Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Das Schicksal verändern - So überlebte Haldir

GeschichteAllgemein / P12
Haldir OC (Own Character)
11.09.2018
11.09.2018
1
816
1
Alle Kapitel
noch keine Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 
 
11.09.2018 816
 
Ich glaube, ich habe es bereits angekündigt, dass ich vorhatte, den Beinahe-Tod (gibt es das Wort?) Haldirs mal in einen OneShot zu verpacken und siehe da, jetzt bin ich auch damit fertig!
So, damit beende ich die langweilige (und sehr kurze) Einleitung und wünsche euch viel Spaß beim Lesen! LG, Taura Maril

„Lass mich mal durch, ich bin Heilerin!“

Haldir war irgendwie angepisst.
Aber so richtig. Eigentlich hatte er noch vor einigen Stunden ziemlich gute Aussichten gehabt, diesen Kampf zu überleben, ohne mit Weltenspringerinnen in Kontakt zu treten oder eine grauenhafte Zukunft vorhergesagt zu bekommen.
Jetzt lag er auf einer Krankenstation und durfte sich nicht bewegen.
Sein Arm lag in einer Schlinge, denn irgendwie hatte er es geschafft ihn sich zu brechen. Wollte er es Sauron denn noch einfacher machen?
Nein, eigentlich war es der Plan gewesen, seine Armee zu stoppen und das war ihm auch gelungen. Sein Leben wollte er dafür trotzdem nicht geben.
„Pass auf dich auf und komm uns lebend zurück!“, hatte ihn Rahon gebeten, bevor er losgezogen war.
„Wenn nicht ist es auch nicht so schlimm!“, hatte Doron gesagt. Dafür hatte er sich eine Ohrfeige gefangen, doch er, der er die Gefahren von Schlachten kennen sollte hatte gelacht!
Dafür hätte Haldir sich jetzt selber schelten können, aber sein Hals tat ihm weh und seine Stimme war heiser. Dann war er in Helms Klamm angekommen und Aragorn hatte sich gefreut, ihn zu sehen.
Ob das nun persönliche Gründe hatte oder der Dunedain einfach für die Unterstützung dankbar war, wusste der blonde Elb nicht. Ohne Helm („Spinnst du denn?“, hätte Rahon gesagt.) ging es dann los. Aber es schien, als hätten sie entweder die Größe der Elbenstreitmacht über- oder die der Orks unterschätzt.
„Die Einschätzung deines Feindes ist von größter Wichtigkeit!“, das hatte er selber zu jungen Rekruten gesagt.
Und was tat er? Noch nicht mal einen Helm hatte er getragen! Aber auch ein Helm hätte ihn nicht weitergebracht, als das Schwert des Orks ihn von hinten durchstochen hatte. Einmal kurz abgelenkt…
„Lasst euch niemals ablenken!“, das hatte er auch hoch- und runtergepredigt. Die Rekruten hatte zugehört. Aber offensichtlich taugte er nicht als guter Lehrer: Er hielt sich nicht an seine eigenen Vorschriften! Das nächste Mal sollte Rahon das besser machen und er würde bei seiner Wache bleiben, besser war es...

„Ich glaub’s ja nicht! Bin ich denn von Idioten umgeben?“, fragte eine definitiv weibliche Stimme.
Ein junges Mädchen von etwa dreizehn Jahren trat in sein sich verdunkelndes Blickfeld. Doch sie hatte nicht gesprochen. Das war ein anderes Mädchen, das seelenruhig durch die tobende Schlacht schritt.
„Mund halten, Filia tempi. Und jetzt lass mich mal durch, ich bin Heilerin.“ Die Dreizehnjährige kniete sich neben ihm nieder. Das konnte er noch gerade so erkennen, denn im Todeskampf wurde sein Blickfeld dunkel. Er hörte sein Herz, wie es immer langsamer wurde.
Und wie es aufhörte zu schlagen.
Wie er aufhörte zu atmen.
„So, hast du die Zeit angehalten?“
„Jaha, jetzt leg los, Heilerin, ich habe nicht ewig Zeit. Okay, theoretisch…“
„Mund halten, hab ich gesagt. Herr Elb, wir sind leider gezwungen, Vaire ins Handwerk zu pfuschen, um das Schicksal einer der Unseren zum Besseren zu wenden, und Euch das Leben zu retten. Ihren Namen dürfen wir Euch allerdings ebenso wenig verraten wie unsere, aber das ist jetzt erstmal schnurzepiepegal.“
Im selben Augenblick klärte sich sein Blick, regen konnte er sich aber immer noch nicht. Zumindest das Schwert war aus seinem Körper verschwunden, dafür steckte es nun aber in dem seines Besitzers. Dann fiel sein Blick auf die zwei Mädchen. Woher kamen sie und wer waren sie bloß?
„Und, bevor ich es vergesse,“, begann die, die die Zeit angehalten hatte, „für den Fall, dass eines Tages eine Weltenspringerin in Gestalt einer Löwin in ihr Leben treten sollte, schließt Euch bitte ihrer Gemeinschaft an. Ansonsten wird eine grauenhafte Zeit dem jetzigen Moment folgen und Schatten werden versuchen Mittelerde zu verschlingen und eure große Liebe wird beinahe umgebracht und das mehrere Male. Aber das war es dann auch. Eine schöne Unsterblichkeit noch!“
Das Mädchen biss in einen Apfel, den sie aus ihrer Jackentasche gezogen hatte und schnipste mit den Fingern. Und im selben Moment, in dem die Zeit wieder ihren gewohnten Gang ging, hörte er sich wieder Atmen.
Er hörte auch, wie Aragorn etwas brüllte und sein Herz in seiner Brust pochen. Die beiden Mädchen aber waren verschwunden.

Und jetzt lag er hier und ärgerte sich. Was waren das für Mädchen gewesen? Waren es überhaupt Mädchen gewesen? Was hatten sie für einen Schwachsinn über Löwen und Weltenspringer erzählt? Er wusste es nicht und es sollte ihm auch erst Jahre später klar werden, in lustigerweise exakt dem Moment, in dem eine Weltenspringerin mit Namen Alca in Gestalt einer Löwin in sein Leben trat.
Und da war er plötzlich noch angepisster.

So, das war’s gewesen. Ich hoffe, es hat euch gefallen und ansonsten, bis zum nächsten Mal!
Review schreiben
 
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast