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Will you do me the honor and become my wife? || Kolvina (The Originals FF)

GeschichteÜbernatürlich, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Camille O'Connell Davina Claire Freya Mikaelson Hope Mikaelson Kol Mikaelson Marcellus "Marcel" Gerard
10.09.2018
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Der weiße Stoff rangt sich um mich herum und ich beginne mich langsam wie ein großer Wattebausch zu fühlen. In meinen braunen Haaren klemmt eine kleine Spange, die den langen Schleier an meinem Kopf festhält. Cami hatte mir dabei geholfen meine Haare zu machen und mich anschließend geschminkt. Es schien ihr großen Spaß zu machen. Als ich ihr mitteilte, was sie fast noch glücklicher als ich selbst. Doch der Glücklichste ist wohl Kol, wenn man bedenkt, wie sehr er sich gefreut hat, als ich ja gesagt habe. Er hat sogar geweint, was für ihn nicht gerade typisch ist. Soweit ich mich erinnere, habe ich ihn nur ein einziges Mal weinen sehen und das war, als wir getanzt haben, bevor er in Kalebs Körper gestorben ist. Wenn man bedenkt wie viele schlimme Dinge wir beide schon durchgemacht haben, reicht das für ein ganzes Leben und sogar noch darüber hinaus. "Du siehst einfach fantastisch aus, Davina", verkündet Camille O'Connell, meine wohl beste Freundin, was ziemlich traurig ist, wenn man bedenkt, dass ich fast gar keine Freunde in meinem Alter habe. Begeistert reicht sie mir ihre Hand, damit ich von meinem Stuhl aufstehen kann, und führt mich dann zu dem großen Spiegel, in dem ich mich sofort zu betrachten beginne. Tränen treten mir in die Augen und ich fange fast wieder an vor Freude loszuheulen. Oh man Davina, sei stark! "Geht es dir gut?", fragt Cami vorsichtig. Ich nicke nur wortlos und schließe sie in eine freudige, herzliche Umarmung: "Du bist so eine gute Freundin." "Ich weiß", bestätigt die Blondine: "Ich bin froh, dass ich heute da sein kann." Bei der Erinnerung daran, wie meine Freundin mir zurückgebracht wurde, drücke ich sie noch fester an mich, um sie nicht nochmal zu verlieren. Noch ganz genau weiß ich, wie Freya mich nur vor wenigen Tagen aufgesucht hat, um mir mein Hochzeitsgeschenk zu unterbreiten. Nachdem ich ihr die Leitung meines Hexenzirkels übergeben hatte, hatte sie nun die Macht eine Person aus dem Reich der Toten zurückzuholen. Da ich, dank der Mikaelsons, meinen 'Joker' schon verschenkt hatte, entschied sich Freya, um der Mikaelsons und um meines Willens, Cami ins Leben zurückzubringen. Das wohl einer der besten Tage in meinem Leben und ich bin Freya unendlich dankbar. Trotzdem frage ich mich aber, ob vielleicht auch mein Zukünftiger seine Finger im Spiel hatte. Beim Gedanken an den Mann, der nur einige Meter von mir entfernt am Altar wartet, fliegen eintausend Schmetterlinge in meinem Magen herum und versuchen ein Durcheinander der Gefühle. Nun beginne ich doch tatsächlich wirklich zu weinen, woraufhin Cami mir blitzschnell ein Taschentuch reicht, damit meine Schminke nicht komplett verwischt. Früher konnte ich die Filme in denen die Frauen bei ihrer Hochzeit immer weinen nie verstehen, aber jetzt bin ich wohl selbst einen von ihnen. Das ist eben einfach zu überwältigend. Bald werde ich mit der Person, die ich über alles liebe, verheiratet sein und endlich mein ganzes Leben mit ihm verbringen dürfen, ohne ständig zurückgeworfen zu werden und dann ohne irgendwas da zu stehen.

Plötzlich klopft es an der Tür und ich drehe mich um. Vorsichtig lugt eine dunkelhäutiger Mann durch die Tür zu uns herein: "Sind die Damen soweit?" Sofort nicke ich, doch Cami schaut unschlüssig umher. Misstrauisch kneife ich die Augen zusammen und sehe die Frau neben mir an: "Was ist los?" "So gerne ich auch würde, ich kann nicht raus", traurig blickt die Barkeeprin mich an: "Vampire und Sonnenlicht vertragen sich nicht so gut." Ein breites Grinsen huscht über meine Lippen und ich laufe, wegen meiner hohen Schuhe eher langsam, zu meiner Tasche herüber. Glücklicherweise hatte ich schon mit Problemen dieser Art gerechnet, weshalb ich mich vorbereitet habe. Mit flinken Fingern ziehe ich eine kleine, in Geschenkpapier eingewickelte, Schachtel heraus und reiche sie Cami mit den Worten: "Ich weiß, dass es eher üblich ist das Brautpaar zu beschenken, aber das hier war meiner Meinung nach ganz passend." Verwundert blickt Cami mich an, öffnet aber dann das Geschenk ohne ihren forschenden, misstrauischen Blick von mir abzuwenden. Auf meine Lippen tritt ein verschmitztes Lächeln. Als Cami es ausgepackt hat und erkennt, was es ist, beginnen ihre Augen zu leuchten: "Wow, Davina. Seit wann kannst du das?" Bei ihrer Reaktion auf den leuchtenden Tageslichtring, der ihr die Fähigkeit verleiht, sich auch bei Tag draußen herum zu treiben. "Schon länger", gebe ich grinsend zu. "Können wir jetzt gehen?", drängt Marcel, der seinen besten Anzug angezogen hat, und reicht mir seine Hand. Ich ergreife sie freudig, woraufhin er mich durch den großen Flur führt. Sofort nach dem Antrag hatte ich meinen besten Freund und Ersatzvater, der sich zu diesem Zeitpunkt mit Rebekah Mikaelson in New York befand, angerufen und gebeten für mich die Rolle meines richtigen Vaters zu übernehmen und mich zum Altar zu bringen. Vor einer großen hölzernen Tür bleiben wir stehen, was mich dazu bringt ihn verwundert zu fragen: "Was ist? Wieso gehst du nicht weiter?" "Ich wollte dich nur eben warnen", flüstert er. Auf meiner Stirn entstehen Sorgenfalten: "Wovor?" "Weißt du, ich bin heute nicht alleine hier", erklärt er. Als ich nicht so aussehen als würde ich es verstehen, spricht er leise weiter: "Hope und Freya haben den Bann, der auf Kols Geschwistern gebrochen." Dieses Mal checke ich es sofort: "Sie sind hier? Die Mikaelsons sind hier?" Für einen Moment fühlt es sich so an als würde mir der Boden unter den Füßen weggerissen werden. Die Menschen, die dafür gesorgt haben, dass Kol und ich so viel Leid ertragen mussten, tauchen einfach so auf unserer Hochzeit auf? Sie sind doch nicht mal eingeladen! Marcel greift nach meinen Händen: "Reg dich bitte nicht auf. Rebekah wollte unbedingt dabei sein. Sie hat schon so viele Familieevents verpasst." Familienevents? Ist das hier wirklich nur ein Spaß für diese Familie. Vielleicht hätten Kol und ich wirklich nach Madagaskar auswandern sollen. Dort wäre die Chance, dass sie uns finden viel kleiner gewesen. Trotzdem weiß ich, dass Marcel ja recht hat. Rebekah wurde durch Klaus ein viel größerer Teil ihres Lebens zerstört, also sollte ich ihr vielleicht jetzt nicht auch noch das Gleiche antun. Außerdem waren wir ja auch mal befreundet, wenn auch für eine ziemlich kurze Zeit und wenn ich genauer darüber nachdenke, ist sie, neben Kol und Freya natürlich, meine Lieblings Mikaelson. Wieso gerate ich immer in diese Situationen? Ich will doch einfach nur heiraten. "Na gut, wer ist noch hier?", frage ich weiter, um wenigstens vorbereitet zu sein. "Elijah und Hope", sagt er sanft. Das reicht mir noch nicht. Eine Frage brennt mir noch auf der Zunge: "Was ist mit Klaus diesem Mistkerl?" Bei meinen Worten muss Marcel kurz lachen: "Er hat gesagt, dass er heute nicht kommen wird. Er will euch den Moment nicht zerstören!" Verwunderung schleicht sich auf mein Gesicht. Das klingt so gar nicht Klaus. Normalerweise würde er sich doch einen Spaß daraus machen uns das hier auch noch kaputt zu machen. "Jetzt komm, bevor es sich einer von euch noch anders überlegt", bittet Marcel gut gelaunt. Ich nehme seine Worte wohl falsch wahr, als ich geschockt frage: "Oh mein Gott! Hat er so etwas etwa angedeutet, Marcel?" Marcel versteht schnell, dass meine Angst wohl ernst gemeint ist und versucht mich wieder zu beruhigen: "Nein, nein das war nur so daher gesagt. Kol liebt dich und wird sich nicht plötzlich umentscheiden!" Seine Worte machen es jedoch nicht besser. Mein Atem geht schnell und ich halte mich an seinem muskulösen rechten Arm fest: "Und was ist, wenn er gar nicht gekommen ist?"

Schnell stößt Marcel die großen Holztüren auf, vor denen wir gerade noch gestanden haben, um mich in meinem Gedanken zu unterbrechen. Geschockt schaue ich ihn an, doch der Vampir harkt sich einfach nur bei mir ein und flüstert mir ins Ohr: "Hör auf dir so viele Gedanken zu machen. Er steht genau dort am Altar und wartet auf dich." Er streckt seinen linken Arm ein Stück aus und deutet damit auf meinen wunderschönen Zukünftigen, der dort inmitten der Natur steht und nur auf mich wartet. Das Zittern seiner Hände verrät mir, dass er genauso nervös ist wie ich. Unkontrolliert beginnen mir Tränen der Freude die Wangen hinunterzurollen. Schnell wische ich sie mit meinem Handrücken weg und mache dann meinen ersten Schritt. Langsam schreite ich durch die Reihe meiner Gäste zu meinem Zukünftigen. Wir haben uns für eine Hochzeit in der Natur entschieden, da meine Kräfte hier besonders stark sind. Alle Menschen, die ich so sehr liebe, habe ich eingeladen. Sogar, die ich weniger lieb habe sind. Meine Trauzeuginnen haben sich in einer Reihe wenige Meter von Kol aufgestellt. Sie alle, Hayley, Cami und Freya, tragen grün-weiße Kleider und Freya lässt mir ihren Hexenkräften langsam mehrere kleine Blumen aus dem Boden sprießen, deren Geruch meine Nase regelrecht verzaubert. Neben Kol steht unser bester Freund Josh und Vincent übernimmt für uns den Job des Priesters. Dafür hat er extra vorher einen Internetkurs belegt. Vorne angekommen steige ich vorsichtig die Treppen hinauf, nachdem Marcel mich loslassen und sich zu Rebekah, die neben Elijah und Hope sitzt und mich freundlich anlächelt. Auch Elijah und Hope wirken glücklich und lächeln mich an. Diese Gesten überraschen mich tierisch, da sie anscheinend echt nicht vorhaben irgendwas kaputt zu machen.

Als ich auf dem Steinpodest, welches hier in der freien Natur hier extra für und aufgebaut wurde, angekommen bin, nimmt Kol meine Hände in seine und seine Zähne kommen zum Vorschein, als er mich breit anlächelt: "Hey, Schatz!" "Hallo", erwidere ich ehrfürchtig. Vincent beginnt mit seiner einstudierten Rede: "Wir haben uns heute versammelt, um dabei zu sein, wenn Davina Claire und Kol Mikaelson in den Bund der Ehe übergehen. Diese zwei sind zusammen durch die schwersten Situationen gegangen und haben sogar den Tod überlebt. Nun frage ich dich Kol Mikaelson. Versprichst du Davina Claire in guten wie in schlechten Zeiten zu pflegen, zu ehren, zu lieben und sie in allen Situationen zu beschützen?" "Ja, das verspreche ich", nun wendet er sich an mich: "Ich verspreche, dass du nie wieder das durch machen musst, was du in deinem bisherigen Leben tun musstest!" "Davina Claire? Schwörst du Kol Mikaelson in guten wie in schlechten Zeiten zu pflegen, zu ehren, zu lieben und sie in allen Situationen zu beschützen?", fragt Vincent weiter, obwohl Kol sicher noch so viele zu sagen hätte. "Ich schwöre mich immer Kol zu kümmern, egal in welcher Situation auch immer", sage ich und wende mich dann wieder an meinen Zukünftigen: "Ich werde all meine Macht, all meine Liebe nutzen, um dich zu schützen und dich glücklich zu machen, solange du mich an deiner Seite willst!" Er lacht leise: "Ich werde dich immer an meiner Seite haben wollen, Davina!" "Sie dürfen nun die Ringe tauschen", erklärt der Hexer. Josh verlässt seinen Platz rechts von Kol und reicht uns das Kissen, auf dem sich die Ringe befinden. Der Blick meines nun bald frisch angetrauten Ehemanns ruht ununterbrochen auf mir, als er mir den wunderschönen Ring, mit dem blauen Stein, auf den Finger schiebt. Auch mein Blick ist nur auf ihn gerichtet, als ich es ihm gleich tue. Wenn ich die Zeit dazu hätte, würde ich ihn stundenlang nur ansehen und meinen Blick niemals wieder von ihm abwenden. Sein Anblick macht mich einfach nur komplett glücklich und lässt mich alles andere vergessen. Die weiteren Worte von Vincent interessieren uns beide nicht mehr. Auf die Worte "Sie dürfen die Braut jetzt küssen!" hin, zieht er mich sanft an sich und legt seine weichen, süßen Lippen auf meine. Als wir uns küssen, ertönen mehrere laute Geräusche und wenige Sekunden später erhellt ein Feuerwerk den Himmel. Wir beide blicken gleichzeitig hinauf und beginnen zu lachen. Nur am Rand nehme ich wahr, dass die Leute um uns herum klatschen, doch das interessiert mich nicht. Nichts erscheint wichtig, abgesehen davon, dass mein Mann mich hält und mich nie wieder loslässt.
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