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Spider-Woman Begins

Kurzbeschreibung
GeschichteAbenteuer, Fantasy / P16 / Gen
Norman Osborn Peter Parker / Spiderman
23.09.2018
16.04.2021
7
8.539
5
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23.09.2018 805
 
Sommerferien!

Das bedeutete nicht an den Schulstress denken, einfach nur das warme Wetter genießen und nichts tun. Das galt jedenfalls für meine Mitschüler. Ich war da schon immer anders gewesen, nutzte die freie Zeit um mich auf das nächste Schuljahr vorzubereiten, sowas eben. Das hatte mir schon den Spitznamen „Bücherwurm“ eingebracht, war mir aber egal. Doch heute abend ließ ich die Bücher mal geschlossen und ging mit meiner Freundin ins Kino.


Schon auf dem Weg dorthin erzählte sie mir von ihren Problemen mit ihrem derzeitigen Freund. Den Namen hatte ich schon wieder vergessen, sie war in diesen Sachen eher sprunghaft. Jedenfalls nickte ich immer mal wieder pflichtbewusst und dachte eher an mein Treffen mit Peter morgen. Wir waren in der gleichen Klasse und wollten uns zum lernen treffen. Peter war da so wie ich, lieber ein bisschen mehr gelernt als zu wenig. Da half es auch das wir fast direkte Nachbarn waren, nur MJ wohnte zwischen uns. Mary Jane Watson, die heimliche Liebe von Peter und damit eine Rivalin für mich. Auch wenn ich es niemals zugegeben hätte, ich war schon ziemlich lange ziemlich in Peter verschossen, doch der schien es nicht zu merken. Oder nicht zu wollen, so lief es bei mir immer, ich war für alle immer nur der beste Kumpel, doch nie mehr. Was wohl daran lag das ich nicht die 90-60-90 Maße trug die man offensichtlich haben musste. Für mich zählten eher meine inneren Werte, ich war eben vonn innen schön. Aber genug von mir.


Der Film war mir zu langweilig geworden und ich verließ das Kino. In Gedanken war ich schon wieder im Mathebuch, trat auf die Straße und damit direkt vor ein Auto. Es ging so schnell, meine Ampel war grün, die des Wagens auch, der Fahrer schien es aber verdammt eilig zu haben und so schoss seine Kühlerhaube direkt auf mich zu. Ich war zu geschockt um zu reagieren, stand einfach nur da und sah das Auto auf mich zukommen. Dann gab es den Stoß von der Seite und ich flog auf den Gehsteig zurück. Meine Landung war aber nicht hart, ich wurde eher gehalten und sah das ich nicht mehr alleine war.
„Manche Fahrer sollten lieber das Auto stehen lassen.“
Die Stimme wurde durch die Maske etwas gedämpft.
„Bist du okay?“
Ich blinzelte, nickte dann aber.
„Gut, würde es dir was ausmachen von mir runter zu gehen?“
Ich schüttelte den Kopf, rappelte mich hoch und glaubte es immer noch nicht. Spider-Man hatte mich gerettet.  Er stand auf, klopfte sich den Anzug ab und war in der nächsten Sekunde verschwunden. Ich stand nur da und glaubte es nicht. So vieles war in der Zeitung über ihn erschienen, sein Auftauchen vor Monaten hatte mich direkt fasziniert. Ein maskierter Kerl, der in New York mal richtig aufräumt. Und jetzt war ich ihm begegnet. Das musste ich Peter unbedingt morgen erzählen.


Es war eine Abkürzung, die tagsüber netter war. Mir wurde schon ein wenig mulmig. Doch es war nicht mehr weit. Das Klirren einer Flasche ließ mich stehen bleiben. Ich war nicht mehr alleine. Bestimmt nur eine Ratte. Ich ging weiter, doch dann konnte ich schon die Schritte hören. Meine wurden schneller, es war nicht mehr weit bis zu der Kreuzung. Ein Schatten baute sich vor mir auf, ein Kerl wie ein Baum.
„So alleine unterwegs?“
Ich wollte umkehren, als auch schon der Stoß kam. Ich fiel auf die Knie, wollte wieder aufstehen, wurde aber wieder nach unten gedrückt. Ich versuchte mich zu wehren, als die ersten Schläge kamen.
„Wehr dich nicht, dann wird es nicht so schlimm.“
Und weil ich nicht sterben wollte wehrte ich mich nicht.


Jetzt lag ich in dieser stinkenden, dreckigen Gasse und wünschte mir den Tod. Was sie mit mir angestellt hatten, die Schmerzen, die Demütigung, all ddas zusammen war einfach zu viel. Der eine meinte er müsste sein neues Messer an mir ausprobieren, während der andere meine Klamotten zerfetzte. Irgendwann klinkte mein Verstand sich aus und ich fühlte rein gar nichts mehr. Genauso wie jetzt, ich lag einfach da und spürte rein gar nichts mehr. Auch nicht das kribbelnde Gefühl als eine kleine rot-blaue Spinne über meine Hand krabbelte, im Ärmel meiner Jacke verschwand und es sich gemütlich machte. Den Biss spürte ich genausowenig, alles woran ich mich erinnerte war die willkommene Schwärze.


Etwas nasses traf mein Gesicht, ich hörte eine Stimme und das Kläffen eines Hundes. Ich konnte meine Augen kaum öffnen, jeder einzelne Knochen tat mir weh und eine alles umfassende Übelkeit beherrschte mich.
„Mädel, was ist denn mit dir passiert?“
Ein faltiges, dreckiges Gesicht erschien über mir, ich wollte flüchten, doch ich konnte mich keinen Millimeter rühren.
„Warte, ich hol Hilfe.“
Der Mann, offensichtlich ein Obdachloser, schlurfte los, während sein Hund, ein echt nettes Tier, brav neben mir Wache hielt.
Hilfe, ja genau das brauchte ich.
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