Wolkenschloss- Die Liebe findet immer ihren Weg❤

GeschichteDrama, Romanze / P12
11.10.2018
15.10.2018
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Ich seufzte auf dem Weg vom Stall zurück zum Hotel. In der rechten Hand hielt ich ein leeren Korb. Zuvor waren dort noch ein paar Karotten und Äpfel drinne gewesen, aber die hatten Gäschdi und Wäschdi innerhalb von Minuten verschlungen. Ich ging jeden Tag zu den beiden verschmussten Kaltblütern. Seit letztem Jahr hatte ich sie noch mehr als vorher in mein Herz geschlossen und ich glaub die beiden mich auch. Etwas holte mich aus meinen Gedanken. „Verdammt!", fluchte ich vor mir hin. Ich hatte eine Pfütze übersehen und nun war mein Schuh plitschnass. Wie gut, dass ich für diesen Abend eh Schluss hatte. Gleich würde ich nur noch schnell unter die Dusche gehen und dann mit Ben etwas essen. Seit letztem Jahr hatte sich nicht viel geändert. Ich war zwar jetzt keine Praktikantin mehr, aber trotzdem nocg das Mädchen für alles und wenn ich ehrlich war, mir gefiel das ganze sogar. Ich ging durch die mir so bekannte Drehtür durch das Foyer und grüßte Monsieur Rocher der mir zulächelt. Er sah noch genauso aus wie letztes Jahr und war um kein Stück gealtert. Der erste Schnee war schon gefallen und bald würden die ersten Gäste kommen, die immer über Weihnachten da sind. Besonders freute ich mich über die Barnbrook Mädchen, jedenfalls über ein paar von ihnen. Meine Familie würde nicht über Weihnachten anreisen, dafür versprachen sie mir aber mit mir Silvester zu feiern. Heute sollte wahrscheinlich der letzte entspannte Abend mit Ben werden, denn wenn erstmal die Weihnachtsgäste da sind, bleibt nicht mehr viel Zeit für Zweisamkeit. Gerade als ich auf dem Weg in unser Zimmer war, wurde ich von einer kleinen Gestalt ziemlich heftig umgerannt. Es war Dascha die mich herzlich und ziemlich kräftig für eine fünfjährige umarmte. Dennoch umarmte ich sie genauso herzlich zurück. Sie murmelte irgendwas auf russisch, was ich natürlich nicht verstand, aber ich bin mir sicher es war irgendetwas wie: „Ich hab dich vermisst!" Kurze Zeit später tauchte auch ihr Vater hinter ihr auf, der mich mindestens genauso herzlich umarmte. Das tat er immer wenn wir uns sahen und jedesmal war ich ein bisschen peinlich berührt, aber das war wohl einfach seine Art. Ich konnte ihn gerade noch so abwimmeln, bevor er sich mit mir in ein Gespräch verwickeln wollte. Mit ihm konnte ich auch noch später reden, aber zum Abendessen mit Ben wollte ich nicht zu spät kommen. Weshalb ich mich noch mehr beeilte, aber als ich fast da war zog mich irgendjemand in eine Nische. Eine Nische die ich gut kannte...
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