Knight's Revenge - Pilot meiner fiktiven 5. Staffel

GeschichteSchmerz/Trost / P12
Michael Knight
15.09.2018
15.09.2018
1
8048
1
Alle Kapitel
3 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 
 
 
Der Schmerz, den er in sich spürte, war unerträglich.
Er riss so sehr an ihm, dass er ihn in die Knie zwang.
Michael Knights Knie wurden weich und er sackte langsam auf dem Boden zusammen.
Das Atmen fiel ihm immer schwerer. Er hatte das Gefühl, dass ihm jemand von hinten die Luftröhre zusammenquetschte. Noch während er gen Boden sackte, bestand seine Atmung nur noch aus einem einzigen Röcheln.
Immer und immer wieder blitzten die Ereignisse, die ihn dazu verleiteten diesen Schmerz zu spüren, vor seinem inneren Auge auf.
Er bohrte sich immer weiter in sein Inneres. Seine Brust beklemmte ihn. Sein Herz stach mit jedem Schlag. Das Rauschen in seinen Ohren setzte wieder ein.
Der Schmerz entstand nicht aus der Schussverletzung, die er sich vor zwei Monaten zugezogen hatte.
Nein, der Schmerz rührte vielmehr aus den daraus folgenden Handlungen und deren Konsequenzen.
Diese Konsequenzen hatten ihm erneut sein Leben, wie er es kannte, gekostet.
Abermals hatte eine Kugel, die aus einer Schusswaffe abgefeuert wurde, sein Leben um 180 Grad gedreht.
Diese kleinen verdammten Mistdinger!
Er hätte ein ganz normales Leben, führen können. Er hatte einen guten Job, zwar nicht den bestbezahltesten, aber er liebte ihn und er hatte die tollste Verlobte, die sich ein Mann wünschen konnte, Stevie Mason. Oh, sie war wunderschön, intelligent, fröhlich und teilte so viel mit ihm.
Sie liebten sich bis in den Tod.
Und genau das war das Stichwort gewesen.
Vor etwas mehr als drei Jahren wurde er, damals noch unter dem Namen Michael Arthur Long bekannt, von einer vermeintlichen Verbündeten ins Gesicht geschossen und blutend und sterbend in der Wüste Nevadas zurückgelassen.
Der Schuss, sowie der darauffolgende orangefarbene Blitz und Schmerz, all dies ließ ihn gelegentlich noch heute schweißgebadet aus dem Schlaf schrecken.
Aus einem glücklichen Zufall heraus, hatte Wilton Knight, ein reicher Industrieller und Weltverbesserer, ihn als seine Schachfigur in seinem neuen Projekt vorgesehen. Daher hatte er Michael, die Stunden vor seinem vermeintlichen Tod, beschatten lassen. Wilton Knight konnte zwar die schwere Verletzung Michael Longs nicht verhindern, jedoch hatte er ihn durch seine fortschrittlichen und finanziellen Mittel das Leben gerettet. Dennoch musste Michael Long offiziell sterben, damit das Knight Industries Two Thousand Projekt starten und Michael seiner Bestimmung folgen konnte, ohne das er jemals Angst hätte haben müssen bei einem Attentat das aus Rache an ihm verübt werden würde getötet zu werden. Dafür wurde nicht nur Michael Longs Beerdigung fingiert, sondern der ehemalige Polizist erhielt auch ein neues Gesicht, sowie neue Fingerabdrücke.
Als damals nach der OP und einiger Tage Genesung sein Verband, der sein noch neues Gesicht schützte, abgenommen wurde, erschrak er über sich selbst. Das Gesicht, das ihm aus dem Spiegel entgegenblickte war nicht seins.
Heute konnte er sich nicht mehr genau daran erinnern ob er nur enttäuscht oder wütend darüber war.
Es dauerte einige Zeit bis er sich an sein neues Aussehen gewöhnt hatte. Jedes Mal wenn er sein Spiegelbild sah, starrte ihm ein Fremder entgegen. Jedoch war es sicherlich nicht zu seinem Nachteil, weder bei denjenigen die ihm nach dem Leben trachteten, noch bei dem wesentlich angenehmeren, der Frauenwelt.
Nachdem Wilton Knight, während er dessen Hand gehalten hatte, gestorben war, nahm Michael nicht nur die ihm übertragene Aufgabe an, sondern er erhielt auch eine neue Identität.
Er bekam nun den Namen des Mannes, dem er sein zweites Leben zu verdanken hatte.
Von jetzt an war er nicht mehr Michael Arthur Long, sondern Michael Knight.
Dies alles geschah vor mehr als drei Jahren.
In dieser Zeit hatte Michael mehr als einmal die letzten Worte, die ihm Wilton Knight an seinem Sterbebett für seine Aufgabe mitgab, beherzigt. „Ein Mann kann etwas verändern.“
Diese Worte begleiteten den Field Agent der Foundation for Law and Government, kurz F.L.A.G. genannt, bei beinahe jedem seiner Aufträge.
Manchmal geschah es bei einem seiner Jobs, dass er sich in Lebensgefahr brachte und genau dann verhalfen ihm diese Worte, die Schlacht gegen das Böse zu gewinnen.

Doch dieses Mal hatte er keinen Wilton Knight, der ihn am Sterben hinderte.
Michael bemerkte nicht, dass es bereits zu Dämmern begann als er neben dem Grab seiner Frau zusammensackte.
Vor kurzem erst hatten er und Stevie sich wieder gefunden.
Zu der Zeit, als er noch unter dem Namen Michael Arthur Long bekannt war, waren er und Stevie bereits verlobt gewesen.
Als er vor zwei Monaten beinahe tödlich verwundet wurde, hatte er den Entschluss gefasst die Foundation zu verlassen. Er war müde, ausgebrannt und es leid immer alleine zu sein. Nun ja, er hatte zwar Devon, Bonnie und K.I.T.T. aber er wollte mehr. Er wollte einen normalen Job und eine Frau an seiner Seite. Er hatte genug davon nicht zu wissen was oder wohin ihn der nächste Tag brachte.
Und so hatte er Devon und Bonnie seinen Entschluss noch im Krankenhaus mitgeteilt.
Beide wollten es nicht wahr haben und versuchten ihn anfangs noch umzustimmen, doch letztendlich lenkte Devon mit seiner britischen Vernunft ein und akzeptierte schweren Herzens Michaels Entscheidung.
Bei K.I.T.T. war es nicht ganz so einfach gewesen. Er konnte Michaels Entschluss einfach nicht nachvollziehen.
Über die Jahre hatte K.I.T.T. zwar gelernt Michaels Handeln besser zu verstehen und eine Freundschaft mit ihm zu schließen, aber dennoch war er lediglich ein hochentwickelter Computer, der rein auf logischen Algorithmen basierte und handelte. Für ihn war es unbegreiflich warum Michael die Foundation und ihn aufgeben wollte. Immerhin war Michaels Funktionalität wieder uneingeschränkt hergestellt worden. K.I.T.T. bot seinem Fahrer sogar psychische Betreuung an, sollte sein Handeln daraus resultieren, dass er Angst davor hatte nochmals im Dienst verletzt zu werden.
K.I.T.T. selbst hatte dies schon durchgemacht und ohne die Hilfe seines Freundes, Michael Knight, würde er wahrscheinlich in einer Garage vor sich hin rosten. Michael hatte damals seinen Lebensmut geweckt und über die Angst nochmals verletzt zu werden hinweggeholfen. Genau das gleiche war er nun bereit für Michael zu tun. Doch dies schien ein sehr schwieriges Unterfangen zu werden. K.I.T.T. hatte das Gespräch zwischen Michael, Devon und Bonnie mitgehört. Darin war ganz deutlich zu vernehmen, dass Michael noch nicht genau wusste was er eigentlich wollte.
Die KI des schwarzen Trans Ams wollte sich nicht an einen anderen Fahrer gewöhnen müssen. Er wollte bei Michael bleiben. Sie waren ein Team. Sie waren Freunde. Und Freunde ließ man nicht im Stich wenn es ihnen gerade schlecht ging.

Nachdem Michael aus dem Krankenhaus entlassen wurde hielten seine Freunde eine große Überraschung für ihn bereit.
Sie lockten ihn in ein Restaurant. Getarnt wurde die ganze Aktion als letztes gemeinsames Beisammensein, denn Michaels Entscheidung, die Foundation zu verlassen, stand nun endgültig fest.
Dort angekommen hielten sich seine Freunde ganz dezent im Hintergrund.
Statt ihrer stand plötzlich Stevie Mason vor ihm.
Seine Gefühle übermannten ihn beinahe. Tränen der Freude stiegen ihm in die Augen.
Er hatte es zwar immer gehofft, aber nie wirklich daran geglaubt, Stevie nach ihrem letzten Aufeinandertreffen, jemals wieder zu sehen.
Es hatte nicht lange gedauert, bis sie das Restaurant verlassen hatten.
Zuvor ging Michael ein letztes Mal zu Bonnie, Devon und RC. Er bedankte sich für das größte Geschenk das sie ihm jemals machen konnten. Dann verabschiedete er sich von ihnen. Ganz besonders Bonnie drückte er eine intensive Phase lang. Sie waren für eine lange Zeit Kollegen gewesen zu und guten Freunden geworden.
Draußen vor der Türe wurden sie bereits von K.I.T.T. erwartet.
Der Trans Am hatte Michael überredet ihn weiterhin zu fahren.
Da die Foundation derzeit noch keinen Ersatz für Michael gefunden hatte, hatten sie keine Verwendung für ihn. Und bevor K.I.T.T. ungenutzt in einer Garage stand, konnte auch Michael ihn weiterhin nutzen.

Zu dritt, dass hieß, K.I.T.T., Stevie und Michael, verbrachten sie eine wunderschöne Zeit.
Michael war zu Stevie in ihr Strandhaus gezogen.
Jeden Morgen frühstückten sie auf der Terrasse und hatten einen wunderschönen Blick auf den Pazifik.
Während Stevie arbeitete, verbrachte er viel Zeit damit am Strand entlang zu joggen und über sein weiteres Leben nachzudenken. Ab und zu sprang er in das kühle Nass und schwamm ein paar Runden. Dabei wurde er immer von K.I.T.T.s strengem Scanner überwacht.
Dann eines Tages war es soweit. Michael hatte sich entschlossen den nächsten Schritt zu wagen.
Nachdem Stevie zu ihm auf die Terrasse getreten war, stellte er die wichtigste Frage im Leben zweier sich liebender Menschen.
In diesem Moment hatte Stevie ihn zum glücklichsten Mann auf der Welt gemacht.
K.I.T.T. spielte eine Kassette mit romantischer Musik für sie beide ab, während Stevie und Michael sich innig umarmten und in einem langen gefühlvollen Kuss verloren.

Am nächsten Morgen war Michael schon sehr früh aufgestanden.
Er bereitete für Stevie ein romantisches Frühstück auf der Terrasse vor.
Als er sie zärtlich geweckt hatte und beide am Frühstückstisch Platz genommen hatten, ging gerade die Sonne am Horizont auf.
Wieder ertönte romantische Musik. Diesmal hatte K.I.T.T. selbstständig gehandelt.
Nach dem Frühstück gingen sie ein paar Schritte, Arm in Arm am Strand entlang. Sie genossen jede Minute die sie miteinander verbringen konnten.
Sie spazierten bis zu einer Mole. Dort nahmen sie Platz. Michael hielt seine Verlobte liebevoll im Arm, während sie sich an seine Schulter lehnte. Gemeinsam blickten sie auf den Pazifik und verloren sich in ihren Gedanken.
Langsam neigte Michael seinen Kopf zu Stevie und gab ihr einen Kuss auf die Stirn.
Stevie lächelte und reckte ihren Kopf in die Höhe. Ihre Lippen trafen auf Michaels und sie küssten sich innig.
Obwohl es bereits ein knappes Monat her war, dass Michael die Foundation verlassen hatte, fühlte sich für ihn alles noch wie ein Traum an.

Dann, eines Tages, entkamen sie Dank K.I.T.T. einem beinahe tödlichen Anschlag, der alleine Michael gegolten hatte.
Er hatte damals Stevie gerade noch aus dem Haus holen können, bevor ein Modellflugzeug das mit einem Sprengsatz versehen war, das Gebäude zerstörte.
Von diesem Moment an war klar, wenn er nicht etwas unternahm um den Schuldigen ausfindig zu machen, würden sie immer in Angst leben müssen.
Sie waren zur Foundation zurückgekehrt.
Bonnie, K.I.T.T. und er nahmen sich nochmals die Videoaufzeichnung des Überfalls vor, der damals beinahe Michaels Leben gekostet hatte.
So konnten sie den Mann, der nun hinter den Anschlägen steckte, ausfindig machen.
Nachdem sie den Mann identifizieren konnten, es handelte sich dabei um einen gewissen Durant, übergab Michael die Informationen an Devon.
Er selbst wollte mit der ganzen Sache nichts weiter zu tun haben. Außerdem hatte er Stevie versprochen sich aus diesem gefährlichen Beruf zurück zu ziehen.  
Gleichzeitig hatten sie Bonnie und Devon ihre Verlobung verkündet.
Die beiden ließen es sich nicht nehmen die Hochzeit für das glückliche Paar auszurichten.

Michael war nervös. Nervös wie noch nie in seinem Leben zuvor.
In wenigen Minuten würde er ein verheirateter Mann sein.
Er stand bereits seit einer gefühlten Ewigkeit vor dem Standesbeamten.
Die Hochzeit fand im Freien statt. Der Weg zum Standesbeamten war von einem Blumenmeer gesäumt. Links und rechts des Weges saß die zahlenmäßig klein gehaltene Hochzeitsgesellschaft.
Nach endlosen Minuten des Wartens tauchte plötzlich Devon zusammen mit Stevie auf.
Sie hatte Devon einige Tage zuvor gebeten sie zum Traualtar zu führen und sie in Michaels Hände zu geben. Bonnie folgte ihnen, sie war Stevies Brautjungfer.
Michael hielt den Atem an. Stevie war wunderschön. Sein Herz klopfte immer wilder.
Nachdem sich beide das Eheversprechen und das Ja-Wort gegeben hatten folgte ein langer inniger Kuss.
Nun konnte nichts mehr schief gehen.
Niemand würde sie jemals wieder trennen können.
Niemand, bis auf den Tod.
Beide flüsterten sich, ein für die Hochzeitsgesellschaft nicht hörbares, „Ich liebe dich“ zu.
Das Ehepaar drehte sich zu der Gesellschaft um.
Gerade als sie ihren Weg zu K.I.T.T., ihrem Brautauto, zurücklegen wollten geschah das Unfassbare.
Durant tauchte hinter einer Mauer auf und zielte mit einem Revolver auf Michael.
Stevie hatte dies für einen Bruchteil einer Sekunde vor ihrem Ehemann realisiert.
In diesem Moment wusste sie nur eines und dies war der einzige Gedanke der sie trieb.
Sie hätte niemals ohne Michael weiterleben können. Wäre Michael hier und jetzt vor ihren Augen getötet worden, dann wäre sie mit ihm gestorben.
Stevie stellte sich schützend vor ihren Mann. Sie schirmte ihn so gut es ihr möglich war, mit ihrem Körper ab.
Plötzlich spürte sie einen stechenden Schmerz im Rücken.
Sie wusste, dass sie sterben würde.
Es machte ihr aber nichts aus. Das Wichtigste für sie war, dass sie mit dem Wissen gehen würde, dass es Michael gut ging.
Stevie war glücklich. Sie hatte vor wenigen Minuten den Mann, den sie schon ihr ganzes Leben geliebt hatte geheiratet.
Sie blickte ihrem geliebten Ehemann in die Augen und sagte ihm mit einem Lächeln auf den Lippen, dass sie ihn liebte, dass sie ihn ewig lieben würde.

Michael lehnte am Grabstein.
Seit Stevies Beerdigung kam er jeden Tag hier her.
Genau genommen lebte er seit knappen zwei Wochen auf dem Friedhof.
„Hey Michael“, wurde er plötzlich aus seiner Lethargie gerissen.
„Was willst du hier RC?“, fragte er gequält.  
„Ich bin da um dich nach Hause zu holen.“
„Verschwinde!“, herrschte Michael mit brüchiger Stimme sein Gegenüber an.
„Michael, ich kann dich ja verstehen, aber du kannst hier nicht auf Dauer bleiben. Du musst auch an dich denken.“
„Lass mich endlich in Ruhe!“
Die kraftlose Stimme des ehemals so gefestigten Mannes zerriss RC beinahe das Herz.
„Michael, du wirst zu Grunde gehen, wenn du nicht endlich aufstehst und anfängst dein Leben wieder in den Griff zu bekommen.“
„Mir ist mein Leben scheißegal und das sollte es dir auch sein. Es ist nämlich mein Leben. Und mit dem kann ich so verfahren wie ich es für richtig halte.“
„Mir ist dein Leben aber nicht egal. Genau so wenig wie es Bonnie und Devon egal ist. Wir machen uns nämlich alle Sorgen um dich. Selbst K.I.T.T. weicht dir nicht von der Seite. Er stand jede einzelne Sekunde die du hier bislang verbracht hast auf dem Parkplatz vor dem Friedhof. Und genau deswegen sollte dir auch dein Leben nicht egal sein.“
RC hoffte mit seiner Standpauke endlich zu Michael durch zu dringen. Es war furchtbar ihn so zu sehen. Er konnte ihn ja verstehen. Zuerst hatte er seine große Liebe wiedergefunden. Sie heirateten und noch vor dem Traualtar wurde sie von dem Mann, der es eigentlich auf Michael abgesehen hatte, erschossen. Er war sich sicher, dass sich Michael die Schuld an Stevies Tod gab. Aber er war nicht schuld. Einzig derjenige der die Waffe abgefeuert hatte trug die Verantwortung.
„Was hat mein Leben noch für einen Sinn nach Stevies Tod? Lass mich jetzt endlich alleine.“
Tränen liefen dem gebrochenen Mann über das Gesicht.
RC war ratlos. Er wusste nicht was er Michael noch sagen konnte. Er konnte eigentlich nur für ihn da sein.
„Okay Michael. Ich werde gehen, fürs erste jedenfalls. Solltest du etwas brauchen, du weißt wo du mich finden kannst. Du weißt wo du uns alle finden kannst.“
Mit diesen Worten wandte sich RC schweren Herzens, jedoch mit dem Wissen das K.I.T.T. auf ihn aufpassen würde, von seinem Freund ab und verließ den Friedhof.    

Michael musste eingeschlafen sein.
Er erwachte und sah sich irritiert um. Michael lehnte noch immer an dem Grabstein, an dem er bereits während dem Gespräch mit RC lehnte.
Es hatte zu regnen begonnen und dicke Wassertropfen fielen auf ihn herab. Die Temperatur war ebenfalls um einige Grad gesunken.
„Michael“, ertönte es aus dem Comlink, den er noch immer am linken Handgelenk trug, „kommen sie ins Trockene. Sie erkälten sich sonst noch.“
„K.I.T.T.“, murmelte er.
Michael überlegte kurz was er tun sollte.
Einerseits wollte er keinesfalls Stevie verlassen, er hatte vor ihrer Hochzeit schon zu viel Zeit verloren. Er lebte zu lange ohne sie. Und dann, nachdem er sie endlich wieder gefunden hatte und sie geheiratet hatten, wurde sie ihm einfach genommen. Durch eine verdammte, scheiß Kugel die eigentlich für ihn bestimmt gewesen war.
Er müsste jetzt dort, in der kalten Erde, eingebettet in einem Holzsarg, liegen und nicht seine geliebte Stevie.
Erneut benetzten Tränen sein Gesicht.  
Michael war wütend. Noch nie zuvor hatte er in seinem Leben so eine wahnsinnige Wut empfunden.  
Andererseits hatte K.I.T.T. Recht. Aber was würde das für einen Unterschied machen? Wenn er sich erkälten und sich vielleicht sogar eine Lungenentzündung einfangen würde, dann würde er ohne ärztliche Versorgung vermutlich sterben. Aber so wäre er wenigstens wieder mit seiner großen Liebe vereint.
„Michael, bitte sagen sie doch etwas“, flehte die KI des schwarzen Trans Ams.
„Du hast Recht K.I.T.T.. Ich sollte aus dem Regen raus.“
Plötzlich stand Michael neben dem schwarzen Wagen und öffnete die Beifahrertüre.
„Ich werde sie nach Hause bringen“, sagte K.I.T.T. in neutralem Tonfall.
Er wusste, dass er im Moment sehr vorsichtig mit dem was und wie er es sagte, sein musste.
„Nein, ich bleibe hier.“
„Aber Michael, sie sollten …“, „Entweder du bleibst hier stehen oder ich steige sofort wieder aus.“
K.I.T.T. konnte und wollte sich dem Wunsch seines Freundes, denn nichts anderes war Michael Knight für ihn, nicht widersetzen.
„Ruhen sie sich aus, Michael“, sagte K.I.T.T. und dimmte die Lichter im Innenraum.
Michael starrte aus dem Seitenfenster in die Richtung in der sich Stevies Grab befand.
K.I.T.T. überwachte aus Sorge um seinen Fahrer, dessen Vitalfunktionen.
Sein Herzschlag und Puls erhöhten sich leicht.
K.I.T.T. wünschte sich, er könnte seinem Freund helfen.
Aber wie konnte er nur helfen?
Weder RC, noch Bonnie oder Devon kamen bislang an Michael heran und sie alle waren Menschen.
Sie mussten doch eigentlich am besten wissen wie man jemandem in so einer Situation helfen konnte. Aber er, er war doch nur eine KI. Was konnte er schon tun?

Nach etwa einer Stunde des starren Blickes auf Stevies Grab war Michael in einen unruhigen Schlaf gefallen.
K.I.T.T. hatte daraufhin seine Scheiben verdunkelt.
Kurz vor Tagesanbruch näherte sich dem Trans Am eine dunkel gekleidete Gestalt.
Die Person bückte sich unter den Kofferraum des Wagens.
K.I.T.T. registrierte die ganze Aktion über seinen Scanner. Er startete den Motor und fuhr davon.
Diese Aktion weckte Michael, der sich verschlafen umsah.
„K.I.T.T. was soll das? Bleib sofort stehen! Ich sagte, dass ich hier bleiben will!“
„Tut mir leid Michael, aber ich habe gerade eine Person entdeckt, die versucht hatte unter meinem Kofferraum einen Sprengsatz zu befestigen.“
Michael war blitzschnell hellwach: „Ist derjenige noch hier?“
„Ja, ich registriere ihn noch“, antwortete die KI.
Michael griff nach der Türe und wollte aussteigen, doch die Türe ließ sich nicht öffnen.
„K.I.T.T., lass mich raus!“, sagte Michael bestimmend.
Die Türe blieb weiterhin verschlossen.
„K.I.T.T.! Öffne sofort die Türe!“, Michael wurde langsam ungehalten.
Er wollte dieses verdammte Schwein endlich zur Strecke bringen.
„Sie würden sofort in eine tödliche Falle laufen. Dort draußen befinden sich zwei Scharfschützen. Vermutlich sollte der Sprengsatz sie herauslocken.“
Michael fluchte innerlich. Wie konnte es nur soweit kommen, dass er so unvorsichtig geworden war? Er wäre ohne K.I.T.T. tatsächlich blindlings in eine Falle gelaufen, aus der er nicht mehr lebend heraus gekommen wäre. Hatten ihn seine Trauer und seine Wut wirklich so irrational werden lassen?
Er musste unbedingt einen klaren Kopf bekommen wenn er diese Situation unbeschadet überstehen wollte. Nur wenn er zu seiner ursprünglichen Denk- und Arbeitsweise zurückkehrte konnte er Gerechtigkeit für Stevie erhalten.
„Ist Durant unter ihnen?“, fragte Michael voller Hoffnung.
Plötzlich überkam ihm nur noch das Gefühl von Rache. Die Lethargie war komplett verschwunden, die Wut über den Mann, der ihm Stevie genommen hatte, hatte ihn nun vollkommend unter Kontrolle. Er durfte allerdings nichts überstürzen. Er konnte seine Rache nicht durchführen wenn er tot war.
„K.I.T.T. komm schon!“, sagte Michael ärgerlich darüber, dass der Trans Am ihm nicht antwortete, „Ist Durant hier?“
„Durant steigt gerade in einen Wagen“, antwortete K.I.T.T. schließlich.
Michael rutschte blitzschnell auf die Fahrerseite.
„Okay K.I.T.T., dann nimm die Verfolgung auf!“
Der Motor startete und Michael trat auf das Gaspedal.
Durant durfte ihm nicht noch einmal entkommen! Egal was es kostete. Dieses mal würde er ihn stellen und zur Rechenschaft ziehen.
Nach wenigen Meilen war der Sichtkontakt zu Durants Fahrzeug plötzlich abgebrochen.
„Kannst du das Fahrzeug noch orten?“, fragte Michael.
„Tut mir leid Michael, Durant ist vollkommend von meinem Scanner verschwunden“, beteuerte K.I.T.T..
„Verdammt!“, schrie Michael und schlug mit der Handfläche gegen das Lenkrad.
Er atmete ein paar Mal tief durch und fuhr sich mit einer fahrigen Handbewegung durch sein Haar. Die Verzweiflung, die sich in ihm breit machte, ließ seinen ganzen Körper beben.
„Michael, wenn ich einen Vorschlag unterbreiten dürfte“, begann K.I.T.T., dem Michaels Verfassung Sorgen bereitete.
Michael nickte leicht, während er versuchte das Zittern wieder unter Kontrolle zu bekommen.
„Ich schlage vor, ich bringe sie zurück zur Foundation. Dort wird sich bestimmt eine Lösung finden lassen“, sagte K.I.T.T..
Er hoffte inständig, dass Michael darauf eingehen würde. Er musste unbedingt runter von der Straße und zur Ruhe kommen.
„Nein, ich werde jetzt keinesfalls zur Foundation zurückkehren“, sagte Michael bestimmt, „Wenn ich jetzt gehe, dann wird die Spur zu Durant zu kalt um sie weiterhin zu verfolgen. Ich werde nicht mein Leben lang darauf warten, dass Durant es endlich schafft mich zu töten. Außerdem habe ich noch eine Rechnung mit ihm offen. Und ich bezahle meine Schulden immer sofort.“
Auch wenn K.I.T.T. nicht mit Michaels Reaktion übereinstimmte würde er keinesfalls gegen seinen Willen handeln.
„Was schlagen sie dann als nächsten Schritt vor?“, fragte K.I.T.T..
„Mh“, dachte Michael laut nach, „Was hast du alles über Durant? Adressen, Geschäftspartner, gib mir alles was du über ihn finden kannst.“

Michael fuhr ziellos durch die Straßen.
Er wartete noch immer auf K.I.T.T.s Analyse der vorhandenen Daten über Durant.
Michael machte sich derzeit keine Gedanken darüber, wie er reagieren würde, wenn er endlich dem Mörder seiner Frau gegenüberstehen würde. Viel wichtiger war, dies schnellstmöglich Realität werden zu lassen.
Er hielt es langsam nicht mehr länger aus: „K.I.T.T., kannst du mir endlich was brauchbares liefern?“
Michael konnte seine Ungeduld nicht verbergen. Er vermutete, dass K.I.T.T. absichtlich Informationen vor ihm zurück hielt. Vermutlich um ihn zu schützen, ob vor Durant oder einer unbedachten Handlung seinerseits. K.I.T.T. war schließlich darauf programmiert Michaels Leben zu schützen. Dies hatte schon immer oberste Priorität gehabt.  
„Tut mir leid Michael. Die Informationen, die über Durant existieren, sind nur sehr spärlich vorhanden“, entschuldigte K.I.T.T. die Verzögerung der Informationsweitergabe.
„Na, dann lass zumindest das hören was du bereits hast“, forderte Michael in einem Tonfall der keine Widerrede akzeptierte.
„Zu Durant gibt es vier bekannte Adressen. Ob diese jedoch noch auf dem aktuellen Stand sind kann ich leider nicht mit Bestimmtheit sagen“, berichtete K.I.T.T..
„Das wird sich ja wohl überprüfen lassen“, sagte Michael.
„Zeig mir die infrage kommenden Standorte auf der Karte.“
„Ich denke wir können das Katz und Maus Spiel abkürzen Mr. Knight“, ertönte es aus K.I.T.T.s Vox Box.
Es war aber nicht die KI, die gesprochen hatte.
„Durant“, murmelte Michael überrascht.
„Wie haben sie es geschafft sich in das System des Wagens einzuklinken?“
Michael tippte wild auf einigen Knöpfen herum.
„Ich denke, dass sollte zweitrangig für sie sein“, antwortete die Stimme.
„Was wollen sie?“, spie Michael aus.
„Sie müssen sich nicht bemühen meinen derzeitigen Standort zurück zu verfolgen. Ich schlage ihnen vor, dies alles zu beenden“, sagte Durant in ruhigem Tonfall.  
Verdammt, dachte er, Durant durfte man nicht unterschätzen. Er wusste was er tat und er konnte sich genauso gut in seine Gegenspieler hinein versetzen. Er hatte sofort geahnt, dass Michael das Signal zurückverfolgen würde und vermutlich auch mit Erfolg konnte.
„Sie wissen ganz genau, dass es nur ein mögliches Ende geben wird“, entgegnete Michael schließlich.  
Ohne sich von Michaels Worten beeindrucken zu lassen sprach Durant weiter: „Ich schlage ein Treffen vor.“
„Wo?“, fragte Michael nach einem kurzen Augenblick.
„In einer halben Stunden am Mulholland Damm.“
„Ich werde da sein“, bestätigte Michael.
„Michael, sie werden doch nicht etwa auf Durants Vorschlag eingehen“, sagte K.I.T.T. besorgt.
Außerdem war er über die Fähigkeit Durants sich, ohne Alarm auszulösen, in sein System hacken zu können beunruhigt.
„Was soll ich deiner Meinung nach denn tun?“
„Sie sollten die Polizei verständigen.“
„Oh nein, Durant gehört mir“, spie Michael durch zusammengebissenen Zähnen aus.
Damit schaltete er den Motor ein und trat aufs Gaspedal.

Sie hatten die 11 Meilen-Strecke in 14 Minuten zurückgelegt.
Michael blieb etwa eine halbe Meile vor dem Mulholland Damm stehen.
„K.I.T.T. scanne bitte die Gegend.“
„Michael, auch ohne einem Scan kann ich ihnen mit Sicherheit sagen, dass es sich bei dem Treffen um eine Falle handelt“, sagte K.I.T.T., „Bitte erlauben sie mir Verstärkung zu rufen.“
„Mit wie vielen Personen muss ich rechnen und ist Durant unter ihnen?“, fragte Michael und tat so, als hätte er K.I.T.T.s Einwand nicht gehört.
„Ich registriere drei Personen, Durant ist einer von ihnen. Sie sind alle bewaffnet.“
„Gut zeig mir bitte ihre Positionen.“
Auf dem Bildschirm tauchte eine Abbildung der Umgebung auf. Drei rote Punkte markierten die Personen, die nun schon sehr bald für ihre Taten bezahlen würden.
Einer von ihnen hatte sich am Anfang des Staudamms verschanzt. Unter normalen Umständen hätte er den Mann nicht sehen können, erst wenn es für ihn zu spät gewesen wäre.
Zwei weitere Personen befanden sich etwa mittig des Damms.
„Danke K.I.T.T.“, sagte Michael.
„Michael“, ergriff die KI nochmals das Wort.
„Ja K.I.T.T.?“
„Bitte steigen sie nicht aus. Ich kann problemlos den Staudamm befahren.“
„Ich weiß deine Besorgnis zu schätzen. Aber das muss ich alleine tun.“
„Michael, sie …“.
„Tut mir leid Kumpel“, schluckte Michael schwer als er die Override-Taste betätigte und somit die künstliche Intelligenz abschaltete.
Es schmerzte ihn seinen Freund, der immer zu ihm hielt, selbst wenn er ihn einmal nicht so nett behandelt hatte, so zu hintergehen.
Aber er konnte nicht zulassen, dass K.I.T.T. ihn diesmal in letzter Sekunde von seinem Vorhaben abbringen würde. Selbst wenn er damit vielleicht sogar sein Todesurteil unterschrieben hatte.
Damit auch späterhin seine Schritte nicht mehr nachvollziehbar sein würden, nahm er den Comlink ab und legte diesen in das Handschuhfach.

Michael war einen Bogen gelaufen. Er war bedacht darauf, durch den dicht bewachsenen Wald unentdeckt zu bleiben.
Er hatte sich die Standorte der einzelnen Männer genauestens eingeprägt. Jetzt konnte er nur noch hoffen, dass diese auch ihre Positionen gehalten hatten. Ansonsten wäre dies ein ziemlich unerfreuliches Überraschungsmoment seinerseits gewesen.
Michael hatte den asphaltierten Weg beinahe erreicht. Er blieb stehen und sah sich angestrengt um. Irgendwo vor ihm musste sein erster Gegner stehen. Jetzt hätte er K.I.T.T. gut gebrauchen können. Dennoch bereute er seine Entscheidung, K.I.T.T. abgeschaltet zu haben, nicht. Er wollte nicht, dass seine Programmierung unter Umständen in Konflikt zu seiner Loyalität ihm gegenüber geriet.
Niemand konnte eventuelle Auswirkungen auf die KI vorhersagen.

Dort, dort vorne hatte sich etwas bewegt. Michael konnte die Bewegung genau ausmachen.
Es hätte sich natürlich auch um irgendein Tier handeln können, doch daran glaubte er nicht.  
Michael hielt beinahe die Luft an. Es war mucksmäuschenstill. Selbst Vogelgezwitscher war nicht auszumachen.  
Sein Ziel trat auf die Straße und blickte sich suchend um.
Dann nahm er ein Funkgerät, führte es zu seinem Mund und sprach hinein: „Von Knight ist nichts zu sehen. Ich glaube nicht das er noch kommen wird.“
Leider konnte Michael die Worte des Empfängers nicht verstehen.
„Ja Mr. Durant“, war die Antwort des Mannes vor ihm.
Die Aufmerksamkeit seines Gegenübers war kurzzeitig getrübt, als er kopfschüttelnd das Funkgerät wegsteckte. Das war Michaels Chance auf die er gewartet hatte.
Er sprang aus seiner Deckung hervor und packte den Mann von hinten.
Als ehemaliger Angehöriger der US Army Special Forces, auch bekannt als Green Berets, hatte er vielseitige Methoden gelernt seine Gegner lautlos auszuschalten.
Er drückte dem Mann die Luftröhre zu, bis dieser bewusstlos in seinem Griff zusammensackte.
Michael nahm die Glock und das Funkgerät an sich. Er überprüfte die Waffe und steckte sie sich anschließend in den hinteren Hosenbund.
Mit dem Funkgerät in der Hand schleifte er den Bewusstlosen in das Gebüsch.
Hier konnte man ihn von der Straße aus nicht sofort entdecken.
Die erste Hürde war also geschafft.
Blieb nur noch eine Person, die zwischen ihm und Durant stand.

Der zweite Akt seines Vorhabens würde allerdings deutlich schwieriger werden.
Wie sollte er unbemerkt an die beiden Personen herankommen?
Wenn er auf dem Damm zu Durant gelangen wollte, dann würde er die beste Zielscheibe, die sich ein Attentäter wünschen konnte, abgeben. In diesem Fall könnte er genauso gut aufgeben und sich selbst die Kugel verpassen.  
Der Damm war durch ein Gittertor abgesperrt, sodass der Weg nur für Fußgänger geöffnet war.
Michael durchquerte in geduckter Haltung die offenstehende Gittertüre.
Der ehemalige F.L.A.G. Mitarbeiter spähte vorsichtig über die Brüstung des Damms. Er hatte sich ganz eng an die Metallstäbe gedrückt, sodass er nicht sofort entdeckt werde würde.
Das Problem, dass aber auch gleichzeitig für seine Deckung sorgte war die Kurve, die der Damm nahm. So hatte er leider kein freies Sichtfeld auf den vor ihm liegenden Weg. Allerdings konnten ihn seine Gegner ebenfalls nicht sehen.
Er wechselte, nicht ohne den Blick von der Straße zu nehmen, auf die Seite des Damms, auf der das Wasser gestaut wurde.
Er spähte vorsichtig hinunter auf das kühle Nass.
Oh Gott, er musste verrückt sein, dachte er.
Wenn er hier runter fiel und selbst wenn er im Wasser landen würde, konnte dies bei einer Höhe von gut 60 Metern nicht gesund sein.  
Die einzige Alternative, die ihm blieb, war eben nicht zu fallen.
Michael schluckte schwer. Sein Herz raste vor Aufregung. Seine Hände wurden feucht. Dafür war jetzt der denkbar schlechteste Moment.
Er legte das Funkgerät beiseite.
Michael atmete ein paar Mal tief ein und aus, wischte sich seine Hände an den Hosenbeinen trocken und ging ein paar Schritte unter die Brüstung.
Er griff nach der Steinmauer und musste feststellen, dass er erstaunlich guten Halt hatte. Er hangelte sich ein Stück weiter nach rechts.
Jetzt hatte er keinen festen Halt mehr unter den Füßen. Sein Leben hing ab jetzt von der Brüstung und der Kraft in seinen Armen ab.
Er musste etwa 160 Meter zurücklegen.
Auf dem kräftezehrenden Weg gingen ihm allerhand Gedanken durch den Kopf.
Michael redete sich immer wieder ein ja nicht nach unten zu sehen, doch plötzlich rutschte er etwa nach der Hälfte des Weges mit der linken Hand ab. Dabei fiel sein Blick nach unten. Ihm wurde schwindlig. Sein Herz klopfte so wild, dass er beinahe das Gefühl hatte, es würde jeden Moment explodieren.
Für einen kurzen Augenblick überlegte er einfach los zu lassen. Los zu lassen und zu fallen.
Doch dann hätte Durant gewonnen und das konnte er nicht zu lassen. Wer konnte schon ahnen wessen Leben dieser Mistkerl noch zerstören würde.  
Michael nahm alle seine Kräfte zusammen und zog sich wieder nach oben. Er schaffte es mit seiner linken Hand wieder Halt zu finden und hangelte sich weiter.

Michael hielt inne, als er durch die Metallstäbe des Geländers, zwei Beine sah. Vorsichtig zog er sich ein Stück höher um besser sehen zu können.
„Durant“, murmelte er verächtlich.
Durant hatte ihm den Rücken zugekehrt. Michael nutzte die Gelegenheit und kletterte über das Geländer.
In der Mitte des Damms befand sich ein kleines Wartungstürmchen, dass ihm jetzt hervorragende Deckung bot.
Vorsichtig lugte er um die Ecke.
Durant lehnte sich über das Geländer. Er hatte den richtigen Riecher, nur die falsche Seite gewählt, grinste Michael verächtlich.
Obwohl ihm wohler gewesen wäre, hätte er die dritte Person, die K.I.T.T. erwähnt hatte, ausmachen können, konnte er sich die Gelegenheit Durant zu schnappen nicht durch die Lappen gehen lassen.
Michael machte zwei Schritte nach vorne und stand nun völlig ungedeckt auf der Straße.
„Durant“, spie er den Namen des Mörders seiner Frau aus.
Sein Gegenüber fuhr erschrocken herum und starrte ihn überrascht in die Augen.
„Also hier bin ich. Sagen sie was sie zu sagen haben bevor sie sterben werden“, dabei funkelte er Durant wie ein tollwütiger Hund an.
Michael konnte seine Wut kaum in Zaum halten. Er wünschte sich so sehr, dass Durant eine Waffe zog, sodass er einen Grund hatte ihn hier und jetzt mit einem gezielten Schuss zu erledigen.
„Wie sind sie an meinem Mann vorbei gekommen?“, fragte Durant nachdem er seine Stimme wieder gefunden hatte.
„Das sollte lediglich zweitrangig für sie sein“, entgegnete Michael mit den gleichen Worten, die vor gut 30 Minuten Durant ihm entgegengebracht hatte.
Dabei hätte sein Tonfall selbst die Sonne zum Gefrieren gebracht. Verachtung und Hass klangen in seinen Worten mit.
„Hören sie Knight“, begann Durant auf dessen Stirn sich Schweißperlen bildeten, da er sich langsam bewusst wurde, dass er vermutlich einen Fehler begangen hatte indem er sein Gegenüber unterschätzt hatte, „sie sind doch ein Mann der mit sich reden lässt.“
Michael setzte langsam einen Fuß vor den anderen. Er genoss jede Sekunde in der sich Durants Todesangst verfestigte.
„Was wollen sie Knight? Geld? Ich besitze sehr viel Geld. Nennen sie mir eine Summe.“, versuchte er es weiter.
„Glauben sie wirklich mich könnte Geld zufrieden stellen? Erst lassen sie mich sterbend auf dem Gelände des Datenzentrums der Regierung zurück, dann versuchen sie mich im Krankenhaus erneut zu töten. Als alles beinahe vergessen war wollten sie mich in die Luft jagen und dann töteten sie meine Frau. Und sie reden sich wirklich ein, Geld könnte das alles ungeschehen machen?
Was sind sie eigentlich für ein Mensch?“
Michael bemerkte, dass er zu zittern begann. Die Erinnerungen an die vergangenen Wochen ließen ihn beinahe emotional zusammenbrechen.
„Sie müssen mich verstehen. Ich konnte keinen Zeugen zurücklassen. Sie hätten mich identifizieren können.“
„Das konnte ich eben nicht!“, schrie Michael.
„Ich habe bis auf den Gewehrlauf nichts gesehen. Ich lag so schnell am Boden, dass ich von meiner Umwelt überhaupt nichts wahrgenommen hatte.“
Michael schluckte schwer.
„Verdammt nochmal! Ich hatte mich von der Foundation zurückgezogen!“, schrie er seine Wut Durant entgegen.
Etwas ruhiger und mit brüchiger Stimme fuhr er fort: „Ich wollte einfach ein ganz normales Leben führen. Eine Familie gründen.“
Voller Schmerz über die Erinnerung an seine tote Frau blickte er zu Boden.
„Aber, aber das konnte ich doch nicht wissen“, sagte Durant der wusste, dass Knight so gefährlich war wie ein verletztes Tier es sein konnte.
„Sie haben mir alles genommen!“, herrschte Michael, der seine Trauer hinuntergeschluckt hatte.      
„Und jetzt werde ich ihnen alles nehmen“, dabei machte er einen Satz nach vorne und ließ seine Faust gegen das Gesicht des Mannes prallen, der seine große Liebe auf dem Gewissen hatte.
Michael schlug zwei, drei Mal auf Durant ein, bevor er ins Stocken geriet. Er blickte dem Mann ins Gesicht. Blut lief aus seiner Nase, die Lippe und linke Schläfe waren aufgeplatzt. Beinahe über sich selbst erschrocken stoppte er seinen Angriff, packte Durant am Hemdkragen und zog ihn auf die Beine.
Durant grinste.
Es hatte beinahe etwas abartiges an sich.
Doch durch seinen neu aufkommenden Hass erneut bestärkt schleuderte Michael Durant gegen das Geländer und knurrte ihn verächtlich an.
„Oh nein, Knight. Sie sind kein Killer“, grinste Durant und reizte damit den Mann, der sein Leben in Händen hielt, „das haben sie mir soeben bewiesen.“  
„Ich würde es nicht darauf ankommen lassen“, spie Michael Durant entgegen.
„Worauf warten sie dann noch? Na?“, stichelte Durant weiter, „Ich sehe es in ihren Augen, sie können keinen kaltblütigen Mord begehen. Ich werde weiter leben, mit all den schönen Dingen des Lebens. Während sie aufgrund des Verlustes ihrer Frau zugrunde gehen werden. Und jeden einzelnen Tag werden sie sich fragen wann der nächste Anschlag auf ihr Leben stattfinden wird und ob sie diesen erneut überleben oder letztendlich doch in irgendeinem Straßengraben landen und vergessen werden.“
Michaels ganzer Körper bebte. Er ballte seine rechte Hand zu einer Faust und holte aus.
„Oh man, sie müssten sich selbst sehen. So erbärmlich wie sie vor mir stehen. Sie sind ein Nichts ohne ihr schwarzes Auto. Wo haben sie denn den Wagen?“, dabei blickte Durant an Michael vorbei.
„Es ist aus Knight! Lassen sie Mr. Durant los!“, rief eine Männerstimme hinter ihm.
Michael nahm das klickende Geräusch einer entsichernden Pistole wahr.
„Sie haben wieder verloren, Knight“, triumphierte Durant.
„Na wird’s bald!?! Lassen sie ihn los und nehmen sie die Hände nach oben!“, ertönte es erneut hinter ihm.
Michael musste sich eingestehen, dass er sich womöglich ein Eigentor geschossen hatte. Seine Rückendeckung hatte er selbst auf Eis gelegt und hier war er blindlings in eine Falle gerannt und das obwohl er wusste, dass es sich um eine Falle handeln würde.
Michael lockerte seinen Griff.
Unerwartet traf ihn ein Schlag auf die linke Schläfe, der ihn zurücktaumeln ließ.
Michael schaffte es dennoch sein Gleichgewicht zu halten.
„Schieß endlich!“, rief Durant seinem Helfer entgegen.
Michael reagierte blitzschnell und ließ sich zur Seite fallen.
Während dieser Aktion griff er auf seinen Rücken nach der Glock und zog diese hervor.
Gleichzeitig hörte er Durant aufschreien.
Michael richtete die Glock auf Durants Handlanger und drückte ab. Dieser wurde durch die Wucht der Kugel nach hinten geschleudert. Er landete unsanft auf dem Asphalt und blieb regungslos liegen.
„Hilfe“, hörte er Durant aus der Richtung des Geländers rufen.
Michael rappelte sich auf und trat vorsichtig auf das Geländer zu, die Waffe hatte er im Anschlag. Sein Körper war angespannt. Er war bereit ein zweites Mal an diesem Tag abzudrücken.
„Hört mich denn niemand?“, ertönte es von der Brüstung.
Michael wagte einen aufmerksamen Blick über das Geländer.
Dort hing wild zappelnd Durant. Man sah ihm an, dass er sich nicht mehr lange halten konnte.
„Knight! Helfen sie mir hoch!“
Es klang fast mehr nach einem Befehl als nach einer Bitte.
Am Ende lag nun doch das Leben eines Mörders, Stevies Mörders, in seinen Händen.
Michael lehnte sich über das Geländer und griff Durants Hand. Es war höchste Zeit gewesen, da er mit der anderen Hand bereits abgerutscht war. An seiner linken Schulter zeichnete sich ein roter Fleck ab, der schnell größer wurde. Die Kugel des Handlangers hatte seinen eigenen Boss getroffen.
Erst jetzt, nachdem das Gewicht Durants an ihm hing, bemerkte er den brennenden Schmerz in seinem rechten Arm.
Die Kugel musste ihn doch erwischt haben. Er hatte den Streifschuss bislang nicht bemerkt. Zu groß muss die Menge an Adrenalin gewesen sein, die sein Körper in den letzten Minuten freigesetzt hatte.
Vor Michaels innerem Auge tauchten Bilder von ihm und Stevie auf. Er sah ihr Lächeln, er hörte ihre Stimme. Dann sah er Stevie wie sie in seinen Armen lag und ihm ein letztes Lächeln schenkte, bevor sich ihre Augen für immer schlossen.
Tränen füllten seine Augen.
Er konnte die Bilder einfach nicht aus seinem Kopf bekommen.
Und jetzt lag das Leben des Mannes der dafür verantwortlich war in seinen Händen. Er musste einfach nur los lassen. Dann könnte Stevie in Frieden ruhen.
Michael lockerte seinen Griff.  
Doch plötzlich hörte er eine Stimme die seinen Namen rief: „Michael!“
Es war unmöglich. Niemand befand sich in der Nähe. Es waren nur Durant und er auf dem Staudamm.
„Michael, tun sie es nicht. Machen sie sich nicht unglücklich.“
Wenn sich niemand auf dem Staudamm befand, wer redete dann mit ihm? War es vielleicht sein Gewissen, das sich bei ihm meldete? War etwas in ihm, dass ihn daran hintern wollte einen wehrlosen Mann zu töten?
Wehrlos ja, aber eben auch absolut skrupellos.
Durant hatte unzählige Menschleben auf dem Gewissen. Niemand würde es interessieren wie und warum dieses Schwein ums Leben gekommen war.  
Plötzlich tauchte ein weiteres Bild vor ihm auf.
Es war K.I.T.T..
Der schwarze Trans Am kam mit seinem roten Scanner auf ihn zugefahren und rief seinen Namen.
„Jetzt ziehen sie mich endlich nach oben!“
Michael wurde aus seinen Gedanken gerissen und fixierte Durant mit einem starren Blick.

                                                                                ***

Michael atmete tief durch.
Er lehnte sich für einen Moment an K.I.T.T.s Karosserie an.
Was er gerade durchgemacht hatte, musste er erst einmal verarbeiten.
Aber er musste nicht nur die gerade erlebten Geschehnisse, sondern auch die, der letzten Wochen verarbeiten. Er musste mit dem Tod seiner Frau und den daraus resultierenden Konsequenzen klar kommen. Und dafür brauchte er Zeit, Zeit nur für sich.
Kurzentschlossen öffnete er die Fahrertüre, stieg ein, legte den Comlink wieder an und aktivierte die KI.
Gleich darauf fing das Armaturenbrett zu blinken und zu leuchten an.
Michael fürchtete ein kleinwenig die Konfrontation mit K.I.T.T.. Aber er hatte es verdient eine Erklärung zu erhalten.
„Michael, sie …“, irritiert brach K.I.T.T. seinen Einwand ab.
„Ja, K.I.T.T..?“
„Ich wollte ihnen doch noch einmal nahelegen Verstärkung in Form der Polizei zu rufen.“
„Ruf die Polizei. Sie braucht sich aber nicht zu beeilen.“
„Michael, was ist geschehen? Warum fehlen mir fast 20 Minuten?“
„Durant ist tot“, antwortete Michael.
Er starrte dabei über die Vox Box aus der Windschutzscheibe.
Auch wenn es lächerlich schien, aber er wollte K.I.T.T. nicht in die sprichwörtlichen Augen sehen.
Er wusste dass er seinen Partner, seinen Freund, hintergangen hatte. Ob er dieses Vertrauen, dass er heute missbraucht hatte, wieder herstellen konnte, lag nur an K.I.T.T..
„Wie?“, fragte K.I.T.T..
„Ich denke wir sollten es dabei belassen“, antwortete Michael und startete den Motor.
„Michael, was ist während der letzten 20 Minuten geschehen?“
In K.I.T.T.s Stimme klang ein vorwurfsvoller Unterton mit.
Michael war sich sicher, dass K.I.T.T. vermutete, dass er Durant getötet hatte und man konnte es ihm kaum verübeln. Michael hatte K.I.T.T. in den letzten Stunden genug Anlass zu so einer Schlussfolgerung gegeben. Er war jedoch davon überzeugt, dass das was dort oben passiert war, dort oben bleiben sollte.
Michael atmete tief durch: „Na schön, ich wollte verhindern, dass du mir zur Hilfe kommst, wenn es für mich gefährlich werden sollte.“
„Warum taten sie das?“
Nun klang kein Vorwurf mehr in dem Gesagten mit. Es ähnelte eher Unverständnis, dass die KI zum Ausdruck brachte.
„Nun, es gibt manchmal Dinge, die muss man einfach alleine tun. Da kann einem niemand dabei helfen.“
„Sie wissen, dass ich immer hinter ihnen stehen, immer ihr Freund sein werde?“
Diese Worte rührten Michael zu tiefst. Er hatte befürchtet, dass K.I.T.T. ihm das Überschreiben seines Systems übel nehmen würde. Dass er sich sogar von ihm lossagen würde. Musste er doch annehmen, dass er, Michael, Durant kaltblütig ermordet hatte. Aber nichts von alledem geschah. K.I.T.T. hatte sogar akzeptiert, dass er Stillschweigen über die Geschehnisse auf dem Staudamm bewahrte.
„Danke K.I.T.T.. Ich weiß das sehr zu schätzen.“
Michael stellte den Schalthebel auf Drive um und zuckte dabei leicht zusammen.
„Michael, sie sind verletzt“, stellte K.I.T.T. fest.
„Das ist nur ein Kratzer. Nichts was ich nicht selbst behandeln könnte. Jetzt lass uns erstmal zur Foundation fahren.“
„Es freut mich sehr das sie wieder nach Hause zurückkehren.“

Michael parkte den Trans Am auf seinem üblichen Parkplatz.
„K.I.T.T., was ich dir noch sagen wollte …“, Michael räusperte sich bevor er weiter sprach, „ich, ähm, wollte dir danken. Danken für das was du bislang alles für mich getan hast. Und ich wollte dich wissen lassen, dass ich ebenfalls immer dein Freund sein werde.“
Michael tätschelte freundschaftlich das Lenkrad.
Dann öffnete er die Türe und stieg aus.
Michael entfernte sich ein paar Schritte von dem Wagen und blickte dann noch einmal zurück.
„Mach’s gut Kumpel“, sagte er kaum hörbar.

Wenige Minuten später hatte er sein Zimmer, dass er im Anwesen am Tag seiner Anstellung bei F.L.A.G. bezogen hatte, erreicht.
Michael ging ins Badezimmer. Er reinigte und Verband die Wunde an seinem rechten Arm.
Danach setzte er seinen Entschluss, den er noch auf dem Staudamm getroffen hatte, als er dem abstürzenden Durant hinterher starrte, in die Tat um.
Da er nie viel besessen hatte, waren seine wenigen Habseligkeiten schnell in eine Tasche gepackt.
Anschließend holte er aus der Schublade seines Schreibtisches Briefpapier und einen Stift.
Michael starrte kurz aus dem Fenster. Von hier aus konnte er in den wunderschönen Garten des Anwesens blicken.
Er würde nicht nur die herrliche Aussicht, sondern vor allem RC, Bonnie, Devon und nicht zuletzt K.I.T.T. vermissen. Gerade K.I.T.T. ging ihm Nahe. Ihn alleine zu lassen fiel ihm am Schwersten. Zu viel hatten sie die letzten Jahre gemeinsam durchgemacht. Aber er hatte keine andere Wahl. Er hatte diesen Entschluss ja eigentlich schon vor etwas mehr als zwei Monaten gefasst. Aber erst die Geschehnisse der letzten Stunden hatten ihn in seiner Entscheidung bestärkt. Er war nun absolut davon überzeugt das Richtige zu tun.
Er fühlte sich hier nur noch eingeengt. Er war damals ausgebrannt und nach den letzten zwei Wochen war sein Zustand schlimmer denn je. Er brauchte einen Tapetenwechsel und zwar auf Dauer.

Am nächsten Morgen betrat Devon Miles schon sehr früh sein Büro.
„Mh, seltsam“, wunderte er sich, als er einen Briefumschlag auf seinem Schreibtisch vorfand.
Devon setzte sich und nahm den Umschlag in die Hand.
Er öffnete diesen und klappte den Briefbogen, der sich darin befand, auf.

„Hallo Devon,

wenn Sie das lesen, dann habe ich das Anwesen bereits verlassen.
Ich möchte ihnen allen für die letzten Jahre danken und hoffe sie können meine Entscheidung, F.L.A.G. endgültig zu verlassen, verstehen.
Für Ihre weitere Arbeit wünsche ich Ihnen viel Erfolg. Ich bin davon überzeugt, dass Sie weiterhin mit der Foundation viel Gutes tun und Menschen in Not helfen können und werden.
Ich hoffe, ich verlange nicht zu viel von Ihnen, wenn ich Sie bitte, sich um Stevie, vielmehr um Stevies Grab, zu kümmern. Ein Umschlag mit einem entsprechenden Geldbetrag finden sie auf dem Nachttisch in meinem ehemaligen Zimmer. Der Comlink, den ich nun nicht mehr brauchen werde, liegt daneben.

Grüßen Sie mir bitte RC, Bonnie und ganz besonders K.I.T.T..

Zu guter Letzt habe ich noch eine Bitte an sie alle:
Suchen sie mich nicht.

Beste Wünsche
Michael Knight“

Devon legte den Brief beiseite, stand auf und trat auf die Terrasse hinaus.
Der plötzliche, so endgültige Abschied schmerzte. War Michael doch über die Jahre hinweg wie zu einem Sohn für ihn geworden.
Er blickte in Richtung des Haupttores, das zum Anwesen führte und sagte leise: „Leben sie wohl Michael und passen sie auf sich auf.“
Review schreiben