Chaostheorie

von Kosakoni
GeschichteHumor, Romanze / P18 Slash
Echizen Ryoma Fuji Syusuke
22.09.2018
22.09.2018
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Hallo meine Lieben,
ich kann gar nicht glauben, dass ich die FF nie hochgeladen hab. Die ist schon fünf Jahre alt …
Naja, ich hoffe jedenfalls, dass euch die Story gefällt, und freue mich auf eure Kommentare.
Widmen möchte ich die Story einmal an meine beiden PoT-Stammleser Viebi und AnimeXX (Deine Sensual FF, hab ich immer noch auf meiner Vervollständigen-Liste. Ich hoffe du kannst warten :-)). Ihr schreibt mir immer so wundervolle Kommentare und ich bin daher immer gespannt, ob euch das gefällt, was ich verfasst habe. Also, vielen Dank :).
Aber natürlich auch vielen Dank an die anderen Leser, die meine Geschichten immer fleißig in ihre Favo-Listen aufnehmen. Ich würde mich freuen, auch mal eure Meinungen zu lesen. :-D

Viel Vergnügen,
Eure Kosa

~*~

Es heißt, dass auf der einen Seite der Welt, der Flügelschlag eines Schmetterlings auf der anderen Seite einen Hurrikan auslösen kann. Etwas völlig Unbedeutendes, wie ein banales Handeln, das gleichzeitig etwas sehr Katastrophales heraufbeschwören konnte …

Hörte sich das nicht völlig ungläubig sowie sogleich beängstigend an?

Ryoma hatte bereits in Amerika die Chaostheorie gelernt und es als das abgetan, wie ihr Name es beschrieb – eine Theorie. Er konnte doch nicht ahnen, dass er seine Meinung bald grundlegend widerrufen würde.

Dabei war es doch nur ein einziger Satz: Da drüben ist es zu laut …

~*~

Es war abends und es regnete wie in Strömen, als der Bus endlich vor dem Camp hielt. Ryoma rieb sich die pochende Stirn unter seiner Mütze, während er versuchte die Kontrolle zu bewahren.

Vier Stunden lang musste er sich das Gezanke zwischen Kaidoh und Momoshirou anhören, während er alleine mit denen im hinteren Teil des Busses festsaß. Dabei hatte Ryoma mindestens zehn Mal das innere Bedürfnis verspürt, einen der Beiden aus dem Fenster zu werfen oder sie mit Inuis Getränken zu vergiften. Es waren so verführerische Methoden, die ihm kamen, aber gleichzeitig sagte er sich, dass sie nichts dafür konnten. Sie waren einfach so … bekloppt!

„Fssuuu Baka, pass doch auf!“, fauchte Kaidoh furios, als Momo mit seiner Tasche gegen diesen stieß, nachdem der Bandanaträger an ihm vorbeilaufen wollte. Der Schwarzhaarige fuhr sogleich herum und verengte wütend die Augen. „Was denkst du dir, Mamushi, ich geh zuerst!“

Grob sowie genervt drängte sich Ryoma zwischen den Beiden durch, um einfach nur rauszukommen. Somit stand er kurz darauf im strömenden Regen, und so unangenehm die Kälte auf seiner Haut auch sein mochte, so angenehm fühlte es sich an, diese beiden Nervensägen nicht mehr zu hören.

~*~

„Das ist mein Sushi!“
„Fssuuu, meines!“
„Baka!“ – „Mamushi!“

Ein fast lautloses Knurren entwich Ryomas Kehle und er stand augenblicklich mit seinem Teller auf, um auf die andere Seite des Speiseraumes zu gehen. Dabei war es ihm egal wo oder neben wem er landen würde. Nur Hauptsache weit weg von diesen zwei hirnlosen Idioten! Schließlich stand er neben Fuji, neben dem noch ein Platz frei war.

„Fuji-senpai, darf ich hier sitzen? Da drüben ist es zu laut.“, fragte er den Tensai, der sogleich von seinem Teller aufblickte und ihn strahlend anlächelte. „Saa, aber natürlich, Echizen-kun.“

Es erleichterte Ryoma wahnsinnig, dass er von den Beiden weg konnte. Weswegen er sich zufrieden auf die Bank neben Fuji sinken ließ und er seinen Teller vor sich abstellte. Lächelnd beobachtete ihn der Tensai dabei, und als Ryoma den Blick seines Senpais auf sich spürte, blickte er ihn etwas unsicher an, wobei sich seine Wangen leicht röteten. Doch nur aufgrund dessen, weil es ihn verlegen machte, wie angenehm es sich anfühlte, neben Fuji zu sitzen. Hier war es so schön ruhig.

Schließlich wandte er sich seinem Essen wieder zu, ebenso wie der Tensai. Dabei schmeckte es ihm gleich noch viel besser, weil sein Kopf nicht mehr schmerzte und auch dieses Dröhnen in seinen Ohren aufgehört hatte.

Ja, Ryoma musste sich merken, dass es bei Fuji immer ruhig war.

~*~

Später an dem Abend nahmen sie alle im Onsen ein Bad. An sich war es genau das, was Ryoma wirklich brauchen konnte. Heißes Wasser und seine Ruhe. Sein Handtuch lag sicher geknotet um seine Hüften, als er in das Wasser stieg – da hörte er es plötzlich.

„Fsssuuu …“, hörte Ryoma es zischen, dicht gefolgt von Momos erhitzter Erwiderung. „Was soll das wieder heißen, Mamushi …“

Ryomas rechte Augenbraue zuckte gefährlich. Bevor er sich seinen Platz spontan falsch heraussuchte, ließ er sich doch viel lieber neben Fuji sinken, der den Kopf zu ihm wandte und ihn sogleich anlächelte. Sofort röteten sich seine Wangen, allerdings nur durch die Hitze, die von dem Wasser auf ihn übertragen wurde. Das war wirklich perfekt!

„Saa, ist es da drüben wieder zu laut?“, fragte ihn Fuji mit einem sanften Schnurren in der Stimme. Automatisch öffneten sich dadurch seine goldgrünen Augen, womit er überrascht zu seinem Senpai aufsah. Die blauen Augen waren diesmal geöffnet und blitzten ihn intensiv an ...

„Aa.“, murmelte Ryoma schließlich zur Bestätigung. Sofort wurde Fujis Lächeln größer, und aus einem unerfindlichen Grund wurde Ryoma roter auf den Wangen. Doch er schob es auf das heiße Wasser. Nicht auf das breite Lächeln oder die offenen Augen und erst recht nicht darauf, das er meinte aus den Augenwinkeln zu sehen – und zwar, das Fuji unter dem Wasser kein Handtuch trug. Oh nein!

~*~

„Mein Kissen, Mamushi!“
„Fsssuuu, meines, Baka!“

Ryoma warf einen bitterbösen Blick auf die zwei hirnlosen Deppen, eh er weiter ging, um sich einen möglichst weit entfernten Platz zu suchen. Da sah er, dass neben Fuji noch ein Schlafplatz frei war, weswegen er zu dem Tensai trat und auf diesen hinab blickte. „Fuji-senpai, kann ich hier schlafen?“

Die übliche Beifügung schluckte Ryoma dabei bewusst runter, denn es schien, als würde Fuji doch eh schon wissen, wieso er seit ihrer Ankunft seine Nähe suchte. Hier war es eben immer so schön ruhig. Denn der Tensai stritt sich nicht, wie ein hirnloser Affe, nein, er las ein … Wissensmagazin. Interessant, Fuji-senpai, dachte Ryoma.

„Saa, aber natürlich, Ryoma-kun.“

Einen kurzen Augenblick lang meinte Ryoma, sich verhört haben. Ryoma-kun? Seit wann nannte ihn Fuji-senpai denn beim Vornamen? Er fand es merkwürdig, aber gleichzeitig sollte es ihn auch nicht stören. Vielleicht kam das davon, wenn er sich so oft die Nähe des Älteren suchte, dass dieser ihn dann einfach beim Vornamen nannte. Kaum merklich zuckte er mit den Schultern, bevor er sich auf die freie Stelle neben Fuji sinken ließ und dabei die Decke leicht wegschob. Wie ihm in diesem Augenblick Karupin fehlte, konnte Ryoma gar nicht in Worte fassen.

Ryoma hatte sich gerade schön in das Kissen sowie unter die Decke gekuschelt, als er die warme, sanfte Stimme des Tensais vernahm. Leise, aber sehr klar. „Sag, Ryoma … hast du schon mal etwas von der Chaostheorie gehört?“, fragte der Tensai ihn sanft.

Überrascht darüber öffnete Ryoma die Augen und er drehte sich zu Fuji, der ihn mit einem intensiven Blick direkt ansah. Dabei lag ein leichtes Lächeln auf den sanften Zügen. Ryoma war allerdings zu müde, um sich Gedanken darüber zu machen. „Hm. Ja. Kaum bedeutsame Kleinigkeiten, die eine große Wirkung auslösen können. Ich hatte das mal in Amerika. Wieso, Senpai?“

„Ach, nur so. Wobei … ich finde, dass diese Kleinigkeiten gar nicht so unbedeutend sind. Aber … mit der großen Wirkung hast du recht. Manches zieht wirklich etwas sehr Großes mit sich.“ Es konnte daran liegen, dass er selten Zeit mit dem brünetten Tensai verbrachte, aber … wenn sich Ryoma nicht gänzlich täuschte, dann klangen Fujis Worte irgendwie zweideutig. Und ohne dass es Ryoma verhindern konnte, hatte er wieder dieses Bild vor Augen, welches er nur unscheinbar aus den Augenwinkeln ausgemacht hatte. Aber es reichte, um seinen Geist zu infizieren. Genauso reichte es aus, um seine Wangen leicht rosa zu färben.

„Hm.“ Etwas unsicher erwiderte Ryoma den tiefen Blick, den ihm Fuji zuwarf. Unbewusst fragte er sich, was für eine große Wirkung seine Frage bei Fuji auslöste. Vielleicht jedoch war diese, dass er ihn beim Vornamen nannte. Das tat nicht mal Momo, obwohl sie beste Freunde waren, auch … wenn Ryoma diesen Fakt in Situationen, wie diese, gerne verdrängte. Besonders, wenn sich der Große wahrlich, wie ein Vollidiot verhielt.

„Sag, Ryoma, … willst du meine große Reaktion auf dich sehen?“, fragte ihn Fuji, wobei der Brünette sich etwas mehr aufrichtete und ihn dabei intensiv aus seinen tiefblauen Augen musterte. „Ähm … Was?“ Ryoma wusste nicht, was er sagen sollte. Geschweige denn, denken. Seine große Reaktion auf ihn? Erneut röteten sich seine Wangen, weil es sich irgendwie pervers anhörte. Aber gleichzeitig könnte er sich schlagen, weil er nur so dachte wegen seinem blöden, perversen Vater, der ihm solche Sachen einimpfte.

Fuji lächelte für einen Moment weiter, bevor er die Augen wieder schloss und sich wieder dem Magazin widmete. Seine Stimme jedoch … war ein zärtliches Wispern. „Saa … so süß. Schlaf gut, Ryoma. Und angenehme Träume.“

„Hm … gleichfalls.“, murmelte er. Langsam drehte sich Ryoma wieder herum und versuchte einzuschlafen. Aber gleichzeitig konnte er nur an Fujis Worte denken. Was für eine große Reaktion meinte er denn? Und warum verflucht spukte ihm Fujis nacktes Becken dabei unaufhörlich durch den Kopf?!

~*~

Der Campbesuch lag nun eine Woche zurück, aber seitdem fühlte es sich für Ryoma an, als habe sich irgendetwas verändert. Er kam nur eben nicht auf den Nenner, was es war. Ab und an fühlte er sich beobachtet und das sehr intensiv. Und dann gab es diese Momente, in denen er das Gefühl hatte, dass man über ihn redete. Doch wenn er sich umblickte, war niemand da, der sich auch nur eine Sekunde zu ihm wandte. Es war nur dieses Gefühl … und dennoch beherrschte es seit sieben Tagen seine Gedanken.

„War das dann alles?“
„Aa. Komm gut nach Hause, Echizen.“
„Hm.“

Ryoma wandte sich von Tezuka ab und er ging in die Umkleide, die zu seiner Erleichterung bereits leer war. Dann hatte er wenigstens seine Ruhe beim Umziehen. Wobei er an sich, richtige Lust auf eine heiße Dusche verspürte. Und da er sich nicht beeilen musste, fand Ryoma, dass er sich dieser Lust ruhig hingeben konnte.

Damit zog er sich aus und er griff nach einem frischen Handtuch, das er sich um die Hüften band, eh er zu den Duschen tapste und sich das umwickelte Handtuch von den Hüften streifte. Dann stieg er unter die Dusche und schloss die Duschtüre hinter sich. Das frische Handtuch warf er über die Trennwand und stellte das heiße Wasser an. Genießend schloss Ryoma seine Augen, als er sich direkt unter den heißen Strahl stellte.

Es erinnerte ihn automatisch an das heiße Wasser im Onsen. Ohne es zu verhindern, sah er es wieder. Das Bild von Fujis nacktem Becken. Nach sieben Tagen und vielen Leugnungen später musste er es sich selbst eingestehen – dass er es nicht nur aus den Augenwinkeln gesehen hatte, sondern direkt, als sich Fuji für einen Moment abwandte, um Eiji etwas zu sagen, der neben dem Tensai mit Oishi gesessen hatte.

Fühlte er sich deswegen etwas pervers?
Ja
War er es deswegen auch?
Ryoma empfand, dass dem nicht so war. Er konnte doch nichts dafür, dauernd daran denken zu müssen. Wofür er etwas konnte, waren diese Gedanken, warum er den Anblick irgendwie mochte. Also nicht alleine des nackten Beckens, sondern auch des gesamten nackten Körpers. Fuji war attraktiv. Das konnte Ryoma leider Gottes nicht leugnen.

Seufzend versuchte er diese Gedanken zu verdrängen, da sie nur so ein komisches Kribbeln in ihm hoch riefen und das wollte Ryoma gerade hier vermeiden. Somit wusch er sich eilig zu Ende, bevor er das Wasser abstellte und sich sein Handtuch um die Hüften wickelte. Dann tapste er zurück zu seinem Fach, als er leicht unsicher innehielt. Erst nach einigen Sekunden trat er näher und seine Finger ergriffen das Polaroid, auf dem er eindeutig sich selbst erkennen konnte.

„Oh mein …“, entkam es ihm etwas geschockt. Das war gerade eben erst aufgenommen worden. Er stand da, nur mit einem Handtuch bekleidet und war dabei in die Dusche zu steigen. Leicht geschockt darüber, das jemand hier war und ein Foto von ihm geschossen hatte, stand Ryoma einige Minuten an der Stelle. Erst als hinter ihm die Türe aufging, kam wieder Leben in ihm, wobei er jedoch heftig zusammenzuckte.

„Echizen, ich dachte, du wärst bereits weg.“, fragte ihn Tezuka, der nun die Umkleide betrat und ihn kaum merklich, doch für Ryoma erkennbar, überrascht ansah. „Iie, Buchou … aber gleich.“, versicherte Ryoma, wobei er hastig das Foto senkte.

Tezuka nickte leicht und ging dann zu seinem Fach, um sich umzuziehen. Für einen Moment sah Ryoma noch mal auf das Foto, bevor er es einsteckte und sich rasch umzog. Schneller als man es von ihm gewohnt war. Wobei er sich auch nicht darum kümmerte, dass seine Haare noch ganz nass waren.

„Bis morgen, Buchou.“, verabschiedete er sich schließlich knapp, wobei er seine Sachen nahm und Ryoma nach Tezukas kurzer Antwort, die Umkleide verließ, nur um sich unsicher davor umzusehen. Hoffentlich war dieser dreckige Spanner nicht mehr anwesend, dachte Ryoma leicht skeptisch.

„Saa … du wirkst nervös, geht’s dir gut, Ryoma-kun?“, schnurrte eine weiche Stimme hinter ihm. Erschrocken fuhr Ryoma herum und hielt sich die Brust. Leicht böse sah er hoch zu Fuji und wurde automatisch leicht rot. Eigentlich hatte er ja angenommen, dass der Tensai bereits weg wäre, aber da hatte er sich wohl geirrt.

„Bestens.“, murrte er knapp, wodurch Fujis Lächeln nur breiter wurde. „Saa …“

Mit einem merkwürdigen Gefühl in sich beobachtete Ryoma, wie Fuji ihn musterte und seine Augen dabei so wahnsinnig ausdrucksstark und blau waren, das es ihm eine Gänsehaut bereitete.

„Hast du etwas dagegen, wenn ich dich nach Hause bringe?“, fragte ihn der Tensai völlig unvermittelt, woraufhin er perplex blinzelte. „Ich, eh … nein.“ Innerlich schlug sich Ryoma gegen die Stirn. Warum schaffte er es eigentlich nicht, eine klare Antwort zu geben. Das war ja schon fast peinlich, wie er hier herum stotterte. Fast wie das Mädchen sich ihm gegenüber immer verhielt. Die mit den Zöpfen ... Dann hatte Fuji eben einen … und er auch … und er fand Fuji attraktiv. Na und! … Komm damit klar!, rügte er sich in Gedanken, als sie den Weg zum Schultor gingen. Dabei fiel Ryoma auf, dass er seine Kappe nicht trug, aber irgendwie wollte er jetzt auch nicht mehr in die Umkleide zurück. Was wenn dieser Perverse noch da war?

„Saa, bist du sicher, dass alles okay ist?“, fragte Fuji, der ihn amüsiert anlächelte. Ryoma jedoch nur einen knappen Laut diesbezüglich von sich gab. „Na gut.“, lächelte der Größere und wandte sich wieder nach vorne, dem Weg zu. Kurz blickte Ryoma zu Fuji hoch. Dann aber senkte er ebenfalls wieder den Blick nach vorne und beobachtete die Pflastersteine, auf denen sie gingen. Ihm fiel dabei auf, dass es wie im Camp, wahnsinnig ruhig mit Fuji war. Und dass er diese Ruhe sehr genoss. Allerdings wusste er, dass diese Ruhe in Verbindung mit Fuji irgendwie noch viel schöner war, als wenn sie von einer anderen Person ausging. Verrückt, aber wahr.

Es dauerte nicht lange, da standen sie vor Ryomas Haustür und er wusste nicht recht, was er sagen sollte. Also ließ er es und bedankte sich stattdessen einfach nur bei ihm. „Danke fürs nach Hause bringen.“

„Saa, gerne doch. … Na dann, gute Nacht, Ryoma-kun.“, schnurrte Fuji mit der gleichen Stimme, wie eben, als er hinter ihm gestanden hatte, wodurch Ryoma leicht schluckte. „Dir auch, Fuji-senpai.“ Fujis Lächeln wurde durch seine leise Antwort breiter und Ryoma konnte einen Augenblick nur nach oben, in diese intensiven, azurblauen Augen blicken, die begannen, seine Gedanken einzunehmen. Und hätte sein bekloppter Vater hinter ihm die Tür nicht aufgerissen, würde Ryoma wahrscheinlich am nächsten Morgen noch, seinen Senpai so ansehen. Etwas peinlich berührt stürmte Ryoma schließlich an seinem Vater vorbei ins Haus, während Fujis Lächeln sich in ein leichtes Grinsen verwandelte. Freundlich nickte er dem Vater Ryomas zu, eh er sich abwandte und dann ebenfalls nach Hause ging.

~*~

Seine Finger krallten sich unnachgiebig hart in die zarten Schultern, während Ryoma seinen Rücken durchbog, nur um sich fester gegen die Erregung zu drängen.

Immer schneller – immer fester …

Ihm wurde so heiß und gleichzeitig fühlte es sich so unwirklich an, wie er sich auf dem schmalen Becken bewegte. Starke Arme drückten seinen Körper enger an Fuji heran, während er sich härter auf und ab bewegte.

„Fuji-senpai …“

Erschrocken fuhr Ryoma aus dem Schlaf hoch. Völlig außer Atem starrte er auf die zerknautschte Bettdecke zwischen seinen Beinen. Es brauchte lange, bis ihm klar wurde was er geträumt, und wie verflucht heiß es ihn gemacht hatte. Zittrig löste Ryoma seine Finger aus dem Laken unter ihm, als er langsam die Beine über die Bettkante schwang und dabei einen Augenblick brauchte, bis er aufstehen konnte, ohne sogleich umzufallen. Dann blickte er auf den weißen Fleck auf seinem Laken und er fluchte unterdrückt sowie beschämt.

Vielleicht hätte er die Kopfschmerzen der Ruhe doch vorziehen sollen. Dann hätte er jetzt diesen peinlichen Moment nicht an der Backe, dachte Ryoma pikiert und begann mitten in der Nacht, gegen fünf Uhr die Laken zu wechseln, eh er unter die Dusche stieg.

~*~

„Saa, Ryoma-kun hast du Lust auf ein Spiel?“ Eine heftige Gänsehaut bahnte sich über Ryomas Rücken, als er die süßliche Stimme hinter sich vernahm und er die Finger für einen Moment um seinen Schläger verkrampfte. Dann wandte er sich zu dem Tensai, wobei er leicht an seiner Kappe zog.

„Gomen Senpai, aber … nicht heute.“, antwortete er ihm, versucht dabei beiläufig zu klingen. Dabei versuchte Ryoma, Fuji nicht direkt anzusehen. Allerdings konnte er sehen, dass sich Fujis Lächeln plötzlich leicht anspannte und die blauen Augen aufflackerten.

„Saa … du lässt mich abblitzen?“, fragte ihn der Tensai mit einem Lächeln in der Stimme, das Ryoma fast schaudern ließ. „Iie. Nur … heute nicht.“ Er betete, das Fuji ihm die Verlegenheit nicht anmerkte, die ihm aufgrund des Traumes noch nachhing.
„Wieso denn nicht heute? Sag, Ryoma-kun … ist heute Nacht etwa irgendwas passiert? Du wirkst schon wieder so nervös.“ Sobald über den so weich aussehenden Lippen das Wort Nacht glitt, blitzten Bilder vor Ryomas Augen auf, die ihn sogleich erregten, aber auch wahnsinnig verlegen machten.

Er bog den Rücken tief durch, als Lippen über seinen Hals fuhren …
Fuji glitt tief in ihn …
Blaue Augen fixierten ihn intensiv und voller Lust …


„Ryoma-kun?“ Erschrocken fuhr Ryoma aus dem Flashback heraus und schüttelte sogleich den Kopf. „Was? Ja – Nein!“, und verfluchte sich sogleich für seine Unfähigkeit zu lügen. Irrte Ryoma sich oder nahmen Fujis Züge einen amüsierten Ausdruck an. Er musste unbedingt weg. Aber wie sollte er das beim Training machen? Vielleicht hinfallen? Nein, das war zu simpel. Vielleicht konnte er sich das Handgelenk mit dem Schläger … Leicht genervt und aus reinem Reflex über seine dummen Gedanken, schlug sich Ryoma mit der Hand gegen die Stirn. Doch sobald er jedoch das leise Kichern vor sich vernahm, wünschte er sich ganz weit weg. Am Liebsten in ein unendlich tiefes Loch. Er hatte sich nicht gerade vor Fuji gegen die Stirn geschlagen? Und das ohne ersichtlichen Grund ...

„Saa … du bist wirklich süß, Ryoma-kun.“, sagte der Tensai mit einem Ton in der Stimme, der ihn die Augen aufreißen ließ. „Hä?!“ Sogleich zuckte sein Kopf hoch und er starrte ungläubig Fuji an. Dieser jedoch lächelte ihn nur sanft an.

„Hm, sogar sehr süß. Vielleicht … können wir ja morgen spielen, wenn du wieder etwas klarer bei Verstand bist.“, hauchte Fuji schließlich, eh er sich fließend herum wandte und vom Platz hüpfte. Verwirrt, aber auch etwas unsicher, sah er dem Tensai nach. Hieß das, er war ein süßer Verrückter? Was auch immer er in den Augen des Älteren sein mochte, im Moment war Ryoma nicht damit zufrieden, was er selbst über sich selbst sagen konnte. Diese körperliche Anziehung zu Fuji – das musste unbedingt beendet werden. Nur wie sollte er das machen, wenn er nicht mal genau wusste, wie …

Moment …
Ryoma hielt inne und er wandte sich etwas um. Da war es schon wieder. Dieses Gefühl, das jemand ihn beobachtete. Allerdings fühlte es sich nun nicht mehr so bedrohlich an, sondern schon fast … bekannt. Aber das war verrückt. All seine Senpais waren mit dem Training beschäftigt. Seufzend begab er sich zu einem der Courts, wo er Kaidoh und Inui beim Doppel gegen Kawamura und Momoshirou zuschaute. Vielleicht würde das ihn wenigstens ablenken.

~*~

„Verdammt! Ich hab meinen Ordner liegen lassen. Kannst du ihn mir bitte holen?“, jammerte Momo plötzlich, woraufhin Ryoma mit den Augen rollte. „Was? Wieso – bin ich dein Lakai?“, fragte er seinen – eigentlich – besten Freund leicht genervt.
„Ne, das nicht, aber ich hab dich darum gebeten, also mach schon.“ Schnaubend drückte Ryoma, Momoshirou die Taschen in die Arme, eh er sich herumdrehte und zu den Umkleiden zurückging, die er kurz darauf auch betrat, um Momos dummen Ordner zu holen. Er wollte gerade danach greifen, als er das Rauschen der Dusche wahrnahm, und blinzelte leicht verwirrt, als er dazwischen noch etwas anderes hörte. Zuerst war es nur ganz leise, doch dann …

„Hmm … Ah!“

Um nicht erschrocken zu keuchen, schlug sich Ryoma die Hand gegen den Mund und er presste seinen Rücken hart gegen das Fach hinter sich. Er war sich zuerst nicht sicher, doch als er zu den einzigen Sachen blickte, die noch da waren … spätestens als sein Blick auf die weißen Nikes fiel, wurde ihm klar, dass das Stöhnen von Fuji kam.

„Hm …“ Das Stöhnen war so sinnlich, dass Ryoma binnen einer Sekunde hart wurde, weil er genau wusste, was Fuji da tat – unter der Dusche. Hatte er es doch heute Morgen nach seinem Traum ebenfalls getan. Sein Kopf sank langsam gegen das Holz hinter ihm und er fuhr mit der Hand zwischen seine Beine, um die Handfläche gegen seinen Schritt zu reiben. Es war rein instinktiv und so falsch, aber gleichzeitig einfach zu gut, um aufzuhören oder dagegen ankämpfen zu können.

„Hng …“ Fujis Stöhnen wurde lustvoller und Ryoma öffnete seine Hose rasch, während er den Ordner mit der anderen Hand achtlos in das Fach hinter sich stopfte. Dann umschlang er seine Länge und begann sie zu massieren. Hart biss er sich auf die Lippen, während seine Ohren einzig dem erregenden Geräusch lauschten.

„Oh ja …“, keuchte Fuji atemlos. Ryoma krallte die freie Hand in seine grünschwarzen Haare, während er sein Glied schneller massierte. Immer schneller und fester, wobei die ersten Lusttropfen über sein Fleisch liefen. Ryoma spürte die Hitze und das Kribbeln immer intensiver werden, heißer – brennender – drängender … Gleichzeitig durchfuhren Bilder seinen Geist, die seine Erregung nur noch mehr anspornten. Schließlich wusste er, wie Fuji nackt aussah.

„Ahh … ja!“ Fujis Laute drangen laut durch die Umkleide und kurz darauf erfüllte sein lusterfülltes, befreiendes Stöhnen den Raum. Hart schlug Ryoma mit seinem Kopf gegen das Fach hinter sich, als er den Kopf zurückfallen ließ und er unterdrückte grollend ein Stöhnen, als er heftig in seiner Hand kam. Atemlos starrte Ryoma an die Decke, eh ihm geschockt klar wurde, was er da getan hatte. Und wo! Sofort griff er sich irgendein Handtuch und machte sich die Hand damit hastig sauber, bevor er sich die Hose wieder schloss und den Ordner ergriff. Er war schon fast bei der Tür, als diese aufgeschlagen wurde und Momo hineinstürmte. „Verdammt, Echizen, was brauchst du so lange?!“

Geschockt starrte Ryoma zu seinem besten Freund hoch, der ihm den Ordner abnahm. Gleichzeitig hörte er, wie hinter ihm die Dusche ausgestellt wurde und sein Herzschlag begann in seinen Ohren zu pochen. „Oh … Fuji-senpai. Ich wusste nicht, dass du noch hier bist.“, grinste Momo leicht und griff sich mit der freien Hand in den Nacken. Wie immer, wenn er gegenüber dem Tensai leicht verlegen wurde, weil Fuji auf seinen besten Freund stets ein leichtes Unbehagen auslöste. Ryoma glaubte, es lag an Fujis sadistischer Ader, die er gerne offen zeigte.

„Saa, Momo, ich war noch unter der Dusche. Ryoma-kun …“, lächelte Fuji, als dieser an ihnen beiden vorbei ging. Dabei nur ein Handtuch um die schmalen Hüften trug, welches fast verführerisch tief saß, wie Ryoma fand. Und obwohl er seinen brünetten Senpai nicht anblickte, wusste er genau, dass dieser seinen Blick auf ihn gerichtet hatte. Wobei Ryoma die Einbildung hatte, das dieser Blick ihm bekannt vorkam – zumindest das Gefühl, welches er in ihm auslöste. Mit brennenden Wangen drängte er sich schließlich an Momoshirou vorbei, nur um vor Fuji zu landen, der ihn amüsiert musterte. Er wollte nur noch da raus und weg von seinem ersten, tiefen Fall.

Schließlich sah er doch auf, in die aufmerksamen Augen und schluckte. „Bis dann … Senpai.“, murmelte er und schob sich gänzlich zwischen seinen beiden Senpais hindurch, zur Tür. „Bis dann, Ryoma-kun, und angenehme Träume!“, wisperte Fuji ihm auf eine Weise nach, dass es ihm eine prickelnde Gänsehaut über den Körper jagte.

„Was hast du denn so lange da drinnen gemacht?“ Momo’s laute Stimme hallte Ryoma nach, als er über den Asphalt raste. Doch starrte er nur nach vorne. Das war mehr als peinlich. Nicht nur, dass er sich auf Fujis Stöhnen einen runtergeholt hatte, nein … nun wusste Fuji, dass er wusste, was Fuji unter der Dusche gemacht hatte …

„Ich bin so am Arsch …“, murmelte er mehr zu sich, als zu Momo, der ihm jedoch weiterhin folgte. „Hä? Warum denn?“ Na wenigstens wusste Momoshirou nichts davon. Sonst würde wohl alle Welt es innerhalb 24 Stunden wissen, was er getan hatte auf Fujis … Tat.

In der Umkleide grinste Fuji leicht und er drehte sich dann langsam herum, um die Fächer zu mustern. Dann hielt er inne, als er ein weißes Handtuch am Boden sah und sein Grinsen wurde nur noch breiter. „Oh … Ryoma, du böser, böser Junge …“

Er hatte ja nicht damit gerechnet, das Ryoma so was tun würde. Aber er hatte gehofft, dass Momoshirou den Jüngeren dazu drängen würde, den Ordner zu holen, den Fuji zuvor aus der Tasche des Schwarzhaarigen genommen hatte. Damit griff er an denen Ersatzturnschuhen vorbei und er holte die Kamera hervor, die wohl alles bis zu diesem Moment aufgezeichnet hatte. Er freute sich jetzt schon darauf, es sich anzusehen …

~*~

Vorsichtig linste Ryoma um die Ecke und atmete sogleich erleichtert aus, als er keinen brünetten Haarschopf erblicken konnte. Er sah schon welche, aber wenn Fuji über Nacht keine dreißig Zentimeter an Haar nachgewachsen war, blieb sich Ryoma sicher, das alles gut war. Somit trat er um die Ecke herum, zu den Treppen zum Dach, wo er heute und wohl für den Rest des Jahres essen würde.

„Saa … bist du auf dem Weg zum Schuldach?“

Ryoma verfehlte fast eine Stufe, als er die warme Stimme hörte, vor der er sich den gesamten Tag schon zu versteckte. Sein Herz setzte sogleich einen Schlag aus und er sehnte sich einen Moment danach, dass es vollständig aufhören würde, nur um dieser peinlichen Situation zu entgegen. Schließlich zwang er sich dazu, wenigstens zu antworten, wenn er schon mit Fuji hinter sich, die Treppe hochging.

„Eigentlich nicht.“, log Ryoma und wünschte sich seine Kappe, um sie sich in sein Gesicht ziehen zu können. „Saa, aber die Treppe führt nur zum Dach.“ Fuji grinste, das konnte er deutlich aus seiner Stimme heraushören, wodurch er nur noch mehr errötete.

„Ja, ich weiß. Ich … wollte auch gleich wieder runter, weil ich etwas vergessen habe …“, damit drehte sich Ryoma wieder herum. „Saa, deinen Ordner?“, fragte Fuji direkt neben ihm, wodurch sein Kopf hochfuhr. „Nei-…“ Diesmal verfehlte er wirklich eine Stufe, sodass Ryoma stolperte. Sanft umfasste Fuji sein Handgelenk, damit er nicht fiel und so schnell konnte er nicht reagieren, fand er sich gegen das Treppengeländer gedrückt wieder, mit Fuji direkt vor sich. Intensiv sahen die azurblauen Augen ihn an und Ryoma schauderte.

„Saa, du schienst gestern Abend ziemlich durch den Wind. Ich hoffe, das hatte nichts mit mir zu tun?“ Fuji blickte ihm nicht nur tief in die Augen, sein heißer Atem fuhr hauchzart über seine Wange, was seinen Puls in die Höhe trieb. Dabei konnte er nichts gegen die Röte in seinem Gesicht ausrichten. Was sollte er denn sagen? Das seine ganzen Reaktionen im Moment auf Fuji basierten? Das er masturbierte, weil ihm Fujis Penis nicht aus dem Kopf ging und er sich danach sehnte, endlich zu erfahren, ob die Berührungen aus seinen Träumen, sich in der Realität ebenso unsagbar gut anfühlten? Und das er gestern sogar auf Fujis Stöhnen hin …

Nein, das konnte er unmöglich sagen.

„Migräne. Es wird bald Winter und da reagiert mein Kopf immer etwas empfindlich.“ Das war sogar wahr, aber keines Wegs der Grund, wieso er so komisch reagierte. Und erst recht nicht, wieso er versuchte vor Fuji wegzulaufen. Doch er wusste Eines und zwar, wenn Fuji ihn nicht bald loslassen würde oder wenigstens einen Schritt von ihm wegtrat, dann hätte er ein Problem. Ein … sehr deutliches und großes Problem!

„Saa, das hättest du sagen müssen. Ich kenne da ein ausgezeichnetes Mittel gegen Migräne.“, wisperte Fuji und lehnte sich dabei näher an ihn. Unbewusst drängte Ryoma sich dichter gegen das Geländer hinter sich, während der heiße Atem begann, seine Sinne zu betören. Je dichter ihm der Tensai kam, desto besser konnte er die frische Minze in seinem Atem ausmachen. Gleichzeitig konnte Ryoma feine, ganz kleine, dunkelblaue Flecke in den azurblauen Augen erkennen. Und ebenso wie verflucht lang die schwarzen Wimpern waren, die diese Augen so wunderschön umschlossen.

Automatisch senkten sich seine Lider etwas ab, als Fujis Lippen nur noch einen Hauch von seinen entfernt waren. Sein Herzschlag begann sich auf merkwürdige Weise, zu verlangsamen. Doch dann hielt der Ältere inne und Ryoma meinte mit dem, was er als Nächstes hörte, ohnmächtig zu werden. „Ich weiß genau, was du gestern getan hast, … und glaub mir, … das war noch viel erregender, als die Vorstellung, die ich hatte, während ich gekommen bin.“

Er hatte keine Möglichkeit zu reagieren. Denn kaum wurde ihm bewusst, was Fuji da genau zu ihm gesagt hatte, war dieser bereits verschwunden. Zittrig entließ Ryoma den Atem, der ihm in der Kehle stecken geblieben war und er sank völlig fertig auf eine der Stufen. „Oh Gott!“, entkam es ihm atemlos. Verzweifelt vergrub Ryoma sein Gesicht in den Handflächen und schämte sich. Nicht zuletzt, weil Fujis Worte ihn verflucht heiß gemacht hatten.

~*~

„6 – 4. Kann es sein, dass du krank bist, Echizen?“ Inui neigte leicht den Kopf und drehte den eigenen Schläger leicht nachdenklich in den Händen. Sofort wurde Ryoma nervös und zupfte an seiner Kappe. „Iie, wieso, Inui-senpai?“

„Nun, deine Präzision war heute zu 14 % schlechter, als sonst und auch so scheinst du in letzter Zeit um 25 % nervöser und 39 % unruhiger.“, ergänzte der Datenspieler, nachdem er an das Netz herangetreten war und Ryoma nun aufmerksam von oben herab musterte. Als wäre Inui nicht schon riesig genug, fühlte sich Ryoma automatisch noch kleiner unter seinem Laserblick. Brille hin oder her.

Doch dann spürte er plötzlich, wie sich sein Herzschlag beschleunigte und ein Prickeln durch seinen Unterlaib fuhr. Dieses Mal jedoch musste er sich nicht umsehen, um zu wissen, wer ihn beobachtete. Oh ja, er hatte inzwischen herausgefunden, wer ihn da beobachtete. Aber das hieß noch nicht, dass er sich daran gewöhnt hatte. Im Gegenteil. Nun wo er wusste, wer sein heimlicher Beobachter war, fühlte er sich nur noch aufgekratzter, als je zuvor. Und das war alles Fujis Schuld. „Nein, mir geht’s wirklich gut, Inui-senpai.“, log er daraufhin. Sich jedoch bewusst, dass der Datenspieler ihn nicht so leicht damit davon kommen lassen würde.

„Hm, wenn du das sagst, aber Echizen … Daten lügen nicht. Irgendwas belastet dich, und du solltest schleunigst etwas dagegen unternehmen.“ Bei den Worten seines Senpais hielt Ryoma inne. Wollte er doch gerade den Platz verlassen. Langsam wandte er den Kopf dem Brillenträger zu. Ryoma wusste nicht wieso, aber der Gedanke, Fuji los zu werden … irgendwie schien das auf extrem merkwürdige Art, einfach nur abwegig. Nicht, weil er wusste, dass keiner Fuji von einem Vorhaben abzubringen wusste. Sondern eher, weil er es einfach nicht wollte!

Als Inui vom Court ging, zog Ryoma etwas an seiner Kappe. Dann wandte er sich ab und blickte zu Fuji, der sich mit Tezuka unterhielt. Obwohl alles äußerlich darauf schließen ließ, dass der Tensai in einer Unterhaltung steckte, so wusste Ryoma, das Fuji seine Sinne nur auf ihn konzentrierte. Und diese Tatsache war sowohl erschreckend, als auch aufregend. Ryoma fragte sich innerlich, ob er vielleicht zu einem Psychiater sollte, mit dieser Art der Empfindung. Denn es war verrückt, so zwiegespalten zu empfinden …

~*~

Später nach dem Training zögerte Ryoma damit, sich umzuziehen. Obwohl er wusste, dass er alleine sein würde, hatte er dennoch dieses Gefühl, beobachtet zu werden. Nachdem er fünf Minuten vor seinem Fach stand, debattierend, ob er sich nun umziehen sollte oder nicht, ließ er es bleiben. Er hatte zwar gespielt und auch geschwitzt, aber ob es nun an seinen guten Genen lag oder an seiner intensiven Körperhygiene, die er an den Tag legte, roch er nicht schmutzig und auch so fühlte er sich nicht unwohl in seinen Sportsachen.

Somit griff er seufzend nach seiner Tasche, als sein feines Gehör, plötzlich ein Klicken wahrnahm. Einen Moment hielt Ryoma inne, doch dann schüttelte er etwas den Kopf und richtete sich wieder auf, um seine Tasche zu schultern, als er jedoch einen heißen Atem im Nacken spürte. Sofort bildete sich eine Gänsehaut in seinem Nacken und Ryoma wollte sich umdrehen. Doch löste sich der Griff um seine Tasche – durch den Schreck, was als Nächstes geschah.

Denn mit einem Mal packten ihn große Hände an den Handgelenken und drückten sie über seinen Kopf sanft, aber bestimmt zusammen, gegen das Fach über ihn. Ryoma wollte fluchen, sich wehren. Irgendwas tun, aber … da war wieder dieses Gefühl, und da er genau wusste, durch wen dieses Gefühl verursacht wurde, ließ er es bleiben.

Kurz darauf spürte er, wie die zweite Hand von seinen Handgelenken rutschte und seinen Arm entlang glitt. Tiefer über seine Seite und schließlich langsam nach vorne. Sein Herz raste wie verrückt, sodass er meinte, ohnmächtig zu werden. Doch es blieb nur bei dem Gefühl der Schwäche. Allerdings erzitterte sein Körper heftig, als sich plötzlich heiße Lippen auf seinen Nacken legten.

Flatternd schlossen sich seine Augen, während er mit der Stirn gegen die Ablage des Faches vor ihm sank. Ganz langsam bahnte sich die freie Hand über seinen Oberkörper hinab, bevor sie unter sein Jersey glitt und begann seinen flachen Bauch zu streicheln. Ryoma konnte spüren, wie verflucht weich diese Fingerspitzen und wie lang die Finger der Hand waren. Ebenso, wie die der Hand, die seine schmalen Handgelenke immer noch zusammenhielt.

In Gedanken zweifelte Ryoma wirklich an sich, dass er das hier so sehr mochte, dass er sich nicht einmal wehrte und es sogar zuließ, wie sich Fuji an ihm verging. Doch gleichzeitig fragte er sich, ob Fuji wusste, dass er wusste, wer da hinter ihm war. Denn er konnte das Deo riechen, das der Tensai benutzte. Es roch nicht aufdringlich oder intensiv. Es war einfach nur … es war Fuji und er machte Ryoma verrückt.

Als die Fingerspitzen seinen Körper höher glitten – über seine Brustwarzen rieben – konnte er ein leises Keuchen nicht mehr unterdrücken und seine Finger schlossen sich zu Fäusten. Er wollte nicht so empfinden und gleichzeitig wollte er nur, dass Fuji endlich aufhörte, mit ihm zu spielen …

„Saa … du bist so ein böser Junge, Ryoma-kun …“, wisperte Fuji dunkel gegen seinen Nacken. Hart biss sich Ryoma auf die Lippen, als Fuji mit den Lippen über seinen Nacken glitt und sich dort festsaugte. Ein kleiner Teil in Ryoma, wollte ihn schlagen. Sich losreißen. Aber gleichzeitig auch wieder nicht. Gleichzeitig wollte er abwarten, was der Tensai tun und wie weit er gehen würde …

„ … sich selbst anzufassen, während ein Anderer sich in Ruhe befriedigt. Also wirklich …“ Fuji klang beinah mehr amüsiert, als rügend, während er die Worte heiß und dunkel gegen seine feuchte Haut wisperte. Dabei wurden seine Wangen immer heißer und Ryoma wusste, dass die Röte sich gewiss nicht nur auf sein Gesicht beschränkte. Es schien, als würde sein ganzer Körper in Flammen stehen und das Einzige, was es bändigen konnte – das Feuer – war Fuji. Sein Körper verspannte sich etwas, sobald die Hand seinen Oberkörper hinabglitt. Tiefer, zum Bund seiner schwarzen Sportshorts.

Seine Lider flatterten und sein Atem stockte … „Dabei hättest du doch einfach nur zu mir kommen können …“

Ein – in Ryomas Ohren – viel zu lautes Stöhnen verließ seinen Mund, als Fujis lange Finger sich um seine pochende Erregung schlangen und diese begann zu massieren. Als Nächstes drängte sich Fujis heißer Körper an seinen Rücken und Ryoma spürte es – die Härte. Ihm wurde schummrig vor Überwältigung und in seinem Kopf begann es sich zu drehen, je intensiver er alles wahrnahm. So etwas hatte er noch nie empfunden. In diesem Augenblick, war ihm als gäbe es nur noch den Tensai und ihn. Nichts mehr außer sie zwei hier in diesen 6 x 8 Metern.

„… Nun, … weißt du, Ryoma. Bis vor dem Camp hätte ich nicht gedacht, dass du so ein reges Interesse an mir hegst. Aber dann sah ich deinen Blick, … im Onsen …“ Ruckartig öffneten sich seine goldgrünen Augen und Ryoma konnte nur gegen das dunkle Holz starren, eh ihm erneut ein Stöhnen entwich, bei dem Gefühl von Fujis Daumen der sanft über seine feuchte, pochende Spitze glitt.

„ … und wären wir alleine gewesen, mein Süßer, … dann hätte ich dich gleich dort genommen.“ Damit entzog ihm der Tensai seine Hand und Ryoma fand sich eine Sekunde später, Angesicht zu Angesicht mit seinem Senpai wieder. Dabei röteten sich seine Wangen nur noch mehr – falls das überhaupt möglich war. Denn sehr viel Blut befand sich nicht mehr in seinem Kopf. Das machte es auch so schwer, einen klaren Gedanken fassen zu können.

Fuji neigte etwas den Kopf zur Seite, wobei er Ryoma sehr deutlich musterte. Dabei nahm er die Röte in sich auf. Die verdunkelten, großen Katzenaugen, dessen Ausdruck zwischen Unsicherheit und Erregung lag. Und schließlich sank sein Blick auf die Erregung, die man deutlich in der kurzen, schwarzen Hose abgezeichnet sah.

Ryoma fühlte sich wie unter einem Mikroskop, so intensiv, wie ihn Fuji ins Visier nahm. Schließlich hielt er es einfach nicht mehr aus und er konnte eine Hand aus dem Griff befreien. Er sah, wie Fujis Kopf sich hob, doch in dem Moment war es eh schon zu spät. Seine Hand fuhr in den zarten Nacken und er zog ihn zu sich hinab, um ihn zu küssen. Viel zu lange träumte er nun über den brünetten Tensai, sodass er es nicht mehr aushielt, sich zu fragen, ob sich die Lippen ebenso weich anfühlten, wie er es sich vorstellte.

Der Moment, in dem sich ihre Lippen endlich trafen war so intensiv, dass Ryomas Fingerspitzen begannen zu zittern und seine Knie weich wurden. Fuji, der selbst von der Intensität dieser Berührung einen Augenblick lang durcheinandergebracht wurde, konnte sich jedoch schneller erholen, sodass er die Arme um die schmale Hüfte schlang und Ryoma eng an seinen Körper presste.

Atemlos keuchte Ryoma auf und schlang die Arme um den Nacken, eh er sich auf die Zehenspitzen stellte. Sofort nutzte Fuji das aus, als Ryoma den Mund öffnete, und schob die Zunge sanft in die heiße Mundhöhle um ihn zu necken.

Das Gefühl war merkwürdig, aber merkwürdig heiß, durchfuhr es seine Gedanken, als Ryoma Fujis Geschmack wahrnehmen konnte. Seine Augen waren längst geschlossen, womit seine Sinne auf Höchstarbeit arbeiteten. Alles schien ihm plötzlich wahnsinnig intensiv. Jedes Zucken seiner Nerven. Jedes Kribbeln und diese Hitze, die einfach alles in ihm einnahm. Fuji zu küssen … war wahnsinnig berauschend.

Als sie sich schließlich aufgrund Luftmangels lösten, sank Ryomas Kopf zurück und er blickte den Älteren aus seinen halb geschlossenen Augen intensiv an. Azurblau blitzte leicht auf bei dem Anblick und Fuji griff nach seiner Hand, eh er ihn in Richtung der Duschen zog. Kurz darauf fand sich Ryoma gegen eine Duschtür wieder und Fujis Lippen pressten sich erneut auf seine.

Leidenschaftlich erwiderte er den Kuss, wobei er spürte, wie Fuji sein Shirt hochschob und Ryoma klar wurde, was Fuji plante. Doch er hatte absolut nichts dagegen. Weswegen er die Hände zaghaft hob und das weiße Hemd öffnete, welches Fuji trug. Dabei glitten seine Fingerspitzen ab und an etwas über die weiße, weiche Haut des Älteren. Wobei ihm erneut durch den Kopf ging, wie verflucht makellos und perfekt dieser Körper doch war.

Sie lösten den Kuss, sobald ihm das Jersey über den Kopf ausgezogen wurde und Ryoma kurz darauf dem Tensai das Hemd von den Schultern schob. Seine Hände glitten daraufhin in seinen Nacken, um Fuji wieder in einen Kuss zu ziehen. Doch hatte der Tensai andere Pläne. Sachte zog er Ryoma etwas von der Tür weg, damit er sie öffnen konnte und ihn kurz darauf hineinschob.

Ryoma blinkte verwirrt, als sich der Tensai von ihm löste. Tiefes Azurblau warf ihm einen sehr erregten, aber intensiven Blick zu und für eine Sekunde verstand er nicht …

Erst als Fuji leicht grinste und begann die eigene Hose von den Hüften zu streifen, wurde Ryoma wieder knallrot und er sofort verlegen zur Seite sah. Sachte jedoch, legte sich eine Hand auf seine Wange, während heißer Atem gegen sein Ohr blies, als Fuji sich ihm wieder näherte. „Saa … als hättest du das nicht bereits oft genug gesehen, ne ...“, wisperte Fuji sanft, wodurch sein Innerstes erneut begann, heftig zu prickeln. Teils vor Erregung, teils aber auch vor Scham, weil er es immer noch nicht verstand … Aber all die Unsicherheit ging völlig unter durch die Erregung, die Ryoma verspürte, sobald ihn Fuji streichelte. „... Ryoma.“ Sein Körper erzitterte gleichzeitig bei dem dunkel gewisperten Klang seines Vornamens. Doch dann küsste ihn Fuji und die warmen Hände fuhren seinen Rücken hinab zu seinem Hintern.

Es gäbe so viele Zweifel gegen das, was kommen könnte. Gegen das, was er mit sich machen ließ. Doch Ryoma fand keinen davon auch nur ansatzweise ausreichend genug, um es zu unterbinden. Stattdessen ließ er sich die Short samt Unterwäsche ausziehen. Kurz darauf spürte er auch schon heißes Wasser über seinen Körper laufen, während sich Fujis nackter Körper eng an seinen presste. „Fuji-senpai …“, genießend keuchte Ryoma den Namen der Person, die ihm nun seit Wochen im Kopf herumspukte. Und es war das erste Mal in den vielen intensiven Minuten zwischen ihnen dass er etwas sagte. Und wenn es nur sein Name war, so wusste Fuji damit, dass Ryoma es genauso wollte wie er.

Sanft wurde Ryoma zurückgeschoben und ihm entkam ein leises Keuchen, sobald seine erhitzte Haut in Berührung mit den viel zu kalten Fliesen kam. Doch dann wurde er im nächsten Moment auf die kleine Bank gedrückt, die in der Ecke stand und Fuji kniete sich vor ihn. Atemlos starrte er auf Fuji, der mit den Handflächen über seine Knie glitt und seine Schenkel dann sanft spreizte. Seine Augen flogen sogleich auf, bei dem Gedanken, was jeden Moment kommen könnte, doch da spürte er bereits ein paar heiße Lippen auf seinen Innenschenkel, bevor sie tiefer glitten und dann … überfiel ihn ein berauschendes Gefühl, das ihn atemlos aufstöhnen ließ. Er war nicht mal bereit oder gewillt es zu unterdrücken. Stattdessen genoss er dieses Prickeln, das Fujis heiße, feuchte Lippen mitbrachten.

Für einen Moment verkrallte er die Finger, in die schmalen Schultern, bevor er eine Hand etwas zittrig in Fujis Nacken schob und ihn dort streichelte, während der Ältere ihn so verwöhnte. Sein Blick fiel dabei atemlos auf den brünetten Haarschopf, der sich etwas bewegte, und erneut durchfuhr ihn eine heftige Erregung. Diesmal ausgelöst von einer heißen Zungenspitze, die seine Spitze umspielte, bevor sie seine Länge hinab fuhr und wieder nach oben glitt. „Oh … verflucht, Fuji-senpai!“, stöhnte er unbeherrscht und viel zu laut, in seinen empfindlichen Ohren.

„Saa, so lecker.“, hauchte Fuji mit seinem verführerischen Lächeln, nachdem er sich kurz von Ryomas Erregung löste und ihn aus seinen tiefblauen Augen ansah. Alleine der Anblick, des Älteren, wie er ihn von der Position heraus – zwischen Ryomas Schenkeln – ansah, eh er den Kopf wieder absenkte und erneut mit den Lippen über sein Glied fuhr.

Keuchend sank Ryomas Kopf wieder in den Nacken, sobald Fuji begann an seinem Glied zu saugen und seine Schenkel gleichzeitig sachte ein wenig mehr auseinander schob. Seine Atmung wurde währenddessen immer unregelmäßiger, ebenso wie sein Herzschlag schneller wurde. Dabei fühlte er sich wie kurz vor einer Explosion, so heftig staute sich der Druck in seinem Inneren an. Dann spürte er plötzlich, wie sich etwas Warmes und Feuchtes, über seine Öffnung rieb, wodurch sein Körper automatisch leicht zusammenzuckte, und er erregt aufstöhnte. Seine Finger festigten ihren Griff um Fujis Nacken, als es dann in ihn eindrang und er sich automatisch etwas verkrampfte. Gleichzeitig jedoch saugte Fuji wieder an seinem Glied, wodurch ihn ein heftiges Prickeln, gefolgt von reinem Weiß durch seinen ganzen Körper und Geist jagte. Haltlos stöhnte Ryoma durch seinen heftigen Höhepunkt auf.

„Oh Gott!“, stöhnte er atemlos und krallte sich an Fujis Schulter fest, dessen Hitze ihn weiterhin gefangen nahm. Erst als dieses berauschende Prickeln ihn nach und nach verließ, spürte er, wie weiche Haarsträhnen über seinen Innenschenkel glitten, während Fuji seine Stirn kurz dagegen lehnte und atemlos gegen seine erhitzte Haut atmete. Er selbst konnte nur an die Decke starren, komplett außer Atem und in der Versuchung einzuschlafen, doch dann spürte er erneut den Finger in sich. Wie langsam und sanft er sich bewegte und ein Zweiter sich sanft dazu gesellte. Das Gefühl war zwar zunächst unangenehm, aber auch so gut

„Hmm … wirklich süß.“, schnurrte sein Senpai gegen seinen Schenkel, wodurch er mit roten Wangen beobachtete, wie sich Fuji sich über die Lippen leckte. Dann griff der Tensai sanft in seinen Nacken und Ryoma erwiderte den sanften Kuss, wobei er sich selbst schmeckte, aber es nicht als unangenehm empfand. Nur … merkwürdig. Merkwürdig erregend.

Schließlich sank Fuji etwas zurück und er zog Ryoma dabei auf sein Becken, sodass er breitbeinig über der harten Erregung des Tensais kniete. Bei dem Positionswechsel glitten die Finger tiefer in ihn und er stöhnte sogleich laut auf, als sie einen bestimmten Punkt in ihn berührten. Seine Finger fuhren über Fujis Brust hoch, in seinen Nacken und er küsste Fuji innig. Wobei er sogleich die Lippen öffnete und der gewitzten Zunge entgegen kam. Genießend schloss er die Augen.

Einen Moment lang zögerte Ryoma. Doch dann empfand er es eh als Irrsinn sich jetzt noch zurückhalten zu wollen. Wie lange wollte er diesen Moment denn schon? Viel zu lange und das so intensiv, dass es ihm jede Nacht verfolgte mit erregenden, feuchten Träumen. Somit begann sich Ryoma vorsichtig gegen die Finger zu bewegen, wobei Fuji leise sowie überrascht keuchte und dieses Geräusch Ryoma durch Mark und Bein ging. Davon wollte er definitiv mehr hören …

Nachdem ihn Fuji auch noch mit einem dritten Finger regelrecht um den Verstand brachte, entzog ihm der Ältere diese, eh der Tensai ein Duschgel ergriff und die Flüssigkeit auf seiner harten Länge verteilte. Mit heißen Wangen, aber dennoch fasziniert, beobachtete Ryoma die Tat und biss sich erregt auf die Lippen, sobald ihn Fujis Hände an den Hüften ergriffen und sanft hochhoben.

Automatisch fanden seine Hände den Weg an Fujis Schultern sowie den Nacken, wo er sich festhielt. Kurz darauf spürte er die heiße, pochende Spitze gegen seine Öffnung drücken und seine Atmung stockte, als sie sich in ihn drückte. Dabei schob Fuji seinen Körper sanft auf die harte Länge. Völlig berauscht von dem intensiven Gefühl sowie der Hitze und extreme Enge, die seine Erregung begannen komplett zu umschließen, stöhnte auch Fuji auf und schlang seine Arme sachte um Ryomas leicht bebenden Körper.

Das war tausend Mal besser als eine Vorstellung oder seine Träume …, rauschte es Ryoma durch den Kopf, nachdem er gänzlich auf Fujis Erregung gesunken war, und durch die pure Aufregung, die ihn erfüllte, erzitterte. Zwar fühlte es sich merkwürdig an, auf so eine Weise erfüllt zu sein, doch gleichzeitig war es einfach unglaublich gut. Nicht zuletzt, weil sich Fujis Körper so eng an seinem presste, was sich durch das heiße Wasser, das über sie fiel, nur noch verführerischer anfühlte. Seine Hände schoben sich schließlich mehr um Fuji, als er sich gleichzeitig enger an ihn drückte und somit auch mehr auf die Länge drückte, um sie noch tiefer zu spüren.

Sein Kopf sank auf Fujis Schulter, während die warmen Hände auf seinen Hüften, ihn dort sanft streichelten, bevor sie ihn wieder sanft ergriffen und ihm dabei halfen, sich sachte zu bewegen „Hng … Fuji …“, entkam es ihm atemlos. „Ryoma.“, hauchte Fuji sanft gegen seine Schläfe und schlang dann die Arme wieder fester um ihn. Schließlich öffnete Ryoma die Augen wieder und er richtete sich ein wenig mehr auf, um Fuji ansehen zu können. Der Blick, den er in den tiefblauen Augen sah … es war fast wie in seinem Traum – nur besser. Somit begann er sich mit Fujis Hilfe zu bewegen und seine Lider flackerten dabei ein wenig. Es dauerte nicht lange, da hatten sie einen perfekten Rhythmus gefunden, in dem sich Ryoma auf Fuji bewegte. Dabei konnte er nicht widerstehen und küsste den Tensai wieder.

Immer schneller und sicherer begann sich Ryoma, auf Fujis Glied zu bewegen. Allerdings auf der Suche nach dem richtigen Winkel, denn er wollte erneut dieses Kribbeln spüren. Dieses heftige Pochen, gefolgt von klarem Weiß. Denn egal wie wahnsinnig es sich anfühlte, so wussten sie beide, dass da noch mehr war ...

„Oh …“ Ryoma bog seinen Rücken tief durch, als die Spitze endlich gegen diesen gewissen Punkt in ihm stieß und warme Hände seinen Rücken hochglitten, um ihn enger an den Tensai zu pressen, während er begann, sich fester zu bewegen. Dabei öffneten sich seine Augen, sobald er glaubte, Fujis Blick auf sich zu spüren.

Goldgrün traf auf Azurblau
Fujis Arme schlangen sich sogleich noch enger um ihn, während seine Arme nun gänzlich um den Nacken des Älteren glitten. Ein letztes Mal sank Ryoma beinahe hart auf Fujis Glied, wobei dieser tief in ihn stieß und seinen Punkt fester traf. Kehlig stöhnte Ryoma auf, als in dem Moment Fujis Hand sein Glied umfasste und er heftig zu seinem zweiten Höhepunkt kam. Dabei spürte Fuji, wie Ryoma begann, sich um ihn herum zusammenzuziehen und er tief in dem Jüngeren zu seinem eigenen Orgasmus kam.

Komplett außer Atem sank Fuji mit dem Rücken gegen die Trennwand zur nächsten Dusche und er zog Ryomas Körper dabei sanft mit sich, während er ihn sanft streichelte. Sein Herz schlug so hart, viel härter als bei seinem bisher härteste Spiel. Und so hart, wie Ryomas gegen seinen Brustkorb pochte, glaubte Fuji, dass es diesem ebenso erging. „Saa … das nenne ich eine wirklich intensive Reaktion …“, keuchte er amüsiert gegen Ryomas Schläfe.

„Hm?“, kam es müde und ein wenig verschlafen zurück, wodurch Fuji breit lächeln musste. Ryoma war so schrecklich süß! „Chaostheorie, Ryoma. … Ich denke, … ohne deine Suche nach etwas Ruhe, wären wir gewiss nicht hier.“

Erst verwirrt blinzelte Ryoma, doch dann – als wieder etwas mehr Blut in seinem Gehirn war – begann es einen Sinn zu ergeben und er wurde rot. Dennoch musste er leicht grinsen. „Hm … das wäre sehr bedauerlich.“, murmelte er und schmiegte sein Gesicht etwas in die warme Halsbeuge.

„Saa, allerdings.“, hauchte Fuji bestätigend und streichelte Ryomas warmen Körper mit den Händen. Von seinem Nacken, hinab über den schmalen Rücken und wieder hinaus. Dabei fühlte er sich genauso perfekt an, wie Fuji es sich seit Monaten schon vorstellte.

Vielleicht sollte Ryoma seinen besten Freund und Kaidoh öfter mal aneinander krachen lassen? Oder er schenkte ihnen beiden etwas, denn … Fuji hatte recht. Wenn die Beiden sich nicht dauernd gestritten hätten und er sich aus dem Grund nicht auf die Suche nach einem ruhigeren Platz gemacht hätte. Dann wäre das Alles nie passiert. Und das … ja, es wäre wirklich bedauerlich!

Und Ryoma musste nun zugeben, dass die Chaostheorie doch mehr, als Theorie war. Sie war real und wirklich ereignisreich. Umso neugieriger war er nun, was sich aus dieser heißen Dusche noch ergeben würde.

~*~ Fin ~*~