Best Friends forever Teil 1 - Im Kindergarten

GeschichteFreundschaft, Schmerz/Trost / P12
25.09.2018
11.03.2019
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Zu Hause sind alle im Garten, als Nick und Riku ankommen. Nick hilft ihm beim aussteigen und schiebt ihn dann in den Garten. Samu schaut auf und kann seinen Augen nicht trauen. „Riku, du bist zu Hause.“ „Ja, aber nur am Wochenende, Montag muss ich wieder hin. Kann immer noch nicht laufen.“ Eve lächelt ihm zu. „Das wird noch, Kleiner. Komm mal her.“ Und dann zieht sie ihn in eine feste Umarmung. Sie hatte ihn nun schon seit Wochen nicht mehr gesehen. „Du siehst wirklich gut aus, nicht mehr so blass und müde.“ „Mir geht es auch super. Du Papa, kann ich meine kleine Schwester jetzt sehen?“ Eve geht zum Kinderwagen und holt Raana heraus. Riku schaut sie an. „Sie ist niedlich. Hallo Raana ich bin Riku, dein anderer großer Bruder.“ Er gibt ihr vorsichtig einen Kuss und dann legt Eve sie zurück in den Wagen. Riku sieht nun seinen Papa an. „Du Papa, darf ich mich hinlegen?“ „Natürlich, die Fahrt war ja ziemlich anstrengend.“ Nick bringt ihn nach oben und Riku genießt es, wieder in seinem Bett zu liegen. Wundert sich aber, dass es so unordentlich ist. „Samu schläft jede Nacht in deinem Bett, weil er dich so vermisst.“ Riku nickt und kuschelt sich dann ein. Kurz danach ist er dann schon eingeschlafen. Samu hat sich auch nach oben geschlichen und kuschelt sich an Riku. Er hat seinen Freund so sehr vermisst, vor allem das kuscheln mit ihm. Riku brummt ein wenig, kuschelt sich dann aber an Samu und schläft weiter. So bleiben sie dann auch bis zum Mittag liegen.
Riku genießt das Wochenende. Seine Freunde kommen und auch Marie, die er den anderen Vorstellt. Nachts kuschelt er immer mit Samu, dass fehlt ihm am meisten, sein bester Freund an seiner Seite. Am Montag hat er dann wieder viel Kraft und denkt auch wieder positiv. Nick bringt ihn zurück in die Klinik und dort geht es dann auch gleich weiter. Am Ende der Woche hat er dann auch schon wieder Fortschritte gemacht.
Nach drei weiteren Wochen, wobei er die Wochenende jetzt immer zu Hause verbringt, schafft er es dann schon, den Flur entlang zu laufen ohne Hilfe. Er hat dabei immer eine Hand am Geländer und geht nun den Flur auf und ab. Alle sind sehr zufrieden mit ihm. Die nächsten Wochenende soll er dann auch wieder hier bleiben und das mit seiner Familie weiter üben. Als diese dann am Samstag kommen, sind sie ganz erstaunt. Riku war an den Wochenenden ja immer noch mit dem Rollstuhl unterwegs und hatte auch so nicht viel erzählt. Nun konnten sie mit eigenen Augen sehen, wie viel Riku in den letzten Wochen geschafft hatte. Bis er aber endgültig nach Hause konnte, vergingen dann aber noch mal drei Wochen. Nun musste er sich dort von allen verabschieden und umarmte alle. Mikka und Frieda dankte er besonders und hatte sogar etwas für sie gebastelt. Die beiden hatten ihm sehr viel geholfen und waren für ihn da, wenn er Angst hatte.
Zu Hause begrüßten ihn alle mit einer Grillparty und alle waren eingeladen. Riku kam nun zum ersten Mal ohne Rollstuhl nach Hause. Raana war auch ganz schön gewachsen und schlief in ihrem Kinderwagen. Die Feier wurde lustig, doch beim Toben schaute er dann doch noch lieber zu. Den Sommer verbringt er viel draußen im Garten und wenn Samu mit den anderen Fußball spielen geht, bleibt er zu Hause und spielt mit Sanna und Marie.
Eines Abends Mitte August fragt Samu ihn warum er nie mitkommt zum Fußball spielen. „Ich trau mich noch nicht.“ „Wieso nicht?“ „Ich hab Angst, dass ich dann vielleicht nicht mehr laufen kann.“ „Aber du bist doch wieder ganz gesund, bitte komm morgen mit. Der Arzt hat dir doch alles wieder erlaubt.“ „Ja, aber ich hab immer noch Angst, dass ich auch wieder krank werde.“ „Bitte Riku.“ Samu schaut ihn mit seinem Hundeblick an. „Na gut, aber wenn ich nicht mehr kann, müsst ihr ohne mich weiter machen.“ „Klaro.“ Samu umarmt ihn und kuschelt sich danach wieder an ihn. Seit Riku zurück ist, haben sich die beiden wieder ein Bett geteilt, die lange Trennung war für beide eine schreckliche Zeit.
Am nächsten Tag geht Riku wie versprochen mit zum Fußball. Die anderen freuen sich riesig darüber. Riku ist immer noch ziemlich ängstlich und verpatzt dadurch einiges, was dem Gegner einige Tore verschafft. Samu nimmt ihn zur Seite. „Riku, du kannst das. Du musst keine Angst davor haben.“ „Ich möchte lieber nur zuschauen.“ Nun kommen auch die anderen dazu. „Wir können ja auch etwas anderes spielen.“ „Und was? Ich gehe besser, dann könnt ihr weiterspielen.“ Alle schauen Riku an und rufen zusammen „Nein, du bleibst. Wir haben so lange gewartet, endlich wieder mit dir spielen zu können und wollen das auch. Wenn du noch Angst hast, überlegen wir uns etwas anderes. Wir könnten klettern.“ Riku überlegt. „Okay, ich versuche es.“ Und das klappt dann auch schon wesentlich besser. Alle haben Spaß und spielen dann fangen auf dem Klettergerüst. Das kann Riku sogar sehr gut, durch seine lange Zeit im Rollstuhl hat er seine Arme gut trainiert und nun viel mehr Kraft als die anderen. Zum Mittag gehen sie dann alle wieder nach Hause und am Nachmittag gehen Riku und Samu noch mal alleine zum Spielplatz. Samu möchte Riku die Angst nehmen und nochmal mit versuchen, Fußball zu spielen. „Können wir nicht einfach klettern, Samu? Das reicht mir für den Anfang.“ „Na gut.“ Und so klettern sie wieder um die Wette. Doch diesmal verliert Samu den Halt und fällt runter. Riku kletter so schnell er kann zu seinem besten Freund. „Ist dir was passiert?“ „Mein Fuß tut weh.“ „Kannst du aufstehen?“ Samu schüttelt den Kopf. „Ich hole Papa.“ Und ohne groß darüber nachzudenken läuft Riku so schnell er kann nach Hause. Genau das wollte Samu erreichen. Er ist mit Absicht runter gefallen und tut nur so, dass sein Fuß schmerzt. In Wirklichkeit geht es ihm prima. Nick sieht Riku überrascht an, auch er hatte ihn noch nicht wieder rennen sehen, doch als er hört, dass Samu verletzt ist, läuft er sofort mit ihm mit. Nick fährt dann auch sofort mit Samu ins Krankenhaus und Riku bleibt zu Hause. Samu wollte nicht, dass er mitkommt. Nick und Samu fahren auch nicht ins Krankenhaus sondern gehen ein Eis essen. Samu hatte ihm im Auto erzählt, was genau passiert war und er Riku die Angst nehmen wollte. Nick verspricht ihm, Riku nichts zu sagen. Es bleibt ihr Geheimnis.
Als die beiden dann endlich wieder kommen, läuft Riku ihm entgegen. „Ist es schlimm?“ „Nein, nichts passiert.“ Samu grinst. „Er hatte Glück und kann wieder mit dir um die Wette laufen.“ „Du bist gelaufen, Riku?“ „Ja, musste doch schnell Hilfe holen. Und mir geht es gut.“ Riku grinst nun auch. Damit hat er dann auch die Angst endlich besiegt und tobt wieder wie früher mit seinen Freunden. Nick bewundert Riku, wie er auch diesen Schicksalsschlag gemeistert hat. Bei all den schlimmen Dingen, die ihm passiert sind, ist er so ein Sonnenschein und läuft lachend mit seinen Freunden durch den Garten. Samu war das beste, was ihm passieren konnte. Ohne ihn wäre er wahrscheinlich nie so weit gekommen.
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