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Take me Home

von deansam79
GeschichteDrama, Angst / P18 / MaleSlash
Benedikt Huber Ingo "Easy" Winter Paco Weigel Richard "Ringo" Beckmann Tobias Lassner
16.09.2018
03.05.2020
26
34.090
9
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16.09.2018 1.376
 
Ein dunkler nasser Raum alles schmutzig es roch nach nasser Wäsche und nassem Gemäuer. Vielleicht roch es auch nach Schimmel. Es war zu dunkel um etwas zu erkennen. Eigentlich war es sogar einfach nur Schwarz. Er tastete sich am Boden entlang spürte kleine spitze Steine, Staub. Schmeckte Moder und etwas metallisches, vielleicht war es Blut. Er wusste es nicht. Er tastete sich an den Wänden lang versuchte einen Schalter zu finden. Aber nichts. Er konnte nicht mal ausmachen ob es eine Tür gab ob es je eine gegeben hatte.

Sein Herz pochte. Der Atem ging schwer. Sein Hals brannte. Der Körper zitterte, weil er fror, weil er Angst hatte. Weil er einfach nicht verstand wie er hierhergekommen war.
Seine Kleidung war Nass seine Haare auch. Seine Lippen waren eingerissen spröde. Was war mit ihm passiert? Was würde noch passieren? Wo war er nur?

Panisch sah er in die Dunkelheit. Versuchte immer wieder seine Umgebung abzuscannen.
Er stand an einer Wand, er schrie nach Hilfe, schrie nach seinem Freund.
„Hiiiilllfffffeee! Hört mich denn keiner?“ versagte ihm seine Stimme.
Es wurde ihm klar das er in einer richtig beschissenen Lage war. Außerdem wurde ihm klar, dass er hier Sterben würde.
Plötzlich hörte er ein Scharben als wenn etwas über den Boden gezogen werden würde. Er presste sich an die Wand, lauschte.

„Lass es dir schmecken! Hahaha!“ sagte eine raue dunkle Stimme und lachte hämisch.
Er nahm seinen Mut zusammen „Wer sind sie? Sie perverses krankes Schwein!“
Doch das einzige was er wahrnehmen konnte war, waren Schritte, die sich entfernten und die Stille, die sich wieder um seinen Körper wickelte und ihm die Luft zum Atmen nahm.
Dann nahm er einen widerlichen Geruch wahr. Er kniete sich auf den Boden und tastete diesen ab.
Plötzlich fasste er in eine weiche warme Masse. Erschrocken zog er seine Hand zurück. Führte sie langsam zu seiner Nase. Roch daran. Verzog angewidert das Gesicht.

Es roch widerlich, wie Schweinemist. Er fing an zu würgen. Er wischte seine Hand am Boden ab. Doch das funktionierte nicht.  Deshalb zog er sein Hemd aus und wischte seine Hand darin ab und warf es in die Dunkelheit.
Weinend brach er zusammen. Rollte sich auf den Boden zusammen.

--------------
„Hallo Peters Botendienste. Ich habe ein Päckchen für Benedikt Huber!“ sagte der Bote und reichte Saskia das Klemmbrett über die Theke um eine Unterschrift zu bekommen.

Saskia sah sich das Päckchen an auf dem Umschlag stand. ``Lassen sie ihren Anwalt mit zuschauen‘‘.
„Danke!“ sagte sie und lächelte freundlich und gab ihm sein Klemmbrett wieder.
Kaum war dieser weg rief sie bei Benedikt an.

„Herr Huber sie haben ein Päckchen!“

„Dann bringen sie mir das doch bitte rauf, Frau Weigel!“

„Soll ich Herrn Lassner auch raufschicken?“ fragte sie.

„Wieso das denn?“

„Auf dem Päckchen steht sie sollen es sich mit ihrem Anwalt ansehen!“

„Ich werde mir das erstmal ansehen und dann entscheiden ob es nötig ist Herrn Lassner dazu zu holen!“

„Okay Herr Huber!“

Als Saskia ihm das Päckchen brachte öffnete er es noch bevor sie den Raum verlassen hatte. Neugierig blieb sie stehen.
In der Verpackung waren ein USB Stick und eine Rosa farbende Krawatte die voller Blutflecken war.

Saskia bekam große Augen. Erschrocken hielt sie ihre Hand vor den Mund „Ist das Blut? Das…Das ist doch Ringos Krawatte, oder?“

„Beruhigen sie sich!“ versuchte Benedikt Saskia zur Ruhe zu bekommen aber Saskia hörte ihm nicht zu.
„Tobias!“ brüllte sie panisch die Treppe runter.
Dieser stürmte aus seinem Büro und sah die Stufen rauf.
Als er Saskias Gesicht sah rannte er nach oben.

„Was hast du denn?“ fragte er sie. Doch sie zeigte nur auf die Dinge auf Hubers Schreibtisch.
Tobias runzelte die Stirn bevor er Ringos Krawatte erkannte und sie hochnahm um sie anzusehen.
Er sah von Saskia zu Benedikt. „Wo ist mein Bruder?“ knurrte er und sah Benedikt ernst an.
Benedikt aber sagte nichts, sondern schüttelte nur den Kopf. Tobias sah den USB Stick. Er nahm ihn mit runter und steckte ihn in seinen Computer.

Das Bild was sich ihm bot ließ ihm das Blut in den Adern gefrieren.
Ringo lag blutüberströmt auf dem Boden. Die Augen geschlossen. Saskia stand hinter Tobias und hatte den Atem angehalten „Ist …ist er tot?“

Tobias Gesichtszüge waren eingefroren. Wütend sah er zu Benedikt der nun mit im Büro von Tobias stand.

Plötzlich kam eine Stimme mit einem Akzent.

; Kommen sie unseren Forderungen jetzt nach Herr Huber? Sie wissen jetzt was auf dem Spiel steht! Wundern sie sich nicht, dass ihr anderer Mitarbeiter nicht da ist er hat gestern Abend gekündigt!“

Saskia überlegte wer im Büro noch fehlte.

„Mark!“ flüsterte sie und brach zusammen.
Larissa rief die Polizei. Benedikt stand nur wie eine Statue in Tobias Büro. Nie hatte er damit gerechnet das sie so weit gehen würden.

Easy stand im Empfangsbereich und sah sich verwundert um weil alle wie erstarrt da standen.
Er wollte Ringo sein Frühstück bringen, weil dieser den Abend zuvor nicht nach Hause kam. Easy nahm an das Ringo ma wieder  eine Nachtschicht eingelegt hatte.

Tobias stürmte auf Benedikt zu „Wenn meinem Bruder wegen ihrer dubiosen Geschäfte etwas passiert, wenn diese ihn Umbringen dann mach ich sie fertig!“ brüllte Tobias und hatte Benedikt an die Wand gedrückt. Easy kam in Tobias Büro und sah auf den Bildschirm. Er wollte wissen was los war.

Easy wurde ganz weiß im Gesicht konnte kaum Atmen. Angst breitete sich in seinem Körper aus.
Er schüttelte den Kopf „Nein…. Nein das kann nicht sein. Tobias …Tobias ist er tot?“ Easy fing an zu weinen. Tobias sah mit tränen in den Augen Easy an und zuckte mit den Achseln. Easy ging rückwärts aus dem Büro stolperte und fiel auf seinen Hintern. Er stand wieder auf und lief die Stufen hoch. Dort hing Ringos Jackett. Easy setzte sich auf den Stuhl griff nach der Jacke und drückte seine Nase tief in den Stoff.

Immer wieder schüttelte er den Kopf. Dann griff er zu seinem Handy. Versuchte Ringo anzurufen. Doch es sprang sofort die Mail Box an.
Die Polizei betrat das Büro. Niemand durfte es verlassen. Die Polizei hatte auch einen Krankenwagen angefordert. Auch Jakob war gekommen und kümmerte sich um Saskia.

Easy wurde von den Polizisten aus Ringos Büro geführt. Sie nahmen ihm das Jackett ab. Für Easy lief die Welt gerade in Zeitlupe. Ein Sanitäter führte ihn zu einem Stuhl redete mit ihm aber Easy war gar nicht ansprechbar.
Ein Notarzt gab ihm eine Spritze und Tobias brachte ihn nach Hause. Paco nahm ihn entgegen und nahm ihn mit in die WG.
„Paco kannst du auf ihn achten? Am besten er legt sich auf die Couch. Er hat eine Beruhigungsspritze bekommen. Easy wird sicher gleich schlafen!“

Paco nickte und schob Easy zur Couch wo sich dieser hinlegte. Stinker setzte sich zu Easy und wich ihm nicht von der Seite. Tobias nickte nur Paco zu gab ihm die Leine und war auch schon wieder weg. Er musste wieder ins Büro um seine Aussage zu machen.
Easy schlief wirklich schnell ein. Aber sein Schlaf war unruhig. Ein Alptraum.

Er sah Ringo wie er da lag. Das Blut. Ringo der auf einmal seine Augen öffnete.
„Easy Hilf mir ……ich will nach Hause ……hol mich nach Hause …nach Hause ……nach Hause…ich will nicht sterben …nicht sterben!“

Easy schreckte auf „Ringo!“ schrie er. Paco stand vor ihm.
Easy brach in tränen aus. „Paco er ist tot verdammt er ist tot!“ Paco griff nach seiner Schulter versuchte ihn zu beruhigen.
Paco kniete sich runter. „Nein ist er nicht. Er lebt! Tobias hat vorhin angerufen! Er lebt er wurde entführt aber so weit sie bisher wissen lebt er!“

Easy sah ihn ungläubig an. „Was müssen wir tun? Was wollen die? „schluchzte Easy. Er würde alles machen um Ringo wieder zu bekommen.
Paco schüttelte unwissend den Kopf „Wir müssen auf Tobias warten der kommt gleich. Dann sehen wir weiter!“
Paco hielt Easy einen Tee hin. Doch Easy schüttelte den Kopf.

Plötzlich stand Easy auf und ging zum Wäscheständer dort hing Ringos Lieblingsshirt das Graue Poloshirt. Er nahm es vom Ständer und hielt es ihm Arm. „Ich werde alles tun. Ich hol dich da wieder raus!“ flüsterte er. Dann nahm er es mit zum Sofa und legte sich mit dem Gesicht drauf. Als könne er so Ringo nahe sein.
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