Dark Flames - Valtor x Nina

GeschichteRomanze, Angst / P12
OC (Own Character) Valtor
07.10.2018
17.10.2020
31
41.232
9
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17.10.2020 1.197
 
Ich führte meinen Weg fort. Weder Alex noch die Mädchen gaben in der Zwischenzeit irgendwelche Lebenszeichen von sich, wobei meine Freundinnen mir dabei offensichtlich mehr am Herzen lagen als ersterer. Meine Verwandlung hatte ich wieder gelöst. Zwar war fliegen um einiges weniger anstrengend als zu gehen, doch ich musste soviel Magie sparen wie möglich. Ich konnte nur eine begrenzte Zeit im Feenmodus bleiben.

Mit gefühlt jedem Schritt den ich tat, jagte die Kälte stärker durch meinen Körper. Ich zitterte immer mehr, doch aufzugeben war keine Option. Natürlich nicht. Im Moment war es mir egal, wie meine Verfassung nach dieser kleinen Mission aussehen würde, solange ich mein Ziel erreichte. Hin und wieder hörte ich ein Zischen. Ich war mir sicher, dass das eigentliche Geräusch um einiges leiser sein musste. Durch die Struktur der Höhle entstand ein Echo, das die Lautstärke verstärkte. Zumindest hoffte ich das.

Langsam begann ich sogar meinen Piloten zu vermissen. Zumindest konnte ich mit ihm reden. Auch wenn unsere Gespräche nicht gerade das Gelbe vom Ei waren, lenkte es meine Gedanken von der Einsamkeit ab. Aber er war nicht da. Ich war alleine.

Der Weg wurde schmäler. Ich verringerte meine Geschwindigkeit, da Abrutschen nicht gerade auf meiner Wunschliste stand. Auch wenn ich erhebliche Fortschritte gemacht hatte, war es immer noch ziemlich weit bis zum Herz.

Es wurde immer schwieriger normal zu gehen. Ab einem gewissen Zeitpunkt musste ich mich seitlich stellen, um nicht in die Schlucht zu stürzen. Ich presste meinen Rücken gegen die dicke Wand aus Eis um meine Schritte möglichst stabil zu halten. Ich durfte meine Gedanken nicht abschweifen lassen. Jegliche Ablenkung könnte mein Ende sein. Immer wieder bröckelten kleinere Stücke des beinahe nichtmehr vorhandenen Weges.

Mehrere Male wäre ich fast abgerutscht. Ich hatte Todesangst. Sollte ich das überleben, durfte ich mich nicht zu lange in der Omega Dimension aufhalten. Den Rucksack mit meinen mitgebrachten Sachen musste ich aufgrund der Umstände zurücklassen. Mit anderen Worten, ich hatte weder Essen noch Getränke. Gut, notfalls konnte ich etwas Schnee, den es ohnehin in Massen gab, schmelzen. Es war wahrscheinlich nicht besonders hygienisch, aber im Fall des Falles immer noch besser als zu verdursten.

So sehr es auch gegen meinen ursprünglichen Plan sprach, war es nach einigen Kurven auf dem schmalen Pfad unmöglich noch irgendwie ohne meine Flügel weiter zu kommen. Ich verwandelte mich und begann langsam immer weiter nach unten zu flattern. Es dauerte ewig, bis ich wieder festen Boden unter den Füßen hatte. Erst wo ich darüber nachdachte, wie lange ich bis zum Herz der Dimension brauchte, bemerkte ich, dass ich absolut keine Ahnung davon hatte, wie lange ich mich überhaupt dort befand.

Da die Kälte mit der Zeit zugenommen hatte, versuchte ich meinen Wärmezauber zu verstärken. Vielleicht lag es daran, dass ich mich verwandelt hatte, vielleicht auch daran, dass ich mich einigermaßen an die niedrigen Temperaturen gewohnt hatte. Aber es wirkte. Ich musste mich kaum anstrengen.

Das Herz war gewaltig. Ich konnte kein Ende sehen, egal in welcher Richtung. Ich entschied mich durch einen der unzähligen Tunnel zu gehen. Als ich ungefähr halb durch war, hörte ich plötzlich einen Schrei und kurz darauf einen dumpfen Aufprall. Sollte jemand gefallen sein, war der Sturz nicht weit. Oder er wurde abgefedert.

Nach einigen Sekunden an Überlegung, drehte ich um und rannte wieder zum Ausgangspunkt zurück. Ich wollte nicht entdeckt werden, weswegen ich mich gegen Ende des Weges auf der rechten Seite versteckt hielt. Was ich sah, ließ mich vor Freude beinahe weinen. Ich konnte zwei Personen von hinten erkennen. Eine hatte lange, feuerrote Haare und einen Schneeanzug, die andere trug sie kurz und pink zusammen mit einem etwas seltsamen Outfit.

Auch wenn mir von meinem gerade erst beendeten Sprint die Luft knapp geworden war, war das sofort vergessen. Beide drehten sich schlagartig um, als sie hörten, wie meine Schritte schneller geworden waren. Tecna hatte Tränen in den Augen. Meine Freundinnen kamen auf mich zu und zogen mich in eine feste Umarmung. Es fühlte sich wie eine Ewigkeit an, dass es das letzte Mal geschehen war.

Tecna erklärte mir wie sie die Gefangenschaft in der Omega Dimension überlebt hatte. Anscheinend war das Eis dort nicht so ungenießbar wie ich es mir vorgestellt hatte. Ihre Enchantixkräfte halfen ihr dabei, nicht zu erfrieren, auch wenn ihre Klamotten wirklich nicht danach aussahen. Vielleicht war es aber auch die gelbe Welle an Energie von der sie umgeben war.

Die Monster schienen sie größten Teils in Ruhe zu lassen. Mit Hilfe ihrer Magie und ihrer technischen Fähigkeiten gelang es ihr einen Transmitter zu bauen, mit dem sie Timmy erreichen konnte. Nur deshalb waren die Winx und die Spezialisten dazu in der Lage, die Fee der Technologie aufzuspüren. Sie waren sofort aufgebrochen, als sie herausgefunden hatten, dass Tecna noch lebte.

Leider nur waren die beiden nun von der Truppe getrennt worden. Alle waren mitgekommen. Zum ersten Mal seit einigen Stunden dachte ich an Alex. Und verwarf diesen Gedanken auch sofort wieder. Ich würde ihn schon wieder finden, wenn ich es musste. Aber bis dahin wollte ich sein Gesicht nichtmehr sehen. Erzählen wollte ich ihnen auch nichts von meiner… interessanten Reise hierher erzählen. Immerhin hatte niemand danach gefragt.

Es blieb uns nicht viel Zeit uns auszuruhen. Wer wusste was in der Zwischenzeit mit den anderen geschehen war? Ich wollte mir nicht unbedingt ausmalen, was im schlimmsten Fall passiert wäre. Also begaben wir uns auf die Suche nach unseren Freunden. Wir kamen zu dem Entschluss, dass es nicht gerade die beste Idee wäre, würden wir uns aufteilen. Es würde nur ungewollte Komplikationen verursachen.

Valtor P.O.V.

Ich betrachtete die Feen durch die Kristallkugel. Wie bereits erwartet, hatte sich Nina, sobald sie erfahren hatte, dass ihre verloren geglaubte Freundin noch am Leben war, zur Omega Dimension begeben. Entgegen meinen Erwartungen schlug sie sich dort jedoch besser, als  ich gedacht hatte. Ich bezweifelte jedoch, dass dies auch der Fall gewesen wäre, hätte sie nicht zuvor ihre Darelix Kräfte erlangt. Zugegebenermaßen war der Wärmezauber, den sie angewandt hatte, keine schlechte Idee gewesen. Die kleine Fee war keineswegs dumm.

Es war das erste Mal, seitdem wir den Wolkenturm verlassen hatten, dass ich die Winx überwachte. Dieser kleine Umzug war zwar nervig, jedoch äußerst notwendig. Wie ich herausfand, befand sich die Schule bereits wieder unter der Kontrolle Griffin’s.

Zu sehen, wie die drei Freundinnen durch die eisige Wüste der Omega Dimension drängten… Es war beinahe amüsant, wie viele Sträflinge sie übersahen, die nur darauf warteten etwas zwischen die Zähne zu bekommen. Dort zu verhungern, konnte einige wirklich ihren Verstand kosten.

Doch nach einiger Zeit wurde es langweilig. Bei der Größe des Gefängnisplaneten konnte es Tage, wenn nicht Wochen dauern, bis sie auch nur eine Spur der anderen finden konnte. Mit einer ungelenken Handbewegung ließ ich also das Bild verschwinden, bevor ich mich wieder meinen Studien zuwandte.

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Huch, ein bisschen spät, haha. Tut mir leid, hatte heute etwas Stress. Tja, kaum zu glauben, dass ich jetzt schon seit zwei Jahren an dieser Geschichte schreibe. Ich möchte mich herzlich für den ganzen Support und jeden einzelnen Kommentar bedanken. Auch wenn ich es nicht zeigen mag, bin ich äußerst dankbar für alles!

Jedenfalls hoffe ich, dass euch dieses Kapitel gefallen hat. Wir lesen uns dann beim nächsten Mal :)
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