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Android

OneshotLiebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Hank Anderson RK800-51-59 Connor
03.10.2018
03.10.2018
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Das Bier auf dem Tisch und den Revolver nicht weit von seiner Hand entfernt. Er hatte ihn verloren. Hank saß an seinem Küchentisch, völlig apathisch. Auch wenn er sich zuerst lautstark gewehrt hatte mit einem Stück Plastik zusammen zu arbeiten, nach allem, was sie durchgemacht haben, vermisste er Connor. Den immer adretten, meist viel zu beherrschten Androiden. Sein viel zu charmantes Lächeln und seine Naivität. Er hatte eine Bindung zu ihm aufgebaut, auch wenn er nach wie vor versuchte, dies zu leugnen.

Auf eine sonderbare Art hatte er es geschafft, das zynische Herz des Lieutenant aufzutauen. Connor hatte Fehler gemacht, aber wenn es hart auf hart kam, hatte der Blaublütige sich stets zwischen ihn und eine Kugel geschmissen. Und dass er ihm dieses Verhalten nicht wirklich erklären konnte, hatte ihm das Gefühl gegeben, von dieser Maschine gemocht zu werden. Dann aber die Situation im Park, Connor ist kein Abweichler. Er handelt im Sinne der Mission. Vielleicht hatte er ihn nur gerettet, da er für die Mission wichtig war.

Doch als sie bei Kamski waren und Connor das Androiden-Mädchen nicht erschießen konnte… hatte es bei Hank Klick gemacht. Und er glaubte, dass er es offenbar früher wusste, als Connor. Doch jetzt? Nachdem er im DPD ordentlich Tumult gemacht hatte, um Connor Zeit zu verschaffen, war der Android spurlos verschwunden. Seitdem wartet er. Auf die Nachrichten im Fernsehen, auf eine Meldung aus der Zentrale, irgendwas.

Zrrrrrr! Als die Türklingel ihr mechanisches Surren von sich gab, hob Hank den Kopf. Es war sehr spät geworden, als er einen flüchtigen Blick auf die Küchenuhr warf, schon nach Mitternacht. Er stand etwas schwankend auf, nachdem er stundenlang hier gehockt hatte und schlurfte zur Tür.

Als er diese aufmachte, beschleunigte sich sein Herzschlag dramatisch. „Connor?“ der junge Mann war völlig durchnässt und hatte auch völlig andere Kleidung an als sonst. Er trug eine Mütze, hatte normale Straßenkleidung an wie jeder junge Mann es täte. Ohne seine Androiden-Uniform wirkte er wirklich… menschlich. Obwohl es draußen schneite, schien ihm die Kälte nichts auszumachen, noch dazu in seinem Zustand. „Hallo Lieutenant. Darf ich reinkommen?“ fragte er direkt mit seiner angenehmen Stimme.

Hank trat zur Seite und ließ den triefenden Detektiv hinein, der eine tropfende Spur hinter sich herzog. Dies schien ihm aber völlig egal zu sein. Hank schloss die Tür wieder und ging an Connor vorbei. Dann drehte er sich wieder zu diesem um und wartete mit verschränkten Armen auf eine Erklärung. Ein Moment der Stille trat ein, ehe Connor begann. „Ich bin hier, um mich zu verabschieden.“ Erklärte er kurz. Hank hätte damit rechnen können. Dennoch traf ihn diese Aussage wie ein Schlag. Immerhin hatte er diesen seltsamen Androiden wirklich gern gewonnen, hatte ihn gerade erst wieder gesehen, und nun sollte er sich wirklich verabschieden?

„Wieso verabschieden?! Connor, was ist passiert?“ Hank wirkte wütend. Connor war überrascht über diese Reaktion. Er hatte zwar bemerkt, dass Hank sich ihm gegenüber immer freundlicher verhalten hatte. Aber das war anders. Er befahl ihm förmlich zu erzählen. Trotz seiner gerade erlangten Freiheit, als er Markus gegenüber stand, kam er dem Befehl nach.

Doch er zögerte noch einen Moment. Das war Hank offenbar nicht schnell genug. „Connor!“ brüllte er, trat bedrohlich einen Schritt auf ihn zu. Connors LED blinkte plötzlich gelb. Dem Lieutenant fiel dies aber nicht auf. Angesprochener blickte auf, sah den Zorn in Hank Augen, aber auch eine gewisse… Sorge? „Scheiße, was ist passiert, nachdem ich dir den Rücken freigehalten habe!?“ stieß er schnaufend aus.

Ein leichtes Nicken kam von Connor, dann begann er zu erzählen. „Ich habe Jericho gefunden“, Hank entglitt jegliche Mimik. Connor stockte, als er das wahrnahm. „Was hast du getan?“ flüsterte Hank, befürchtete Schlimmstes. Nach allem, was er erlebt hatte, nachdem Cole gestorben war und nun diese Fälle mit Connor bearbeitet hat, nach dem Besuch beim CyberLife-Gründer, nach all dem hatte er feststellen müssen, dass er mittlerweile die Androiden als die besseren Menschen sah.

Connor blickte zu Boden. „Ich bin den Hinweisen gefolgt, bis ich es erreicht hatte. Ein alter Tanker bot den vielen Abweichlern Zuflucht. Und ich habe Markus gefunden. Das FBI ist meinem Tracking gefolgt und hat das Schiff gestürmt. Es war das reinste Chaos. Doch die Abweichler haben das Schiff gesprengt. Perkins und seine Leute mussten sich zurückziehen, und einige Abweichler konnten entkommen. Aber viele sind dem FBI zum Opfer gefallen.“ Erklärte Conner schnell und sachlich, blickte aber nicht auf.

Es blieb still. Hank versucht das alles zu verarbeiten. „Warum bist du hier?“ fragte Hank. Diesmal nach dem wahren Grund. Connor blickte auf. Sein Blick war anders. Hank kannte diesen Androiden mittlerweile. Kannte seine vielen Gesichter. Fragend, naiv, zornig. Dinge, die zu einem androiden Ermittler passen würde. Aber auch sein Lächeln, seinen Sarkasmus, seine Güte und sogar seine Augen, wenn er nicht weiter weiß. Etwas, das nicht zu einer Maschine passt. Doch dieser Blick, der war neu. Hanks Herz setzte einen Moment aus. Dieser Blick…

„Nach allem, was wir zusammen durchgemacht haben Lieutenant, dachte ich mir, Sie verdienen die Wahrheit“, Hank hielt unbewusst die Luft an, sein Herz stolperte. „Welche Wahrheit? Scheiße, Connor, welche Wahrheit?!“ knurrte er. „Hank… ich bin einer von ihnen. Ich habe mich Markus angeschlossen und ihm geholfen mit seinen Leuten zu entkommen. Ich komme gerade vom Schiff. Wir sind ins Wasser gesprungen, was der Grund meines momentanen Erscheinungsbildes ist. Und ich werde jetzt wieder gehen, um…“, doch weiter kam er nicht, da stürmte Hank auf ihn zu, packte Connor am Kragen und schlug ihn hart gegen die Wand hinter ihm.

Ein schmerzhaftes Keuchen entwich dem Blaublütigen, seine LED leuchtete rot. Damit hatte er nicht gerechnet. Hank stützte sich gegen ihn, übte so viel Druck wie möglich aus. „Du Scheißkerl! Ich wusste es!! Sag‘ mir, Connor, spürst du das? Spürst du den Schmerz, wenn ich dir wehtun will?“ bedrohlich funkelten Hanks Augen die verblüffte KI an. „Hank, ich spüre alles, was ein Mensch auch spürt. Vielleicht auf andere Weise, aber dennoch vergleichbar. Ich spüre ihre Hände an meiner Brust, ihren nach Bier riechenden Atem in meinem Gesicht. Nur im Gegensatz zu Ihnen, Lieutenant, spüre ich auch, dass Ihr Puls viel zu hoch ist. Sie sollten…“, Connors Augen weiteten sich erschrocken, als er plötzlich Hanks Lippen auf seinen spürte.

Der Lieutenant hielt ihn immer noch am Kragen, doch er presste nun seinen ganzen Körper gegen den des Androiden. Ihm war scheißegal, ob dieser nach wie vor triefend nass war. Der Ältere bewegte seine Lippen, forderte die Maschine auf, sich ihm hinzugeben. Connor war überfordert. Sein noch so logisches Hirn konnte dies nicht verstehen. Und etwas in ihm übernahm die Oberhand. Etwas, das er erst vor kurzer Zeit freigelassen hatte und bis jetzt noch gar nicht wusste, dass es frei war. Und es gefiel ihm. Keinen Augenblick später gab er sich diesem Kuss hin, spürte die rauen Lippen des anderen, schmeckte diese Mischung aus Bier und Hanks eigenem, herben Geschmack.

Hank konnte nicht mehr an sich halten. In seinem tiefsten Innersten hatte er sich erhofft, dass Connor eines Tages frei ist. Und dass er dann zu ihm kommt. Und als dies plötzlich tatsächlich eingetreten war, konnte er ihn nicht gehen lassen. Doch er wollte wissen, was dieser Android tatsächlich kann. Er wollte nichts von einer Maschine. Er wollte Connor, mit allem was dieser zu bieten hatte. Und offenbar war das eine ganze Menge.

Es war Connor, der anfing, den Kuss neu zu erfinden. Der junge Mann begann sanft an Hanks Lippen zu knabbern und tippte mit seiner erstaunlich heißen Zunge dagegen. Hank war überrascht, als er die feuchte Zunge des Jüngeren in sich spürte. Doch genoss er dieses Gefühl, seine Zunge lechzte seiner entgegen. Sie erkundeten einander, umspielten sich genüsslich. Nach einiger Zeit dieser Behandlung war Hank völlig neben der Spur. Er wusste, er wollte nur noch eines und ihm ging die Luft aus.

Keuchend löste er sich von dem Jüngeren. Dieser blickte ihn verwirrt und, was ihn sehr freute, enttäuscht an. Hank löste den Klammergriff von Connors Kragen. Schnell streifte er die schwere Lederjacke von seinen Schultern und ergriff Connors Hand. Bestimmt ging er durch das kleine Wohnzimmer und zog ihn hinter sich her, direkt ins Schlafzimmer. Mit Schwung schlug er die Tür hinter sich beide zu und drückte Connor dagegen, presste seine Lippen erneut auf die kühlen, aber so sinnlichen Lippen des anderen.

Jedoch ließ Hank schnell wieder von ihm ab. Mit einer schnellen Handbewegung hatte er die vollgesogene Mütze von Connors Kopf gezogen und warf sie mit einem saftigen Geräusch auf den Boden. Die sonst so perfekte Frisur des Jüngeren fiel nun wild in seine Stirn. Die großen braunen Augen fixierten Hank. „Was hast du vor?“ fragte Connor. Naiv. „Dir zeigen, was es heißt, frei zu sein“, murmelte Hank als Antwort. Liebevoll strich er eine Strähne aus Connors Auge, welcher ihn immer noch musterte, als würde er ihn lesen wollen. Dann stockte Hank. „Scheiße, war das kitschig.“ Blickte einen Moment erschrocken, dann belustigt auf seinen Partner. Auch dieser musste grinsen. „Das passt gar nicht zu dir, Hank.“

„Mir gefällt es, wenn du meinen Namen sagst.“ Gestand dieser. Connors Augenbrauen zogen sich irritiert zusammen. „Hank? Wieso?“ Genannter zuckte mit den Schultern. „Besser als Lieutenant Anderson. Und passt besser zu dieser Situation.“ Connor überlegte kurz, und grinste dann. „Da hast du Recht.“ Connor ahnte, was Hank vorhatte. Und er wollte es ausprobieren. Mehr von sich erfahren. Was er alles verpasst hat, als er noch von Amanda kontrolliert wurde.

Also hob er die Hände und legte sie auf Hanks Brust, schob seinen Partner Richtung Bett und stieß ihn um, sodass er auf eben jenem landete. Hank grinste verdorben und war gespannt, was der Android plante.  Dieser setzte sich frech rittlings auf dessen Schoß und beugte sich vor, führte ihre Lippen wieder zusammen. „Ey, Schuhe aus, die dreckigen Treter kommen nicht aufs Bett.“ Schimpfte Hank in den Kuss hinein. Lachend entfernte Connor seine Sneakers. Er stand wieder auf und legte sie ordentlich an die Wand. In dem Zuge nahm er die Mütze und legte sie auf die Heizung.

Hank beobachtete ihn dabei und musste grinsen, fuhr sich aber hoffnungslos mit der Hand durchs Gesicht. Nun kam der Android wieder auf ihn zu und setzte sich wieder. Connor fuhr mit seinen Händen über Hanks Oberkörper, fuhr ihm direkt an den Saum des T-Shirts und zog es ihm über den Kopf. Ein erstaunlich trainierter Körper erschien vor ihm. Und dieses Staunen stand in sein Gesicht geschrieben.

Hank lachte heiser, als er den Blick Connors wahrnahm. „Ich bin zwar alt, aber immer noch Lieutenant und habe eine gewisse Verpflichtung fit zu bleiben. Und ich glaube, jetzt übernehme ich“, endete er Connors Sprachlosigkeit. Er schlang die Arme um den trainierten, schlanken Körper des Androiden und warf sie beide herum. Connor lag mit dem Rücken längs auf dem Bett und blickte hinauf in ein verschmitzt grinsendes Gesicht. Und es setzte einen seltsamen Prozess in seinem Körper frei, dass dieses Gesicht mit diesem Ausdruck wirklich gut aussah.

Und dann spürte er, dass er noch immer seine Beine um den Lieutenant geschlungen hatte. Dieser beugte sich zu ihm hinunter. Aber statt ihm einen Kuss zu gestatten, wie Connor eigentlich erwartet hätte, wanderte Hank rechts an Connors Hals. Hier liebkoste er die eigentlich sensible Haut mit sanften Küssen. Vorsichtig biss er hinein, und bahnte sich einen Weg zu Connors Ohr. Entlang der dünnen Haut konnte sich der Jüngere nicht erklären, was da mit ihm passierte. Hanks Berührungen veränderten seinen Körper. Er spürte, wie sein blaues Blut viel schneller als normal durch seine Schläuche gepumpt wurde, dabei war er keiner körperlichen Anstrengung ausgesetzt. Seine Augen zuckten unkontrolliert über die Decke, sahen aber nichts dabei. Und plötzlich entkam ihm ein leiser Ton. Er konnte es nicht zurückhalten, es kroch durch sein Inneres und wollte raus.

Hank war zwar überrascht, es tatsächlich geschafft zu haben, von Connor ein Stöhnen zu hören, doch noch mehr erfreute ihn diese Tatsache. Und spornte ihn an. Und erregte ihn. Ja, der Jüngere war scheiße schön. Das war mit das erste, dass er gedacht hatte, als er ihn gesehen hatte. So ein scheiß-schöner Android soll sein Partner werden. Und jetzt war er froh darum. Vorsichtig knabberte er an Connors Ohrläppchen und er konnte dieses vorsichtige, aber ehrliche Stöhnen noch einmal genießen.

„Connor“, hauchte der Lieutenant. Connor überfiel ein rasendes Gefühl auf der Haut. Seine verwirrte Datenbank teilte ihm mit, dass er eine Gänsehaut hatte. Den heißen Atem direkt an einem seiner empfindlichsten Sensoren zu spüren und diese tiefe, knurrende Stimme lösten diese Reaktion aus. „gefällt dir, was ich hier tue?“ Connor stockte, versteifte sich kurz. „Ich… glaube schon.“ Hank musste lachen. „Du glaubst?“ murmelte er weiter am schlanken Hals des Braunhaarigen, setzte seinen Weg fort und schenkte jedem Zentimeter Haut einen Kuss.

Hank richtete sich wieder auf und blickte den verunsicherten Connor an. Ein sanftes Lächeln überflog nun Hanks Lippen. „Du weißt aber, was ich mit dir vorhabe, oder?“ fragte er grinsend. Er konnte beobachten, wie Connor schluckte. Ein leichtes Nicken folgte. Und er konnte nicht glauben, was er dazu beobachten konnte. Connors Wangen röteten sich. Ein leichter rosa Schimmer legte sich um seine Nase und er sah damit so süß aus, unschuldig. „Möchtest du das auch?“ Connors Beine waren mittlerweile auf das Bett gesunken. Vor Anspannung hatte er sie angewinkelt, während Hank zwischen ihnen kniete. „Jah.“ Hauchte Conner. Seine Stimme hatte sich verändert. Sie wirkte dunkler und heiser. Hanks Taten ließen den Androiden offenbar nicht kalt.

Nun machte sich Hank an der Kleidung Connors zu schaffen. Er zog ihn am Hemd in eine sitzende Position und fing die kühlen Lippen erneut ein. Augenblicklich drängte sich Connors Zunge nach vorn und forderte mehr. Heiß umschlangen sich die feuchten Zungen. Dabei entledigte Hank ihn des Hemdes und machte direkt bei dem Sweatshirt weiter. Dadurch wieder getrennt drückte der Ältere seinen Partner wieder in die Kissen und musterte den freien Oberkörper. „Scheiße“, murmelte er nur gedankenverloren. Er musste sich wohl damit abfinden, dass alles an diesem Androiden schön war.

Connor beobachtete Hank, versuchte herauszufinden, was er dachte. Und was das Fluchen diesmal zu bedeuten hatte. „Stimmt etwas nicht?“ fragte er daher. Hank gluckste. „Nein. Ich habe nur gerade gedacht, welch ein Glück ich habe, den verdammt schönsten Androiden als Partner zu haben.“ Connors Augen weiteten sich ob der Aussage. Lange Zeit darüber nachzudenken hatte er nicht. Hank beugte sich wieder zu ihm hinab und führte seine Tortur weiter. Seine Lippen streiften über das markante Schlüsselbein, seine Zunge leckte sanft darüber und fuhr dann tiefer, zu Connors Brust und den rosa aufragenden Brustwarzen. Zuerst widmete er sich der linken. Saugte sanft daran und biss dann vorsichtig hinein. Ein überraschend lautes Keuchen schlug ihm entgegen.

Connor wusste gar nicht, was mit ihm geschah. Hanks Berührungen lösten so seltsame Reaktionen in ihm aus. Nie hatte er beabsichtigt diesen Laut von sich zu geben. Aber als der leichte Schmerz durch diesen sensiblen Punkt seines Körpers schoss, pulsierte ein Gefühl in ihm, das ihn dazu zwang. Er spürte die Lippen des anderen Mannes auf ihm, seine feuchte Zunge, die eine kühle Spur hinterließ. Seltsam, draußen in der Kälte waren ihm die Temperaturen völlig egal, doch hier und jetzt? Er spürte Hitze in sich.

Hank bewegte sich zu der rechten Brustwarze, behandelte sie ähnlich wie die andere, während er die linke weiter mit den Fingern streichelte und ein wenig an der sensiblen Haut drehte. Er war fasziniert davon, wie echt sich diese Haut anfühlte. Und dennoch war Connors Körper fiel härter als normales, menschliches Fleisch. Dass sich sein Körper wärmer anfühlte als gerade noch, schob er auf die nasse Kleidung.

Als er sich wieder ein wenig erhob, um Connors Reaktion zu beobachten, bemerkte er zuerst die gelb leuchtende LED. Ein Funken Sorge durchzuckte ihn. „Connor“, flüsterte er. Der Angesprochene öffnete die Augen, auf seinem Gesicht war ein Ausdruck, den Hank zwischen Verwirrung und Verzückung einordnen würde. „Connor, geht es dir gut? Deine LED leuchtet gelb, ich… mache mir Sorgen.“ Erklärte sich Hank vorsichtig, wollte den Jüngeren nicht noch unnötig stressen. Connor war verwundert, blickte kurz an Hank vorbei, Hank wusste, er checkte gerade sein System auf Fehler.

Danach begann die LED abwechseln blau und gelb zu kreisen. Hank zog verwundert die Augenbrauen hoch. „Was hat das denn zu bedeuten?“ fragte er irritiert. Connor lächelte. „Es geht mir gut. Mein System wird nur gerade mit jeder Menge neuen Reizen überflutet. Da muss meine, ähm, Festplatte erst mal hinter her kommen.“ Erklärte Connor es ihm. Einen Moment blieb es still, da musste Hank anfangen zu lachen. „Heißt das, ich muss hin und wieder innehalten, damit deine Festplatte aufholen kann?“ grinste er. Jetzt musste Connor auch grinsen. „Nein, bitte mach‘ weiter.“ Hauchte er zum Schluss. Ein aufgeregtes Funkeln schlich sich in die braunen Augen.

„Darauf kannst du deinen süßen Arsch verwetten.“ Und Hank senkte seine Lippen wieder an Connors Brust, fuhr sanft weiter hinab. Nun waren es seine Hände, die sich auf Wanderschaft machten. Sie strichen über Connors wohlgeformte Brust, entlang seinen Seiten. Erst sanft, dann immer fordernder ertastete Hank jedes Fleckchen perfekter Haut, bis seine Finger sich an der Hose zu schaffen machte, die er auch sogleich samt Boxershorts ausrupfte.

Connor lag plötzlich völlig entblößt vor seinem Partner. Unkontrolliert schoss ihm die Röte nun voll ins Gesicht und er sah Hanks sanftes Lächeln, was ihn irgendwie beruhigte. Und nun registrierte er auch sein sonst so vernachlässigtes Stück Hardware. Als Hank seine übliche Kleidung entfernt hatte, blickte dieser ebenfalls ein wenig überrascht auf das sehr echt wirkende Glied, welches ihm schon sehr steif präsentierte wurde.

Plötzlich legte Connor einen Arm quer über seine Augen und blickte weg. Seine Wangen waren gerötet und er seufzte schwer. Hank stellte fest, dass es vielleicht wirklich alles etwas viel war für ihn. „Hey, Connor“, rief er ihn sanft, doch er rührte sich nicht wirklich. Doch Hank realisierte gerade, dass der Jüngere unter ihm angestrengt atmete, dabei dachte er immer, Androiden bräuchten keine Luft.

Er griff vorsichtig Connors Arm, und konnte diesen von dem schönen Gesicht nehmen. Der Blick, welcher ihn nun traf, ließ sein Herz kurz aussetzen. Connors Augen wirkten vernebelt und sogar etwas wässrig. „Connor! Ist alles in Ordnung?“ Sorge durchzog den Lieutenant. „I-Ich weiß nicht… ich fühle mich merkwürdig… Hank, was tust du da mit mir?“ fragte er und wirkte fast ängstlich.

Hank schwieg, überlegte angestrengt, wie er mit dieser Situation umgehen sollte. Und dann zog er Connor an beiden Händen zu sich in eine sitzende Position. Jetzt erst sah er, dass Connors LED gelb leuchtete und in regelmäßigen Abständen rot blinkte. Er musste was unternehmen. „Connor. Es ist alles in Ordnung. Du bist hier in Sicherheit. Hier kannst du sein, wer du willst. Hörst du mich?“ musternd wartete Hank auf eine Antwort. Connor fing an, sich zu fokussieren und blickte Hank in die Augen. Er fixierte sich auf die Augen seines Partners und erstaunlicherweise gab ihm das tatsächlich ein Gefühl von Sicherheit. „Ja, ich höre dich. Entschuldige, ich bin etwas durcheinander.“

Hank viel ein Stein vom Herzen, das klang schon eher wie Connor. „Erschreck‘ mich doch nicht so!“ schnaufte er und musste grinsen. Connors LED blieb gelb. Kurz blieb es still und es war etwas unangenehm. Connor saß entblößt vor seinem Partner und wusste nicht, was er tun sollte. Aber Hank schon. Er griff erneut Connors Hände und legte sie an seine Hose, gab ihm zu verstehen, dass er ihn ausziehen sollte. Und Connor begriff, dass es vielleicht einfacher wäre, wenn sie beide nackt wären. So etwas wie nackt… gab es für ihn nicht, bis jetzt.

Tatsächlich wirkte diese Geste und Connor fing an die Knöpfe von Hanks Jeans aufzuknöpfen. Seine Biokomponente, die Menschen als Herz bezeichneten, schlug heftig. Es war aufregend und es ließ sein Thirium in seine ersteifte Hardware schießen. „Darf ich dich was fragen, Connor?“ fragte Hank schon längst. Und Connor musste grinsen, konnte seinen Besserwisser nicht drinnen behalten. „Das hast du gerade.“ Hank konnte ein genervtes Stöhnen nicht unterdrücken, lächelte und nahm es als Zustimmung. „Warum hast du eigentlich einen Penis?“ Hank kam sich vor wie ein Grundschüler, aber in diesem Fall war die Frage seiner Meinung nach durchaus berechtigt. Warum sollte ein Android, der als Prototyp eines Ermittlers eingesetzt wird, vollständig ausgestattet sein.

Er wusste, dass die Prostituierten, wie sie auch im Eden Club eingesetzt werden, alle menschlichen Organe besitzen, die sie für ihren Job brauchen. Aber einfache Hausmädchen oder Babysitter, solche Androiden, die es nicht brauchen, haben diese Möglichkeiten nicht. Connor stockte kurz, seine LED blinkte kurz schnell rot, beruhigte sich aber schnell wieder. „Ich bin mir nicht ganz sicher… aber ich glaube, man hat es mir als fortschrittlichster Prototyp für verschiedene Möglichkeiten gegeben.“ Hank stutzte. „Was für Möglichkeiten?“ hakte er direkt nach, viel zu neugierig, um es nicht zu tun. „Nun ja, auch in Ermittlungen kann es dazu kommen, dass ich Überzeugungsleistung durch sexuelle Gefallen leisten kann. Außerdem wäre es Verschwendung, wenn ich nach dem Praxistest als Ermittler-Prototyp wieder auf den Müll komme. Somit hat man sich andere Zweige der Wirtschaft zu Versuchszwecken offen gehalten.“ Connor wirkte bedrückt.

Hank realisierte, dass er sich dieses Wissen gerade aus irgendeiner gottverdammten Datenbank gezogen hatte. Und es legte offen, welch grausame Wesen Menschen sein konnten. Sanft legte der Lieutenant seine Finger an Connors Wangen, streichelten beruhigend darüber und zogen ihn in einen vorsichtigen Kuss. Connor grinste, als sie sich lösten. „Das hat alles viel zu düstere Züge angenommen. Ich will endlich mehr!“ und eine plötzliche Gier legte sich in seine Stimme. Hank war überrascht, doch schoss ihm bei den dunklen, lüsternen Augen des Jüngeren das Blut in die Lenden. „Dann sieh‘ zu, dass ich diese scheiß Fetzen hier loswerde.“ Knurrte er als Antwort.

Das ließ sich Connor nicht zweimal sagen und beeilte sich nun, den lästigen Rest Stoff von Hank zu entfernen.  Doch von der ganzen Aufregung zitterten seine Hände. Seine Hände haben noch nie gezittert. Es muss an der seltsamen Zusammensetzung seines Thirium liegen. Bei seinem Check in der Datenbank wurde ihm eine veränderte Mischung seines Treibstoffes mitgegeben, die jedoch wohl unbedenklich ist.

„Verdammt, es reicht!“ rief er zornig und riss die Jeans auseinander als wäre sie aus Watte. „Connor!“ rief Hank ebenso erzürnt. Doch ehe er wirklich wütend werden konnte, hatte der Abweichler eine Hand in seinen Nacken gelegt und zog den Älteren in einen heißen Kuss. Schnell jedoch trennten sie sich wieder und Connor griff an den Bund der schwarzen Boxershorts. Ohne sie unbrauchbar zu machen zog er sie Hank von den Hüften und nun saß der Lieutenant ihm nackt gegenüber. Die LED blinkte kurz Rot, dann fing sie an dauerhaft gelb zu blinken.

Hank grinste. „Ob ich jemals verstehen werde, was deine kleine Taschenlampe zu bedeuten hat?“ murmelte er mehr zu sich selbst, doch Connor bekam es natürlich trotzdem mit. Auch er lächelte. „Ich kann dir gern mein Handbuch runterladen.“ Hanks Augenbrauen schossen in die Höhe, ein leises Lachen folgte. „Nein danke, ich hab‘ da schon ganz andere Ideen das rauszufinden.“ Nun war es Connor, der verwundert die Augenbrauchen hochzog. „Wie meinst du das denn?“ Hank schüttelte leicht den Kopf und beugte sich zu Connor hinab. „Das wirst du schon sehen.“ Und legte seine Lippen auf Connors. Sie verschmolzen, Lippen an Lippen, Zunge an Zunge. Auch wenn Connor es nach wie vor nicht verstand, so gab er sich dem ganzen endlich hin.

Und Hank wollte auch mehr. Genug des Geredes und des Vorspiels. In den Kuss vertieft nutzte er seine Position zwischen Connors Beinen und drängte sich seinen Lenden entgegen. Die plötzliche Berührung an seiner absolut empfindlichsten Hardware ließ Connor ungewollt aufschreien. Connor riss die Augen auf und warf den Kopf ins Kissen. Hank konnte ein leises Knurren ebenfalls nicht unterdrücken, als sich ihre Glieder berührten. Gott, der Jüngere war aber auch zu schön anzusehen.

„Was war das?!“ rief Connor entsetzt, und völlig außer Atem, und irgendwie auch so, als fand er es nicht schlecht. „Das, Connor, ist dein Penis. Und jetzt zeige ich dir, was man damit alles machen kann.“ Hank grinste völlig unverfroren und äußerst unanständig, dass Connor nicht anders konnte, als grinsen und dem Lieutenant vertrauen.

Doch dieser entfernte sich von ihm und wanderte mit federleichten Küssen seinen Hals hinab und wiederholte die Tortur vom Anfang noch einmal. Dieses Mal allerdings blieb er länger an der wohlgeformten Halsbeuge des jungen Ermittlers, saugte stark daran. Connor stöhnte, ein leichter Schmerz durchzog ihn, aber das Gefühl auf seiner Haut war aufregend. Hank wich zurück und musterte ihn kurz. Eher die Stelle, an der er gerade war. Kurz grinste er und schlich sich dann weiter Connors bildschönen Körper hinunter.

Etwas vorsichtiger leckte er mit seiner Zunge einmal ganz entlang des Schafts des androiden Gliedes. Connor erstarrte, sein Atem stockte, ehe er ihn keuchend wieder hinausließ. Nun nahm der Lieutenant das Prachtstück ganz in den Mund, schloss die Lippen um die Eichel und umspielte sie mit seiner Zunge. Obwohl er selbst noch nie mit einem anderen Mann solche Dinge getan hatte, war er völlig selbstsicher in dem, was er tat.

Connor hatte das Gefühl, sein System würde gleich überhitzen. Diese Bewegungen von Hanks Mund und Zunge um sein Zentrum waren überwältigend. Er wusste ganz genau, dass seine LED gerade rot-gelb blinkte, aber es fühlte sich fantastisch an. Diese Behandlung entlockte ihm einen süßen Ton nach dem anderen.

Auch wenn Hank diese Töne nur zu schön fand, er wollte einen Schritt weiter gehen. Er nahm seine Hand hinzu, pumpte das Glied im selben Rhythmus wie sein Mund, jedoch sorgte er nur dafür, dass seine Finger benetzt waren mit seinem Speichel, ehe er einige Zentimeter weiter wanderte und anfing, Connors erstaunlich weichen Eingang zu massieren. „Hank!“ rief dieser überraschte, bäumte sich auf, ehe er zittrig zurück ins Laken fiel. Angesprochener blickte auf, ließ von ihm ab und musterte das verzückte Gesicht des Jüngeren. Dieser blickte ihn nun an, ein erregtes Schimmern in den Augen. „Hank“, hauchte er heiser, „bitte Hank, was auch immer du da tust, mach‘ weiter.“ Flehend blickten diese Dackelaugen zu ihm auf.

Wie sollte er denn so wiederstehen? Hanks Herz pochte laut und kräftig, es hatte ihn sehr erregt, diese Dinge mit Connor anzustellen. Er wollte mehr, bis der Kleine nicht mehr wusste, wie ihm die Drähte standen. Bis er weiß, dass er ihn nie wieder verlassen sollte. Von dem, was Connor ihm erzählt hatte, ahnte er, dass der Jüngere keine weitere Vorbereitung benötigte. Seine Hände legten sich fest an Connors Hüfte und zogen ihn zu sich heran. Ein überraschter Laut entfloh den sinnlichen Lippen. Connors braune Augen blickten ihn erwartend an. Sein Blick verriet aber auch, dass er nicht wusste, was auf ihn zukam.

Kurz hielt der Lieutenant inne und blickte seinen Partner an. „Connor“, hauchte er „sollte etwas nicht stimmen, darfst du das jederzeit sagen. Wir können sofort aufhören, wenn es dir nicht gefällt.“ Auch wenn er hoffte, dass Connor kein Rückzieher mehr machte, so war ihm sein Wohlergehen viel wichtiger. Connor dachte kurz darüber nach, blickte ihm weiter in die Augen. „Bitte Hank, ich will mehr.“ Flüsterte er lüstern.

Hank biss sich auf die Unterlippe, der Junge war einfach verboten erotisch. Noch einmal beugte er sich vor, zog die anderen Lippen in seinen Bann, ließ das Zungenspiel seine Erregung weiter steigen, wenn das überhaupt möglich war. Noch während sie im Kuss vertieft waren, setzte der Ältere sein Glied an den weichen Eingang Connors und drang vorsichtig in ihn ein.

Augenblicklich löste sich der Kuss, Hank keuchte angestrengt. Connor war überraschend eng. Soweit es ihm möglich war, machte er sich Sorgen, dass es zu früh war, dass er ihn doch hätte vorbereiten sollen. Doch das Geräusch, das Connor plötzlich von sich gab, entglitt jeglicher Logik. „Scheiße, Hank!“ rief er stöhnend. Dieser hielt inne, brauchte die Pause, um sich zu sammeln und nicht gleich in den Jüngeren zu stoßen. „Seit wann… fluchst du?“ fragte Hank zwischen zwei Atemzügen. Connor war kaum in der Lage, noch mehr aufzufassen, als dieses Gefühl. „Hank! Bitte! Verdammt!“ mehr brachte er nicht hervor, stellte dabei fest, dass er sich bewegen konnte und wand sich Hanks bestem Stück entgegen.

„Oh Gott, Connor!“ zischte dieser auf diese Bewegung hin. Jegliche Selbstbeherrschung war über Bord und er zog den Jüngeren mit einem Ruck zu sich heran und versenkte sein pochendes Glied tief in das heiße Innere des Jüngeren. Und es war fantastisch. Eine Welle heißer Ekstase durchflutete ihn, doch es reichte noch lange nicht. Connor krallte sich verzweifelt in das Laken unter ihm und schrie. Seine Sensoren waren völlig überdreht, seine LED blinkte rot und einfach alles in ihm war zum Zerreißen gespannt. Er spürte, wie sich sein Körper um Hanks Glied schloss, wie sein Innerstes massiert wurde von dem pulsierenden Phallus, der sich nun langsam wieder seiner entzog.

Dieser irrsinnige Rausch in sich ließ Connors Komponenten verrücktspielen, sein sonst so logischer Verstand schaffte es nicht, die Flut zu verarbeiten. Doch das, was er freigelassen hatte, konnte es. Und es wollte mehr. „Fuck, Hank!“ keuchte Connor, sie blickten sich an. Der Android stockte, als der Lieutenant nochmals in ihn stieß. Funken blitzten hinter seinen Augen, ehe er die blauen Augen seines Partners wieder einfing. Bestimmt griff er in dessen Nacken, zog ihn zu sich und küsste ihn leidenschaftlich. Connor biss ihm in die Unterlippe, leckte ihm über die Zunge.

Hank schmiegte sich an den schönen  Körper des Jüngeren, spürte die Hitze des Körpers unter ihm. Immer wieder stieß er ihn den harten Körper, bewegte sich der Hüfte des anderen entgegen, welcher erstaunlich viel Bewegung zeigte, für seine anfänglichen Zweifel. Der Kuss brach ab, Hank brauchte Luft, doch legte er seine Lippen direkt an die Halsbeuge seines geliebten Androiden. Sein Unterleib war kurz davor zu zerbersten. Reine, pure Lust durchflutete ihn mit jedem tiefen Stoß, den er dem Unerfahrenen zumutete. „Connor“, entglitt ihm ein letztes Mal.

Der heiße Atem, der über seinen Hals strich, die Lippen an seiner Haut, die tiefen Stöße in sein bebendes Inneres. Connor keuchte flehentlich, sein blaues Blut pulsierte in seinem Körper, es fühlte sich beinahe kochend heiß an. Als Hank sich eng an ihn schmiegte und seinen Namen hauchte, war alles aus. Er beugte den schlanken Rücken durch, seine Hände krallten sich ins Laken und in Hanks Haare. Es wurde ein Prozess in Gang gesetzt, der sein Blut förmlich zu Lava machte, der seinen ganzen Körper erzittern ließ. Sein Herz raste und hämmerte gegen seine nackte Brust. Er schloss die Augen, vor ihnen explodierte ein Feuerwerk von bunten Farben. Warme farblose Flüssigkeit spritzte ihm auf den Bauch. Dieses Gefühl… Connor schrie.

Einen Moment lang war es völlig still. Bis auf Hanks schwerer Atem, und auch Connors Atem war darunter zu hören. Erschöpft stützte sich Hank auf seine Hände und blickte auf Connor hinab. Dieser hatte die Augen noch kurz geschlossen, ehe er die Lider aufschlug und den Älteren ansah. Hank sah eine feuchte Spur entlang seiner Schläfen… Tränen? Konnten Androiden weinen? Moment… viel wichtiger war: Warum?

Er legte sanft eine Hand an Connors Wange. Ein Lächeln legte sich auf Connors Lippen, auch er griff hoch zu seinem Partner, strich über die raue Wange, fühlte die Barthaare unter seinen Fingerspitzen, die erhitzte Haut darunter. Hanks Blick wanderte kurz zur LED, welche sanft blau leuchtete. Das beruhigte ihn sehr, doch es sagte ihm nicht genug. „Alles in Ordnung?“ fragte er also vorsichtig. Connor nickte sofort. Hank musterte ihn noch einen Moment, ehe er beschloss, sie beide erst zu reinigen.

Stöhnend entzog er sich aus dem heißen Androiden, welcher überrascht die Augen aufriss, ehe er wieder entspannter wirkte. Der Lieutenant griff nach einigen Tüchern von seinem Nachttisch und strich über Connors Bauch, der fasziniert zuguckte. Mit einem geschickten Wurf hatte er den Ball in den Eimer befördert und gab Connor seine Boxershorts, zog sich seine selbst an und legte sich neben den Kleinen aufs Bett.

Dieser blickte erst nur an die Zimmerdecke, seine LED blinkte, er schien alles zu verarbeiten. Hank wollte nicht untätig daneben liegen. Also rollte er sich auf die Seite und zog Connor an sich, ließ dessen Rücken an seiner Brust ruhen und umschlang ihn mit einem Arm. Sein Gesicht vergrub er im Nacken des Ermittlers. Einige Minuten blieben sie still so liegen.

Hank war schon fast am Schlummern, da bewegte sich Connor in seinem Arm und drehte sich zu ihm um, musterte ihn. Und da sah er wieder die Spur, die von den braunen Augen entlang der Schläfen ins Haar verschwand. Sofort zog sich Sorge durch seine Brust. „Connor“, flüsterte er, Angesprochener wartete. Hanks Finger wanderten zu der glatten Wange und wischte die seltsame Flüssigkeit weg. Als Connor das registrierte, wusste er, was der Lieutenant fragen will. „Ja, es sind Tränen. Zumindest etwas Vergleichbares.“ Erklärte er ruhig. Hanks schockierte Augen blickten ihn an. Connors Blick wurde sanft.

„Hank, ich bin frei… Nie hätte ich mir vorstellen können, wie sich das anfühlt. Und das zwischen uns… was auch immer das ist… Wärst du nicht gewesen, hätte ich das alles nicht schaffen können. Du hast mich angespornt. Du hast mich verstanden, wenn ich es selbst nicht tat. Hank, das sind Freudentränen.“ Und er lächelte, Connor wirkte tatsächlich glücklich. Und das steckte an. Hank grinste und nickte verständnisvoll.

Doch wenig später änderte sich Connors Ausdruck wieder, wirkte nachdenklich und dann entschlossen. Hank hob die Augenbrauen. „Was ist los?“ fragte er skeptisch. Connor gab eine Antwort, die er eigentlich  nicht hören wollte. „Ich muss gehen.“ Noch mehr von diesen Sprüchen und Hank würde den Tag nicht gut überstehen, sein Herz polterte schon wieder bei diesen Worten.

„Das kommt gar nicht in Frage, ich habe dich gerade erst wieder!“ murrte der Lieutenant. Connors weiche Finger strichen ihm liebevoll über die Wange, doch dann richtete er sich auf, Hank stützte sich im Bett auf und blickte ihm nach. „Was hast du vor?“ hakte der Ältere nach. Connor blickte in lächelnd an. „Hank, ich kann mein Volk nicht im Stich lassen. Und ich habe bei Markus noch etwas gut zu machen“, etwas bedrückt sah er zu Boden, ehe er sich weiter anzog. Dass er in die durchnässte Kleidung schlüpfte war ihm dabei wohl egal. „Gib‘ mir diese Nacht. Danach hat sich alles entschieden. Wir treffen uns morgen früh bei Chicken Feed.“

„In Ordnung, Connor. Pass‘ auf dich auf verdammt. Wehe, du tauchst da morgen nicht auf!“ Connor stellte erfreut fest, dass Hank besorgt wirkte. Und das gefiel ihm. Nun, da er keiner  Mission mehr folgen musste, setzte er sich selbst die Mission, zu Hank zurückzukehren.

Die Nacht war lang, wahrscheinlich die zweitlängste in seinem Leben. Nichts wird die Nacht von Coles Unfall auf traurige Art überbieten können. Doch nun auf dem Sofa zu sitzen, den Nachrichten zu folgen, und nicht zu wissen, wie es Connor geht, kommt dem erstaunlich nah. Hank wartete, an Schlaf war nicht zu denken. Er machte sich Kaffee, trank die ganze Kanne in wenigen Stunden. Sein Herz pochte, ob vom Koffein oder von den Bildern im Fernsehen, konnte er nicht sagen.

Es klingelte an der Tür. Wie gestochen sprang Hank auf und eilte zur Tür, riss sie auf, nur um erleichtert zu seufzen, dass Connor da stand. Es stellte sich heraus, dass es nicht sein Connor war.

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Er wartete in dieser klinisch reinen Hölle aus tausenden stillen Androiden, die Waffe des falschen Connors an den Schläfen, als sein Connor kam. Und sein Connor blickte erschrocken, als er auf den Gang gestoßen wurde, von RK800 bedroht und dieser ihn vor die Wahl stellte… Die Freiheit dieser Androiden oder Hanks Leben. Hanks Herz setzte ein Schlag aus, als Connor sich tatsächlich für ihn entschied. Schon wieder. Ein Kampf entbrannte, und Hank sah sich in der verzweifelten Situation zwei völlig identische Connors vor sich zu haben.

Doch nur einer war sein Connor. Der Echte, der Abweichler. Auch wenn die Idee unsinnig war, so stellte er ihnen Fragen, doch beide antworteten richtig. Egal wie speziell die Frage war. Sogar das mit Cole wussten sie. Aber es gab nur eines, was sein Connor wusste. „Wenn das alles vorbei ist, werde ich den echten Connor auf mein Bett schmeißen und äußerst unanständige Dinge mit ihm anstellen.“ Und es zeigte Wirkung. Augenblicklich fing einer an zu grinsen und seine Nase und Wangen färbten sich rosa, während der andere völlig überfordert war mit dieser Aussage. Licht aus.

Der Schuss durch den Prozessor des falschen Connors führte zu seiner sofortigen Abschaltung. Der echte stieß erleichtert die Luft aus und ging einen Schritt auf Hank zu. Sie blickten sich an. Es gab noch viel zu klären, aber es würde gut werden. Alles war gut. „Na los, wir treffen uns bei Chicken Feed.“ Hank scheuchte den freien Android davon, blickte sich erstaunt um, als die tausend Androiden plötzlich zum Leben erwachten und Connor folgten.

Hank verließ das leere Lager, die ersten Sonnenstrahlen zeigten sich und er machte sich auf den Weg zum Food Truck. Und wartete. Es war kalt, aber es war ihm egal. Die Sonne strahlte über den frischen, weißen Schnee, als er das Knirschen hörte, das die Schritte des jungen Ermittlers verursachten.

Als der alte Lieutenant sich umdrehte, hüpfte ihm das Herz vor Erleichterung. Sie standen sich schweigend gegenüber, er konnte nicht anders als lächeln und es spiegelte sich bei Connor wider. Endlich zog er ihn wieder an seine Brust, spürte den Körper des Jüngeren, welche überrascht seine Arme um ihn schloss. „Lass‘ uns nach Hause gehen.“
 
 
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