Pride

GeschichteHumor, Romanze / P16 Slash
Keith Lance OC (Own Character) Pidge Gunderson / Katie Holt
24.09.2018
15.08.2019
17
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Keith


Gott im Himmel schlug mein Herz schnell als Lance zu uns ins Manor kam. Schon ewig lange war ich nicht mehr so unendlich nervös gewesen, Pidge wurde auch ganz blass als sie Lay sah und ich konnte Nico richtig anmerken wie unwohl er sich innerlich fühlte. Er lächelte zwar aber er rieb leicht seine Finger aneinander und das machte er nur, wenn er wirklich nervös war oder ihm etwas über alle Maßen unangenehm war.

Lance sah etwas unsicher zwischen Lay, Nico und mir hin und her und keiner sagte etwas, bis Nico sich rührte.

„Alsooo, ich hab jetzt noch eine Vorlesung und offensichtlich störe ich gerade sehr. Bis später.“ Seine Stimme war nur weich, nicht anklagend sondern einfach nur ehrlich und in ihr schwang das Wissen mit das er im Moment eine Barriere für uns darstellte. Darüber war er weder traurig noch enttäuscht oder sonst etwas und er schenkte uns vier ein weiches, aufmunterndes Lächeln ehe er verschwand.

Ich sah meinem besten Freund einen Moment nach, dann musterte ich Lance ruhig der mich unsicher ansah und keine Ahnung mehr zu haben schien, was er eigentlich her wollte. Pidge wippte eine Weile unsicher von einem Fuß auf den Anderen ehe sie sich einfach wieder still auf ihren Platz setzte und die Entspannung von vor wenigen Minuten war komplett verflogen. Sie wirkte wieder blass und ausgezehrt von der letzten Nacht.

Ich atmete durch, drückte kurz meine Hände zu Fäusten zusammen und lies wieder locker um mich selbst etwas zu beruhigen.

„Können wir etwas für euch tun?“, fragte ich schließlich vorsichtig nach. Lay fühlte sich offensichtlich nicht angesprochen oder er hatte mich vor lauter nachdenken nicht gehört, denn er starrte viel zu intensiv zu Pidge und kämpfte innerlich eindeutig mit sich, was er jetzt mit sich selbst in ihrer Gegenwart anstellen sollte. Wahrscheinlich wegen dem Unfall heute Morgen.

„Ich wollte mit dir reden.“ Lance sprach total leise und sah wütend zu Lay und ich unterdrückte ein Grinsen. Der ehemals Weißhaarige hätte wohl sein seelischer Beistand sein sollen, aber der war so abgelenkt das er eindeutig völlig nutzlos war.

„Ok wollen wir aufs Dach? Da sind wir ungestört.“ Ich fragte lieber etwas vorsichtiger, weil Lance für meinen Geschmack schon etwas zu nervös und in sich zurückgezogen war. Wenn Kosmo sich so verhalten würde, könnte ich sicher sein das er vorlauter Stress schnappen würde.

Lance sah mich mit großen Augen an und nickte dann nur stumm. Na toll mit reden wäre da jetzt bestimmt sehr viel los aber Heiliger diese Augen…

Dieses Mal nahmen wir die Treppe und ließen uns auf das Sofa fallen auf dem wir das letzte Mal gekuschelt hatten. Jetzt hielt Lance absoluten Sicherheitsabstand und ich ließ ihm seinen Puffer einfach. Ich warte eine Weile ob er anfangen würde mit mir zusprechen, schließlich war er ja dafür gekommen aber er sagte einfach nichts und langsam frustrierte mich das.

„Lance, sag mal hab ich irgendwas gemacht, dass du mich jetzt so ablehnst? Oder kannst du Nico nicht leiden? Oder was passt dir im Moment nicht, das du so zu mir bist?“ Ja nach einer halben Stunde unangenehmem Schweigen musste ich einfach so direkt sein.


Pidge


Ich sah zu wie Lance mit Keith raus ging und wie der Kubaner seinem Bruder kurze panische Blicke zu warf, während dieser ihn nur kurz streng ansah und dann wider dazu überging einfach wie eine Salzsäule da zu stehen.

„Willst du dich vielleicht hinsetzten?“ Lay strahlte im Moment eine totale Unruhe aus und das war wirklich auch anstrengend für mich. Ich war immer noch erschöpft und übermüdet und eigentlich war mir das alles hier im Moment zu viel. Vor allem das dauerpräsente Gefühl es bei Lance Zwilling richtig versaut zu haben. Dabei hatte ich schon gleich zu Anfang das Gefühl gehabt das wir beide auf einer Wellenlänge waren. Mittlerweile war ich mir da nicht mehr so sicher, vor allem im Moment.
Umso länger er einfach nur mir gegenüberstand und ich ihn einfach betrachtete umso mehr bekam ich das Gefühl das irgendetwas tiefe in Lay herumtobte. Etwas das er nicht rauslassen konnte, vielleicht auch einfach noch nicht wirklich selbst begreifen konnte. Ich lächelte ihm vorsichtig zu. Einen Moment sah er mich noch unentschlossen an, dann setzte er sich zu mir und betretenes Schweigen legt sich über uns beide.

„Das gestern und das heute Morgen tut mir wirklich leid“, setzte ich vorsichtig an und sah zu Lay auf. Er sah mich etwas überrascht an. War ich wirklich so ein gemeiner Mensch, dass es so ungewöhnlich war das ich mich entschuldigte? Lay hatte wohl einen wirklich tollen Eindruck von mir. Ich sollte wohl wirklich anfangen netter zu sein.

„Ich meine das Anschnauzen, es tut mir leid aber ich war wirklich gestresst und ich musste wirklich schnell weg. Du konntest nichts dafür und ich hätte nicht so zu dir sein dürfen aber es ist etwas passiert das nicht warten konnte… und heute Morgen hätte ich aufpassen müssen. Ich war total übermüdet genau wie Nico und es tut mir wirklich leid, dass ich dir vor dein Auto gelaufen bin und ich dir so einen Schrecken eingejagt habe, dass du eine Panikattacke hattest.“ Ich dachte nicht wirklich darüber nach was ich sagte also plapperte ich einfach darauf los, weil ich es total schrecklich fand das Lay wütend auf mich war. Das hatte ich noch nie, normal war mir sowas meistens egal aber dieses Mal nicht, vielleicht auch, weil ich unausgeschlafen war und das Gefühl hatte gleich einfach in Tränen auszubrechen.

Ich war wirklich überemotional, wenn ich nicht genug Schlaf hatte. Meine Stimme war schon leicht brüchig und ich merkte wie meine Auen zu brennen begannen. Das hier in Kombination mit der Angst gestern tat mir wirklich nicht gut.


Lance


Keith hatte mich erschrocken. Ich sah ihn mit großen Augen an und am liebsten wäre ich wieder gegangen. Aber ich wusste ganz genau, wenn ich mich jetzt nicht traue, würde ich mich nie trauen. Und ich musste Keith ja nicht alles auf einmal sagen. Kleine Schritte. Ich atmete tief durch um wieder ruhig zu werden.

"Ich hatte dir doch erzählt, dass ich in der Pride Nacht zu viel getrunken und dann mein erstes Mal mit einem Mann zusammen hatte." Der Schwarzhaarige nickte und sah mich abwartend an.

"Naja, ich hab in letzter Zeit ein paar Erinnerungen zurückbekommen und dabei war auch ein Gespräch über eh." Ich lachte nervös und kratzte mich am Hinterkopf.

"Über?" Ich sah doch lieber zu Boden. Meine Schuhe hatten immer noch lila Sprenkel von der Farbattacke die Lay abgefangen hatte.

"Einen roten und einen blauen Löwen... und bei deinem Bild ist mit das wieder eingefallen. Das war bestimmt Zufall aber..." Meinem Gesprächspartner schien klar zu werden was ich sagen wollte. Er lächelte, nicht spöttisch, nein. Er lächelte richtig lieb und warm.

"Du fragst dich ob diese Nacht mit mir war." Ich nickte nur. Die lila Sprenkel auf meinen Schuhen sahen eigentlich echt gut aus. Ich glaube die werden so bleiben.

"Du hattest mir auch von der Küche bei dem Typen erzählt." Ich nickte nur. Es war mir unglaublich peinlich.

Keith nahm sein Handy aus seiner Tasche und suchte etwas darauf, dann hielt er es mir unter die Nase. Es war ein Video das Keith zeigte, der im Selfie-Modus seine Wohnung zeigte und grinsend von ihr erzählte. Damals waren die Räumlichkeiten leer nur mit ein paar Kartons bestückt. Am Ende kam die Küche. Mir blieb das Herz stehen.


Lay


Ich war sehr überrascht von der Aussage die Pidge da gebracht hatte. Ich wusste nicht das er sich solche Sorgen gemacht hatte.

"Hey, es ist alles okay. Diese... Panikattacke ist nicht deine Schuld... das ist meine Schuld." Er sah mit großen, traurigen Augen zu mir auf und ich konnte nur lächeln. Vorsichtig zog ich den Kleineren in meine Arme und strich durch seine Haare.

"Mach dir deshalb keine Sorgen. Ich war nie sauer auf dich." Ich lächelte runter und die schönen braunen Augen leuchteten mir entgegen. Gott wie gerne würde ich den Kleinen jetzt küssen. Aber die Tränen in seinen Augen sagten, dass es nicht der richtige Moment dafür war. Sanft drückte ich Pidge an mich und spürte, dass er gleich wieder weinen würde. Es müsste echt was Schlimmes passiert sein, und ich hatte abgelehnt als er mich um Hilfe gebeten hatte. Ich fühlte mich schuldig. Die Zeit konnte ich aber nicht zurückdrehen, also musste ich jetzt helfen. Ich sah mich um und sah die halbfertigen Bilder. Ich hatte das Gefühl das Ablenkung jetzt die beste Medizin war. Er schien sich lange genug, Gedanken über den gestrigen Tag und heute Morgen gemacht zu haben.

Lächelnd strich ich wieder über den schmalen Rücken und fragte was genau die Bilder darstellen sollten, wenn sie mal fertig wären. Pidge erzählte mir ausführlich was sein Bild zeigte und bedeuten sollte. Obwohl er gegen meine Brust sprach konnte ich ihn gut verstehen. Langsam kam eine sehr angenehme Stimmung auf. Wir kuschelten weiter und er erzählte mir Sachen über Keiths Bild. Wirklich auf den Inhalt achtete ich dann nicht. Ich hörte viel mehr der Melodie seiner Stimme zu und lächelte darüber das er wieder ruhig war.

Die Stimme der Taube wurde immer leiser und irgendwann hörte ich nur noch gleichmäßiges Atmen. Ich könnte nur müde grinsen. Vorsichtig legte ich mich mit ihm im Arm auf die Couch und schloss selbst die Augen. Es fühlte sich einfach richtig an.


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Ich bin zurück :3
Tada!
Ich weiß das Kapitel ist etwas kurz aber ich muss zugeben, ich brachte jetzt einen kleinen Einstieg, weil mir mein Flow etwas verloren gegangen ist ^^"
Jetzt muss ich nur noch auf meine Ergebnisse warten mich an der Uni bewerben und dann kann ich endlich wieder etwas entspannen, weil das schlimmste geschafft ist :3
Also danke für die Geduld!
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