Der Weg zum Thron

GeschichteRomanze, Schmerz/Trost / P18
Aedion Ashryver Aelin Ashryver Galathynius / Celaena Sardothien Chaol Westfall Dorian Havilliard Lysandra
10.10.2018
10.10.2018
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Ein Bad- das brauchte sie jetzt. Aelin bewegte sich in das weiß gekachelte Bad, das ihr einst so vertraut war. Während das Wasser dampfend in die Wanne lief nahm sie wahllos ein paar der Glasbehälter vom Regal und ließ deren Inhalt ins Wasser tropfen. Verschiedene Düfte mischten sich in den heißen Nebel, der den Raum erfüllte. Sie zog sich die blutverschmierten Klamotten vom Körper und warf sie achtlos in eine Ecke.
Langsam ließ sie sich ins Wasser gleiten und genoss die Hitze, die ihre Haut beinahe verbrannte. Ihr menschlicher Körper hatte im Moment wenig von einem Feuerherz. Das Blut, das überall an ihr klebte löste sich nur langsam von ihrer Haut und verfärbte das Wasser um sie herum, sodass alles hässlich grau wurde. Für einen kurzen Moment nur, schloss sie die Augen und ließ sich von der Hitze umfangen. Ein Geräusch ließ sie aufschrecken. Schwere Schritte näherten sich von der Wohnungstür aus und führten eine Person zielstrebig durchs Wohnzimmer, dann ihr Schlafzimmer und machten kurz vor der Tür zum Badezimmer halt, bevor diese mit einem Ruck aufgerissen wurde.
Schüchtern, fast wehrlos, wirkte ihr Gesicht als Chaol das Bad betrat – ohne auch nur daran zu denken Rücksicht auf ihre Privatsphäre zu nehmen. Sie gestattete sich ein leichtes Aufatmen und legte zumindest zwei der Messer, die sie unter dem Badeschaum versteckt hatte zur Seite.
„Was willst du hier?“, raunzte Aelin ihn an, schärfer als sie es eigentlich beabsichtigt hatte. „Du bist sauer auf mich.“ Stellte er trocken fest. „Warum?“ Warum sie wütend war? Das konnte wohl kaum sein Ernst sein. „Seit wir uns heute wiedergesehen haben, habe ich nicht ein einziges nettes Wort von dir gehört. Du machst es dir verdammt einfach, weißt du das? Gibst mir die Schuld an allem was passiert, aber das ist nicht wahr. Das weißt du genauso gut wie ich.“
„Natürlich du bist ein Unschuldsengel. Der König plant den Angriff auf Wendlyn, wo du deine Show abgezogen hast und dir fällt nichts besseres ein als schnellstmöglich von dort zu fliehen. Nur um hier wieder die Prinzessin, oh entschuldige, die KÖNIGIN zu spielen, die ja allen nur helfen will. Aber das tust du nicht, okay? Jedes Mal, wenn es Schwierigkeiten gibt, haust du ab oder gibst jemand anderem die Schuld dafür. Der König ist schrecklich, das wissen wir inzwischen, aber du übernimmst keine Verantwortung, wie willst du denn jemals eine gute Herrscherin werden?“
„Was soll ich denn deiner Meinung nach tun? Ich habe keine Macht hier und nur eine handvoll Verbündete. Und jeder, den ich nur annähernd an mich heranlasse ist nach kürzester Zeit mausetot. Du hast verdammt nochmal Recht: ich bin keine Herrscherin. Aber wie sollte ich das auch sein? Ich bin 19 Jahre als und wurde 8 Jahre von einem Assassinen erzogen und ein Jahr als Sklavin gehalten, da blieb wenig Zeit für höfische Erziehung! Und dann kommst du und wirfst mir all die Sachen vor, die mir sowieso klar sind.“
Erzürnt sprang sie auf. Chaols Blick heftete sich an ihren Körper, bevor er zur Wand über ihren Kopf glitt. Ein heißes Kribbeln durchfuhr seinen Körper. Alles an ihr schien ihm so vertraut.
„Und was sollen wir anderen sagen? Selbst wenn die Magie zurückkommt, sind wir genauso wehrlos wie jetzt. Selbst wenn es dir gelingt Terrassen zurückzuerobern und den König zu bezwingen, steht das Land, dem ich mich verschrieben habe, entweder mit einem Dämon als König da, mit dem Sohn eines Tyrannen oder ohne König. Denkst du denn über die Konsequenzen deiner Pläne nach? Langfristig?“ Seine Stimme war nun ruhiger, versöhnlicher, rau.
„Nein…ich kann nicht die Zukunft des ganzen Kontinents planen. Ich schaffe das bisher nicht einmal für mein eigenes Volk. Für das Volk, dem ich verpflichtet bin und dessen Mitglieder für mich sterben ohne, dass ich auch nur einen Schritt bei ihrer Rettung vorangekommen bin.“ Traurig sah sie zu Boden.
„Es tut mir leid. Alles. Aber ich bin nicht die Retterin aller. Ich habe keinen Plan, der die Welt von heute auf morgen verändert. Ich bin nur ein Mädchen, das zufällig als Thronerbin geboren wurde und versucht das Beste daraus zu machen.“
Chaol reichte ihr ein Handtuch. „Das erwartet auch keiner von dir. Doch du bist ein Symbol für alle Länder. Du musst das sein.“
Sie wandte ihm den Rücken zu während sie ihre Haare trocknete. Er sog scharf die Luft ein. „Was ist das?“ Er trat näher und fuhr über die Tattoos auf ihrem Rücken. Sie zuckte vor der Berührung zurück. Seine Hände waren rau auf ihrem Rücken und warm. Ein leichtes Schauern durchfuhr sie als sie seine vertraute Wärme spürte.
Langsam drehte sie sich zu ihm um und stand dicht vor ihm. Nass und nackt. Er war älter geworden, fiel ihr auf. Noch ernster als zuvor, doch er war immer noch Chaol. Ihr Chaol, den sie in den letzen Wochen vergessen wollte. Sie hatte es nicht geschafft. Er stand so nicht vor ihr, dass sie sich nur leicht in seine Richtung neigen müsste, um ihn zu berühren, nichts als ein Handtuch, zwischen ihm und ihrem Körper. Sein Blick war schwer zu deuten; traurig, erschöpft, doch immer noch wild und ungebrochen.
Langsam lehnte er sich vor und berührte ihre Lippen mit seinen, ohne sie wirklich zu küssen. Ganz sanft. Doch sanft wollte sie nicht, konnte sie nicht ertragen, bei allem, was um sie herum geschah. Einen Sekundenbruchteil später pressten sich ihre Lippen fest aufeinander, öffneten sich und spürten die feuchten Zungen des anderen. Er zog sie fest an sich und sie schlang ihre Hüfte um ihn, während er sie in seinen Armen trug. Einen kurzen Moment setzte er sie auf dem Schrank im Badezimmer ab, wo er sein Hemd verlor, dann weiter, wobei sie ihre nackten Schenkel an seinen Bauch drückte und er die Nässe zwischen ihnen spüren konnte. Schnell weiter ins Schlafzimmer, auf das weiche weiße Bett.
Aelin traute sich nicht ihn auch nur eine Sekunde loszulassen, aus Angst der Zauber könne dann vorübergehen, dass er sie wieder hassen würde. Sie zog ihm die Hose von der Hüfte und begegnete seinem erigierten Stück. Sie ließ sich ein wenig an ihm hinuntergleiten und umschloss ihn mit den Lippen, was ihm ein Keuchen entlockte. Schon zog er sie wieder in seine Arme und küsste sie wild, bevor er in sie eindrang…
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Alle Personen gehören Sara J. Maas. I do not own anything. Die Geschichte hängt nicht mit der tatsächlichen Handlung von Throne of Glass zusammen und bedient sich lediglich einiger Charaktere und Handlungsorte.