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Einmal Hölle und zurück

GeschichteDrama, Tragödie / P18 / Gen
Catherine Chandler Jacob Wells Mary Paracelsus Vincent
30.09.2018
30.09.2018
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16.125
 
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Einmal Hölle und zurück

von

Ingrid Hechler



Catherine und Vincent hatten im Sommer endlich zueinander gefunden. Nach Catherines Besuch bei ihrer besten Freundin Jenny wurde ihr vieles klar und auch Vincent realisierte den Ernst der Lage zwischen ihnen beiden. All die verlorene Zeit durch Selbstzweifel wurde durch die intensive gemeinsame Zeit wieder gut gemacht. Abwechselnd verbrachten sie ihre gemeinsame Zeit entweder in den Tunneln oder in Catherines Apartment. Ihrer beider Leben normalisierte sich. Vincent kam mehr aus sich heraus, wurde selbstsicherer und akzeptierte sich endlich so wie er ist. Catherine pendelte sogar, was ihre Arbeit bei der Staatsanwaltschaft anging, zwischen Above und Below. Sie genossen es in vollen zügen... für ein paar Monate.

Die letzten Wochen waren für Catherine und Vincent jedoch der reinste Horror. Der permanente Stress, wenig oder schlechten Schlaf hinterließen Spuren. Die gezielten Angriffe auf die beiden, durch die Polizisten im Central Park und der aufdringliche Reporter, der im Namen von John Pater „Paracelsus“ fungierte bis hin zu Vaters Gefangenschaft durch Paracelsus. Doch was Vincent vollends aus seinem Gleichgewicht brachte war die fälschliche Erkenntnis, er hätte Vater im Streit getötet, obwohl es Paracelsus in der Maske und Verkleidung von Vater war. Es half nur alles nichts. Der Schock saß tief... zu tief. Als Vater gestützt durch Catherine und Jamie an den Stufen der Bibliothek ankam war es bereits zu spät. Vincent hatte Vater/Paracelsus angegriffen, gepackt, auf dessen Schreibtisch geschleudert und seine Klauen tief in Vaters/Paracelsus Brust gerammt. Doch dieser lächelte ihn nur seltsam an, zog seine Maske vom Gesicht herunter... Vincent sah ihn an wie in Trance.

Paracelsus: „Es ist in Ordnung, Vincent. Du hast es vollbracht. Jetzt bist du mein Sohn.“ Waren seine letzte Worte bevor er seinen Verletzungen erlag.
Apathisch sah Vincent abwechselnd von Paracelsus auf seine mit Blut getränkten Hände hinüber zu Vater, der langsam mit Catherine die Stufen herunter kam. Catherine berührte ihn an seiner rechten Schulter. Vincent erschrak, zuckte zurück und ließ sich auf den Boden sinken. Catherine kniete neben ihm, hielt ihn. Vater war sofort zur Stelle und versuchte mit Worten durch ihn durchzudringen. Auch er ließ sich vor ihm nieder, um auf der selben Augenhöhe zu sein.
Vater: „Vincent? Vincent! Sieh mich an… bitte Vincent. Ich bin hier, mein Junge. Es ist alles in Ordnung. Vincent... sieh mich an.“ Nur sehr zögerlich tat er was Vater von ihm verlangte. Vater nahm sein Gesicht in seine Hände, damit Vincent ihn genau ansah und auch spürte das er es wirklich war, sein Vater. Unglaubwürdig schüttelte Vincent seinen Kopf... er verstand die Welt nicht mehr.
Vater: „Ich bin es wirklich, mein Sohn. Du hast mir nichts getan. Das war alles eine Täuschung... ein Schwindel. Es war Paracelsus, nicht ich. Bitte Vincent, sieh mich genau an.“ Vincent sah ihn minutenlang ungläubig an, als er vorsichtig seine Hand nahm und mit zittrigen Fingern Vaters Gesicht berührte. Catherine spürte, das sein ganzer Körper fürchterlich bebte und er fast zu Hyperventilieren schien. Als er sich wirklich sicher war das es tatsächlich sein Vater war liefen Vincent ein paar Tränen herunter. Er weinte nicht, aber Tränen liefen ihm aus den Augen. Vater erging es nicht anders. Er erkannte, das sein Sohn ihn für real hielt und nicht für eine Täuschung oder einen Geist.
Vincent: „Du bist es wirklich...“ war nur ein Hauch. Vater nickte und ihm traten weitere Tränen aus den Augenwinkeln.
Vater: „Ja, mein Sohn. Ich bin es wirklich.“ Auch er sprach mit leicht erstickter Stimme. Vater packte ihn vorsichtig am Genick, zog ihn fest an sich an seine Schulter und wiegte ihn wie einen kleinen Jungen. Catherines Augen quollen fast über vor Tränen der Erleichterung. Ihre Hände hatten ihn nie verlassen. Die eine Hand hielt ihn weiter an seiner rechte Schulter und die andere fuhr sanft über seinen Rücken und verstärkte den Druck, um ihn zu beruhigen.
Vater: „Schhhhh... beruhige dich. Atme tief durch... so ist es gut... komm mein Junge. Wir bringen dich erst einmal in eure Kammer. Da kann ich dich in ruhe untersuchen. Kannst du aufstehen?“ Vincent nickte kaum merklich. Zu dritt standen sie langsam auf. Vincents Blick wanderte zu Vaters großen Schreibtisch worauf Paracelsus lag. Er musste sich kurz daran festhalten, da er keine Kraft mehr hatte. Lang starrte er auf den ihm vor sich liegenden John Pater. Catherine und Vater packten ihn sanft an den Oberarmen, damit er seinen Blick von ihm abwand. Die letzten Stunden hatten ihn mehr Kraft gekostet als vermutet. Sie stützten ihn auf dem Weg in seine Kammer.
Dort angekommen ließ er sich in seinen großen Stuhl fallen, lehnte seine Kopf zurück und schloss vorrübergehend seine Augen. In seinem Kopf liefen die letzten Stunden ab wie in einem Film. Er hörte weder Vaters noch Catherines Stimmen. Ohne Widerworte ließ er sich von Vater untersuchen. Seine Vitalwerte schienen sich zu normalisieren. Doch hatte er weder etwas gesagt noch auf Vaters Fragen reagiert.

Catherine: „Wie geht es ihm, Vater?“
Vater: „Äußerlich scheint es ihm gut zu gehen. Nur die Umstände an sich machen mir Sorgen. Vincent reagiert kaum auf irgend etwas. Er hat einen ziemlichen Schock erlitten. Es wird Zeit brauchen.“
Catherine nickte besorgt, trat ganz nah an Vincent heran, ließ sich neben ihm nieder, damit sie ihm in die Augen sehen konnte. Sein Blick jedoch war starr...
Erst als Catherine seine Hand berührte zuckte er kurz zusammen und sah sie an. Seine sonst so lebhaften leuchtenden Azurblauen Augen waren Ausdruckslos und leer.
Catherine: „Vincent...“ flüsterte sie „Ich bin hier. Es wird alles wieder gut. Es war nur ein böser Alptraum.“ Plötzlich lag ein Hauch von Schmerz in seinen Augen. Solch einen Blick hatte sie an ihm noch nie gesehen.
Catherine: „Der Alptraum ist vorbei.“ Jetzt sah Vincent sie bestimmter an und sein Blick festigte sich.
Vincent: „Nein... nein, es ist nicht vorbei. Es hat gerade erst angefangen.“ Geschockt sah Catherine ihn an und dann zu Vater, der ebenfalls nicht verstand was er damit sagen wollte.
Vater: „Vincent sieh mich an...!“ Als Vater seinen Gesichtsausruck genauer analysierte verstand er, nickte ihm zu und entgegnete:
Vater: „ Ich glaube ich verstehe jetzt... hör zu Catherine... ich werde Vincent etwas zur Beruhigung geben. Wir müssen ihn in den nächsten Tagen gut beobachten. Das, was er hat erdulden müssen in den letzten Tagen und Wochen, wird seinen Tribut fordern. Ich weiß nur nicht in welche Richtung es gehen wird.“
Catherine: „Du machst mir Angst, Vater. Was meinst du damit?“
Vater: „Du musst dich ausruhen, mein Sohn. Komm steh auf und lege dich ins Bett. Ich gebe dir etwas damit du schlafen kannst.“ Vater suchte nach der besten Erklärung während er Vincent ins Bett geleitete und ihm eine Injektion zur Beruhigung gab. Langsam entspannte er sich und fiel in einen traumlosen Schlaf.
Vater: „Catherine komm. Lassen wir ihn schlafen und gehen in meine Kammer.“ Wirklich allein lassen wollte Catherine Vincent nicht. Vater bemerkte ihr Zögern.
Vater: „Sei unbesorgt. Vincent wird erst einmal tief schlafen. Wir sind ganz in der Nähe falls etwas ein sollte.“ Sie nickte und folgte Vater in seine Kammer.

Dort machte er für sich und Catherine einen Tee zur Entspannung.
Vater: „Ich meinte es so, wie ich es gesagt habe, Catherine. Entweder verkraftet er diese Umstände der letzten Stunden und steckt es einfach so weg und redet irgendwann darüber oder... „ Vater traute sich nicht weiter zu reden.
Catherine: „Oder?“ kam sehr verhalten von ihr.
Vater: „...oder sein inneres Gleichgewicht kapituliert und dann Gnade uns Gott.“ Ihre Augen starrten ihn ehrfürchtig an.

Catherine: „Du meinst... er wird die Kontrolle über sich verlieren?“ Vater nickte bedächtig.
Vater: „So etwas in der Art, ja.“ Sie vergrub ihr Gesicht in ihren Händen und atmete tief durch.
Catherine: „Oh mein Gott... Warum immer Vincent, Vater? Er ist der sanfteste und gutmütigste und liebevollste Mann der mir je begegnet ist und ich liebe ihn über alles. Warum wird er nicht in Ruhe gelassen? Warum muss er andauern für andere Buße tun? Warum wird er absichtlich zur Weißglut getrieben damit er sich selbst verliert? Warum Vater? Bitte sag es mir...“ Vater schüttelte nur nichtwissend mit dem Kopf. Oft hatte er sich die selbe Frage gestellt.
Vater: „Wir können nur abwarten und hoffen, meine Liebe.“
Catherine: „Warum wird es bei uns immer irgendwie kompliziert? Wir haben endlich unseren gemeinsamen Weg gefunden. Ich verstehe es nicht, Vater. Wir sind so glücklich miteinander.“ Sie klang verzweifelt. Vater legte seine große Hand auf ihre zierliche und versuchte ihr Mut zu machen.
Vater: „Kopf hoch Catherine. Gemeinsam schaffen wir auch diese Hürde. Es wird nicht einfach werden, aber du bist nicht allein. Du weißt wir sind hier Below eine große Familie und du bist ein wichtiger Teil dieser Familie. Du bist eine von uns geworden. Wir alle kennen Vincent in allen Lebenslagen und da gehört DAS auch mit dazu.“ Catherine sagte nichts weiter. Ihr standen die Tränen in den Augen. Sie war nicht allein.

In den darauffolgenden Tagen schien es mit Vincent bergauf zu gehen. Teilweise konnte man ihn aus seiner Lethargie holen. Mit den belanglosesten Dingen versuchte man ihn aufzubauen. Mit Catherine unternahm er viele Spaziergänge zum Spiegelteich oder zu den Wasserfällen. Dort lasen sie sich gegenseitig vor oder verfolgten einige Konzerte unter dem Central Park. Vincent behielt sein abendliches Ritual des Schwimmens aufrecht, um ein wenig Normalität wieder zu erlangen. Zum spielen am Klavier oder das Zupfen an den Saiten der Gitarre hatte er keine Geduld. Seine Hände und Finger waren zu verkrampft, um einen vernünftigen Ton zu spielen.

Eines Abends machte sich Vincent fertig, um sich mit Catherine zu treffen. Sie wollten einem Konzert beiwohnen. Er war schon fast komplett angezogen und musste nur noch sein Hemd mit den Schnüren binden. Doch seine Hände zitterten und waren verkrampft. Er konnte so keine Schleife binden. Ein Lederband nach dem anderen riss ihm ab und er verlor seine Geduld. Wutentbrannt zerrte er an seinem Hemd, zerriss es, warf es beiseite, trat gegen eine nahestehenden Stuhl und ließ sich auf sein Bett fallen. Seine Atmung war unregelmäßig und schnell. Schweiß stand ihm auf der Stirn und seine Augen waren unruhig. Auf einmal sah er sein anderes „ICH“. Geschockt sah er zu ihm hinüber. Dieser lächelte ihn hinterhältig und abwartend an.

Vincent: „Was willst du?“ knurrte Vincent.
Beast: „Lange nicht mehr gesehen. Bist du schon für mich bereit, Bruder? Ich warte auf dich!“ Vincent sah ihn mit großen erschrockenen Augen an, schloss dann seine Augen, schüttelte seinen Kopf und hoffte das es nicht wahr war was er gerade glaubte gesehen zu haben... Er war weg! Es war nur eine Wahnvorstellung! Trotzdem musste er jetzt zu ihr! Er versuchte sich zu beruhigen, zog einen einfachen Pullover über, dann seinen schweren Mantel und machte sich auf den Weg zu Catherine.
Das Konzert hatte bereits angefangen. Unsicher ging Vincent zum vereinbarten Platz, wo Catherine sich schon in die dort vorhandenen Kissen kuschelte, dem Konzert lauschte und auf ihn wartete. Vincent blieb kurz stehen. Er beobachtete und analysierte die Situation. Sollte er wirklich zu ihr gehen in seinem Zustand? Er wollte sie nicht enttäuschen. Kaum zuende gedacht bemerkte Catherine seine Anwesenheit.
Catherine: „Vincent...“ sie strahlte über beide Ohren und reichte ihm beide Hände. Jetzt konnte er nicht mehr zurück. Vincent versuchte sich nichts anmerken zu lassen, nahm ihre Hände, küsste sie und ließ sich neben ihr nieder. Doch Catherine sah seine Unruhe. Sie sah ihn genau an, streichelte sanft sein Gesicht. Sein Gesicht glänzte vor Anstrengung.
Catherine: „Wie geht es dir heute, mein Schatz?“ flüsterte sie sanft und besorgt. Vincent wich ihrem Blick aus, suchte nach Worten und schüttelte seinen Kopf.
Vincent: „Heute... ist... kein... guter... Tag.“ Das Sprechen viel ihm schwer.
Catherine: „Sollen wir zurück gehen und ein anderes mal wiederkommen?“
Vincent: „Nein... vielleicht... beruhigt... es... mich.“
Catherine: „Okay...“ Catherine kuschelte sich fest an ihn und streichelte seinen Hals, sein Gesicht, seine Brust und küsste ihn zärtlich. Seine Anspannung ließ jedoch nicht nach. Er war unruhig. Vincent löste sich kurzerhand von ihr, atmete unregelmäßig, sein Körper bebte.
Catherine: „Beruhige dich mein Schatz. Es ist alles in Ordnung. Ich bin bei dir.“
Vincent: „Ich... muss... gehen... Catherine. Ich... ich... kann... nicht.“ Verstört sah Vincent sie an. Er sah Catherine sehr undeutlich und verschwommen in seltsamen Farben. Auch ihre Stimme hatte sich für ihn verändert. Er musste seinen Kopf schütteln und die Augen kurz schließen, um sie wieder klarer sehen und denken zu können. Sein Blick war unruhig. Seine Stirn lag in Falten. Sein Gesicht schmerzverzerrt.
Catherine: „Es ist okay, Vincent. Sag mir was ich tun soll, bitte.” Flehte sie ihn an. Vincent schüttelte nur seinen Kopf, stand auf, lehnte sich gegen eine Tunnelwand, hielt seinen Kopf mit beiden Händen und schrie aus voller Kehle seinen Schmerz heraus. Ohne ein weiteres Wort ging Catherine auf ihn zu und versuchte ihm in die Augen zu schauen, doch Vincent ließ sie nicht. Er entfernte ich von Catherine und ging davon.

Catherine machte sich sofort auf den Weg zu Vater, der in der Bibliothek saß und mit Mary sprach. Schon als Vater Catherine mit diesem Gesichtsausruck reinkommen sah wusste er, das es um Vincent ging.
Vater: „Was ist mit Vincent!“ Es war keine Frage, sondern eine Feststellung. Catherine setzte sich zu den beiden und schilderte ihnen was vorgefallen war.
Vater: „Das habe ich befürchtet. Wir können nur erahnen was in ihm vorgeht“ Vater vergrub sein Gesicht in seinen Händen und fuhr nachdenklich über seinen Bart.
Mary: „Wann kommt unser Junge endlich zur ruhe? Dieser Stress wird ihn zerstören...“ sie konnte nicht mehr weiterreden. Als plötzlich ein weiterer tiefer verzweifelter Schrei durch die Tunnel hallte. Es war Vincent. Erschrocken wanderten die Blicke von einem zum anderen.
Catherine: „Ich werde nach ihm sehen. Wenn nichts weiter ist, dann sehen wir uns morgen.“ Vater und Mary nickten ihr zu und nahmen sich gegenseitig in den Arm, während Catherine zu Vincent ging.

Unterdessen ging Vincent in seiner Kammer auf und ab. Bücher wurden von hier nach dort gelegt. Herumliegende Sachen verräumt, er redete laut mit sich selbst und versuchte sich mit Worten zu beruhigen, als plötzlich Catherine im Eingang stand. Wie ein Blitz traf es ihn. Mit ihr hatte er nicht gerechnet. Wie angewurzelt stand er da und wich ihrem Blick aus, atmete heftig.
Catherine: „Sag es mir...“ Vincent schüttelte gequält seinen Kopf. Sie sah seinen inneren Kampf.
Catherine weiter: „Du stehst unter enormer Anspannung, Vincent. Was Paracelsus dir angetan hat...“ Vincent unterbrach sie und presste energisch verzweifelt hervor:
Vincent: „Er ist TOT, Catherine. Ich müsste eigentlich ruhig in Frieden schlafen können, aber ich... ich kann nicht. Ich werde damit schon fertig. Bitte... mach dir keine Sorgen um mich.“
Catherine: „Ich soll mir keine Sorgen machen? Vincent du bist nicht mehr du selbst. Du hast dich verändert und dich vorhin selbst verloren... das macht mir sorgen. Irgendetwas geschieht mit dir und ich weiß nicht wie ich helfen kann.“
Vincent: „Ja ich... ich habe mich vorhin verloren.“ Vincent nahm sie in seine starken Arme. Ihr Kopf ruhte an seiner breiten Brust und hielt ihn fest umklammert. Sein Herz raste. Seine Atmung zitterte. Catherine löste sich ein wenig von ihm, nahm sein Gesicht in beide Hände. Stirn an Stirn gelehnt standen sie eine Weile so da. Sie küsste ihn zärtlich und seine Anspannung ließ allmählich nach.
Catherine: „Konzentriere dich auf mich. Fühle was ich fühle.“ lang standen sie so da. Catherine: „Lass uns ins Bett gehen. Es war ein langer Tag. Komm...“ Vincent folgte ihr. Catherine ließ den dicken Vorhang am Eingang fallen, stellte die Laterne dahinter, schlüpfte in ihr Nachthemd, löschte ein paar Kerzen und kletterte zu Vincent ins Bett. Eng aneinander geschmiegt lagen sie Gesicht an Gesicht da und sahen sich an. Ihre Hand strich nachdenklich über seine Wangen, Stirn, Nase und durch seine dicke Mähne.
Catherine: „Ich liebe dich.“ flüsterte sie.
Vincent: „Ich liebe dich auch, Catherine. Es wird alles wieder gut.“ Seine Hand ergriff ihr Kinn, zog sie an sich heran und küsste sie leidenschaftlich.
Catherine: „Küss mich noch mal... ich brauche dich. Ich vermisse dich.“ Er ließ sich nicht lange bitten. Gestützt auf seinem linken Elenbogen beugte er sich über sie. Ihre Lippen suchten und fanden sich immer wieder. Catherines Hände wanderten unter seinen Pullover, schoben diesen nach oben und glitten über seine breite Brust und seinen harten Bauch. Letztendlich zog sie ihm den Pullover aus, um ihn vollständig und ohne Hindernisse berühren zu können. Vincent tat währenddessen bei ihr nichts anderes. Seine rechte Hand schob sich von ihrem linken Oberschenkel hinauf zur Hüfte, ihrem weichen Bauch bis zu den weichen Brüsten. Dabei zog er ihr Nachhemd nach oben, das ebenfalls irgendwann neben dem Bett lag. Catherine ermutigte ihn weiter sich in diesem Gefühl fallen zu lassen. Seine Anspannung war fast nicht mehr vorhanden. Er gab sich der Liebe zwischen ihnen voll und ganz hin. Sein Mund liebkoste ihren gesamten Körper. Von ihrem weiblichen Duft konnte er nicht genug bekommen. Catherine öffnete sich für ihn und spürte seine erregte Männlichkeit an ihrem Oberschenkel. Als er zwischen ihr lag, umklammerten ihre Beine seine Hüften, um ihn weit in sich aufzunehmen. Seine straffen Bizeps bewegten sich. Ihre Hände massierten seinen muskulösen Rücken und auch dort fühlte sie jeden einzelnen festen Muskel der sich unter ihren Händen bewegte. Catherine passte sich seinem rhythmischen Bewegungen an. Ihrer beider Atem wurde heftiger und lauter. Vincent spürte ihre Kontraktionen die zunahmen.
Catherine: „Oh ja, Vincent. Oh ja... ja... ja… gleich…” Ihre inneren Muskeln zogen sich immer weiter zusammen und die süße Verlockung war auch für ihn zu groß. Gemeinsam kamen sie zum Höhepunkt und vergaßen die Welt um sich herum. Vincent kam ihren Lippen wieder sehr nahe, aber berührte sie nicht und flüsterte:
Vincent: „Was würde ich bloß ohne dich machen... ich liebe dich.“ Und verschloss ihren Mund mit seinem. Catherine zog ihn fest an sich.
Catherine: „Ich liebe dich über alles, mein Liebling. Komme was wolle.“
Am nächsten Morgen...
Catherine erwachte als erstes und betrachtete Vincents müde entspannte Gesichtszüge. Sie ließ ihre Finger durch sein kurzes seidiges Brusthaar gleiten, als er langsam aufwachte.
Catherine: „Guten Morgen. Wie fühlst du dich?“ Vincent schmunzelte müde.
Vincent: „Dank dir besser. Denke ich jedenfalls.“ Catherine schob sich über ihn und küsste ihn leidenschaftlich. Sanft hielt er sie an den Hüften.
Catherine: „Ich werde mich jetzt waschen, anziehen und uns leckeres Frühstück holen. William wird sicherlich was besonderes für uns zaubern. Und im Anschluss besuchen wir Vater und Mary und die Kinder. Was hältst du davon?“
Vincent: „Das hört sich gut an. Eins nach dem anderen.“
Catherine: „Gut. Eins nach dem anderen. Und du bleibst liegen bis ich wieder zurück bin. In Ordnung?“
Vincent: „Ja werde ich.“
Catherine: „Keine Dummheiten... versprochen?“ Vincent schmunzelte leicht.
Vincent: „Ja versprochen.“
Rasch sprang sie aus dem Bett, war gewaschen und fertig angezogen. Vincent war derweil wieder eingeschlafen. Catherine beobachtete ihn einen Moment und brannte sich dieses Bild fest ein. Wie er so da lag... ruhig... entspannt. Sein faszinierendes Gesicht so friedlich. Die Decke ruhte an deinen Hüften. Sein freier Oberkörper zeigte die enorme Kraft die in ihm steckte. Die rechte Hand lag auf seinem Bauch und die linke über seinem Kopf. Die starken Oberarme und kräftigen Schultern. Sie liebte diesen Mann. Leise ging sie zu ihm, küsste ihn sanft ohne ihn zu wecken und flüsterte.
Catherine: "Ich liebe dich. "
Die Tage vergingen
Vincents Zustand schien sich tagsüber stabilisiert zu haben. Doch nachts kamen die Alpträume wieder. In seinen Träumen lief er ununterbrochen um sein Leben. War gefangen in der Dunkelheit, die eigentlich sein Verbündeter war. Gesichter kamen zum Vorschein und fremde Stimmen. Von Nacht zu Nacht wurde es schlimmer und Vincent schreckte jedes Mal schweißgebadet hoch. Catherine versuchte ihn so gut wie nur möglich zu beruhigen. Manchmal schaffte sie es und manchmal auch nicht. Dann stand er auf, nahm sich ein Buch und versuchte dadurch auf andere Gedanken zu kommen.
Die Müdigkeit durch den fehlenden Schlaf ließ Vincent instabil werden. Er begann nachts aufzustehen, um durch die Gänge zu wandern. Irgendwann wachte er irgendwo in den Tunneln oder im Central Park auf und wusste nicht mehr wie er dort hingekommen war. Eines nachts war es besonders merkwürdig. Er rannte wieder durch die Dunkelheit, die Tunnel entlang bis raus in den Central Park. Dort sah er in der Ferne Catherine stehen die ihn zu sich zurufen schien. Doch wie aus dem Nichts kamen Polizisten auf Pferden auf ihn zu, kesselten ihn ein, schossen mehrfach auf ihn und er brach in sich zusammen. Das nächste woran er sich erinnern konnte war, dass er am helllichten Tag unter einem Baum im Central Park aufwachte. Schnell zog er seine Kapuze über und versuchte schnell, aber unbemerkt zum Tunneleingang zu gelangen. Als dies geschafft war rannte er die Tunnel entlang, übersah fast Mary die aus Vaters Bibliothek kam. Sie sah sofort Vincents verstörtes Gesicht. Vincent ging ungeachtet ihrer Worte an Mary vorbei bis er bei Vater in der Bibliothek stand. Völlig durcheinander sah er sich um. Vater kam auf ihn zu und versuchte seinen Blick aufzufangen.

Vater: „Aaaah ja, guten Morgen, Vincent. So früh schon unterwegs? Was ist los?“
Doch Vincent antwortete nicht gleich. Ziellos tigerte in der Bibliothek auf und ab und versuchte seine Gedanken zu ordnen. Vincent drückte seine Hände an seinen Kopf. Er versuchte tief durchzuatmen und hielt seine Augen geschlossen. Mary stand an der obersten Stufe. So hatte sie Vincent noch nie gesehen. Nicht einmal als er jünger war und seine pubertäre Trotzphase hatte. Sie war unsicher was sie sagen sollte.
Mary: „Vincent, mein Junge. Kann ich was für dich tun? Brauchst du Hilfe?“
Vincent: „Dabei kannst du mir nicht helfen, Mary.“
Mary: „Bist du sicher?“
Vincent: „Sicher? Ich weiß es nicht... ich... weiß gar nichts mehr...!“ Vincent musste sich konzentrieren, um nicht wütend zu werden. Vater bemerkte jedoch sein Ungleichgewicht und signalisierte ihr mit einem stummen Blick, dass er mit ihm allein sein musste. Mary nickte stumm, ging aber mit gemischten Gefühlen und einem besorgten Gesichtsausdruck aus der Bibliothek.
Vater: „Sag mir was passiert ist.“
Vincent: „Ich ging letzte Nacht ins Bett... bin ganz normal eingeschlafen... dann hatte ich einen sehr lebhaften Traum. Ich weiß nicht einmal wo der Traum begann und die Wirklichkeit endete.“
Vater: „Worum ging es?“
Vincent: „Ich ging durch die Tunnel... irgendwann war ich im Park... ich sah Catherine an der Lichtung stehen. Als ich zu ihr ging fielen Schüsse...“
Vater: „Wie endete der Traum?“
Vincent: „Mit dem Tod... Meinem Tod!“ Vincent lehnte sich gegen eines der Regale, ließ seinen Kopf hängen.
Vater: „Und dann?“ fragte er vorsichtig.
Vincent: „Dann... bin ich im Park aufgewacht.“
Vater: „Da war es noch dunkel...“ verzweifelt sah Vincent seine Vater an.
Vincent: „Nein Vater... vorhin! Ich komme direkt aus dem Park!” Schrie er ungehalten. Vater ging schnell auf ihn zu, packte ihn am sanft am Oberarm und bat ihn sich zu setzen. Nur widerwillig ging er auf dessen Vorschlag ein. Sie saßen sich gegenüber, Vincents linker Arm ruhte auf dem Tisch, seine Stirn stützte er auf seiner Hand ab.
Vincent: „Ich verliere meinen Halt, Vater. Ich weiß nicht was ich tun soll.“ Seine Stimme war kräftig und stark. Die Sanftheit war verschwunden.
Vater: „Ist es so wie damals als du jünger warst?“ Vincent nickte.
Vincent: „Wie damals... am Anfang... nur noch viel stärker und... gewaltiger.“ Vincent stand auf. Er konnte nicht mehr sitzen und sprach derweil weiter.
Vincent: „Es ist wie ein Feuer... es... es brennt sich durch mich hindurch... die Träume kehren zurück, Vater.“
Vater: „Weiß Catherine davon?“
Vincent: „Von den Träumen weiß sie, ja. Nicht von den Wanderungen. Ich wollte sie nicht unnötig beunruhigen... in einigen Nächten hat sie mich beruhigen können und in anderen musste ich aufstehen und hab gelesen oder ging zum Spiegelteich. Ich war auch nachts im See schwimmen, um mich zu beruhigen. Aber was in dieser Nacht geschah ist neu. Catherine schlief heute oben... sie musste bis spät arbeiten und heute sehr früh im Büro sein. Ich weiß nicht weiter, Vater. Ab einem gewissen Punkt wird auch Catherine mir nicht mehr helfen können.“ Vater legte seine große Hand an Vincents Gesicht.
Vater: „Du musst dich jetzt besonders gut beobachten, Vincent. Sei kritisch mit dir selbst. Ich werde veranlassen, das dein Unterricht jemand anderes übernimmt. Die Kinder werden zwar stark protestieren, aber du brauchst Ruhe und musst dich um dich selbst kümmern. Ich werde dir helfen so gut ich kann, mein Sohn.“
Vincent: „Ich erinnere mich an die Träume und wie du mir nächtelang vorgelesen hast in dieser schweren Zeit.“
Vater: „Und das werde ich wieder für dich tun. Catherine wird ebenfalls an deiner Seite sein. Du bist nicht allein. Sieh mich an... hast du verstanden was ich dir gerade gesagt habe... du bist nicht allein.“ sagte er eindringlich. Vincent stützte sich an Vaters Schreibtisch ab, ließ den Kopf weit nach unten hängen und bestätigte stumm.
Vater legte einen Arm um seinen Sohn:
Vater: „Komm, lass uns zu William gehen. Er macht uns sicherlich einen passenden Tee, damit sich unsere Gedanken beruhigen können. Was hältst du davon? Um diese Uhrzeit dürfte bei William niemand mehr sein.“ Wortlos ging Vincent mit ihm mit.

William stellte keine Fragen. An Vincents Gesichtsausdruck und Vaters Augen konnte er erkennen das etwas nicht stimmte. Er sah wie Vincent mit seiner Fassung rang, seine Hände immer wieder zu Fäusten ballte und wieder gerade streckte. Seine Hände zitterten von Zeit zu Zeit.

Am späten Nachmittag bekam Vincent eine Nachricht von Catherine:


V. mein Schatz

„Ich vermisse dich so sehr! Sehen wir uns heute Abend? Ich werde auf dich warten.“


Ich liebe dich, C.


Ein sanftes lächeln huschte über sein Gesicht. Doch war er sich nicht sicher, ob es in seinem Zustand klug sei zu ihr zu gehen. Was wäre, wenn er oben bei ihr zusammenbrechen würde?
Er musste sie sehen! Komme was wolle!

Leicht bekleidet mit Jeans, Stiefeln und einem dünnen weiten Pullover machte er sich auf den Weg zu Catherine. Die 18 Stockwerke raufzuklettern taten ihm sichtlich gut.
Sie stand bereits draußen und erwartete ihn sehnsüchtig. Kaum hatten seine Beine den Boden ihres Balkons berührt flog Catherine in seine Arme.

Catherine: „Endlich. Ich habe dich so sehr vermisst. Die Nacht war endlos.“ sagte sie hastig, schlang ihre Arme um seinen Hals, zog sein Gesicht zu sich runter und küsste ihn leidenschaftlich.
Vincent: „Du hast mir auch gefehlt, Catherine.“ flüsterte er in ihre süßen Lippen und verlor sich fast in ihr. Als sie sich trennten sah Catherine in sein hübsches sanftes Gesicht, doch seine Gesichtszüge waren angespannt, seine Augen müde.
Catherine: „Dir geht es nicht gut...“ kam sie sofort zum Schluss.
Vincent: „Ja...“ sagte er kurz und knapp. Sie gingen hinein, Catherine schloss die Flügeltüren ihrer Terrasse, Vincent legte seinen Umhang und die Stiefel ab. Er folgte Catherine auf die Couch, wo er sich schwer nieder setzte, den Kopf zurück fallen ließ, mehrfach tief durchatmete. Er fuhr mit seinen Fingern durch seinen Haaransatz und verweilte so eine Weile. Besorgt schlüpfte sie an seine rechte Seite und strich mit ihren Fingern durch seine dicke Mähne, ergriff seine dort wartenden Hände. Seine Augen hielt er geschlossen. Catherine konnte ihm ansehen wie er versuchte sich zu konzentrieren. Seine Stirn legte sich in Falten.
Sanft legte sie eine Hand an seine linke Wange und brachte ihn dazu sie anzusehen. Langsam öffnete er seine Augen und sah sie lang an. Ihre Finger erkundeten sanft die Konturen seines Gesichts, seinen Hals entlang, seine Brust, während die andere weiter durch seine Mähne glitt. Vincent gab sich voll und ganz diesen Zärtlichkeiten hin. Er kam vorerst zur Ruhe. Seine Gesichtszüge wurden weicher und entspannter. Tief atmete er durch. Kurzzeitig schloss er wieder seine Auge. Er versuchte sich dazu zu zwingen seine Gedanken in Einklang zu bringen. Catherine spürte seinen Konflikt.
Catherine: „Entspann dich... beruhige dich... ich bin hier und passe auf dich auf, mein Schatz.“ Er konzentrierte sich auf ihre Stimme. Nach ein paar Minuten fand er seine innere Mitte wieder.
Catherine: „Hast du Hunger mitgebracht?“ Schmunzelnd sah sie ihn an. Leicht schmunzelte er zurück.
Vincent: „Nein...“ war nur ein Flüstern.
Catherine: „Konzentriere dich auf mich. Fühle was ich fühle. Nichts anderes zählt.“ Zaghaft trafen sich ihre Lippen und versanken von jetzt auf gleich darin. Vincent umfasste Catherines Nacken mit seiner linken, zog sie fester an sich heran. Seine Hände glitten an ihre Hüften und zogen sie auf seinen Schoß, sodass sie rittlings auf ihm saß, die Knie rechts und links von ihm. Catherines Unterleib rutschte ungeduldig auf ihm herum und sie spürte seine wachsende Männlichkeit unter sich. Vincent brachte einen kleinen Abstand zwischen sich und Catherine, zog seinen Pullover über den Kopf, warf ihn achtlos zur Seite und beobachtete, wie Catherine sich auf ihm Stück für Stück ihrer Kleidung entledigte. Vollkommen nackt saß Catherine nun auf ihm. Dies brachte sein Blut zum Rauschen. Sein Mund, seine Zunge, seine Hände erkundete jeden Millimeter ihres Halses, Schulter, ihre Brüste und wieder zurück über ihre Kehle bis sich ihre Lippen letztendlich trafen.
Vincent: „Catherine... ich brauche dich. Ich will dich... jetzt.“ atmete er heftig.
Catherine: „Ich habe gehofft das du das sagst... ich muss dich in mir spüren. Lass mich nicht warten.“ Catherine öffnete den Knopf und den Reisverschluss seiner Jeans. Mit ein paar Handgriffen war die Jeans soweit heruntergezogen worden, dass seine Erektion frei lag. Catherine umfasste seinen langen, harten, dicken Schaft und ließ sich langsam drauf gleiten bis sie ihn vollständig umschloss. Vincent legte schwer atmend seinen Kopf zurück, hielt sie weiter an den Hüften, an ihren Pobacken, zog sie enger an sich heran. Catherine umfasste mit ihren Händen seinen Nacken, dann seinen Hinterkopf und begann sich auf ihm auf und ab zu bewegen. Ihre Brüste luden seinen Mund ein an ihnen zu spielen und an den Brustwarzen zu knabbern.  
Catherine: „Ich liebe dich... du bist mein ein und alles. Ich brauche dich.“ Als sich ihre Augen trafen, wanderte Vincents Hand an ihren Nacken während sie sich weiter erotisch auf ihm bewegte. Sein Blick wurde eindringlicher, männlicher und das steigerte ihr Verlangen noch mehr. Vincent spürte jeden vaginalen Muskel auf seinem Schaft und wusste das sie bald ihren Höhepunkt erreichen würde. Er verstärkte seinen Druck auf ihren Hüften, sodass ihre auf und ab Bewegungen zunahmen, energischer wurden.
Catherine: „Ich will mit dir zusammen kommen, Vincent. Bitte...“
Vincent: „Nein... noch nicht zusammen... du bist gleich soweit... ich kann es spüren.“
Catherine: „Oh mein Gott... gleich... oh ja... ja... jetzt... jetzt... aaaaahhhhhhh....“ Vincent fühlte ihre Kontraktionen und hatte mühe ihr nicht gleich zu folgen. Völlig außer Atem fiel sie auf ihm zusammen. Ihre Beine und Oberschenkel fühlten sich wackelig weich an. Vincent stützte ihren Rücken, richtete sich kurz auf.
Vincent: „Halt dich an mir fest.“ sagte er mit rauchiger Stimme. Catherine umfasste seinen Nacken, während Vincent sie an ihrer Hüfte packte, sie mit dem Rücken auf die Couch legte. Er lag noch immer zwischen ihr, setzte sein Verlangen nach ihr fort. Bestimmend bewegte er sich auf ihr und nahm sie härter als sonst. Catherine gefiel diese andere Art und Weise. Sie klammerte sich fest an ihn. Vincent löste sich aus ihrer Umarmung. Sein Schaft verließ sie ganz, um sie umso kräftiger wieder zu betreten. Dies wiederholte er mehrmals hintereinander. Catherines glänzender Körper wölbte sich unter ihm und verlangte nach mehr.
Catherine: „Oh mein Gott, Vincent...“ keuchte sie „...ich bin gleich wieder so weit... ich will alles von dir... oh Gott das ist unglaublich...“ Vincent sprach nicht mit Worten, aber seine bestimmenden Augen sagten ihr alles. Vincent packte sie fordernd am Oberschenkel, zog sie weiter an sich heran, stieß ein paar mal in ihren heißen, feuchten, wartenden Schoß bis sich ihre inneren Muskeln stark zusammenzogen und sie gemeinsam ihren Höhepunkt erlebten. Schwer atmend ließ sich Vincent auf seine Unterarme fallen und lehnte seine Stirn gegen die von Catherine. Mit ihren Händen hielt sie sein Gesicht fest.
Catherine:Vincent... das war... mir fehlen die Worte. Du bist ein Traum von einem Mann... du bist mein Mann. Ich liebe dich über alles.“ Gestand sie ihm und küsste ihn innig.
Vincent: „Ich liebe dich auch, mein Engel. Du bist alles für mich.“ immer und immer wieder küssten sie sich leidenschaftlich bis sie sich irgendwann von einander trennten.

Vincent war den Abend über sehr ruhig und in sich gekehrt. Er entfachte das Feuer im Kamin, blieb davor hocken, sah gedankenverloren hinein, als Catherine sich hinter ihm nieder ließ und ihre Arme um ihn herum legte.
Catherine: „Hast du jetzt Hunger? Magst du was essen?“ flüsterte sie in sein Ohr. Fast tonlos schüttelte er seine Kopf.
Vincent: „Nein danke... ich bekomme nichts runter.“
Catherine: „Hast du heute überhaupt schon was gegessen?“ sie klang besorgt.
Vincent: „Ich bin mir nicht sicher... nein ich glaube nicht. In meinem Zustand ist essen eher nebensächlich und eine Qual.“
Catherine: „Woran denkst du...“ Vincent strich sich mit seiner linken Hand über seinen kurzen Bart und stützte dann sein Kinn auf seiner linken Hand ab. Die Schatten der Flammen loderten auf seinem Gesicht. Er suchte nach Worten.
Vincent: „Ich versuche an gar nichts zu denken. Es... es fällt mir nur schwer meinen Geist zur Ruhe zu bringen.“ Catherine glitt an seine Seite, um ihn ansehen zu können. Seine Mimik war sorgenvoll angespannt.
Catherine: „Sag mir was ich tun soll... was ich tun kann... oder was auch immer... ich will das es dir gut geht... ich will unsere gemeinsame unbeschwerte Zeit wieder haben...“ Ihre Worte waren zwar leise gesprochen, aber klangen verzweifelt. Vincent brachte ein gequältes schmunzeln hervor und ließ seinen Kopf hängen.
Vincent: „Bis es soweit wieder ist, muss ich einen schweren Weg gehen, Catherine... dieser Weg wird mir alles abverlangen.“ Catherines Augen weiteten sich. Entsetzen kroch in ihr Gesicht.
Catherine: „Wir werden diesen Weg gemeinsam gehen.“ Vincent schüttelte verneinend seinen Kopf.
Vincent: „Nein... das muss ich allein tun, Catherine. Dabei kann mir niemand helfen... nicht einmal du.“
Catherine: „Was meinst du damit... ?“ kam ängstlich über ihre Lippen. Vincent schluckte stark, atmete tief durch und sah sie abwartend an. Sollte er ihr wirklich alles offenbaren? Sie sah deutlich seinen Konflikt.
Catherine: „Vincent, ich sehe dir an das da noch mehr ist. Du hast mir nicht alles gesagt, richtig?“ schweigend nickte er.
Catherine: „Dann sag es mir! Hier und jetzt... Vincent.“ Vincent sah zurück in die Flammen und begann zu erzählen.
Vincent: „Um wieder der zu werden der ich vorher war, muss ich... im wahrsten Sinne des Wortes... einmal durch die Hölle gehen.“ Catherine hatte bei diesen Worten die Luft angehalten.
Vincent weiter: „Du kennst mich und du kennst mein anderes „ICH“. Durch den psychischen Stress der letzten Wochen fällt es mir enorm schwer, mein inneres Gleichgewicht zu halten. Das Biest in mir versucht mit aller Gewalt die Kontrolle über mich zu erlangen und dagegen kämpfe ich an... Tag für Tag... Nacht für Nacht... Stunde um Stunde. In mir findet ein Kampf statt... je weiter dieser Zustand voranschreitet, desto schwieriger wird es für mich damit klar zu kommen. Eine Verschlechterung kommt schubweise. Ich fange an Dinge zu sehen und... Dinge anders zu sehen...“
Catherine: „Erklär es mir!“
Vincent: „Egal wer oder was vor mir steht... ich sehe Dinge und Personen eher verschwommen und erkenne diese erst spät oder gar nicht... Stimmen und Töne werden unerträglich zu einer Qual. Konzentration ist nicht vorhanden. Mit Dingen meine ich... ich sehe... mein anderes „ICH“ direkt vor mir. Es ist eine Halluzination... wie, wenn ich in einen Spiegel schaue. Nur ist er düster und aggressiv. Er wartet auf mich, versucht mich zu reizen, außer Kontrolle zu bringen, spricht zu mir und... wird bis zum bitteren Ende mit mir um die Oberhand kämpfen. Das bedeutet... völlige Raserei, unbändige Wut, Willenlosigkeit... Todessehnsucht! Der Stärkere von uns beiden darf leben...“ Vincent hob seinen Blick, ließ ihn über Catherines Kopf hinweg gleiten. Seine Augen schlossen sich abrupt und er verkrampfte sich. Ihr stockte der Atem von dem eben offenbarte und Vincents angewiderten Gesichtsausdruck.
Catherine: „Siehst du ihn? Ist er hier?“ Vincent nickte.
Catherine: „Kämpf dagegen an, mein Schatz.“ Vincent schüttelte kaum merklich seine Mähne, sah sie schmerzvoll an.
Vincent: „Das bringt nichts. Ich muss mich ihm stellen. Einmal Hölle... und sofort wieder zurück zu dir!“ kam aus seiner Kehle. Catherine küsste ihn innig als Antwort. Sie kniete jetzt direkt vor ihm von Angesicht zu Angesicht. Ihre Hände ruhten auf seinen Oberschenkeln.
Catherine: „Was muss ich noch wissen...?“ Sie wollte auf alles vorbereitet sein.
Vincent: „Du darfst auf keinen Fall in meine Nähe kommen. Bitte versprich es mir!“ Catherine nickte.
Catherine: „Okay...“ Vincent gab sich mit dieser kurzen Antwort nicht zufrieden.
Vincent: „Das ist mein Ernst, Catherine! Ich kenne dich! Was auch immer du von mir hören oder sehen wirst... komm mir nicht entgegen oder versuche mich zu beruhigen. Ich werde nicht ich selbst sein. Ich werde niemanden erkennen und jeden angreifen der mir zu nahe kommt! Hast du mich verstanden! Das ist etwas völlig anderes als damals, als Paracelsus mich mit diesen Drogen zurückhalten wollte.“
Catherine: „Ja, hab ich. Versprochen.“
Vincent: „Wenn dir meinetwegen etwas zustoßen würde, Catherine...“ Vincent schüttelte bei diesem Gedanken seinen Kopf und sah sie eindringlich an.
Catherine: „Ich werde mich zurückhalten. Du hast mein Wort.“
Vincent: „Gut... ich würde mich sonst meinem Schicksal ergeben und eher in der Hölle bleiben, als hier ein Leben ohne dich.“ Catherine schlang ihre Arme um seinen Nacken und zog ihn fest an sich.
Catherine: „Ein Leben ohne dich, Vincent... wird es für mich nicht geben. Du gehörst zu mir und ich zu dir. Uns wird nichts trennen, hörst du? Nichts wird uns trennen!“
Vincent: „Du bist so mutig... womit habe ich dich verdient?“
Catherine: „Du verdienst alles, Vincent. Ich liebe dich! Ich werde dich immer lieben!“ Eng beieinander saßen sie noch eine Weile vor dem Kamin.

Nach einer Weile:
Catherine: „Wo wird sich das alles abspielen?“ tief atmete Vincent durch.
Vincent: „Wenn ich wütend bin und nicht weiß wohin mit meinen Gefühlen, begebe ich mich tief ins innere der Tunnel... tiefer als die sogenannten Katakomben. Dort ist es dunkel und kalt. Niemand, außer mir, kennt diesen Ort oder war schon einmal da. Den kenne nur ich.“ Plötzlich durchfuhr ihn ein stechender Schmerz durch seinen Kopf. Vincent stöhnte heftig, drehte sich zur Seite und hielt sich an der Stirn. Catherine hielt seinen Kopf.
Catherine: „Vincent? Was ist?“ Seine Atmung beschleunigte sich, aber er antwortete nicht. Vincent löste sich von ihr, gewann Abstand. Seine Augen verrieten Catherine, dass er wieder Dinge sah. Catherine vernahm seine verzweifelten knurrenden, grollenden Worte, die nicht an sie gerichtet waren:
Vincent: Nein... noch nicht... gib mir etwas mehr Zeit... bitte...“ dann sank er zu Boden und rang um Fassung. Catherine war sogleich an seiner Seite. Sie hatte Angst um ihn.
Catherine: „Vincent?... Was war das?“
Vincent: „Ich muss runter, Catherine... dieser Schub kam gewaltiger als der letzte... es scheint schneller zu gehen, als das letzte Mal...“ presste er hervor.
Catherine: „Das letzte Mal? So etwas ist schon mal passiert?“ Vincent nickte schmerzverzerrt.
Vincent: „Ja, aber nicht so ausgeprägt wie jetzt... frag Vater... ich kann nicht mehr reden... ich muss jetzt gehen...“ Vincent kleidete sich an und war bereit zu gehen. Catherine versuchte ihn kurz zurück zuhalten.
Catherine: „Warte...“ sie küsste ihn noch einmal.
Vincent: „Ich möchte das du eines weißt, Catherine... was auch immer geschehen oder kommen wird... wisse, dass ich dich Liebe.“ mit diesen Worten löste er sich von ihr und verschwand in der Nacht. Unfähig darauf zu reagieren sah sie im nach. In dieser Nacht fand Catherine keinen Schlaf. Sie hatte vor, am nächsten Tag, sobald es ging nach Below zu gehen.

Vincent war die ganze Nacht unterwegs gewesen. Sein anderes „ICH“ trieb ihn immer weiter an. In einer Ruhepause fand er sich am großen unterirdischen See wieder, worin er jeden Abend schwamm. Die Gelegenheit nutzte er und zog seine Bahnen.
Ganz in der früh führten ihn die Gänge bis in die Bibliothek. Vater war noch nicht einmal an seinem Schreibtisch. Vincent setzte sich in den großen Stuhl mit der hohen Lehne. Sein Blick wanderte durch den Raum, als ob er diesen nicht mehr wieder sehen würde. Die Ruhe wurde jäh unterbrochen, als er sein anderes „ICH“, das Biest, auf sich zukommen sah. Seine Atmung wurde schneller. Er fühlte sich von ihm in die Enge getrieben. Ein tiefes Grollen entkam seiner Kehle und hallte durch die Gänge, gefolgt von hektischen Klopfgeräuschen auf den Rohren. Einige Minuten später stand Vater am Eingang der Bibliothek und sah besorgt auf seinen Sohn, der sich am Schreibtisch abstützte und fast hyperventilierte. So schnell Vater konnte war er an seiner Seite.

Vater: „Ganz ruhig, mein Sohn. Ich bin es, Vater. Atme tief durch... beruhige dich... ich bin da...“
Vincent: „Es... dauert... nicht... mehr... lange... Vater. Ich... kann... es... fühlen...“ Vincents Gesicht war gezeichnet von Müdigkeit, Verzweiflung, Angst und Resignation.
Vater: „Halt durch. Du bist stark... widerstehe dem...“
Vincent: „Ich... kann... nicht... mehr... Vater. Ich... habe... keine... Kraft... mehr...“ Vincent ging vor Vater in die Knie, dieser folgte ihm. Gerade in diesem Moment kam Cullen herein, um nach seinem Freund zu sehen. Ihn so zu sehen hatte Cullen nicht erwartet. Bestürzt kniete er sich zu den beiden auf den Boden der Bibliothek.
Cullen: „Du machst doch jetzt nicht etwa schlapp, oder?“
Vincent: „Mir ist nicht danach, Cullen.“ kam energisch
Cullen: „Das habe ich damit auch nicht gemeint, Bruder. Du wirst dagegen ankämpfen, mein Freund. Ich hoffe wir haben uns beide verstanden!“
Vincent: „Ich kann nicht mehr!“
Cullen: „Du musst! Du bist mein bester Freund! Aufgeben ist keine Option!“ Mit festem Blick sah Vincent ihn an. Vincent biss seine Zähne zusammen, fauchte, nickte zitternd und versuchte sich kniend aufzurichten. Er stand in voller Größe vor ihm. Vincent sah bedrohlich aus.
Cullen: „Du kannst mich so lange und sooft anfauchen und anbrüllen wie du willst. Du machst mir keine Angst, Vincent. Ich weiß wer du bist. Ich weiß was du durchmachen musstest. Wir stehen das durch. Ich passe so gut es geht auf dich auf.“ Vater und Cullen stützten und hielten ihn an den Schultern. Vincents gesamter Oberkörper war hart und angespannt. Seine enormen Muskeln schienen in Alarmbereitschaft zu sein.
Vater traten ein paar Tränen aus dem Augenwinkel, als er diese Worte zwischen Cullen und Vincent vernahm.
Vater: „Was machen wir jetzt am besten mit dir... dich irgendwo unbeobachtet lassen ist mir zu riskant. Am besten du bleibst hier bei mir in der Bibliothek. Da kann ich dich im Auge behalten, Vincent. Hast du mich verstanden, Vincent?“ wortlos willigte er ein.
Cullen: „Ich werde in der Nähe bleiben, Vater. Ich gebe noch Wincloe und William bescheid. Nur für alle Fälle.“ Als Cullen gehen wollte packte Vincent ihn warnend am Arm.
Vincent: „Cullen... wenn ich durchdrehe, dann geht mir aus dem Weg. Solltet ihr versuchen mich aufzuhalten wird einer von euch verletzt oder getötet werden.“ Seine Worte kamen tief aus seiner Kehle, klangen ungeduldig und barsch. Sein Blick verfinsterte sich.
Cullen: „Verstanden!“
Die Stunden verstrichen
In den Tunneln hatte man für Ruhe gesorgt. Nur wichtige Nachrichten wurde über die Rohre geschickt. Vincent war bei Vater in der Bibliothek und ließ sich gut möglichst von ihm ablenken. Gelegentlich konnte Vater sogar mit ihm ein paar normale Sätze austauschen. Vater las ihm vor. So brachte er Vincents Geist teilweise in einen fast ruhigen Zustand. Lang hielt dies jedoch nicht an.
Vincents Geist driftete von Stunde zu Stunde immer weiter ab. Gegen Nachmittag kamen seine stechenden Kopfschmerzen wieder. Sein anderes „ICH“, das Biest, zeigte sich immer häufiger vor seinen Augen. Dieser provozierte ihn so gut er konnte. Vincent war wie in einem Fieberwahn. Er lief in der Bibliothek von einem Eck ins nächste, stützte sich irgendwo ab, um seinen Halt nicht zu verlieren. Sein Puls raste, sein Gesicht Schweiß nass.
In dem Moment kam Catherine die Stufen der Bibliothek hastig herunter. Der Anblick, der sich ihr bot erschrak sie. Mit langen schnellen Schritten war sie an seiner Seite.

Catherine: „Vincent... ich bin hier. Ich bin bei dir.“ Abrupt nahm Catherine ihn in den Arm. Sein Kopf ruhte auf ihrer linken Schulter. Ihre linke Hand hielt seine Nacken, während ihre rechte seine Schulter hielt. Catherine konnte seinen Herzschlag hören. Vincent stand unter Strom.
Catherine: „Vater? Sein Herz rast wie verrückt...“ Vater nickte besorgt.
Vater: „Ja, ich weiß. Dagegen bin ich machtlos.“
Plötzlich, von jetzt auf gleich, beruhigte sich Vincents Atmung, Puls und Herzschlag. Er richtete sich auf, sah an ihr vorbei. Sein Blick war leer und ausdruckslos. Catherine ahnte was es war.
Biest: „So Bruder. Es ist an der Zeit das wir unsere Differenzen klären. Verabschiede dich von deinen Lieben. Folge mir...“ Vincents Blick wanderte zu Catherine.
Catherine: „Ist er da?“ er nickte. Tränen stiegen in ihr auf. Vater verfolgte dies ohne zu wissen worüber sie sprachen.
Vincent: „Ich muss gehen... es ist Zeit.“ raunte er gefasst. Mit einer tiefen festen Stimme, die er nicht oft nutzte sprach er grollend weiter. Alarmiert sahen Vater und Catherine ihn an.
Vincent weiter an Vater gewandt: „Niemand darf mir folgen... egal was kommt... egal was passiert...!“ Wieder veränderte sich sein Gesichtsausdruck. Zorn und Wut stieg in ihm auf. Vincent wich von Catherine und Vater zurück und begab sich zum Ausgang der Bibliothek. Kurz drehte er sich noch einmal um für einen letzten Blick auf seine Liebe. Catherine formte mit ihren Lippen: „Ich liebe dich“. Dann verschwand er. Kurz darauf hallte ein verzweifelter Schrei eines Mannes, der auf dem Weg in die Hölle war.
Catherine sank in den nahestehenden Stuhl und ließ ihren Gefühlen freien lauf. Vater war an ihrer Seite, sagte jedoch nichts. Dafür gab es keine Worte.

Über die Rohre konnte man Vincents Weg nachverfolgen. Doch ab einem bestimmten Punkt kamen keine Meldungen mehr über seinen Aufenthaltsort. Vincent rannte, als wenn der Teufel hinter ihm her wäre. Er war an einem Punkt in der Tiefe angelangt, an dem es keine Rohre mehr gab.
Vincent rannte den ganzen langen Weg. Mit seinen Kräften war er fast am ende, doch er musste weiter... immer weiter. Es wurde dunkler. Es wurde kälter. Es wurde enger.
Tief unten in den Katakomben konnte man die Hand vor Augen nicht sehen. Vincent hatte bereits etliche Blessuren davon getragen, als er an seinem Zielort ankam. Doch es war für ihn nicht wichtig. Hier brauchte er kein Licht. Hier interessierten ihn keine Schmerzen. Hier in der Einsamkeit begann sein Kampf. Dieser Kampf sollte ihm alles abverlangen was er bisher hatte ertragen müssen. Er ließ alles heraus... brüllte, fauchte, schlug mit seinen Fäusten gegen die Felsen. Seine Krallen gruben sich in den sandigen Boden... sein Gesicht, seinen Körper ließ er an den Wänden vorbei schrammen... der Wahnsinn nahm seinen Lauf!!!

weitere Stunden verstrichen:
Vater saß an seinem Schreibtisch. Gedankenverloren starrte er auf Vincents schweren Mantel, den er dagelassen hatte. Er war nicht fähig irgendetwas zu tun. Mary kam an seine Seite mit einer Kanne Tee. Auch sie war eher ruhig und nachdenklich, hatte Tränen in den Augen. Sie ließ eine Hand sanft über Vincents Mantel gleiten.
Mary: „Können wir denn gar nichts tun, Jacob?“
Vater: „Nein Mary. Wir müssen abwarten. Wo ist Catherine?“
Mary: „Ich habe sie in Vincents Kammer gebracht. Sie ist sehr stark. Aber ich glaube du solltest nach ihr sehen.“ Vater nickte müde.
Vater: „Du hast recht. Das werde ich sofort tun. Möchtest du mich begleiten?“ Mary lächelte.
Mary: „Sehr gern, Jacob.“

Gemeinsam gingen sie mit einem Tablett mit heißem Tee zu Catherine, die in Vincents Kammer in seinem Bett lag und an die Tunneldecke starrte. Es war bereits weit nach Mitternacht. Aus der Kammer schimmerte Licht.
Mary: „Catherine... dürfen wir hereinkommen?“
Catherine: „Natürlich ihr zwei. Kommt bitte... ich bin froh, das ihr gekommen seid. Ich kann kein Auge zu machen. Meine Gedanken drehen sich nur um Vincent.“ beide nickten wohl wissend, dass es ihnen ebenso ging.
Vater: „Dürfen wir dir Gesellschaft leisten? Ich weiß es ist spät, aber schlafen kann von uns niemand.“
Catherine: „Ja, ich bitte darum. Ich hätte euch beide sicherlich in den nächsten Minuten aufgesucht. Ich bin ziemlich fertig und weiß nicht wie ich mich verhalten soll.“ Die drei setzten sich an Vincents großen Tisch. Vater verteilte die Teetassen und Mary schenkte allen dreien Tee ein.
Mary: „Es ist schwer sich in dieser Situation richtig zu verhalten, Catherine. Für uns ist es auch nicht einfach. Wir wollen ihm helfen, aber können nicht oder wissen nicht wie.“
Vater: „In diesem Fall heißt es wohl abwarten.“
Catherine: „Vater, Vincent sagte mir gestern... nein vorgestern, dass so etwas schon einmal passierte. In wie fern? Warum?“ Vater sah besorgt aus. Man sah ihm an, das er genau wusste wovon sie sprach.
Mary: „Ich kann mich sehr gut daran erinnern.“ Marys Stimme klang gebrochen und wie ein Hauch. Ihr Kopf senkte sich.
Vater: „Als wäre es gestern gewesen... das war bis dahin die dunkelste Zeit in seinem Leben.“ Vater klang wie ein gebrochener Mann.
Catherine: „Erzählt mir davon, bitte.“ Ihre Augen wanderten abwartend von einem zum anderen.
Vater: „Vincent war ungefähr 15... In dieser Zeit fand in ihm eine immense Umwandlung statt.“ Mary legte eine Hand auf Vaters, um ihn in seiner Erzählung zu unterstützen.
Mary: „Du musst wissen, Catherine... Vincent war als Kind eher dünn und zierlich.“ trotz der ernsten Lage huschte allen ein scheues Lächeln übers Gesicht.
Vater weiter: „Mit 14 war er bereits so groß wie ich... so circa 1,75m, aber immer noch reichlich schmal. Jedoch als er 15 wurde, begann er sich innerhalb von ein paar Monaten so rapide zu verändern, das es mir noch immer ein Rätsel ist, wie er das alles hat aushalten können. Sein kompletter Körperbau hat sich zu dem entwickelt, wie er heute ist.“ Catherine riss die Augen auf.
Catherine: „Was? Das kann ich fast nicht glauben...“ sagte sie fassungslos. Vater und Mary nickten.
Vater: „Ich hätte es auch nicht geglaubt, hätte ich es nicht mit eigenen Augen mitverfolgen können. Vincent war in den Monaten von seinem 15. bis zum 16. Lebensjahr um fast 30cm gewachsen... auch sein Oberkörper wurde breiter... vor allem seine Brust, seine Arme, sein Nacken, sein Rücken, seine Beine bzw Oberschenkel...“ Vater schüttelte ungläubig den Kopf.
Vater weiter: „Das er Schmerzen hatte sah man ihm an, aber er beklagte sich nie.“
Mary: „Wir konnten seinen Muskeln sprichwörtlich beim wachsen zusehen!“
Vater: „Kraft und Schnelligkeit... damit konnte er von klein auf gut umgehen, aber diese zusätzliche Stärke brachte es auch mit sich, das er emotionaler wurde. Der sonst so geduldige und überaus feinfühlige zurückhaltende Vincent wurde zu einer starken Persönlichkeit. Doch brachte es ebenso seine andere Seite mehr zum Vorschein und damit konnte er anfangs nicht umgehen. Vincent merkte den Unterschied. Von jetzt auf gleich war er wütend und aufbrausend geworden, wie wenn ihn etwas antreiben würde. Er konnte uns nie sagen was in ihm vorging.“
Mary: „Irgendwann begannen seine schlechten Träume. Wir bemerkten das er es sich nicht wagte ins Bett zu gehen, um zu schlafen. Vincent versuchte wach zu bleiben. Wanderte umher.“
Catherine: „Er hatte Angst vor den Träumen, so wie jetzt.“ beide nickten.
Vater: „Richtig. Das führte im Umkehrschluss dazu, dass er nicht mehr er selbst war. Und das wiederum führte dazu, dass er seinen inneren Halt verlor. Vincent war nicht mehr Herr über sein Tun und Handeln. Eines Tages ging es ihn psychisch von Stunde zu Stunde immer schlechter. Ich versuchte ihn wieder mit Vorlesen usw abzulenken, aber er war fast aphatisch. Auf nichts und niemanden hatte er reagiert. Es war so wie heute...“
Mary: „Wir hatten Peter gebeten runter zu kommen, aber da war es schon zu spät. Vincent war auf einmal so in Rage, dass er Hals über Kopf brüllend davon sprang und verschwand noch bevor Peter ihm was zur Beruhigung geben konnte.“
Vater: „Einige Männer waren ihm unbemerkt gefolgt und fanden ihn in völliger Raserei in der Kammer der Winde. Sie hielten sich zurück, informierten mich und Peter. Als wir eintrafen erkannte ich meinen Sohn fast nicht wieder. Er hat so verzweifelt geschrieen und all seine Wut herausgebrüllt. Uns allen ist fast das Blut in den Adern gefroren. Erschwerend kam noch hinzu... er hatte all seine Wut an den Felswänden ausgelassen. Nicht nur das die Felswände in seiner Nähe mit Blut verschmiert waren, sondern er war es auch. Vincent hatte klaffende Wunden an den Händen, Armen, Kopf... überall... wir dachten wir waren auf das Schlimmste vorbereitet... aber weit gefehlt...“ Vater stockte. Catherine sah den Schmerz und die Verzweiflung in Vaters Gesicht, als plötzlich Peter im Eingang stand und eintrat.
Peter: „Darf ich zu solch einer späten Stunde noch reinkommen?“ Catherine stand sofort auf und fielt Peter in die Arme.
Catherine: „Peter... mein Gott... mit dir habe ich gar nicht gerechnet.“
Peter: „Hallo Kleines. Es ist auch schön dich zu sehen, wenn die Umstände nicht so dramatisch wären.“ Peter begrüßte auch Vater und Mary. Er setzte sich mit an den runden Tisch und ließ sich über Vincents Zustand informieren. Dann bekam er mit, das Vater und Mary Catherine über Vincents letzten großen Ausbruch sprachen.
Peter: „Das war eine schlimme Zeit.“ sagte er bedächtig.
Catherine: „Wie ging es weiter?“ Vater atmete tief durch und sammelte seine Gedanken.
Vater: „Nun ja... dieser Zustand hielt einige Stunden an. Vincent hatte so viel Energie und Durchhaltevermögen... ich weiß bis heute nicht wie er das geschafft hat. Dann wurde er für einen kurzen Zeitraum ruhiger und rief nach mir. Ich ging zu ihm und...“ Vater hatte Tränen in den Augen. Senkte seinen Kopf. Peter übernahm für ihn.
Peter: „Jacob ging zu ihm... ich war dicht hinter Jacob, um Vincent so gut es eben ging, ärztlich zu begutachten. Vincent war völlig am ende und hatte eigentlich gar keine Kraft mehr. Er war überall mit Wunden übersäht. Beide knieten am Boden und Vincent sagte... Ich kann nicht mehr Vater. Ich will nicht mehr. Bitte gib mir etwas damit es vorbei ist... egal ob es mich umbringt. Ich konnte nicht glauben das diese Worte von Vincent kamen. Aber da begriff ich wie ernst es um ihn stand. Und ich glaube du ebenfalls, Jacob.“ Vater nickte.
Vater: „In der tat begriff ich in dem Moment den wahren Ernst der Lage, ja. Als es wieder anfing beschlossen wir kurzer hand ihn zu fesseln. Er sollte sich wenigstens nicht weiter selbst verletzen. Dies gestaltete sich ebenso schwierig. Zu 5. versuchten wir ihn festzuhalten, um ihm seine Arme hinter dem Rücken und seine Beine festzubinden. Dennoch mussten wir ihn festhalten. Er wandte sich hin und her und brüllte, schrie, fauchte... alles... plötzlich kam der Schock meines Lebens. Vincent bäumte sich mit all seiner restlichen Kraft auf, sah mich an, brach in sich zusammen und dann... dann wurde es abrupt still.“
Peter: „Wir wollten seine Vitalwerte kontrollieren, aber da waren keine mehr.“
Catherine: „Was... wie meinst du das?“
Peter: „Du hast schon verstanden, Cathy. All seine Lebensfunktionen standen still. Kein Puls, kein Herzschlag, keine Atmung... gar nichts!“ Jetzt bekam sie Angst. Sie begann leicht zu zittern. Mary war ebenso fassungslos. All ihre Erinnerungen an diese Zeit waren wieder so, als wäre es erst gestern gewesen.
Vater: „Er lag da in meinen Armen. Völlig verschwitzt, blutüberströmt, ohne ein Lebenszeichen... Ich... ich dachte ich hätte meinen jüngsten Sohn verloren... wir ließen nichts unversucht, um ihn wieder ins Leben zurück zu bringen. Dies blieb ohne Erfolg... doch dann... nach ein paar Minuten holte Vincent auf einmal hektisch Luft und alle Funktionen normalisierten sich wieder. Er sah mich an, konnte aber nicht sprechen. Seine Stimme war kaum mehr vorhanden. Seine Kraft gleich null. Aber er lebte! Alles andere war für mich nicht wichtig.“
Mary: „Wenn ich an seine Wunden denke, die er sich zugefügt hatte. Vincent war so geschwächt, dass er nicht einmal kurz gezuckt hatte, als wir ihm seine Wunden versorgten.“
Vater: „Vincent hat viele Wochen gebraucht, um sich von dieser Tortour zu erholen. Er hatte stark an Gewicht verloren. Nur langsam konnten wir ihn wieder ans Essen heranführen. Schritt für Schritt päppelten wir ihn auf.“
Mary: „Ja, es hat sehr lange gedauert bis er wieder ganz gesund war.“
Vater: „Mich würde interessieren was in dieser Zeit in seinem Kopf vorgeht.“ sagte er bedächtig. Catherine atmete sichtlich schwer nach Vaters lautem Gedankengang. Sein Blick hielt an Catherines fest. Peter und Mary entging dies nicht.
Peter: „Weißt du was genaueres?“ Catherine nickte. Ihre Augen füllten sich mit Tränen. Sie musste noch einmal tief durchatmen bevor sie zum erzählen begann.
Catherine: „In seinem Kopf passiert so vieles in dieser Zeit. Das mit seine Alpträumen wisst ihr bereits. Er sagte mir, das er Dinge sieht die nicht real sind und er weiß das sie nicht real sind... sein anderes „ICH“ zum Beispiel. Er sieht ihn vor sich. Es treibt ihn an, provoziert ihn, spricht mit ihm. Es gibt Momente, sagte er, da erkennt er niemanden oder sieht Dinge verschwommen und hört Dinge anders als sonst. Geräusche sind für ihn eine Qual.“ gebannt hingen die drei an ihren Worten.
Vater: „Hat er dir auch gesagt wohin er sich zurück zieht?“
Catherine: „Ja, tief in die Katakomben und noch weiter.“ Die Augen der anderen wurden groß.
Mary: „So weit unten? War schon mal jemand außer Vincent dort?“
Vater: „Von uns sicherlich niemand, aber vielleicht... vielleicht Maus. Er ist der Einzige dem ich das zutrauen würde. Mein Gott... dort unten... mir fehlen die Worte.“
Catherine: „Was ist dort unten? Vincent sagte mir nur, das es dort dunkel und kalt sei.“
Vater: „Mehr gibt es dazu auch nichts zu sagen, Catherine. Dort unten ist außer Dunkelheit, Kälte und Einsamkeit nichts anderes.“ Catherine versuchte gefasst zu wirken, doch fiel es ihr sichtlich schwer.
Catherine: „Können wir denn gar nichts tun, außer warten? Ich werde noch verrückt. Ich mache mir solche Gedanken um ihn. Ihn dort unten allein zu wissen...“ Catherine konnte nicht weiter reden. Sie vergrub ihr Gesicht in ihren Händen.
Vater: „Wir haben strickte Anweisung von Vincent uns ihm nicht zu nähern, Catherine. Bist du in der Lage ihn irgendwie zu fühlen?“ Sie schüttelte traurig mit Tränen in den Augen den Kopf.
Catherine: „Er hat sich vollkommen von mir abgeschottet. Wahrscheinlich, um mich zu schützen. Er weiß genau, das ich ihm trotz versprechen folgen würde, aber ich musste es ihm auch versprechen.“
Peter: „Dennoch würde ich vorschlagen, wir bereiten die Krankenkammer auf alles vor. Ebenso unsere Arzttaschen, damit wir sofort aufbrechen können, falls wir zu ihm können. Vincent wird sich etliche Wunden zugezogen haben die umgehend versorgt werden sollten.“ Vater stimmte Peter zu. Die beiden Ärzte erhoben sich von ihren Plätzen und gingen ihren Vorbereitungen selbst zu dieser späten Stunde nach. Mary blieb bei Catherine als seelischen Beistand.
Mary: „Komm, mein Kind. Leg dich ins Bett und versuch etwas zur Ruhe zu kommen. Ich bleibe hier und lese dir etwas vor. Schlafen kann ich in meiner Kammer jetzt nicht.“
Catherine: „Du bist ein Engel, Mary... danke. Bist du sicher, das es für dich in Ordnung ist auf mich aufzupassen?“
Mary: „Sicher. Ich möchte das es dir gut geht. Wir alle machen uns Sorgen um Vincent. Ich bin für ihn wie eine Mutter und das macht dich zu meiner Tochter. Mütter passen auf ihre Kinder auf, stimmt`s?“ Catherine hatte kleine Tränen in den Augen vor Rührung und nickte. Sie nahm Mary in die Arme. Beide hielten sich fest und schöpften Kraft.
Catherine: „Darf ich dir etwas anvertrauen, Mary?“ sie klang geheimnisvoll.
Mary: „Du kannst mir alles erzählen, mein Kind. Es bleibt unter uns.“ Catherine setzte sich auf Vincents Bett, Mary setzte sich dazu und nahm ihre Hände.
Catherine: „Du weißt wie sehr ich Vincent liebe?“ Mary nickte.
Mary: „Das weiß so gut wie jeder.“ beide lächelten.
Catherine weiter: „Ich kann ohne ihn nicht leben, Mary. Er ist mein Leben, mein Licht, mein Anker, bester Freund und...“ sie suchte nach den passenden Worten.
Mary: „Und?“
Catherine: „Er ist der Mann auf den ich all die Jahre gewartet habe. Ich werde keinen anderen Mann an meiner Seite akzeptieren. Er soll Derjenige sein mit dem ich Kinder haben möchte. Ich will sein Kind... ich will diesen Mann, Mary. Ich möchte mich fest an ihn binden.“
Mary hatte Freudentränen in den Augen.
Mary: „Das ist die schönste Liebeserklärung die ich je gehört habe. Er wird bald wieder bei uns sein, mein Kind. Wenn die Zeit reif ist, wirst du ihm all das sagen was du mir eben gesagt hast. Ich glaube nicht, das er diesen Worten widerstehen kann.“ kurz lagen sie sich in den Armen. Mary deckte Catherine zu, setzte sich auf Vincent großen Stuhl und begann zu lesen. Catherine war schnell im Land der Träume.

Was niemand zu dieser Zeit ahnte war, das Maus und Cullen Vincent, trotz der Warnungen, heimlich gefolgt waren. Sie hielten genug Abstand zu ihm, um nicht entdeckt zu werden. Nachdem Vincent in der Dunkelheit der Katakomben verschwand, bauten die beiden ein paar Abschnitte vorher ein Lager auf. Dort war es zwar düster, aber keine komplette Dunkelheit.
Dort entfachten sie ein Feuer, warteten und hörten den unvergesslichen Kampf ihres Freundes.
Die zwei bemerkten, dass das Gebrüll von Stunde zu Stunde abnahm, dann wieder mehr wurde und irgendwann gänzlich verstummte.

Viele Stunden später:
Mary war in Vincents bequemen großen Stuhl beim lesen eingeschlafen und Catherine lag in Vincents Bett. Durch hektische Klopfgeräusche wurde als erstes Mary wach und hörte gespannt auf die Nachricht. Diese kam von Cullen...

„Cullen... sind mit Maus Vincent bis zu den Katakomben gefolgt...

seit etwa 1 Stunde Stille...

schickt Vater und Peter und ein paar Männer...

Vincent schwer verletzt...

kaum ansprechbar...“


Mary: „Catherine, Catherine Kind... wach auf.“ im nu war sie wach.
Catherine: „Mary? Was...“
Mary: „Gerade kam eine Nachricht von Cullen. Er und Maus sind Vincent gestern gefolgt und haben Vater, Peter und ein paar Männer angefordert. Vincent sei schwer verletzt und kaum ansprechbar.“
Catherine: „Lass uns zu Vater gehen.“

In Windeseile waren sie in Vaters Kammer angekommen. Der war bereits mit Peter im Gespräch. Ohne viele Worte machten sie sich zusammen mit einigen kräftigen Männern auf den Weg in die Katakomben.
Ab einem bestimmten Punkt auf dem Weg wartete bereits Maus, um ihnen den Weg zu zeigen. Vaters strengem Blick wich Maus gekonnt aus. Es brachte nichts in diesem Moment mit ihm zu diskutieren. Insgeheim waren alle doch froh darüber, das Vincent unter ständiger Bewachung war.
Die Gruppe näherte sich den Katakomben. Es wurde dunkler, kälter, unheimlicher. Sie kamen am Lager von Maus und Cullen an.

Cullen: „Es sind jetzt fast 2 Stunden, Vater. Nicht ein Laut oder irgend etwas anderes. Wir wollten und konnten ihn nicht allein seinem Schicksal überlassen. Du kannst mir Strafarbeit verordnen oder die Stille bis zu meinem Tot, wegen ungehorsam, aber das ist mir egal, Vater. Er ist mein Bruder, mein bester Freund. Für uns hätte er das Selbe getan. Auch wenn du mich jetzt für verrückt hältst... ich war vorhin bei ihm und hab ihn mit Decken zugedeckt... und ähm... mach dich auf was gefasst... er war kurz bei Bewusstsein, aber ganz aphatisch.“ Vater nickte ergriffen, tätschelte Cullens Schulter. Vater sah zu Catherine und Peter, deren Gesichter von Cullens Worten Bände sprachen. Bis auf Vater, Peter und Catherine blieben alle am Lagerfeuer und wärmten sich auf.
Mit Fackeln in der Hand näherten sie sich dem Ort des Geschehens. Cullen hatte eine Fackel in Vincents Nähe zur Orientierung da gelassen. Nach einigen Metern sahen sie Vincent zugedeckt am Boden liegend. Er lag auf seiner rechten Seite, sein Gesicht von ihnen abgewandt. Langsam und vorsichtig traten die drei an ihn heran. Er atmete zittrig, kam kurz zu sich und verlor wieder sein Bewusstsein. Als erstes überprüften Vater und Peter seine Vitalwerte, während Catherine nicht recht wusste wo sie ihn berühren sollte ohne ihm weh zu tun. Sie war unfähig klar zu denken. Sie wollte ihn einfach nur in ihre Arme schließen, doch das ging nicht.

Peter: „Vitalwerte sind schwach, aber gleichmäßig, Jacob. Er hat sich völlig verausgabt.“
Vater: „Vincent? Vincent... ich bin es Vater. Kannst du mich hören?“ Vater sprach zaghaft, berührte ihn vorsichtig an seiner Schulter. Kurzzeitig öffnete er seine Augen.
Vater: „Verstehst du mich?“ kaum merklich nickte er.
Vater: „Peter und ich werden dich grob untersuchen. Es könnte etwas unangenehm werden. Dann werden wir dich vorsichtig auf den Rücken legen.“ wieder nickte er schwach und driftete ab.
Vorsichtig tasteten die beiden Ärzte seinen Körper nach irgendwelchen Brüchen ab, bevor sie ihn auf den Rücken legen konnten. Vincent hatte sich tatsächlich sein linkes Handgelenk gebrochen, abgesehen von zahlreichen Schürfwunden und offenen Wunden an Oberkörper, Rücken, Armen und an den Händen. Da sie sonst in dieser Lage keine weiteren Brüche feststellten, drehten sie ihn vorsichtig auf den Rücken. Als Peter ihn umdrehte stabilisierte Vater vorsichtshalber seinen Kopf und Catherine schützte Vincents gebrochenes linkes Handgelenk.
Vincent lag nun in einer übersichtlicheren Position. Sein Kopf und sein Oberkörper waren übersäht von teilweise getrocknetem und nachsickerndem Blut von den offenen Wunden. Er war schweißnass, aber kalt. Eine klaffenden Wunde am Hals und das gebrochene Handgelenk wurden als erstes versorgt. Peter und Vater gaben ihr bestes, um Vincent unter diesen Umständen zu versorgen. Catherine kniete am Kopfende, streichelte vorsichtig die nur wenig freien Stellen an Vincents Kopf. Unfähig zu sprechen starrte sie gebannt auf seinen geschundenen Körper. Vorsichtig entfernte sie mit zittriger Hand eine klamme Haarsträhne aus seinem Gesicht. Tränen traten aus ihren Augen. Es tat ihr im Herzen weh ihn so zu sehen.

Peter: „Catherine, geht es dir gut?“ sie wischte sich die Tränen vom Gesicht.
Catherine: „Ja... ich denke schon. Er ist so schwer verletzt. Wie steht es um ihn?“ sie versuchte gefasst zu wirken.
Peter: „Wir müssen ihn so schnell wie möglich in die oberen Tunnel bringen. Hier ist es zu dunkel und vor allem viel zu kalt. Genaueres können wir dir erst sagen, wenn wir ihn oben gründlich durchgecheckt haben. Er ist völlig dehydriert. Wir legen eine Infusion, um seinen Flüssigkeitshaushalt auszugleichen.“ Catherine nickte.
Vater: „Catherine, wir brauchen jetzt eine Trage.“ Sie lief zum Lager, gab den Männer mit der Trage Bescheid und kam mit ihnen zurück. Vater instruierte die Männer, Vincent so vorsichtig wie nur möglich vom Boden auf die Trage zu hieven, ohne ihn groß zu bewegen. Danach wurde er mit vielen Decken zugedeckt, um ihn warm zu halten. Nun begann der lange Aufstieg in die bewohnten Tunnel. Viele Pausen mit Trägerwechsel und zum auswechseln der Infusion wurden gemacht, wenig bis gar nicht wurde gesprochen bis sie irgendwann zu Hause ankamen.
Vincent wurde umgehend in die Krankenkammer gebracht, wo Mary bereits auf die Gruppe wartete. Als Mary ihren Ziehsohn auf dem Behandlungstisch liegen sah, fielen ihr erst einmal viele Tränen herunter.
Mary: „Oh Gott Vincent, mein Junge...“ Sie war geschockt. Zusammen mit Mary, Vater und Peter blieb Catherine in der Krankenkammer und schnitten Vincent die restlichen Kleider vom Leib. Sie deckten ihn ab, damit ihm nicht noch mehr Wärme verloren ging. Er war stark unterkühlt. Zwischendurch kam Vincent zu Bewusstsein, realisierte vertraute Stimmen, öffnete für Sekunden seine Augen.
Vincent: „Cath...“ war ein zartes flüstern.
Catherine: „Ich bin hier, Vincent. Bitte bleib bei mir. Ich liebe dich, mein Schatz.“ Vincent vernahm ihre Stimme, sah sie kurzzeitig erleichtert an. Catherines küsste ihn vorsichtig. Sein Gesicht war mit Schürfwunden übersät. Sachte berührten ihre Fingerspitzen seine Stirn, seine Wange... vorsichtig streichelte sie ihn.
Vincent: „Schmerzen...“ sein schmerzverzerrtes Gesicht brach ihr das Herz. Tränen liefen aus seinen Augenwinkel. Hilfesuchend sah sie Peter entgegen.
Peter: „Ich gebe dir etwas gegen die Schmerzen.“ sagte er mit ruhiger gedämpfter Stimme. Peter gab ihm in die Infusion ein Schmerzmittel, das direkt in seinen Arm ging. Vincents Gesichtsausdruck entspannte sich.
Catherine: „Alles wird wieder gut. Ich bin bei dir und pass auf dich auf.“ Vincents Augen schlossen sich. Seine restlichen Wunden wurden gesäubert, vernäht, bandagiert. Das linke Handgelenk wurde in Position gebracht, fixiert und mit einem Gips versehen. Weitere warme Decken und Wärmflaschen wurden gebracht.

In den darauf folgenden Stunden bekam er eine Infusion nach der anderen. Sein Körper zog es praktisch in sich hinein. Seine Körpertemperatur stieg allmählich an und normalisiert sich. Catherine saß ununterbrochen an seiner Seite, las ihm vor, redete mit ihm, war ihm körperlich nahe.

Um rund um die Uhr bei Vincent sein zu können, ohne dass sie im Büro als vermisst gemeldet würde, ließ sie Joe eine Nachricht von sich überbringen. Darin bestand Catherine auf sofortigen Urlaub, auf unbestimmte Zeit, aus persönlichen Gründen. Sie würde Joe kontaktieren, wenn die Zeit dafür passend sei. Auch, das sie nicht zu Hause sei, für den Fall das Joe auf einmal vor ihrer Tür stehen würde.
Catherine konnte sich nun ungestört und in aller Ruhe um Vincents Genesung kümmern.

Die Tage vergingen:
Vincents Zustand blieb in den darauffolgenden Tagen unverändert. Seine Energiereserven waren komplett aufgebraucht. Durch seine schweren Verletzungen musste sein Körper um so mehr arbeiten. Er schlief die meiste Zeit. Ab und zu öffnete er kurz seine Augen, vernahm irgendwelche Stimmen die er versuchte einzuordnen und driftete wieder zurück in den Schlaf.
Zwischenzeitlich waren weitere 2 Wochen nach Vincents Zusammenbruch vergangen. Seine Wunden verheilten gut. Bis auf sein geschientes Handgelenk war von den Verletzungen kaum mehr etwas zu sehen.
Eines Morgens öffnete Catherine ihren Augen. Sie war, wie schon so oft, an Vincents Krankenlager eingeschlafen. Noch immer hatte sie das Buch in der Hand, welches sie ihm letzte Nacht vorgelesen hatte. Ihr Blick wanderte als erstes zu Vincent. Zu ihrem Erstaunen hatte er seine Augen geöffnet und sah sie müde an. Schnell setzte sie sich auf seine Bettkante, nahm seine rechte Hand in ihre, küsste seine Finger. Vorsichtig strich Catherine über seine Stirn. Daraufhin schloss Vincent kurz seine Augen, atmete tief durch und sah sie wieder an. Da realisierte sie, das er wirklich wach war. Mit strahlenden, leuchtenden Augen brachte sie ihr Gesicht ganz nahe an seines heran, küsste sanft seine Stirn, seine Nasenspitze und seinen Mund, den er sachte erwiderte.
Catherine: „Hab ich dich endlich wieder?“ flüsterte sie glücklich.
Vincent: „Sieht so aus.“ kam noch leiser über seine Lippen. Glücklich legte Catherine ihren Kopf an seinen.
Catherine: „Gott... ich dachte schon ich würde dich und deine traumhaften blauen Augen nicht mehr lebend wiedersehen... Ich liebe dich so sehr, mein Schatz. Endlich hab ich dich wieder.“ Eindringlich sahen sie sich in die Augen. Zärtlich strich er mit seiner gesunden rechten Hand über ihr Gesicht und schmunzelte leicht.
Vincent: „Einmal Hölle und wieder zurück zu dir.“ mit tränengefüllten Augen nickte sie.
Catherine: „Ja... du bist zu mir zurück gekommen. Ich werde dich nie wieder gehen lassen und auf dich aufpassen. So etwas wird nicht noch einmal geschehen.“
Vincent: „Ich kann mir nicht vorstellen das es etwas böseres gibt als das, was wir haben erdulden müssen in den letzten Wochen.“ Vincents Stimme war schwach, aber bestimmend. Er wusste wovon er sprach. Catherine legte ihre Stirn an seine, schloss ihre Augen, hielt sein Gesicht mit beiden Händen. Seine rechte Hand ruhte sanft an ihrer Hüfte und hielt sie fest, während seine geschiente linke Hand so gut es ging über ihren Rücken strich.
Catherine: „Ich hatte solch eine Angst um dich.“
Vincent: „Ich weiß. Es ist vorbei... Alles wird wieder gut... versprochen.“
Fast unbemerkt betrat Vater die Krankenkammer. Er räusperte sich leise, um sich bemerkbar zu machen. Langsam trennten sie sich von einander, sahen Vater verstohlen an, der verlegen lächelte.

Vater: „Wie ich sehe ist da jemand aufgewacht.“ Vater ging zu den beiden hinüber, legte eine Hand auf Catherines linke Schulter und sah auf seinen Patienten herab. Beide sahen zu ihm rauf und schmunzelten.
Vater weiter: „Wie fühlst du dich, mein Sohn?“ abwartend sah Catherine ihren Liebsten an.
Vincent: „Ich denke gut. Etwas schwach und müde, aber sonst...“
Vater: „Noch irgendwelche Schmerzen? Kannst du soweit alles bewegen?“ Vincent bewegte langsam seine Gliedmaßen, verzog leicht sein Gesicht. Es strengte ihn an.
Vincent: „Meine Gelenke Schmerzen etwas. So ähnlich wie Muskelkater und meine linke Hand spannt ziemlich.“ Vater nickte, Catherine sah Vater besorgt an.
Vater: „Deine linke Hand wird noch 2 - 3 Wochen so bleiben müssen. Danach kann der Gipsverband runter. Mach dir keine Sorgen, Catherine. Das ist ganz normal. Vincent hatte sich vollends verausgabt, kaum Nahrung zu sich genommen und sich in den letzten Wochen kaum bewegt. Jetzt liegt es an uns allen, ihn Stück für Stück wieder aufzubauen. Das bedeutet vor allem für dich, mein Junge... das du langsam anfangen wirst zu essen. Jeden Tag werden wir deine Aktivität steigern, damit dein Muskelaufbau beginnen kann. Du hast stark an Gewicht und Muskelmasse verloren.“ Catherine sah zu Vincent und nickte.
Catherine: „Ich werde dich unterstützen und mein Bestes geben, damit du schnell wieder zu kräften kommst.“ Vater lächelte breit, küsste Catherines Scheitel.
Vater: „Ich habe nichts anderes erwartet. Oder gibt es irgendwelche Einwände?“ Vater sah prüfend zu Vincent.
Vincent: „Ich werde einen Teufel tun und mich mit euch beiden anlegen. Deswegen werde ich mich fügen und mein Schicksal in eure Hände geben. “
Catherine: „Das sehe ich ebenso, mein Schatz.“
Vater: „Dann wäre das also geklärt. Ich werde umgehend William Bescheid geben. Er wird einen speziellen Essensplan für dich aufstellen. Wir werden mit einer leichte Kraftbrühe anfangen und steigern es von Tag zu Tag. Einverstanden?“ Beide stimmten zu.
Vincent: „Ja, einverstanden.“
Vater: „Du solltest dich ausruhen. Schlaf etwas und in ein paar Stunden sehen wir weiter.“ Vater verließ die Krankenkammer mit einem erleichterten Lächeln.
Catherine: „Versuch etwas zu schlafen. Ich bleibe bei dir.“ Ihre Hand ruhte auf seiner Brust als er seine Augen schloss, tief durchatmete und in einen erholsamen Schlaf driftete.

In den darauffolgenden 14 Tagen kam Vincent immer mehr zu kräften. Er erholte sich überraschend schnell. Die anfangs wackeligen Schritte wurden stabiler und mehr, sein Appetit nahm zu. Mit Catherine machte er schon kleinere Spaziergänge und konnte demnach an einem späteren Abend in seine geliebte gewohnte Umgebung, seine Kammer, zurückkehren.
Vincent blieb einen Moment am Eingang seiner Kammer stehen, lehnte sich dort gedankenverloren an. Sein Blick wanderte durch den Raum, als er Catherines zarte Hand auf seiner linken Schulter spürte.

Catherine: „Alles okay mit dir?“ Vincent nickte.
Vincent: „Es kommt mir vor wie eine halbe Ewigkeit, als ich das letzte mal hier war.“ Catherine stellte sich vor ihn, hielt ihn an der Taille, trat nah an ihn heran bis ihre Lippen sich trafen. Erst langsam und vorsichtig, dann steigerten sie das Tempo. Sie verloren sich in einander, erkundeten einander neu... direkt am Eingang. Völlig außer Atem lösten sie sich kurz voneinander. Catherine fand als erstes ihre Sprache wieder, atmete jedoch heftig.
Catherine: „Wir könnten überrascht werden, wenn wir den Vorhang nicht verschließen... und die Laternen...“ weiter kam sie nicht. Vincent verschloss ihren Mund mit seinem. Seine Lippen arbeiteten sich bis zu ihrer Halsbeuge, als er ihr antwortete:
Vincent: „Das ist mir egal... ich will dich... Gott ich... ich brauche dich... hier und jetzt...“ Catherine war verblüfft über seinen Mut und seinen Hunger nach ihr. Immerhin war es 4 Wochen her, indem sie das letzte mal intim waren. Vincents rechte Hand öffnete den Knopf ihrer Jeans und ließ den Reisverschluss nach unten gleiten.
Vincent: „Zieh das aus...“ sagte er hungrig. Sie tat was er verlangte, stand nun unten herum nackt vor ihm. Ihre Wangen färbten sich rot vor Erregung, Erwartung und Verlangen nach ihm. Vincent packte sie, hob sie hoch. Ihre Beine schlangen sich um seine Taille. Mit ihrem Rücken zur Wand umklammerten ihre Hände seinen Nacken. Stirn an Stirn standen sie schwer atmend eng aneinandergeschlungen an der Felswand. Vincent öffnete den vorderen Teil seiner Jeans, ließ seine stark errigierte Männlichkeit herausgleiten. Catherine lockerte leicht ihre Umklammerung und ließ sich auf seinen Schaft gleiten. Sie stöhnte auf als er sie betrat.
Catherine: „Oh Gott...“ Vincent stützte ihren Rücken, bewegte sich in ihr. Seine Stöße nahmen zu, ebenso seine Atmung. Ihre Lippen trafen sich immer und immer wieder. Nicht vorsichtig und suchend, sondern begierig, fordernd, leidenschaftlich. Catherine fing seine Unterlippe mit ihren Zähnen ein und hielt sie fest. Vincent muckte kurz auf und knurrte. Als ihre Augen sich trafen lächelte Catherine ihm neckisch entgegen. Herausfordernd schmunzelte er zurück.
Vincent: „Du freche kleine Wildkatze...“ kam tief aus seiner Brust, packte sie kräftiger an ihrem Hinterteil, nahm sie härter.
Catherine: „Ja... oh ja... mehr... gib mir mehr...“
Vincent: „Sei unbesorgt...“ sein Blick war wild, verführerisch. Plötzlich sah er über seine linke Schulter. Er hielt ausschau nach einem besseren Plätzchen. Ohne ein weiteres Wort trug er sie rüber zu seinem großen Tisch, setzte sie dort ab ohne das er ihre warme Mitte verließ. Sein Schaft pulsierte in ihr. Mit einer Handbewegung fegte er den Tisch frei, gab ihr zu verstehen, dass sie sich zurück legen sollte. Sein Blick wanderte über ihren Körper den er so sehr vermisst hatte. Catherines Hände öffneten Knopf für Knopf ihrer Bluse. Darunter trug sie einen Spitzen BH den man vorne öffnen konnte. Seine Hände ließ er von ihrem Bauch bis zu ihren Brüsten gleiten, die er energisch umfasste, knetete. Er sah an sich herunter und beobachtete wie sein Schaft ihren Schoß verließ und wieder betrat. Der Rhythmus beschleunigte sich, seine rechte Hand hielt ihren linken Schenkel, während seine linke bandagierte Hand auf ihrem Bauch ruhte. Catherines Augen waren geschlossen und ergab sich ihm voll und ganz.
Nach ein paar Minuten beugte er sich über sie, zog ihren Oberkörper zu sich rauf. Catherine umklammerte seinen Nacken. Sie schob sein Sweatshirt nach oben, um ihn auch endlich berühren zu können. Sie half ihm aus dem Shirt, warf es achtlos zur Seite, küsste seine Brust. Ihre Hände glitten hastig über seinen Oberkörper, während er sich weiter in ihr bewegte. Vincent drückte sie kurz zurück, sodass sie sich mit ihren Armen hinterrücks abstützen musste. Seine Männlichkeit schwoll noch einmal an, wurde im Umfang dicker. Die Adern auf seinem Schaft waren deutlich und pulsierten in ihr. Sie konnte es in sich spüren und brachte sie fast an den Rand der Erlösung. Vincent spürte um seinen Schaft herum ihre ansteigenden Kontraktionen, auch wurde ihre Atmung schneller, ungleichmäßiger. Ihre Hände verkrampften sich.
Catherine: „Oh bitte... bitte... erlöse mich...“ Vincent sagte nichts, sondern verstärkte seinen Griff an ihrem Rücken und Oberschenkel. Er verließ kurz ihren Schoß, was sie fast verzweifeln ließ und glitt kraftvoll in sie hinein. Sie bäumte sich vor ihm aus.
Catherine: „Oh mein Gott... Vincent...“ ihr ganzer Körper war angespannt und vibrierte.
Vincent: „Ja ich weiß, mein Engel... ich fühle es... lass dich gehen...“
Wieder verließ er ihren warmen feuchten Schoß und glitt fest in sie hinein. Es nahm ihr fast den Atem.
Catherine: „Weiter... nochmal... bitte nochmal...“ bettelte sie. Vincent schmunzelte triumphierend in sich hinein und tat was sie von ihm verlangte. Kurzer Hand entschied er sich dazu seine Spitze nur kurz in sie hinein gleiten zu lassen und reizte sie damit. Catherines Gesicht sprach Bände.
Catherine: „Oh Gott... Vincent... was tust du mir an...“
Vincent: „Nur was dir zusteht... all meine Liebe und Hingabe... du gehörst mir... nur mir!“
Catherine: „Ja... oh ja... ich gehöre dir... ich gehöre nur dir!“ Sie ertrank in seinen blauen Augen. Er nahm sie vollständig immer und immer wieder bis sie nicht mehr konnte. Ihr warmer feuchter Schoß verkrampfte sich um ihn herum, sie packte ihn fest an seinem verschwitzen Genickt, keuchte heftig, als ihr Höhepunkt all ihre Vorstellungen übertraf. Catherines Körper sackte zitternd in sich zusammen, sodass Vincent sie kurzer Hand stützen musste. Ihre Beine waren wie Pudding. Er bewegte sich weiter in ihr, fühlte ihre abnehmenden Kontraktionen, ließ sie zurück auf den Tisch gleiten, beugte sich über sie, umfasste mit seinen Lippen abwechselnd ihre Brüste, saugte genüsslich daran bis ihre Brustwarzen gerötet waren. Catherine keuchte und stöhnte über diese verschiedenen erogenen Zonen die gleichzeitig von ihm stimuliert wurden. Ihre Kontraktionen nahmen zu, nahmen seine Männlichkeit gefangen und reizten ihn bis auch er zum Höhepunkt kam. Mit ein paar letzten Stößen entleerte er sich in ihrer heißen Mitte, brachte Catherine ebenfalls zu einem weiteren Orgasmus der ihr durch Mark und Bein ging.
Völlig außer Atem, verschwitzt und positiv am Ende durch seine Verausgabung, bettete Vincent seinen Kopf vorrübergehend auf Catherines verschwitzter Brust. Seine Arme ruhten mehr oder weniger seitlich von ihr. Ihre Hände strichen durch seine lange Mähne. Nur langsam beruhigten sie sich, sahen sich an, küssten sich zärtlich. Völlig überwältigt von diesem Akt fand Catherine als erstes ihre Sprache wieder.
Catherine: „Das war sagenhaft... ich hoffe auf eine Wiederholung...“ sagte sie verführerisch, küsste ihn verspielt weiter. Vincent musste innerlich lächeln. Catherine sah seinen verschmitzten Blick.
Catherine: „Was? Was ist so lustig?“
Vincent: „Mein Hunger nach dir war definitiv zu groß, zu überwältigend. Ich hätte nicht länger warten können um dich zu lieben. Dennoch fürchte ich... habe ich mich mit dieser spontanen Aktion selbst überschätzt.“ sagte er lächelnd und selbstkritisch.
Catherine streichelte liebevoll sein Gesicht.
Catherine: „Heißt das, du könntest mich jetzt nicht einmal retten?“ Diese Frage kam mit einem humorvollen Unterton, der ihm nicht verborgen blieb. Er stieg darauf ein.
Vincent: „Mein Engel, ich könnte mich in diesem Zustand nicht einmal selbst vor irgendetwas retten. Geschweige denn, sonst jemand anderen... wen auch immer.“ Beide mussten darüber jetzt lachen.
Catherine: „Ohjee... meine Beine fühlen sich an wie Pudding. Ich glaube ich schaffe keinen einzigen Meter allein bis zum Bett.“ Vincent verstand genau wovon sie sprach und schätzte die Entfernung vom Tisch bis zu seinem Bett ab.
Vincent: „Hmmm... circa 4Meter... bis zum Bett könnte ich dich noch bringen, aber mehr schaffe ich heute garantiert nicht.“ und lachten darüber noch mehr.
Vincent half ihr auf, verstaute seine erschlaffte Männlichkeit in seiner Jeans und trug sie zum Bett, ließ sie langsam aufs Bett nieder und gesellte sich zu ihr unter die Bettdecke. Catherine kuschelte sich an seine Seite, in seinen linken Arm und lagen Gesicht an Gesicht. Beide küssten sich sachte, spielerisch, ließen gegenseitig ihre Zungenspitzen über die Lippen des anderen wandern.
Catherine: „Ich liebe dich.“ war nur ein Hauch, sehr sinnlich, beruhigend. Vincent küsste ihre Stirn und driftete als erstes in den Schlaf. Catherine streichelte unentwegt sein Gesicht bis sie selbst den Schlaf fand.

eine Woche später:
Es kam dann endlich die Zeit, wo Vincent seinen Gipsverband entfernt bekam. Ein Stück Freiheit mehr für ihn, da er sich seiner Lieblingsbeschäftigung widmen konnte... Schwimmen. Anfangs für einige Minuten, steigerte er sich innerhalb von ein paar Tagen. Zusätzlich musste er die Kraft in seiner linken Hand mit Gewichten aufbauen.
Vincent begann auch wieder damit Gitarre und Klavier zu spielen. Mit dem Klavier ging es schon ganz gut, nur für die Gitarre brauchte er mehr Beweglichkeit in seinem Handgelenk und dafür musste er weiter trainieren.
Catherine hatte ihre Arbeit bei der Staatsanwaltschaft wieder aufgenommen, war damit jedoch eher unzufrieden. Die gemeinsame Zeit mit Vincent wurde deswegen weniger. Auch hatte Vincent seine komplette Kraft noch nicht wiedererlangt und konnte Catherine in ihrer Wohnung nicht besuchen. Die 18 Stockwerke waren zu anspruchsvoll. Zwar kam Catherine jeden Abend nach Dienstschluss zu ihm in die Tunnel, war aber zu müde und zu geschafft, um die Zeit mit ihm intensiv zu genießen. Sie musste etwas dagegen unternehmen. Zuvor wollte sie jedoch am Wochenende mit Vincent darüber reden.
Am Freitag Abend war Catherine Below angekommen und auf dem Weg zu Vincent.
In seiner Kammer traf sie ihn nicht an. Folglich stattete sie Vater einen Besuch ab, der wie immer in der Bibliothek zu gange war.

Catherine: „Vater, guten Abend.“ erstaunt darüber, das er sie nicht hat kommen hören, sah er sie an.
Vater: „Catherine, guten Abend. Ich habe dich gar nicht kommen hören.“
Catherine: „Schon gut, Vater. Du warst tief in deine Lektüre versunken.“ lächelte sie breit.
Vater: „Du siehst müde aus. Trinkst du einen Tee mit mir?“
Catherine: „Das wäre jetzt genau das richtige Vater, danke. Sag mal, wo ist eigentlich Vincent? Ich war in unserer Kammer, aber er war nicht da.“ Vater schenkte ihr Tee ein, setzte sich zu ihr.
Vater: „Er wird wahrscheinlich in der Trainingshalle sein. Vincent trainiert seit letzter Woche mehr als sonst. Da er so viel Gewicht und Muskelmasse verloren hat, muss er härter daran arbeiten es wieder zu erlangen. Schwimmen reichte ihm nicht mehr aus.“ Catherine machte große Augen.
Catherine: „Okay... Folglich werde ich ihn nicht am großen See antreffen?“
Vater: „So ist es, mein Kind.“
Catherine: „Gut. Dann werde ich jetzt in ruhe meinen Tee mit dir trinken, mich im Anschluss umziehen und nach Mr. Universum sehen.“ Vater lachte breit bei ihrer Äußerung und nickte.
Vater: „Wie ich ihn kenne, wird er noch länger dort verweilen.“
Catherine: „Wir sehen uns zu Zeit so wenig, das ich diese Veränderung gar nicht mitbekommen habe.“ sie klang bedrückt. Dies blieb Vater nicht verborgen.
Vater: „Alles in Ordnung mit dir?“
Catherine: „Nicht wirklich, Vater. Die Arbeit ist mehr geworden. Unsere gemeinsame Zeit wird dadurch in Mitleidenschaft gezogen. Vincents Zusammenbruch hat mir die Augen über so vieles geöffnet, Vater. Ich habe erkannt was wirklich wichtig ist und habe für mich beschlossen eine große Veränderung vorzunehmen. Jedoch muss ich vorher mit Vincent darüber sprechen.“
Vater: „Dann würde ich sagen, was auch immer du für euch in Angriff nehmen wirst, werde ich unterstützen. Also, solltest du bei irgendetwas Hilfe benötigen, wende dich einfach an mich.“ Catherine strahlte übers ganze Gesicht.
Catherine: „Danke Vater.“

Catherine fand Vincent, wie Vater vorrausgesehen hatte, in der großen Trainingshalle. Sie beobachtete ihn eine Weile bei seinem Krafttraining. Vincent war nicht allein. Er hatte so eine Art ´Personaltrainer´ an seiner Seite, der ihn instruierte und ihn bis an sein Limit forderte. Sein Personaltrainer war ähnlich gebaut wie Vincent und hatte fast die selbe Größe.
Er ließ Vincent verschiedene anspruchsvolle Workouts machen. Nicht einfach ein paar Liegestütze, sondern ließ ihn in dieser Position schwere Hanteln vor sich her schieben und auch wieder zurück. Climbzüge wurden anspruchsvoller gestaltet, indem Vincent sich an einer speziellen Kletterwand, nur mit seinen Händen, entlanghangeln musste und zusätzliche Gewichte um seine Taille trug.
Wie lange Catherine ihnen zusah wusste sie nicht mehr. Irgendwann ging Vincent in die Knie, war völlig außer Atem, verschwitzt und kraftlos. Sein Trainer kniete neben ihm, legte eine Hand auf seine Schulter, grinste breit.

Vincent: „Jason, du machst mich fertig.“
Jason: „Ach komm schon, Bro. Ich muss aus dir `Weichei´ wieder einen kraftstrotzenden Kerl machen.“
Vincent: „Weichei... danke... sehr aufbauend. Du bist ein Sklaventreiber.“ Vincent spürte Catherines Belustigung und sah sich um. Lachend sah er sie näher kommen.
Catherine: „Ich habe hier unten noch nie gehört, das es jemand nur andeutungsweise gewagt hat, Vincent ein Weichei zu nennen.“ triumphierend stand Jason mit einer gespielten arroganten Pose neben Vincent und grinste breit. Vincent sah ihn herausfordernd an, schüttelte im gespielten Ernst seinen Kopf. Catherine trat an Vincent heran, umschlang seine Taille und küsste ihn sanft.
Catherine: „Hey du...“ Vincent war völlig außer Atem.
Vincent: „Hey... du bist meine Erlösung für heute.“
Jason: „Wundere dich nicht. Außer mir traut sich das auch keiner ihn `Weichei` zu nennen. Wir kennen uns von klein auf und haben beide eine menge Mist durchmachen müssen. Das verbindet! Ach übrigens, ich bin Jason.“ Er reichte Catherine die Hand. Lachend gab sie ihm ihre.
Catherine: „Freut mich dich kennen zulernen, Jason. Ich bin Catherine... Vincents bessere Hälfte.“ Vincent stand zwischen den beiden und verfolgte diese interessante Unterhaltung. Grinsend schmiegte sie sich an Vincents Seite, sah zu ihm rauf.
Vincent: „Hör nicht auf ihn. Er liebt es mich zu quälen.“ gab er in einem belustigten Unterton zurück.
Jason: „Stimmt auch wieder, Vinc... aber du brauchst das... komm schon... gib es zu...“ gab er ebenso belustigt zurück. Catherine war fasziniert von dieser Konversation und kam aus dem Grinsen nicht mehr heraus. Es war ihr eine Freude den beiden Muskelprotzen zuzusehen und zuzuhören, während diese die Trainingsgeräte verräumten. Jason zog Vincent witzelnder Weise damit auf, ihn morgen noch härter ran zu nehmen als heute, um ihn so richtig an seine Grenzen zu bringen. Im gespielten Mitleid sah er zu Catherine hinüber, die ihn mitfühlend ansah und schmunzelte.
Jason verabschiedete sich von den beiden mit den Worten an Catherine gerichtet:
Jason: „Nimm dir für ihn die nächsten Tage nichts großes vor. Vincent wird es gerade mal bis in sein Bett schaffen.“
Vincent: „Du bist der Teufel...“ Jason grinste voller Schadenfreude, klopfte Vincent auf die Schulter und verließ die Halle. Vincent atmete tief durch, ließ seinen Kopf hängen.
Catherine schlang ihre Arme um seinen Nacken und wartete bis Vincent sie ansah. Dann lächelte sie ihn süß an, küsste ihn zärtlich immer und immer wieder.
Nach einer Weile sah Vincent nachdenklich zu Catherine.

Vincent: „Woher weißt du eigentlich das ich hier bin?“
Catherine: „Vater sagte es mir. Ich hatte dich gesucht und wusste nicht wo ich noch suchen sollte.“
Vincent: „Du hast mich gesucht?“
Catherine: „Ja, ich wollte etwas mit dir besprechen.“
Vincent: „Das klingt geheimnisvoll.“
Catherine: „Hmmm, eher zukunftsorientiert.“ fragend sah er sie an.
Vincent: „Zukunftsorientiert... sollte ich nervös werden?“ breit lachend drückte sie ihm einen Kuss auf seine Lippen.
Vincent: „Das war keine zufriedenstellende Antwort... jedenfalls keine die ich erwartet hatte.“
Catherine: „Vertrau mir... ich werde dir deinen hübschen Wuschelkopf nicht runter reißen.“
Vincent: „Das beruhigt mich kein bisschen...“
Catherine nahm seine Hand in ihre.
Catherine: „Ich würde gern an einem ruhigen Platz mit dir reden. Wo wir ungestört wären.“ Vincent musterte ihren Gesichtsausdruck, atmete tief durch.
Vincent: „Lass uns zu den Wasserfällen gehen. Dort gibt es genügend Nieschen, wo wir unter uns sein werden.“ Lächelnd nickte sie. Vincent schnappte sich seinen dünne Pullover, den er im Gehen lässig anzog und begab sich mit Catherine zu den Wasserfällen.

Dort angekommen stand Catherine erst einmal stumm und nachdenklich da und genoss den beruhigenden Anblick der Wasserfälle. Vincent trat kurzer Hand hinter sie, hielt sie sanft an den Hüften, lehnte seinen Kopf gegen ihren. Tief atmete er ihren Duft ein.

Vincent: „Sag mir was dich beunruhigt.“ flüsterte er leise in ihr Ohr. Catherine huschte ein sanftes Lächeln über ihr Gesicht. Sie realisierte, das Vincent sich um sie sorgte.
Catherine: „Unsere gemeinsame Zeit fehlt mir. Ich vermisse es dich täglich zu sehen und wenn wir uns sehen, dann ist es für 1 Stunde oder vielleicht zwei, bis einer von uns beiden vor Erschöpfung einschläft.“ Vincent drehte sie zu sich, so dass sie sich in die Augen schauen konnten. Catherine streichelte verträumt sein Gesicht.
Vincent: „Was willst du mir damit sagen?“
Catherine: „Das wir zusammen kaum noch Zeit miteinander verbringen, Vincent. Ich bekomme gar nichts mehr mit, was dich betrifft. Vater mir sagte, dass du schon vor einer Woche mit deinem Muskelaufbau begonnen hast, weil dir das Schwimmen nicht mehr ausreicht... Ich hätte es wissen sollen. Meine Arbeit frisst mich auf. Ich schaffe das nicht mehr.“
Vincent: „Und das heißt was?“
Catherine: „Das heißt, dass ich meine Arbeit minimieren oder ganz an den Nagel hängen werde. Wenn Joe da nicht mitspielt, dann werde ich mich an einen ruhigeren Posten innerhalb der Staatsanwaltschaft versetzen lassen. Liebling, seit deinem Zusammenbruch ist mir so vieles klar geworden und zwar, was ich wirklich will.“
Vincent: „Was willst du, mein Engel?“ Catherine ging noch näher an Vincent heran, als sie schon war.
Catherine: „Dich... ich will dich, Vincent. Ich will abends mit dir ins Bett gehen, in deinen starken Armen einschlafen und morgens an deiner Seite aufwachen, mit dir aufstehen. Ich will dir im Laufe des Tages sagen wie sehr ich dich liebe. Ich will mit dir zusammen sein und keine Minute mehr missen und...“
Vincent: „Und?“ Catherine schlang ihre Arme um seinen Nacken, berührte sanft mit ihren Lippen seinen Mund.
Catherine: „Ich möchte ein Baby von dir, Vincent. Dein Kind... Ich akzeptiere keinen anderen Mann an meiner Seite, das weißt du. Ich will das du der Vater meiner zukünftigen Kinder wirst. Du oder keiner... es wird für mich keine andere Option geben.“ Völlig geschockt und unfähig ein Wort dazu zu sagen, sah Vincent sie an. Das musste er erst einmal sacken lassen. Lange sah er Catherine an, versuchte ihre Mimik zu analysieren, ließ durch ihr gemeinsames Band so eine Art Untersuchung ihrer Gefühle laufen, bevor er antworten konnte.
Vincent: „Du willst das wirklich.“ er klang fast ehrfürchtig. Lächelnd herausfordernd nickte sie.
Catherine: „Ja...“ war ein Hauch.
Vincent: „Du bist dir hoffentlich im Klaren darüber, das unser zukünftiges Kind so aussehen könnte wie ich.“
Catherine: „Darüber bin ich mir sehr wohl im Klaren, Vincent. Ich liebe dein Gesicht, deine Hände... alles an dir. Und wenn unser gemeinsames Kind deine Erbanlagen tragen sollte, wovon ich stark ausgehen werde, dann wäre ich unsagbar stolz, weil ich seine Mutter wäre und du der außergewöhnlichste und liebvollste Vater, den man sich vorstellen kann. Vincent, unser Kind wird uns beide haben. Es würde von uns mit Liebe überschüttet werden.“
Vincent: „Ich werde das Gefühl nicht los, das du nicht erst seit ein paar Tagen diese Wünsche hast.“ sie lächelte verlegen.
Catherine: „Das stimmt, ja. Diesen Wunsch, diese Gefühle, diese Gedanken habe ich schon seit Monaten. Ich wollte dich damit anfangs nicht überrennen, aber jetzt... besser gesagt als du krank warst, wurde dieser Drang in mir, was und beide betrifft immer stärker... ich liebe dich, Vincent. Ich liebe dich so sehr, das es mir manchmal schon richtig weh tut nur den Raum zu verlassen in dem du dich befindest.“ Vincent war sprachlos. Ihm fehlten die Worte. Dann, nachdem er sie eine ganze Weile schweigend ansah, wurde seine Mimik weicher und er schmunzelte verlegen. Sanft küsste Vincent ihre Stirn.
Vincent: „Was kann ich dem noch hinzufügen, außer... Ich liebe dich, Catherine. Für mehr fehlen mir die Worte. Obwohl...“ sagte er nachdenklich.
Vincent: „... mit einer Sache könnte ich deine Liebeserklärung übertreffen...“ verwundert prüfend sah sie ihn an.
Catherine: „So? Da bin ich mal gespannt.“ sie war neugierig.
Vincent: „Das darfst du gern sein, mein Engel. Jedoch muss ich dich dafür in unsere Kammer bitten.“ nun klang Vincent geheimnisvoll.
Gemeinsam verließen sie Hand in Hand die Wasserfälle in Richtung der gemeinsamen Kammer. Dort angekommen bat Vincent sie in seinem großen Stuhl Platz zu nehmen, während er aus einem kleinen Versteck, hinter einem Stapel Bücher, eine kleine Schatulle hervorzog. Die kleine Schatulle verschwand mühelos in seiner großen Hand. Auf dem Weg zurück zu ihr begann er:
Vincent: „Catherine, was du mir bedeutest kann ich kaum in Worte fassen. Deine Worte vorhin haben mich vollkommen aus dem Konzept gebracht. Bevor wir uns beide kennen gelernt haben, hätte ich solch starke Gefühle für eine Frau nie für möglich gehalten. Schon gar nicht mir gegenüber. Du hast Licht in mein Leben gebracht. Hast mich aus diversen dunklen Bereichen hervorgeholt. Du hast mir gezeigt was Liebe ist und was es bedeutet. Du bist in mein Leben getreten und hast es Buchstäblich auf den Kopf gestellt.“ Catherine starrte ihn gebannt an. Ihre Augen füllten sich mit Freudentränen, als Vincent vor ihr in die Knie ging und weiter sprach.
Vincent: „Für dieses Chaos bin ich dir ewig dankbar, Catherine und ich möchte es auch nicht mehr missen. Ein Leben ohne dich kann ich mir nicht mehr vorstellen. Du bist meine beste Freundin, meine Liebste und ich würde mich geehrt fühlen auch der Vater deiner zukünftigen Kinder sein zu dürfen. Doch davor möchte ich, das du meine Frau wirst.“ Vincent öffnete die kleine Schatulle. Catherines Augen weiteten sich bei dem Anblick. Darin befand sich ein silberner Ring, der rund herum mit saphirblauen Steinen besetzt war.
Catherine: „Ja... Vincent... ja, ich möchte deine Frau werden.“ war ein überwältigender Hauch. Catherine küsste ihn innig.
Catherine: „Oh mein Gott... der ist traumhaft, Vincent. Die Steine haben die Farbe deiner Augen.“ Vincent nahm den Ring aus der Schatulle, nahm ihre Hand und während er den Ring an ihren Ringfinger gleiten ließ, sagte weiter:
Vincent: „Nun... da du andauernd von der Farbe meiner Augen schwärmst, dachte ich mir bei meinem letzten Besuch in der Kristallgrotte, das dies wohl die richtige Wahl wäre. Und siehe da... er passt.“
Catherine: „Er ist perfekt. Ich weiß nicht was ich sagen soll. Ich bin so glücklich, mein Schatz.“
Vincent: „Du machst mich glücklich.“ Vincent nahm ihre Hand, küsste sie an der Stelle an dem der Ring saß. Catherine rutschte vom Stuhl ganz nah an ihn heran, umklammerte seinen Nacken, küsste ihn. Vincent hielt sie an der Taille und erwiderte ihren Kuss.
Catherine: „Wann sagen wir es den anderen?“
Vincent: „Heute nicht mehr. Es ist schon spät. Lass es uns morgen beim Frühstück bekannt geben.“
Catherine: „Dann wissen nur wir beide davon?“ Vincent nickte
Vincent: „So ist es, ja. Außer uns beiden weiß es niemand. Ein Helfer und enger Freund von mir betreibt mit seinem Vater ein Juweliergeschäft. Für ihr Geschäft besorge ich regelmäßig aus der Kristallgrotte die besonderen Kristalle und als Gegenleistung... nun ja... dieses mal dieser Ring. Er ist der Einzige der diesen Ring kennt, weil er ihn abgefertigt hat, aber nicht weiter eingeweiht wurde.“
Catherine: „Du steckst voller Überraschungen.“
Vincent: „Was hältst du davon, wenn ich uns eine Flasche Wein und zwei Gläser besorge und wir dieses Ereignis ganz in Ruhe feiern bzw auf uns wirken lassen.“
Catherine: „Au ja. Das wäre genau das Richtige. Wer weiß, was der Abend noch so alles an Überraschungen bereit hat.“
Vincent: „Hmmm, ich werde mich davon überraschen lassen, wenn ich wieder zurück bin.“

Und so war es auch. Als Vincent mit Wein und Gläsern zurück kam, wartete seine Verlobte bereits auf ihn. Catherine trug ein hellblaues, hauchdünnes Negligee und wartete einladend im gemeinsamen Bett auf ihn. Es wurde an diesem Abend sehr spät.
Am nächsten Tag beim Frühstück machten Catherine und Vincent die Bekanntgabe ihrer bevorstehenden Hochzeit. Es gab Jubel, Lachen, viele Umarmungen und Glückwünsche. Vater und Mary waren den Tränen nahe. Insgeheim hatte es jeder gehofft, aber nie gewagt auszusprechen.

Als Catherine und Vincent während ihrer Hochzeitsvorbereitungen ihre gemeinsame Zeit genossen, saßen sie am Ufer des großen Sees. Gedankenverloren ließ Vincent ein paar Steine ins Wasser fallen, als sie an seine Seite rutschte, seinen Oberarm fest umklammerte.

Catherine: „Woran denkst du?“
Vincent: „An die letzten Wochen und Monate.“
Catherine: „An was genau?“
Vincent: „Wärst du nicht gewesen, dann wäre ich wahrscheinlich nicht wieder lebend aus den Katakomben zurück gekehrt.“
Catherine: „Du bist durch die Hölle gegangen...“
Vincent: „...und wieder zurück zu dir.“



Fortsetzung folgt...











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