Sternchen

von Rosanila
GeschichteAllgemein / P12 Slash
Alex Vause OC (Own Character) Piper Chapman Stella Carlin
15.09.2018
27.12.2018
7
12.350
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Also: Piper und Stella haben sich geküsst, aber Piper und Alex sind wieder zusammen und irgendwie mit Stella befreundet, doch dann wird ihre, von mir erfundene, australische Vergangenheit Stück für Stück offenbart. Sie verfolgt Stella, und ruht nicht- und Stella kann nicht entkommen. (Ich könnte, bei genauerer Betrachtung einige Dinge von Wentworth übernommen und an Orange Is The New Black geändert und Zeitlinien durcheinander geworfen haben. Verurteilt mich nicht.)


Es war ein typischer Tag in Litchfield. Stella Carlin lief zum Telefon, wählte eine Nummer und wartete. Die Schlange hinter ihr wurde immer länger, und am Telefon neben ihr stand die ewig weinende Frau. Endlich wurde auf der anderen Seite abgenommen und Stella sagte: >>Miss Ferbs, hallo<< Es tat so gut, wieder jemand anders Australisches zu hören! Selbst, wenn es Miss Ferbs war. >>Ich habe letzte Woche einen Brief erhalten. Miss Ferbs, ist das wahr?<< Miss Ferbs wusste, wovon Stella sprach und antwortete schnell mit Ja. >>Heißt das, der Fall wird neu aufgerollt?<< Die Frauen wurden unruhig, als Stella zu schreien begann. >>Was soll das heißen, Nein?<< Ihre Stimme wurde so laut, so zittrig, dass ein Wärter sich umdrehte und rief: >>Hey, Carlin!<< Doch Stella ignorierte ihn. >>Das Miststück wird entlassen? Wie können Sie das zulassen? Sie wissen doch genau, was passiert ist!<< In ihren Augen schwammen Tränen. >>Sie wissen auch, was Sie tun wird, wenn sie rauskommt! Nein<< Sie wurde wieder leiser, wich an der Wand zu Boden. >>Ich kann sie nicht um Hilfe bitten! Wieso? Weil sie noch bei Ihnen ist! Was? Wann?<< Sie kam wieder hoch und begann wieder zu schreien. Sogar die ewig weinende Frau starrte Stella fassungslos an. >>Aber… wo? Nein, das- Hallo? Hallo? Hallo?<< Stella starrte das Telefon an. Dann schleuderte sie den Hörer mit voller Wucht gegen die Wand. >>Verfickte Scheiße!<<, brüllte die Australierin. >>Scheiß Zeitbegrenzung! Fick dich!<< >>Das reicht!<< Der Wärter packte sie und hielt sie fest. >>Noch ein Wort, und-<< >>Und was?<<, fragte Stellas herausfordernd. >>Iso-Zelle? Treffen mit dem Direktor? Anschwärzung bei den anderen Gefangenen?<< Sie lachte. >>Sie machen mir keine Angst!<< >>Okay, genug ist genug!<<, knurrte der Wärter. >>Geh in deine Zelle und ich vergesse das nochmal. Oder du kriegst alles, was du aufgezählt hast! Iso-Haft, ein Gespräch mit dem Direktor und Probleme mit den anderen Gefangenen.<<
Stella starrte ihn einen Moment lang bewegungslos an. Alle blickten zu ihnen, sich fragend, was in die Drogenverkäuferin gefahren war. Doch diese ignorierte sie alle und ging.

Estelle saß auf dem schwarzen Sessel in Miss Grays Büro und wartete auf Miss Gray. Die Gefängnisdirektorin hatte sie zu sich bestellt. Wehe, du sagst was!, hatte Jacky ihr eingeschärft. Keine Sorge, hatte sie erwidert. Ich bin nicht dämlich.
Endlich kam Miss Gray und setzte sich, seelenruhig, vor sie, an ihren Schreibtisch. >>Also, Miss Carlin<<, sagte sie endlich. >>Wie geht es Ihnen denn?<<
Nicht gut, du miese Schlampe. >>Ganz okay<< >>Und Ihnen ist nicht… schlecht? Keine Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindelanfälle?<< Miss Gray grinste. >>Keine Entzugserscheinungen, da ich die Drogenlieferungen gestoppt habe?<< Als ob ich das Zeug selbst genommen hätte. >>Ich fürchte, ich weiß nicht, wovon Sie reden.<< Miss Gray beugte sich vor. Umständlich zog sie sich die Lederhandschuhe an und nahm den Stock aus ihrer Schublade. >>Sind Sie sich da ganz sicher?<< Ihr Lächeln war bösartig. Estelle schluckte.

Stella saß in ihrer Bucht, auf dem Bett, die Beine angewinkelt und starrte ins Nichts. Endlich sah sie Alex aus dem Augenwinkel vorbeikommen. >>Alex!<<, rief sie. >>Warte!<< Die Dunkelhaarige sah sie verwirrt durch die Brillengläser hindurch an. >>Stella.<<, sagte sie. >>Piper und ich treffen uns gleich, was willst du?<< Stella seufzte. Wie sollte sie das jetzt sagen? >>Alex…<< Sie zögerte. Irgendwie schien Alex zu spüren, das es wichtig war, denn sie setzte sich zu ihr aufs Bett. >>Was ist?<< >>Weißt du…<< Stella suchte nach den richtigen Worten. >>Du und Piper, ihr hattet doch eine Weile Angst, dass jemand kommen und dich töten würde, oder?<< >>Ja, aber der Mörder ist schon lange tot. Wieso denn?<< Stella wollte etwas sagen, wollte es ihr unbedingt sagen, es irgendwem erzählen- doch sie konnte nicht. >>Ach, nur so. Vergiss es!<< Alex betrachtete Stella, mit den Tränen in den Augen, den zitternden Lippen, wollten ihr helfen, die Worte wenn nötig aus ihr herausprügeln, aber es ging nicht. Wenn es zu schlimm wurde, würde Stella schon zu ihr oder Piper kommen. >>Okay. Bis dann<<

Estelle saß noch immer auf dem Sessel und stumme Tränen liefen über ihre Wangen. Sie hatte einige Rötungen und blaue Flecken im Gesicht und an den Händen, Armen. Aber sie sagte nichts, obwohl eine Stelle an ihrer Unterlippe aufgeplatzt war und sich nass anfühlte. Sie war stolz und stark und würde sich nicht von dieser Frau fertig machen lassen! Außerdem war das hier nichts im Vergleich zu dem, was Bo tun würde, wenn sie redete. >>Miss Carlin, bitte sagen Sie mir einfach, was ich wissen muss.<< >>Aber ich weiß nichts!<< >>Ach<<, die Direktorin seufzte. >>Wieso nur glaube ich Ihnen das nicht?<< >>Keine Ahnung<< Estelle zuckte die Schultern. >>Vertrauensprobleme?<< Ein heftiger Schlag fegte sie vom Stuhl und sie spürte etwas Warmes über ihre Wange laufen- und das waren keine Tränen.

Piper saß neben Alex und hielt ihre Hand. Sanft streichelte sie ihren Daumen, bemerkte jedoch, das Alex nicht bei der Sache war. >>Hey, was ist los?<<, fragte sie. >>Irgendwas stimmt nicht mit Justin Biber.<< >>Mhm?<<, fragte Piper. >>Stella<<, stöhnte Alex. >>Irgendwas ist los mit ihr. Ich… ich sorge mich um sie<< Es war schwer für Alex, das zuzugeben. >>Ihr geht’s gut<<, warf Red ein. >>Sie hat heute wohl Radau am Telefon gemacht- wahrscheinlich war sie vorhin noch etwas aufgewühlt.<< >>Was für einen Radau denn?<<, fragte Nicky neugierig. >>Ich weiß auch nicht<<, erwiderte Red. >>Sie hat mit irgendeiner Miss Ferb oder Ferby oder Ferbs telefoniert und ist dann ausgeflippt. Sie hat sich wohl mit dem neueren Officer Blue angelegt.<< Piper verschluckte sich an ihrem Drink. >>Mit Blue? Oh nein! Der macht sie fertig!<< >>Wir… wir sollten sie warnen<<, meinte Alex, ebenfalls besorgt. Aber das sollte gar nicht nötig sein, wie sie kurz darauf bemerkten, da ein gellender Schrei aus dem Flur zu ihnen herüber hallte.

Stella war, noch immer mit den Gedanken ganz woanders, auf dem Weg zum Essen, als sie plötzlich gegen die Wand gestoßen wurde. Sie taumelte und fiel zu Boden, alles drehte sich, doch sie rappelte sich auf und blickte sich um. >>Hey, Kleines. Du warst nicht sehr nett zu mir- dabei hab ich dir doch ein paar Pillen beschafft! Es wird Zeit, zu zahlen und mich zu entschädigen!<< Blue. Na toll. Stella drehte den Kopf, blickte dem Wärter ins Gesicht- und spukte ihn an. Dafür wurde sie erneut gegen die Wand geschleudert, diesmal weitaus heftiger. Sie spürte Officer Blues Hand an ihren Kleidern, an ihren Brüsten. Sie spürte, wie seine Hände tiefer wanderten, tiefer, tiefer… >>Lass es einfach zu…<<, wisperte er an ihrem Ohr, so nah, dass sie seinen Atem spüren konnte. >>Du gibst mir, was ich will, und ich geb dir weiterhin, was du willst!<<

Der Wärter brachte sie zurück zu ihrer Zelle. Er sagte nichts über die Verletzungen, die vorher nicht da gewesen waren. Die sagten nie was dazu. Aber es war auch egal. Es war schon  Schlafenszeit, also war es dunkel. Er schubste Estelle in die Zelle und lehnte die Tür an, dann ging er und sie hörte, wie das Gitter, das den Gefangenenbereich dieses Blocks vom Rest des Gefängnisses trennte, vorgezogen und zugeschlossen wurde. Estelle lag im Bett. Ihr fröstelte, aber sie zog die Decke nicht hoch- sie starrte nur an die Decke. Dann wurde die Tür aufgestoßen und Jacky kam herein gestampft. >>Hast du was gesagt?<<, fragte die Blonde. >>Nein<<, erwiderte sie. >>Gut. Was hat sie gefragt?<< >>Sachen.<< >>Sachen?<< >>Über dich und deine Crew und die Drogen<< Estelle grinste, trotz der Schmerzen in der Wange. >>Sie war mächtig stolz auf sich weil sie die Lieferungen abgebrochen hat.<< >>Sie weiß also nichts?<< Was, dass Officer Jenkinns uns weiter versorgt? Nein. >>Nein.<< >>Gut!<< Jacky schmiss sich in ihr Bett und kuschelte sich an sie, dann machte sie sich an ihrem violetten Oberteil zu schaffen.

Stella knurrte und packte die Rasierklinge, die sie Big Boo abgenommen hatte, fester und stieß sie in Officer Blues… unteren Bereich. >>Scheiße, du Schlampe!<<, brüllte er und taumelte zurück. Es war nicht so schlimm, er hatte mehr aus Schock geschrien. Als die anderen Wärter (und Gefangenen) kamen, wollte Stella die Klinge schnell verstecken, aber sie fanden sie und packten die Frau und brachten sie in Iso-Haft. Und wieder: Sie hatte keine Angst.
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