Bis(s) wir uns wiedersehen...

von Letschi
GeschichteRomanze, Schmerz/Trost / P16
Embry Call OC (Own Character)
04.10.2018
11.01.2019
21
29112
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20. Kapitel
Ich konnte Embry dazu überreden, zu fahren, was auch nicht weiter schwer war, immerhin hatte ich keinen Führerschein und er wollte mich nicht fahren lassen. Jetzt saß er kopfschüttelnd im Wagen neben mir, die Hälfte des Weges schon hinter uns. >> Sag mir, wie hast du mich noch einmal dazu überreden können? <<, fragte er, schon zum gefühlt zehnten Mal. Ich sah ihn wieder mit meinen funkelnden Augen an und Embry war sofort in ihnen gefangen. Ich grinste und sah zurück auf die Straße.

Als wir einen Parkplatz gefunden hatten und dann fünf Minuten später vor dem Eingang des Einkaufszentrums standen, grinste ich immer noch. Ich nahm Embrys Hand und zog ihn mit nach drinnen. Das erste Geschäft, welches wir besuchten, war ein Gewand Geschäft und ich hatte schon drei T-Shirts gefunden, die ich auf jeden Fall probieren wollte. Und dann noch welche. Aber so viele konnte selbst ich nicht tragen, deshalb übergab ich sie an Embry und verschwand wieder zwischen den Kleiderstangen, während er nur wie bedröppelt dastand. Immer mehr Klamotten landeten bei ihm, bis es ihm irgendwann reichte. >> Sofia, es reicht. Probiere die Sachen doch wenigstens! <<, rief er und ich überlegte kurz. Dann marschierte ich aber Richtung Umkleide Kabinen, mein Freund direkt dahinter. Eine Angestellte sah uns entsetzt an, gab uns aber einen Türhänger mit der Zahl zehn. Ich sah sie an. Dann nahm ich mir noch zwei weitere. Ich zog wahllos ein paar der Shirts von Embrys Armen und verschwand damit in einer der Kabinen. Das rote Shirt hatte ich schon wieder ausgezogen, als ich es gerade über den Kopf ziehen wollte. Zu eng. Das nächste war zu groß und das übernächste gefiel mir dann doch nicht mehr. Und so langsam fing ich an, Embry dankbar zu sein, für seinen Vorschlag, alles anzuprobieren. Ich hätte sonst mehrere Kleidungsstücke, die mir gar nicht gefielen und nicht passten. Immer mehr der Shirts landeten auf dem Stapel ,,Nein Danke“ und schließlich blieben genau nur fünf Stück übrig, die ich wirklich nehmen wollte. Mit diesen beladen trat ich wieder zu Embry hinaus. Die restlichen ließ ich liegen. >> Die nehm ich! <<, erklärte ich und ging zur Kassa. Den verärgerten Blick der Angestellten bemerkte ich nicht, als sie in meine Kabine sah. Die T-Shirts waren schnell bezahlt und kurz darauf standen Embry und ich wieder vor dem Geschäft. >> Wohin jetzt? <<, fragte er und legte seinen Arm um mich. Ich kuschelte mich an ihn und sah mich um. >> In ein Schuh-Geschäft! <<, murmelte ich und hörte wie meinem Freund der Atem stockte. >> Aber du bist doch nicht so ein Mädchen, das ewig benötigt, passende Schuhe zu finden und dann noch einmal locker zwei Stunden, um sich zu entscheiden, oder? <<, fragte er, fast schon ängstlich. Ich kicherte. >> Nein, nicht wirklich. Aber ich habe beim Schuhe kaufen immer sehr viel Spaß. Einmal habe ich alle Schuhe in einem Gang in eine andere Schuhschachtel gesteckt, sodass sie alle komplett durcheinander waren, und ein anderes Mal, da habe ich immer den zweiten Schuh versteckt… <<, sagte ich und Embry fing an zu lachen. Wir betraten den Store und ich machte mich auf die Suche nach schönen Schuhen. Jedoch war es Embry, der die perfekten fand. Weiße Sandaletten mit einem Mini-Absatz. Außerdem funkelten die Schuhe in alle Richtungen. Ich war sofort hin und weg. Und als ich sie anprobierte, erlebte ich ein wahres Wunder. Gott waren diese Schuhe toll. Ich musste sie unbedingt mitnehmen. Gesagt, getan. Ein weiteres Sackerl gesellte sich zu uns und ich fiel dem Indianer neben mir stürmisch um den Hals. Ich war zwar auch einer, aber die Bezeichnung traf auf mich nicht wirklich zu. Meine Haut war zwar ebenfalls so rotbraun, wie Embrys und meine Haare waren auch gerade so noch in Ordnung, aber meine Augen? Welcher Indianer hatte denn grünen Augen? Und dazu noch so intensiv, wie es meine waren! Ich küsste ihn und verschränkte dann unsere Hände miteinander. >> Für was habe ich den verdient? <<, murmelte er leise und sah mich aufmerksam an. >> Dafür, dass du so wunderschöne Schuhe gefunden hast! <<, flüsterte ich zurück.

Als wir bei Jakes Auto ankamen war es bereits Nachmittag. Wir hatten ganze fünf Stunden im Einkaufszentrum verbracht, sicher drei ein halb davon in Bekleidungsgeschäften für Damen. Eine halbe Stunde in einem Männer-Laden, da ich Embry dazu überreden konnte, sich neue kurze Hosen zu kaufen, da seine immer so schnell zerrissen, wenn er wütend war. Er hatte dem seufzend zugestimmt und war nun stolzer Besitzer vier kurzer Hosen sowie zwei neuen T-Shirts. Die restliche Stunde hatten wir in einem Café, einem Supermarkt und einer Apotheke verbracht. Ich hatte dringend eine neue Packung der Medikamente benötigt, die die Regelschmerzen reduzierten. Embry hatte mich mit gequältem Blick angesehen und gefragt, ob ich öfter Unterleibsschmerzen hätte. Ich hatte wiederwillig mit ,,Ja“ geantwortet. Daraufhin hatte er mich in seine Arme gezogen und über den Rücken gestrichen. Aber was konnte er dagegen denn schon groß ausrichten?
Wir stiegen ein und ich suchte einen Sender der mir gefiel. >> Ich an deiner Stelle würde es lassen, so an Jakes Auto zu hantieren. Es ist ihm fast so lieb wie sein Motorrad! <<, meinte Embry grinsend. Ich wank ab. >> Und wenn schon. Nessie ist seine Freundin, und die ist eine Cullen, also kann sie ihm eh ein neues kaufen, falls es ihn zu stören würde. <<, erklärte ich meine Sichtweise und kicherte bei Embrys verdutzten Gesicht. Aber dann fing er an zu lachen. >> Wo du recht hast… <<.

Es war kurz nach sechs, als wir in La Push ankamen. Unsere neuen Sachen brachten wir erstmal ins Haus von Embrys Mum und fuhren dann das Auto zu den Blacks. Jake kam sogleich heraus und prüfte alles nach einem Kratzer. Ich grinste. Er würde keinen finden. Selbst ich wusste, dass ein wütender Jake alles andere als ein Spaziergang war. Paul und Jared hatten mir genug der Geschichten erzählt. Jake seufzte erleichtert auf und wandte sich dann mit einem leichten Grinsen an seinen Kumpel. >> Und, wie war die Shopping Tour? <<, fragte er und konnte sich das Lachen nur schwer verkneifen. >> Erstaunlicher Weise sogar recht in Ordnung. Sofia hat mich dazu überredet, mir neue Hosen zu kaufen. Aber das war ihr nicht genug, denn ich habe auch noch T-Shirts bekommen… <<. Jetzt prustete Jake los. >> Naja, bin ich froh das mich Nessie noch nie zu so einem Trip mitgenommen hat. Wenn sie unbedingt einkaufen gehen muss oder will, macht sie das mit Alice. Sie ist ja so ,,Shopping Verrückt“. Hey, sie könnte doch einmal mit dir shoppen gehen Sofia, oder? <<, fragte er dann an mich gewandt. Meine Augen fingen zu strahlen, sowie immer, wenn vom Shoppen die Rede war und ich nickte begeistert. >> Na dann werde ich das Alice sagen. Sie freut sich bestimmt. <<. Mit diesen Worten drehte Jake sich um, winkte uns noch einmal zu und lief dann in den Wald. Noch im Weggehen zog er sich schon sein Shirt aus. Ich sah zu Embry. >> Was machen wir jetzt? <<. Mein Freund überlegte. >> Sam und Emily? <<, fragte er dann und ich stimmte zu.
>> Sam! <<, schrie ich und rannte auf ihn zu, als ich ihn entdeckte. Sam lachte und fing mich auf. >> Hallo Kleines. Wie war das Shoppen? <<, gluckste er und setzte mich ab. >> Super! Ich konnte Embry überreden, sich auch etwas zu kaufen! <<. Sam sah ebengenannten an und prustete dann los. >> Und, wie viel? <<. >> Vier Hosen und zwei T-Shirts. <<. Sam sah mich kopfschüttelnd an. Ich grinste nur und umarmte dann Emily, die den Raum mit einem Teller Riesen-Muffins betrat. Sogleich stürzten sich die Jungs darauf. >> Wo sind die anderen? <<, fragte ich, während ich nebenbei von meinem Muffin abbiss. >> Jake ist bei Nessie, Jared und Kim machen einen Ausflug, Paul bei den Blacks. Seth, Collin und Brady haben Patrouille und Leah ist in Forks bei Sue und Charlie. <<, erklärte mir der Alpha. Ich nickte. Ich schaffte es, den Muffin ganz aufzuessen, aber dann war ich pappsatt. Embry und Sam hatten in der Zeit, die ich für einen gebraucht hatte, drei verdrückt. Plötzlich fing vor mir an etwas zu schimmern. Erschrocken schrie ich auf und sprang von der Couch. Embry war sofort bei mir, aber es war zu spät. Ich wurde durchsichtig und seine Hand glitt ins Leere. Verzweifelt versuchte er nach mir zu greifen. Und dann war ich weg.

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Meine lieben Leser und Leserinnen!

Wir nähern uns dem Ende! Ein letztes Kapitel noch!!! Aber keine Sorge, ein zweiter Teil ist schon in Arbeit! ;-)
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