Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Detroit - The Time After

von TammyOaks
GeschichteAllgemein / P16 Slash
Gavin Reed Hank Anderson PL600 Simon RK800-51-59 Connor RK900
10.09.2018
26.10.2020
65
185.316
30
Alle Kapitel
95 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
09.05.2020 2.730
 
Hey, direkt noch eine Empfehlung :DD Ganz lieben Dank! <333

Und hier, für alle Reed900-Fans, noch ein kleines Schmarkel x3 : https://www.youtube.com/watch?v=qXgUSf4Jr6U

6 Sekunden Himmel <3<3<3

Lest auch die Comics dazu, die in der Infobox verlinkt sind! Ich find sie super und echt gut gemacht! :D

Und weil ich es nicht lassen konnte, musst ich auch direkt ein Fanart dazu zeichen x3 hehe
Wer Lust hat, darf gern gucken :3 →https://www.animexx.de/fanart/2714049/?js_back=1?js_back=1

So, jetz aber wieder genug mit Werbung xD
Viel Spaß mit dem Kapi^^

------------------------------------------------------------------------------------


Tony


"Hä?!", krächzte er, nicht sicher, ob er gerade wirklich ein Klopfen gehört hatte, tastete in der Dunkelheit nach seinem Handy, blinzelte im grellen Schein des kleinen Monitors, bis er die Zahlen erkannte. 1:23 Uhr. Oh Mann. Nur nebenbei bemerkte er, dass er eine Nachricht erhalten hatte; die ignorierte er, denn die Tür ging auf und ein Streifen Licht fiel herein, unterbrochen von einer dunklen Silhouette.
"Entschuldige. Hab ich dich geweckt?"
"Ja, aber is egal", brummte er dumpf und wedelte mit der Hand. "Passt schon. Komm rein."
Doch erst, als sich die Tür zur Gänze öffnete, er hoch blickte und sich langsam an die Schatten gewöhnt hatte, erkannte er, wen er da überhaupt in sein Zimmer gewunken hatte.
"Oh", entfleuchte ihm. "Hi."
Simons Körper war angespannt, und er bedachte Tony nur mit einem flüchtigen Blick. "Hast du Zeit?", fragte er. "Für mich? Eine Weile?"
"Äh", machte Tony überrascht, "ja, klar. Was gibt's denn?"
Er setzte sich auf, in dem Moment, als Simon die Schreibtischlampe einschaltete. Wieder blinzelte Tony, als das schummrige Licht den Raum füllte.
Simon blieb ihm eine Antwort schuldig; er stand nur mit hochgezogenen Schultern, verschränkten Armen und gesenktem Blick an einen der Küchenschränke gelehnt.
Darum ergriff Tony die Initiative. "Ist es wegen dem, was heut passiert ist?", fragte er gerade heraus. "Mit eurem Anführer? Hab's schon mitgekriegt. Die Buschtrommeln unter Androiden funktionieren besser als in jedem Kuhkaff."
Simon schwieg. Und das reichte als Antwort.
Tony sollte sich nicht freuen – gerade vor dem Hintergrund von sowas Üblem – er tat es trotzdem.  
Simons "Ja, sicher. Man sieht sich", das er Tony am gestrigen Abend auf dessen Einladung hin geantwortet hatte, war dem Tonfall nach die höfliche Version von "Ich hab keinen Bock mehr auf dich". Wäre diesem Markus heute also nichts passiert, hätte Tony Simon womöglich gar nicht mehr zu Gesicht bekommen.
Mochte sein, dass er für Simon gerade nur als emotionale Müllhalde dienen würde, aber damit konnte er leben.
Besser, als komplett abgestempelt zu werden.
"Willst du ... ?", versuchte es Tony und deutete zaghaft in Richtung des freien Stücks Matratze zu seiner Rechten.
"Nein", gab Simon zurück; Tony hatte damit gerechnet. Enttäuscht war er trotzdem. Hoffentlich sah man ihm das nicht an. Um sein Gesicht verbergen zu können, griff er nach Kippen und Cola, die unter dem runden Tisch am Fußende seines Bettes lagen, trank einen übertrieben großen Schluck, der in seinem Mund schäumte, unterdrückte ein Husten, zündete sich einen Stängel an.
Dann saß er im Schneidersitz und starrte zu Boden, weil er das Gefühl hatte, dass es keine gute Idee wäre, Simon anzuglotzen. Das Schweigen war merkwürdig, und Tony noch nie gut darin gewesen, sowas auszuhalten. Er fuhr sich mit dem Daumen über die Narben an seinem Unterarm, umklammerte seine Fußknöchel, versuchte, seine Beine vom Wippen abzuhalten. Wenn Simon über nichts reden wollte, warum war er dann hier?
Doch just in dem Moment öffnete der seinen Mund: "Ist man wertlos, wenn man von niemandem mehr gebraucht wird?"
"Ach du Scheiße, du stellst Fragen", stieß Tony aus. Direkt zum Auftakt so schwere Kost. "Ich glaub, das muss man für sich selbst entscheiden, oder?"
Simon warf ihm nur einen kurzen Blick zu. "Ja, wahrscheinlich", murmelte er. Was ihn zu der Frage bewogen hatte, erklärte er nicht.
"Wie viel von dem, was vorhin passiert ist, hast du mitbekommen?", fragte er stattdessen.
Tony zuckte die Schultern. "Naja, das Markus angegriffen worden ist, von einem anderen Androiden, der gar nicht so begeistert davon war, hier sein zu müssen. Stimmt das so?"
"In etwa. Der AP700 ist erweckt worden, obwohl für ihn gar kein Bedarf danach bestand. Er ist uns gefolgt, auf Markus´ Anweisung hin, und hat feststellen müssen, dass das ein Fehler war, den er nicht mehr korrigieren konnte. Er hat seine Wut an Markus ausgelassen und hat sich – dann –"
Simon unterbrach sich und setzte an einem anderen Punkt an. "Was denkst du, wie vielen anderen Androiden es so geht? Dass sie Markus nicht als Retter sondern als – als –"
"Kidnapper sehen?"
Simon sah niedergeschlagen und erschöpft aus, und Tony wünschte, er könnte ihn in den Arm nehmen, einfach, um ihm Trost zu spenden (und ein Bisschen, wirklich nur ein kleines Bisschen, aus selbstsüchtigen Gründen).
"Ich – ich weiß nicht. Ein paar sind bestimmt dazwischen, aber ..."
"Siehst du das auch so? Hat Markus sie gezwungen? Hätte er gar nicht das Recht gehabt, sie der Entscheidung zu berauben, ob sie überhaupt frei sein wollen?"
Wieder zuckte Tony die Schultern und fühlte sich überfordert. Das klang alles ziemlich philosophisch, und so gut war er darin nun auch nicht. "Es gibt halt immer welche, die den Kürzeren ziehen und hinten runter fallen. Ich glaub, damit muss man sich abfinden. Wenn man für jeden Fall einzeln entscheiden soll, wird man ja gar nicht mehr fertig. Die meisten sind doch ziemlich froh über ihre Freiheit, oder?"
"Froh darüber, in dieser Ruine zu sitzen, eingesperrt, und sinnfrei in den Tag hineinleben zu müssen ..."
"Naja, Übergangszeiten sind immer für'n Arsch. Das muss man aushalten. Das gibt sich auch wieder. Denk doch an, keine Ahnung, die Pilgerväter. Oder die Flüchtlinge. Man kommt doch nicht neu irgendwo an und hat direkt ein Haus und ein geordnetes Leben."
Simon seufzte leise. Nach wie vor sah er Tony nicht an, sondern blickte mit verschränkten Armen ins Leere. "Ich weiß. Natürlich weiß ich das. Aber ... es ist so schwer ... nichts tun zu können ..."
´Wem sagst du das?´, schoss es Tony durch den Kopf, während er verstohlen Simons Profil beobachtete.
Wieder hatten sie sich nichts mehr zu sagen, und um seine Hände mit mehr als nur der Kippe zu beschäftigen, griff er nach seinem Smartphone und checkte die Nachricht, die er bekommen hatte; er blinzelte überrascht, als er den Namen des Absenders las. Und als er die dazugehörige Nachricht las, ebenfalls:
- Was geht, Alter? Wo bist? Bock auf Bier un Muschis? -
War ja klar. Erst warf Dex ihn mit dem sprichwörtlichen Arschtritt aus seiner Wohnung, jetzt wollte er wieder auf Kumpel machen.
Andererseits – wahrscheinlich saß der Sack bloß stockbesoffen bei irgendwem in der Bude und hatte vergessen, angepisst zu sein.
Unmerklich schüttelte Tony den Kopf und legte das Gerät beiseite.
"Wie geht's Markus denn?", fragte er, nur, um das Gespräch wieder in Gang zu bringen; er hatte die Befürchtung, dass Simon gehen würde, sobald es ihm zu doof war, und das wollte Tony so lange wie möglich hinaus zögern.
Er bemerkte, wie Simon die Lippen zusammenkniff.
"Nicht gut", antwortete er. "Sie müssen ihn eingehend untersuchen, und dafür wird er erstmal im Standby gehalten."
"Also, wie so'n künstliches Koma?"
"Wenn du so willst, ja. Der Android hat ihn am Kiefer getroffen, mit – mit einem schweren Mikroskop, und –" Simons Mimik wurde immer gequälter. "Sein Gesicht war ... ich hab's gespürt, weißt du?" Er presste die Augen zu. "North und ich, wir waren in dem Moment mit ihm verbunden ... er hat uns Daten übertragen ... als ... das passiert ist, und ... und ..."
Er keuchte, rutschte an dem Küchenschrank herunter, bis er in einer hockenden Position angelangte, drückte das Gesicht gegen die Knie.
"Ich will ihn nicht verlieren", würgte er gedämpft hervor.
´Na toll´, war das erste, was Tony dazu einfiel.
Nicht, ´Wir dürfen ihn nicht verlieren´, kein ´Er ist zu wichtig für unsere Sache´ oder ´Unsere Leute brauchen ihren Anführer´, nein, natürlich nicht.
Eigentlich hätte er es gleich merken müssen, schon an dem Tag, als sie sich kennengelernt hatten – so viel, wie Simon von Markus gesprochen hatte, die Art, wie er über Markus gesprochen hatte, das ging schon über einfache Heldenverehrung hinaus.
Da lernte er einmal Jemand Anständiges kennen, und dann ...
Missmutig drückte er seine Kippe aus, steckte sich direkt die nächste an und nahm einen tiefen Zug.
"Der wird schon wieder", murrte er. "Ihr seid doch Maschinen. Man zieht ein paar Schrauben fest, und –" Doch er schluckte herunter, was er sonst noch hatte sagen wollen, als er Simons Blick bemerkte. "Sorry", murmelte er. "War nicht so gemeint. Ich bin ... müde?"
Lahme Erklärung, schien aber zu reichen. Jedenfalls äußerte Simon sich nicht mehr dazu.
"Im Übrigen möchte ich dich bitten, für dich zu behalten, was mit Markus geschehen ist", sagte er nur.
"Wieso? Weiß doch eh schon ganz Jericho."
"Jericho, ja. Aber ich rede von den Menschen. Ich befürchte zwar, es wird ohnehin etwas durchsickern, aber je weniger, desto besser. Und je später, desto besser. Ohne Markus sind wir geschwächt. Wenn wir Pech haben, würde man versuchen, das gegen uns zu verwenden. Vor allem, wenn publik wird, aus welchem Grund Markus verletzt worden ist." Leise stieß Simon die Luft aus. Ein trauriges Lächeln zierte jetzt seinen Mund. "Es ist noch gar nicht so lange her, dass ich mir genau darüber Gedanken gemacht hab."
"Worüber?"
"Was wohl passiert, wenn das Gefühl der Sinnlosigkeit bei unseren Leuten Überhand nimmt." Er schnaubte leise, lächelte immer noch niedergeschlagen. "Jetzt weiß ich es." Mit der Hand fuhr er sich durch die Haare. "Ich hatte mit Markus darüber reden wollen. Nach einer Lösung suchen wollen. Ich hab's nicht getan. Und jetzt ..." Er verstummte, die Knie umklammert, und sah elend aus.
"Machst du dir jetzt Vorwürfe, oder was?" Das Letzte, was Tony mitkriegen wollte, war, dass es Simon noch schlechter ging. "Lass das bloß. Sowas kann man nicht vorher sehen. Außerdem – wenn du sagst, es ist noch gar nicht so lange her, dass dir das aufgefallen ist, dann hättest du an dem, was heute passiert ist, auch nichts mehr ändern können, oder?"
"Man kann es vorhersehen", sagte Simon unnachgiebig. "Genauso wie die Sache mit dem Red Ice.
Wenn man aus bestehenden Fakten die richtigen Schlüsse zieht und Prognosen erstellt, dann –"
"Ja, okay, vielleicht", warf Tony ein. "Aber was willst du denn jetzt hören? Das du ein verantwortungsloser Idiot bist? Kann ich dir gern an den Kopf werfen. Bloß, dass das nix bringt. Scheiße passiert. Das wird sie immer wieder. Man muss das akzeptieren und darf sich deswegen nicht fertig machen."
"Kannst du das? Es einfach akzeptieren, wenn Scheiße passiert?", fragte Simon düster.
Tony klappte den Mund auf – nur, um ihn nach ein paar Sekunden wieder zu schließen. Natürlich konnte er es so gut wie jeder andere – gar nicht. Wenn er darüber nachdenken wollte, womit er alles haderte, würde er heute nicht mehr fertig werden.
Anderen Ratschläge geben war einfach. Sie selbst zu befolgen jedoch ...
Als er bemerkte, dass Simon unruhig wurde und sich schließlich erhob, wurde Tony wiederum panisch.
"Danke für deine Zeit. Und deine Worte", begann Simon. "Aber ich –"
"Habt ihr eigentlich sowas wie ein Selbsterhaltungs – äh, ... dings?", fragte Tony schnell.
"Trieb?"
"Ja."
Simon überlegte. Leider setzte er sich nicht mehr hin. "Ja, haben wir. Allerdings nicht so sehr wie ihr, denke ich. Wir neigen zur irreparablen Selbstzerstörung, wenn unser Stresspegel zu hoch ist. Und je nach Situation und Charakter des Androiden kann das sehr schnell gehen."
"Aber du machst das nicht, oder?", fragte Tony und blickte Simon jetzt offen an. Er hatte schon kaputte Androiden gesehen; welche mit abgerissenen Gliedern und eingetretenen Gesichtern; ein paar Mal waren sie auf dem Schrottplatz gewesen, weil Dex sich dort mit jemandem hatte treffen wollen; an einem der Tage war Tony gelangweilt und angetrunken gewesen und hatte sich einen Spaß daraus gemacht, Androidenköpfe aufzustellen und sie mit Dex´ kleinem Revolver abzuknallen, weil er den Anblick von abplatzender Haut und splitterndem Plastik faszinierend fand. Damals hatte er sich nichts dabei gedacht. Aber wenn er sich heute vorstellte, wie eine Kugel Simons Gesicht in Stücke riss ... Gott, einer von denen, auf die er geschossen hatte, hatte sogar ausgesehen wie ...
Mit unangenehm pochendem Herzen taxierte er Simon; der jedoch reagierte nicht. Sein Kiefer arbeitete, seine Lippen allerdings blieben verschlossen.
"Du machst das nicht, oder?", wiederholte Tony jetzt eindringlicher. Ihm gefiel nicht, das er keine Antwort erhielt. Er hatte keine Ahnung, wie er das einschätzen sollte. "Versprich mir, dass du das nie tust. Wenn du irgendwas brauchst oder es dir schlecht geht, dann kommst du zu mir, okay?"
Wieder dauerte es quälend lange Sekunden, bis Simon sich regte. Und dann war das Nicken auch noch so verhalten, dass es kaum als solches zu erkennen war. Tony war auf den Beinen, bevor er es bemerkte; seine ruckartige Bewegung ließ den Androiden zusammenfahren, doch das war ihm egal.
"Ich meins ernst!", stieß er aus. "Du tust dir nichts an, klar?!"
Wenn Androiden da wirklich derart empfindlich waren, und Simon – mit dem sanften Gemüt, das er hatte – jeden Tag unter diesem Druck stand ...
Mit großen Augen starrte Simon ihn an. "Okay", sagte er überrumpelt.
"Ja? Schwör's mir! Sag ´Ich tu mir nichts an. Wenn's mir schlecht geht oder ich irgendwas brauche, komm ich zu dir.´"
"Ich tue mir nichts an", wiederholte Simon langsam und bedacht und betrachtete ihn geradeheraus; ein seltsamer, unschlüssiger Ausdruck lag auf seinem Gesicht. "Wenn es mir schlecht geht oder ich irgendwas brauche, komme ich zu dir."
Tony nickte. Am liebsten hätte er den anderen in die Arme geschlossen, alternativ gepackt und geschüttelt – beides verkniff er sich. "Gut", sagte er nur. "Gut."
Und nachdem Simon sich wieder auf den Weg gemacht hatte – unpersönliche Verabschiedung inklusive – und die Tür zu war, ließ Tony sich auf sein Bett fallen und vergrub das Gesicht in seinem Klamottenhaufen. Hoffentlich hielt sich Simon auch an seine eigenen Worte. Und hatte sie nicht nur gesagt, um Tony zu beschwichtigen.
Dann schnaubte er. Weil ihm gerade bewusst wurde, dass ihm tatsächlich was an Simon lag.
Wie das passiert war, kapierte er nicht. Natürlich hatte es schon einige Menschen in seinem Leben gegeben, die er gemocht hatte – auch ein bisschen mehr gemocht hatte – aber eine Maschine? Mit einer Seriennummer und tausenden von Doppelgängern?
Das war schon komisch, oder?
Und der größte Witz war – er hatte nicht mal eine Chance. Nicht nur, weil er selbst in ein dickes Fettnäpfchen getreten war – sondern weil ausgerechnet dieser Android sich schon in den Revolutionsanführer verliebt hatte.
Und dagegen konnte Tony nur den Kürzeren ziehen.
Mit Einzigartigkeit jedenfalls konnte er nicht punkten. Die hatte Markus auch.
Mit gutem Aussehen ebenfalls nicht. Tony war nicht hässlich (jedenfalls empfand er das nicht so), aber gegen ein Modelgesicht wie das von Markus – und vermutlich auch noch einen ordentlich athletisch designten Körper – stank er ab.
Eine herausragende Lebensgeschichte? Fehlanzeige.
Markus  hatte ein Volk aus der Sklaverei befreit. Das Beeindruckendste, was Tony je auf die Beine gestellt hatte, war, gelegentlich pünktlich zum Unterricht zu erscheinen und sein Zimmer zu putzen, nachdem seine Mutter lange genug an ihm rumgemotzt hatte.
Er war ein ehemaliger Knastbruder, ohne Abschluss, wohnungslos, hatte es bei seiner Familie verbockt, und mit dem Bisschen, was er an Geld verdiente, kam er am Ende des Monats gerade mal so auf Null raus.
Was ein Elend.
In diesem unangenehmen Moment der Selbsterkenntnis wurde ihm mal wieder überdeutlich bewusst, was für ein Versager er war.
Und ehe er sich's versah, hatte er sein Handy in der Hand und den Chat mit Dex geöffnet.
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast