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just a machine?

GeschichteFreundschaft, Schmerz/Trost / P18
Gavin Reed Hank Anderson OC (Own Charakter) PL600 Simon RK200 Markus RK800-51-59 Connor
26.09.2018
27.02.2019
25
41.534
4
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26.09.2018 1.388
 
Connor wurde nur aus einem Grund erschaffen: Die Jagd auf Abweichler, Androiden, die sich gegen ihre Programmierung stellen und der Welt vorgaukeln, sie hätten Gefühle. Doch Connor weiß, dass eine Maschine nichts fühlen kann und dass auch er nicht dazu in der Lage ist zu fühlen. Doch warum zögerte er nicht nur zuvor, sondern auch in diesem Augenblick, als er dem Androiden vor sich eine Waffe an den Kopf hält? Warum denkt er überhaupt noch darüber nach und hat nicht längst abgedrückt? Und warum wollen ihm Kamskis Worte einfach nicht aus dem Kopf gehen? »Was ist dir wichtiger, Connor? Deine Untersuchung oder das Leben dieses Androiden?« │ Pairing(s): Markus × Simon (wobei der Fokus nicht auf den beiden liegt), …

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[Cover]

just a machine?


Connors Mission

DATUM
5. NOV 2038

ZEIT
23:21:05

Draußen ist es kalt, noch dazu fällt der Regen in winzig kleinen Tropfen auf die Erde hinab und hinterlässt so kleine Pfützen auf den Straßen von Detroit. Kaum jemand scheint bei diesem Wetter draußen unterwegs zu sein. Spät ist es noch dazu, bereits kurz vor halb zwölf in der Nacht. Viele Menschen sind um diese Uhrzeit zu Hause, doch nicht jeder hat es sich in seinen eigenen vier Wänden bequem gemacht.

Wir befinden uns vor einer kleinen Bar inmitten Detroits. Sie trägt den einfachen Namen Jimmy’s Bar und sie ist nur eine von vielen. Für den Androiden Connor jedoch ist es die fünfte an diesem Abend. Was ein Android in einer Bar will? Er ist nicht etwa dort, um etwas zu trinken. Nein, er ist auf der Suche nach jemandem.

Connor bleibt vor dem Laden stehen und während sich sein Blick auf die Tür des Geschäfts richtet, holt er eine Münze aus seiner Hosentasche hervor. Er beginnt, sie in die Luft zu schnipsen, fängt sie danach wieder auf und wiederholt sein Tun einige Male. An der Tür sind mehrere Schilder befestigt worden. Hunde sind nicht erlaubt, bezahlt wird nur bar und für Androiden ist der Zutritt verboten. Doch das wird Connor nicht aufhalten.

Ein weiteres Mal schnipst er die Münze in die Luft, steckt sie, nachdem er sie wieder gefangen hat, jedoch zurück in seine Tasche. Connor richtet seine Krawatte und überwindet dann die letzten Meter, die ihn noch von der Bar trennen. Er öffnet die Tür und kaum das er das Gebäude betreten hat, richten sich einige Blicke auf ihn. Unglaube liegt in ihnen, doch das ist Connor egal. Seine Mission ist es Detective Eliot zu finden und ein einfaches Schild an der Tür, wird ihn davon ganz bestimmt nicht abhalten.

Um gesuchte Person zu finden scannt Connor zunächst die Gesichter der Menschen, die sich in der Bar befinden und die er von seiner momentanen Position aus erfassen kann. Da wäre einmal der Inhaber der Bar, Jimmy Peterson, ein Mann mit dunkler Hautfarbe und schwarzen Dreadlocks. Derek Myers, ein ebenfalls dunkelhäutiger Mann und Sicherheitsbeamter. Ein Mann namens Edward Dempsey, welcher einem weiteren Mann gegenübersitzt, dessen Gesicht Connor im Augenblick jedoch nicht scannen kann.

»Scheiße, ich dachte, Androiden dürfen hier nicht rein!«, kommt es von dem Sicherheitsbeamten, doch Connor ignoriert seine Worte und richtet seinen Blick stattdessen wieder auf den Tresen, an dem eine junge Frau zu sitzen scheint. Ihr blondes, in etwa schulterlanges Haar hängt ihr ins Gesicht und lässt Connor so keine Chance, sie zu scannen. Der Android tritt um sie herum, in der Hoffnung so eine bessere Sicht zu haben und tatsächlich kann er ihr Gesicht scannen, da sie auf dieser Seite einige ihrer Haare hinter ihre Ohren gestrichen hatte.

Der Name der Frau ist Max Eliot und sie ist Polizei-Detective. Und damit auch die Person, die Connor gesucht hatte. Nur hatte er nicht erwartet, sich einer Frau gegenüberzusehen. Bei dem Namen Max hatte er einen Mann erwartet, doch er hätte eine Frau nicht ausschließen sollen, schließlich ist der Name Max ein geschlechtsneutraler Name. Connor lässt seinen Blick nun über den Körper der Frau schweifen. Von seiner momentanen Position aus kann er erkennen, dass ihr Oberkörper in einem, ihr scheinbar etwas zu großen, schwarzen Pullover steckt. Darüber trägt sie eine braune, ebenfalls recht groß geratene Jacke, die jedoch schon einige Jahre durchgestanden zu haben scheint und aufgrund ihres Alters zuvor vermutlich einer anderen Person gehört hat. Ihre Beine stecken in einer grauen Hose und ihre Füße in gewöhnlichen, schwarzen Stiefeletten. Die Finger der jungen Frau haben sich um ein Glas geschlungenen, in dem sich eine, für Connor im Augenblick nicht identifizierbare, Flüssigkeit befindet, doch er vermutet, sie beinhaltet Alkohol.

»Detective Eliot«, beginnt Connor nun zu sprechen. »Mein Name ist Connor. Ich bin der Android von CyberLife. Ich war auf Ihrem Revier, aber keiner der dort Anwesenden wusste, wo Sie sind. Es hieß, dass Sie vermutlich irgendwo etwas trinken. Ich hatte Glück, das ist erst die fünfte Bar.«

»Was willst du?«, entgegnet die Frau genervt, würdigt dem Androiden dabei keines Blickes.

»Ihnen wurde heute Abend ein Fall zugeteilt«, erklärt Connor sich. »Tötungsdelikt. Der Verdächtige ist ein CyberLife-Android. Das Unternehmen hat für diesen Fall ein spezialisiertes Modell zur Unterstützung der Ermittler bereitgestellt.«

»Unterstützung? Bleib mir bloß weg damit. Ich brauch keine Hilfe«, erwidert Angesprochene und wendet sich nun dem Androiden zu. »Und erst recht nicht von jemandem wie dir. Also verpiss dich und spiel woanders den Detective-Androiden.«

Detective Eliot wendet sich nun wieder von Connor ab, nippt stattdessen an ihrem Getränk. Doch der Android will sich keinesfalls geschlagen geben. Detective Eliot zu unterstützen ist seine Mission und die wird er ausführen.

»Bitte, hören Sie jetzt auf zu trinken und kommen Sie mit mir mit. Das würde uns beiden die Sache erleichtern«, versucht er zu argumentieren.

»Bist du sicher? Also ich denke, dass würde nur dir die Sache erleichtern«, gibt Angesprochene zurück und macht noch immer keine Anstalten sich von Ort und Stelle zu bewegen.

»Ich bin mir bewusst, dass sich einige Menschen in Anwesenheit von Androiden nicht besonders wohl fühlen, aber ich-«, startet Connor einen erneuten Versuch Detective Eliot zu überzeugen, doch die schneidet ihm gekonnt das Wort ab: »Mir gings nie besser, das kannst du mir glauben! Und jetzt verzieh dich oder ich schlag dir deinen verdammten Blechschädel ein.«

Einen Augenblick lang überlegt der Android, wie er den Detective nur zum Gehen bringen könnte, dann fällt sein Blick erneut auf deren Drink. »Wissen Sie was? Ich spendiere Ihnen einen für unterwegs. Was sagen Sie?«

Nichts, doch Max' Aufmerksamkeit scheint geweckt.

»Barkeeper, nochmal das Gleiche, bitte!«, spricht Connor weiter und der Inhaber der Bar wendet sich nun ein wenig überrascht an ihn. Connor legt etwas Geld auf den Tresen und sogleich nimmt der Barkeeper eine der vielen Flaschen in seine Hände.

»Also sind die doch zu was gut …«, spricht Detective Eliot. »Mach ihn doppelt.«

Der Barkeeper tut wie ihm befohlen und anschließend leert Max ihren Drink in einem Zug. Gedanklich erinnert sie sich an den Tag zurück, als man ihr das letzte Mal einen Drink ausgegeben hatte. Als ihr bester Freund ihr das letzte Mal einen Drink ausgegeben hatte. Bei dem Gedanken an ihn, würde sie am liebsten gleich noch einen trinken.

»Sagtest du Tötungsdelikt?«, erkundigt sie sich nun mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass wenn sie sich schon nicht mit Alkohol ablenken kann, dann doch zumindest mit einem Mord.


-1.062 Wörter, 24.09.2018 & 21.02.2019-
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A/N: Mir schwirren bereits seit einer ganzen Weile einige kleine Ideen im Kopf herum und da dachte ich mir, dass ich die ja alle in einer kleinen FF zusammenführen könnte. Die Grundstory orientiert sich, wie man bereits gemerkt hat, an der Originalstory von DBH, nur das Max Hanks Platz einnimmt. Ich habe Hank jedoch nicht einfach so aus dieser Geschichte verbannt, ihr werdet schon noch sehen, wo sein Platz ist.

Ich bemühe mich auch, die Dialoge aus dem Spiel etwas umzugestalten, da so einfach mehr Eigenleistung drin steckt und mir manche Formulierungen ohnehin nicht allzu gut gefallen oder meiner Meinung nach nicht unbedingt passend sind. Künstlerische Freiheit würde ich sagen.

So! Dann würde es mich interessieren, ob jemand von euch eventuell schon eine Ahnung hat, wer denn Detective Eliots bester Freund ist. Könnt mir eure Vermutungen gerne schreiben, könnt es aber auch sein lassen xD

Dann liest man sich hoffentlich beim nächsten Kapitel wieder!

Wenn es euch gefallen hat, dann könnt ihr mir gerne einen Kommentar oder ein Sternchen da lassen ^^


Liebe Grüße
sea
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