Lost Kitten

von Ri-chan21
GeschichteAllgemein / P12
06.10.2018
06.12.2018
8
9710
4
Alle
4 Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 
 
Kurze Zeit später verlor ich diesen anstrengenden Kampf, meine Augen fielen zu und ich schlief ein. Als ich wieder aufwachte lag ich in meinem Bett, immer noch in die Decke, die Heat mir gebracht hatte, eingekuschelt. Als ich mich langsam aufsetzte und umschaute entdeckte ich einen Teller, mit einem Wurstbrot und Essiggurken darauf, auf meinem Nachttisch. Ich lächelte leicht. Die bösen, bösen Jungs konnten fürsorglich sein. Ich griff nach dem Teller und aß schnell auf, bevor ich mich frisch machte. Als ich mit allem fertig war machte ich mein Bett, öffnete mein Bullauge um durchzulüften und verließ letztlich mein Zimmer. Ich hatte keine Ahnung, wie viel Uhr es war, dennoch beschloss ich zu aller erst dem Koch einen Besuch abzustatten. Doch als ich mich der Kombüse näherte ertönte schon das laute Gebrüll der Crew, also war es gerade vermutlich Mittagszeit. Das konnte ja wirklich interessant werden.Als ich die Tür öffnete versuchte ich möglichst unauffällig in den Raum zu schlüpfen, zumindest hatte ich das vor, allerdings richteten sich alle Augen nach dem Öffnen der Tür auf mich. Ich huschte so schnell ich konnte auf meinen mittlerweilen Stammplatz neben Heat und gegenüber von Wire. Allerdings starrten mich selbst jetzt noch alle an und ich fühlte mich sichtlich unwohl. Zum Glück kam mir der Doc zu Hilfe. „Habt ihr nichts besseres zu tun, als sie anzustarren? Kümmert euch lieber um euer Essen, sonst schnapp ich mir euer Fleisch!“ Damit hatte sich das Thema erledigt und es wurde wieder laut. „Sag mal….“, meinte Wire und lehnte sich über den Tisch zu mir rüber, um mir auch gleich was von seinem Fleisch abzugeben. „..hast du deine Haare gefärbt?“ Ich sah ihn verwirrt an. „Wie meinst du das?“ „Du hast dunkelblaue Strähnen in deinen Haaren“, mischte sich nun auch Heat in die Konversation ein. Er griff vorsichtig nach einer Strähne von mir und hielt sie mir vors Gesicht. Als ich dieses dunkle Blau sah entspannten sich meine Muskeln sichtlich. Ich wusste sofort, was das bedeutete, aber das konnte ich ihnen nicht erklären. „Ja, ich habe meine Haare gefärbt, ich dachte mir, dass ich dadurch besser in die Crew hinein passe, zumindest so ein kleines bisschen“, antwortete ich auf ihre Frage und bediente mich an Wires Teller. Die Jungs sahen mich vollkommen verdutzt an. Ich aß einfach nur genüsslich weiter, bis ich diese Schwere auf meinen Schultern spürte und ein beklemmendes Gefühl um die Brust bekam. Nur eine Person konnte diese Reaktion in mir hervorrufen. Meine Vermutung bestätigte sich, als sich ein großer Schatten über mich legte und eine große Hand mir in die Haare griff. Und schon polterte er los: „Was erlaubst du dir, einfach so deine Haare zu färben? Und dann auch noch in Blau!“ Ich entzog ihm meine Haare, drehte mich mit einem Lächeln um und sagte gelassen: „Guten Tag Captain, ich freue mich auch dich zu sehen. Ja, ich habe gut geschlafen und denke, ich finde wie du auch, dass mir diese Farbe steht.“ Kid war im ersten Moment sprachlos, er war so viel Enthusiasmus von mir nicht gewohnt. Letztlich fand er seine Sprache leider doch wieder. „Du hast mir nicht auf meine Frage geantwortet!“ „Ich war es Kid, schließlich ist es mein Körper und meine Haare. Und ich darf entscheiden, was ich damit mache.“ Er sah mich wütend an, sagte aber glücklicherweise nichts mehr und setzte sich zurück auf seinen Platz. Nun erhob sich allerdings Killer, woraufhin es mucksmäuschenstill wurde. „Wir erreichen die nächste Insel in etwa einer Stunde. Jeder übernimmt seine üblichen Aufgaben. Heat du gehst heute allerdings mit Kylie und mir los.“ Alle nickten und beendeten rasch das Mittagessen, um sich bereit für den Landgang zu machen. Ich ging mit Heat durch die Gänge, um mein Geld zu holen. Wir wussten beide, was es bedeutete, dass wir zusammen mit Killer unterwegs waren. Es ging darum mir neue Klamotten zu besorgen, was auch dringend notwendig war. Schließlich hatte ich alles weggeworfen, einschließlich meiner BH´s. Und dauerhaft mit einem Band meine Brüste zu fixieren wurde unangenehm, vor allem da ich sie, damit es funktionierte, abbinden musste. Bei meinem Zimmer angekommen öffnete ich die Tür und wir gingen hinein. Heat setzte sich auf mein Bett, während ich mein Zimmer nach meinem Geld absuchte. Gerade, als ich es fand wurde die Tür aufgerissen und Kid stapfte wütend hinein. Laut polterte er: „Was glaubt ihr beide hier zusammen zu machen?“ Ich seufzte leise, das durfte doch nicht wahr sein. „Wir suchen mein Geld Kid. Eigentlich sollte Heat mir dabei helfen, aber er ist eben ein Idiot und sitzt sich lieber seinen Hintern platt.“ So wie du, fügte ich in Gedanken noch hinzu. Kid starrte Heat in Grund und Boden, drehte sich um und verließ mein Zimmer mit den Worten: „Ich wollte euch nur sagen, dass wir gleich bei der Insel ankommen. Also bewegt eure Ärsche an Deck!“ Als Kid außer Hörweite war murrte Heat: „Ich wette er will deinen Hintern wo ganz anderes haben.“ Ich sah ihn verwirrt an, aber er schüttelte nur den Kopf, griff nach meiner Hand und zog mich in Richtung Deck. Oben angekommen hatten wir perfekte Sicht auf die Stadt und ihren zugehörigen Hafen, in welchen wir gerade einliefen. Ich grinste Heat zu und er legte mir eine Hand auf den Kopf. Manchmal fragte ich mich, ob es sich so anfühlte einen großen Bruder zu haben, der sich um einen kümmerte. „Worauf wartet ihr?“, ertönte Killers Stimme hinter uns und ich setzte wieder ein Lächeln auf. „Wir warten nur auf dich“, meinte ich und drehte mich um. In der Sekunde, in der ich Killer ansah schlief mir mein Gesicht ein. Heat ging es ähnlich, allerdings war er noch imstande eine Frage zu formulieren. „Cap….. Captain. Was machst du denn hier?“ „Na was wohl? Ich begleite euch.“ Damit schien für ihn das Gespräch für ihn erledigt zu sein und er ging voraus. Ich sah zu Killer rüber und zog eine Augenbraue hoch. Dieser hingegen zuckte einfach nur mit den Schultern. Ich seufzte und fügte mich meinem Schicksal. Das würde spannend werden. Ich meinte, mit Kid zusammen einkaufen zu gehen, das konnte doch nur schief gehen. So gingen wir zu viert in die Stadt, Kid voraus, Killer, Heat und ich folgten schweigend. Irgendwann blieb Kid stumm stehen und drehte sich grinsend um. „Ich wäre dafür wir fangen in dem Laden da an.“ Wir drei folgten mit unseren Blicken seiner ausgestreckten Hand, seinem ausgestreckten Finger. Er zeigte auf einen Laden mit schwarzer Fassade auf der hin und wieder pinke Kreise zu sehen waren. In der Mitte des Gebäudes befand sich ein riesiges Schaufenster. Das einzige, was ich erkennen konnte, waren Rüschen und Spitze. Näher betrachtet konnte man eine Vielzahl an ausgestellten Dessous sehen. Ich drehte mich zu Kid um. „Das kann doch nicht dein Ernst sein.“ „Wieso denn nicht? Du brauchst doch neue Unterwäsche“, erwiderte dieser Bastard mit einem fetten Grinsen im Gesicht. „Ja, richtig. Unterwäsche, keine Reizwäsche!“, schrie ich schon fast. Kid hingegen schien mir schon gar nicht mehr zuzuhören und betrat den Laden mit einem vorfreudigen Grinsen . Ich drehte mich hilfesuchend zu den anderen um, aber Heat schien sich nicht mit Kid anlegen zu wollen und Killer zuckte mal wieder nur mit den Achseln. „Vielleicht findest du da drin ja auch normale Sachen.“ Unterstützung konnte ich also vergessen. „Worauf wartet ihr denn noch? Durch rumstehen lässt sich keine passende Unterwäsche finden!“, dröhnte Kids Stimme aus dem Laden. Geschlagen ergab ich mich, zum zweiten mal an diesem Tag, meinem Schicksal und folgte dem Hünen in den schwarzen Laden.
Review schreiben