Nellverine

von IcGatter
GeschichteDrama, Krimi / P12
Eric Beal G. Callen Kensi Blye Marty Deeks Nell Jones Sam Hanna
15.09.2018
02.04.2019
30
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„Eric! Wo ist Nell?“, Callen musste schon energischer werden. Eric stand wie in einer Schockstarre da. Er murmelte immer wieder ihren Namen. „Erde an Eric!“ Deeks schnippte mit den Fingern vor Erics Nase. Eric löste seinen Blick vom Bildschirm und sprintete zu seinem Computer. „Mister Beale, was tun sie?“ Eric antwortete nicht und öffnete verschiedenste Verkehrskameras. „Mister Beale! Ich frage nicht noch einmal!“ Hetty ging auf Eric zu, dieser drehte sich um und erklärte: „Das sind alle Kaffeewagen wo Nell und ich Kaffee kaufen. Wir wechseln diese, auf Sam“s Rat, ständig.“ Sam nickte anerkennend.
„Ich vermute, da sie auch Oreos kaufen wollte, müsste sie bei einem dieser drei Wagen gewesen sein.“ Es dauerte einen Moment dann hatte Eric den richtigen Wagen gefunden. Er verfolgte Nell über die Kameras. Gemeinsam schauten alle sich die Situation an.
„Der Skater. Das war doch nie im Leben Zufall, das er sie erst anrempelt und dann ablenkt in dem er noch einmal an ihr vorbei fährt.“ „Deeks, hat recht. Ich glaube nicht an Zufälle.“ „Das wäre auch was neues, G.“, pflichtete Sam bei. „Okay, Deeks, Kensi. Ihr fahrt zum LAPD und versucht diesen Skater ausfindig zu machen. Sam und ich werden zur Kreuzung fahren wo Nell entführt wurde.“ „Geht klar.“, kam es von Kensi und Deeks gleichzeitig.
„Eric, du findest diesen Transporter.“ „Kaleidoskop, sucht schon.“ „Gut, dann analysiere das Video weiter und jage ein Foto vom Skater durch die Gesichtserkennung.“ „Ja, mach ich.“ „Eric, wir finden Nell.“ Callen legte seine Hand auf Erics Schulter.
Nachdem alle gegangen war, saß Eric alleine vor dem großen Bildschirm. Er grübelte und drohte ins Selbstmitleid ab zu driften. „Nein, das würde Nell nicht wollen. Ich muss sie finden.“ Eric versuchte den Transporter aufzuspüren und folgte ihm mit den Kameras quer durch die Stadt. Für Eric machte es keinen Sinn. Der Transporter fuhr Kreise und unnötige Wege. Er hätte schon längst im nächsten Bundesstaat sein können und wie zur Hölle passte das mit dem Videostream aus Europa zusammen. „Mister Beale, ich glaube sie könnten Hilfe gebrauchen.“ Eric drehte sich um und entdeckte Nell's Schwester Sydney.
„Miss Jones, kennen sie ja bereits. Sie wird uns in diesem Fall und bei der Suche nach Nell unterstützen.“ Eric nickte Sydney zu und tat etwas was er sonst nie tun würde. Er bat ihr Nell's Stuhl an. Sydney nickte und setzte sich neben Eric. Als Hetty gegangen war, fragte Sydney scharf: „Eric, was ist hier passiert? Wie zur Hölle konnte Nell verschwinden?“ Eric schluckte: „Wir werden sie finden. Ich verspreche es.“ "Das will ich hoffen.", entgegnete Sydney ihm nicht mehr ganz so streng. Eric nickte und hoffte er würde Recht behalten. Sydney nickte ihm zu und Eric brachte sie auf den aktuellen Stand, danach hauten sie entschlossen in die Tasten.

Sam und Callen kamen an der Kreuzung an und sahen sich um. Es war nicht gerade eine ruhige Straße. Die Universität war nicht weit weg, eine menge Studenten saßen auf den Wiesen in Gruppen. "Kein typischer, einfacher Entführungsort.", überlegte Sam und schaute Callen nachdenklich an. Beide dachten das Gleiche: „Profis.“ „Sehe ich genauso. Bei dieser Tageszeit ist hier ne Menge los. Die wussten genau was sie tun.“, schlussfolgerte Callen. „Komm wir reden mal mit dem Kaffeeverkäufer.“, meinte Sam und marschierte los.
Der Kaffeeverkäufer schloss gerade seinen Truck. „Schönen Abend.“, sagte Sam. „Ich mach jetzt zu. Kaffee ist alle.“, antwortete der Verkäufer ohne sich überhaupt umzudrehen. „Wir wollen aber keinen Kaffee.“, entgegnete Callen ihm. „Kekse hab ich auch keine mehr, kommt morgen wieder.“, blaffte der Verkäufer. Sam packte seine Marke auf die Theke. „NCIS, wir haben ein paar Fragen.“ Leicht irritiert drehte sich der Verkäufer um.
„Worum geht’s denn?“, fragte der Verkäufer eine Spur freundlicher. „Haben sie dieser Frau heute Kaffee verkauft?“, wollte Sam wissen. „Ja, die Kleine war wirklich süß. Sie hat mir klar gemacht, das sie nen Freund hätte.“, überlegte der Verkäufer und setzte einen verträumten Blick auf. „Haben Sie gesehen wo sie hin ging?“. fragte Callen ungeduldig. „Ja, sie ist da drüben lang. An der Bank hat sie angehalten und die Kekse weggepackt. Aber da war noch was. Ach ja, da kam dieser komische Skater. Der Gehweg war breit genug, aber er fuhr Schnur geradeaus auf sie zu und rempelte sie an.“, erinnerte er sich weiter.
„Haben sie gesehen wo er danach hingefahren ist?“, brummte Sam und war genervt ihm alles aus der Nase ziehen zu müssen. „Ja, er hat einmal hier den Wagen umrundet und ist dann wieder Richtung Straße gefahren. Ich dachte schon der macht nur Ärger. Der trug so ein seltsames Symbol auf dem Pullover.“ Sam und Callen hoben vielversprechend die Augenbrauen.
Der Verkäufer zeichnete ein Symbol auf eine Serviette. „Danke für Ihre Hilfe.“, beendete Callen das Gespräch. Danach gingen sie zur Straße zurück. Callen rief Kensi an und berichtete von dem Symbol. Nachdem er aufgelegt hatte meinte er: „Ich hoffe Kensi und Deeks finden ihn. Er ist die Beste Spur die wir haben.“ Sam schaute sich nachdenklich um. „Einen Dollar für deine Gedanken.“ „G, irgendwas ist faul daran. Ich weiß nur noch nicht was.“, antwortete Sam. „Wir werden es raus finden, mein Großer.“

Kensi und Deeks hörten sich derweil nach dem Skater um, als Callen ihnen die Information über das Symbol gab. Wie es der Zufall so wollte, rollte in dem Moment ein Skater mit dem selben Logo an ihnen vorbei. Deeks rannte hinterher. „LAPD, Sie da auf dem Board bleiben sie stehen!“ Der Skater fuhr unbeirrt weiter und Deeks rief energischer: "LAPD! Stehenbleiben!" Doch der Skater dachte nicht einmal daran und sprang die Treppen hinab. Deeks stürmte hinterher und schnappte ihn mit einem gekonnten Hechtsprung nach einer nächsten Treppe.
Beide lagen am Boden und der Skater wollte sich aufraffen und aus dem Staub machen, doch Kensi stand bereits vor ihm mit seinem Board in der Hand. „Denken Sie nicht mal dran.“, meinte sie streng.  Der Skater lies den Kopf sinken und begleitete die Beiden ins Bootshaus.
„Warum bin ich hier? Ich habe nichts falsch gemacht.“, flüsterte der Skater eingeschüchtert. „Wenn ich jedes mal wenn das hier drinnen einer sagt, einen Dollar bekommen hätte, bräuchte ich jetzt nicht mehr arbeiten.“, konterte Deeks spöttisch. „Wie ist Ihr Name?“, führte Kensi das Verhör weiter. „Luca.“ „Luca, und weiter?“, bohrte sie nach.
Luca rollte mit den Augen. „Ich heiße Luca Smith.“ „Also Mister Smith.“, begann Deeks. „Nennen Sie mich Luca.“, unterbrach der Skater ihn. „Okay, Luca beantworten sie uns einfach ein paar Fragen, dann können sie auch wieder gehen.", fuhr Kensi unbeirrt fort. "Warum haben Sie diese Frau heute angerempelt?“, stellte Deeks die erste Frage. „Diese Frau hab ich noch nie zuvor gesehen.“, antwortete Luca vorsichtig. Deeks machte ein Geräusch, wie es sonst nur in Gameshows zu hören ist, wenn jemand eine Frage falsch beantwortet hat und meinte: "Lüge. Versuchen Sie es nochmal". „Wir haben Sie auf Video. Wir sind Bundesagenten, also hören Sie auf uns hin zu halten.“, schloss Kensi sich ihrem Partner an. „Bu..Bundesagenten?“, fragte Luca unsicher. „Ja, wir haben Ihnen eben unsere Marken gezeigt.“, erklärte Kensi ruhig. „Bekomme ich jetzt viel ärger?“ „Kommt drauf an, erzählen Sie mal.“, forderte Deeks. „Ich..ich..da war so ein Typ der fragte mich ob ich 500 Dollar verdienen möchte. 500 Dollar sind für mich viel Geld.“ „500 Dollar sind auch für mich viel Geld. Was sollten Sie tun, Luca?“, harkte Deeks weiter nach.
„Die Frau nach der Sie fragten. Ich sollte sie nur anrempeln und kurz ablenken. Wofür weiß ich nicht. Wirklich. Ich sollte dann den Kaffeewagen umrunden und noch mal an der Ampel vorbei fahren. Das Geld hab ich dann zwei Straßen weiter bekommen.“ „Wer hat Ihnen das Geld gegeben?“, bohrte Kensi weiter. „Das war so'n Typ in nem weißen Transporter.“, antwortete Luca kleinlaut. „Haben Sie sein Gesicht gesehen?“ „Nicht genau. Er saß im dunkeln und hat das Geld eher aus dem Fenster geworfen anstatt es mir zu geben. Ich musste es am Boden aufsammeln und er ist sofort weggefahren.“ „Haben Sie sich das Kennzeichen gemerkt?“, fragte Deeks. „Nein, aber da klebte ein Mietwagen Aufkleber auf der Heckscheibe. Miet-and-Drive stand drauf.“ „Danke Luca, Sie haben uns sehr geholfen.“, erklärte Kensi während sie sich erhob. „Sitze ich immer noch in großen Schwierigkeiten?“ Deeks grinste. „Ich glaub Sie kommen noch mal mit einem blauen Auge davon. Fahren Sie aber niemanden mehr vorsätzlich an und wenn jemand Sie bittet anzuhalten, dann sollten Sie auch anhalten.“ Luca nickte und wurde aus dem Bootshaus entlassen.

„Sam, Callen was haltet ihr davon?“, fragte Kensi nachdenklich. „Wer das geplant hat, war fleißig und hat seine Hausaufgaben gut gemacht. Nell geht niemals zum gleichen Kaffeewagen. Ihr habt gesehen wie viele Eric aufgerufen hat. Da Sie weil sie Oreos holen wollte, ausgerechnet zu dem Kaffeewagen gegangen ist, war immer noch eine Chance von dreiunddreißig Prozent.“, rechnete Sam vor und erntete belustigte Blicke. „Also ist der Täter entweder sehr gut in Wahrscheinlichkeitsrechnung oder er hat sie beschattet als sie von der Zentrale weg ist.“, warf Callen ein. „Aber wie hängt das mit dem Stream aus Europa zusammen?“, überlegte Deeks. „Das müssen wir als nächstes heraus finden.“, antwortete Callen.

„Eric! Oh Sydney, wusste gar nicht das du hier bist.“ „Hetty, hat mich angefordert. Schon vergessen?“, fuhr sie ihn misstrauisch von der Seite an. Eric setzte sich auf seinen Stuhl und senkte den Kopf. „Ganz vergessen.", murmelte er. "Wir haben da was. Überprüft bitte die Firma Miet-and-Drive. Der weiße Transporter könnte von dort sein.“, bat Callen via Funk. „Alles klar. Wir melden uns.“, antwortete Sydney.
„Ich knacke die verdammte Verschlüsslung nicht. Ich schaff nicht dieses Signal zurück zu verfolgen.“ Eric rieb sich die Augen und versuchte einen neuen Blickwinkel zu schaffen. „Lass mich mal sehen. Oh ha. Das ist nichts für mich. Nell konnte das immer viel besser als ich.“, meinte Sydney. Ihr Blick wurde traurig. „Wir finden sie, oder?“ Überrascht von Sydney's Stimmungswechsel, antwortete Eric: „Klar, wir reden hier von Nell. Sie wird durchhalten bis wir sie finden.“ „Das hoffe ich.“, sagte Sydney mit einem Blick auf den Stream.
„Diese Frau tut mir auch leid. Sie liegt dort schon seit Stunden und wird nur geschlagen und getreten. Hoffentlich machen sie das nicht mit Nell.“ „Schau mich an Sydney, wir holen sie zurück!“ „Das hoffe ich Beale.“ Plötzlich fing Sydney an zu schmunzeln und zu lächeln. Eric schaute sie verdutzt an. „Nanu, was ist denn jetzt los?“
„Ich muss dran denken, nachdem ich hier das letzte mal aufgetaucht bin und mich mit Nell ausgesprochen hatte, hatte sie schon Pläne für Weihnachten gemacht. Als ich sie fragte, ob sie ihren Freund mit bringen würde, wurde sie ganz rot und verlegen und fragte wen ich den meinen würde. Nell ist so stark und taff geworden, aber in so Situationen ist sie immer noch die kleine süße Penut von früher.“ Eric grinste. „Ja, so ist sie.“

Die Mietwagen Firma brachte keinen Erfolg. „Der Wagen wurde mit gefälschten Papieren gemietet.“, meldete Sam am Handy. Für Eric fühlte es wie ein Schlag in die Magengrube an. „Eric, es ist spät und die Spuren sind kalt. Wir sollten uns alle ausruhen und morgen weiter machen.“ Eric schnaubte innerlich, wusste aber das Sam recht hatte. „Okay, wir sehen uns morgen.“ Eric legte auf, aber er blieb. Sydney hatte er auch schon nach Hause geschickt. Nun saß er wieder alleine im OPS. Es waren nun schon beinahe neun Stunden seitdem Nell entführt wurde. Eric ging alle Variablen durch und fand keine Zusammenhänge.
„Wenn ich wüsste wer du bist.“, sagte er zum Bildschirm auf dem der Videostream lief. „Dann könnte ich vielleicht Zusammenhänge erkennen.“ Eric starrte noch eine Weile auf den Bildschirm bis er einschlief. Er war für etwa drei Stunden eingeschlafen, als sein Rechner sich meldete. Eric schreckte hoch, der Transporter wurde gefunden. Er wurde im Los Angeles River nahe Long Beach gefunden. Die Täter hatten versucht den Wagen zu versenken. Eric wollte gerade die Anderen informieren als er seinen Augen nicht traute. Der Videostream lief im Hintergrund und was er dort sah, war unfassbar. Er sah Nell. Nell war nun bei der am Boden liegenden Frau. Sie sah fertig aus. Beim genaueren Betrachten stellte Eric fest, das nun auch Nell's Vitalwerte angezeigt wurden. Er alarmierte sofort die Anderen.
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