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Life belongs to us

GeschichteLiebesgeschichte / P16 / Het
Arthur Weasley James "Krone" Potter Peter "Wurmschwanz" Pettigrew Remus "Moony" Lupin Severus Snape Sirius "Tatze" Black
21.09.2018
21.09.2021
33
90.698
8
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18.07.2021 1.882
 
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Der Umzug in ihr neues Zuhause ging ziemlich schnell und war am Ende emotionaler, als sie es sich jemals vorgestellt hatte.
Ihr Vater hatte ihr geholfen, die wenigen Kartons zu transportieren und ihre Mutter stand mit einem Taschentuch daneben und hatte Schwierigkeiten, sich mit der Tatsache abzufinden, dass ihre jüngste Tochter nun auch das sichere Nest verließ.
„Ich komme doch fast jeden Tag nach Hause“, versuchte Julie ihre Mutter aufzubauen. Doch egal, was Julie ihr auch sagte, am Ende hatte es nichts gebracht.

„Hab du einmal Kinder, dann weißt du, wie es mir geht“, schniefte ihre Mutter und schnäuzte sich die Nase. Julie würde trotzdem bis zum Ende des Sommers mit ihrem Vater von Haus zu Haus ziehen und weiterhin lernen, wie man Menschen heilte, welche nicht in der Lage waren, zu einem Krankenhaus zu gehen, ohne vorher behandelt worden zu sein. Erst im Oktober würde ihre Ausbildung zu einer Heilerin beginnen.
Als die letzten Sachen im Haus angekommen waren und es Zeit für einen Abschied war, rollten auch Julie einige Tränen über die Wange, völlig gleich, dass sie sich auf das gemeinsame Leben mit Sirius freute. Sirius stand direkt hinter ihr und zog sie fester in seine Arme, als ihre Eltern nach Hause apparierten. Es fiel ihr schon immer schwer, sich zu verabschieden, doch dieses Mal war es besonders hart. Auch wenn sie ihrer Mutter gerade noch aufmunternde Worte ins Ohr geflüstert hatte, so war es für Julie ebenfalls schwer loszulassen. War es die Angst vor Trennungen oder doch eher die Angst, ihre Eltern zu verlieren, bei allem, was gerade so passierte auf dieser Welt?

„Es wird ihnen gut gehen“, meinte Sirius beruhigend zu ihr, als die dunklen Wolken vom Apparieren beinahe verschwunden waren. „Woher weißt du das?“, fragte sie Sirius und sah ihn mit Tränen in ihren Augen an.
„Weil wir den Mistkerl erledigen werden, noch bevor er jemanden etwas tun kann.“ Julie wandte sich von Sirius ab und ging in das Haus, welches ihr nun ein neues Zuhause bot. Sie schwang kurz ihren Zauberstab, beförderte die Sachen aus den wenigen Kartons an ihren richtigen Platz und schaffte so Ordnung im Haus. In weniger als einer Stunde würden die beiden Besuch von Lily, James und seinen Eltern bekommen. Die vier wollten sich Julies und Sirius´ neues Haus ansehen und gemeinsam einen netten Abend verbringen. Allerdings hatte Julie noch nichts vorbereitet. Es war noch kein Essen im Ofen, kein Tisch gedeckt und noch nicht sauber gemacht. Julie würde zwar nur wenige Zaubersprüche brauchen, um das Chaos zu beseitigen, doch gerade fühlte sie sich eigenartig leer und ihr Herz wog gefühlt Tonnen.

„Julie“, rief Sirius von der Eingangstür aus. Die junge Hexe kam aus der Küche und eilte zum Eingang, wo Sirius etwas vom Boden aufhob, was vorher noch nicht dagelegen hatte. Ein Brief in einem Umschlag, welcher leicht vergilbt war und unscheinbar schien.
Julie schaute über seine Schultern, als Sirius begann, den Umschlag zu öffnen und einen genauso vergilbten Brief herauszuholen. Der Brief beinhaltete keine großen Erklärungen oder nette Worte. Lediglich eine Adresse und eine Uhrzeit stand darauf und gerade, als die beiden sich die Adresse lange genug angeschaut hatten, um sie nicht zu vergessen, löste sich der Brief in Luft auf und die kleinen Schnipsel, so winzig und fein, dass man meinen könnte, es wäre Staub, flogen in den Himmel und verstreuten sich über den Dächern ihrer Nachbarn.

Das junge Paar ging in ihr Haus und schloss die Tür hinter sich. „Ich nehme an, dass dies der Ort sein wird, an dem wir uns mit Dumbledore treffen?“ Eigentlich eher eine rhetorische Frage, dennoch hatte Julie noch nie den Hang zu Rätseln verstanden, den ihr ehemaliger Schulleiter anscheinend hatte.
Sirius nickte zustimmend und zog die junge Hexe im nächsten Moment in seine Arme. Diese herzlich warme Umarmung von ihm machte Julies Herz nur noch schwerer und sie begann leise zu schluchzen, auch wenn sie es eigentlich nicht wollte.
„Alles gut, meine Kleine?“, flüsterte er ihr ins Ohr und sah sie besorgt an. Julie nickte und lächelte ein wenig, ehe sie sich die warmen Tränen von der Wange wischte.
„Gut. Ich hatte schon Sorge, dass du doch nicht mehr hier mit mir leben möchtest“, grinste er frech und strich ihr mit dem Daumen über die Wange. Julie knuffte ihn in seine Seite und erwiderte seinen intensiven Blick.

„Niemals!“ Ihre Stimme klang rau und trocken. Über sich selbst erschrocken, räusperte sie sich und hoffte, so ihre bekannt klingende Stimmlage wiederzuerlangen.
„Womit habe ich dich verdient?“, fragte Sirius sie mit einem Mal und wurde dabei beängstigend ernst und fast schon traurig. Julie merkte wie ihre Wangen zu glühen begannen und sie peinlich berührt wegsehen wollte. Lediglich ihre Augen schafften es, kurz nach unten zu sehen, nur um wenig später wieder zu ihm zu schauen. Sie biss sich auf ihre Unterlippe und sah ihn verunsichert an. Julie kannte ihren Freund so nicht. Meistens hatte er einen lockeren Spruch auf den Lippen, wusste zu allem eine einigermaßen passende Antwort und scherte sich nicht darum, was andere von ihm dachten. Doch dieses Mal war er ernst, beinahe verunsichert und zweifelnd. Er war nicht mehr der Sirius, den sie einst im ersten Schuljahr auf der Zugfahrt nach Hogwarts kennengelernt hatte. Er war nun ein junger Mann, welcher keine Vorstellungen hatte, was er mit seinem Leben anfangen wollte. Er war zu einem Mann geworden, welcher ihr schmeichelte, kitschige Dinge zu ihr sagte und kämpferischer war, als jemals zuvor. Sirius war erwachsen geworden und die Ernsthaftigkeit, die bei allem mitschwang, machte Julie große Sorgen. Sie liebte ihn, doch sie vermisste seine lockere Art. Das fast schon kindische Verhalten, welches sie gefühlt ständig rügen musste.

„Bereits bei unserer ersten Zugfahrt nach Hogwarts wusste ich, dass wir Freunde werden würden, doch dann habe ich begonnen, alles für dich zu fühlen. In all den Jahren, in denen wir eine bloße Freundschaft hatten, warst du nicht in der Lage, mir zu sagen was du für mich fühlst. Irgendwann habe ich verstanden, dass du der Typ bist, welcher nicht darüber redet, wie er sich fühlt“, begann sie leise und sah erneut zu Boden. „Das letzte Schuljahr hat mir zu hoffen gegeben, was ich niemals zu hoffen gewagt habe – Sirius Black könnte mich lieben.“
„Das tut er. Mit ganzem Herzen und voller Überzeugung. Julie Burton – ich hatte immer das Gefühl, nicht gut genug für dich zu sein. Die Blicke der anderen Jungs an unserer Schule haben mich beinahe um den Verstand gebracht und als ich dann deine Eltern gesehen habe, deinen Vater, da wurde mir bewusst, dass ich neben dir immer unscheinbar und plump aussehen würde. Du bist sowas Besonderes und ich ein einfacher Junge aus einem komplizierten Familienverhältnis.“
„Ich bin nicht besser als du.“

„Doch.“ Er umfasste ihre Wangen und zwang Julie, ihn anzusehen. Ihre Blicke trafen sich und verschmolzen ineinander. Seine grauen Augen sahen aus wie eine Nebelwand, die schwer zu durchbrechen war. Eine Nebelwand, welche nicht durchbrochen werden konnte.
„Du warst immer die Nettere von uns beiden. Du bist purer Glanz und pure Gutmütigkeit. Du bist Gut und Rein. Womit habe ich das verdient, frage ich mich. Womit habe ich dich verdient, Julie Burton. Du hättest jeden haben können und doch hast du mich gewählt.“
Die junge Hexe schmolz bei seinen Worten dahin und hätte er sie nicht gezwungen, ihn anzusehen, hätte sie sich vor Scham und gleichzeitig Freude abgewendet oder wäre zusammengesunken. Ihre Knie waren weich wie Pudding und Julie hatte Angst, dass sie jeden Moment in sich zusammenfallen würde. Sie wusste selbst nicht die Antwort auf seine Frage, doch sie wusste, dass sie nie jemand anderen wollte. Die Blicke der anderen Jungen, von denen er erzählte, hatte sie nie wirklich mitbekommen, denn sie hatte sich daran gewöhnt, angestarrt zu werden. Es war als eine halbe Veela nicht unüblich, intensiv beobachtet zu werden.

„Ich weiß es nicht“, flüsterte sie dann in die Stille hinein. „Meine Mutter hatte mir mal erzählt, dass Veelas sich selten verlieben und wenn sie es tun, dann mit ganzen Herzen. Es gab nie einen anderen, Sirius. Es wird nie einen anderen geben, denn egal, was du oder andere dir einreden wollen, du bist edelmütig und selbstlos. Du bist liebenswert!“ Die letzten Worte glichen eher einem Hauchen, kaum hörbar, doch Sirius hörte sie.
Niemals war sie ihm gegenüber so offen und ehrlich gewesen. Julie hasste es, über ihre Gefühle zu reden. Sie hasste es, sich schwach und angreifbar zu machen. Doch Sirius schaffte es, dass sie es tat, auch wenn sie sich immer geweigert hatte. Er war wie ein süßes Gift für ihren Geist und ihre Seele.
Noch ehe sie weiter nachdenken konnte, küsste er sie leidenschaftlich und sie erwiderte seinen Kuss. Jede Faser ihres Körpers verzehrte sich nach ihm. Es war wie eine Sucht und jede Sekunde ohne ihn war ein Entzug wie von einem giftigen Zaubertrank, der abhängig machte, wenn man zu viel davon nahm. Sie schafften es nicht bis ins Schlafzimmer – Sirius hatte sie bereits im Flur ausgezogen und sie lediglich zur Couch tragen können.

Als sie auf ihm saß und auf ihn runter sehen konnte, löste sie sich kurz von seinen Lippen. Die Sonne warf leichte Schatten auf sein Gesicht und seine vollen Wimpern waren nunmehr nichts weiter als Umrisse im Licht der hellen Sonne. Sie strich ihm liebevoll durch die Haare und über sein Gesicht. Berauscht fuhr sie mit ihren Fingern weiter über seinen Oberkörper und ihre Wangen begannen zu glühen, als sie sah, wie er genüsslich die Augen schloss. Es war ihr ein wenig peinlich, ihn so berauscht zu sehen. Doch sie schämte sich nicht seinetwegen, sondern ihretwegen. Wie ein kleines Kind, was gerade die Welt entdeckte, fuhren ihre Finger über seinen Körper und berührten ihn. Sein schnell schlagendes Herz pulsierte hörbar und zeichnete sich an der Ader in seinem Hals ab. Als er mit einem Mal leicht stöhnte, zog sie ihre Finger zurück und sah ihn unsicher, beinahe verängstigt an.

Er öffnete seine Augen und schaute sie lächelnd an. Er zog sie augenblicklich zu sich und gab ihr die Sicherheit, die sie brauchte. Er machte ihr mehr als deutlich, dass jede ihrer Berührungen pure knisternde Funken auf seinem Körper waren. Sie verlor sich in seinen heißen Kuss, welcher wie Feuer auf ihren Lippen brannte und gab sich seinen Berührungen völlig hin. Sie lieferte sich ihm erneut schutzlos aus und hoffte, dass dieser Moment niemals enden würde und sie für immer und ewig in ihrem Haus, auf der Couch, vor dem Kamin im hellen Sonnenlicht sitzen und sich lieben konnten.



Ein neues Kapitel - ich wünsche euch viel Spaß beim lesen. :*
Mein Dank gilt der LiebenMond-chan, da sie auch in diesem Kapitel wieder so lieb war und Beta gelesen hat  :*

Diese Woche wird vermutlich kein weiteres Kapitel erscheinen - ich habe viele Termine und bin lediglich im Spätdienst arbeiten. Aus diesem Grund werde ich es vermutlich nicht schaffen ein weiteres Kapitel hochzuladen :*
Trotzdem hoffe ich, dass ihr dran bleibt! Denn so langsam nehmen wir fahrt in die Richtung auf, die ich mir von Anfang an vorgestellt habe *_*
Schon bald erreichen wir eine Stelle die mir schon sehr lange vorschwebte und vor Ewigkeiten von mir geschrieben wurde.
Bleibt also gespannt :*


Hinterlasst mir gerne eine Review - wie euch die Geschichte gefällt, ich bin momentan wieder fleißig am schreiben und hoffe euch auch weiterhin mit der Geschichte Freude bereiten zu können :*

LG CorssedLovers
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