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Show Me Love (SwanQueen)

GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 Slash
Aurora Böse Königin / Regina Mills Emma Swan Mulan OC (Own Character) Red / Ruby Lucas
07.09.2018
07.10.2020
22
27.077
12
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02.11.2018 1.466
 
"Guten Morgen, mein Schatz." Emma rieb sich die noch müden Augen als sie barfuß die Küche betrat. Die Blondine trug ein graues Shirt, das sie zum Schlafen angehabt hatte, und dazu türkise Boxershorts.
Es war gerade mal der zweite Schultag und Emma war jetzt schon davon überzeugt, dass sie ohne Kaffee intus keinen Fuß vor die Tür setzen könne.
Sie hatte den restlichen Montagabend damit verbracht, im Bett liegend die Zimmerdecke anzustarren, weswegen Emma die Nacht auch kaum Schlaf finden konnte.
Ein seltsames, ihr unbekanntes Gefühl von innerer Unruhe, hatte sich seit dem gestrigen Tag in ihr breit gemacht. Ein Pochen, das Emma nicht einordnen konnte, welches verlangte das etwas geschah - doch was es auch sein sollte, Emma hatte weder die Kraft noch die Intuition dem Verlangen nach zu geben und näher darüber nachzudenken.

"Hast du schlecht geschlafen?" Marie Margret stand, mit einem Teller angebratener Speckstreifen in der Hand, vor Emma und schaute ihre Tochter besorgt an. "Alles okay, Mama." antwortete diese und hielt sich die Hand vor den Mund um ihr Gähnen zu verdecken. Marie Margret legte ihren Kopf neugierig zur Seite. "Gestern war einfach nur ein langer, anstrengender Tag.." murmelte Emma, in deren Kopf sich die Ereignisse von Montag vage abspielten.

Diese Aussage genügte Maries Ansprüchen und die Frau fuhr damit fort durch die Küche zu wuseln und nebenbei den Tisch zu decken. Es kann ja nicht jeder so ein Morgenmensch sein, dachte Emma schulterzuckend und pilgerte zur Kaffeemaschine.
"Ich muss los!" tönte es von oben und man hörte wie jemand die Treppe runter lief. David lief durch die Küche und gab seiner Frau, die gerade frischen Orangensaft presste, einen Kuss auf die Wange. Bevor er das Esszimmer wieder verließ, grinste der Polizist seine Tochter an, die an ihrem Kaffee nippte.
"Sicher dass du nicht noch einen Zweiten brauchst? Du schläfst ja sonst noch im Unterricht ein," zwinkerte er Emma zu, welche nur die Augen verdrehte. "Fahr vorsichtig!" rief Marie Margret ihm hinterher, und einen Augenblick später hörten sie auch schon die Haustür ins Schloss fallen.

Nach einer halben Stunde war Emma frisch geduscht und hatte sich umgezogen. "Ich geh dann auch mal" gab sie ihrer Mutter Bescheid und schulterte ihren Rucksack, in den sie vorher noch schnell Sportschuhe und ihre frisch aufgefüllte Wasserflasche gepackt hatte.

"Viel Spaß in der Schule." Marie Margret drückte ihrer Tochter deren Schlüssel in die Hand, welche mit den Worten "Dir auch, Mama." aus dem Haus huschte und sich auf den Weg zur Schule begab.
Emmas Mutter war beruflich als Grundschullehrerin tätig, hatte jedoch das Glück dienstags und donnerstags erst ab der dritten Schulstunde in ihrer Klasse zu unterrichten, was für Emma und ihren Vater genau an diesen Tagen ein liebevoll hergerichtetes Frühstück bedeutete.

Emma hatte sich auf ihr gelbes Fahrrad geschwungen und trat ordentlich, im schnellen Takt von Satellite Stories' Kids Aren't Safe In The Metro, in die Pedalen. Der Dienstagmorgen würde kein Zuckerschlecken werden - nicht nachdem, was sie von anderen Mitschülern über Herrn Golds Geschichtsunterricht gehört hatte.
Die Tatsache, dass Ruby als dritten Leistungskurs, neben Deutsch und Französisch, Biologie gewählt hatte und Emma den äußerst exzentrischen Lehrer ohne ihre beste Freundin aushalten musste, trug dazu bei, dass die zwei Stunden Geschichte sich extrem lang zogen.

Wenigstens saß Emma nun mit Aurora, welche ohne ihre bessere Hälfte Becca so verloren ausschaute, an einem Tisch. Auch hatte Merida, der rothaarige Neuzugang ihrer Gruppe, sich neben Emma gepflanzt - und durch ihre rebellische Ader schon in der ersten Stunde die Missgunst des Lehrers eingefangen, als sie sich weigerte ihren sichtbaren BH-Träger unterm Shirt zu verdecken.

"Solch Freizügigkeit ist an dieser Schule nicht erwünscht und wird auch in Zukunft nicht geduldet, mimimi." imitierte Merida Herr Golds Empörung, als sie zur ersten großen Pause den Schulhof betraten. "Wir sind hier doch nicht im Kloster!" Sie schüttelte ihren Kopf und die roten Locken fielen ihr wild über die Schultern.
"Wie ein simpler BH-Träger einen Mann so in Rage versetzen kann," kicherte Aurora. Merida stöhnte erneut verärgert auf und Emma konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen.
"Ein Glück für May Lee, dass sie heute krank ist und den Kerl zwei Stunden weniger in ihrem Leben ertragen muss!"
"Jetzt mach mal halblang," unterbrach Aurora den Rotschopf, welcher dabei war sich erneut in Rage zu reden. "May Lee verpasst schließlich Sport, was heißt dass es ihr richtig dreckig gehen muss." Die Blondine hatte Recht. May Lee war ein richtiges Energiebündel das täglich trainerte und hatte Emma sogar angeboten Samstags morgens gemeinsam laufen zu gehen.
Merida stutzte bei der überraschend kontra gebenden, sonst so verträumten, Aurora und seufzte: "So war das doch gar nicht gemeint. Ich hab ihr doch auch schon gute Besserung gewünscht.."
Aurora nickte zufrieden und Emma bemerkte den leichten Rotschimmer, der sich auf den Wangen der Blondine geschlichen hatte. Emma war sich sicher, dass da etwas zwischen May Lee und Aurora am laufen war und nahm sich vor, später Ruby davon zu erzählen, welche die beiden ebenfalls shippte und sich über jeden noch so kleinen Maylora-Moment wie ein kleines Kind freute.

"Aaah!" da hörte die Blondine auch schon ihre beste Freundin von der anderen Seite des Pausenhofes auf sie zulaufen. "Was los, Rubes?" fragte Emma die Brünette, welche nun die Gruppe erreicht hatte und sichtlich frustriert schien.
"Nach diesen zwei schrecklichen Stunden Biologie mit Herr Walter bin ich an dem Punkt angekommen, an dem ich mich frage ob Abitur wirklich relevant für einen gut bezahlten Beruf ist!"

Die Mädchen lachten und Ruby fuhr wild gestikulierend damit fort den Unterricht des anscheinend anspruchsvollsten Lehrers so detailliert wie möglich zu beschreiben. "Der hat heute allen Ernstes schon fünfzehn Seiten zum exzerpieren aufgegeben und jeder aus dem Kurs hat ein Referatsthema bekommen, obwohl keiner was verstanden hat! Ich hatte mich ernsthaft auf Biologie gefreut! Und jetzt kommt der auch noch mit so Chemie-Zeugs an, das ich doch extra abgewählt hatte.."


Die anschließende Stunde Sozialkunde bei Herrn Hüpfer war auch nicht gerade besser, obwohl das eigentlich ein Fach war, welches Emma eher als angenehm empfand - der Schulvormittag schien nie enden zu wollen.
Allein der Kunstunterricht in der vierten Stunde konnte ihre Laune retten, auch wenn der Lehrer relativ niedrige Ansprüche an den Grundkurs stellte und die Blondine ahnte dass ihr Lieblingsfach jetzt in der Oberstufe aus überwiegend trockener Theorie bestehen würde..
Aber das hielt sie nicht davon ab währen der Diashow über Kirchengebäude und deren architektonischen Aufbau, ihren Block auszupacken und ein wenig vor sich hin zu scribbeln.
Es waren keine geplanten Zeichnungen von Szenen, Emma ihren Bleistift ganz locker über das Papier gleiten und ging immer wieder mit großzügigen Strichen den groben Aufbau eines Gesichtes durch, um dessen Entstehungsprozess mit jeder neuen Skizze bis hin zu ihrer Zufriedenheit zu automatisieren.

In ihre kreative Arbeit vertieft, bemerkte die Blondine zuerst nicht das Geräusch vom Klackern hoher Schuhe. Als dieses jedoch lauter wurde, blickte Emma von ihrem Blatt auf und erkannte dass es wirklich Frau Mills war, welche nun mit dem Kunstlehrer ein Gespräch über die Materialien für irgendeine Collage ihres Französischkurses führte.
Emma bemerkte erst nachdem die beiden Lehrkräfte sich auf ein Konzept der Plakate geeinigt hatten und Frau Mills sich rückwärts in Richtung Tür bewegte, dass sie die ganze Zeit über die brünette Lehrerin angestarrt hatte. Verwirrt schüttelte die Jugendliche den Kopf und versuchte sich wieder auf ihre Zeichnung zu konzentrieren, jedoch konnte Emma sich nicht davon abhalten, ein letztes Mal ihrer Stammkursleiterin hinterher zu schauen.

Das Herz der Blondine setzte einen Takt aus, als sie direkt in die dunkelbraunen Augen von Frau Mills blickte, welche sich, bevor sie den Saal verließ, noch einmal umgedreht und ihren Blick neugierig über den Kurs hatte schweifen lassen.
Da war es wieder. Dieses unruhige Gefühl, das sich sofort in Emmas Bauch sturzflutartig ausbreitete und wie ein Wirbelsturm in ihr zu toben begann. Verlangen, ein innerer Impuls der sich nach mehr und mehr Aufmerksamkeit von der Person im Türrahmen sehnte.

Das musste aufhören.

Emma fühlte sich so schuldig, so falsch bei de Gedanken an das was die Blicke der Lehrerin in ihr auslösten. Also brach sie den Augenkontakt schweren Herzens ab und senkte ihren Kopf um mit leerem Gesichtsausdruck das Blatt Papier vor sich zu fixieren.
Sie musste verhindern, sich diese Sehnsucht nach dem Unerreichbaren an zu gewöhnen, welche Emma an den Rand des Wahnsinns trieb. Kurz und möglichst schmerzlos.
Und der einzige Ausweg, den die Schülerin aus ihrer Situation sah bestand daraus, Frau Mills dazu zu bekommen, Emma zu verabscheuen.



Hallöchen! Nach langer Zeit mal wieder ein Update. Keine Sorge, Frau Mills wird im nächsten Teil mehr Screen Time bekommen grins
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