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Yes, No, Maybe

von mairio
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / Het
Chiaki Nagoya Hijiri Shikaido Marron Kusakabe Miyako Toudaiji Yamato Minazuki
29.09.2018
15.02.2019
20
86.699
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15.02.2019 3.503
 
Chapter 20: Yes, always! [Final]

Die Monate vergingen, ein weiteres Jahr ging um und der Tag der Hochzeit war angebrochen.
Es war ein perfekter Sommertag zum Heiraten. Mit warmen Temperaturen und wolkenfreiem Himmel.
Die Sonne strahlte durch die Kirchenfenster herein und erhellte den Innenraum in seinem Licht. Überall waren wunderschöne Blumen in verschiedenen Weißtönen sowie weiße Tülltücher zu sehen. Ein langer, roter Teppich war über den Mittelgang bis zum Altar ausgerollt.
Im Minutentakt traten mehr und mehr Leute in die Kirche ein und nahmen auf den Sitzbänken Platz. Dem Anlass entsprechend wurden schicke Anzüge oder Kleider getragen.
Es war eine kleine, überschaubare Hochzeit mit den engsten Freunden, Verwandten und Kollegen.
Vereinzelt liefen ein paar Kellner und Kellnerinnen in weißen Hemden und schwarz Krawatten durch die Gänge vorbei und boten den Gästen Erfrischungen wie Champagner, Orangensaft oder Mineralwasser an.
Chiaki stand mit Shinji und Yamato etwas abseits vom Altar. Alle drei trugen elegante, schwarze Anzüge mit weißen Hemden, schwarzer Fliege und einer weißen Lilie, die ihnen im linken, oberen Knopf angesteckt wurde.
Nervös atmete der Bräutigam tief durch und strich ein letztes Mal über den Anzug. In wenigen Minuten würde er die Liebe seines Lebens heiraten. Die Frau, die er seit Kindheitstagen an liebt. Er konnte es nach all der Zeit immer noch nicht fassen!
Die Nacht, als er ihr den Antrag gemacht und sie ohne zu Zögern „Ja“ gesagt hatte – ihm kam alles immer noch so vor, als wäre es gestern gewesen.
Seit dem gestrigen Abend hatte er Maron nicht mehr gesehen, entsprechend der Tradition, dass der Bräutigam die Braut bis zur Hochzeit nicht mehr sehen darf.
Aufgeregt lief der 26-jährige unruhig ein paar Schritte auf und ab.
„Soll ich dir ein Glas Champagner holen, Kumpel?“, schmunzelte Shinji. „Um die Nerven zu beruhigen.“
Verneinend lehnte Chiaki kopfschüttelnd ab. „Alles gut.“
„Heute ist der große Tag!“, grinste Yamato.
„Japp!“
„Alter, entspann dich! Du bist noch nervöser, als damals zum Antrag.“, grinste Shinji belustigt. „Keine Sorge, sie wird dich schon nicht vor dem Altar stehen lassen.“
Chiaki rollte genervt mit den Augen.
„Wenn du eines Tages heiratest, dann wirst du schon verstehen, wie ich mich gerade fühle.“
„Wird so bald noch nicht passieren!“
„Hey, es geht gleich los. Unsere Mädels sind jetzt auch da.“, merkte Yamato an und nickte mit dem Kopf Richtung Altar.
Natsuki und Miyako kamen soeben rein und stellten sich seitlich links vor dem Altar auf. Sie trugen pastelrosane Brautjungfernkleider aus Spitze im Vokuhila-Stil, die vorne kurz und hinten bodenlang waren. In ihren Händen hatten beide jeweils einen kleinen Strauß, bestehend aus unterschiedlichen weißen und rosafarbenen Blumen.
Auch der Pastor, ein weißhaariger Herr mittleren Alters mit großer Brille und einem sympathischen Gesichtsausdruck, war bereits eingetroffen.
Sowie die Hochzeitsband.
„Okay, dann wir gehen auch mal in Position.“, grinste Shinji, „Denk daran: die drei magischen Worte heißen hier ‚Ja, ich will‘!“, zwinkerte er Chiaki zu. Dieser lächelte nur augenrollend.
Allmählich trafen die letzten Gäste ein.
Kaiki unterhielt sich noch mit einem befreundeten Fotografen, der die ganze Hochzeit festhalten sollte und ging anschließend auf seinen Sohn kurz zu, bevor er sich hinsetzte.
„Ich wünschte, deine Mutter wäre hier.“, seufzte er leise und legte ihm eine Hand auf die Schulter.
„Sie ist hier.“, entgegnete Chiaki mit einem aufrichtigen Lächeln.
Daraufhin lachte sein Vater gerührt auf und umarmte ihn kurz. „Ich bin stolz auf dich, mein Junge.“
Damit begab er sich schließlich zu den Sitzbänken und setzte sich in die ersten Reihe neben Kagura (der in Begleitung von Yashiro kam) hin. Auf der anderen Bankreihe saß auch schon Korron -ebenfalls in der vordersten Reihe- und hielt ihrem Mann den Platz frei. Sie lächelte den Nagoyas erfreut zu.
Die Band begann eine instrumentale Version von Ed Sheerans „Give me Love“ zu spielen.
Gespannt blickten alle in Richtung der Türen und warteten darauf, dass die Braut eintraf.

Maron stand mit ihrem Vater vor den verschlossenen Türen und atmete nervös ein und aus.
Die inzwischen 27-jährige trug ein langes, schulterfreies, weißes Kleid mit Spitzen-Verzierungen im A-Linien-Stil.[X]
Ihre langen, braunen Haare trug sie in sanften Wellen offen. Auf ihrem Kopf befand sich als Accessoire eine hübsche, dünne Blumenkrone.
Das Make-Up war natürlich und dezent. Die Augen wurden mit rosé-goldenem Lidschatten und dünnen Eyeliner-Strichen zur Geltung gebracht. Die Lippen waren in einem zarten Rosarot geschminkt.
In ihrer linken Hand hielt sie einen Strauß mit weißen Rosen fest.
„Du bist zu einer so bezaubernden Frau herangewachsen.“, sprach Takumi, als er seine Tochter ansah. „Ich kann nicht glauben, dass mein kleines Mädchen jetzt heiratet.“
„Ich werde immer dein kleines Mädchen bleiben.“, schmunzelte sie.
Leise lachte er auf. „Wie fühlst du dich?“, fragte Takumi fürsorglich. „Bereit?“
„Bereit.“, antwortete sie ihrem Vater selbstsicher, richtete sich gerade und hakte ihren rechten Arm bei ihm ein.
Lächelnd blickte er auf Maron herab. Stolz war ihn seinen Augen abzulesen.
Im nächsten Moment öffneten sich die Türen und der Weg zum Altar breitete sich vor ihnen aus.
Gleichzeitig drehten sich alle Gäste zu der Braut um und standen auf. Zig Handys und Kameras wurden gezückt.
Langsam schritten Vater und Tochter schließlich los.
Sie liefen an viele vertraute Gesichter vorbei, doch Maron sah nur einen.
Ein strahlendes Lächeln bildete sich auf ihren Lippen. Die schönen braunen Augen glänzten vor Glück.
Auch auf Chiaki’s Gesicht war ein überglückliches Grinsen zu sehen. Freudetränen blitzten in seinen Augen auf, die er sich verlegen wegblinzelte.
Als Maron und ihr Vater schließlich den Altar erreichten, gab sie ihren Strauß an Natsuki ab, die mit Miyako und den Trauzeugen zusammen über beide Ohren grinsten.
Chiaki streckte ihr seine Hand aus. Takumi drückte seiner Tochter einen Kuss auf die Wange, ehe er ihre Hand nahm und sie in die seines Schwiegersohnes legte. Anschließend gesellte er sich neben seine Frau, die sich ihre Tränen wegschniefte.
Die Band spielten ihre letzten Klänge, ehe sie verstummte.

„Hi.“, flüsterte Maron, lächelte aufgeregt und nahm seine andere Hand in ihre.
„Hi.“, lächelte Chiaki. Automatisch strich er ihr mit dem Daumen beruhigend über den Handrücken und sah ihr in die Augen.
„Du siehst wunderschön aus.“, hauchte er, konnte seinen Blick nicht von ihr abwenden.
Schon in der Sekunde, als die Türen sich öffneten und seine Braut zum Vorschein kam, wäre ihm fast der Atem stehen geblieben. Sie sah in ihrem Hochzeitskleid noch schöner aus, als er es sich je erträumen konnte.
Mein Engel…, ging es ihm durch den Kopf, als sie wie in Zeitlupe auf ihn zuschritt. Und er würde mit diesem Engel den Bund des Lebens schließen.
„Danke.“, kam es Maron freudestrahlend zurück. „Du siehst auch gut aus.“
Im nächsten Augenblick bat der Pastor alle Gäste sich wieder hinzusetzen.
Stille breitete sich im Raum aus, als er weitersprach:
„Meine Damen und Herren, ich heiße Sie herzlich willkommen! Es ist mir eine Ehre die Hochzeit zwischen Chiaki Nagoya und Maron Kusakabe zu führen.“ Ein sympathisches Lächeln huschte ihm über die Lippen. „Auch wenn ich die beiden nicht persönlich kenne, weiß ich, dass sie gut zusammenpassen.“ Ein kurzes, amüsiertes Lachen brach unter den Gästen aus.
„Und woher weiß ich das? Nun – wegen Ihnen! Wegen Ihnen allen hier! Wenn ich mir Sie – die Freunde und Familie, der beiden ansehe und die Freude in all ihren Gesichtern; wenn ich sehe, wie sehr Sie sich für die beiden freuen – verrät mir das schon alles was zählt! Es verrät mir, dass es diese zwei Menschen verdienen, zusammen zu sein. Sie verdienen es glücklich zu sein und gemeinsam ein langes und erfülltes Leben zu führen.“
Während der Pastor sprach, blickten das Brautpaar einander an, lächelten und verloren sich in den Augen des Partners.
„Ihr habt Euch entschieden, den Bund der Ehe zu schließen und Euren weiteren Lebensweg gemeinsam zu gehen.“, hörten sie den Pastor schließlich sagen, „Darum frage ich Dich, Chiaki, willst du Maron lieben und achten in guten wie in schlechten Zeiten und sie so annehmen, wie sie ist, wie sie geworden ist und wie sie sein wird? Dann antworte mit ‚Ja‘.“
„Ja, ich will.“, sagte Chiaki klar und deutlich mit einem Lächeln.
Der Pastor wandte sich an Maron und auch sie sagte, „Ja, ich will.“, mit erstickter Stimme und lachte verlegen auf. Tränen liefen ihr das Gesicht herunter.
Schließlich kam der Moment, in der sie sich die Ehegelübde gegenseitig aufsagen sollten.
„Maron…“, begann Chiaki zu sagen, „Egal, wie sehr sich die Welt um mich herum verändert hat – Es gab immer ein Aspekt in meinem Leben, was konstant geblieben ist: und das bist du. Als meine beste Freundin. Als meine Partnerin. Als die Liebe meines Lebens. Und ich verspreche dir für den Rest unseres gemeinsamen Lebens, dass ich dich schätzen werde, dich lieben werde, dich zum Lachen zu bringe, dich glücklich machen werde… Ich verspreche dir, der beste Ehemann zu sein, der ich sein kann und eines Tages der beste Vater unserer Kinder.“ Er stoppte sich kurz und lachte freudvoll auf. „Ich liebe dich und mit jedem weiteren Tag, der vergeht, liebe ich dich mehr und mehr. Bis zu meinem Lebensende. Ich liebe dich, mein Engel.“
Maron schluckte schwer und sah peinlich berührt runter. Noch mehr Tränen entkamen ihren Augen, die sie sich schnell wegstrich. Anschließend sagte sie ihr Gelübde auf:
„Uhm… Als kleines Mädchen hatte ich mir immer eine Märchenhochzeit mit einem Prinzen vorgestellt. Und wie jedes kleine Mädchen, wartete ich darauf, dass eines Tages dieser Prinz auftauchen und mein Leben verändern würde. Und lange habe ich nicht gemerkt, dass mein Prinz mein Leben lang über da war.“ Sie schluchzte und schenkte Chiaki ein warmes, freudestrahlendes Lächeln, welches er erwiderte. „Du bist immer für mich da gewesen. Und mit dir an meiner Seite, da fühle ich mich als könnte ich jede Herausforderung meistern. Deine Liebe gibt mir Kraft und dieselbe Kraft möchte ich auch dir geben. Ich verspreche dir, für dich da zu sein, so wie du für mich immer da bist. Ich bin so dankbar, dich in mein Leben zu haben und den Rest meines Lebens mit dir zu verbringen. Danke, dass du mein bester Freund bist. Mein Seelenverwandter. Mein Ehemann. Und der zukünftiger Vater unserer Kinder.“, schloss sie verlegen lachend ab. „Ich liebe dich. Vom ganzen Herzen.“
„Wundervoll.“, meldete der Pastor sich wieder zu Wort, „Nun die Ringe.“
Shinji übergab dem Paar die Trauringe und flüsterte ihnen noch etwas zu, was beide zum Lachen brachten.
Kaiki strahlte voller Freude und Takumi strich Korron fürsorglich über den Rücken, die noch lauter schniefte und sich mit einem Taschentuch über die Augen wischte.
Nachdem Maron und Chiaki sich gegenseitig die Ringe angesteckt haben, konnte der Pastor sich auch ein zufriedenes Grinsen nicht verkneifen. „Hiermit erkläre ich Euch zu Mann und Frau. Ihr dürft Euch endlich küssen!“
Dies ließ das Paar sich nicht zweimal sagen.
Chiaki legte seine Arme um Maron und küsste sie innig. Sie erwiderte den Kuss gefühlvoll und schlang ihre Arme um seinen Nacken.
Ein jubelnder Applaus ging los.

Der Übergang von der Kirche zur Party-Location verlief reibungslos.
Auch der gemietete Hotelsaal war überall mit unzähligen weißen Blumen geschmückt.
Als Maron und Chiaki eintraten, wurden sie von allen Seiten von ihren Gästen begrüßt und beglückwünscht. Beim gemeinsamen Essen wurde auf das frisch getraute Brautpaar angestoßen und es wurden viele Reden seitens der Gäste gehalten. Danach wurde die riesige, fünfstöckige Torte angeschnitten.
Als der Brautstrauß geworfen wurde stritten sich Miyako und Natsuki fast um ihn, wobei er letztlich in Yashiro’s Hände fiel. Chiaki konnte vernehmen, dass sowohl Shinji als auch Yamato erleichtert aufatmeten, während Kagura tomatenrot anlief und von seinem Vater vergnügt angegrinst wurde.
Schließlich kam der Hochzeitstanz.
Chiaki führt Maron auf die Tanzfläche und sie begannen ihren ersten gemeinsamen Tanz als Ehepaar. Unzählige Handykameras waren auf die beiden gerichtet, doch sie blendeten alles um sich herum aus und sahen nur noch sich.
Nach zwei Minuten wechselte der DJ die Musik und die Tanzfläche füllte sich. Die Stimmung war ausgesprochen gut und es wurde ausgelassen gefeiert.
Nachdem Maron mit ihrem Vater, Schwiegervater und Freunden getanzt hatte, fand sie sich nach einiger Zeit in Chiaki’s Armen wieder.
„Genießen Sie die Feier, Mrs. Nagoya?“, grinste er.
Sie lachte. „Sehr sogar. Und mit Ihnen am meisten, verehrter Gatte.“, erwiderte sie und legte ihre Arme um seinen Nacken.
Chiaki strahlte seine Ehefrau glücklich an.
„Wollen wir auf dem Balkon kurz frische Luft schnappen?“, fragte Maron, nachdem das Lied zu Ende ging. Er nickte zustimmend.
Es war eine warme Sommernacht mit einem sternenklaren Himmel.
Maron stellte sich vor das Geländer, während Chiaki sie von hinten in seine Arme schloss. Entspannt lehnte sie sich an seine Brust an. Er drückte ihr einen Kuss auf den Kopf.
„Ich liebe dich, mein Engel.“, wisperte er ihr ins Ohr. „Du glaubst gar nicht, wie glücklich du mich machst.“
Lächelnd drehte sie sich in seinen Armen um, sodass ihre Augen direkt auf seine trafen. Sie stellte sich auf Zehenspitzen und küsste ihren Ehemann gefühlvoll.
„Es gibt da etwas, was ich dir geben wollte.“, sagte sie schließlich. „Im Sinne von einem Hochzeitsgeschenk.“
Chiaki zog fragend eine Augenbraue hoch. „Ein Hochzeitsgeschenk?“
„Ja.“ Maron löste sich aus der Umarmung, griff in ihre Tasche des Kleides und holte eine kleine handflächengroße Box heraus. Sie war mehr als froh, dass dieses Kleid Taschen für die Hände hatte. Seit Stunden trug sie dieses Geschenk mit sich herum, welches sie vor der Trauung heimlich eingesteckt hatte.
„Bitte akzeptiere dieses Geschenk – Es ist das wertvollste, was ich dir geben will und ich hoffe, es macht dich genauso glücklich wie mich.“, sagte sie, als sie ihm eine kleine Box entgegenhielt, die Wangen rot gefärbt.
„Egal was du mir schenkst, ich werde es lieben.“, entgegnete er sanft und nahm ihr die kleine Box ab. Ihr Lächeln wurde bei den Worten noch breiter.
Neugierig nahm er den Deckel ab.
Wie eingefroren hielt Chiaki inne, als er den Inhalt erblickte. Sprachlos stand er für einige lange Sekunden da bis er mit zitternder Hand reingriff. Und ein Ultraschallbild herausholte.
„Ich bin im zweiten Monat schwanger!“, rief Maron emotional aus, worauf er sie innig umarmte und küsste.
„Wir bekommen ein Kind…“, flüsterte Chiaki mit erstickter Stimme, Freudentränen entkamen seinen Augen. „I-Ich werde Vater…!“
„Ja…!“ Maron strich ihm liebevoll über den Rücken. Auch sie weinte vor Glück. „Wir werden Eltern…!“
„Ich liebe dich so sehr! Dich und-“ Er legte vorsichtig eine Hand auf ihren noch-flachen Bauch. „Unser gemeinsames Baby.“
„Ich liebe euch auch…!“, schluchzte sie.  
Eine gefühlte Ewigkeit verharrten beide in ihrer Umarmung.
Irgendwann kehrten sie zur Party zurück. Chiaki schnappte sich ein Mikrophone und tippten kurz drauf, um die Aufmerksamkeit ihrer Gäste zu bekommen.
„Maron und ich - Wir hätten da etwas zu verkünden.“, sagte er mit einem riesigen Grinsen.
Gespannt warteten alle darauf, worum es sich bei der Verkündung handeln konnte.
Ein paar letzte Blicke wurden unter dem Paar ausgetauscht, ehe Maron wortlos -mit einem glücklichen Gesichtsausdruck- das Ultraschallbild in die Höhe hielt.
In der nächsten Sekunde wurden sie wieder mit Glückwünschen und Umarmungen überschüttet.
Für beide war das der schönste Hochzeitstag, den sie sich vorstellen konnten.
***

***

13 Jahre später:

„Sayuri! Bist du soweit? Alle warten schon!“
Maron stand am Türrahmen des Bades angelehnt, an sah ihrer dreizehnjährigen Tochter dabei zu, wie sie sich ihre langen Haare zu einem Zopf band.
„Ich bin doch schon fertig.“, rollte das Mädchen mit den Augen, richtete ein letztes Mal ihr Sommerkleid und kam aus dem Bad raus.
Maron strich ihr kurz über die Haare und gemeinsam gingen sie ins Wohnzimmer, wo die anderen bereits auf sie warteten.
Chiaki unterhielt sich mit Sayuri’s besten Freund Yuuki, ein schwarzhaariger Junge, den sie seit dem Kindergarten kennt und im selben Wohnkomplex wohnte. Um die beiden herum rannten die achtjährigen Zwillinge Shinya und Shiho -Junge und Mädchen- durch das Zimmer und jagten sich gegenseitig. Ab und an fing Chiaki eine von beiden auf und kitzelte ihnen auf den Bauch. Maron kicherte vergnügt.
„Sind die Damen endlich fertig?“, schmunzelte Chiaki und setzte sich auf. „Dann fahren wir los!“
„Also-…Seid ihr euch sicher, dass ich uneingeladen kommen darf?“, fragte Yuuki unsicher. Eine verlegene Röte war in seinen Wangen zu erkennen, als er einen Blick auf Sayuri warf.
„Klar!“, winkte Maron unbeschwert ab. „Da brauchst du dir keine Sorgen machen. Je mehr kommen, desto besser!“
Die Familie war zu einer Grillparty von Shinji und Natsuki eingeladen, anlässlich ihres zehnten Hochzeitstages.
Sayuri hatte ihre Eltern gefragt, ob sie Yuuki noch dazu holen darf, da die Freunde ihrer Eltern keine gleichaltrigen Kinder hatten.
„Ich habe Natsuki letztens gefragt und sie sagte ‚Kein Problem‘.“, warf Sayuri lächelnd ein.
Yuuki nahm das nickend zur Kenntnis und folgte den Nagoyas schließlich ins Auto.
Die ganze Fahrt über alberten und lachten die beiden Teenagers mit den Zwillingen auf den Rücksitzen herum. Maron beobachtete die Kinder mit einem amüsierten Gesichtsausdruck vom Rückspiegel aus. Sayuri liebte ihre kleinen Geschwister und Yuuki mochte die Zwillinge, wie als wären sie seine eigenen Geschwister. Sie passten auch gemeinsam auf die Kleinen auf, wenn Maron und Chiaki an manchen Abenden später nach Hause kamen.
Bei den Narukamis angekommen, wurden alle herzlich begrüßt. Auch die Minazukis waren unter den Gästen schon anwesend.
Die Zwillinge schlossen sich direkt den anderen Kindern im Hof an.
„Ich dachte, unsere kleine Sayuri würde eine Freundin mitnehmen und nicht ihren Freund!“, grinste Shinji verschmitzt.
Sayuri und Yuuki sahen sich kurz an und blickten dann zu dem Älteren auf.
„Wir sind nur Freunde!!“, sagten beide mit einem irritierten Gesichtsausdruck.
Shinji hielt sich mit gespielter Dramatik den Kopf. „Gott… Geht das schon wieder los!“, stöhnte er auf.
Die beiden Teenagers verstanden nicht, was er mit der Aussage meinte und blickten noch irritierte drein als vorher.
Maron und Chiaki lachten belustigt in sich hinein und gesellten sich zu den anderen Gästen.

Nach einer gewissen Zeit traf die Braunhaarige ihre Tochter in der Küche wieder, während sie sich mit Natsuki und Miyako unterhielt.
Leicht genervt seufzte Sayuri auf und stellte ihren Teller in der Spüle ab. „Wieso fragt mich jeder, ob Yuuki mein Freund ist?!“, platzte es aus ihr heraus.
Die drei Frauen blickten sie mit großen Augen erstaunt an.
„Wenn ich zuerst antworten darf-“, meldete Miyako sich frech grinsend zu Wort, „Ihr seht süß zusammen aus.“
Sayuri verzog eine Grimasse. „Wir sind nur Freunde.“, beharrte sie.
„Hast du einen Freund, Sayuri-chan?“, kam es von Natsuki neugierig.
Die Wangen des Teenagers röteten sich. „Eh...Nein?“
„Oooh, aber es gibt jemand den du magst!“, stellte die Grünhaarige fest.
Sayuri wurde noch roter und blickte verlegen weg.
Maron räusperte sich kurz und gab ihren Freundinnen ein Zeichen, dass sie mit ihrer Tochter für einen Moment alleine sprechen will.
Nachdem die beiden Frauen weg waren, schnaubte Sayuri laut auf. „Wieso checkt das keiner? Yuuki und ich - wir sind seit einer halben Ewigkeit befreundet. Wäre doch total schräg, wenn ich mit meinem besten Freund ausgehen würde!“
„... Wäre es wirklich so schlimm?“, fragte Maron in einem sanften Ton.
Unsicher biss die dreizehnjährige sich auf die Unterlippe,
„Ja? ….Nein? ... Vielleicht?“ Sayuri blickte hilfesuchend zu ihrer Mutter auf. „Ich weiß es nicht!“ Maron lächelte leicht.
Seufzend blickte ihre Tochter aus dem Fenster und sah zu, wie Yuuki den Männern beim Grillen half.
„…Kann man sich in seinen besten Freund verlieben, ohne dass die Freundschaft in Gefahr gerät?“
Maron folgte ihrem Blick. „Ich habe mich in meinen besten Freund verliebt.“, antwortete sie ihr, „Und ihn geheiratet!“, fügte sie stolz hinzu und lächelte verliebt in Chiaki’s Richtung. „Und nach all dem ist dein Vater nach wie vor mein bester Freund, wie er vor 30 Jahren war.“
Große, braune Augen blickten überrascht in ihre.
Die Worte ihrer Mutter gaben Sayuri zu nachdenken. Mütterlich strich Maron ihr über die Haare. „Komm, gehen wir wieder raus. Sonst wundern sich alle wo wir bleiben.“
Die Party ging somit weiter und die Stimmung wurde immer ausgelassener. Irgendwann wurde die Musik lauter aufgedreht und eine kleine Tanzfläche hatte sich auf dem Hof gebildet.
Während Maron sich mit Chiaki und ein paar anderen unterhielten, sah sie wie Sayuri und Yuuki miteinander tanzten. Unauffällig beobachtete sie die beiden.
„Mama, was heißt ‚seelenverwandt‘?“, hatte Sayuri sie vor Jahren mal gefragt, als sie in eines ihrer Bücher auf das Wort stieß.
„Hm… Ein Seelenverwandter ist jemand, der dir immer zur Seite steht, egal was passiert. Jemand bei dem du dich nicht verstellen brauchst und bei dem du dich sofort wohl fühlst, egal wie schlecht es dir ging.“, hatte Maron ihr nach kurzer Überlegung geantwortet.
„Ohh…Also sowas wie dein bester Freund, richtig?“
„Ja, genau!“
Ein Lächeln bildete sich auf Maron’s Gesicht.
Sie wandte ihren Blick wieder um und sah zu Chiaki -ihrem besten Freund, Ehemann und Seelenverwandten- auf.
Er erwiderte ihr Lächeln liebevoll und hielt ihr eine Hand entgegen.
„Wollen wir tanzen?“, fragte er.
Sie legte ihre Hand in seine.
„Ja!“

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So, meine Lieben….!
Ich kann nicht glauben, dass YNM hiermit zu Ende ist… :(
(Ich hoffe, das letzte Kapitel hat euch gefallen!)

Einen großen Dank an alle, die von Anfang bis Ende dabei waren! <3
Danke an die, die die Story kommentiert, favorisiert und empfohlen haben! <3
Und ebenso auch einen großen Dank an die, die zukünftig hier reinlesen und das letzte Kapitel erreicht haben. :D <3

Wünsche allen ein schönes Wochenende! <3
Liebe Grüße
mairio
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