One more night

von clubby
GeschichteDrama, Freundschaft / P16
Alex McLean Brian Littrell OC (Own Character)
12.10.2018
07.01.2019
40
44634
 
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Als Brian an diesem Morgen erwachte, wollte er eigentlich nur eins – sich auf die andere Seite drehen und weiter schlafen. Doch er wusste, dass das nicht möglich war. Sein Wecker klingelte bereits seit 20 Minuten und es war für ihn höchste Zeit, wenn er nicht zu spät kommen wollte. Er drehte sich auf den Rücken und sah zur Decke. Seufzend rieb er sich noch einmal kurz über die Augen und erhob sich dann um sich aus dem Bett zu quälen. Schon jetzt merkte er, dass es ganz und gar nicht sein Tag werden würde. Die Tatsache, dass sie heute jede Menge Termine und einen straffen Zeitplan hatten, machte es nicht wirklich besser. Mit einem letzten Blick auf die Uhr verschwand er ins Bad um zu duschen und sich fertig zu machen. Als er eine halbe Stunde später seine Sachen zusammen suchte, klopfte es an der Tür. Mit einem entnervten Stöhnen zog er das Handtuch um die Hüfte fest und ging zur Tür. Als er sie öffnete, sah er sich Kevin gegenüber. „Morgen“, nuschelte er nur. „Guten Morgen“, erwiderte sein Cousin und musterte ihn. „Du weißt schon, dass wir in zehn Minuten abfahrbereit sein sollen?“, fragte er nun ernst und deutete auf sein Handtuch. Brian fuhr sich kurz durch die Haare und nickte. „Ja, ich weiß. Bin gleich soweit, okay?“ Kevin nickte nur und musterte ihn erneut. „Alles in Ordnung bei dir?“ „Ja, alles gut, ich bin nur müde.“ Kevin betrachtete ihn noch einen Moment, bevor er sich zum Gehen wandte. „Okay, beeil dich“, meinte er nur noch und war auch schon wieder verschwunden. Augenrollend schloss Brian die Tür wieder und machte sich daran, sich anzuziehen. Zehn Minuten später kam er unten in der Lobby an, wo schon der Rest wartete. Erstaunt stellte er fest, dass er tatsächlich der Letzte war und alle anderen ausnahmsweise pünktlich erschienen waren. Missmutig setzte er seinen Weg fort und warf ein kurzes „Guten Morgen“ in die Runde. Nick kam auf ihn zu und reichte ihm grinsend einen Kaffeebecher. „Guten Morgen, Sonnenschein. Na, bist du noch bei einem Spiel hängen geblieben oder warum bist du nicht aus dem Bett gekommen?“ Doch mehr als ein „Danke für den Kaffee“ und ein Augenrollen bekam er nicht als Antwort. „Okay, ich sehe schon, da hat jemand schlecht geschlafen und möchte nicht angesprochen werden“, meinte sein bester Freund nun fröhlich und schlug ihm freundschaftlich auf die Schulter. Brian sagte einfach nichts, nippte stattdessen nur an seinem Kaffee und folgte der Truppe zu den Vans, die sie zu ihrem ersten Interview heute bringen sollten.

Der Tag verlief nur sehr schleppend und Brian hatte das Gefühl, dass die Zeit gar nicht verging und auch die Unmengen an Kaffee, die er zu sich nahm, kein bisschen wirkten. Am Nachmittag war seine Laune am Tiefpunkt angelangt, als sie gerade beim mittlerweile fünften Interview saßen. In einer kurzen Pause stupste Nick ihn an. „Was ist denn heute los mit dir?“ Brian zuckte nur mit den Schultern. „Keine Ahnung, ist wohl einfach nicht mein Tag heute“, erwiderte er lustlos. „Dagegen werden wir was tun“, sagte Nick nun gut gelaunt und legte einen Arm um ihn. Brian zog eine Augenbraue hoch und sah ihn zweifelnd an. Wenn sein bester Freund schon so anfing, konnte das nichts Gutes bedeuten. „Ach ja und was möchtest du bitte dagegen tun?“, fragte er, obwohl er die Antwort eigentlich gar nicht wissen wollte. Nick grinste über beide Ohren. „Wir gehen heute Abend in einen Club und feiern ein wenig.“ Brian schüttelte den Kopf. „Vergiss es, Nick. Ich bin froh, wenn wir wieder ins Hotel kommen und ich einfach nur ins Bett fallen kann“, kam die schnelle Antwort und für ihn war die Sache damit erledigt. Doch Nick sah das offensichtlich ganz anders. „Jetzt stell dich nicht so an, du Miesepeter. Ein bisschen Spaß und ein paar Drinks können dir auch nicht schaden. Außerdem waren wir schon eine halbe Ewigkeit nicht mehr zusammen weg. Irgendwann muss ich noch behaupten, mein bester Freund lässt mich total im Stich.“ Nick schob nun gespielt schmollend die Unterlippe vor, was Brian dann doch auflachen ließ. „Du bist echt ein Idiot“, grinste er und schüttelte den Kopf. „Das fasse ich dann mal als Zusage auf“, erwiderte Nick nur grinsend. Zu einer weiteren Antwort konnte Brian nicht mehr ansetzen, da das Interview fortgesetzt wurde.

Als sie am frühen Abend endlich wieder im Hotel ankamen, verschwanden alle umgehend in ihre Zimmer. Brian schmiss seine Sachen achtlos auf den Boden und beschloss erst einmal ausgiebig duschen zu gehen. Als er nach über einer Stunde wieder aus dem Bad kam, ließ er sich erschöpft nur in seinen Boxershorts aufs Bett fallen. Er war schon fast eingedöst, als es lautstark an der Tür klopfte. Erschrocken fuhr er hoch und sprang fast aus dem Bett. Das Klopfen wurde immer lauter und Brian hatte schon so einen leisen Verdacht, wer da vor seiner Tür stand. Schnell zog er sich seine Hose und ein Shirt an und öffnete die Tür. „Na endlich, ich dachte schon, ich muss erst Amok laufen bis du aufmachst“, begrüßte Nick ihn und schob sich direkt an ihm vorbei ins Zimmer. „Ja bitte, komm doch rein“, murmelte Brian nur und schloss die Tür hinter sich. „Bist du soweit?“, fragte Nick nur und schmiss sich aufs Bett. „Muss das wirklich sein?“, maulte Brian und sah ihn böse an. „Keine Widerrede, wir beide machen uns heute einen schönen Abend“, sagte Nick bestimmt. „Also zieh dich endlich ordentlich an, damit du auch vorzeigbar bist.“ Brian seufzte ergeben und suchte sich die passenden Klamotten aus seinem Koffer. Eine viertel Stunde später stand er mit verschränkten Armen vor Nick. „So du Sklaventreiber, ich bin soweit. Natürlich nur, wenn du an meinem Styling nichts auszusetzen hast.“ Nick grinste von einem Ohr zum anderen und erhob sich vom Bett. „Ach ich denke, in dem Outfit lässt sich vielleicht eine nette Lady finden, die dich ein wenig aufheitert“, erwiderte er lachend, legte einen Arm um Brian und zog ihn mit sich nach draußen.
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