Vertrau deinem Herzen

GeschichteDrama, Romanze / P18
24.09.2018
06.12.2018
8
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Dieses Kapitel
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Guten Abend zusammen und einen schönen Nikolaus :)

heute habe ich wieder ein Kapitel für euch, ich hoffe euch gefällt es.
Das nächste ist schon in Arbeit, damit in der FF auch Weihnachten ist, wenn wir Weihnachten haben.

Also ich wünsche viel Spaß beim Lesen ^^

lg
eure Christmasbell

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Kapitel 8
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Irgendwas war anders als sie erwachte. Mary wollte eigentlich schon seit Stunden zu Hause sein, zumindest hatte sie es ihr gesagt gehabt. Emily griff nach ihrem Handy auf der Fensterbank um nachzusehen wie spät es inzwischen war. Sieben Uhr am Abend, sie musste also wirklich schon wieder zu Hause sein. Jedoch wunderte sie sich, dass aus der Küche immer noch Musik zuhören war. Langsam richtete sie sich auf und sah sich um. Tee stand auf dem Couchtisch in einem Becher und sie nahm als erstes einen Schluck aus dem Becher da ihr Hals immer noch kratzte. Vorsichtig erhob sie sich von der Couch, die Wolldecke hatte sie über ihre Schultern gelegt und wollte nur kurz ins Badezimmer, dort lag sicherlich noch das Fieberthermometer. Niesen musste sie dann auch noch und im nächsten Moment stöhnte sie auf, das alles im Körper weh tat.
„Verdammte scheiße!“, fluchte sie auf Deutsch vor sich hin. In den letzten Tagen fluchte sie des öfteren auf Deutsch herum. Ihren Kopf senkte sie auf den Boden um sicher ein Fuß vor den anderen zusetzen. Mit ihren Händen hielt sie die Wolldecke fest um ihren Körper geschlossen. Nur kurz sah sie in die Küche als sie daran vorbeigehen wollte. Ihr Herz setzte aus, dass konnte doch nicht wahr sein. Langsam wanderte der Blick immer weiter hoch und blieb an den Haaren hängen. Mit einer Hand stützte sie sich an dem Türrahmen zur Küche ab als ihre Beine nachgeben wollten. Die Person vor ihr bewegte sich nun und drehte sich zu ihr um. In den Händen befand sich ein Handy, was noch leuchtete und dann aus der Hand gelegt wurde, dann traf sie endlich der Blick.
„Hab ich dich geweckt, Honey?“, erkundigte sich ihr Freund bei ihr.
„Nein, das ist ja eine Überraschung, dass du hier bist.“, krächzte sie mit heiserer Stimme. Sein Lächeln auf den Lippen machte ihre Beine noch weicher als sie es so wieso schon waren.
„Mary hat mich reingelassen. Wie geht es dir denn?“, fragte er sie als er vor ihr stehen blieb und seine Hand an ihr Gesicht legte.
„Frag bloß nicht. Hi, Hase schön das du da bist.“, begrüßte sie ihn nun als er ihre Stirn küsste.
„Hi, Darling.“, hauchte er zart als seine Arme sich um sie legten und er sie in die Arme nahm.

Die Tage vergingen und langsam ging es ihr wieder besser. Benedict hatte sie vollkommen verpflegt  gehabt in der Zeit. Er saß mit ihr auf der Couch. Beim Fernsehen hatte ihr Kopf auf seinem Schoß geruht und seine Hände strichen ihr immer wieder über den Kopf und über ihren Rücken. Nur heute  am Mittwoch würde er ein paar Stunden nicht bei ihr sein, da er zum Auftakt des Brighton Cine City Film Festival musste. Er ging zwar aber nur nachdem er sichergestellt hatte, dass Emily alles hatte. Das Fieber war soweit niedergesunkenen, dass sich die zierliche Blonde auch alleine durch das Haus hatte bewegen können. Trotzdem hatte sie es schön gefunden, dass er immer ein Auge auf sie hatte. Mit dem Becher in den Händen sah sie auf den Fernseher, ein Glück hatte er sich nicht bei ihr angesteckt. Ihr Handy lag neben ihr auf der Couch und leuchtete gerade auf als eine Nachricht bei ihr einging.
<Honey, ich bin angekommen. Hoffe bei dir ist alles Gut. XO>, hatte Benedict ihr geschrieben.
<Hi Hase, dass ist schön :) Alles gut bei mir. Schau etwas fern und Fieber ist weiter gesunken, bin bald wieder unter den Lebenden. :D. Viel Spaß dir. XO>, tippte sie flink auf dem Display und schickte es ihrem Freund. Im Fernseher lief einer ihrer Lieblingsfilme, denn sie konnte schon im November mit den Weihnachtsfilmen anfangen, somit lief gerade das Wunder von Manhattan. Ihr Blick war in die Ferne auf den Fernseher gerichtete als ihr Handy nach fast drei Stunden anfing zu klingeln.
„Hallo?“, fragend ging  sie ans Handy.
„Emily, Süße! Wie geht es dir? Endlich versteht man dich besser.“, kam es ihr freudig entgegen.
„Sarah, schön dass du anrufst. Es wird besser ich bin jetzt schon in greifbarer Nähe von Fieberfrei.“, erklärte sie es ihr.
„Das ist schön. Du im Dezember bin ich ein paar Tage in London, irgendein Geschäftstermin. Vielleicht schaffen wir beide es ja uns zu treffen.“, informierte ihre beste Freundin sie.
„Ich denke das werden wir schon hinbekommen. Wie sieht es sonst so bei dir aus? Ein Freund in Sichtweite?“, wollte Emily von Sarah wissen.
„Nein. Ich habe keine Lust darauf wieder ausgenutzt zu werden.“, kam es trüb über ihre Lippen.
„Sarah, wegen James? Wieso? Es kam mir nicht so vor als würde er dich ausnutzen.“, versuchte Emily  behutsam zu sagen.
„Ich weiß, dass war wirklich sehr gut von ihm geschauspielert. Leider hab ich es erst viel zu spät gemerkt. Da warst du schon in deiner neuen Heimat. Ich bin so blöd gewesen Em.“, schluchzte nun ihre Freundin am Handy.
„Du bist nicht blöd gewesen. Bitte hör auf zu weinen. Ich kann dich doch nicht in den Arm nehmen.“, flehte Emily in ihr Handy hinein und spürte schon wie ihr selber die Tränen in die Augen steigen wollten. Wenn ihre Freundin weinen musste, fing sie immer mit an zu weinen. Es gelang ihr einfach nicht die Tränen zurück zuhalten.
Immer wieder schnieften sie beide ins Handy, als Emily hörte wie Haustür geöffnet wurde. Stimmen drang an ihr Ohr.
„Warte kurz Sarah“, richtete sie an ihre Gesprächspartnerin als sie sich von der Couch erhob.
„Hallo Emily!“, wurde sie begrüßt von Benedicts Begleitung.
„Tom, hallo.“, begrüßte sie ihn und hielt noch das Handy an Ohr.
„Du bist beschäftigt!“, stellte er das Offensichtliche nochmal klar.
„Alles in Ordnung, Honey?“, fragte Benedict als er seine Freundin drückte und ihr einen Kuss auf die Stirn drückte, da er ihre Augen gesehen hatte.
„Ja, alles okay. Ich komm gleich wieder, ist wichtig.“, berichtete sie kurz den Beiden und zog sich dann ins Schlafzimmer zurück. Nachdem sie sich auf das Bett gesetzt hatte, meldete sich Sarah wieder zu Wort.
„Tom, ist bei dir?“, erkundigte sie sich noch immer recht verschnieft.
„Wie du gehört hast. Also willst du mir sagen, wieso du angeblich blöd gewesen?“, erkundigte sich die Blonde bei ihrer Freundin.
„Bitte sei mir nicht böse, dadurch  das ich mit James zusammen war, habe ich unbewusst dich in Gefahr gebracht“, fing Sarah an zu erklären, Emily machte immer wieder Brummgeräusche als sie ihr lauschte, „James ist mit Mark befreundet. Nachdem du weggezogen bist, war ich für ihn nicht mehr zu gebrauchen. Er hat mich einfach fallen gelassen. Weißt du wie es sich anfühlt, wenn man gesagt, bekommt dass er nur mit mir zusammen war, weil ich deine beste Freundin bin und er so an Informationen kam. Oh Gott Emily es tut mir so leid. Wegen mir weiß Mark wo du bist. Also in welchem Land nur deinen genauen Wohnort nicht, da wusste mein Unterbewusstsein wohl genau, dass ich es James nicht sagen sollte.“
Emily hörte ihre Freundin weinen als sie sich auf die Lippe biss und die Haare aus ihrem Gesicht strich.
„Sarah, hör auf zu weinen, du kannst doch nichts dafür. Wir wussten es doch beide nicht. Es tut mir so leid für dich. Du warst so glücklich mit ihm gewesen. Irgendwas stimmte nicht mehr, dass hast selbst du gemerkt in den letzten Monaten hattet ihr immer öfters Streit. Schließlich hast du es mir selber gesagt.“, entgegnete sie ihrer Freundin.
„Emily und du bist mir wirklich nicht böse deswegen? Ich bin..“,wollte Sarah unbedingt von ihr wissen und wurde von ihrer Freundin unterbrochen.
„Es ist alles Gut. Ich wusste doch selber nicht wer alles mit Mark befreundet war, so viel kannte ich ja auch nicht von denen. Sarah, bitte fang du jetzt nicht auch noch an der Liebe abzuschwören, weil dann trifft sie dich um so heftiger. Ich weiß wovon ich rede.“, versuchte sie ihr klar zu machen.
„Dafür ist es glaub ich schon zu spät. Ich hab glaub ich nicht so viel Glück wie du, dass ich auch an so einen Mann gerate wie du an deinen Benedict.“, trübe klang ihre Stimme nun an dem Ohr von Emily.
„Auf ihn musste ich drei Jahre warten. Ich hoffe du musst nicht so lange waren.“, den Rest was ihr in den Sinn kam behielt sie lieber für sich. Ihr kam immer noch der Blick ihrer Freundin in den Sinn, wenn sie den Mann, der jetzt gerade mit Benedict im Wohnzimmer saß, ansah.
„Ich weiß. So jetzt geh schon zu deinem Freund und Tom. Grüß schön. Ich hab dir lieb Süße.“, entgegnete Sarah inzwischen recht erleichtert, dass sie es ihrer Freundin endlich gesagt hatte.
„Ich dich auch.“, sprach Emily noch als sie wieder vom Bett aufstand und dann auflegte. Mit ihrer freien Hand zog sie den Pullover zurecht. Sie hatte gar nicht gewusst, dass Benedict Tom mitbringen würde. Ihr Blick auf das Handy, verriet ihr jedoch, dass er sie informiert hatte. Bevor sie ihr Handy aus Hand legte auf die Kommode, schickte sie Sarah noch einen Kusssmilie. Die Stimmen der beiden Männer wurden immer klarer. Da saßen sie beide auf der Couch, auf der sie in den letzten Tagen nur gelegen hatte und gegen die Grippe ankämpfte. Noch immer war sie etwas angeschlagen aber sie fühlte sich schon besser. Lachend sahen die Beiden sie nun an als sie so im Türrahmen stand.
„Alles in Ordnung?“, fragte Benedict sie.
„Ja, soll lieb grüßen. Wie war es bei euch?“, wollte sie von sich ablenken, denn darüber mit ihnen zu reden was Sarah ihr gesagt hatte, wollte sie gerade nicht.

Müde reib sich die Blonde die Augen als sie am Morgen erwachte. Am Mittwoch war sie mit Benedict und Tom noch lange aufgeblieben und hatte ihnen gelauscht. Dabei einiges erfahren, dass sie sich schon länger kannten und eine enge Freundschaft hatten. Am Donnerstagabend war sie zum ersten Mal Fieberfrei. Den Freitag hatten sie soweit ruhig verbracht bis darauf, dass Wanda am Nachmittag aufgetaucht war. Sie hatte den Tee aufgesetzt gehabt als sie hörte wie Wanda mit ihren Sohn sprach. Leise waren sie dabei gewesen. Als würde Wanda ihren Sohn erst einmal zurecht weisen, dass er ihr nicht erzählt hatte, dass er mit Emily zusammen war. Sie hatte sich selber eins uns eins zusammen gezählt, denn seit Tagen stand sein Wagen vor dem Haus von Emily. Wenn sie daran dachte, war ihr das immer noch peinlich.
Langsam hob sie ihren Kopf an und bettete ihn dann wieder auf das Kissen um zur anderen Bettseite sehen zu können. Dort lag Benedict in den Kissen. Seine Haare waren verwuschelt und verdeckten seine Augen. Seine Gesicht sah friedlich aus und in den letzten Tagen war sein Blick auch nicht mehr so stark von den Sorgen gezeichnet. Federleicht drückte sie ihn einen Kuss auf die Wange, bevor sie sich aus dem Bett erhob. Der Boden unter ihren Füßen war kalt und zog sofort in ihren Körper. Gänsehaut breitete sich auf ihrer Haut aus. Schnell griff sie nach ihrem Bademantel um sich darin einzuwickeln. Ein letzter Blick auf den Mann in ihrem Bett, dann huschte sie aus dem Zimmer hinaus in den Flur. In Gedanken, an das was Sarah ihr vor drei Tagen gesagt hatte, denkend, gelang sie in die Küche. Gerade als sie aus dem Fenster sah, konnte sie den Postboten sehen, der mit einigen Briefen und Werbung in der Hand auf ihren Briefkasten zulief. Schnell öffnete Emily die Tür um ihm die Post abzunehmen.
„Guten Morgen.“, begrüßte sie ihn und griff nach der Post die ihr gereicht wurde.
„Guten Morgen Ms. Winter. Ihre Post.“, entgegnete er ihr.
„Danke, einen schönen Tag wünsch ich ihnen.“, verabschiedete sie sich noch bei ihm. Die Tür fiel leise ins Schloss als sie schon anfing durch die Briefe zu blättern. Leicht biss sie sich auf die Unterlippe als sie den Wasserkocher anstellte und überlegte, ob sie die Post jetzt schon öffnen sollte. Langsam tat die Unterlippe schon weh, so dass sie mit der Zunge über die Stelle fuhr. Ihre zarten Finger fuhren unter die Ecke am Briefumschlag und öffnete ihn mit den Zeigefinger. Ratschen ertönte in der Luft. Der Umschlag war der Größte und kam von ihrer Lektorin, denn sie hatte ihr geschrieben gehabt, dass sie für das Buchcover schon einige Ideen hatte, die sie gerne ihr zeigen wollte, da sie jedoch in Urlaub war in der nächsten Woche, wollte sie ihr diese zuschicken und sie selber konnte sich diese ansehen und ihre Gedanken dazu aufschreiben. Die Vorschläge breitete sie auf dem Tisch aus und hatte schon den Kugelschreiber in der Hand, der noch auf der Küchenzeile lag. Überlegend stand sie vor den Bildern. Der Kugelschreiber wanderte zwischen die Zähne als sie die weitere Post nebenbei öffnete. Die Werbung beachtete sie nicht weiter. Dann öffnete sie einen Brief der aus Deutschland kam. In der Hand hatte sie Bilder, die sie selber mit Sarah zeigten. Lächelnd zog sie den Kugelschreier zwischen den Zähnen hervor und legte ihn auf die Covervorschläge. Es waren die schönsten Erinnerungen, die sie mit ihr in den letzten Jahren festgehalten hatte, auch welche aus ihrer Kindheit.
<Danke meine Liebe, deine Bilder sind gerade angekommen. Ich stehe noch im Bademantel in der Küche und schaue die Post durch solange Ben noch schläft. Ach übrigens bin ich seit Donnerstagabend Fieberfrei. Nachher geht es noch an die frische Luft. Wie ist es bei dir? Ist bei dir alles wieder in Ordnung? Ich freue mich jetzt schon riesig darauf, dich in ein paar Wochen zu sehen. Hab dich lieb :*>, hatte sie gerade in ihr Handy getippt als sie erste Geräusche vernahm. Noch immer sah sie auf die Bilder obwohl ihr Blick immer wieder nach oben sah und dann sah sie ihn, wie er noch leicht verschlafen in die Küche kam.
„Guten Morgen Hase.“, lächelte Emily ihn an, während sie die Bilder aus der Hand legte.
„Guten Morgen Darling.“, gab er lächelnd zurück als er weiter auf sie zukam. Nur nebenbei streifte sein Blick den Tisch, der komplett mit Bildern und Briefumschlägen voll lag. Seine linke Hand hob sich recht schnell und legte sich an die Wange seiner Freundin. Ihre blauen Augen strahlten ihm entgegen. Ihr ganzes Gesicht strahlte so sehr als er ihrer Hände an seiner Taille spürte. Leicht beugte er sich zu ihr runter um ihre zarten geröteten Lippen zu küssen. An seinen Lippen lächelte sie schon wieder, dabei hatte sich diese kaum von einander gelöst.
„Wie hast du geschlafen meine Schlafmütze?“, erkundigte sie sich bei ihm mit dem Kosenamen, denn sonst nannte er sie so, wenn sie länger schlief als er selber.
„Sehr gut, nur zum Schluss hast du gefehlt. Bist du schon fleißig gewesen?“, erkundigte er sich bei ihr als dabei auf den Tisch zeigte.
„Noch nicht wirklich. Hauptsächlich nur alles durchgelesen und mir ein paar Gedanken dazu gemacht, ob mir eines der Vorschläge für das Buchcover gefallen würde. Naja und Sarah, hat mir einige Bilder geschickt gehabt, per Post. Der Rest ist schon auf den Müllstapel gelandet. Möchtest du lieber Tee oder Kaffee?“, erklärte sie es ihm und sah wie er auf die Bilder sah, die von Sarah gekommen waren.
„Tee, danke mein Liebling.“, dabei drückte er ihr noch einen Kuss auf ihr Haupt bevor sein Blick komplett auf die Bilder richtete. Flink griffen die zarten Händen von Emily nach den Becher aus dem Schrank bevor sie den Wasserkocher anstellte. Nachdem sie die Teebeutel in die Becher hing, sah sie zu ihrem Freund, der lächelnd die Bilder betrachtete. Die Blonde wiederum beobachtete ihn dabei und wie sich leicht die Lachfalten um die Augen bildeten. Dieser Anblick hatte sie früher schon mal fast schwach werden lassen. Im Allgemeinen konnte sie immer schwach werden, egal was Benedict machte. Der Wasserkocher hörte auf zu kochen, somit goss Emily den Tee auf. Nachdem sie den Kocher wieder abgestellt hatte spürte sie wie ihre langen Haare leicht zur Seite geschoben wurden. Ganz leicht spürte sie seinen Atem an ihrem Nacken und dann berührten fast seine Lippen ihr Ohr als er sagte: „Du brauchst kein Frühstück machen, ich lade dich ein.“
Noch ganz benebelt nickte sie nur, denn sie konnte gerade einfach keine Worte dafür über die Lippen bringen.
„Okay, hier dein Tee Hase.“, entgegnete sie ihm als sie endlich ihre Sprache wieder gefunden hatte und sich zu ihm umdrehte. Lächelnd sah Benedict sie an, während er den Becher Tee entgegen nahm. Ihre geröteten Wangen hatte er schon gesehen, so wie ihr Sprachlosigkeit wohl bemerkt.
Ihre zarten Finger schlossen sich um den Becher um die kalten Fingerspitzen zu wärmen.
„Du warst ein richtiger Lockenkopf.“, gab Benedict von sich und zeigte dabei auf das Bild, welches sie mit Sarah im Sandkasten zeigte. Stolz hielten sie der Kamera ihre Sandkuchen entgegen, die sie zuvor auf der Hand platziert hatten.
„Naja, lag wohl eher daran, das ich mir die Haare nicht kämmen lasse wollte damals. Hab meine Mum damit in den Wahnsinn getrieben.“, erklärte sie es ihm.
„Ihr kennt euch schon sehr lange, du und Sarah. Dass ist sie doch, oder?“, erkundigte er sich bei der Blonden neben ihm.
„Ja, dass ist sie. Es sind im Sommer schon dreißig Jahre.“, antwortete sie ihm und nahm das Bild in die Hand.
„Das ist aber schon eine lange Zeit. Dir fehlt sie bestimmt sehr.“, merkte der Schauspieler an, denn er hatte schon ein paar Mal gesehen, dass sie sich wirklich darüber freute, wenn ihre Freundin da war.
„Ab und zu schon. Wir haben uns früher jede Woche mindestens einmal gesehen. Naja jetzt schreiben wir halt jeden Tag und wenn es nur die Frage ist wie es einen geht. Nur mit dir schreib ich mehr.“, erklärte sie es ihm und informierte ihn damit, dass sie nur noch mit ihm mehr Kontakt hatte.
Kurz bemerkte sie seine Lippe an ihrem Kopf als er ihr einen Kuss auf ihr Haar drückte. Lächelnd legte sie ihre freie Hand auf seinen Rücken. Ihre Hand fuhr ihn hinauf und runter, während sie gemeinsam vor dem Tisch standen und an ihren Bechern nippten. Der Tee war noch sehr heiß und konnte nicht sofort getrunken werden. Ihre Augen scannten immer noch  über die Covervorschläge, während sie an ihrem Tee nippte. Dann griff sie doch wieder nach dem Kugelschreiber, nachdem sie Benedict los gelassen hatte. An den Rand schrieb sie ein paar Notizen. Leise hörte sie Benedict seinen Tee trinken als sie anfing die Blätter über einander zu legen. Ihre Finger schoben die Bilder zusammen und ordneten sie wieder zu einem Stapel. Ordentlich lagen sie nun in der Mitte des Tisches und der Kugelschreiber auf den Unterlagen.

Lächelnd sah sie ihren Freund an als sein Handy klingelte. In einem kleinen Café in Bath hatten sie gefrühstückt. Für die zierliche Blonde war alles in England noch sehr neu für sie. Bevor sie hergezogen war, hatte sie nur ein paar Sehenswürdigkeiten in London gesehen. Gerade als Benedict telefonieren musste, blieb sie an einem kleinen Buchladen stehen. Schon als sie durch die Tür trat, konnte Emily kaum ihren Augen trauen, der Laden war doch um einiges größer als es den Anschein hatte. Die Regale gingen bis fast unter die Decke und waren Randvoll mit Büchern gefüllt. Die Regale waren leicht verwinkelt, so dass man an einigen Ecken eher das Gefühl hatte alleine in diesem Laden zu sein. Ihre Augen strahlten bei dem Anblick über die riesen Auswahl. Ihre Fingerspitzen glitten über die verschiedenen Buchrücken und hielten bei den Büchern von Jane Austen. Welche ein Klischee, dass sie an genau diesen Büchern hängen blieb. Eines ihrer Lieblingsbücher von Jane Austen spielte auch in Bath und somit zog sie dann doch noch Anne Elliot und die Kunst der Überredung hervor. Zwar besaß sie das Buch schon aber es war auf Deutsch. Dieses jedoch war in Englisch und sie musste sich langsam echt angewöhnen auch englische Bücher zu lesen, damit sie selber ein Gefühl dafür bekam, wie sich ein Buch in Englisch lass. Ob es sie genauso berührte wie früher.
„Kann ich ihnen helfen?“, erkundigte sich auf einmal eine Frau neben ihr. Kurz blickte Emily von dem Buch in ihrer Hand auf und sah die Frau an. Ihre Haare waren schwarz und zu einem Bob geschnitten. Ihre Augen in einem warmen braun und ihre Lippen waren in ein kräftiges Rot getaucht worden. Mit dem roten Mund lächelte sie die zierliche Blonde an.
„Danke, aber ich denke sie hätten daran keine Freude. Ich weiß nämlich selber nicht genau was ich suche.“, gab Emily lächelnd zurück.
„Sollten sie doch noch Hilfe brauchen, können sie sich gerne an mich wenden.“, versicherte sie ihr noch und dann war Emily wieder alleine vor dem großen Regal.
In ihrer rechten Hand sammelten sich weitere Bücher.
„Hier steckst du.“, ertönte ihre Lieblingsstimme neben ihr, überrascht sah sie vom Klappentext auf zu ihm. Seine Augen schienen gerade so grün durch das Licht. Seine Brille war an den Rändern noch etwas beschlagen und klärte sich immer mehr auf. Automatisch hatte sie sich heute morgen schon an ihn angepasst, ohne darauf zu achten hatten sie beide ihre Jeans angezogen und einen blauen Pullover. Nur daran, dass Emily eine Mütze trug und einen dicken Schal unterschieden sie sich selbst an den Jacken kaum. Wie von selbst stellte sie das Buch wieder zurück als sie immer noch ihn an sah.
„Ist alles in Ordnung?“, erkundigte sich Emily bei ihrem Freund, denn da war er wieder der Blick, den sie seit dem sie ihm gesagt hatte was es mit Mark auf sich hatte, immer wieder einschlich. Dann verschwand er wieder und sein Blick richtete sich auf ihre Hände.
„Das erzähle ich dir nachher, wenn wir für uns sind. Du bist fündig geworden, wie ich sehe. Hast du dass nicht schon im Regal stehen?“, fragte Benedict Emily als er auf das Buch von Jane Austen zeigte.
„Ja schon ab nicht in Englisch. Ich denke damit komme ich erst einmal einige Zeit hin.“,entgegnete sie ihm und machte sich dann auf den Weg zur Kasse. Die Bücher legte sie auf den Tresen und fing dann an in ihrer Handtasche nach ihrem Portemonnaie zu suchen.
„Da haben sie ja doch noch einiges gefunden.“, kam es ihr entgegen von der Frau, die ihr vorhin noch Hilfe angeboten hatte.
„Ein paar sind es geworden.“, antwortete die zierliche Blonde und hielt ihr Portemonnaie schon in der Hand. Nachdem sie bezahlt hatte schloss sie zu Benedict auf, der ihr ganz Gentlemanlike die Tür aufhielt und nach der Tüte griff. Sie spürte seine Hand an ihrer, im nächsten Moment verschränkte er schon seine Finger mit den ihren. Mit ihren Fingern fuhr sie über seine Haut an seiner Hand und sah ihn dann an. Einige Zeit gingen sie so durch die kleinen Straßen von Bath.
Benedict hatte nur während er selber in einem Geschäft sich umgesehen hatte ihre Hand los gelassen, ansonsten behielt er sie fest mit seiner verschlungen. Reden konnte sie nicht wirklich darüber, was er vorhin angedeutet hatte erst als sie jetzt neben ihm im Auto saß. Leise schnurrte der Motor des Mercedes als sie durch die Straßen fuhren hinaus aus Bath.
Emily griff nach seiner Hand und umschloss sie mit ihren Beiden. Sie sah zu ihm hinüber und sah dann wie er kurz zu ihr rüber sah. Seine Augen waren so dunkel und sie konnte sie nur erkennen, weil das Radio genug Licht machte.
Er musste sich auf die Straße konzentrieren, schließlich war es schon dunkel Draußen.
„Das vorhin war Emily, sie hat die Sozialen Netzwerke im Moment sehr im Auge, um zu wissen was darin los ist. Vor allem wegen dir. Ich war etwas zu unvorsichtig, denn irgendwer hatte mit bekommen wie ich mit ihr über dich sprach. Schließlich warst du ja krank. Danach ging es in den Sozialen Netzwerken wohl ziemlich heiß her. Ein paar Bilder sind von heute Morgen schon aufgetaucht, weswegen sie überhaupt angerufen hatte.“, fing er an zu erklären und spürte an ihrer Hand, die seine immer noch festhielt, dass sie sich nicht darüber nicht aufregte oder angespannt war. An der Ampel sah er zu ihr hinüber.
„Das Erste wusste ich schon. Mary hielt es für wichtig, mir das unter die Nase zu reiben. Weswegen machst du dir Sorgen? Du hast dir schließlich welche gemacht vorhin?“, erläuterte sie es ihm. Kurz erhellte sich sein Gesicht und dann nahmen die Sorgen wieder den Platz ein. Seine Lippen presste er kurz auf einander.
„Unter dem Bild von heute, wo man dich sieht, sind ein paar sehr böse Kommentare. Sie haben dich persönlich sehr angegriffen. Diese Kommentare hatte sie gespeichert bevor sie diese gemeldet hatte….“, er verstummte für einen Moment um nach den richtigen Worten zu suchen. Dann hielt er den Wagen auf einem kleinen Parkplatz an. Das Emilys Fingerspitzen gerade eiskalt wurden, obwohl sie seine Hand festhielt ließ ihn sich schnell zu ihr sehen.
„Ihr vermutet das es sich dabei um Mark handelt, oder?“, flüsterte sie fragend bevor sie zu ihm in das Gesicht sah.
„Ja, aber wir können es nicht genau sagen.“, antwortete er ihr und seine Gesichtszüge sahen streng aus. In Emilys Kopf schossen die Gedanken schnell hin und her, dass sie selber Schwierigkeiten damit hatte überhaupt einen klaren Gedanken zu fassen, um diesen auszusprechen.
Dann griff sie nach ihrer Handtasche aus dem Fußraum und suchte nach ihrem Handy.
„Magst du Emily anrufen?“, fragte die zierliche Blonde ihren Freund als sie ihr Handy entsperrte. Die Bluethoothverbingung wurde aufgebaut und dann erklang schon die Stimme ihrer Namensvetterin.
„Hi Ben, ich dachte du bist noch mit Emily unterwegs.“, entgegnete es aus den Lautsprechern ihnen beiden.
„Bin ich auch noch.“, antwortete er ihr.
„Oh, okay. Hallo Emily. Also womit kann ich behilflich sein?“, klang die Stimme freundlich.
„Es tut mir leid, dass ich Benedict bei dir anrufen lasse.“, fing die Blonde an zu reden.
„Kein Problem Emily, schließlich ist das wichtig. Also wie kann dir behilflich sein?“ wollte es nun Benedicts Nichte von ihr wissen.
„Kannst du mir die Nachrichten schicken? Ich sehe mir sie an, dann kann ich da mehr zu sagen.“, bat sie ihre Namensvetterin.
„Klar.“, kam es entgegen.
Ihre zarten Finger tippen auf dem Display herum und sah dann wie die Nachrichten eintrudelten.
Benedict hatte sich leicht zu ihr herüber gelehnt und sah mit auf ihr Handydisplay, denn er selber hatte sie Nachrichten nicht gesehen. An ihren Händen sah er schon, dass es Emily sehr zu schaffen machte, denn sie zitterten.
Zittrig zog sie das Bild größer. Schwer schluckte sie als sie die Gestalt sah nur seine Augen waren nicht zu sehen aber sonst war alles genauso wie sie ihn vor ihrem Geburtstag in London gesehen hatte. Auf dem Pullover, denn er auf dem Bild trug stand *Dein Leben gehört mir*, es wurde wohl nachträglich rein bearbeitet. Die Kommentare überflog sie mehr oder weniger. Ihr Herz schlug wer gegen ihre Brust und ihr Magen fing an sich zu drehen.
„Willst du wirklich den Ordner öffnen?“, hörte sie Benedict fragen als sie auf den Display den Ordner anwählte und das Passwort eintippen wollte. Leicht nickte sie und tippte dann das Passwort ein.
Vor Schreck rutschte ihr das Handy aus der Hand. Er blieb auf dabei ihr auf Deutsch zu schreiben.
„Honey?“, flüsterte der Brite fragend als er bemerkte, dass ihr eine Träne von ihrer Nasenspitze tropfte.
„Das war er.“, presste sie es zwischen den Zähnen hervor.
„Was hat er geschrieben?“, wollte Benedict wissen, denn Emily liefen nicht um sonst die Tränen über die Wange.
„Na, schönen Tag in Bath gehabt. Du glaubst doch wohl nicht ernsthaft, dass er dich davor bewahren kann. Dein Leben gehört schließlich immer noch mir. Es gibt nur dich und mich. Aber wenn du ihn nicht bald ziehen lässt, dann lass ich dein Leben ziehen.“, übersetzte sie die Nachricht. Im nächsten Moment riss sie die Tür von dem Wagen auf, stieg viel zu schnell aus.Tief atmete sie ein um gegen die aufkommende Übelkeit anzukämpfen. Die Tür auf der anderen Seite wurde zugeschlagen. Benedict war ausgestiegen. Seine Schritte versiegten neben ihr. Eine Hand legte er auf ihren Rücken. Emily hielt sich die Hand vor den Mund, mit der anderen Hand wischte sie sich die Tränen von den Wangen. Sie sollte wirklich nicht glücklich werden. Mark wollte sie an seiner Seite und wenn sie es nicht war, dann würde er ihr das Leben nehmen. Er drohte ihr damit, sie zu töten. Ihr Herz tat weh, es fühlte sich so an als würde es jemand zerquetschen.
„Er wird mich töten.“, stieß sie kaum hörbar hervor.
„Das lass ich nicht zu.“, ernst und bestimmend klang seine Stimme so nah an ihrem Ohr.
„Ich hab solche Angst.“, wisperte sie und sah zum ersten Mal ihren Freund an. Ihre Augen waren gerötet.
Mit seinen Armen zog Benedict seine Freundin an seine Brust.
„Zieh zu mir, mein Haus ist gesichert, da kommt niemand unbemerkt rein.“, flüsterte er ihr zu, denn sie trauten beiden ihren Stimmen nicht über den Weg.
„Wirklich?“, drang es nur schwer an sein Ohr, da ihr Kopf immer noch an seiner Brust lag.
„Ja. Wir packen deine Sachen und wenn ich aus Berlin wieder da bin, kommst du zu mir. Ich werde dich nicht gehen lassen. Außerdem habe ich dir doch versprochen, für den Rest meines Lebens dich zu küssen und zu lieben.“, versicherte er ihr währender mit seiner Hand über ihren Rücken strich. Für Emily würde er alles tun, sie wieder hergeben wollte er nicht. Mit ihr konnte er sich eine Zukunft vorstellen. Mit ihr wollte er sein Leben teilen. Nur musste ihr Ex wieder aus ihrem Leben verschwinden, so schnell wie möglich. Seine Freundin würde sonst an der ganzen Belastung noch zerbrechen. War es richtig gewesen es ihr überhaupt zu sagen? Das sie ihm inzwischen ansah, dass etwas nicht stimmte, machte es ihm nicht einfacher es ihr zu verheimlichen. Bevor sie beide zusammen kamen, konnte sie ihn noch nicht wirklich lesen. Aber auch er hatte sich bei ihr so wohl gefühlt, dass er nicht mehr darauf achtete, seine wahren Gefühle zu verbergen. Ihre Hände lösten sich von seinem Rücken, strichen über seine Seite, bevor sie nicht mehr ihn berührten. Eine ihrer Hände zog die Brille von der Nase und mit der anderen wischte sie sich über die Augen. Gerade als sie wieder die Brille auf die Nase schieben wollte, spürte sie die Hände ihres Freundes an ihren Wangen. Leicht legte sie den Kopf in den Nacken. Sein rechter Daumen strich über ihre gerötete linke Wange, dabei entfernte er die letzte Träne, die dort hängen geblieben war.
„Lass uns nach Hause fahren.“, forderte er liebevoll von ihr und sah nur wie sie leicht versuchte zu nicken, was ihr nicht ganz gelang, da er immer noch ihr Gesicht festhielt.

Emily hatte inzwischen schon aufgelegt gehabt als sie sich nun ins Auto setzten. Der zierlichen Blonden war immer noch nicht ganz wohl aber sie hoffte wirklich sehr, dass sie wieder recht schnell wieder sie selbst war. Benedict hatte während der Fahrt zurück zu ihrem Haus, sie immer wieder angesehen um sicher zu gehen ob es ihr auch gut ging. Ihr Herz schlug nicht mehr so schmerzhaft in der Brust als sie anhielten. Ihre zarten Finger griffen nach der Handtasche und wollten gerade die Tür öffnen als der groß gewachsene Brite ihr die Tür öffnete. Lächelnd hatte er sie angesehen als er ihr sogar die Hand hinhielt zum Aussteigen. Seine Hand lag als sie zur Tür ging auf ihrem Rücken. Den Schlüssel hatte seine Freundin schon in der Hand gehabt als sie aus dem Auto ausstieg, deswegen war die Tür schneller aufgeschlossen. Aus dem Augenwinkel beobachtete der Schauspieler seine Freundin genau ihr Haltung verriet ihm sehr genau,dass sie immer noch in ihren Gedanken damit beschäftigt war, was passiert war.
Ihre Haare fielen ihr über die Schulter als sie sich die Schuhe auszog und dann im Schuhschrank verschwinden ließ. Unerträglich war die Stille zwischen ihnen gerade, doch sie wusste gerade einfach nicht was sie sagen sollte. Ihr Handy ließ sie unbeachtet in der Handtasche wollte es nicht anfassen. Auch wenn ihr Herz nicht mehr so schmerzte, tat es das trotzdem. Mühselig hatte sie es damals wieder zusammen gesetzt, nachdem man es ihr auf so schmerzhafte Art und Weise gebrochen hatte. Schon viel zu oft musst sie es in den vergangenen Jahre zusammensetzen. Ohne die Hilfe von Sarah hätte sie es wohl nie im Leben geschafft und jetzt brach es einfach immer weiter auseinander. Der einzige der es zusammen hielt war Benedict mit seiner Liebe und ihre Liebe für diesen wunderbaren Mann, der sie mit all ihren Marotten annahm. Alles ihre Ecken und Kanten, von denen sie so einige besaß. Gerade hing er seine Jacke auf und stand mit dem Rücken zu ihr. Auf  ihrer Hacke drehte sie sich in seine Richtung und ging die zwei Schritte auf ihn zu. Leicht lehnte sie ihren Kopf gegen seinen großen starken Rücken und schloss ihre Arme um seine Mitte. Seine Hände legten sich auf die Ihren.
„Entschuldige bitte,“ nuschelte Emily an seinem Rücken, denn es tat ihr wirklich leid, dass sie gerade nicht unbedingt die beste Laune hatte, dabei war der Tag so gut angefangen.Als ihre Hände anfingen sich wieder zu lösen, fragte sie ihn noch, „möchtest du Wein?“
„Gerne.“, entgegnete er ihr und hielt dann noch ihre Hand fest. Kurz sah sie zu ihm auf, zog ihre Hand weiter aus seiner um aus der Küche die Weingläser zu holen. Im Wohnzimmer stellte sie Gläser auf den Couchtisch bevor sie an den Schrank ging und ihn öffnete. Sie holte den Wein heraus, schloss ihn wieder. Der Anrufbeantworter blinkte, zaghaft drückte sie auf die blickende Taste.
„Huch, ah Emily. Entschuldige. Da hat mein Po dich wohl von selbst angerufen. Unverschämtheit! Mit dem muss ich mal ein ernstes Wörtchen reden. Kannst du das glauben, ich stehe schon auf den ersten Weihnachtsmark und trinke Glühwein. Wo ist die Zeit geblieben. Wenn ich in London bin müssen wir unbedingt auch auf den Weihnachtsmarkt. Ach bevor ich es vergesse, schön das die Bilder angekommen sind. Ich hoffe sie gefallen dir! Ach übrigens ich bin eine ganze Woche da und geh dir auf die Nerven. Hab keine Ahnung, was diesen langen Aufenthalt rechtfertigt aber wenn David sag flieg rüber, lass ich mir das garantiert nicht zwei Mal sagen. So kann ich dich schließlich sehen, wenn Ben dich denn gehen lässt. Okay ich muss Schluss machen, die anderen sehen mich schon so komisch an. Ach übrigens schönes Bild von euch. Ciao!“
Mit einem Piepen endete die Nachricht. Diese Nachricht hatte ihre Stimmung definitiv gehoben. Kaum zu glauben war, dass sie sogar in ihrem leicht angetrunkenen Zustand sofort Englisch sprach mit ihr.
Ihre Blick wanderte zu Benedict, der schmunzelnd auf der Couch saß.
„Interessant. Wann ist Sarah denn hier?“, kommentierte er es fragend.
„Ich hab schon so lange keinen Anruf mehr von ihrem Po bekommen, welch eine Ehre. Wenn ich recht entsinne, dann ist sie in der Woche hier, wo du in LA bist.“, schmunzelte sie darüber und ging auf die Couch zu. Nur nebenbei sah sie die gefüllten Weingläser.
Mit seinen großen Händen griff der Schauspieler mit den dunklen Haaren nach ihren und hielt sie auf. Seine Beine schloss er etwas und griff mit einer Hand nach ihrer Taille, um Emily zu sich zu ziehen. Kaum saß sie auf seinem Schoß musste sie an den Augenblick denken als damals so zum ersten Mal auf seinem Schoß saß. Ihre Hände lagen auf seiner Schulter und fuhren gerade über seine Brust als ihr Po sich auf seinen Oberschenkeln platzierte.
„Ihr seit auch am Telefon so. Dann hast du etwas Beschäftigung in der Zeit.“, kam es über seine Lippen. An seinen Lippen hing sie jetzt schon die ganze Zeit.
„Es ergab sich einfach so. So haben wir zumindest was zu lachen. Das erste Mal , dass sowas passierte, war wirklich sehr unpassend. Das Handy steckte in der Hosentasche und sie hatte gerade ein Meeting mit ihrem Chef gehabt. Nachdem ich ran gegangen war und bestimmt fünf Minuten gewartet hatte, sagte ich irgendwann zu ihr, *erst anrufen und dann nichts sagen. Du bist mir eine Trantüte.*total überrascht hatte sie dann am Handy mir alles erzählt und das ihr es wirklich peinlich war, dass irgendwer was sagte und ihr Chef nicht wusste woher die Stimme kam. Als sie mir irgendwann Chef vorstellte, konnte er sich leider an meine Stimmer erinnern. Naja und jetzt David wirklich ein guter Freund, der mir meine Sarah immer hergeschickt hatte, wenn ich sie brauchte.
Diese Anrufe sind bei Sarah keine Seltenheit, aber lustig.“, erklärte Emily ihm ausführlich.
Sein Lippen zogen sich zu einem breiten Lächeln, denn er nahm es auch mit Freude zur Kenntnis, dass Emily langsam wieder auf andere Gedanken kam und wieder lächelte. Ihre wohlgeformten Lippen röteten sich gerade etwas als sie gerade auf sie biss. Leicht drehte sie ihren Oberkörper nach   hinten und griff nach den Weingläsern. Nachdem sie ihm das Glas gereicht hatte rutschte sie leicht von seinen Oberschenkeln und lehnte nur an der Armlehne. Ihre Beine hatte sie leicht angewinkelt über seine Beine gestellt. Leicht nippte sie an dem Wein und stellte ihn dann wieder auf den Couchtisch.

So saßen sie bestimmt noch ein paar Stunden unterhielten sich darüber, was sie mit Sarah alles erlebt hatte in den vergangen fast dreißig Jahren.

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