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The Nurse

von Moonie21
GeschichteDrama, Schmerz/Trost / P16 / Gen
Magneto / Eric Lehnsherr OC (Own Character) Professor X / Professor Charles Francis Xavier
15.09.2018
15.03.2021
23
28.931
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19.05.2019 894
 
„Ich komme sofort!“, sagte Erik, und starrte auf Charles, der sein Glück noch nicht fassen konnte, und probeweise ein Bein ausstreckte.
„Ihr müsst mich rausgeben“, sagte ich, und musterte meinen verfärbten Arm. „Ihr müsst mich rausgeben…“
Ich spürte, wie der Schmerz überhandnahm, und versetzte mich in einen Zustand, bei dem ich zwar wach bleiben, der mich aber komplett hilflos zurücklassen würde.
Ich gab die Kontrolle über meinen Körper auf, zog mich tief in mein Inneres zurück, und ergab mich den Schmerzen.

Von außen sah das allerdings so aus, als würde ich mit geöffneten Augen ohnmächtig werden.
Ich wurde leblos.
Fiel vom Stuhl.
Sah dabei zu, wie Erik fluchte und irgendjemanden rief. Charles sah auf mich runter, blinzelte, und schob meine Ärmel nach unten. Wieso?

     Alles in Ordnung? Du hörst uns, oder?Hörte ich seine Stimme.
       Nein, aber ich kann alles sehen. Was ist passiert? Sag mir nicht, dass sie kommen.
     Maggie, es tut mir furchtbar leid, aber du wirst uns jetzt vertrauen müssen. Wir bringen dich in Sicherheit.
     Nein, ihr müsst mich hergeben, sonst ist hier bald die Hölle los!
       Charles lächelte, und stand langsam auf. Dafür werde ich dir noch gebührend danken. Lass mich damit beginnen, dass ich dich nicht deinem schlimmsten Alptraum überlasse.
     Charles, bitte!
Ich bekam keine Antwort. Stattdessen verschwand Charles aus meinem Sichtfeld, als ein blauer Junge auftauchte, von dem ich noch nicht gewusst hatte. Er tauchte in meinem Sichtfeld auf, grinste mich an, winkte, und hob mich hoch. Im nächsten Moment waren wir nicht mehr in Charles Zimmer, sondern in einer Halle, so schien es. Ich konnte ein gewaltiges Flugzeug sehen, das seltsam schlicht aussah – kein Propeller, nichts… Der blaue Junge setzte mich auf einen von Charles alten Rollstühlen, sodass ich alles sehen konnte. Dann verschwand er wieder, und jedes Mal, wenn er auf einmal wieder im Zimmer stand, hatte er noch jemanden dabei, bis nicht nur er, sondern auch Gene und Warren, der Engel, hier standen. Der Junge gestikulierte, sagte etwas, zeigte auf mich, und verschwand.
Warren und Gene wechselten ebenfalls ein paar Worte, Warren schien äußerst schlecht gelaunt, und streckte seine Flügel aus, bevor Gene mich ansah.
     Maggie, ich bin Gene, wir kennen uns schon. Ich bin eine Telepathin, unter anderem. Warren und ich sind hier unten bei dir, bitte mach dir keine Sorgen. Ich kann beobachten, was oben passiert, und wenn jemand hier runter finden sollte, und es durch die vielen Sicherheitstüren schafft, kümmert Warren sich um den Rest. Können wir etwas für dich tun?
     Ihr könnt mich da hochbringen, und das ganze hier einfacher machen! Ich war wütend. Wütend, weil ich mich nicht bewegen, und selbst etwas tun konnte, wütend weil sie mich mal wieder in einem schwachen Moment erwischt hatten, wütend aber vor allem, weil diese Kinder hier ihr Leben für mich riskierten, und am Ende noch verletzt wurden, während die Krankenschwester nichts tun konnte.
     Maggie schüttelte den Kopf. Bitte, so darfst du das nicht sehen. Wir sind keine Kinder mehr – wir sind junge Mutanten, und als Solche ist es unsere Pflicht, dir zu helfen. Außerdem lächelt Charles dank dir wieder, alleine das stellt uns alle in deine Schuld. Und keine Sorge, wir werden schon nicht verletzt. Sie lächelte. Die Männer werden an Charles, Erik und Raven gar nicht erst vorbeikommen, sie schaffen es nicht  in das Gebäude.
     Dann werden sie das nächste Mal umso brutaler sein. Du bist noch jung, Gene, also glaub mir einfach, wenn ich sage, dass das da draußen auch wenn es nur Menschen sind, Monster im Vergleich zu Erik, Charles oder Raven werden können. Unweigerlich dachte ich an die Nacht, in denen Engel und ich im Fernseher einer Ordensschwester zusahen, wie Bücher verbrannt wurden. Über allem wehte die Flagge der Nationalsozialisten.Genes Augen weiteten sich. Weiß Charles das?
     Charles weiß viel mehr, Gene. Und jetzt bitte raus aus meinem Kopf, wenn ich euch schon nicht überreden kann, das hier sein zu lassen!     Gene sah mich noch einen Moment an, fast schon verstört, bevor sie sich abwandte, und auf Warren einredete. Dieser sah noch grimmiger drein, und gestikulierte, er war anscheinend nicht begeistert, dass er hier unten mit Gene und mir ausharren musste. Ich übrigens auch nicht.
In den nächsten Minuten war es schlimm für mich. Ich wollte wissen, was vor sich ging, aber Gene nicht fragen – wer weiß, was sie noch alles sehen würde.
Und alleine das Nachdenken war mühsam. Mein Körper versetzte sich in die Starre, damit ich mich in mich zurückziehe, und heilen kann – alles beobachten und hören zu wollen war dabei nicht praktisch.
Außerdem waren die Schmerzen so um ein vielfaches präsenter – also fasste ich einen Entschluss. Ich konnte nichts tun, solange mein Körper mich nicht von selbst wieder freigab, und Gene und Warren würden mich nicht den Deutschen überlassen, ganz zu schweigen von Charles. Ich konnte im Moment also nichts tun. Und weil ich nichts tun konnte, so schwierig die Situation auch war, ließ ich es sein. Schloss die Augen, konzentrierte mich, und ließ los.
Sank immer tiefer in eine stille, schmerzfreie, allumfassende Dunkelheit …
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