Abgehauen

KurzgeschichteRomanze, Freundschaft / P16
Alistair Bann Teagen Guerrin Der Wächter (weiblich) Zevran
03.10.2018
03.10.2018
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So, ich hab mich mal an eine Kurzgeschichte gewagt. Ich  musste an die Szene mit dem besoffenen Alistair aus DA2 denken und wie Teagan ihn dort wegholt. Weil es eben als KG konzipiert ist, ist vieles nicht ausgearbeitet bzw wird verkürzt dargestellt. Bei Lob, Anregungen und Kritik lasst mir ein paar Zeilen da, ich werde antworten, sobald ich dazu komme.



Soweit es Joyce Cousland, stellvertretende Kommandantin der Grauen Wächter in Ferelden, betraf, war Arlessa Isolde ein Miststück. Ihr zwanzig Jahre älterer Mann, Arl Eamon, war nicht viel besser, eher noch schlimmer: während Isolde nur ihren Schwager Teagan manipulierte, manipulierte Eamon seinen Bruder und seine Frau. Und Alistair, aber das war eine andere Geschichte. Kurz: Ein Intrigant, wie er im Buche stand. Teagan sah schlecht aus: er hatte stark abgenommen, war unrasiert, seine Augen waren rot und sein blondes Haar stumpf, glanzlos und fettig. Auch seine Kleidung war nicht die sauberste, und er roch ungewaschen. Joyce war ehrlich entsetzt gewesen, als ihr alter Freund unangemeldet vor der Tür des Stadthauses der Couslands in Denerim gestanden hatte.
„Und in Eurem Zustand wollt Ihr Alistair zu Vernunft bringen? Auslachen wird er Euch!“
„Zumindest trinke ich nicht!“ begehrte Teagan auf.
„Wohl wahr, Eure… Droge ist eine andere!“ schnaubte Joyce.
„Ihr habt ja recht, aber...“
„Hört zu, Teagan, mir fällt es genauso schwer, das Elend mit anzusehen. Aber so wie Ihr zur Zeit wirkt, wird Euch Alistair nicht zuhören.“
„Was schlagt Ihr dann vor?“
„Dass Ihr ein heißes Bad nehmt, mit mir zu Abend esst und Euch dann ordentlich ausschlaft. Ihr seid mein Gast.“
„Das kann ich nicht annehmen!“
„O doch, Ihr könnt! Ich bestehe darauf!“
„Und Alistair?“ Joyce seufzte. Sein Neffe schien Teagan wirklich am Herzen zu liegen. Sie wollte ihm nicht unterstellen, dass er sich damit nur von seinem eigenen Elend ablenken wollte, aber die Geschichte mit Alistair lieferte ihm einen willkommenen Vorwand, um sich nicht mit seinen eigenen Problemen zu befassen.
Laut sagte sie: „Um den kümmert sich Zevran.“
Teagan war entsetzt: „Und was, wenn er ihn ins Bordell schleppt?“
„Na und? Ein bisschen Ablenkung kann ihm nichts schaden… auch Euch übrigens nicht.“ Joyce war barscher, als sie es eigentlich sein wollte; der Gedanke an Alistair im Bordell versetzte ihr einen Stich.
„Joyce, er ist der König!“ Teagan schien ihre Anspielung bewusst zu überhören.
„Er ist mit Anora als Königin geschlagen. Gönnt ihm doch das bisschen Spaß!“
„Ich gönne es ihm ja,  aber...“
„Teagan, wenn Ihr Euch daran erinnert, Maric konnte ein gewisses Teil nicht bei sich behalten,  und zwar auch nicht bei anderen Frauen als Rowan. Hat es seiner Beliebtheit als König geschadet? Nein.“
„Touché! Ihr erwähntet etwas von einem heißen Bad?“ Joyce gab einem der Bediensteten Bescheid.