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Hamburg II

Kurzbeschreibung
GeschichteFantasy, Sci-Fi / P16 / Gen
OC (Own Character)
30.09.2018
21.12.2018
11
7.400
1
Alle Kapitel
11 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
18.12.2018 963
 
This thing called love, I just can't handle it
This thing called love, I must get round to it
I ain't ready
Crazy little thing called love
- britisches Volkslied, um 1980

Wir saßen zu viert in Zeros Bulldog und fuhren Richtung City. Natascha lag weiterhin bewegungslos zwischen Daito und Salto auf dem Rücksitz. Daito und Salto. Irgendwann muss ich mal ein lustiges Wortspiel darüber machen.
Tanja wollte, dass wir den Geist ihrer Cousine wieder mit dem Körper vereinen. Ich würde mich lieber mit Tanja vereinen. Aber sie ist in dem Fall der Schmidt. Oder die Schmidtin. Egal. Zeit den anderen zu zeigen, was ich kann.
„Zero, fahr mal ran. Ich werde versuchen, den Geist von Natascha zurückzuholen.“
„So was kannst Du?“ Saltos Stimme klang etwas misstrauisch.
„Ruhe auf den billigen Plätzen. Natürlich kann ich das. Passt nur auf meinen Körper auf. Und fahrt bitte nicht weg. Ich würde gerne wieder zurückfinden.“
Ich bündelte die Kräfte in mir und verließ meine Körper. Ein kurzer Blick zurück, dass mit ihm auch alles in Ordnung war. Astralreisen haben den Vorteil, dass man sich auch mal von der Seite und hinten sehen kann, ohne sich zu verrenken. Ich habe schon einen beeindruckend schönen Körper. Kein Wunder dass Tanja so auf mich steht.
Ich verließ den Van und schaute mich um. Da war er wieder! Der Geist mit der schamanischen Kleidung. Verfolgte er mich und Zero? Zumindest hatte ich ihn zum ersten Mal an Zeros Van gesehen. War er ein freier Geist oder irgendein beschworener? Und wenn zweiteres: Von wem?
Auf einen Astralkampf wollte ich mich nicht einlassen, denn davon habe ich keine Ahnung. Das steht ganz weit oben auf meiner To-Do- Liste. Gleich nach Bier kaufen und Miete zahlen. Aber fragen konnte ich den Geist ja mal.
„Hey, Geist, was willst Du?“
Er antwortete mir nicht, daher kam ich ein bisschen näher und versuchte gefährlich auszusehen.
„Willst Du mir Schaden zufügen? Versuch es ruhig!“
„Nein, sterblicher Magier. Noch soll ich Dir keinen Schaden zufügen, weder in dieser, noch in der stofflichen Welt. Ich war gebeten, Dich zu warnen. Ich zitiere: „Wie kann ein Magier so blöd sein, zu einem Friseur zu gehen und seine Haare zu lassen, zumal wenn er auf einem Run ist?““
Oh, verfickte Scheiße. Der Friseur im Haus der Orkgang. Dreck, Dreck, Dreck. Wenn die einen halbwegs fähigen Ritualführer haben, können die eklige Zauber herstellen. Ich muss mich nachher darum kümmern.
„Sag deinem Herren dank.“
Ich beschleunigte Richtung Frisierladen. Keine Barriere zu sehen. Dafür eine magische Präsenz bei der Orkgang, die diskutierend bei ihren Maschinen stand. Ab zu Nataschas Zimmer. Dort war sie nicht, doch ich konnte schwach eine Spur von ihr wahrnehmen. Hah! Einem Privatdetektiv entgeht nichts!
Ich folgte der Spur durch halb Hamburg bis zum Hafen. Hier sah ich sie. Sie stand vor einer Lagerhalle und blickte auf eine magische Barriere, die sie scheinbar nicht überwinden konnte. Die Arme. Vermutlich suchte sie den Weg zurück. Als Nichtmagier auf Shade und dann ganz alleine unterwegs. Aber zum Glück gibt es ja noch Revolver, den strahlenden Ritter!
„Natascha, bitte erschrick nicht. Deine Cousine Tanja schickt mich, wir haben Deinen Körper
in Sicherheit gebracht. Ich bin hier, um Dich zu zurückzubringen.“
Sie reagierte etwas anderes als erhofft.
„Was hast Du? Bist Du völlig bescheurt? Was denkt sich Tanja. Die Fotze soll mich in Ruhe lassen, ich bin nicht ihr Baby. Wie soll ich denn zurückfinden? Aaarrgghh.“
„Keine Sorge, ich führe dich natürlich hin.“
„Hab wohl keine andere Wahl, oder?“
„Nee, nicht wirklich.“ Ich versuchte ein schiefes Harrison-Ford-Grinsen.
Unentwegt irgendwelche Flüche ausspuckend folgte sie mir zum Van.
„Echt jetzt? Mit vier Typen allein. Toll, ich fühle mich ja soooo sicher. Vielleicht sollte ich mir einfach Deinen Körper schnappen!“ Opps. Ich beschleunigte an ihr vorbei und sprang in meinen Körper zurück. Sofort vernahm ich ihre echte Stimme.
„Merkt ihr eigentlich noch irgendetwas, ihr verfuckten Chipheads? Ihr versaut mir meinen ersten Run. Die Jungs werden echt sauer sein. In eurer Haut möchte ich nicht stecken, ihr Honks. Welche Chips habt ihr geschmissen? Das ist Entführung. Ich hetzte euch die Jungs auf den Hals. Hofft, mal dass HansSec euch früher erwischt. Ihr seid sooo tot. Und wie kommt Tanja auf die beschissen Idee mich zu retten. Die soll ihre Konzernfinger mal schön bei sich lassen..“
Daito unterbrach den Monolg, indem er ihr seinen Taser ins Gesicht drückte.
„Wir sollten sie schnellstmöglich übergeben. Revolver, frag mal bei Tanja nach.“
[Revolver an ExecGirl]
Wir haben sie. Wo soll die Übergabe stattfinden?
[/end msg]
[ExecGirl an Revolver]
Bei Dir in der Wohnung. Den Weg kenn ich ja. Ich bin in 20 Minuten da.
[/end msg]
„Wir fahren zu meiner Wohnung.“
Wir brauchten keine 10 Minuten hin. Ganz der Gentleman trug ich Natascha in meine Wohnung und legte sie auf die Couch.
Daito wollte noch etwas Coke und Vodka kaufen, Salto blieb bei Zero im Wagen. Ist ja nicht nötig, dass Tanja ihn sieht.
Keine fünf Minuten später klingelte es an der Tür. Zero hatte mich schon per Com informiert, dass Tanja angekommen war und sie alleine war.
„Tanja, schön dich zu sehen. Natascha liegt auf der Couch, wir haben sie ruhig gestellt. Zu unserer Sicherheit.“
„Danke, Du hast was gut bei mir.“ Sie kam auf mich zu und küsste meine Wange. Hach! Sie liebt mich also auch. „Kannst Du mir helfen, sie in den Wagen zu tragen.
„Na klar.“ Schließlich bin ich nicht nur gut aussehend, sondern auch ein Gentleman.
Ich trug sie die vier Etagen zu Tanjas Wagen. Ein kleiner Nissan. Ohne Firmenkennzeichnung. Süß.
„Danke nochmal. Ich werde mich revanchieren.“ Ich bekam noch einen gehauchten Kuß auf die Lippen, bevor sie einstieg und losfuhr.

[Revolver an Daito, Zero, Salto]
Treffen bei mir in der Wohnung. Jetzt. Wir müssen einiges bereden.
[/end msg]
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