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❤ Blue Heart ❤ - (Connor x Reader)

GeschichteLiebesgeschichte / P16 / Gen
Hank Anderson RK800-51-59 Connor
08.09.2018
18.10.2018
4
11.160
3
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17.09.2018 2.959
 
(Y/N) = setzte deinen Namen ein
(L/N) = setzte deinen Nachnamen ein


•۰•♡•۰•


Du sahst dich ein wenig um, während Hank sich mit einem der anderen Polizisten unterhielt und Connor sich scheinbar dem Schriftzug an der Wand widmete. Die Blutspur schien in die Küche zu führen. Auf dem Weg dort hin kamst du an einem Beistelltischchen mit Flyern darauf vorbei. Einer davon erweckte besonders deine Aufmerksamkeit. Er war in Pink und Lila gehalten. Der Schriftzug verriet, dass es sich um Werbung für den Eden Club handelte und die Tatsache, dass eine ziemlich nackte Frau abgebildet war erklärte dir auch um was für ein Etablissement es sich handelte.
Aus dem Hintergrund hörtest du irgendjemand etwas darüber sagen, dass das Opfer Red Ice genommen hatte. Klang für dich ganz wie eine neumodische Droge und wunderte dich fast noch weniger als der Flyer für den Stripclub den du gefunden hattest. Die Küche sah, wenn man vom umgestürzten Tisch und den verstreut liegenden Stühlen absah, relativ aufgeräumt aus. Eine Sache fiel allerdings auf. An dem Ort wo alle Küchenmesser sonst aufbewahrt wurden fehlte eines. Vermutlich hatte der Angreifer dieses benutzt um diesen Carlos Ortiz zu erstechen. Zusätzlich dazu lag ein offensichtlich benutzter Baseballschläger auf dem Boden.
„Hm.“, gabst du von dir, als du dir eins und eines zusammen zähltest.
„Und, etwas Neues heraus gefunden?“, klang Hanks Stimme gedämpft aus dem Wohnzimmer.
„Das Opfer wurde mit 28 Stichen getötet.“
„Tja sieht aus als ob es was persönliches gewesen wäre.“, meinte Leutnant Anderson.
„Für die Schrift wurde Cyberlife Sans verwendet, er wurde also von einem Androiden geschrieben.“, antwortete Connors ruhige Stimme.
Also war der Täter tatsächlich ein Android?
„Abgesehen von den Fingerabdrücken des Toten...“
Die Stimmen wurden lauter, als deine zwei neuen Partner in deine Richtung gingen.
„Kann ich keine anderen entdecken auch nicht auf dem Messer.“
Du wolltest zwar hören was beide besprachen, aber du wolltest dich auch im Rest des Hauses umsehen. Teilweise weil du die Hoffnung hattest, dass der Gestank in den anderen Räumen nicht so schlimm sein würde wie in der Nähe der Leiche.
„Auch auf dem Baseballschläger sind keine Fingerabdrücke abgesehen von denen des Opfers.“
Scheinbar scannte Connor gerade den Baseballschläger, während du durch die nächste Tür in eine Art verwahrlostes Badezimmer tratest.
„Allerdings kann ich Spuren von Thirium feststellen.“
„Thirium?“, fragte Hank ausnahmsweise mal halbwegs interessiert.
„Ihr nennt es blaues Blut. Es ist die Flüssigkeit, die die Biokomponenten der Androiden betreibt.“, erklärte Connor.
„Nach ein paar Stunden wird es für das menschliche Auge unsichtbar.“
„Aber du kannst es noch sehen.“, schlussfolgerte Hank.
„Korrekt.“
„Interessant.“, dachtest du und schobst den vorgezogenen Duschvorhang neugierig zur Seite.
„Ich würde sagen, dass der Besitzer den Abweichler angegriffen hat.“, redete Connor weiter.
„Also war es Notwehr...“, bekamst du noch mit, bevor deine Aufmerksamkeit vollständig der Szenerie vor deinen Augen galt. Die Wand der Dusche war über und über mit „rA9“ beschmiert, geradezu als ob dies jemand im Wahn immer und immer wieder geschrieben hatte.
Als dein Blick die Wand hinunter glitt entdecktest du ein paar vertrocknete Blumen und eine Art Statue aus Holz, grob geschnitzt in annähernd menschlicher Form.
„Faszinierend.“, murmeltest du und knietest dich davor um sie besser anzusehen. Dann strecktest du eine Hand aus um sie zu untersuchen, aber hieltest inne als du dich erinnertest, dass dies eigentlich ein Tatort war.
Also erhobst du dich wieder um den Anderen deine Entdeckung mitzuteilen. Auf dem Rückweg warfst du zufällig noch einen Blick in den dunklen Flur, der scheinbar nur dafür da war um auf den Dachboden zu gelangen. Irgendetwas störte dich an dem Bild, aber du konntest nicht genau greifen was genau das war.
„He ihr zwei.“, meintest du, als Hank und Connor in Sichtweite waren.
„Vielleicht solltet ihr euch das hier mal ansehen.“
Du deutetest hinter dich und konntest dir ein kleines Grinsen nicht verkneifen.
„Was Interessantes gefunden?“, brummelte Hank und quetschte sich an dir vorbei, Connor folgte ihm auf dem Fuß und erinnerte dich damit ganz kurz an einen treuen Hund.
Schnell schütteltest du diesen merkwürdigen Gedanken wieder ab. Dieses Mal bliebst du im Flur stehen, während die zwei die merkwürdige Stätte begutachteten, die du in der Dusche gefunden hattest.
„Wer zur Hölle ist rA9 jetzt schon wieder?“
„Oder was Leutnant. Dies wirkt fast wie eine religiöse Anbetungsstätte.“
„Wäre mir neu, dass ihr Androiden eine Glauben oder so etwas hättet.“
„Vielleicht ist dies ein Fehler im Programm der Abweichler.“, dachte Connor laut nach.
Du starrtest seine blaue LED an, bevor dein Blick wieder zurück in den dunklen Flur glitt.
„Seltsam.“, murmeltest du.
„Alles in Ordnung (Y/N) ?“
Connor stand neben dir und sah dich fragend an, aber dein Stirnrunzeln galt immer noch dem Flur.
„Wenn es dort zum Dachboden hinauf geht, wo zur Hölle ist dann die Leiter?“, dachtest du laut nach.
Der Android lehnte sich aus der Tür und sah um die Ecke.
„Stimmt. Sie ist nicht da. Vielleicht reicht ein Stuhl aus, damit wir den Dachboden erreichen.“
Auch wenn du nicht ganz verstandest, warum er jetzt unbedingt auf den Dachboden wollte hieltest du ihn nicht auf, als er einen der Stühle aus der Küche nahm und unter der Dachbodenklappe platzierte.
„He, was verdammt nochmal soll das denn jetzt schon wieder?!“, beschwerte sich Hank, der eure Unterhaltung nur am Rande mitbekommen hatte.
„Wenn ich richtig liege, dann ist der Abweichler noch hier.“
Connor stieg ruhig auf den Stuhl und begann die Klappe anzuheben.
Noch hier? Der Täter war nicht geflohen? Diese Info überraschte dich ein wenig. Aber schon bei kurzem Nachdenken ging dir auf, dass Androiden, anders als Menschen, keine Heimat hatten in die sie zurückkehren konnten. Keine Freunde und Verwandten hatten die ihnen Zuflucht gewähren würden. Wo sollte also schon ein, vermutlich mit Blut beschmierter, Android hingehen ohne sofort aufzufallen?
Kurz darauf war der Android von Cyberlife auf dem dunklen Dachboden verschwunden. Neugierig stiegst du auf den Stuhl und spähtest über die Kante hinein in die Dunkelheit. Gerade rechtzeitig um vor Schreck fast vom Stuhl zu fallen als du sahst wie Connor einen Vorhang entfernte hinter dem eine menschliche Gestalt zu sehen war. Allerdings stellte sich das Ganze dann doch nur als Modepuppe heraus. Dein Herz klopfte bis zum Hals und du atmetest erst einmal beruhigt durch, während du Connors blauen LED mit den Augen folgtest, denn mehr konntest du zwischen dem Gerümpel im Halbdunkel nicht ausmachen von ihm.
Hank fluchte und befahl dir da sofort runter zu kommen. Nach der dritten Warnung gehorchtest du dann auch, mit den Augen rollend und lehntest dich mit verschränkten Armen an eine Wand.
„Wenn er wirklich diesen...Abweichler da oben findet, vielleicht solltet ihr dann Verstärkung rauf schicken?“, gabst du zu bedenken, aber Hank fluchte nur wieder und starrte nach oben, während ihr hofftet bald etwas von Connor zu hören. Und ihr wurdet nicht enttäuscht.
„Es ist hier!“, rief Connor von oben.
Natürlich schrie Hank alle Anwesenden an Verstärkung zu schicken, während du dir Mühe gabst dein Lächeln vor ihm zu verbergen, nachdem du ungläubig mit dem Kopf geschüttelt hattest.
Wenig später wart ihr auch schon wieder auf dem Weg zurück zum Revier, die Fensterscheiben herunter gelassen um den furchtbaren Gestank von vorhin aus der Nase zu bekommen. Allerdings hatte dieses Mal Hank darauf bestanden zu fahren, sodass du nun zusammen mit dem gutaussehenden Androiden hinten in seinem Auto saßest.
„Was hat es jetzt eigentlich mit diesen Abweichlern auf sich?“, fragtest du schließlich.
„Ich bin noch neu was die Sache mit Androiden und so angeht und hab keine Ahnung was hier so passiert.“, verteidigtest du deine Frage ohne bestimmten Grund, während du einen Blick zu Connor warfst.
„Abweichler sind Androiden die von ihren programmierten Verhaltensweisen plötzlich abweichen. In der letzten Zeit wurde von immer mehr solcher Fälle berichtet in denen meist Androiden, die großem emotionalen Stress ausgesetzt waren, oder angegriffen wurden, diejenigen sind, die sich plötzlich wehren und meist ihre Angreifer töten.“, erklärte Connor.
„Ich dachte ihr habt keine Emotionen?“
„Das ist auch korrekt. Scheinbar führt ein Fehler in dem Programm einiger Androiden dazu, dass sie denken, dass sie Emotionen hätten, dabei wird ihnen das von diesem Fehler nur vorgetäuscht.“, erläuterte Connor weiterhin.
Du wusstest nicht wie genau du diese Informationen verarbeiten solltest, denn für dich schien es als ob die Androiden doch mehr gemein mit den Menschen hatten als Connor zu behaupten schien. Aber was, wenn du dich in dieser Angelegenheit wirklich täuschen würdest? Du musstet also in Zukunft vorsichtig sein was Androiden anging, jedenfalls nahmst du dir das insgeheim vor.
„Was ist mit dir? Woher sollen wir wissen, dass nicht auch du diesen Fehler in deinem Programm hast?“
„Ich bin der RK800 Prototyp von Cyberlife. Ich führe regelmäßig Selbsttests durch.“
„Klingt ja nicht gerade vertrauenswürdig.“, murmeltest du und bekamst dafür Zustimmung von Hank, der die Androiden mal wieder als Blechbüchsen beschimpfte.
„Ich kann ihr Misstrauen durchaus verstehen, aber ich kann ihnen ebenso versichern, dass meine Programme regelmäßige Updates von Cyberlife erhalten, die geprüft werden.“
„Wow, wenn du so redest klingst du wirklich wie eine Maschine.“, hobst du die Augenbrauen und lehntest dich in deinem Sitz zurück.
Dazu sagte Connor erst einmal nichts mehr, bis ihr das Revier erreicht hattet. Nach einem knappen, mündlichen Bericht bei Captain Fowler, bei dem Hank dich tatsächlich ein wenig lobte, was dein gutes Auge für Details anging – jedenfalls nannte er dich „nicht komplett unnütz“, was du durchaus als Lob ansahst bei jemandem wie ihm – durften Connor und Hank erst einmal ihre Berichte schreiben.
„Verfluchter Papierkram, der bringt doch eh nichts.“
Connor stand einfach still da und starrte ins Nichts, während die LED an der Seite seines Kopfes gelb blinkte.
„Was tut er da?“
Du lehntest dich an Hanks Schreibtisch, während du Connor mit irritiertem Blick musterte.
„Berichtet Cyberlife.“, gab der nur zurück.
„Du meinst er berichtet denen...gedanklich?“
„Keine Ahnung, hat mir das mal erklärt...irgendein technischer Kram halt. Hab nicht zugehört.“, meinte Hank und machte sich daran sehr lustlos einen Bericht zu tippen.
Da du ihn nicht stören und von der Arbeit abhalten wolltest und mit Connor für die nächste Zeit wohl erst einmal nichts mehr anzufangen war, gingst du zum Pausenraum um eine Beschäftigung zu finden und dir einen Kaffee zu holen. Irgendwie warst du erleichtert festzustellen, dass der Kaffeeautomat nicht auch mit dir redete, sondern eine ganz normale Maschine war.
„Neu hier?“, wurdest du von hinten angesprochen, nachdem du den heißen Kaffeebecher vorsichtig in die Hand genommen hattest.
Du drehtest dich um und sahst dich einem der hier arbeitenden Polizisten gegenüber. Er war ein kleines Stück größer als du, sportlich gebaut, hatte kurzes, braunes Haar und trug eine Lederjacke.
„Ja, ich bin (Y/N)(L/N).“, stelltest du dich vor.
„Detektive Reed.“, stellte er sich vor.
„Ich nehme an sie hatten genug von diesem Plastikarsch.“ Er deutete in Richtung Connor, den man durch das Plexiglas des Pausenraumes sehen konnte. Er stand noch genauso ungerührt an der selben Stelle wie vorhin. Und wenn du jetzt einen Schluck Kaffee genommen hättest, hättest du dich daran verschluckt. Bei jemandem wie Hank, der grundsätzlich zu fast jedem Wort mindestens einen Kraftausdruck nutzte erwartete man so etwas, aber bei jemandem der jünger war und etwas gepflegter aussah hattest du diese Einstellung dem Androiden namens Connor gegenüber nicht unbedingt erwartet.
„Naja...“, begannst du gedehnt, überlegend wie du dich äußern würdest ohne ihm zuzustimmen aber auch ohne ihn in ein Streitgespräch zu verwickeln.
„Sagen wir mal ich finde es nicht unbedingt super interessant mit jemandem zu reden der nicht anwesend ist. Und Hank ist beschäftigt.“, erklärtest du deine Situation bevor du vorsichtig an dem heißen Kaffee nipptest.
„Schade, dass jemand wie sie mit diesem alten Knacker zusammen arbeiten muss. Ich bin sicher bei mir würden sie mehr lernen.“
Er warf dir ein breites Grinsen zu und zwinkerte. Du unterdrücktest den Reflex ihm den Kaffee entgegen zu kippen.
„Captain Fowler wird wohl seine Gründe haben mich ihrem Team zugewiesen zu haben.“, meintest du – inzwischen mit deutlich kälterem Ton als am Anfang.
Das schien dein Gegenüber gemerkt zu haben, denn sein Grinsen wurde wölfischer während er die Arme verschränkte.
„Ich bin mir sicher, dass er sie mir zuteilen wird wenn sie ihn ganz lieb darum bitten.“
In deinen Gedanken warfst du ihm ein „Nie im Leben, da arbeite ich ja eher mit dem Kaffeeautomaten zusammen“ entgegen.
„Ich glaube nicht, dass das nötig sein wird.“, entgegnest du ihm so zuckersüß wie dir möglich war, während du jetzt schon genau wusstest, dass er auf deiner Mordliste ganz nach oben gerückt war, sogar noch vor deinen verhassten Trainer aus der Polizeiausbildung.
„Oho..“, pfiff er.
Du fragtest dich langsam echt, ob er nicht verstanden hatte, dass du nicht gerade begeistert von ihm warst. Inzwischen warst du relativ wütend, allerdings wolltest du keinen Streit anfangen und hattest versucht einfach nur an ihm vorbei zu gehen, ohne ihm eine zu verpassen. Allerdings warst du nicht weit gekommen.„Ich mag sie lebhaft. Wie wärs mit einem Drink heut Nacht nach der Arbeit?“, und damit versperrte er dir den Weg aus der Tür.
„Nein Danke.“, gabst du zurück, die Temperatur im Raum fiel um gut zwanzig Grad und du quetschtest dich jetzt schon fast mit Gewalt an ihm vorbei zurück in den Hauptraum des Reviers.
In diesem Moment spürtest du etwas an deinem Hintern. Automatisch balltest du die Hand zur Faust, vergessend, dass das die Hand mit dem heißen Kaffee war. Aber in diesem Moment spürtest du nicht das Brennen oder den Schmerz, du drehtest dich einfach um und versuchtest dem Kerl ein Veilchen zu verpassen, wenn nicht jemand deinen Arm aufgehalten hätte.
„Alles in Ordnung?“, fragte eine dir bekannte ruhige, aber leicht besorgt klingende Stimme.
Als du den Kopf nach rechts wandtest erkanntest du den Besitzer der Hand als Connor, der scheinbar wieder geistig anwesend war. Seine LED leuchtete abwechselnd gelb und rot auf, während er deine Hand nahm und diese scheinbar scannte.
Reed hatte sich aus dem Staub gemacht, während du noch zu verblüfft warst um dich daran zu erinnern, dass du ihn hattest schlagen wollen.
„Wir sollten die Verbrennung behandeln.“
„Äh...ja vermutlich.“, gabst du verdutzt von dir.
„Ist alles in Ordnung mit ihnen?“, fragte der Android noch einmal, bevor er dich zu seinem Schreibtisch führte.
„Klar, abgesehen davon, dass dieser Kerl mich sexuell belästigt hat geht es mir super.“, meintest du ein klein wenig sarkastisch, hattest aber das Gefühl, dass Connor Sarkasmus nicht verstand. Der Android holte etwas Salbe und kümmerte sich dann um deine Verbrennung, die inzwischen wirklich anfing weh zu tun.
Jedenfalls zogst du zischend die Luft ein, als er sich darum kümmerte. Dabei flackerte seien LED wieder kurz Gelb, bevor sie sich endgültig beruhigte und wieder leuchtend blau wurde.
„Warum nur musstest du Idiot (Y/N) aufhalten?“, mischte sich plötzlich Hank ein, der zu euch beiden getreten war.
Fragend hob Connor den Kopf, bevor er damit fort fuhr deine Hand zu verbinden.
„Warum nicht, immerhin ist (Y/N) verletzt.“
Hank seufzte, immerhin schien Connor auch nicht ganz verstanden zu haben was vorgefallen war.
„Ich hätte gerne gesehen, wie du dem Arsch ein schönes Veilchen verpasst. Weiter so, lass dir bloß nichts von dem Mistkerl gefallen.“, klopfte Leutnant Anderson dir auf die Schulter, während er in Richtung von Fowlers Büro schlenderte. Du nahmst an, dass er Reed verpfeifen würde und hofftest, dass es zumindest irgendwelche Konsequenzen für den ach so tollen Detektive Reed geben würde.
„So das wärs.“
„Danke Connor.“, schenktest du ihm ein Lächeln, während du vorsichtig deine Finger bewegtest, was ein wenig weh tat.
„Und...kannst du mich bitte das nächste Mal erst unterbrechen, nachdem ich mich gewehrt hab?“, fügtest du mit einem Grinsen hinzu.
„Ich glaube kaum, dass das ihrem Ruf hier im Revier so gut tun würde.“, entgegnete er ruhig.
„Ich glaube kaum, dass es meinem Ruf so gut tun würde, wenn heraus käme, dass man mit mir machen kann was man will ohne, dass ich mich wehre.“, gabst du mit gehobener Augenbraue zu bedenken.
Connor schien einen Augenblick nachzudenken.
„Ich stimme zu. Das wäre...bedauerlich.“
Den Blick den er dir daraufhin zuwarf konntest du einfach nicht deuten, aber irgendwie warst du ganz froh darüber, dass er wieder sein übliches angedeutetes Lächeln im Gesicht hatte und nicht mehr besorgt aussah. Auch wenn du insgeheim fandest, dass er übertrieben reagiert hatte.
Trotz allem aber fandest du sein Verhalten auch irgendwie süß und fragtest dich ob diese Verhaltensweise so in seinem Programm stand. Vielleicht konntest du ja jemand anderen nach Erfahrungen damit fragen?
„Sagmal, wie viele gibt es noch von dir?“
„Ich bin eine Prototyp und damit der einzige meiner Art, der momentan im Einsatz ist. Ich wurde speziell geschaffen um Abweichler aufzuspüren und herauszufinden warum sie zu Abweichlern werden.“, meinte er.
„Schade.“, seufztest du und lehntest dich in seinem Stuhl zurück.
„Schade?“, fragte er, scheinbar ein wenig irritiert.
„Nicht so wichtig.“, winktest du grinsend ab.
„Vielleicht, aber nur vielleicht erkläre ich dir das irgendwann einmal Connor.“
Du zwinkertest ihm zu und musstest über sein jetzt noch mehr irritiertes Gesicht lachen, während er scheinbar versuchte zu entziffern was du damit hättest meinen können.
Hank war inzwischen wieder zurück und schien tatsächlich auch nicht unzufrieden zu lächeln. Etwas, dass man scheinbar selten bei ihm sah. Zumindest hattest du ihn noch nie auch nur ansatzweise gut gelaunt gesehen.
„Uns scheints ja schon wieder ganz gut zu gehen.“
„Mir gings nie besser.“, grinstest du ihn an.
„Komm mit, ich geb heut einen aus.“
Das ließt du dir nicht zwei Mal sagen, denn bei der ganzen Aufregung und dem üblen Geruch hattest du verdrängt, dass du bisher nicht wirklich viel zu dir genommen hattest.
„Aber was ist mit dem Bericht Leutnant Anderson?“, holte Connor zu euch beiden auf.
„Ach scheiß auf den Bericht!“, gab Hank brummelig zurück.
„Papierkram läuft uns nicht weg.“
Und damit wart ihr auf dem Weg zu Hanks favorisierter Pommesbude. Wenn man diese Art Wohnwagen, oder was auch immer es genau war, denn Pommesbude nennen konnte.
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