nicht auch der Sex mehr prickeln? Gott, mittlerweile hatten sie vielleicht einmal im Jahr Sex. Als es anfing zur Gewohnheit zu werden, hatte sie versucht etwas dagegen zu unternehmen, weil sie ein schlechtes Gewissen hatte ihm gegenüber. Doch egal was sie tat, es wurde nicht besser. Irgendwann hatte sie dann einfach die Lust verloren, immer diejenige zu sein, von der alles ausging und ihn schien es auch nicht wirklich zu stören, das nichts mehr groß lief zwischen ihnen. Eher das Gegenteil war der Fall, als sie sich einmal gestritten hatten, hatte er gesagt, Sex sei für ihn mittlerweile uninteressant, was zählen würde, wäre das man sich versteht und kennt.Eine Zeitlang hatte sie gedacht das er eine andere hatte, doch selbst das interessierte ihn nicht. Nein, er würde niemals fremdgehen und ihr wehtun. Ihn interessierte der Sex absolut gar nicht mehr. Sie hatte mal gedacht das sie es war, dass sie ihn nicht mehr reizte, aber er hatte nur gesagt sie sei noch genauso hübsch wie damals als er sie kennengelernt hatte und habe sie immer noch genauso gerne. Nur Sex, das gab es halt nicht mehr. Es war langweilig für ihn, egal ob sie Dessous trug, ihn anmachte, nackt durch die Wohnung lief, was sie eh selten tat, dafür fand sie sich selber viel zu kurvig. Nein, Sex war für ihn einfach nur absolut langweilig.

Doch Lisa konnte das nicht glauben, Sex war doch wichtig und machte Spaß. Und es gehörte doch dazu, wenn man mit jemand zusammen war, oder? Selbst nach so vielen Jahren. Auch wenn es nie so war, wie man es sich ausmalte oder wie man es sich erträumte. Diese alles vergessende, alles verschlingende und alles verzehrende Leidenschaft. Ob es so etwas überhaupt gab? Gott, sie waren doch keine achtzig, sondern gerade mal Anfang vierzig. Es lagen noch soviel Jahre vor ihnen, das was gerade war, konnte doch nicht alles sein. Er hatte ihr auch niemals einen Heiratsantrag gemacht. Seine Einstellung war, das Heiraten teuer wäre und eine Scheidung noch teurer. Und heutzutage würde niemand mehr heiraten. Lisa hatte das damals hingenommen, obwohl sie eigentlich gerne geheiratet hätte.
Als sie jung gewesen waren, hatte sie immer davon geträumt den einen zu finden, von einer Hochzeit und mit dem einen Mann alt zu werden. Sie fühlte sich noch immer jung, auch wenn der Spiegel etwas anderes sagte. Und wo war sie jetzt? Neununddreißig, mehr als kurvig, und lebte mit einem Mann zusammen, der ihr an manchen Tagen mehr auf den Nerv ging, als das sie sich freute ihn zu sehen. Und doch konnte sie ihn nicht verlassen, es würde ihm wehtun und irgendwie wollte sie nicht alleine sein. Aber machte es Sinn mit jemanden zusammen zu sein, den man vielleicht gar nicht liebte? Nie wirklich geliebt hatte? Zumindest hatte sie ihn nicht geliebt, wenn es nach den Scheiß Schreiberlingen ging, die diese verdammten Liebesromane schrieben und die angeblich genau wussten, wie sich wirkliche richtige Liebe anfühlte.

Warum hatte sie in letzter Zeit überhaupt immer so bescheuerte Gedanken? Sie sollte mehr als zufrieden sein mit dem was sie hatte. Ihr Mann schrieb einen Krimi-Bestseller nach dem anderen, verwöhnte sie hemmungslos, sie sollte nicht arbeiten und er legte ihr die Welt zu Füßen. Sie hatte sich in LA verliebt und prompt hatte er ihr ein Haus in Venice gekauft. Sie hatten zudem noch das Penthouse in New York, was er immer nutzte wenn er seine Buch Vorlesungen dort hielt oder sich mit seinen Leuten vom Verlag traf. Gott, sie sollte mit ihrem Leben mehr als zufrieden sein. Sie wurde verwöhnt, er trug sie auf Händen und nicht wenige Frauen beneideten sie wegen ihm und seinem Aussehen. Er war ja auch eigentlich verdammt sexy. Knapp Einmeterfünfundachtzig groß mit braunen Haaren und blauen Augen. Durchtrainiert mit einem sexy Körper der eigentlich einen einlud sich an ihm anzukuscheln, und er strahlte dieses 'ich beschütze Dich vor allem' aus, was einen schwach werden ließ … normalerweise. Wie oft hatte sie sich früher gefragt wie sie ihn nur verdient hatte.

Lisa seufzte und drehte sich herum, stumm starrte sie im Dunkeln an die Decke. Sie konnte nicht schlafen, sie wünschte sich gerade von einem Mann in den Arm genommen zu werden. Sie wollte sich an einen Männerkörper kuscheln und ihn streicheln, seinen Geruch einatmen und seine Hände spüren. Sie wollte wissen, wie es sich anfühlte, wenn ein Mann sie wirklich wollte.

„Frau, schlaf endlich. Dein herumwälzen ist ja nicht zum Aushalten.“ Seth drehte sich um, zog die Decke über sich und war augenblicklich wieder eingeschlafen, während Lisa weiter an die Decke starrte. Er machte nicht einmal die Anstalten sie vielleicht in den Arm zu nehmen und Lisa wusste genau, wenn sie sich ankuscheln würde, würde er nur genervt aufseufzen und es dann stillschweigend einfach nur dulden, doch es würde nichts passieren. Kein Streicheln von ihm oder küssen. Und nach ein paar Minuten würde er sich umdrehen und schlafen.

Lisa drehte sich erneut und lag nun auf dem Bauch, seufzend vergrub sie ihren Kopf in ihre Arme und schloss die Augen. Konnte sie nicht einfach einschlafen? Ohne einmal diese verdammten quälenden Gedanken zu haben? Ohne wie jede Nacht zu grübeln, das irgendetwas in ihrem Leben verkehrt lief? Sie bräuchte doch einfach nur ihre Tasche packen und gehen. Sie hatten keine Kinder, keine Tiere und Seth würde es wahrscheinlich erst nach einigen Tagen merken, dass sie weg war. Aber selbst das konnte sie nicht, sie war schon solange mit ihm zusammen, dass sie das Alleinsein fast erschreckte, obwohl sie gleichzeitig die Freiheit lockte. Immer öfter und öfter kam der Wunsch in ihr hoch, dass es doch irgendwo einen Mann geben müsste, der ihre geheimen Wünsche erkennen würde, der sie lieben würde, sie wirklich wollte und sie nicht nur als selbstverständlich ansah. Jemand, den sie lieben konnte, der ihr Herz schneller schlagen ließ und ihr diese angeblich existierende große Liebe gab und zeigte.

Lisa seufzte innerlich, wie hatte Mona das genannt? Weibliche Midlifecrisis oder das ticken der biologischen Uhr? Sie hatte gelacht und gemeint das gehe vorbei, sobald Seth mal wieder richtig mit ihr vögeln würde. Doch Lisa hatte nur müde gelächelt. Selbst wenn er sie eine ganze Nacht lieben würde, das würde nicht ein ganzes Jahr ohne Zärtlichkeiten aufwiegen. Nichts konnte das, auch nicht die flüchtigen und mehr aus Gewohnheit verabreichten Küsse, die er ihr gab, wenn er das Haus verließ oder nach Hause kam. Diese flüchtigen Küsse, die man auch einem Freund geben konnte ohne das es jemand brüskieren würde. Seufzend schaute sie auf die Uhr. Himmel, es war Freitagnacht, es war gerade mal zwölf und sie lagen im Bett und er schlief schon lange.

Gott Freitagnacht, wenn man um die Uhrzeit im Bett lag, dann doch nur um sich ausgiebig miteinander zu beschäftigen, ansonsten sollte man unterwegs sein, Spaß haben. Lisa schüttelte den Kopf, manchmal fühlte sie sich immer noch wie fünfundzwanzig, wollte rausgehen, wollte das der Mann verrückt nach ihr war und nicht die Finger von ihr lassen konnte.







Bryan saß am Ende der Theke im halbdunklen und sah sich in der Bar um, während er das Glas Whiskey mit seinen Fingern hin und herdrehte. Seine langen schwarzen Haare berührten hinten den Kragen seiner Lederjacke und seine grauen Augen beobachteten aufmerksam das Geschehen in der Bar.

„Na Bryan, Lust auf etwas Spaß heute Nacht?“ Gina trat an ihn heran und legte ihm eine Hand auf den Oberschenkel, zart strich sie über sein Bein und sah ihn schnurrend an. Langsam ließ sie den Blick über ihn gleiten und spürte, wie ihr heiß wurde. Bryan war fast Zweimeter groß und breitschultrig und seine langen schwarzen Haare waren an den Schläfen ganz leicht silbrig. Daran sah man, das er schon geschätzt Anfang oder Mitte vierzig war, ansonsten war er absolut durchtrainiert und muskulös und wirkte höchstens wie Anfang oder Mitte dreißig. Genau wusste Gina nicht, wie alt Bryan war, aber das war auch egal, da sie niemals mit ihm zusammen kommen würde und es nur um Sex ging, war ihr sein Alter egal. Sie hatten sich schon ein paarmal miteinander vergnügt, ohne das es was Ernstes war und Gina bekam schon eine Gänsehaut, wenn sie nur daran dachte, wie er sie genommen hatte. Gott, er wusste genau, was er machte und brachte sie jedes Mal an den Rand des Wahnsinns. Sie war schon mit einigen Bikern im Bett gewesen und am Anfang hatte sie gehofft, das es was werden konnte mit Bryan, doch er hatte sie schnell auf dem Boden der Tatsache zurückgeholt. Er hatte absolut kein Interesse an einer Beziehung, also blieb ihr nur der gelegentliche Sex mit ihm, wenn er in der Club eigenen Nachtclub kam.

Bryan wollte schon ablehnen, als er sich daran erinnerte, warum er heute hier war. Grinsend schob er sein Glas beiseite und hob Gina mit einem Ruck auf die Theke. Langsam ließ er seine schlanken Finger über ihre nackten Beine gleiten, spreizte ihre Schenkel und Gina bekam eine Gänsehaut. Seine Stimme tat ihr übriges und als sie seine leise, raue und tiefe Stimme hörte, wäre sie fast schon alleine davon hier auf der Theke gekommen. Sie hatte einen so weichen, warmen Klang und Ginas Magen zog sich zusammen. Sie hatte sich damals vor fünf Jahren Hals über Kopf in ihn verliebt, als er das erste Mal mit den anderen Bikern hier aufgetaucht war und seitdem versuchte sie jedes Mal eine Nacht zu ergattern, wenn er hier war. Das war alles was sie je von ihm bekommen würde und sie wollte wenigstens das haben.

„Baby, Du hast Glück. Heute Nacht gehöre ich ganz Dir.“ Langsam ließ er seine Finger in ihre kurzen Shorts und in sie gleiten und streichelte über ihre empfindlichste Stelle, Gina stöhnte auf und leckte sich über die Lippen, während ein paar Biker pfiffen und einer ihr an die Brust griff und ihre Bluse aufriss. Mit gierigen Fingern umfasste er ihre Brust und kniff ihr in die Brustwarze.

„Gina, Du bist wieder sowas von scharf heute. Bryan wird ja wohl voll auf seine Kosten kommen, hm?“ Der Biker der ihre Bluse aufgerissen hatte und ihre Brust umfasste, grinste und zog etwas an ihrer Brustwarze, bevor er seine Hand wegnahm als er Bryans eisigen Blick bemerkte. „Ist ja gut Bryan. Wir wissen das Du nicht teilst, wenn Du Dich gerade mit einer amüsierst.“

Gina antwortete nicht und stöhnte nur auf, weil Bryan ihr gerade sanft in die andere freigelegte Brust biss. Seine Finger in ihr und seine Zähne an ihrer Brust raubten ihr gerade den Verstand und mit einem Aufschrei kam sie auf der Theke zum Höhepunkt.

Bryan grinste spöttisch und hob sie von der Theke. Provozierend sah er sie an und leckte sich über die Finger „Geh nach oben Baby, ich komm gleich nach.“ Er sah ihr kurz hinterher bevor er sein Glas nahm und es in einem Zug austrank. Er hasste dieses Gehabe, doch es war bitter nötig, wenn seine Tarnung nicht auffliegen sollte.

Langsam beugte er sich vor und nickte dem Besitzer der Bar zu, der daraufhin mit der Whiskey Flasche zu ihm kam und sein Glas auffüllte und sich dabei etwas näher zu Bryan beugte, so das dieser ihm schnell etwas zuflüstern konnte. Tony nickte nur unmerklich mit unbewegtem Gesicht und zog sich dann wieder zurück, während sich Bryan mit dem Whiskey Glas in der Hand von der Theke abstieß und auf die Treppe nach oben zusteuerte.

Einige Biker pfiffen wieder und grinsten „yeah, besorge es der Kleinen Mal richtig.“

„Als ob ich es ihr jemals unrichtig besorgt hätte.“ Bryan's tiefe Stimme klang mehr als spöttisch und langsam schlenderte er die Treppe nach oben hinauf, während er gleichzeitig an seinem Whiskey nippte. Kurz warf er einen Blick auf seine Chrono, er musste ungefähr fünf Stunden überbrücken, da konnte er sich auch mit Gina vergnügen. Auch wenn sie absolut nicht sein Typ war und es ihm jedes Mal gegen den Strich ging mit ihr zu schlafen, sorgte er zumindest damit dafür, dass seine Tarnung weiterhin stand hielt.




Bryan betrat das keine Zimmer und sah Gina nackt auf dem Bett liegen. Innerlich seufzend, schloss er die Türe, trat näher ans Bett und zog gleichzeitig seine Lederjacke aus. Wie sollte man da Spaß haben, wenn die Frau schon nackt und bereit auf dem Bett lag? Wo blieb der Spaß beim Heißmachen und ausziehen?

„Bryan?“ Gina lächelte und streckte sich lang auf dem Bett aus. „Komm bind mich fest, Du weißt das ich voll darauf abfahre Dir so ausgeliefert zu sein.“

…Ja, Du stehst drauf, ich weniger...
Bryan zwang sich zu einem Grinsen und griff nach den Ledermanschetten für die Hand und Fußgelenke. Sex war toll, aber nicht mit einer Frau wie Gina, er stand eigentlich nicht auf so Magermodels und ihre Fesselspielchen reizten ihn gleich null. Er wollte eine Frau erobern und nicht einfach nur vögeln.
Bryan hatte ihre Füße und Beine straff angebunden und band nun ihre Hände ans Bett fest und Gina stöhnte auf, als sie sich nicht mehr bewegen konnte und augenblicklich wurde sie erneut mehr als feucht. Bryan so nahe, dazu ihre Machtlosigkeit. Gina wurde von Sekunde zu Sekunde erregter. Sie mochte es ihn anzufassen, doch noch mehr liebte sie es, wenn sie ihm hilflos ausgeliefert war und er mit ihr machen konnte was er wollte ohne das sie etwas unternehmen konnte.

Langsam zog er sich aus und ließ sie keinen Augenblick aus den Augen, Gina zappelte immer mehr herum und stöhnte auf, als er endlich nackt war. Langsam beugte er sich über sie, ließ seine Hände an ihren Beinen hoch gleiten, drang mit einem Finger in sie ein und spielte mit ihr, brachte sie bis kurz vor den Höhepunkt um dann abrupt aufzuhören. Immer wieder zog er dieses Spielchen mit ihr ab, bis sie aufschluchzte und bettelte, dass er sie endlich vögeln sollte damit sie kommen konnte. Langsam glitt er höher und drang mit einer schnellen heftigen Bewegung in sie ein. Gina schrie auf und explosionsartig kam sie zum ersten Höhepunkt.

Bryan verzog spöttisch den Mund und bewegte sich weiter ohne auf ihre Gegenwehr zu achten. Er wusste mittlerweile ganz genau, dass sie das brauchte und todunglücklich war, wenn er nun aufhörte. Er wusste auch, dass sie wollte, dass er sie küsste, doch dazu hatte er sich noch nie überwinden können. Sie bekam den Sex, den sie wollte, aber mehr nicht. Er wollte sie nicht wirklich und irgendwo musste er eine Grenze ziehen. Er küsste keine der Frauen die dem MC zur Verfügung standen und mit denen sie sich ab und zu Vergnügten. Niemals.

Bryan runzelte die Stirn, eigentlich hatte er seit Jahren keine Frau mehr geküsst, nur gevögelt und fertig. Keine Gefühle nur purer Sex. Wieder runzelte er die Stirn, als er auf Gina heruntersah die sich stöhnend unter ihm hin und her wand. Er fragte sich, warum ihm das ausgerechnet jetzt gerade in den Sinn kam.







„Bryan. Los beweg Deinen Arsch, wir müssen los. Runter von Gina und Abmarsch.“ Bryan sah zu Gina, die nur müde ein Auge halb aufmachte und sich dann umdrehte und weiterschlief. Zumindest sie war voll und ganz auf ihre Kosten gekommen. Sie schien es nicht einmal zu merken, dass es für Bryan mehr eine Pflichtübung war mit ihr zu schlafen, als das es ihm Spaß machte.

Langsam stand er auf und zog sich an. Das war nun sein letzter Undercover Einsatz.
Seit gut fünf Jahren infiltrierte er die Motorrad-Gang und hatte es bis nach ganz oben in den inneren Kreis geschafft und wurde hinzugezogen wenn es etwas mit Waffen gab.
Sein Wissen, sein Können und sein Umgang mit Waffen hatten ihm schnell einen guten Ruf eingebracht und seinen Rang, nach einigen Tests, mehr als reichlich gepusht. Nach drei Jahren war er schon Sergeant at Arms geworden und damit direkt unterhalb des Vize-Präsidenten und des Präsidenten. Er hielt nun seit zwei Jahren den dritthöchsten Rang im Club inne. Wenn irgendwo ein Waffendeal über die Bühne ging, war er meist dabei um die Qualität zu prüfen und die Waffen einen ersten Test zu unterziehen. Keine Waffe oder Munition wurde benutzt ohne das er nicht sein ok dazugegeben hatte. Egal was die Member an Ausrüstung nutzen, er war dafür zuständig und organisierte neben bei noch für den Schutz der Member und ihren eventuellen Familien. Durch seinen hohen Rang innerhalb des Clubs bekam er so auch die Informationen, die er dringend brauchte, damit dem Club endlich den Garaus gemacht werden konnte.
Bryan verzog schmerzlich seinen schön geschnittenen Mund. Manchmal hatte er gedacht den Verstand zu verlieren, bei dem was er mitgemacht hatte oder was er hatte tun müssen, damit ihm vertraut wurde und mehr als einmal war er kurz davor gewesen alles hinzuschmeißen.
Größtenteils war er auf sich alleine gestellt gewesen und nur gelegentliche inszenierte Verhaftungen brachten ihn dann in Kontakt mit Kollegen, um sich auszutauschen und Informationen weiterzugeben.

Vielleicht noch ein paar Monate, dann war er Club und ihre Chapter Geschichte, weil sie dann genug Beweismaterial hatten um sie hoffentlich ein für allemal aus dem Verkehr zu ziehen.

Drogen, Alkohol und Prostitution, Waffenschieberei, Auftragsmord, es gab nichts, wo sie nicht die Finger drin hatten und teilweise waren sogar Politiker darin verstrickt. Mehr als einmal hatte er eine Person verschwinden lassen müssen. Bryan grinste innerlich, auch wenn er sie hatte anders verschwinden lassen, als der Präsident des Clubs es sich gedacht hatte. Sie hatten jetzt irgendwo ein relativ normales Leben, während sie offiziell für Tot galten und eine komplette neue Identität erhalten hatten. Eventuelle brauchbare Zeugen, wenn es dann soweit war. Alle, die er beiseite geschafft hatte, wussten genau um den Preis ihres Lebens. Eine neue Identität vor und eine neue nach einer eventuellen geheimen Aussage, sofern es nötig war. Bryan seufzte leise, es würde verdammt heiß werden. Doch wenn alles vorbei war, war er endlich raus hier, keine Undercover Aufträge mehr. Nur noch die 'stinknormale' Arbeit eines U.S. Marshal's.



Langsam lief er die Treppe hinunter und zog gleichzeitig seine Lederkutte an. Grinsend nahm er die Kommentare seiner Leute zur Kenntnis, die ihn fragten, ob er so langsam wäre, weil Gina ihn geschafft hätte oder ob er neuerdings generell in allem so lahmarschig wäre.

„Die Kleine schafft mich nicht mal ansatzweise, Bud. Ich spare mir nur meine Energie für wichtigeres als hier herunter zu rennen.“

„Sicher Alter.“ Bud grinste und steckte sich eine Zigarette an, während er langsam Richtung Türe ging und nach draußen wo schon alle warteten.

Bryan stieg auf seine Harley und sah wie alle zu Bud, der letzte Kommandos gab und die Einteilung machte, wer wo hin sollte, wenn sie am Ziel waren. Sie hatten alles schon gestern Abend durchgekaut, doch Bud war jemand, der alles nochmal kurz durchgehen musste, bevor sie losfuhren.