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Life belongs to us

GeschichteLiebesgeschichte / P16 / Het
Arthur Weasley James "Krone" Potter Peter "Wurmschwanz" Pettigrew Remus "Moony" Lupin Severus Snape Sirius "Tatze" Black
21.09.2018
22.07.2021
27
76.904
7
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22.07.2021 1.844
 
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Julie war gerade noch dabei alles für den groß angekündigten Besuch vorzubereiten, als es bereits an der Tür klingelte. Sirius polterte die Treppe nach unten und zog noch schnell den Reißverschluss seiner Jeanshose hoch, ehe er die Tür öffnete.
„Mein Lieber“, quietschte Euphemia begeistert und gab ihrem Sohn einen dicken Kuss auf die Wange. Dieser war selbst bis in die Küche zu hören. Julie wurde nun doch aufgeregt. Sie kannte seine Zieheltern kaum – nur vom Sehen und ein wenig Smalltalk halten, doch eine richtige Bekanntmachung untereinander hatte bis heute nicht stattgefunden.

Julie schwang schnell ihren Zauberstab, um den Esstisch zu dekorieren und zu decken. Geschirr flog um sie herum und Schubkästen öffneten sich, aus welchen Servietten, Besteck und Ähnliches geflogen kam. Dann machte sie eine leichte runde Handbewegung und über ihr wurde ein großartiges Essen gezaubert. Von Apfeltaschen bis hin zu gefüllten Teigtaschen und würzig angebratenem Gemüse. Der aromatische Duft stieg ihr in die Nase und verbreitete sich im gesamten Wohn- und Esszimmer. Julie hörte die Stimmen von James und Lily, aber auch die sanfte von Euphemia und die dunkle von Fleamont. Zufrieden betrachte sie den gemachten Esstisch und strich sich ihr zartes Sommerkleid zurecht. Sirius zeigte gerade die obere Etage, als sie in den Flur trat und fast schon schüchtern zusah, wie alle wieder die Treppe runterkamen. Sie spielte nervös mit dem weichen Stoff ihres Kleides und merkte, wie sie errötete. Sirius trat als erster die letzte Stufe runter. Er kam sofort auf sie zu und legte einen Arm um sie.

Tatsächlich schaffte er es, ihr die mentale Stärke zu geben, um sich etwas zu entspannen. „Das ist Julie Burton“, stellte Sirius sie dann vor. „Fleamont und Euphemia Potter.“ Julie nickte wissend und reichte den beiden ihre Hand. Doch Euphemia zog die junge Hexe zu sich in eine Umarmung.
„Endlich hat es mal eine geschafft, den wilden Geist von Sirius zu bändigen“, schmunzelte Fleamont und umarmte Julie ebenfalls. Julie lachte nervös. „Nun ja, ob ich ihn gebändigt habe, weiß ich ehrlich gesagt nicht so genau.“
„Nur nicht so schüchtern, mein Kind. Sirius hat uns noch nie jemanden vorgestellt und ich bin froh, das er es nun endlich tut. Die Geschichten mit den ganzen Mädchen wurde allmählich langweilig“, kicherte Euphemia.

„Wow, das ist wirklich peinlich“, murmelte Sirius und führte die beiden schnell ins Wohnzimmer. „Ihr habt es hier wirklich schön“, bestätigte Lily und begrüßte Julie mit einer langen Umarmung. James neben ihr nickte zustimmend zu und lächelte dann fast schon stolz seinen besten Freund an. „Wer hätte gedacht, dass ihr mal zusammen wohnen werdet.“
„Habt ihr den Brief bekommen?“, raunte Julie und lenkte von dem Thema ihrer Beziehung mit Sirius ab. Lily nickte nur und wurde dann von Julie ins Wohn- und Esszimmer geführt.  
„Was möchtest du jetzt machen? Wie sieht deine berufliche Zukunft aus? Dein Vater meinte etwas davon, dass du es ebenfalls vorziehst, Heilerin zu werden“, fragte Fleamont Julie beim Essen.
Julie nickte. „Ja, das war mein erster Gedanke. Ich bin viel mit meinem Vater unterwegs gewesen und ich kann es mir gut vorstellen.“ Dann schob sie sich eine Gabel mit Apfeltasche in den Mund.
„Wo möchtest du deine Ausbildung machen?“, hakte Euphemia nach.

„Ich denke, ich werde sie im St. Mungos absolvieren und dann wie mein Vater von Haus zu Haus reisen. Es gibt genug Hexen und Zauberer, besonders die Alten und Schwachen, die Hilfe benötigen und nicht mehr apparieren können.“
„Das ist sehr edelmütig von dir“, stellte Fleamont fest und nickte Sirius anerkennend zu, ehe er ihm zuzwinkerte. Julie merkte, wie ihr die Röte ins Gesicht stieg und sich schnell Essen in den Mund schob, um abgelenkt zu sein. Sirius legte einen Arm um sie und zog sie zu sich, um ihr einen Kuss auf die Schläfe zu geben. Sie liebte es, wenn er das tat.
Sie waren alle gerade fertig mit dem Essen und Julie begann das Geschirr mit einem einfachen Schwebezauber in die Spüle zu befördern, nur damit es dort magisch und wie von selbst gereinigt wurde. Die Stimmung war ausgelassen und heiter. Gute Themen waren einfach zu finden und der Wein trug sein übriges dazu bei.

Julie wusste nicht, wie viel sie schon von dem Wein getrunken hatte oder überhaupt wie spät es war, doch die Sonne war bereits lange untergegangen und sie wurde allmählich müde und wollte endlich in ihr Bett. Es war dieser eine kleine Moment eines Treffens, welcher entscheidend war, um loszugehen. Erst entstand ein langes unangenehmes Schweigen. Niemand wollte den anderen rausschmeißen, aber eine Unterhaltung fortsetzen, wollte auch keiner. Danach sagte einer der Anwesenden immer er müsse auf Toilette oder benutze das Wort „So“. Danach ging alles eigentlich ziemlich schnell, es wurde entschieden, sich auf den Heimweg zu begeben und die Gruppe löste sie förmlich in Luft auf.

Julie und Sirius verabschiedeten sich von ihren Gästen. Die junge Hexe wurde von jedem herzlich in die Arme geschlossen und verabschiedet wie ein enges Familienmitglied. Dass James so liebevolle Eltern hatte, hätte Julie nicht erwartet. Warum auch, immer hatte sie sich die beiden privat ganz anders vorgestellt. Sicherlich kannte sie die Fleamont und Euphemia vom Sehen und Hören, aber persönlich hatte sie sich mit den beiden noch nie vorher auseinandergesetzt. Bisher hatte sie dafür auch noch keinen Grund gehabt. Sirius konnte froh sein, dass er bei den Potters immer willkommen gewesen war und auch für die letzten zwei Jahre dort wohnen durfte.

„Bis morgen“, flüsterte Lily ihr zu und lächelte sie an, bevor sie vor die Eingangstür trat. Auch eine immer intensiver werdende Freundschaft mit James und Lily hätte sie sich nicht vorgestellte. Zumindest nicht in dieser Form. Sie waren schon vorher befreundet gewesen, mehr oder weniger, aber nun teilten sie so viel miteinander. Sie waren nicht nur ehemalige Klassenkameraden und kannten sich, weil Sirius und sie zusammen waren, sondern sie waren gemeinsam Dumbledores geheimer Gesellschaft beigetreten und würden nun Seite an Seite gegen das Böse auf dieser Welt kämpfen. Sie teilten Geheimnisse und tauschten sich untereinander aus. Ja sie waren ein lustiger Haufen. Grace und Emma passten gut hinein, auch wenn ihre Verbindung zu Sirius, Lily, James, Remus und auch Peter nicht so stark war, wie es vielleicht auf Julie zutraf.

Die Eingangstür war kaum geschlossen, die Gäste noch nicht aus ihrem Sichtfeld verschwunden, da verwickelte Sirius sie in einen langen und gierigen Kuss. Mit seinem Fuß, gab er der Eingangstür den Rest, welche noch einen Spalt weit auf war und sie fiel ins Schloss. Danach taumelten die beide liebestrunken die Treppe hinauf ins Schlafzimmer.

„Sie wissen alle, warum wir hier sind – Sie wissen alle, dass Sie jetzt noch die Gelegenheit haben zu gehen. Ich werde niemanden von Ihnen zwingen zu kämpfen, wenn Sie das nicht möchten.“
Am nächsten Tag hatten die beiden sich am späten Nachmittag auf den Weg gemacht, um sich mit Dumbledore und den anderen am, von Dumbledore vereinbarten, Treffpunkt zu treffen. Es war mitten in London in einer kleinen Seitenstraße, kurz bevor sie die Winkelgasse erreichten. Eine Laterne stellte ein unsichtbares Portal dar und lediglich Hexen und Zauberer waren in der Lage, dieses Portal ausfindig zu machen und hindurch zu gehen.

Sie gelangten in einen großen Saal, dessen Boden mit weichen Matten ausgelegt worden war. An den Wänden hingen vereinzelt Spiegel. Es befanden sich einige Puppengestelle in diesem Raum, welche vermutlich einen Menschen imitieren sollen. In diesem Raum roch es nach altem Leder und Gummi – ein eigenartiger Geruch, an den sie sich aber schnell gewöhnten. Die kühle Luft war angenehm im Vergleich zu der drückend warmen Luft draußen auf den Straßen Londons.
In der hintersten Ecke des Raumes, auf einen kleinen Podest, stand eine lange Tafel und rund herum waren Stühle verteilt. Julie war überrascht, wen sie dort alles vorfand. Viele der Anwesenden kannte sie bereits. Mit einigen war sie sogar zur Schule gegangen, wieder andere hatten Hogwarts selbst erst vor wenigen Schuljahren verlassen. Auch die Familie Weasley war vertreten. Molly und Arthur fielen mit ihrer ulkigen Kleidung auf, auch wenn es sie automatisch sympathischer machte. Doch ihre beiden Kinder fehlten, dafür wirkte Molly noch runder im Gesicht, als Julie es in Erinnerung hatte.

Womit die junge Hexe aber nun wirklich nicht gerechnet hatte, war die Anwesenheit ihrer großen Schwester und ihrem Mann. „Nele!“, quiekte Julie erfreut und umarmte ihre Schwester stürmisch. Dann sah sie sich ihre große Schwester genauer an und bemerkte ihre tiefen dunklen Augenringe. Sie waren so intensiv, dass sogar ihr ebenmäßiges Gesicht und ihre reine Haut es nicht mehr verstecken konnten. „Ich kann kaum schlafen. Jedes Mal spielen sich etliche Szenarien in meinem Kopf ab, was alles mit Thomas passiert, wenn er auf der Arbeit ist. Die Ungewissheit macht mich ganz verrückt“, erklärte Nele ihr.

Grace tauchte neben ihr auf und es dauerte nicht lange, da standen sie gemeinsam zusammen und unterhielten sich angeregt miteinander. James, Remus, Peter, Emma, Lily und Grace. Sie waren alle hier. Mit einem Mal wurde Julies Herz schwerer. Sie vermisste ihren Freundeskreis. Nicht mehr jeden Tag zusammen zu sein, durch die Gänge von Hogwarts streifen und gemeinsam ihre Mahlzeiten einzunehmen. Hätte sie es nicht besser gewusst, dann würde sie meinen, sie hatte fast schon so etwas wie Heimweh. Es gab zwar Ferien, in denen sie sich oft nicht gesehen hatten, dennoch wusste Julie, dass sie sich wiedersehen würden. Auch wenn die letzten zwei Schuljahre mehr als anstrengend waren, so waren die ersten vier Jahre unvergesslich schön gewesen.

Hier stand sie also, neben Sirius und Nele, mit all den anderen. Ihre Freunde waren hier, die Weasleys und wenige andere, welche Julie noch nicht kannte – für eine richtige Vorstellungsrunde oder ähnliches war bisher keine Zeit gewesen. Dumbledore stand vor ihnen, wie die Lehrer in der Schule es immer taten. Gerade hatte er ihnen erneut freigestellt zu gehen, doch niemand machte auch nur Anstalten. Jeder von ihnen blieb stehen und lauschte gespannt Dumbledores Worten.
„Ich habe lange genug nachgedacht wie ich diese Gesellschaft nennen soll, doch vor wenigen Tagen ist mir der perfekte Name eingefallen: Der Orden des Phönix. Wir nennen uns ab jetzt „Orden des Phönix“. Sie sind nun in der Pflicht, alles was wir hier besprechen oder lernen, für sich zu behalten! Niemand darf von uns erfahren. Noch nicht.“
Alle nickten Zustimmend.
„Nun denn. Fangen wir an.“ Er klatschte in seine Hände und lächelte zufrieden in die Runde.



Ein neues Kapitel - ich wünsche euch viel Spaß beim lesen. :*
Mein Dank gilt der LiebenMond-chan, da sie auch in diesem Kapitel wieder so lieb war und Beta gelesen hat  :*

Diese Woche wird vermutlich kein weiteres Kapitel erscheinen - ich habe viele Termine und bin lediglich im Spätdienst arbeiten. Aus diesem Grund werde ich es vermutlich nicht schaffen ein weiteres Kapitel hochzuladen :*
Trotzdem hoffe ich, dass ihr dran bleibt! Denn so langsam nehmen wir fahrt in die Richtung auf, die ich mir von Anfang an vorgestellt habe *_*
Schon bald erreichen wir eine Stelle die mir schon sehr lange vorschwebte und vor Ewigkeiten von mir geschrieben wurde.
Bleibt also gespannt :*


Hinterlasst mir gerne eine Review - wie euch die Geschichte gefällt, ich bin momentan wieder fleißig am schreiben und hoffe euch auch weiterhin mit der Geschichte Freude bereiten zu können :*

LG CorssedLovers
 
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