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Spider-Woman Begins

Kurzbeschreibung
GeschichteAbenteuer, Fantasy / P16 / Gen
Norman Osborn Peter Parker / Spiderman
23.09.2018
16.04.2021
7
8.539
5
Alle Kapitel
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16.04.2021 1.456
 
Das fragte ich mich auch noch die nächsten Tage. Ich schlief sehr schlecht, konnte kaum was essen und fragte mich immer wieder wie ich all das hätte verhindern können. Mit hängenden Schultern schlurfte ich durch die Straßen und stieß dabei fast mit jemandem zusammen.

“So ein Zufall.”
Ich sah auf und erkannte Tante May. Ich blinzelte Peter an, der mich besorgt ansah.
“Wir haben einen Termin auf der Bank, möchtest du uns begleiten?”

Ich nickte Tante May nur zu und schloss mich den beiden an. In der Bank herrschte reger Betrieb, wir mussten warten. Als wir dann endlich an dem kleinen Schalter saßen konnte ich schon direkt sehen das ihre Chancen für einen Kredit sehr schlecht standen. Ich hing meinen eigenen Gedanken nach, als sich klingelnd mein Spinnensinnn regte, Peter und ich sahen uns alarmiert um. Da war ein Mann mit langem Mantel, der auf den Tresor zuging.
Was der wohl vorhatte?
Jetzt zog er ein Stück seines Mantels weg, zum Vorschein kamen 4 mechanische Arme. Das war Dr. Octavius. Aber was wollte er denn hier? Peter und ich wechselten einen Blick, sollten wir ihn aufhalten? Er schüttelte leicht den Kopf, wir würden abwarten.


Doch der Doc ließ uns nicht lange warten. Es gab ein ekelhaftes Quietschen, als die 4 Arme die Tresortür mal eben so aus den Angeln holten. Mit einer lässigen Bewegung flog die Tür nach hinten, damit direkt auf uns zu. Mein klingeln schrillte noch lauter und Peter reagierte. Er gab dem Stuhl auf dem Tante May saß einen ordentlichen Schubs, während er sich selber abstieß. Ich hatte mich aus der Gefahrenzone gehechtet. Peter deutete mir an bei Tante May zu bleiben und verschwand um die nächste Ecke.

“Peter bleib bei mir”, flehte sie.
“Ihr Neffe ist ein wahrer Held”, höhnte der Bankangestellte.
“Er ist unterwegs um die Polizei zu rufen.”

Ich wusste wo er hinwollte und es dauerte auch nicht lange bis es über uns zischte. Peter flog in Richtung Tresor und klebte sich an die Wand.


“Was tun sie da?”
“Ich leihe mir etwas Geld, etwas dagegen?”
“Und ob.”

Peter schwang sich weiter nach vorne, als die Tentakel nach den Geldsäcken griffen und nach Peter schleuderten. Er wich aus und schoss ein Netz. Oder wollte es, denn es zischte nur und Peter fluchte. Da brauchte wohl jemand Hilfe. Unbemerkt verzog ich mich und schlüpfte aus den Klamotten. Und kam gerade recht. Ich zischte an Tante May vorbei auf Octavius zu, als Peter an mir vorbeiflog und gegen die Wand krachte.

“Was soll das hier?”
Doc Oc drehte sich zu mir um.
“Aber, wieso gibt es denn 2 von euch?”
“Damit wir doppelt zuschlagen können. Also Geld hinlegen und Arme hoch, alle 4.”

Doch ich hatte mich zu früh gefreut. Eigentlich wollte ich nur Zeit schinden, damit Peter sich erholen konnte. Die nächsten Geldsäcke flogen und ich wich auf den Kronleuchter aus. Doch dort war ich nicht sicher. Mit einem Sprung ging es nach vorn, unterschätzte aber die Schnelligkeit der Tentakel und wurde zur Seite geklatscht wie eine Fliege. Ich landete an einem Pfeiler und es knackte ziemlich.
Waren das meine Rippen gewesen?

Peter war wieder auf den Beinen und griff an, schlug mit der Faust zu und erreichte damit das die Tentakel ihn an den Armen packten. Sie kreuzten seine Arme vor der Brust und die beiden anderen packten seinen Kopf und drückten zu. Peter saß in der Klemme. Ich stemmte mich hoch und überlegte fieberhaft. Die Tentakel würden ihn zerquetschen. Doc Oc war nur wenig überrascht, als 2 feine Netz an seinen Armen hängen blieben. Ich zog mit aller Kraft und Peter bekam wieder Luft. In unserer direkten Nähe standen mehrere richtig schwere Tische. Daran heftete ich jetzt meine Netze und zog, alle Muskeln schmerzten, doch ich zog weiter. Beide Tische flogen auf Oc zu, den ersten wehrte er noch lässig ab, doch der zweite war zu viel. Peter war wieder frei, der Tisch hatte aber so eine Wucht als er gegen Oc krachte das er mit ihm durch die nächste Scheibe krachte. Wir konnten aufatmen, für den Moment.

“Alles klar, Partner?”
Ich tippte Peter auf die Schulter.
“Hast mir echt geholfen, Partner.”

Peters Stimme verriet das er unter seiner Maske grinste. Wir mussten nach Tante May sehen. Wir sahen uns um, als es draußen Gekreische und Gequietsche gab. Wir eilten auf die Reste der Scheibe zu und sahen das Oc sich wieder aufgerappelt hatte und dabei war ein Taxi in seine Einzelteile zu zerlegen. Der konnte einiges vertragen. Er hielt eine der Türen in der Hand und warf sie dann auf uns zu. In ihrem Weg stand eine Frau, die sich nicht rührte. Ich sprang auf sie zu und stieß sie zur Seite, Peter würde die Tür aufhalten. Oder auch nicht, zusammen mit der Tür krachte er an die Hauswand der Bank. Die Frau war okay und ich wieder bei Peter. Der hing ziemlich komisch da.

“Krieg keine Luft”, keuchte er.

Die Tür hatte sich ziemlich in die Wand gegraben, zusammen zerrten wir an dem Metall, es dauerte schon etwas bis sich was tat. Doch schließlich fiel sie zu Boden, ich fing Peter auf, der pfeifend Luft holte. Jetzt erschien auch endlich die Polizei, sie eröffneten sofort das Feuer, doch die Tentakel hatten einen Panzer um Oc erbaut.

“Wo ist Tante May?”
Ich deutete auf die andere Seite, da war sie doch eben noch gewesen. Jetzt aber nicht mehr.
“Bestimmt sucht sie nach uns.”

Wir sahen uns weiter um und hörten einen Schrei. Die Stimme kannten wir beide und sahen dann die Bescherung. Oc hatte sich May geschnappt und krabbelte gerade mit ihr an einer Hauswand hoch.

“Wir müssen sie befreien.”
“Bin dabei!”

Peter streckte die Hand aus und dieses Mal kam auch ein Netz. Wir hängten uns an die Fersen von Oc, der würde uns kennen lernen.


Wir teilten uns auf, Peter griff frontal an, während ich May holen wollte. Die ziemlich wütend mit ihrem Schirm auf die Arme einschlug, ich musste es ihr lasen, sie hatte Mut.
“Die Dame geht mit mir”, meinte Peter und landete über Oc.
“Aber gerne doch.”
Die Tentakel ließen May los und sie fiel schreiend in die Tiefe.
“Ups, abgerutscht”, grinste Oc.

Aber Peter blieb über ihm hocken, er wusste das ich da war. Ich sah May fallen und war ein Netz später schon bei ihr, packte sie und zusammen ging es langsam nach unten, bis zu einem kleinen Balkon, wo ich sie absetzte.  Dann war ich wieder auf dem Weg nach oben, wollte Oc auf den Rücken springen, wurde aber von 2 Tentakeln gestoppt. Peter hing im Klammergriff der anderen 2 Arme, wurde fest in das Mauerwerk des Hauses geknallt und dann einfach durch die Luft geworfen. Ich hörte Glas splittern und feuerte ein Netz, krabbelte um Oc herum und verklebte ihm mit einem weiteren Netz das Gesicht. Dann stürzte ich mich frontal auf ihn, er verlor das Gleichgewicht, hantierte mit den Tentakeln, fand aber keinen Halt. Ich hing an ihm und zusammen fielen wir in die Tiefe.


Peter war durch eine Scheibe geflogen und musste sich den Kopf halten, alles drehte sich. Blinzelnd sah er das Oc mit mir in die Tiefe fiel. Ich hatte eindeutig die besseren Karten, ließ ihn los und klebte an der Mauer. Oben sah ich May, die sich nach vorne beugte.
“Ich bin gleich da”, rief ich und krabbelte wieder nach oben. Es waren nur noch Zentimeter die mich von ihr trennten, als die Mauer zu zittern begann. Ich sah den Tentakel kommen, wich nach links aus und wurde von der anderen Seite eingewickelt. Der Arm drückte so fest zu, ich bekam keine Luft mehr.
Peter schoss seine Netze in den Fensterrahmen, zog sich daran nach hinten und ließ los. Ruckartig flog er in unsere Richtung. Ich keuchte und schlug immer wieder mit der Faust auf den Tentakel ein, ohne Erfolg. Dann der scharfe Schmerz in meiner Seite, wieder Schnappatmung, meine Rippen brachen. Verschwommen sah ich wie aus einem der Arme eine scharfe Nadel ausfuhr, die auf mein Gesicht zuschnellte. Es war Tante May, die jetzt eingriff und mit ihrem Schirm zuschlug. Damit konnte sie Oc kurz ablenken, Peter war auch in Reichweite und schlug zu. Der Griff um meinen Körper lockerte sich etwas, doch ich sackte einfach nur zusammen, hielt mir die Rippen und keuchte, atmen tat verdammt weh. Trotzdem wollte ich Peter irgendwie unterstützen, hob die Hand, bekam von einem der beiden einen Schubs und segelte in die Tiefe. Es war einer der Wasserspeier, der mich aufhielt, ich hing wie ein nasser Sack da und kämpfte gegen die Ohnmacht. Es waren nur Sekunden, doch für mich eine Ewigkeit, als ich den Lufthauch spürte, ich wurde gepackt und durch die Luft getragen. Was aber eindeutig zuviel war, ich verlor keuchend das Bewusstsein.
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