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Spider-Woman Begins

Kurzbeschreibung
GeschichteAbenteuer, Fantasy / P16 / Gen
Norman Osborn Peter Parker / Spiderman
23.09.2018
16.04.2021
7
8.539
5
Alle Kapitel
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Dieses Kapitel
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11.01.2019 1.098
 
Mir blieb die Sprache weg. Ich hatte mit allem gerechnet, doch das war echt der Hammer.
„Du bist Spider-Man?“
„Nein, ich trage nur gerne einen Stretchanzug.“
Peter ließ sich auf seinem Bett nieder. Ich starrte ihn immer noch an.
„Wieso hast du mir das nicht gesagt? Ich dachte wir wären Freunde.“
Er kratzte sich am Kopf und sah seine Maske an.
„Ich weiß es nicht, es war nicht der richtige Moment.“
„Und wann sollte der sein?“
Ich wurde echt ein wenig sauer. Peter zuckte nur mit der Schulter.
„Dir scheint ja nicht viel an unserer Freundschaft zu liegen.“
Da von ihm keine Reaktion kam, war für mich das Gespräch beendet und ich verließ das Zimmer.




„Schatz, wir wollen los.“
Meine Mutter klopfte an meine Tür, ich grummelte vor mich hin. Ich hatte absolut keinen Bock auf die Feier zu gehen. Riesige Menschenmassen war nicht gerade das was ich wollte. Doch ich tat meinen Eltern den Gefallen, es war schließlich Welteinigkeitstag. Vielleicht würde ich auch auf andere Gedanken kommen. Denn die kreisten nur um Peter und sein mangelndes Vertrauen.


Eine Stunde später war ich kurz vor einem Schreikrampf. Von allen Seiten wurde gedrängelt und geschubst, es war der Horror.
„Schaut mal, da ist Peter.“
Der hatte mir echt noch gefehlt. Er durfte sich nicht umdrehen.Was er aber genau jetzt machte. Sein Blick blieb auf mir hängen, er setzte ein Lächeln auf und hob grüßend die Kamera. Klar, immer im Einsatz der Gute. Meine Eltern gingen auf ihn zu, ich blieb wo ich war. Da war wieder dieses komische Gefühl, es war als würde sich eine Gänsehaut über meinen Kopf ausbreiten, es kribbelte ziemlich. Mein Blick glitt zum Himmel, bewegte sich da etwas? Ich strengte meine Augen an, ja da flog etwas, zog seine Bahnen und kam dann näher. Wieder eine Schleife und dann erkannte ich was das war. Der grüne Kobold. Und er flog direkt auf den Balkon mit den Prominenten zu.


Der Kobold hielt etwas in der Hand, es sah aus wie ein Ball. Automatisch ging ich näher, der Kobold holte aus und warf den Ball. Mit einem Knall explodierte die Bombe. Ein Schatten raste an mir vorbei, Peter knöpfte sich das Hemd auf, er hatte sein Kostüm immer dabei. Ich sah wieder nach oben, als sich die ersten Steinbrocken vom Balkon lösten. Sie stürzten in die Tiefe, direkt auf mehrere Menschen zu. Es war reiner Reflex, der mich die Arme ausstrecken ließ. In Panik geratenen Menschen liefen an mir vorbei und beachteten mich gar nicht. Mit einem Ruck zog ich an den Netzten, die Passanten wurden nach hinten gezogen und setzten sich auf ihre Hintern. Aber immerhin waren sie aus der Gefahrenzone. Ich sah mir immer noch verständnislos meine Hände an, wie hatte ich das gemacht?


Inzwischen hatte Peter den Kobold gestellt und bekämpfte ihn. Als es gerade so schien, als würde Spidey ihm so richtig die Visage vermöbeln können, wirklich genau da brach der Rest vom Balkon ab. Und mit ihm stürzte MJ in die Tiefe. Sie war mit Harry zu dem Fest gegangen, die Feier hatte sie sich bestimmt anders vorgestellt. Jedenfalls sauste sie jetzt kreischend in die Tiefe. Aber Peter war nicht umsonst Spidey, er riß dem Kobold einige Kabel aus dem Gleiter und sprang MJ hinterher. Der Kobold musste sich zurückziehen, doch er schrie noch:
„Wir sehen uns wieder Spider-Man!“
Mir war klar das er es ernst meinte. Meine Sorge galt aber jetzt meinen Eltern. Wie eine Irre rannte ich durch die Gegend und brüllte was die Lunge hergab. Als ich sie dann endlich fand, fiel mir ein Stein vom Herzen, denn es ging ihnen gut.


Peter hatte MJ erreicht und feuerte ein weiteres Netz ab. Es hielt und sie war gerettet. Wenig später setzte er sie auf einem benachbarten Balkon sicher ab. MJ, von dieser Action noch ziemlich mitgenommen brachte nur heraus:
„Wer bist du?“
„Die freundliche Spinne aus der Nachbarschaft.“
Und damit hüpfte er über den Rand des Balkones.




Ich musste mich erst einmal setzen, das war echt heftig gewesen. Meine Eltern unterhielten sich über den Kobold und Spidey. Ach wenn die nur wüssten. Ich würde mich etwas hinlegen, es gab so viel über das ich nachdenken musste. Das erste was mir auffiel war das offene Fenster. Ich wusste genau das ich es nicht offen gelassen hatte. Auf meinem Bett lag eine Notiz.
„Würde mich gerne mit dir treffen. Heute abend im Park? Wenn du nicht kommst kann ich es auch verstehen.“
Ich würde sowas von auftauchen, er schuldete mir noch ein paar Antworten.


Jetzt wartete ich auf der Parkbank und überlegte mir schon meine Fragen.
„Ich habe gehofft das du kommen würdest.“
Peter ließ sich neben mir nieder und atmete tief durch.
„Es passierte damals auf dem Schulausflug, du weißt schon, als wir im Wissenschaftsmuseum waren. Ich machte gerade meine Bilder, als es passierte. Ich wurde von einer Spinne gebissen. Ich dachte ich müsste sterben, so schlecht ging es mir. Als ich am nächsten Morgen wach wurde, hatte ich einiges an Muskeln zugelegt und verstand die Welt nicht mehr. Doch schon recht bald fasste ich den Enschluss diese Kräfte für das Gute einzusetzen. Ich schoß von mir selber Fotos und bekam die Arbeit als Reporter. Bis jetzt war auch nichts größeres vorgefallen. Doch eines ist sicher, ich werde den Kobold aufhalten.“
Er ballte die Hände zu Fäusten. Ich antwortete ihm nicht, was hätte ich auch sagen sollen?
„Ich glaube MJ ist mit Harry zusammen.“
Also das war was neues.
„Sie hat doch keine Ahnung was ihr entgeht.“
Meine Stimme hörte sich irgendwie rau an, also räusperte ich mich mehrmals.
„Dich muss man einfach mögen, du bist schlau, witzig und nett.“
Er lachte, ohne eine Spur von Humor.
„Du wirst ein anderes Mädchen finden das dich liebt.“
Seine Blick hob sich und dieses Mal schaffte ich es seinen blauen Augen Stand zu halten.
„So, wie du mich liebst?!“
Mein Herz schlug mir echt heftig gegen die Brust, das hatte ich nicht erwartet.
„Ist es so offensichtlich?“
Er grinste und schüttelte den Kopf.
„Nein, aber bei Spidey wird jede Frau schwach.“
Ich schlug ihm gegen den Arm, wirklich nur leicht und trotzdem schien Peter überrascht. Ich wusste das es jetzt an der Zeit war und schob den Ärmel meines Pullis nach oben.
„Ich glaub ich brauche deine Hilfe.“
Er sah mich, dann wieder mein Handgelenk an und nickte dann langsam.
„Es ist schön nicht mehr alleine zu sein.“
Er nahm meine Hand in seine und drückte sie leicht. So blieben wir auf der Bank sitzen und grübelten. Der Kobold musste aufgehalten werden, war nur noch die Frage wie?
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