At the end of the rainbow

von clubby
GeschichteDrama / P12
Alex McLean Brian Littrell Howie Dorough Kevin Richardson Nick Carter OC (Own Character)
12.10.2018
12.10.2018
43
49145
 
Alle Kapitel
noch keine Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 
 
„Wir sind wieder da!“, rief Brian und ließ die Tür ins Schloss fallen. Keine Antwort. Er seufzte und ging in die Küche. Er goss sich ein Glas Wasser ein und machte sich dann auf den Weg in den Garten, in den Lily und Jake geradewegs gerannt waren. Er sah den beiden einen Moment lang lächelnd beim Spielen zu, bevor er wieder ins Haus ging. Als er dem Arbeitszimmer näher kam, hörte er schon laute Musik. Er klopfte an, öffnete die Tür und sah sie am Schreibtisch am Laptop sitzen. Sie hämmerte auf die Tasten ein, nur um dann kurz darauf alles wieder zu löschen. Das Spiel wiederholte sie einige Male bevor sie mit einem genervten Aufstöhnen einen Stift durch den Raum warf. Brian trat in den Raum und machte die Musik leiser. „Vielleicht solltest du eine Pause einlegen.“ Sie schaute kurz zu ihm, drehte sich dann aber wieder zum Laptop. „Ich muss das fertig machen“, erwiderte sie nur knapp. Brian legte Alex eine Hand auf die Schulter. „Lass uns ein paar Minuten raus gehen. Die Kinder wollen dir sicher von ihrem Tag erzählen.“ „Brian, bitte. Wir wollen morgen fliegen und dann muss ich diesen gottverdammten Artikel zu Ende schreiben.“ Er zog eine Augenbraue nach oben, sparte sich aber einen Kommentar. Es war in letzter Zeit immer dasselbe Spiel und er hatte keine Lust auf Streit. „Wie du meinst“, meinte er nur und ging wieder in Richtung Garten.

Auf dem Weg dahin zog er sein Handy. „Hey Nick, alles klar?“, fragte er, als abgenommen wurde. "Er hat sich gedreht!" Brian hielt sein Handy etwas von sich. "Hä? Wer hat sich gedreht? Was willst du von mir?" "Na Chris. Er hat sich zum ersten Mal allein auf den Bauch gedreht." Brian lächelte. Er konnte seinen Freund so gut verstehen. Diese Zeiten mit seinen Zwillingen waren so schnell vorbeigegangen. Jetzt sah er den beiden zu wie sie im Garten spielten. "Das ist großartig", erwiderte er und konnte Nicks Grinsen förmlich vor sich sehen. "Nicht mehr lange und er grabscht alles an, was er vor die Finger bekommt." Nick lachte auf und man konnte ein leises Gebrabbel im Hintergrund hören. "Wie ist es bei euch? Alles gepackt für morgen?" "So halbwegs. Ich glaube, Alex hat noch nicht gepackt." Kurze Ruhe am anderen Ende. "Aber sie kommt doch diesmal wirklich mit?", fragte Nick nun vorsichtig. Das letzte Mal hatte sie in letzter Minute abgesagt und die Arbeit vorgeschoben. Brian seufzte. "Momentan schreibt sie noch ihren Artikel und ist nicht ansprechbar." "Hmmmm. Ich hoffe, es klappt. Ihr müsst endlich den Wurm kennenlernen." "Ja, das hoffe ich auch. Ich versuche es nachher nochmal, wenn sie die Tastatur heil gelassen hat." "Dann drück ich die Daumen. Oh, ich muss auflegen. Chris versucht grad, meinen Schuh auszuziehen. Melde dich, wenn ihr morgen fliegt oder nicht." "Mach ich. Dir viel Spaß und grüß Stevie von mir."

Brian legte auf, sah nochmal nach den Kindern und machte sich daran für die Kinder die Sachen in die Koffer zu packen. Er hörte Alex ab und zu fluchen. So ging das schon die letzten Wochen, dass sie gereizt von der Arbeit kam. Er hoffte inständig, dass es diesmal mit dem Flug klappen würde. Er war so in Gedanken vertieft, dass er sich erschrak als Alex hinter ihm auftauchte. "Na, hast du den Artikel fertig?", fragte er vorsichtig. Sie verdrehte die Augen. "Nein, noch nicht. Ich dachte, ich packe erst mal die Sachen von Lily und Jake, aber wie ich sehe, hast du das alles im Griff", erwiderte sie. Er lächelte. "Ja, bin so gut wie fertig. Die beiden sind im Garten und spielen, da habe ich die Zeit genutzt. Liebe Grüße von Nick. Chris hat sich das erste Mal auf den Bauch gedreht." Alex lächelte nun ebenfalls. "Das ist toll." Sie schaute ein wenig verunsichert. "Dann werde ich mal meine Sachen packen", meinte sie dann und war auch schon zur Tür raus.

Sie wollte nicht packen. Sie konnte sich einfach nicht an den Gedanken gewöhnen, zurück zu kehren. Eigentlich wollte sie nie wieder nach LA, wo ihr bester Freund gestorben war. Sie spürte wieder Tränen aufsteigen, atmete tief durch und machte sich ans packen. Diesmal würde es klappen. Sie nahm es sich ganz fest vor. Alex hatte Brians Gesicht gesehen und es tat ihr natürlich weh zu sehen, wie enttäuscht er ausgesehen hatte,  als sie erklärt hatte, dass sie nicht fliegen konnte. Sie fing an, ihre Sachen zu packen, musste aber immer wieder pausieren, da sie nicht wusste, ob sie das richtige tat.

Als sie mit packen fertig war, ging sie in die Küche, wo sie alle beim Essen fand. "Na, fertig gepackt?" Alex nickte nur und setzte sich neben die Kleinen. "Mami, du musst auch was essen", sagte Lily ernst zu ihrer Mutter. Sie lächelte gequält. "Mami hat gerade keinen Hunger. Aber ich esse nachher noch was. Erst mal machen wir euch bettfertig, wenn ihr gegessen habt. Ihr wollt ja morgen ausgeschlafen sein, oder?" Lily und Jake strahlten um die Wette und sprangen schon von allein auf, als sie fertig waren. Sie liefen nach oben um sich ihre Schlafanzüge anzuziehen. "Wenn die beiden nur immer freiwillig ins Bett gehen würden", grinste Brian. "Willst du nicht doch was essen?", fragte er seine Frau besorgt. Sie schüttelte mit dem Kopf. "Nein, kein Hunger." Er seufzte. "Irgendwann muss ich dich noch mit der Lupe suchen", erwiderte er. Sie warf ihm einen genervten Blick zu, sagte aber nichts. Diese Diskussion wollte sie nicht schon wieder führen. "Ich mach die beiden fertig", erwiderte sie stattdessen und ging nach oben.

Brian sah ihr hinterher. "Was mach ich nur mit ihr? Wenn es so weitergeht, dann hungert sie sich zu Tode." Er legte seinen Kopf auf die Tischplatte. "Sie trauert. Lass ihr einfach ein wenig Zeit, sie wird sich wieder fangen. Sie hat ihren besten Freund verloren." Brian sah Ana an. "Auch ich habe meinen Freund verloren. Deshalb esse ich trotzdem." Ana legte ihm eine Hand auf die Schulter. "Das ist ihre Art damit umzugehen." Brian stand auf. "Ich kann das aber nicht mehr lange mit ansehen, wie sie sich und ihre Gesundheit aufs Spiel setzt. Ich brauche frische Luft." Brian ging eine Runde um den Block. Als er wieder nach Haus kam, wartete Alex schon auf ihn. "Wo warst du?" "Ich war eine Runde spazieren", erwiderte er und ging an ihr vorbei in die Küche. "Die Kinder haben auf dich gewartet, dass du ihnen was vorsingst." Es sollte wie eine Feststellung klingen, doch er hörte deutlich den Vorwurf in ihrer Stimme. "Tut mir leid, ich hab wirklich frische Luft gebraucht", sagte er. "Das hätte keine paar Minuten warten können?", fragte sie nun. Brian holte tief Luft und sah sie dann an. "Schatz, können wir bitte nicht streiten?" Sie sah ihn einen Augenblick an und senkte dann ihren Blick. "Okay. Tut mir leid." Er kam auf sie zu und nahm sie in den Arm. "Ich liebe dich", sagte er und gab ihr einen Kuss auf die Stirn. "Ich liebe dich auch", flüsterte sie zurück bevor sie sich von ihm löste. "Ich geh meinen Artikel fertig schreiben", sagte sie dann nur und verschwand ins Arbeitszimmer. Brian saß eine Weile lustlos vor dem Fernseher, bevor er beschloss ins Bett zu gehen. Er sah noch kurz nach den Kindern, die schliefen und dann nach Alex, die ihn gar nicht bemerkte. Er legte sich ins Bett. Ob und wann Alex ins Bett kam, bekam er nicht mehr mit.
Review schreiben