Geschichte: Fanfiction / Prominente / Musik / Kraftklub / Felix

Felix

von Pingviin
GeschichteRomanze, Freundschaft / P18 Slash
Felix Brummer / Kummer OC (Own Character)
20.09.2018
10.12.2018
7
19147
7
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Ich melde mich nach Jahren der Abwesenheit mal wieder mit einem etwas anderen Projekt zurück. Woher die Motivation daher kommt, weiß ich bisher auch noch nicht, aber ich würde mich freuen, wenn sich ein paar Menschen diesen Versuch anschauen.

Wünscht mir Glück
hamstersushi

                                                                                                               ***
Er konnte kaum noch mit ansehen, wie sehr sich der Blonde da draußen quälte. Schon seit über einer Stunde saß er dort bei einem Ingwertee und hing über seinem Notizbuch. Immer wieder schrieb er einen kleinen Moment, sah auf und vergrub das Gesicht wieder in seinen Händen.
Es war ein ruhiger Tag für Fin, er hatte kaum Gäste zu bedienen und konnte sich somit ganz auf seine Beobachtungen konzentrieren. Erst als er schließlich doch sah, wie sich ein Pärchen draußen an einen der vielen freien Tische setzte, realisierte er wieder, dass er immer noch auf der Arbeit war. Er nahm ihre Bestellungen auf und kam dann nicht umhin zu bemerken, dass Blondie mittlerweile immerhin seinen Tee geleert hatte. Es wirkte jedoch nicht so als hätte er vor bald zu gehen, denn das Notizbuch lag immer noch aufgeschlagen vor ihm und Fin konnte selbst aus der Entfernung feststellen, dass er tief in seinen Gedanken versunken war.
"Soll ich dir noch einen bringen?", fragte Fin. Eigentlich wollte er dem doch sehr schmächtigen Mann nicht das Gefühl geben als wäre er hier nur Willkommen, wenn er auch etwas trank, andererseits entsprach das leider ein bisschen der Wahrheit.
"Äh ja, ähm gerne.", antwortete der Blonde nicht ganz souverän und sah kaum von seinem Notizbuch auf.  Fin schüttelte nur kurz den Kopf und bereitete dann sowohl die Bestellung des Pärchens, als auch den Ingwertee vor.
"Bitteschön.", lächelte er nun dieses Mal "Manchmal hilft es übrigens, wenn man ein wenig Abstand nimmt." Fin grinste und versuchte einen Blick auf das Notizbuch zu erhaschen. Blondie lächelte allerdings nur resignierend.
"Das versuche ich leider schon viel zu lange...", murrte er. Fin sah ihn etwas erstaunt an, das war definitiv kein freundlicher Tonfall gewesen. Immerhin sah Blondie ihn dieses Mal beim Sprechen an und legte sogar für einen ganz kurzen Moment seinen Stift beiseite.
"Wir schließen in ungefähr einer Stunde.", erklärte Fin nur und bewegte sich langsam wieder nach drinnen hinter den Tresen.

Er hätte es wissen müssen. Mittlerweile war es fast 16 Uhr und er musste einfach langsam das Café zu machen. Blondie saß nur immer noch an seinem Tisch und kaute mittlerweile am Stift rum.
"Hey.", grinste Fin nun unsicher, denn die ganze Situation war ihm schon ein bisschen unangenehm. Klar, in seinem alten Job als Barkeeper hatte er häufiger mal jemanden rausschmeißen müssen oder eben rausschmeißen lassen, aber im Café?
"Hey.", lächelte Blondie dieses Mal sogar zurück. "Dein Ingwertee ist übrigens verdammt gut."
"Ähm... Danke? Ich mache den häufiger.", lächelte er nun ziemlich verunsichert zurück. Natürlich war sein Ingwertee lecker? Er arbeitete in einem Café?
„Felix.“, lächelte Blondie und hielt ihm seine Hand hin.
„Fin.“, antwortete er prompt. „Ich muss dich jetzt aber leider rausschmeißen…“ Der Andere, Felix scheinbar, sah sich verwirrt um.
„Oh… Ich war wohl etwas sehr in meinen Gedanken.“, lächelte er schon wieder und Fin musste sein Lächeln nun doch erwidern. Felix hatte so ein niedliches verschmitztes Grinsen, was er so definitiv noch nicht gesehen hatte. Es war einfach wirklich ansteckend.
„Hast du heute Abend schon was vor?“, wurde Fin dann gefragt und musste wohl ziemlich verwirrt geguckt haben. „Ich würde mit ein paar Kumpels wahrscheinlich noch was trinken gehen und da du ja jetzt Schluss hast…“, grinste der Blonde und Fin konnte nicht sagen, ob er mit ihm flirtete.
„Bisher hab ich noch nichts vor.“, grinste Fin schließlich, als er nicht mehr ganz so perplex war. Felix verwirrte ihn jedoch gleich schon wieder, indem er nun endlich seine Sachen zusammenpackte und sich die Jacke überzog. Eine Vintage Adidas Jacke wohlgemerkt. Was für ein Hipster.
„Dann lasse ich dich jetzt in Ruhe, damit du nachher ab acht ins Atomino kommen kannst.“, nannte er ihm nun Uhrzeit und Ort und zwinkerte ihm noch einmal zu. „Bis später.“
Fin wusste immer noch nicht so richtig was hier gerade passiert war und war verwirrt von dem, was er von Felix gesehen hatte. Einerseits diese fast schon verletzliche Seite, die er beim Schreiben gesehen hatte, andererseits aber auch die unfassbar selbstbewusste und kokette Seite, als er nun mit ihm gesprochen hatte. Fin wusste nicht so richtig, was er von ihm halten sollte, aber interessant fand er den großen Blonden definitiv.

Einige Zeit später saß er schließlich in seinem WG Zimmer vor einem einigermaßen vernünftigen Abendessen und grübelte immer noch über diese Begegnung. Sollte er später wirklich dort vorbei schauen? Es war immerhin ein Freitag Abend und er hatte nicht gelogen, als er gesagt hatte, dass er noch nichts vor hatte. Außerdem faszinierte Felix ihn. Als er endlich mit dem Essen fertig war und sich noch kurz mit seiner Mitbewohnerin unterhalten hatte, war es schon kurz nach acht und er musste sich definitiv noch umziehen. Letztendlich entschied er sich für ein dunkelblaues T-Shirt, schwarze Jeans und Turnschuhe. Das war schon sehr schlicht, aber es stand ihm und sein Gesicht war durch das Piercing ja auch interessant genug, oder?

Ziemlich aufgeregt stand er dann wenig später vor dem Atomino und musste feststellen, dass er hier wirklich noch nie gewesen war. Er lebte allerdings auch erst seit kurzem in Chemnitz, von daher war das sicherlich mehr als verständlich.
Fin war dann aber doch überrascht, als er den Club betrat: es gab zwar eine Tanzfläche und eine ordentlich ausgestattete Bar und selbst eine kleine Bühne im hinteren Teil, jedoch wirkte ansonsten alles ziemlich familiär. Es dauerte auch nicht lange bis er Felix an der Bar entdeckte, immerhin war dieser ganz schön groß und die blonden Haare stachen auch irgendwie heraus. Fin machte sich langsam auf  den Weg zur Bar und hatte irgendwie gehofft, dass Felix ihn bis dahin bemerkt hatte um eine peinliche Situation zu vermeiden. Klappen tat das natürlich nicht und so stand er vor einer Gruppe, die aus vier oder fünf Männern bestand, er konnte nicht genau sagen wer dazu gehörte, die ihm alle den Rücken zugedreht hatten. Ihm blieb also gar nichts anderes übrig als Felix mit dem Zeigefinger auf die Schulter zu tippen und zu hoffen, dass dieser sich umdrehte.
„Heyyy! Ich dachte schon, du kommst nicht mehr.“, grinste ihn der blonde Mann an und Fin konnte ihm ansehen, dass er schon ganz schön was getrunken haben musste.
„So eine nette Einladung schlage ich doch nicht aus.“, grinste er zurück und zog damit die Aufmerksamkeit von Felix Freunden auf sich. Es waren insgesamt also fünf.
„Das hier ist Fin. Er hat mir heute den besten Ingwertee gemacht, den ich je getrunken habe.“, zwinkerte Felix ihn an und Fin wagte einen Blick in die Runde. „Das hier sind Steffen, Till, Karl und Max.“, stellte er seine Freunde dann nacheinander vor. Fin nickte jedem einmal kurz zu, empfand es jedoch als überflüssig jedem einzeln die Hand zu geben. Außerdem waren sie in einem Club und nicht auf einem geschäftlichen Meeting.
„Was magst du trinken, bester Ingwertee Macher der Stadt?“, grinste einer der Jungs, Till, wenn er sich richtig erinnerte, belustigt. Fin bestellte sich erstmal nur ein Bier, obwohl ihm definitiv bewusst war, dass die anderen ihm schon einiges voraus hatten.
Kaum hatte er bestellt, klopfte Felix jedoch schon auf den Hocker direkt neben sich und obwohl Fin nicht wusste, wie dieser so schnell frei geworden war, nahm er lächelnd darauf Platz.
„So, jetzt erzähl mal, wieso ich an einem Freitag Abend deine einzige Option zum feiern gehen bin.“, grinste Felix und prostete ihm kurz mit seinem Bier zu.
„Wer sagt, dass du meine einzige Option bist?“, grinste Fin zuerst. „Nein, du hast ja Recht. Ich wohne einfach noch nicht sonderlich lange hier und habe die letzten Freitage häufiger zuhause verbracht.“, räumte er dann jedoch ein.
„Und was hat dich hierher gezogen?“, fragte Felix und deutete mit einer kleinen Geste durch den Raum.
„Ich bin zum Studieren hier und bevor du es sagst, ich weiß, dass das relativ ungewöhnlich ist.“
„Wo bist du denn aufgewachsen?“
„In Hamburg.“, grinste er und dachte kurz an seine nördliche Heimat.
„Und dann kommst du nach Karl-Marx-Stadt!?“
„Ich wollte einfach mal was komplett Neues… Und du? Was machst du hier?“, fragte Fin neugierig, während er bemerkte, dass sich Felix' Freunde schon wieder alle in ihre Gespräche vertieft hatten.
„Ich bin hier aufgewachsen und habe es noch nicht raus geschafft. Ich weiß aber auch nicht, ob ich das überhaupt wollen würde. Das hier ist meine Heimat.“ Felix zuckte mit den Schultern und Fin glaubte ihm jedes Wort.
„Hast du es hier denn schon bei Nacht erlebt?“, grinste Felix und Fin war ein wenig verwirrt.
„Wie meinst du das? Also, ich bin hier nachts schon nachhause gelaufen? Es ist verdammt ruhig hier…“
„Dann hast du es noch nicht bei Nacht erlebt.“, zwinkerte der Blonde. „Jungs, wir haben heute Nacht noch was vor.“, wandte er sich jetzt an seine Freunde und bis auf Fin nickte jeder wissend. Kamen die etwa alle von hier?
„Woher kennt ihr euch eigentlich alle?“, fragte Fin dann in die Runde, um auch Felix' Freunde ein wenig kennen zu lernen.
„Wir waren alle immer schon Freunde. Gefühlt sind wir eine Gang seit wir denken können.“, grinste einer der Jungs. Er trug eine Brille und die Mütze so albern über den Ohren. Natürlich sah das gut aus, aber wärmen konnte das doch nicht?
„Bei Felix und mir trifft das tatsächlich so zu.“, lachte dann einer der Jungs, den Fin erneut als Till identifizierte.
„Till ist mein Bruder.“, lächelte Felix und Fin musste sich wirklich zusammen reißen um nicht vollkommen verwirrt zu gucken. Die Beiden? Die sahen sich ja wirklich überhaupt nicht ähnlich.
Fin schaute weiterhin verwirrt zwischen den beiden hin und her, während Felix sich schon daran machte Kurze für sie zu bestellen. Man konnte Chemnitz bei Nacht anscheinend auch nicht nüchtern erleben.
„Woran hast du vorhin im Café eigentlich versucht zu schreiben?“, fragte Fin dann interessiert. Wenn die Jungs Studenten wären, hätte er sie doch sicherlich schon mal an der Uni gesehen… So groß war Chemnitz ja wirklich nicht.
„An Texten.“, grinste Felix und warf dem mit der Brille einen verschwörerischen Blick zu. Was ging denn hier ab? „Wir, ähm, machen Musik.“, fügte er dann allerdings hinzu.
Fin nickte nur. Früher oder später würde er sicherlich noch herausfinden, was Felix beruflich machte. Mit seinen besten Kumpels in der Freizeit Musik zu machen, klang allerdings schon mal nach einem netten Hobby. Felix gefiel ihm ein bisschen.
Erneut prosteten sie sich zu und es dauerte nicht lange, da spürte Fin schon etwas von dem Alkohol und nahm immer mehr an den Gesprächen der Jungs teil. Sie lachten, tranken und zwischendurch verabschiedeten sich immer mal wieder einzelne auf die Tanzfläche. Nur Felix blieb die ganze Zeit bei ihm, hörte sich seine Geschichten an oder erzählte etwas von sich. Sowieso redete der Blonde unfassbar viel. Das hätte Fin ihm nach dem Mittag im Café überhaupt nicht zugetraut, aber vielleicht lag es auch einfach nur am Alkohol.
Irgendwann schien Felix jedoch sein eigentliches Vorhaben wieder einzufallen und er trommelte die Jungs zusammen, die sich alle nochmal kurz verabschiedeten, während Felix und er bereits vor dem Club standen, wo sich der Blonde eine Zigarette anzündete. Nur wenig später kamen die anderen vier wieder heraus und hatten einen Rucksack mit weiteren Getränken, und der mit der Brille ein Skateboard, dabei.
„Wo habt ihr das jetzt so schnell her bekommen?“, fragte Fin verwirrt, während er von Felix die Kippe hingehalten bekam. Dankend nahm er sie an und sah aus dem Augenwinkel, wie Felix sich direkt die nächste ansteckte.
„Aus dem Lager.“, grinste Till und noch bevor Fin protestieren oder geschockt sein konnte, beruhigte Felix ihn: „Unserem Vater gehört der Club.“
Fin hielt es zwar für ein bisschen seltsam, dass die Brüder, er konnte es immer noch nicht glauben, samt ihren Freunden im Club ihrer Eltern abhingen, aber er sagte einfach mal nichts dazu. Es war immerhin Chemnitz. Vielleicht musste er sich einfach noch ein bisschen daran gewöhnen, dass er nun in einer Kleinstadt wohnte.
Max, von dem Fin bisher noch nicht sonderlich viel mitbekommen hatte, verabschiedete sich dann auch schon, während sie, mittlerweile alle mit einem Bier in der Hand, einfach los zu laufen schienen. Es ging ein bisschen aus dem Stadtkern von Chemnitz raus und Fin war sich sicher, dass er noch nie in dieser Gegend gewesen war.
Sie liefen ungefähr eine halbe Stunde, die Steffen, so hieß der mit der Brille, wackelig neben ihnen her skatete. Fin konnte es kaum mit ansehen. Er staunte allerdings nicht schlecht, als sie irgendwann vor einem grauen Betongebäude standen, dessen Fenster eingeworfen und dessen Zaun komplett in den Boden getreten war.
„Wow.“, verschlug es ihm ein bisschen die Sprache, während die restlichen Jungs sich bereits daran machten den im Boden steckenden Stacheldraht zu überqueren.
„Hier musst du ein bisschen vorsichtig sein.“, erklärte Felix, nahm ihm das Bier ab und hielt ihm dann die kalte Hand hin, damit Fin ihnen folgen konnte. Es fühlte sich unfassbar verboten an, allerdings war es auch Chemnitz, also würde es wohl kaum jemanden interessieren. Um diese Uhrzeit waren hier schließlich nur noch die wenigsten wach.
Er war mittlerweile auf der anderen Seite angekommen und sie gingen mit großen Schritten auf so etwas zu, was wohl als Eingang bezeichnet werden könnte. Till und Karl gingen vor, erreichten bald schon eine Treppe, Steffen trödelte langsam hinterher und ganz hinten liefen er und Felix, den Fin verdutzt anguckte. Er schaute zwischen sie und an ihnen runter, um sich noch mal zu vergewissern, dass der Alkohol ihm wirklich keinen Streich spielte, aber er sah es mit seinen eigenen Augen und spürte außerdem den Druck, den Felix Hand immer noch auf seine eigene ausübte. Diesen schien es überhaupt nicht zu stören, dass sie immer noch Händchen hielten und Fin war sich nicht sicher, ob er es überhaupt bemerkte.
„Hier haben wir unfassbar viel Zeit in unserer Jugend verbracht.“, erklärte Felix und ein Lächeln stahl sich auf sein Gesicht. Er führte Fin die Treppe hoch und sie standen in einem komplett verlassenen Raum, der um diese Uhrzeit, so komplett dunkel, fast schon gespenstisch wirkte. In Hamburg wäre so etwas überhaupt nicht möglich, dachte Fin gerade noch, bevor er von einem lauten Lachen aus seinen Gedanken gerissen wurde. Till hatte sich Steffens Skateboard geschnappt und fuhr nun mehr schlecht als recht durch den leeren Raum, stolperte allerdings immer wieder an kleinen Stöcken, die auf dem Boden lagen. Es dauerte wirklich nicht lange, da hatte Steffen aus dem herumliegenden Müll eine kleine Rampe für sie gebaut, die die beiden nun abwechselnd immer wieder herunterfuhren. Karl hatte sich hingegen zu ihnen gesellt und abwechselnd erzählten er und Felix ihm Geschichten von kleinen Abenteuern, die sie hier schon verbracht hatten. Felix hielt immer noch seine Hand und bis auf Till hatte auch niemand der Jungs kritisch geguckt.
„Lasst mich auch mal.“, rief Fin dann in Steffens Richtung, nachdem die Pfeffi Flasche nun zum dritten Mal bei ihm angekommen war. Er riss sich von Felix Hand los, schnappte sich das Skateboard und beeindruckte die Jungs mit einem Trick nach dem Anderen, während er zuerst über die Rampe und dann noch ein bisschen locker durch den leeren Raum fuhr. Er erkannte an ihren Gesichtern, dass er die Jungs beeindruckt hatte und Steffen rief ihm sogar noch ein „Nice, Alter.“, hinterher, Felix lächelte. Steffen, Till und er hatten noch einige Zeit ihren Spaß, bevor sie sich wieder zu den anderen Beiden setzten, wo sie langsam, bei guten Gesprächen und schlechten Witzen immer betrunkener wurden.
„Ich werde langsam müde.“, murmelte Karl irgendwann und Fin konnte nicht anders als festzustellen, dass dessen Haare einfach unfassbar gut und gepflegt aussahen. Wie bekam der das nur hin?
„Ich auch.“, murmelte Fin dann allerdings, obwohl das gar nicht geplant gewesen war. Der Alkohol machte sich mittlerweile definitiv bemerkbar. „Ich weiß aber gar nicht, wie ich von hier aus nachhause komme.“, nuschelte er und wollte schon sein Handy zücken um Maps zu öffnen.
„Wenn du magst, kannst du einfach mit zu Karl und mir kommen?“,  lächelte Felix und Fin spürte, wie jemand sanft über seinen Rücken streichelte.
"Seid ihr etwa auch Brüder?", fragte er und musste kurz lachen. Karl und Felix sahen sich ungefähr so ähnlich, wie Till und Felix.
"Wir wohnen nur zusammen.", erklärte Felix Kopf schüttelnd, während er langsam aufstand. Erneut hielt er Fin die Hand hin, die dieser natürlich liebend gerne ergriff.

Und so machten sie sich langsam alle auf den Weg aus dem verlassenen Haus heraus und zu ihren Wohnungen. Die Jungs schienen alle nicht sonderlich weit auseinander zu wohnen, allerdings hatte Fin mittlerweile auch komplett die Orientierung verloren und hätte es von hier aus sicherlich nicht alleine nachhause geschafft. Irgendwann schloss Felix jedoch eine der Türen auf und trotteten langsam in den zweiten Stock.
"Ich hoffe, es ist okay für dich, wenn du mit in meinem Bett schläfst?", murmelte Felix fast schon verlegen und führt Fin dann bereits in sein Zimmer. Fin nickte nur und rief Karl ein schnelles "Gute Nacht." hinterher.
Natürlich war es mehr als okay für Fin, dass er in Felix Bett schlafen sollte, allerdings wurde er einfach immer noch nicht schlau aus dieser Situation. Schleppte Felix ihn hier gerade ab? Ja, sie hatten den ganzen Abend Händchen gehalten, aber ansonsten war da ja nichts gewesen. Und um ehrlich zu sein, war Fin auch einfach schon deutlich zu müde, als dass hier noch irgendetwas laufen könnte.
Viel zu sehr in seine Gedanken vertieft, bemerkte er kaum, dass Felix mittlerweile nur noch enge schwarze Shorts und ein Schlaf Shirt trug und ihm ebenfalls ein schwarzes Shirt mit irgendeinem Aufdruck hinhielt. Dankend nahm Fin es an und beobachtete dann mit einem sanften Lächeln, wie Felix sich bereits im Bett vergrub.
"Ich habe leider nur eine Decke.", nuschelte er, hielt Fin jedoch die eine Ecke der Decke einladend nach oben. Wäre Fin nüchterner, hätte er sich vermutlich Gedanken darüber gemacht, warum Felix wirkte als wäre er gerade erst ausgezogen, aber in diesem Zustand kuschelte er sich nur zu Felix ins Bett, ließ jedoch definitiv noch Platz zwischen ihnen beiden.
"Gute Nacht.", flüsterte er und hörte wie Felix sich hinter ihm bewegte.
"Magst du herkommen?", hörte Fin es dann sehr leise flüstern. Als er sich umdrehte, sah er, dass Felix sich bereits auf die Seite gedreht hatte und ihm andeutete sich vor ihn zu legen. Fin spürte, wie sein Herz schneller schlug, während er in Felix' Arme robbte, die sich wenig später fest um seinen Körper schlossen. Fin wusste, dass das hier sicherlich nichts sexuelles war, aber er musste schon schlucken, als er wirklich alles von Felix spürte. Immerhin trugen sie beide nur Shorts und Shirts. Müde war er jedoch immer noch, weswegen er einfach beschloss sich keine Gedanken darüber zu machen.
"Gute Nacht.", flüsterte es dann plötzlich hinter ihm und er spürte ein sanftes paar Lippen in seinem Nacken.
Jetzt konnte er allerdings definitiv nicht mehr schlafen.
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