Harbor Boys

von Snowdiver
GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P16
08.10.2018
29.07.2019
44
84051
6
Alle Kapitel
82 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 Datenschutzinfo
 
 
Prolog: Huntington


Der britische König war schwach.
Jeder wusste das.
Es wussten nur nicht alle gleich gut für sich zu nutzen. Gunnar Huntington Captain of Whitehaven gehörte zu denen, die es ausnahmslos gut zu nutzen wussten.
Whitehaven, eine Stadt an der Küste mit einer unsichtbaren Linie durch die Mitte, die die Stadt in Norden und Süden teilte. Im Norden stapelten sich helle, große Villen und glückliche Familien. Gunnar Huntington lebte mit seiner Familie im Norden der Stadt. Auf einem kleinen Hügel, dass seine Tochter das Meer von ihrem Zimmerfenster zwar sehen konnte, nicht aber den Gestank des Hafens riechen musste. Im Süden hingegen waren die Gassen eng, dunkel und dreckig und glückliche Familien waren eine Seltenheit. Gunnar Huntington interessierte sich eigentlich nicht sonderlich für den Süden der Stadt. Er interessierte sich gerade genug dafür um dafür zu sorgen, dass die Gang-Bosse nicht zu mächtig wurden und die Einbrüche in seiner Nachbarschaft nicht zur Gewohnheit. Aber er gehörte nicht zu den Familienvätern die sich am Wochenende im Rotlichtviertel des Südens herumtrieben und warum sollten ihn der Süden sonst interessieren?
Gunnar Huntington interessierte sich allgemein für recht wenige Dinge. Seine Tochter Eliza, seine Frau und die Tatsache, dass der britische König schwach war und wie er das am besten für sich nutzen konnte.
Gunnar Huntington war gerne reich. Er mochte seine große Villa, seine Schlachtschiffe, die im Hafen von Whitehaven lagen und er hatte gern das Sagen. Vor allem interessierte er sich dafür noch mehr Geld zu bekommen, als er bereits hatte. Und vielleicht ein paar mehr Leute herumzukommandieren. Ihm fehlte nur die zündende Idee.
„Daddy kommst du zum Essen?“, seine einzige Tochter Eliza war Huntingtons ganzer Stolz. Sie war sechzehn Jahre alt und die Leute sagten ihm immer, dass sie bildhübsch war. Die Leute hatten natürlich recht, stimmte er nickend zu. Eliza Huntington hatte helle Haut, winzige Sommersprossen, schokoladenbraune Augen und lange schwarze Haare.
„Natürlich Liebes.“, beeilte er sich zu sagen, eines Tages würde Eliza Huntington einmal eine wunderhübsche Braut sein. Ihr Vater plante natürlich schon, sie einmal mit einem reichen, vielleicht sogar adeligen jungen Mann zu verheiraten, damit sie ein sicheres Leben hatte.
„Ich bin jeden Moment unten bei euch.“, er lächelte seiner Tochter warm zu und raffte all seine Notizen sorgfältig zusammen. Das waren Gedanken die man nicht einfach so offen herumliegen ließ. Er gehörte schließlich zur vorsichtigen Sorte. Alle Zettel wurden ordentlich gestapelt in den Tresor am anderen Ende seines Arbeitszimmers gelegt, wo sie niemand aus Versehen lesen konnte. Hätte der britische König ebendiese Sorgfalt walten lassen, wäre seine Affäre nicht publik geworden und er wäre jetzt nicht in dieser schwachen Position. Huntington schnalzte verächtlich mit der Zunge. Er hatte kein Mitleid mit dummen und fahrlässigen Menschen. Sie hatten sich ihr Grab selbst geschaufelt. Er warf einen schnellen Blick aus dem Fenster und rümpfte etwas die Nase. Da war schon wieder dieser Junge. Er kam offensichtlich aus dem Süden. Trug zerschlissene Hosen, die an den Knöcheln zu kurz waren, sein weißes Hemd war voller Dreck und er hatte sich die blonden Haare unachtsam aus der Stirn geschoben. An seinen Lippen zupfte ein unschuldiges Grinsen, doch Huntington kannte Jungen wie ihn, Straßenjungen. Straßenjungen bedeuteten nichts als Ärger. Der Junge hatte die Hände in seinen Taschen vergraben und schlenderte gemütlich die Straße entlang, so als gehe er hier jeden Tag entlang. Doch in der letzten Woche hatte Huntington ihn schon häufiger gesehen, wenn er jetzt so darüber nachdachte…Er schnaubte abermals verächtlich. Nichts als Ärger. Gut, dass er sich mit dem Süden von Whitehaven nicht herumärgern musste. Dann schüttelte er etwas den Kopf und ging zu seiner Familie nach unten, um zu essen. Er hatte den blonden Jungen bald wieder vergessen.

____________________________________________________________________________________________________
Sie ist wieder da!
Und zwar mit einer Geschichte die ich meiner Schwester zum Geburtstag schenken werde, aber ich dachte es wäre schön schon ein bisschen Feedback zu bekommen während ich schreibe
Ich werde die ersten Kapitel bald hochladen!
Ich hoffe es gefällt euch ein bisschen!
LG Luzie
Review schreiben