Autumn Blue(s)

GeschichteRomanze / P18 Slash
Aoi Kai Reita Ruki Uruha
26.09.2018
07.12.2019
8
36663
6
Alle Kapitel
10 Reviews
Dieses Kapitel
7 Reviews
 
 Datenschutzinfo
 
 
Autumn Blue(s)
by yamimaru

I
In omne tempus - Für alle Zeit



25. Oktober 2019 – Kii-Mountains, südlich von Tokyo

Das bunte Laub raschelte unter meinen Füßen, die in hölzernen Geta steckten und ein Vorankommen über den unebenen Waldboden nicht gerade leicht machten. Doch diese kleine Unannehmlichkeit hatte ich früher am Morgen gern in Kauf genommen und mittlerweile hatte ich mich an das langsamere Tempo meiner Schritte gewöhnt.
Langsam – dieses Wort beschrieb diese Gegend hier wohl am treffendsten, sah man von weitaus poetischeren Beschreibungen, wie wunderschön, atemberaubend oder verzaubert mal ab.
An einer kleinen Holzbrücke, die sich in einem eleganten Bogen über einen munter rauschenden Bachlauf spannte, hielt ich inne und stützte meine Unterarme auf das Geländer. Der Ausblick war tatsächlich atemberaubend schön und wie um diesen Eindruck zu verstärken, sog ich die frische Morgenluft tief in meine Lungen, während ich den Nebelfetzen folgte, die über das weitläufige Tal schwebten. Die Luft hier oben in den Kii Mountains war weitaus kühler als in der Großstadt und vielleicht hätte ich nicht nur in meinem leichten Yukata nach draußen gehen sollen, dachte ich mir, als sich eine sachte Windböe unter den dünnen Stoff mogelte und mich erzittern ließ. Eine Gänsehaut prickelte über meinen Rücken und fast wünschte ich mir, wieder auf den gemütlichen Futons liegen zu können. Uruha und Aoi hatten eine so angenehme Wärme ausgestrahlt, als ich mich vorhin unter den weichen Decken hervor gekämpft hatte und dennoch hatte mich nichts mehr in unserer Unterkunft gehalten. Ich hatte einfach nach draußen gehen müssen, hatte vor meinen melancholischen Gedanken zu fliehen versucht, die mich in dieser Abgeschiedenheit und Stille nur noch umso nachdrücklicher einzuholen schienen.

Ein leises Seufzen entrang sich meiner Kehle, während ich den Kopf senkte und das Kinn auf meine verschränkten Arme legte.
Was tat ich hier? Warum hatte ich mich von Uruha und Aoi überreden lassen, sie hierher zu begleiten? Nicht, dass die Gegend hier nicht all das war, was der Werbeprospekt versprochen hatte und nahm man es genau, hatte ich Urlaub kaum weniger nötig als meine Freunde, dennoch fühlte ich mich absolut fehl am Platz; und das war ich auch. Ich gehörte nicht hierher, nicht, wenn Uruha und Aoi ihre Zweisamkeit, ihre … Flitterwochen genießen sollten.

Flitterwochen – allein dieses Wort zu denken bereitete mir körperliche Schmerzen. Mein Magen verkrampfte sich und ich war froh noch nichts gegessen zu haben, als eine Welle der Übelkeit über mich hereinbrach. Angestrengt schluckte ich und versuchte mich auf die Geräusche der Natur um mich herum zu konzentrieren. Von der Talsohle herauf drang das aufgeregte Kreischen eines Krähenschwarms, während sich kleinere Vögel nicht von der Unruhe anstecken ließen und weiter ihre munteren Lieder zwitscherten. Der Bach unter meinen Füßen gluckerte und plätscherte leise und der Wind hatte wieder nachgelassen, ließ die Bäume um mich herum nun nur noch sacht rauschen.

Ruhe.
Stille.
Einsamkeit.

Und ich fühlte mich als müsste ich innerlich zerbersten.
Ich wollte laufen, bis meine Beine unter mir nachgaben. Wollte schreien, bis ich keine Luft mehr in den Lungen hatte und hätte meine Unsicherheit am liebsten in Aggression münden lassen, bis meine Fäuste schmerzten und die Knöchel blutig waren.
Stattdessen blieb ich unbewegt hier stehen und starrte blicklos vor mich hin.

In sechs Tagen wären es zwei Jahre, seit mich Uruha und Aoi zum ersten Mal in ihrer Mitte aufgenommen hatten. In dieser Nacht hatten sie mir gezeigt, dass sie mich genau so sehr wollten, wie ich sie wollte. Dass sie mich begehrten, mich … liebten, genau wie ich sie liebte und begehrte. Alles hatte sich so richtig angefühlt. Meine Liebe zu Uruha, die ich so viele Jahre verbergen musste und die ich in dieser Nacht endlich ausleben durfte. Genau wie mein Verlangen nach Aoi, dem ich mich so vollständig hingeben konnte und welches sich danach schneller, als ich je vermutet hätte, in Liebe gewandelt hatte.
Und nun? Nun ergab irgendwie nichts mehr Sinn und ich ertappte mich immer öfter dabei, wie ich alles, was wir uns zu dritt über die letzten Jahre aufgebaut hatten, infrage stellte.
War es richtig von mir an einer Beziehung festzuhalten, in der ich genaugenommen einfach nichts mehr zu suchen hatte?
Ich sollte einen Schlussstrich ziehen, bevor mich das Unvermeidliche verletzen würde.  
Uruha und Aoi waren nun verheiratet, verdammt noch mal, was bildete ich mir also ein?

Mit einem leisen Stöhnen presste ich beide Hände an meine Schläfen, als sich erneut all die Stimmen zu Wort meldeten, die meine Zweifel nur noch verstärkten.

„Fühlst du dich denn gar nicht, ich weiß nicht, ausgeschlossen irgendwie? Immerhin werden die beiden bald etwas haben, von dem du kein Teil sein wirst.“ Tora, eine Flasche Bier in der Hand, während die andere warm und sicher auf meiner Schulter lag.
„Bist du wirklich glücklich, mein Junge?“ Meine Mutter, Sorge in ihren Augen.
„Was genau hast du eigentlich mit den beiden zu schaffen?“ Aois Onkel, die Nase gerötet und der Blick trüb vom Alkohol.
„Na, Rei? Wie fühlst du dich als fünftes Rad am Wagen, jetzt wo Aoi und Uruha verheiratet sind?“ Ruki, mit einem frechen Grinsen auf den Lippen, welches seinen Worten die Schärfe hätte nehmen sollen.

Von Anfang an hatte ich versucht die Bedenken auszuräumen, den Skeptikern Kontra zu bieten und nichts auf dumme Sprüche oder Neckereien zu geben. Immerhin hatte ich doch gewusst, dass sich an unserer Beziehung nichts ändern würde, nur weil Uruha und Aoi ihre Verbindung hatten offiziell machen wollen. So offiziell es ihnen möglich gewesen war, zumindest.
Aber nun? Ich hatte einfach keine Kraft mehr.

Wie sehr ich mir doch die Euphorie zurückwünschte, die mich durchströmt hatte, als Aoi mich vor Monaten eingeweiht hatte. Als er mir nervös bis unter die Haarspitzen erzählt hatte, dass er Uruha einen Antrag machen wollte. Ich hatte mich so für meinen besten Freund gefreut. Uruha verdiente es, sich Aoi auf diese Weise sicher zu sein, ihrer Verbindung noch so viel mehr Bedeutung verleihen zu können. Ich war so unendlich froh gewesen, dass meine beiden Liebsten ihr Glück finden würden … bis mich meine Unsicherheiten einholten und die Zweifel der Menschen um mich herum immer lauter wurden.

„Reita?“

Ich schreckte hoch und wischte mir über die verräterisch feuchten Augen, bevor ich mich umdrehte und in Richtung der beiden Gestalten blickte, die sich mir langsam näherten. Ohne mein bewusstes Zutun entlockte mir ihr Anblick ein sanftes Lächeln und ich hatte schon zwei Schritte auf sie zugemacht, bevor ich wieder innehielt.

Himmel, sie waren so schön zusammen. Uruha trug den cremefarbenen Yukata vom Vorabend, dessen Säume mit kräftig roten Kamelien bestickt waren und der seiner hochgewachsenen, schlanken Gestalt unglaublich  schmeichelte. Um seine Schultern lag ein beiger Überwurf aus dicker Wolle und wieder ging ein Zittern durch meinen Körper – ob nun vor Kälte oder, weil ich mich so nach ihm sehnte, wusste ich nicht. Seine dunkelbraunen Haare hingen ihm wirr ins Gesicht – ein deutlicher Beweis dafür, dass er sich wohl nicht die Mühe gemacht hatte sie zu kämmen – und verliehen ihm beinahe etwas Jungenhaftes. Aoi hingegen sah wie immer unverschämt attraktiv aus.
Seine schulterlangen, schwarzen Haare hatte er in einem losen Zopf gebunden und nur einige freche Strähnen hatten sich gelöst, tanzten nun im sachten Wind um sein Gesicht. Ich verspürte den unbändigen Drang sie sanft hinter sein Ohr streichen zu wollen, stattdessen schüttelte ich nur sacht den Kopf. Es war so klar gewesen, dass er sich für den schlichten, dunkelblauen Yukata entscheiden würde, einfach, weil das Schicksal etwas gegen mich hatte und wusste, wie sehr er mir darin gefiel. Dass er auch noch den graumelierten Wollschal um den Hals trug, den ich ihm im letzten Herbst geschenkt hatte, weil er ständig erkältet gewesen war, machte die Sache nun auch nicht besser. Meine Mundwinkel zuckten leicht, aber ein Lächeln wollte sich nicht formen, obwohl es mich unglaublich freute, dass Aoi diesen Schal so gerne trug, auch wenn er bei weitem nichts Besonderes war. Meine Linke, die noch immer auf dem kühlen Holz des Brückengeländers ruhte, verkrampfte sich und alles in mir schrie danach zu ihnen zu gehen. Ich wollte Uruha in meine Arme nehmen, wollte, dass Aoi mich hielt und dennoch rührte ich mich nicht von der Stelle.

„Reita?“ Wieder Aois dunkle Stimme, wieder mit diesem fragenden, ja, fast schon besorgten Unterton. „Ist alles in Ordnung?“

„Wir haben uns Sorgen gemacht, als du plötzlich verschwunden warst.“ Uruha beschleunigte seine Schritte und Aoi griff nach seiner Hand – eine so vertraute Geste, die ich in den letzten Jahren so oft gesehen hatte, dass mein Herz erneut schmerzhaft stach.
Kaum eine Armeslänge von mir entfernt blieben sie stehen. Uruhas warmer Blick ruhte auf mir und er legte seinen Kopf sacht schief, als würde er so ergründen können, warum ich in aller Frühe unsere gemütliche Schlafstätte verlassen hatte, nur um nun frierend und unglücklich auf einer Brücke im Wald zu stehen.
Himmel, wenn ich meinen Gedanken so folgte, war es kein Wunder, dass mich nun beide Männer betrachteten als wäre ich verrückt geworden.

„Geht es dir gut?“ Uruhas Hand war angenehm warm, als sie sich auf meine Stirn legte und reflexartig schloss ich die Augen. Super, jetzt dachten sie wohl, ich wäre krank und im Fieberwahn nach draußen gegangen. Zu Verübeln war es ihnen nicht, immerhin hatte ich schon einmal davon halluziniert ein Fisch-Fräulein zu sein, die es mit üblen Schurken hatte aufnehmen müssen. Ich seufzte, öffnete die Augen wieder und versuchte meine Lippen erneut zu einem Lächeln zu bewegen, vergebens.

„Mit mir ist alles in Ordnung, Ruha. Ich hab nur frische Luft gebraucht.“

„Du siehst aber nicht so aus, als wäre alles in Ordnung.“ Aois Stimme war skeptisch, als nun auch er näher an mich herantrat und eine Hand anhob, wohl um sie mir auf die Schulter zu legen. Das Sonnenlicht fing sich in dem weißgoldenen Band, welches sich um seinen Ringfinger schlängelte und ich blinzelte, nahm seine Hand in meine, noch bevor er mich berühren konnte. Traurig blickte ich auf den Ring herab, zeichnete ihn mit der Fingerspitze nach. Omnia vincit amor – die Liebe besiegt alles – war in die Innenseite graviert worden. Der Spruch, den ich für die beiden ausgesucht hatte, und der mir so viel Hoffnung gegeben hatte.

„Dir entgeht aber auch gar nichts, Blue“, wisperte ich, einen Mundwinkel zu einem sachten Lächeln hochgezogen. Aoi spiegelte dieses, vermutlich des Spitznamens wegen, aber sein Blick war noch genauso forschend, vielleicht sogar noch besorgter als eben.

„Reita.“ Nachdrücklicher, fordernder und obwohl Aoi mich nicht hielt, konnte ich mich doch nicht von ihm lösen. Nicht, wenn mich diese Augen gefangen nahmen und nicht, wenn ich Uruhas Wärme an meiner Seite spüren konnte, als er einen Arm um meine Mitte legte.

„Seit wann bist du so naturverbunden, dass du freiwillig ein warmes Bett und morgendliche … Aktivitäten opferst, nur um hier in der Gegend herumzustehen?“, raunte Uruha in einer Mischung aus Belustigung und unterschwelligem Verlangen in mein Ohr, bevor ich seine warmen Lippen an meinem Hals spüren konnte. „Wir haben dich vermisst.“

Wieder schloss ich die Augen, ließ mich näher an Uruhas Körper ziehen, spürte nun auch Aois Wärme direkt vor mir. Verflucht, warum schwiegen meine Unsicherheiten nicht endlich? War es nicht offensichtlich, dass meine Partner mich noch immer genauso liebten, wie vor ihrer Hochzeit? Sie vermissten mich, machten sich Sorgen um mich, also warum hörte ich nur die Zweifel in meinen Ohren wiederhallen?

„Lass uns zurückgehen, ich hab da so eine Idee, was ich nach dem Frühstück gerne vernaschen würde.“ Uruhas Stimme war die pure Erotik und ein heißes Prickeln sammelte sich in meinen Lenden, ließ meinen Körper  trotz der wirbelnden Gedanken genauso reagieren, wie er es sich wohl erhofft hatte. Aber nein, ich hatte eine Entscheidung gefällt und selbst Uruha würde mich nicht umstimmen können.
Ich schüttelte den Kopf, trat ein paar Schritte von den Männern zurück, die ich mehr als alles andere auf der Welt liebte und blickte ihnen fest in die Augen.

„Ich werde nach Hause fahren.“ Ich versuchte die ungläubigen Blicke zu ignorieren, mit denen ich nun bedacht wurde und schob mich an ihnen vorbei. Wieder knirschte das Herbstlaub unter den Holzsohlen meiner Geta, aber anders als noch früher am Morgen hörte es sich nun so an, als würde es mich mit jedem weiteren Schritt verspotten. Beinahe konnte ich hören, wie es mich einen Feigling schimpfte, wie es mich undankbar und egoistisch nannte, weil ich Uruha und Aoi zurückließ.
Recht hatte es. Ich war feige, ich war undankbar und egoistisch, weil ich meinen Liebsten einfach nicht sagen konnte, was mich beschäftigte. Was mich nachts nicht schlafen ließ und mir jede Freude raubte.

„Reita, bleib hier, bitte.“ Aois erstaunlich warme Finger schlossen sich sanft um meine Hand und hielten mich so davon ab, mehr Abstand zwischen uns zu bringen. „Ich verstehe nicht, was mit dir los ist. Seit Tagen bist du nun schon so in dich gekehrt, so kenne ich dich gar nicht.“

Ich seufzte und ließ den Kopf hängen. Natürlich kannte Aoi mich so nicht, ich kannte mich doch selbst nicht einmal so, aber das machte es auch nicht besser. Wenn ich wüsste, wie ich diese nervenden Zweifel wieder loswerden  könnte, würde ich es doch tun.

„Siehst du, Aoi, das ist der Grund, weshalb ich besser nach Hause fahren sollte. Ich will euch eure … Flitterwochen nicht mit meiner schlechten Laune verderben.“

„Und du denkst, wenn du jetzt fährst, werden wir noch Spaß an unserem Urlaub haben?“ Uruhas Worte klangen mehr wie eine Feststellung und weniger wie der Vorwurf, mit dem ich insgeheim schon gerechnet hatte. Als er dann auch noch seine Arme um meine Mitte legte und sich an meinen Rücken schmiegte, gab irgendetwas in mir nach und ich lehnte mich Halt suchend in seine Umarmung. „Ich liebe dich, Rei“, murmelte er so leise gegen mein Ohr, dass wohl nur ich ihn hören konnte. „Und daran ändert auch die Tatsache nichts, dass Aoi und ich nun verheiratet sind.“

„Woher …?“, platzte es fast schon entsetzt aus mir heraus und ich drehte mich in Uruhas Armen herum, um ihm mit offensichtlicher Verwunderung in die Augen sehen zu können.

„Wie lange kennen wir uns nun schon?“, erkundigte er sich mit etwas gelangweiltem Unterton in der Stimme, trug jedoch ein verschmitztes Lächeln auf den Lippen.

„Viel zu lange, wie mir scheint“, murrte ich etwas unzufrieden, während sich Uruhas Lächeln zu einem selbstzufriedenen Grinsen weitete. Dann senkte er den Kopf, bot mir keine Gelegenheit mehr, mich erneut von ihm loszumachen und begann mich stattdessen tief und liebevoll zu küssen.
Himmel, das tat so unendlich gut und ich drängte mich nur noch näher gegen ihn, gab mich ganz dem warmen Gefühl hin, das nur meine beiden Partner in mir auszulösen vermochten. Ich spürte Aois ruhige Präsenz in meinem Rücken, dann seine Lippen, die zärtlich über meinen Hals wanderten. Gerade wollte ich die Arme heben, um meine Finger in Uruhas Schopf wühlen zu können, da ergriff Aoi meine Handgelenke. Ich stockte, löste mich, bereits etwas schwerer atmend, von Uruhas süßem Mund um über meine Schulter nach hinten schielen zu können. Aoi hatte seinen Schal abgenommen, nur um ihn nun um meine Handgelenke zu winden und mit einigen festen Knoten zu fixieren. Eine Welle der Erregung flutete meinen Körper und vertrieb tatsächlich für einen Moment jeden Gedanken, der nichts mit dem Hier und Jetzt zu tun hatte.

„Du machst es uns aber auch nie leicht, was Süßer?“ Aoi streichelte meine Oberarme empor, bis seine Hände an meinen Schultern ruhten. „Komm mit uns zurück“, wisperte er süß wie eine Sirene, die mich in ihren Bann schlagen wollte.

„Das ist nicht fair, Aoi, und du weiß das.“ Ich versuchte, eher schlecht als recht, das erwartungsfrohe Zittern in meiner Stimme zu unterdrücken, während sich Uruhas Oberschenkel verheißungsvoll gegen meine erwachende Körpermitte presste.

„Ich weiß.“ Aoi lachte leise, was mir eine weitere Gänsehaut über den Rücken jagte, die nun jedoch rein gar nichts mit der kühlen Herbstluft zu tun hatte. „Und ich weiß auch, dass du es liebst, wenn ich auf diese Weise unfair bin.“

Was sollte ich dazu noch sagen? Nichts, wie mir schien, denn als mich Uruha erneut küsste und ich Aois Erregung selbst durch den Stoff unserer Kleidung hindurch an meinem Hinterteil spüren konnte, hatte ich auch gar kein verlangen mehr danach, auch nur im Ansatz zu protestieren. Es war mir egal, dass wir mitten auf einem öffentlichen Waldweg standen, wo jederzeit ein Gast oder ein Mitarbeiter des Ryokans vorbeikommen konnte. Es war mir egal, dass ich Uruha und Aoi heute noch würde erzählen müssen, was mich so verunsicherte, weil sie es einfach verdienten, dass ich endlich ehrlich zu ihnen war. Im Moment zählten nur meine beiden wunderschönen Männer und das, was sie sich für uns überlegt hatten.

_-_-_-_

So, das hier ist also mein Beitrag zur JRock-Herbst-Aktion.
Natürlich wird es nicht, wie anfangs geplant, ein etwas längerer OS, aber ich glaube, mittlerweile ist man das von mir gewohnt, dass ich mich irgendwie nicht kurzfassen kann.
Ein riesengroßes Dankeschön geht an -En-, der ich vorjammern durfte, dass ich gerade nichts auf die Reihe bringe und die meinte, dass ich dann eben einfach NICHT an der Herbst-Aktion teilnehmen soll. umgedrehte Psychologie und so, ne? Und was soll ich sagen?Ich liebe es, dass sich meine Musen auf diese Art und Weise beeinflussen lassen. *lacht*
Wie immer gilt, wenn euch das Kapitel gefallen hat, würde ich mich auch riesig über Feedback jeder Art freuen.
Und zum Schluss für alle Interessierten noch der Link zum Fandom Revival Thread, schaut doch mal vorbei. ^^
Review schreiben