Ein ungleiches Paar

von Rosalie18
KurzgeschichteRomanze, Freundschaft / P16
Black Widow / Natasha Romanoff Captain America / Steven "Steve" Grant Rogers Scarlett Witch / Wanda Maximoff Winter Soldier / James Buchanan "Bucky" Barnes
08.10.2018
03.01.2019
5
8644
3
Alle Kapitel
2 Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 
 
Willkommen zu meiner Geschichte, die die Fortsetzung zu meinem OS Unerwartet ist. Dieser sollte zum besseren Verständnis gelesen werden.

Die Updates werden unregelmäßig erfolgen, wie je nachdem wie ich zum Schreiben komme. Viele Kapitel es am Ende sind, kann ich noch nicht genau sagen.

Viel Spaß beim Lesen.

Disclaimer: Die Charaktere gehören Marvel. Ich leihe sie mir nur aus und verdiene leider auch kein Geld mit meiner Geschichte.





Ein ungleiches Paar


1 – Grübeleien

Bucky lag auf seinem Bett, seine Hände hinter seinem Kopf verschränkt und starrte Löcher in die weiße Decke. ‚Weil ich dich mag.‘ Wandas Worte hallten wieder und wieder durch seinen Kopf. Diese vier Worte hatten sich in seinem Kopf festgesetzt. Er konnte nichts dagegen tun. Seit sie diese Worte gesagt hatte, bekam er das breite Grinsen nicht mehr aus seinem Gesicht. Bedauerlicherweise hatte er nach ihrem Geständnis keine Zeit mehr gehabt sich mit Wanda zu unterhalten. Sie war von Natasha in Beschlag genommen wurden. Immer wieder hatten sich ihre Blicke gekreuzt. Ein wolliges Gefühl hatte sich in seinem Bauch ausgebreitet. Wann immer er an die junge Frau dachte, meldete sich das verräterische Kribbeln zu Wort. Ein Zustand, den er Jahrzehnte nicht mehr gespürt hatte. Sollte er …? Nein. Doch. Bucky wusste es nicht.

Die Tür zu seinem Zimmer öffnete sich und Steve betrat das Zimmer. „Na wieder am Grübeln?“, fragte er mit einem breiten Grinsen.

„Vielleicht“, erwiderte er nur. Auch wenn Steve sein bester Freund war, hatte er keine Lust mit ihm darüber zu reden.

Das Grinsen von Cap wurde noch breiter. „Du bekommst sie wohl nicht mehr aus deinem Kopf. Sie ist ja auch süß.“

„Ich weiß nicht, wen du meinst.“ Steve musterte Bucky eindringlich. Natürlich wusste er wen sein bester Freund meinte.

„Doch weißt du.“ Mehr sagte er aber nicht, da er bemerkte, dass sein bester Freund nicht über dieses Thema reden wollte. „Ich wollte einkaufen gehen, unser Kühlschrank ist leer. Kommst du mit?“

Einkaufen war das Letzte worauf er jetzt Lust hatte. New York wurde von einer Hitzewelle überrollt und daher verspürte er keine gesteigerte Lust draußen herum zu laufen. Da er aufgrund seines Metallarmes langärmelige Oberteile trug, um sich vor neugierigen Blicken zu schützen und das war bei mehr als fünfunddreißig Grad nicht sonderlich amüsant.  

„Ich passe. Bei dem Wetter verspüre ich keine Lust nach draußen zu gehen.“ Steve setzte seinen Hundeblick auf.

„Jetzt komm schon. Frische Luft wird dir gut tun. Du kannst dich schließlich nicht die ganze Zeit grübelnd verkriechen.“

„Ich verkrieche mich nicht. Du bist nur nicht der Kerl mit dem Metallarm, vor dem die Menschen Angst haben“, kam es sichtlich frustriert von ihm. Steve legte ihm mitfühlend eine Hand auf die Schulter.

„Ich versteh schon. Aber noch mal auf Wanda zurückzukommen. Jetzt schau nicht so, ich weiß, dass du sie magst und sie dich auch. Was willst du machen?“ Die Neugier konnte Cap nicht verbergen.

„Ich bin mir noch nicht schlüssig, was ich tun sollte. Ich würde sie schon gerne näher kennenlernen, aber … du weißt was ich bin und was ich getan habe …“ Er brach ab.

„Du vergisst wohl, dass Wanda kein hilfloses Frauchen ist. Sie kann sich sehr gut wehren. Du musst dir also keine Sorgen machen, dass du sie verletzen könntest“, versuchte Steve seinem besten Freund die Angst zu nehmen.

Er hielt die Sokoviarin auch nicht für so hilflos, trotzdem wollte er sie nicht verletzen. Dass er sie unbewusst verletzte, war einfach nicht auszuschließen. Nachts wurde er von Alpträumen geplagt und er konnte nicht ausschließen, dass er jemanden verletzte, der sich ihm in diesem Zustand näherte. Steve schien seine Gedanken zu erraten. „Mich greifst du schließlich auch nicht an.“

Ein kleines Lächeln huschte über Buckys Gesicht. „Du schläfst ja auch nicht mit mir im selben Bett.“ Sein bester Freund verzog sein Gesicht.

„Nein, das tue ich schon lange nicht mehr. Aus dem Alter bin ich raus“, erwiderte Steve mit einem Grinsen.

„Heute muss ich auch nicht unbedingt mehr mit dir in einem Bett schlafen.“ Der Blonde nickte zustimmend.

„Wieso verabredest du dich nicht einfach mal mit Wanda? Ganz ungezwungen. Auf einen Kaffee oder so“, schlug sein bester Freund vor. Bucky verschluckte sich und bekam einen heftigen Hustenanfall. Das konnte doch jetzt nicht wahr sein? Das Gespräch steuerte in eine Richtung, die ihm gar nicht gefiel. Er liebte Steve, wie einen Bruder, aber er benötigte von ihm, der früher keinen Stein bei dem weiblichen Geschlecht im Brett hatte, Beziehungstipps oder ähnliches. Natürlich hatte er in den letzten Jahrzehnten keine neuen Erfahrungen auf dem Gebiet machen können, da er ja tiefgefroren waren, aber trotzdem verfügte er noch über mehr Erfahrung als sein bester Freund.

Steve klopfte ihm mitfühlend auf den Rücken und sah ihn mit seinen treuen blauen Augen an. „Geht´s wieder?“, wollte er nach einer Weile wissen.

„Ja“, antwortete Bucky mit noch kratziger Stimme.

„Und wirst du Wanda einladen?“ Bucky verdrehte seine Augen. Steve hatte seinen Hundeblick aufgesetzt. Das war unfair.

„Ich weiß es noch nicht …“ Einerseits würde er sie schon gerne näher kennenlernen, anderseits fand er das keine gute Idee. Was wenn sie ihn nicht mehr mochte, wenn sie ihn erst näher kennenlernte und ihn für ein abscheuliches Monster hielt?

Steve musterte ihn. „Seit wann bist du so ein Feigling?“ Er warf dem Blonden einen finsteren Blick zu. Früher hätte er sich nicht lange bitten lassen, doch das war in einem anderen Leben, das er längst hinter sich gelassen hatte. „Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.“

Steves Worte hatten ihm neuen Nährboden für seine Grübeleien gegeben.

„So und jetzt gehen wir einkaufen. Keine Widerrede, wegen deines Armes. Die Menschen sind abgefahreneres gewöhnt, als eine Armprothese aus Metall.“ Bucky fügte sich in sein Schicksal. Vielleicht würde es ihm gut tun, wenn er mal wieder rauskam. Die letzten Tage hatte er grübelnd in ihrer Wohnung verbracht. Manchmal in Momenten, wie diesen fragte er sich, wieso er in eine Männer-WG mit  Cap gezogen war? Anscheinend war in diesem Augenblick, als er ihn fragte kurzzeitig geistig umnachtet gewesen.

„Gut du hast gewonnen. Warst du eigentlich immer schon so eine schreckliche Nervensäge gewesen?“, brummte er. Steve grinste nur breit.

Immer noch nicht begeistert erhob sich Bucky und folgte seinem besten Freund aus ihrer Wohnung.



+++




Bucky konnte die Blicke förmlich auf sich spüren, als er neben Steve durch den Supermarkt lief. Es hatte sich in den letzten Jahrzehnten, als er eingefroren war, einiges verändert. Es gab eine Fülle an Lebensmittel und anderen Dingen zu kaufen. Damit war er sichtlich überfordert. Sein Freund allerdings schien sich daran gewöhnt zu haben. Doch mit größter Sicherheit war er am Anfang auch überfordert gewesen. Wer wäre das denn auch nicht, wenn er von einem auf den anderen Moment in diese laut, moderne Welt hineingeworfen wäre? Er musste sich erst langsam daran gewöhnen. Doch glücklicherweise war Bucky nicht alleine. Sein bester Freund stand ihm treu zur Seite. Vielleicht auch Wanda?

„Wirst du sie jetzt einladen?“, nahm Steve das Thema von vorhin wieder auf. Bucky rollte genervt mit den Augen. Wieso war es ihm so wichtig, dass er Wanda einlud? Wollte er ihn etwa mit der Sokoviarin verkuppeln? Genau das wollte er! Bucky wusste nicht, ob er auf böse sein sollte oder nicht?

„Du bist eine schreckliche Nervensäge. Weißt du das eigentlich?“, grummelte er.

Das störte Cap nicht im Geringsten. „Das sagtest du schon, trotzdem magst mich und ich bin dein bester Freund.“ Das stimmte wohl.

Eine ältere Dame lief an ihnen vorbei. Sie betrachtete Buckys Metallarm und schüttelte ihren Kopf. „Die Jugend von heute. Tzz was heute so alles modern war“, sagte sie laut und ging immer noch kopfschüttelnd weiter.

Kaum war die Dame außer Sichtweite fingen die Beiden an lachen. Sie waren mindestens zehn Jahre älter, als die Frau. Auch wenn man es ihnen nicht ansah.



+++




Jetzt wusste er auch, wieso Steve so darauf beharrte hatte, dass er ihn zum Einkaufen begleitete. Damit er den Packesel spielte, dabei konnte Cap das auch alleine. Doch der Blonde trug lediglich eine leichte Tüte, während er beladen mit einem Sixpack Wasser und vier schweren Tüten war. Die eigentlich für ihn nicht schwer waren, dennoch hatte er keine Lust dazu noch einmal zum Packesel verdonnert zu werden. Wenn das nächste Mal ihr Einkauf anstand, sollte Steve schauen, wie er das Zeug nach Hause bekam.



+++




Wanda spürte den Blick von Natasha auf sich ruhen, doch sie tat so, als würde sie es nicht bemerken und sah sich weiter ihre Zeitschrift an. Sie hatte keine Lust auf ein Gespräch mit der Älteren. Doch darauf würde Natasha pfeifen.

„Du hast dich auf der Party ja hervorragend mit Barnes verstanden.“ Schon ging es los. Gleich würde sie ihr einen Vortrag halten, wie schrecklich Bucky alias the Winter Soldier doch war. Sie wusste, was er getan hatte, aber sie hatte ebenfalls schreckliche Dinge getan. Bucky hatte sich verändert und war nicht mehr die Tötungsmaschine. Natasha war davon natürlich nicht überzeugt.

„Ja. Und ist das ein Verbrechen?“ Ihre Stimme klang härter, als beabsichtigt.

„Ich mache mir doch nur Sorgen um dich.“

„Das musst du nicht. Ich kann sehr gut auf mich aufpassen.“ Wandas Stimme war eine Spur sanfter, dennoch lässt sie keine Zweifel zu. Tasha nickte.

„Pass trotzdem auf dich auf.“ Wanda schaffte es nicht mit den Augen zu rollen. Dennoch war sie auch gerührt. Natasha zeigte schließlich kaum Gefühle. Anscheinend hatte sie ihren Beschützerinstinkt geweckt.

„Mach ich“, versprach sie.

„Werdet ihr euch wiedersehen?“

Wanda zuckte mit den Schultern. „Wenn er sich traut. Ich hoffe es aber.“ Wenn sie sich nicht in ihm getäuscht hatte, dann würde er sie sicherlich um ein Date bitten.



***
Review schreiben
 
'