Little Sister

GeschichteDrama, Romanze / P18
OC (Own Character) Samu Haber
18.09.2018
14.09.2019
32
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Dieses Kapitel
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Guten Abend alle zusammen, willkommen zum neuen Kapitel!:)
Danke an @elena sunrise, @Elli1979, @bellaro buecherwurm und @Chaoskeks1981 für ihre Rückmeldungen ♥

Viel Spaß beim Lesen.


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Jedes Gefühl der Angst verschwand mit einem Schlag, als Kiana in den offenen Flughafenbereich kam, mit ihrem großen Koffer in den Fingern, am ganzen Leib zitternd und mit schmerzenden Gliedern. Doch sofort hätte sie es wieder in Kauf genommen, nur um Samu zu sehen, der mit einem Lächeln, für das es keine Worte gab, auf sie wartete. Sie hatte gezweifelt, im Flieger geweint und ihre Dummheit verflucht, sich nicht wenigstens ein bisschen vorbereitet zu haben. Doch alles war bedeutungslos geworden in dem Moment, indem sie Samu erkannte.
Mit einem lauten Knall landete ihr schwerer Rucksack auf dem Boden und sie flog Samu in die Arme, der sie lachend festhielt. In diesem Moment existierte für Kiana nichts auf der Welt außer dem Mann, der sie hielt. Samus starke Arme, die auf ihrem Rücken lagen und sein Lachen an ihrem Ohr.
„Ich liebe dich“, waren die ersten Worte, die er ihr ins Ohr flüsterte, als sie an seiner Schulter leise schluchzte. Sie hatte es geschafft. Diese eine Sache in ihrem Leben hatte sie ganz alleine gemeistert. Den Schritt ins Ungewisse und nun konnte nur alles besser werden.

„Ich liebe dich so sehr“, hauchte sie Samu ins Ohr, der sie vorsichtig losließ und in ihr verheultes Gesicht schaute. „War dein Flug ein wenig turbulent?“, erriet er sofort richtig und Kiana lachte zittrig. „Ein wenig? Ich dachte, meine letzte Stunde hätte geschlagen. Es hat geschüttelt und gewackelt.“ Erneut schaute sie in sein strahlendes Gesicht. „Aber das war es wert“, flüsterte sie immer noch ergriffen. Es war, als würde sie träumen. Wie lange hatte sie sich ausgemalt, wann und wie sie sich wiedersehen würden?

„Du bist hier“, sagte Samu und beugte sich herunter. „Du bist bei mir.“ Kiana verstand sofort und schlang ihre Arme um seinen Hals, als ihre Lippen das erste Mal nach Monaten wieder zueinander fanden. Es war ein Kuss, der ihr den Atem raubte. Voller Leidenschaft und Liebe, dann wieder sanft und zärtlich. Sie spürte seine Hände auf ihrer Taille, ihre Finger wanderten hinauf in sein blondes Haar und strichen durch die Locken.
„Du hast mir gefehlt. Du weißt gar nicht, wie sehr“, hauchte Samu ihr zu und küsste sie auf den Mundwinkel, bevor er nach dem Koffer griff. Erst dann erkannte Kiana die Menschen hinter ihm. Sie wurde rot, denn Riku zeigte ihr mit einem breiten Grinsen einen nach oben gereckten Daumen.

„Ihr seid auch hier?“, fragte sie schüchtern und der große Riku zog sie in eine stürmische Umarmung, die ihr fast die Rippen brach. „Denkst du, wir verpassen dieses ergreifende Wiedersehen? Nachdem Samu Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt hat, dass wir hierherkommen und dich abholen“, grinste er und Samu zog die Augenbrauen hoch. „Ich habe nicht verlangt, dass einer von euch mitkommt.“ „Natürlich nicht“, murmelte Osmo theatralisch und legte sich die Hand auf das imaginäre Dekolleté. „Sie kommt zum Flughafen, Jungs. Wir müssen dahin, Jungs. Beeilt euch mal, Jungs“, äffte er Samu nach, der ihm einen Schlag gegen den Oberarm verpasste. Kiana wusste schon jetzt, dass sie sich ausgezeichnet mit ihnen verstehen würde, da trat jemand Neues an sie heran. „Freut mich dich endlich kennenzulernen. Wo die anderen doch so von dir schwärmen. Ich bin Raul“, stellte er sich vor und schüttelte Kiana die Hand. „Sami“, sagte der Kerl daneben, den sie bis dahin nicht einmal registriert hatte. „Huh? Ich meine, ja. Freut mich sehr“, stotterte Kiana heillos überfordert. Samu legte ihr den Arm um die Schultern. Ihr fiel auf, dass er an Muskeln zugelegt hatte. „Jetzt kennst du sie endlich auch. Du wirst es hier lieben, wir müssen dir so viel zeigen“, meinte Riku gerade und schaute verträumt in Richtung Ausgang.

„Das hat bis Morgen Zeit, sie ist bestimmt ziemlich fertig, nachdem sie selbst Samu mit ihren Plänen überfallen hat. Mitten vor einer Probe“, ergriff Osmo das Wort und klang dabei beinahe tadelnd. Kiana senkte den Blick, ihre Hand auf Samus Rücken krallte sich in sein Shirt. „Ich war von mir selbst überrascht“, gestand sie leise. „Ich habe mich selbst aufgegeben, aber dann hat Samu irgendwie die richtigen Worte gefunden.“ „Wie er es immer tut. Hör mal, ihr müsst mehr Songs zusammen schreiben. Der Text, den du mit Samu geschrieben hast ist der Wahnsinn!“, sagte Raul beeindruckt und musterte Kiana. „Wir werden sehen“, gab diese tapfer zurück.
„Könnten wir woanders weiterreden, bevor wir hier erkannt werden“, murmelte Sami leicht panisch und schaute sich um. Erst jetzt merkte Kiana, wie gut sie alle verkleidet waren, mit dunklen Kapuzenpullovern und Sonnenbrillen. Samu hatte seine Haare ebenfalls versteckt gehabt, bis Kiana ihm um den Hals gefallen war. Wie es wohl gewesen wäre, wenn er sie Zuhause besucht hätte? Würden ihre Eltern ihn überhaupt wieder aufnehmen, wenn sie zurückkehren würden?

„Hör auf damit“, hörte sie eine leise Stimme an ihrem Ohr, als sie sich durch den Wartebereich schlichen. „Womit?“ „An Zuhause zu denken“, mahnte Samu leise. „Entschuldige, ich merke es selbst gar nicht.“ „Deine Augen werden dann so glasig. Fast so, wie wenn wir miteinander im Bett sind und du an nichts mehr denkst, außer-“ „Ist das euer Auto?“, unterbrach Kiana laut, um seinen Satz abzuschneiden.
Riku, Sami, Osmo und Raul waren allesamt stehen geblieben und standen vor einem großen, schwarzen Porsche. Sami grinste. „Das hättest du wohl nicht erwartet, oder? Das ist Rikus Schlitten.“ „Kiana steht bestimmt drauf“, meinte Riku zweideutig. „Nicht gerade unauffällig für einen, der hier getarnt rumläuft“, konterte die Blonde trocken und streckte ihm die Zunge heraus. Seit langem hatte sie sich nicht mehr so frei gefühlt, auch wenn sie leichtes Heimweh in sich spüren konnte. Es klopfte verräterisch in ihrem Herzen.

„Du fährst sowieso mit mir“, erklärte Samu mit warnendem Unterton in Richtung seines Freundes, der sofort die Hände hob. „Schon kapiert, mein Guter. Das ist deine Lady. Dennoch, das Angebot steht“, wandte er sich noch augenzwinkernd an Kiana und versuchte dann schnell ins Auto zu kommen. Osmo und Sami blieben bei Samu stehen, während Raul sich auf den Beifahrersitz schob.
„Da haben nur zwei Leute Platz und die Diskussion mit Raul, wer diesmal mitfahren darf, gewinnt sowieso keiner“, klärte Sami bereitwillig auf und verschränkte die Arme vor der Brust wie ein kleiner Junge, dem man das Spielzeug weggenommen hatte. Kiana kicherte. Die Band schien wirklich sehr nett zu sein und offenbar war sie sofort akzeptiert. Nachdem Riku an ihnen vorbeibrauste und beinahe einen Pfahl rammte, war sie sehr froh, wenig später in einem großen Geländewagen zu sitzen, wo ihr Koffer und der Reiserucksack fünfmal in den Kofferraum gepasst hätten. „Ich liebe es. Range Rover. Fantastische Fahrzeuge“, meinte Samu begeistert und drehte den Schlüssel. „Ich dachte, du fährst einen Mercedes?“, fragte Kiana erstaunt und ein prustendes Lachen ertönte. Im Rückspiegel konnte sie Sami feixen sehen. „Tut er auch. Das ist mein Auto. Samu tut nur so um dich zu beeindrucken.“ Dieser Satz gepaart mit Samus Blick brachte Kiana zum Lachen. Diese Truppe war genau das, was sie brauchte.
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„Willkommen in Hogwarts!“ Mit diesen Worten öffnete Samu die Tür der Suite und knallte den Koffer gegen die Kommode. Kiana folgte ihm und schaute sich staunend um. Es war, als wäre sie in eine Wohnung der Extraklasse hineinmarschiert, nicht etwa in ein Hotelzimmer.
„Das ist ja unglaublich“, keuchte die Blonde begeistert und ließ den Blick über die Skyline von Los Angeles gleiten. „Es ist ganz nett, ja“, stimmte Samu leise zu und umfasste ihre Hüfte von hinten um sie an seine Brust zu drücken. Kiana seufzte genießerisch auf.  

„Ich kann das nicht glauben“, raunte er ihr ins Ohr. „Ich auch nicht. Ich dachte, ich würde es nie schaffen.“ „Als dein Pony krank wurde war ich schon auf dem halben Weg zurück. Ich weiß, er ist dein bester Freund und der Gedanke, dass er sterben könnte, hat mir eine scheiß Angst gemacht.“ „Du magst Shadow. Ich dachte immer, du hättest Angst vor Pferden“, sagte Kiana überrascht. Samu lachte hinter ihr. „Das Pony ist mir symphytisch. Und ich habe keine Angst. Nur Respekt“, verteidigte er sich tapfer. „Er ist kein Pony. Nur um das kurz klarzustellen.“ „Es ist mir egal, ob er ein Pony ist oder nicht. Ich habe gerade wichtigere Dinge im Sinn“, murmelte er ihr ins Ohr und Kiana schluckte heftig. Seine Stimme war um tiefer geworden und seine Hände schoben sich langsam aber sicher unter ihr Shirt.
Samu küsste ihren Hals und hörte sie leise keuchen. Als er die Stelle unter ihrem Ohr erreichte, bekam sie eine Gänsehaut. „Wo sind die anderen?“, wollte Kiana wissen, ihre Stimme zitterte leicht. Samu biss zu und als sie den Kopf zurückwarf bot sie ihm noch mehr von ihrer Haut an. „Die haben sich still und heimlich in ihre Zimmer geschlichen, dass ich dich willkommen heißen kann“, antwortete er ihr leise.

Kiana drehte sich um und schaute ihm in die Augen. Ihr stockte der Atem. Samus Augen loderten wie Flammen, er konnte sich nur denken, wie er sie ansah. Seit Stunden waren sie wieder zusammen und das erste Mal seit Monaten wieder allein. Seine Geduld war am Ende.
„Du bist wirklich hinterhältig, mich so allein in ein Zimmer zu locken.“ „Das Lämmchen ist dem Wolf in die Falle gegangen“, erwiderte Samu dunkel und schob sie zurück. Kianas Rücken drückte sich gegen die Scheibenfront. „Das Lämmchen hat keine Chance mehr“, verkündete Samu und presste sein Becken gegen ihres. Kiana seufzte auf. „Das Lämmchen will auch nicht mehr weg“, flüsterte sie ihm entgegen. „Das Lämmchen möchte, dass der Wolf es endlich verschlingt.“ Samu gab ein knurrendes Geräusch von sich und beugte sich nach vorne. „Dein Wunsch ist mir Befehl, Lämmchen.“
Und er küsste sie, wie er sie noch nie geküsst hatte. Alle Leidenschaft und Sehnsucht, die er in den vergangenen Monaten verspürt hatte, legte er in den Kuss. Kiana erwiderte ihn mit so viel Feuer, dass er sich beherrschen musste ihr nicht sofort die Kleider vom Leib zu reißen. „Schlafzimmer“, raunte er ihr gerade noch zu und packte ihre Beine, um sie hochzuheben.

Das Nächste, was Kiana spürte war eine weiche Matratze in ihrem Rücken. Sie riss Samu an seinem Oberteil zu sich herab und presste ihren Mund auf seinen. Seine Zunge traf ihre und führte ein wildes Duell, bis sie sich aus purer Atemnot trennen mussten.
Samu schob ihr das Oberteil bis zur Brust hinauf und leckte über ihren Bauch, seine Hände strichen ihre Beine entlang, die in diesen dunklen Jeans einfach umwerfend aussahen. Dann glitt sein Mund weiter hinauf zu ihren Rippen und schließlich zog er den störenden Stoff über ihren Kopf und schmiss ihn zur Seite. Kiana reagierte blitzschnell und eine Sekunde später landete ihr BH neben dem Bett und sie machte sich daran, Samu den Pullover auszuziehen, der seinen Körper vor ihr versteckte. Er nahm ihr die Arbeit ab und zog sich das Oberteil langsam aus. Kiana hielt die Luft an. „Wann hast du das denn gemacht?“, fragte sie keuchend und fuhr seinen Bauch entlang. Er war immer muskulös gewesen, aber das hier war etwas Anderes.
Ihre Finger öffneten seine Jeans und ihre Hand verschwand darin. Samu stöhnte laut auf, als ihre Finger sich um seine Erektion schlossen. „Jaaa“, keuchte Kiana leise und biss sich auf die Lippen. Sie massierte seine Männlichkeit und küsste dabei Samus Brust, bis er es nicht mehr aushielt und ihre Lippen in Besitz nahm. Als ihr Griff fester wurde, biss er ihr in die Unterlippe und zog ihre Hand aus seiner Hose. „Du kleine Hexe“, leckte er sich über die Lippen und schaute in Kianas lustverhangene Augen. „Ich will dich“, sagte sie selbstbewusst und räkelte sich unter ihm wie eine Katze.

Seine Zunge berührte ihren Beckenknochen und zarte Hände zogen an ihrer Jeans. Samu küsste die schwarze Schleife an ihrem Tanga und plötzlich spürte Kiana seine Zunge, wo Sekunden zuvor noch ihre Unterwäsche gewesen war. „Oh Gott, Samu“, stöhnte sie hin und hergerissen zwischen Scham und Lust. Nie zuvor hatte sie dies erlebt, was er da gerade machte. Sie ließ ihre Hände in sein weiches Haar gleiten und schloss die Augen, als er sie leckte und dabei ihre Hüfte festhielt. „Nein, Samu, ich komme gleich, wenn du-“ Doch er stoppte erst, als sie unter ihm erzitterte und kurz die Blitze vor ihren Augen tanzten. Kiana stöhnte seinen Namen, als sie kam und merkte beinahe nicht, wie er wieder zu ihr nach oben kam und ihre Brüste umfasste.
„Ich werde mich heute so gut um dich kümmern, bis wir die Monate nachgeholt haben, in denen wir getrennt waren“, knurrte er ihr ins Ohr und strich sanft über ihren Körper, bis sie sich von ihrem Orgasmus erholt hatte und wieder zu Atem kam.
„Das war doch noch nicht mal der Anfang, Süße“, verkündete der Finne großspurig und küsste sie, dass ihr alle Sinne schwanden. Seine Zunge in ihrem Mund, sein Schwanz zwischen ihren Beinen und sein warmer Körper, der sich an ihren schmiegte. Das Gefühl war so vollkommen, dass ihr die Tränen in die Augen schossen.

Als Samu endlich in sie eindrang, war sie mehr als bereit und wäre nicht überrascht gewesen, wenn sie ohnmächtig geworden wäre. Sie schauten einander in die Augen, als sie sich verbanden und Samu küsste sanft ihre Wange, während er sich tiefer in sie schob. Kiana legte den Kopf in den Nacken, denn sobald Samu sich bewegte, war ihr Kopf wie leergefegt.
Er vergrub das Gesicht an ihrem Hals, wo sein heißer Atem ihre Haut traf. Die Blonde krallte sich fest in seinen Rücken, während er sich rhythmisch in ihr bewegte und ihren Namen stöhnte. Seine Stöße nahmen an Intensität zu, ihre Fingernägel hinterließen Kratzer auf seiner Haut. Sie spürte seinen Arm, der sich unter ihren Rücken schob und ihr Becken nach oben drückte, während er sich tiefer in sie trieb und Kiana seinen Namen schrie. „Samu, bitte“, flehte ihre Stimme weit weg und er kam, tief in ihr und mit ihrem Namen auf den Lippen, Kiana erzitterte ein zweites Mal unter ihm und rammte ihre Fingernägel tief in seine Haut.

Atemlos begegneten sich ihre Blicke und Kiana kicherte leise. „Das war verdammt heiß“, gab sie zu, Samu rollte sich von ihr herunter und legte sich neben sie. „Du weißt, dass das nicht das letzte Mal in dieser Nacht war?“, fragte er pragmatisch und drehte den Kopf zu ihr. „Das hätte ich von dir auch nicht erwartet“, gab Kiana zurück und folgte Samus stummer Bitte, als er den Arm hob. Sie legte sich neben ihm, den Kopf auf seiner warmen Brust gebettet und hörte sein starkes Herz schlagen.

Und für diesen einen Moment, war alles perfekt.
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