Von Abenteuern und dergleichen - Die Geschichte eines Hobbitmädchens

von Yosephia
GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P12
22.09.2018
27.07.2019
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Anlässlich des Welthobbittages habe ich mir vorgenommen, endlich einmal meine HdR-Fanfiction hochzuladen, um mich selbst dazu anzutreiben, sie auch endlich komplett abzutippen. Handschriftlich habe ich sie nämlich schon seit Ewigkeiten fertig - das Notizbuch gammelte nur die ganze Zeit auf meinem Schreibtisch herum >_>"

Die Geschichte dreht sich überwiegend um Sams Tochter Goldfranse und Pippins Sohn Faramir. Soweit irgendwie vorhanden, habe ich mich bei den Charakteren immer an das Rote Buch gehalten. Komplette OCs wollte ich vermeiden, werden aber doch an ein paar Stellen auftauchen^^'

Der Prolog ist etwas kurz, ist aber hoffentlich auch eine nette Einstimmung.
Viel Spaß beim Lesen und vielen Dank im voraus für jeden Kommentar!
LG
Yosephia


*~*~*~*~*~*

Denn im Auenland schätzt man Dinge, die von Dauer sind. – Bilbo Beutlin
 

In Hobbingen, im Herzen des friedlichen Auenlandes, hatte es seit vielen Jahren immer wieder Gerede um Beutelsend gegeben. Bis zur Generation von Mungo Beutlin waren es angesehene Leute gewesen, sittsam, ruhig, vorhersehbar – kein guter Stoff für Klatsch und Tratsch, wie man ihn in Hobbingen doch so liebte. Doch seit dessen Sohn Bungo Beutlin Belladonna Tuk geheiratet hatte, war allerhand geschehen.
Bilbo Beutlins Verschwinden, seine fabulöse Rückkehr, seine Geschichten über Abenteuer mit Elben, Trollen, Zwergen, Schätzen, Drachen und Kriegen und besonders all die befremdlichen Gäste in den darauf folgenden Jahrzehnten hatten ihnen beinahe zu viel Gesprächsstoff geliefert… Man hatte sogar schon begonnen, sich Sorgen zu machen, ob Bilbo Beutlin nicht einen schlechten Einfluss auf die Kinder hätte.
Nach seinem skandalösen Abschied und der Übertragung Beutelsends an Frodo Beutlin hatte so manch eine Hobbitmutter erleichtert aufgeatmet. Frodo war aller zweifelhafter Abstammung zum Trotz ein anständiger Bursche gewesen. Bei seinem Verschwinden waren viele der Bewohner Hobbingens aus allen Wolken gefallen.
An die Monate, die darauf folgten, erinnerte sich kein Hobbit gern. Mochten die Sackheim-Beutlins auch vom ersten Tage an unausstehlich gewesen sein, so waren sie doch nichts im Vergleich zum alten Zauberer gewesen, der einige Monate später aufgetaucht war, Beutelsend besetzt und das Auenland in die Knechtschaft gezwungen hatte.
Dass Frodo und seine Gefährten diesem Albtraum ein Ende bereitet hatten, hatte sie zu den ersten echten Helden im Auenland gemacht. Frodo war ein guter Bürgermeister gewesen und sein Verschwinden einige Jahre später war nicht nur bemunkelt, sondern auch betrauert worden.
Seitdem war es jedoch endlich wieder ruhiger um Beutelsend geworden. Die Gamdschies, die nun dort wohnten, waren einfache, aber anständige Leute, ihre Kinder ausgesprochen reizend. An die gelegentlichen Besuche von Peregrin Tuk und Meriadoc Brandybock hatte man sich mit der Zeit gewöhnt.
Alles war in bester Ordnung. Es gab keinen Grund mehr für viel Getuschel…
Bis zu jenem denkwürdigen Tag, als ein Trio Hobbingen betrat, wie es dort noch nie gesehen worden war und wie es selbst im Rest von Mittelerde äußerst selten anzuschauen war: Ein Zwerg – gut, das kannte man ja aus Bilbos Zeiten –, ein Mensch – dass die „Großen“ gar nicht so weit entfernt vom Auenland lebten, wusste man ja – und ein Elb. Ein Elb! Niemand hier hatte jemals einen Elben gesehen!
Und obgleich keiner hier besonders viel davon verstand, merkten doch alle, dass an diesem Trio neben dem offensichtlich Sonderbaren noch etwas anderes war. Es war etwas an ihren Bewegungen und in ihren Blicken, das jeden Hobbit stutzen ließ, welchen sie auf ihrem Weg nach Beutelsend begrüßten. Wie ein Leuchten war es. Kaum zu beschreiben und doch war es ganz unübersehbar da.
Das bedeutete neue Aufregung, dessen konnte man gewiss sein. Der Wirt des Gasthauses Zum Grünen Drachen erkannte dies als einer der Ersten und alsbald schwärmten alle seine Gehilfen in Wasserau und Hobbingen aus, um die Biervorräte im Keller aufzustocken…