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Eine Seele in zwei Körpern

GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P18 Slash
Taichi "Tai" Yagami und Agumon Yamato "Matt" Ishida und Gabumon
30.09.2018
30.06.2020
8
21.695
2
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30.09.2018 2.563
 
Ich habe schon eine Weile keine Fanfiktion mehr geschrieben und ich muss da echt wieder etwas rein kommen und dachte mir, ich versuche mich an einer Digimon Fanfiktion. Ich wünsche euch viel Spaß


Inhalt: Einige Zeit ist vergangen und Matt und Tai haben viel mit ihren Zukunftsplänen zu tun. Während die Prüfungen immer näher rücken, hofft Tai weiter Fußball spielen zu können und international bekannt zu werden. Matt unterschreibt bald seinen Plattenvertrag und lernt das Leben als Star kennen. Dass Matt dabei immer mehr mit anderen Leuten abhängt, gefällt aber nicht jedem

Pairing: TaiTo



Erster Abschnitt

    Wütend blicke ich die Person vor mir an und balle meine Hände zu Fäusten. „Ach ja?“, knurre ich ihn an und komme ihm wieder ein Stück näher. „Was kann ich denn dafür, wenn du Hohlbirne keine Augen im Kopf hast.“, knalle ich ihm an den Kopf und der Koloss knurrt mich wütend an. Der Mann vor mir ist locker ein bis zwei Köpfe größer und doppelt so breit wie ich und dennoch kann ich mich nicht zurückhalten. Was rennt dieser riesige hirnverbrannte Vollidiot auch in mich rein und beschuldigt mich ihn mit meinem Kaffee überschüttet zu haben. Schließlich stehe ich hier schon eine gefühlte Ewigkeit und warte auf Taichi, auch wenn ich es mittlerweile aufgeben sollte, dass der sich heute noch blicken lassen würde.

    „Dir werde ich dein freches Grinsen schon noch raus prügeln.“, reißt mich der Riese plötzlich wieder aus den Gedanken und ich sehe nur, wie eine Faust auf mich zufliegt. Schnell weiche ich zurück und spüre noch, wie die Faust knapp meine Wange verfehlt. Erleichtert atme ich aus, ehe ich ihn hochnäsig anblicke. Sein verdattertes Gesicht zeigt mir, dass er nicht mit so schnellen Reflexen meinerseits gerechnet hat. Doch sein Grinsen, das kurz darauf sein Gesicht ziert, lässt mich kurz innehalten und da spüre ich auch schon, wie mich zwei Arme von hinten packen. Ich drehe meinen Kopf zur Seite und erkenne, dass es sich um einen Kumpel dieses Trolls handeln muss. Im selben Moment spüre ich einen heftigen Schlag in meiner Magengrube und stöhnend beuge ich mich nach vorne. Ich versuche es zumindest, denn so wie der andere mich festhält, ist dies gar nicht möglich. Kurz darauf spüre ich auch schon, wie die nächste Faust auf mich zufliegt und mein Kinn dabei voll erwischt. Deutlich nehme ich dabei wahr, wie meine Lippe aufplatzt und ich lecke mir das Blut von den Lippen. Der bekannte Geschmack von Eisen breitet sich in meinem Mund aus, immerhin ist das nicht die erste Prügelei die ich habe. Taichi und ich geraten öfters aneinander und da fliegen schon des öfteren die Fetzen.

    „Ist das nicht dieser Schönling von dieser Schulband, die Auftritte hier in der Stadt hat?“, fragt plötzlich der Mann, der mich im Schwitzkasten hat und der Troll grinst dabei nur noch mehr. „Umso besser, würde ich mal behaupten.“, freut dieser sich und möchte gerade wieder zuschlagen, da schnellt einen Hand nach vorne und umklammert die meines Gegenübers. Ich hebe meinen Kopf und sehe Taichi an. „Tai?“, frage ich ihn und ein breites Grinsen legt sich auf sein Gesicht, als er mich ansieht. Kurz darauf verdunkelt sich sein Blick wieder und er sieht zu dem Fremden, der mir gerade noch eine reinhauen wollte. Ziemlich verdutzt sieht er zu Tai, der, im Gegensatz zu mir, fast so groß war wie der Troll. „Du solltest die Finger von ihm lassen, wenn du keine Probleme bekommen möchtest.“, klärt er ihn auf und der Troll blickt ihn wütend an. „Achja? Und wer zum Teufel bist du? Soll ich etwa Angst vor dir haben?“, fragt er ihn und Tai schüttelt nur schmunzelnd seinen Kopf. „Nein das nicht. Ich denke eher, dass die hier...“, er deutete auf eine Kleine Menschentraube, überwiegend Mädchen, die sich um uns gebildet hat. „...schon die Polizei informiert haben. Immerhin schlägst du hier einen angehenden Rockstar.“

    Während Tai das so sagt, schweift mein Blick durch die Menschenmasse und ich muss feststellen, dass viele der Mädchen um uns herumstehen und aufgeregt telefonierten.“Lass uns abhauen.“, vernehme ich die tiefe Stimme des Trolls und werde los gelassen. Kurz sehe ich den beiden hinterher, ehe ich mich an Tai wenden möchte. Doch in genau diesen Moment versammeln sich die Mädchen um mich und überhäufen mich mit Fragen. Ein klein wenig bin ich überfordert, dass sich so viele Menschen um mich sorgen, immerhin bin ich alles andere als gerade der sozialste Mensch und wenn die hier das alles wüssten, würden sie die Band oder eher mich, sicherlich nicht mehr so sehr anhimmeln.

    Ich versuche Tai zwischen den Mädchen zu finden und sehe ihn dann etwas weiter weg, wie er sich wieder aus dem Staub macht.
„Tai, warte doch!“, rufe ich ihm hinterher und kämpfe mich durch die kleine Menschentraube durch. Es dauert etwas, bis ich zu Tai aufgeschlossen habe und schwer atmend neben ihm stehen bleibe. Grinsend  mustert er mich und hat seine Arme hinter seinem Kopf verschränkt. „Dabei sollte man meinen, dass du durch das Singen nicht so schnell außer Atem kommen solltest.“ „Volltrottel.“, schnauze ich ihn an und boxe ihm dabei leicht gegen die Schulter. „Was haust du einfach ab?“, frage ich ihn genervt und blicke kurz hinter mich. „Wir sollten hier verschwinden.“ Taichi folgt meinem Blick und nickt. „Zu dir oder zu mir?“, fragt er mich lasziv lächelnd und ich kann nicht anders, als sein Lächeln zu erwidern.

    Letztendlich haben wir uns dazu entschlossen, dass wir zu mir nach Hause gehen. Immerhin ist mein Dad meistens auf der Arbeit und wir haben dort unsere Ruhe. Bei ihm ist seine Mutter meist immer da und es ist auch gut möglich, dass sich Kari mit ihren Freundinnen bei Tai aufhalten. Und das ist oft sehr anstrengend, besonders da einige wahrscheinlich mit Kari befreundet sind, weil sie insgeheim so an Tai ran kommen wollen. Er hasst diese Weiber.

    So sitzen wir bei mir in der Küche am Tisch, beide ein Glas Cola in der Hand haltend. „Also was war jetzt schon wieder los.“, fragt mich Tai, als er meine blutige Lippe betrachtet. Genervt wische ich mir über den Mund, aber natürlich ist das Blut schon angetrocknet. Seufzend erhebt sich Tai und holt ein feuchtes Tuch. Er kennt sich hier mittlerweile so gut aus, wie bei sich zu Hause, wenn nicht sogar schon besser. „Wieso hast du dich geprügelt. Oder sollte ich eher fragen: Wieso wurdest du verprügelt? Ich dachte eigentlich, dass das aufgehört hat.“ Er beugt sich zu mir nach vorne und tupft vorsichtig meine Lippe ab. Ich muss schwer schlucken und meide es, ihm direkt in die Augen zusehen.Wie kann es auch sein, dass Tai nie Probleme hat einem so Nahe zu kommen. Es scheint fast so, als würde er sich überhaupt keine Gedanken über Nähe und Distanz machen.
    „Also?“, hakt er nach, als er von mir immer noch keine Antwort erhalten hat. Verdutzt sehe ich ihn an, ehe mir wieder einfällt, was er mich eigentlich gerade gefragt hat.
    „Dieser Vollidiot hat mich umgerannt und dann noch behauptet, ich hätte ihm den Kaffee mit Absicht über seine hässlichen Klamotten geschüttet.“, fange ich an zu erzählen und schlage Tai seine Hand weg. „Nun lass das schon.“, zische ich ihn an und gehe wieder auf etwas Abstand. Unweigerlich merke ich, wie mein Herz wieder langsamer schlägt. Wenn Tai mir immer so nahe kommt, meint mein Herz wie verrückt schlagen zu müssen. Ich weiß, dass ich nicht sonderlich gut auf Nähe reagiere, aber bei Tai ist das immer besonders schlimm.

    „Die Mädels aus unserer Schule haben sich ziemliche Sorgen um dich gemacht.“, stellt er grinsend fest und stößt mir dabei mit seinem Ellenbogen gegen die Rippen. „Du kannst froh sein, dass du so gut aussiehst, sonst hätten dich alle schon lange fallen lassen.“, zieht Tai mich auf und grummelnd wende ich meinen Blick von ihm ab. Kann dabei nicht verhindern, dass mein Herz wieder einmal viel zu schnell schlägt. Was behauptet eigentlich auch der Trottel, dass ich gut aussehe. „Also bist du nur bei mir, weil du findest, ich sehe gut aus?“, ziehe ich und nun auf und schmollend schiebt Tai seine Lippe nach vorne, grinst mich aber auch gleich darauf wieder an. „Natürlich nicht. Ich weiß doch, welche Vorzüge du hast.“ Er zwinkert mir keck zu und wütend knurre ich ihn an. Ich hasse es, wenn er so etwas macht. Besonders, da mich diese Gesten um den Verstand bringen.


    „Lass uns lieber mit den Hausaufgaben anfangen.“, weiche ich dem Thema aus und hole mein Buch aus meiner Tasche. Immerhin haben wir uns dafür verabredet und nicht, um über mein Aussehen oder die Mädels zu reden. Zudem es auch mehr als genug Mädchen in unserer Klasse gibt, die hinter Tai her sind. Schlimm ist, dass Tai eben nicht nur gut aussieht, sondern auch noch zu jedem nett ist.  
    „Ja ja, schon gut.“, winkt Tai ab und holt seinen Block und Stift hervor. Während Tai in Sport ein Ass ist, so ist er dafür in den anderen Fächern alles andere als gut. Deswegen treffen wir uns hin und wieder, um gemeinsam unsere Hausaufgaben zu machen, obwohl es für mich eindeutig einfacher wäre, wenn ich sie alleine mache. Ständig habe ich das Gefühl, als müsse ich Tai jeden Tag das selbe von Neuem erklären. Aber ich weiß, dass er meine Hilfe braucht. Wer weiß, wohin es ihn sonst später einmal treiben wird. Auch wenn Tai der Meinung ist, dass er keine guten Noten braucht um ein Fußballprofi zu werden. Sicher ist sicher.

    Eine ganze Weile möchte Tai noch Ablenken, doch letztendlich sitzen wir tatsächlich vor unseren Hausaufgaben und haben sie schon fast fertig. Und wieder einmal hat es lange genug gedauert. Leicht reibe ich meine Seite und besorgt mustert mich Tai. „Alles gut?“, möchte er von mir wissen und ich winke ab.
      „Ja, passt. Kümmere du dich lieber  darum, dass du mal voran kommst. Ich würde gerne mal zu Ende kommen.“ Ich erhebe mich und gehe in das untere Badezimmer. Eigentlich habe ich auch ein eigenes Badezimmer neben meinem Schlafzimmer, aber da wir uns hier unten befinden, wäre es unnötig extra nach oben zu gehen.
     Ich reibe mir über den  Bauch und verziehe mein Gesicht, hebe mein T-Shirt an und betrachte den blauen Bluterguss, der sich auf meinem Bauch gebildet hat. Hinter mir  vernehme ich, wie jemand scharf die Luft einzieht und ich blicke in den Spiegel vor mir. Erkenne sofort Tai, der mich besorgt mustert. „Das sieht gar nicht gut aus...“, murmelt er abwesend. „Solltest du damit nicht besser zum Arzt?“, fragt er nach, doch ich schüttele nur meinen Kopf. „Nein, das wird schon wieder von alleine weg gehen. Die Schmerzen sind nicht mehr so schlimm wie vorher.“ Alles andere als überzeugt mustert mich Tai, ehe er nickt. Schließlich weiß er nur zu gut, dass ich nicht sonderlich kooperativ bin. Es würde ihm nichts bringen, mich versuchen zu überzeugen, lieber bei einem Arzt vorbei zu schauen.

    „Keine Sorge, das geht von alleine wieder weg.“ Ich ziehe das Shirt wieder über meinen Bauch und zwänge mich an ihm vorbei durch die Türe. „Bist du fertig?“, wechsle ich das Thema und er nickt nur. „Sollen wir uns dann etwas zu Essen bestellen und schauen, was im TV läuft?“, schlage ich ihm vor und sofort hellt sich seine Miene auf.
        „Gern. Dann muss ich nur noch schnell zu Hause anrufen, dass ich zum Essen nicht da bin.“ Ich nicke ihm zu und gehe anschließend aus dem Zimmer, um uns eine Pizza zu bestellen. Mittlerweile weiß ich auswendig, was Tai haben möchte und ich weiß auch, dass seine Mutter nichts dagegen haben wird, dass er heute bei mir ist. Man könnte schon fast sagen, dass sie mich als Familienmitglied ansieht und nicht glaubt, dass ich Taichi jemals in Schwierigkeiten bringen könnte.
    Aber bei uns ist es genau das selbe. Sowohl mein Vater als auch meine Mutter können Tai sehr gut leiden und sind froh, dass er zu meinen Freunden gehört. Wahrscheinlich liegt dies daran, weil ich mich sehr verändert habe, seit ich Tai kenne. Ich bin zwar immer noch von Grund auf Misstrauisch und eine sehr mürrische Person, aber wenn Tai da ist, ist das oft anders. Auch wenn er mich auf die Palme bringt und wir sogar manchmal aufeinander losgehen.

    Mein Blick schweift zur Uhr und ich beschließe, für meinen Vater ebenfalls eine Pizza zu bestellen. Man weiß nie, wann er nach Hause kommt, aber ich kann eigentlich jeden Moment damit rechnen, dass die Türe aufgehen wird. Und selbst wenn die Pizza kalt wird, essen könnte man sie immer noch.  „Ich habe uns Pizza bestellt.“, sage ich zu Tai, als dieser wieder zurück kommt. „Was hat deine Mom gesagt?“, möchte ich wissen, auch wenn ich mir die Antwort schon denken kann. „Sie hat kein Problem. Ich soll nur nicht zu spät nach Hause kommen, weil wir morgen ja noch Schule haben.“
    Hier ist es von Vorteil, dass wir unsere Schulaufgaben gemeinsam erledigen, denn so heißt es nicht, dass wir deswegen schon eher nach Hause müssen. Wir haben die Schule sowieso schon fast geschafft, denn in wenigen Monaten haben wir auch das letzte Schuljahr erfolgreich bestanden. Bisher haben Tai und ich nicht vor zu studieren, aber wenn das unsere Eltern wüssten, gäbe es ganz schön viel Ärger. Deswegen bewerben wir uns jetzt schon, auch wenn ich in wenigen Monaten einen Plattenvertrag unterzeichne. Ich warte nur noch darauf, dass ich volljährig bin, dann ist das kein Problem mehr. Meine Eltern wissen, dass ich demnächst diesen Vertrag unterzeichnen werden, haben aber noch die Vorstellung, dass Superstar und Studium nebenher laufen kann. Tai selber würde am Liebsten in die japanische Nationalmannschaft kommen und sein ganzes Leben nur noch Fußballspielen. Ob das klappen wird, ist hierbei nur die Frage. Ich könnte mir aber auch vorstellen, dass er noch andere Berufe in dieser Richtung findet. Ein klein wenig habe ich Angst davor, dass er irgendwann ins Ausland gehen könnte.

    In letzter Zeit trainiert Tai recht viel und auch ich habe mit meinen Bandproben viel um die Ohren, deswegen kommt es mittlerweile oft vor, dass wir uns nicht mehr ganz so viel sehen. Ich hoffe, dass wir es in Zukunft schaffen werden, weiterhin Kontakt zu halten.

    „Erde an Matt.“, höre ich plötzlich und weiche erschrocken einen Schritt zurück, als ich Tai direkt vor mir stehen habe, dabei wedelt er mit seiner Hand direkt vor meinem Gesicht.
    „Was ist?“, frage ich ihn, Vielleicht habe ich ja eine Frage überhört und er wartet noch auf eine Antwort von mir.
    „Ich gestehe dir hier gerade meine Liebe und du ignorierst mich einfach.“, meint er schmollend und mein Herz bleibt einen Moment stehen.
    „Was?“, frage ich ihn irritiert und laufe daraufhin rot an.
    „Du solltest mal dein Gesicht sehen.“, sagt Tai und fängt dabei laut zu lachen an. „Du stehst hier schon gefühlt eine Ewigkeit ohne dich zu rühren, können wir nicht schon ins Wohnzimmer rüber? Bis die Pizza kommt dauert es noch etwas und so lange brauchen wir hier auch nicht stehen bleiben.“ Ich schüttele mit meinem Kopf und stimme ihm somit zu. Bemerke jetzt auch, dass Tai sogar schon den Fernseher eingeschallten hat.
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