Best Friends forever Teil 1 - Im Kindergarten

GeschichteFreundschaft, Schmerz/Trost / P12
OC (Own Character) Raul Ruutu Riku Rajamaa Sami Osala Samu Haber
25.09.2018
11.03.2019
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Samu hat seinen dritten Geburtstag. Ab heute wird alles anders, denn er kommt in den Kindergarten. Er freut sich darauf und kann es kaum erwarten, endlich dort hin zu kommen. Doch seine Mama trödelt mal wieder. "Mama, komm endlich!", ruft er seiner Mutter zu. Eve Haber muss über die Ungeduld ihres ältesten Sohnes schmunzeln. "Bin gleich bei dir, ich musste Sanna noch fertig machen." Kurz darauf ist sie dann auch im Flur und hilft Samu mit seinen Schuhen. "Tschüss Papa!" "Tschüss Großer, viel Spaß heute." Samu winkt nochmal zum Abschied, gibt seinem Papa einen Kuss und dann sind sie auch schon weg.

Auch Riku muss heute wieder in den Kindergarten. Er mag den Ort nicht, alle Kinder schauen ihn immer so komisch an, weil er so ruhig ist und kaum den Kontakt zu anderen Kindern sucht. Aber zu Hause bleiben darf er auch nicht. Seine Mama sagt, er muss dorthin und noch ganz viel lernen, außerdem muss sie auch zur Arbeit gehen und Geld verdienen. Jetzt geht er seit 5 Monaten dorthin und weiß immer noch nicht, was er da lernen soll. Er sitzt mit seiner Mutter am Frühstückstisch und ihm wird schon wieder komisch im Bauch. Wie so oft, wenn er mit einer Situation überfordert ist, bekommt er Bauchweh, ihm wird schlecht und er muss sich übergeben. Auch das Essen fällt ihm schwer und macht die ganze Sache nur noch schlimmer. Seine Mutter hat dafür kein Verständnis und Riku bekommt immer Schimpfe. Eigentlich vergeht kein Tag, an dem seine Mutter nichts findet, wofür sie ihm die Schuld geben kann. Sein Vater ist zu selten zu Hause und die meiste Zeit auf Arbeit, aber wenn er da ist, geht es ihm besser. Sein Arzt redet immer davon, dass er in eine spezielle Klinik sollte, um dieses Problem zu lösen, doch seine Mutter lehnt dies ab, weil es kein Problem gibt, ihrer Meinung nach. "Mama, mein Bauch tut weh." Ruud Rajamaa schaut von ihrer Zeitung auf. "Riku, dir tut jeden Morgen der Bauch weh. Du gehst in den Kindergarten und Schluss." "Darf ich aufstehen?" "Nein, erst wenn du aufgegessen hast, und beeil dich, wir müssen langsam los." Sie nimmt wieder ihre Zeitung und Riku blickt auf seinen Teller. Er weiß, wenn er sich das noch rein quält muss er sich wieder übergeben. Auch das würde wieder Ärger geben, dennoch tut er es. "Hab aufgegessen, darf ich aufstehen?" "Ja und geh ins Bad Zähneputzen." "Ja, Mama." Riku steht auf und merkt bereits die Übelkeit. Im Bad muss er dann auch gleich spucken. Er versucht es so leise wie möglich und hofft, dass seine Mutter es nicht mitbekommen hat. Nach dem Zähneputzen geht er dann wieder nach unten und zieht sich seine Schuhe an. Seine Mutter kommt dazu, sagt aber nichts. Vielleicht hat sie es diesmal doch nicht mitbekommen? Riku hat Hoffnung, doch diese verschwindet, als sie im Auto sitzen. "Heute Abend geht es ohne Geschichte ins Bett und du weißt warum." Riku nickt und schweigend fahren sie zum Kindergarten. Dort bringt Ruud ihn noch in die Gruppe, sagt auf Wiedersehen und geht wieder. Riku schaut ihr nach und weiß im Moment nicht, wo er lieber wäre, zu Hause oder im Kindergarten. Die anderen Kinder schauen ihn nicht mal mehr an, keiner kommt um mit ihm zu spielen. Er geht in die Ecke mit den Büchern und nimmt sich eins. Er ist wieder alleine, doch beim Bücheranschauen kann er die Welt um sich her vergessen und in seiner eigenen versinken und das kann ihn keiner nehmen.

Als Samu im Kindergarten ankommt ist die Aufregung groß. Er verabschiedet sich von seiner Mutter und drückt sie ganz fest. Die Erzieherin nimmt ihn an die Hand und zusammen gehen sie in die Gruppe. "So Kinder, dann kommt mal alle in die Mitte für unseren Morgenkreis." Alle Kinder kommen angelaufen, bis auf Riku, der noch immer in seiner Welt ist. "Marika, Riku kommt nicht." "Danke Liisa, setzt dich doch schon mal und nimm Samu mit." Liisa nickt und geht zusammen mit Samu zu den anderen Kindern. Marika geht zu Riku. Er ist ihr absolutes Sorgenkind, sehr Schweigsam und immer für sich allein. "Riku kommst du? Wir machen unseren Morgenkreis und haben heute auch einen neuen Jungen bei uns." Riku schaut auf und nickt. Zusammen gehen sie zu den anderen Kindern. Riku hasst den Morgenkreis, da schauen ihn die Kinder immer komisch an und manche tuscheln auch miteinander, vor allem die älteren. Da ist auch der neue. Auch der schaut ihn schon so komisch an. Riku möchte am liebsten verschwinden.

Samu schaut wirklich zu Riku, aber nicht weil er ihn merkwürdig findet, sondern weil er von seinen Augen fasziniert ist, die eine tiefe Traurigkeit ausdrücken. Bei keinem der anderen Kinder ist das so. Marika beginnt mit dem Morgenkreis und alle Kinder stellen sich vor. Anschließend singen sie noch zwei Lieder und danach können alle wieder spielen gehen. Samu beobachtet, wie Riku sich wieder in die Bücherecke setzt, alleine.
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