Machtkampf

von Chao
GeschichteAllgemein / P18
07.09.2018
12.01.2019
18
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Dieses Kapitel
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Halli  Hallo meine Lieben und herzlich Willkommen zum nächsten Kapitel meiner FF ^__^
Wie versprochen, gibt es hier jetzt den nächsten Teil der Geschichte un ich muss euch leider sagen, wir kommen dem Ende nahe O__O.
Ich glaube schon, dass man sicher noch mehr rausholen könnte, es ewig weiter spinnen könnte, aber mein Schreiberherz sagt mir, dass wir bald am Ende angelangt sind und es auch gut so ist.
Aber noch ist es ja nicht soweit :).
Ich wünsche euch erst einmal viel Spaß mit diesem Teil.

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Kapitel 17 – Du bist wertlos und zu nichts zu gebrauchen

„Ey, Granger!“, schallte es durch den Gang im vierten Stock.

Harry, Ron und Hermine waren an diesem Freitag unterwegs zum Mittagessen, als sie im Flur aufgehalten wurden.

Hermine, die die Stimme umgehend erkannte, musste versuchen ein freudiges Kichern zu unterdrücken und war bemüht nicht allzu freudig zu gucken.
„Malfoy, was willst du?“, sprang augenblicklich Ron ein und stellte sich zwischen Draco und die braunhaarige Gryffindor.

Harry und Ron ahnten nicht, dass Draco nur auf eine Gelegenheit gewartet hatte, um Hermine endlich abzupassen. Nun musste er nur noch die zwei Nervensägen los werden überlegte er.
„Pff, von dir will ich nichts Wiesel, also hau ab und geh essen. Und nimm Potter gleich mit.“, entgegnete Draco kühl und wandte seine Augen Hermine zu.
Er sah sofort den zarten rosa Schleier, der sich auf ihre Wangen legte, sobald seine Augen ihre fixierten. Umgehend verspürte er das sehnliche Verlangen sie sofort zu packen und an sich zu ziehen. Er wollte ihre weichen Lippen kosten und ihre warme Haut spüren.
Eindeutig, diese zwei Idioten mussten schnellstens verschwinden.

Hermine sah in die sturmgrauen Augen Malfoys und spürte umgehend, wie ihr Herzschlag sich beschleunigte. Ihr Magen begann zu kribbeln und ein Pochen stellte sich in ihrer unteren Körperregion ein. Sie schluckte schwer und hoffte, dass Harry und Ron gehen würden.
„Pass lieber auf was du sagst Malfoy...“, mischte sich nun auch Harry ein. Er trat einen Schritt auf den Blondschopf zu und lenkte somit seine Aufmerksamkeit auf sich.
„Sonst was Potter?“, fragte Draco ihn herausfordernd und funkelte ihn ungeduldig an.
„Hey... Jungs... würdet ihr bitte mal mit diesem Kindergarten aufhören?“, versuchte Hermine nun die Situation zu beschwichtigen. Ihre Freunde sollten doch nicht mit Draco streiten, sondern ihr ein wenig Zeit mit ihm gönnen.

Und da spürte sie wieder diesen leichten Stich in ihrem Bauch.
Sie wusste, dass sie Ron und Harry noch nichts erzählt hatte verkomplizierte ihre ganze Situation ziemlich. Aber mit diesem Gedanken wollte sie sich später befassen.
„Wieso? Er hat doch angefangen!“, warf Ron jetzt sauer ein und sah wie ein eingeschnapptes Kind zu Draco. Dieser grinste ihn hämisch an.
„Genau Wiesel, jetzt ist mal Schluss mit dem Kindergarten. Geh mit deinem Pottifreund spielen und lass die Erwachsenen reden.“, grinsend blickte er Ron und Harry abwechselnd an, die Draco mit bösen Blicken fixierten.

„Jetzt ist genug! Draco, was möchtest du?“, fragte Hermine versucht ruhig atmend und blickte einige Sekunden länger, als das es noch unauffällig gewesen wäre, in Malfoys Augen.
„Vertrauensschülersache.“, antwortete dieser nur knapp, schaute sie durchdringend an und sah dann auffordernd zu Harry und Ron. „Und das heißt für euch...,“ er wischte mit seinen Händen vor sich durch die Luft, „Haut ab!“
Harry und Ron wollten protestierend ansetzen, als ihnen Hermine zuvor kam.
„Jungs, würdet ihr schon einmal vorgehen? Ich komm gleich nach, versprochen. Mit ihm werde ich alleine fertig, keine Angst.“, sagte sie augenzwinkernd und blickte beruhigend zu ihren zwei Freunden. Sie wusste, beide hatten einen starken Beschützerinstinkt und trauten Draco keine zwei Meter über den Weg.

„Na gut..., aber beeil dich, sonst kommen wir dich holen.“, sagte Harry langsam und ließ Draco keine Sekunde aus den Augen.
„Danke.“, flüsterte Hermine liebevoll und sah Beiden hinterher, wie sie mürrisch den Flur Richtung Treppen verließen.

„Komm!“, sagte Draco gebieterisch, kaum das Ron und Harry außer Sicht waren. Er packte Hermine am Handgelenk und zog sie eilig hinter sich her in das nächste Klassenzimmer, welches sich in ihrer Nähe befand.
Kaum hinein geschlüpft, zog Draco laut die Tür hinter sich zu, zückte seinen Zauberstab, richtete ihn auf das Schloss und flüsterte leise: „Colloportus.“
Mit einem leisen Klick verschloss sich die Klassenzimmertür.
Begierig drehte er sich um und sah in die faszinierensten braunen Augen, die er jeh gesehen hatte.

„Draco...“, hauchte Hermine freudig erregt und ging einen Schritt auf den blonden Slytherin zu.
Seit ihrer Begegnung vor zwei Tagen im zweiten Stock hatte sie keine Gelegenheit gehabt, sich mit ihm zu treffen. Harry und Ron klebten wie Kaugummi an ihr und auch Ginny nahm sie permanent in Beschlag. Es war ein verhexter Tag gestern. Immer wieder trafen sich ihre Blicke und sie sah ihm mehr als einmal sehnsüchtig hinterher.
„Granger...“, raunte Draco ihr hungrig entgegen und ohne ihr auch noch eine weitere Chance auf Gedanken an gestern zu lassen stand er bei ihr und legte seine Hände auf ihren Wangen ab. Sie umklammerte automatisch seine Taille.
Draco strich sanft über ihre Haut und legte seine Stirn gegen ihre. Genießerisch schlossen beide die Augen und ihre Nasenspitzen berührten sich.
Beide atmeten aufgeregt und versuchten diesen Moment so lange es ging festzuhalten.

Draco senkte seinen Kopf einige Millimeter und legte vorsichtig seine Lippen auf ihren ab. Es war wieder wie eine Explosion in der Magengegend. Draco konnte förmlich spüren, wie seine Hormone durch seinen Körper rauschten und Samba tanzten.
Hermine krallte sich augenblicklich in seinem Schulhemd fest und er ließ seine Hände in ihren Nacken und in ihren Haarschopf wandern, um sie fester an sich zu ziehen.
Ihre beider Lippen umspielten einander und es dauerte gar nicht lange, da stupste Draco begehrlich mit seiner Zunge an, um Einlass zu erhalten. Hermine gewehrte ihm diesen umgehend und sofort umtanzten sich ihre Zungen.

Beide spürten ihr Blut aus den Köpfen rauschen und wie ihr Verstand sich allmählich verabschiedete. Begierde und Lust machten sich in ihnen breit und beider Hände wanderten langsam über den Körper des anderen.
Hermine erkundete Dracos Rücken, strich fest über den Stoff seines Hemdes und am Hosenbund angekommen zog sie es schleunigst heraus, um die helle und unsagbar weiche Haut darunter zu spüren. Malfoy war heiß, er glühte förmlich und Hermine liebte es, wenn seine Muskeln unter ihren zarten Fingern arbeiteten.
Draco wanderte mit seinen Händen an Hermines Taille entlang und versuchte sich, an ihrer Hüfte angekommen, einen Weg unter ihre Schuluniform zu bahnen. Er spürte ihre überhitzte Haut am Bauch und wollte mehr.

Seine Lippen lösten sich von ihrem Mund und legten sich auf ihren Hals. Begierig begann Draco an Hermines Haut zu lecken und daran zu knabbern. Ein zartes Stöhnen entwich ihr, welches er mit einem diebischen Grinsen quittierte.
„Draco...“, hauchte Hermine heiser, während er seine Hände an ihrem Bauch höher und seine Lippen an ihrem Hals tiefer wandern ließ.
Die Gryffindor strich wieder Malfoys Rücken hinauf und atmete immer schwerer. Er konnte sie so leicht um den Verstand bringen, es war einfach unglaublich. Sie krallte sich in seine Schultern, als er am Rand ihres BHs ankam. Er schlüpfte langsam mit seinen Fingerspitzen darunter und berührte zärtlich ihren unteren Brustansatz. Er strich quälend langsam daran entlang und Hermine schloss verzückt die Augen.

„Du hast mir gefehlt.“, hauchte Draco gegen Hermines Haut und küsste sie erneut begierig.
„Ja, du mir auch.“, antwortete sie heiser zwischen schweren Atemstößen. Ihre innere Lust wuchs mit jeder Minute und das Pochen in ihrem Schoß wurde immer größer.

„Hey!“, kam es plötzlich laut vom Flur und beide hielten ruckartig inne.
Sie hörten wie mit Kraft an der Tür gerüttelt wurde, die Draco in weiser Voraussicht verschlossen hatte.
„Professor Flitwick sagte doch wir sollten hier die Lehrbücher abholen oder nicht?“, kam es nun erneut von der Stimme, die eindeutig weiblich klang.
„Ja, ganz sicher. Wieso ist der Raum zu?“, fragte nun eine eindeutig männliche Stimme.

„Draco...“, flüsterte Hermine. Doch bevor sie noch mehr sagen konnte hatte Malfoy seine Hände von ihrem Oberkörper gelöst und eine Hand auf ihren Mund gelegt. Seine zweite Hand fuhr zu seinem Gesicht, sein Zeigefinger erhob sich an seine Lippen und er gab ein leises „Schhht“ von sich.

„Soll ich schnell den Alohomora benutzen?“, fragte die Mädchenstimme nun und Hermines Augen weiteten sich vor Entsetzen. Sie konnte sich doch nicht Inflagranti erwischen lassen. Nicht sie. Sie war doch eine angesehene Vertrauensschülerin.
Draco blickte mit ernster Mine zur Tür und sagte kein Wort. Er hielt Hermine fest bei sich und hatte nun beschützend seine Arme um sie gelegt.
„Ne, lass mal lieber. Nachher heißt es noch wir sind eingebrochen. Soll er sich seine Bücher doch selbst holen. Er kann doch so gut den Wingardium Leviosa. Damit sollte er es doch alleine hinkriegen.“, antwortete die männliche Stimme und Draco spürte, wie Hermine leise aufatmete. Auch ihm huschte ein entspanntes Lächeln über die Lippen.
„Von mir aus. Lass uns was essen gehen, bevor der Unterricht wieder los geht.“, sagte das Mädchen jetzt und Draco und Hermine vernahmen die fremden Schritte, welche sich immer mehr entfernten.

„Puh... Das war knapp.“, seufzte Hermine laut auf und legte ihren Kopf gegen Dracos Brust.
„Wieso? Ist es dir unangenehm mit mir gesehen zu werden Granger?“, fragte Draco kokett lächelnd und doch kam Hermine nicht umhin, den kühlen Unterton in seiner Stimme wahrzunehmen.
„Nein. Ist es nicht. Wirklich.“, versuchte sie ihn zu beschwichtigen. Sie stellte sich auf ihre Zehenspitzen und gab Malfoy einen liebevollen Kuss auf die Wange. Er drehte den Kopf und sah sie durchdringend an.
„Falsche Stelle meine Liebe.“, flüsterte er und legte erneut seine Lippen auf ihre.

Nach einem kurzen Augenblick löste Hermine sich sehnsüchtig aus dem Kuss und sah Draco entschuldigend an.
„Ich glaube wir sollten langsam wieder gehen. Harry und Ron kommen sonst zurück. Du weißt, dass dies vorhin keine leere Drohung von ihnen war.“, sagte sie und sah den Slytherin nun besorgt an.
„Na und? Dann sollen sie doch kommen. Ein falsches Wort und ich zeig ihnen, was ich mit dummen Volliodioten mache.“, entgegnete Malfoy bedrohlich.
Hermine seufzte.

„Draco... ich habe noch nicht mit ihnen gesprochen. Sie sollten es, wenn möglich, nicht so herausbekommen.“, sie deutete auf sich, Draco und auf den Klassenraum.
„Was wäre so schlimm daran? Vielleicht habe ich Glück und Weasley kippt vor Schreck aus dem Latschen.“, lachte Draco hämisch auf und kassierte umgehend einen Knuff in den Oberarm von der Gryffindor.
„Au! Ist ja schon gut.“, lachte er leise auf und drückte Hermine einen Kuss auf die Stirn.
„Natürlich bin ich totunglücklich, wenn dein Rotschopf von Freund ein Problem mit mir hat und es nicht verkraftet, dich in so einer komprimitierenden Lage wie dieser hier vorzufinden. Ganz zu schweigen von Potter. Er würde wahrscheinlich zehn Ave Marias aufsagen und jeden Abend für dich beten, dass du dich wieder von der dunklen Seite abwendest.“, lachte Draco rau auf und umschloss Hermine fest.

„Du bist so ein Idiot Malfoy.“, entgegnete Hermine entrüstet und drückte sich noch enger an ihn. Er war ein Idiot, aber er war ein großartiger Idiot. Er war ihr Idiot.
„Weiß Blaise eigentlich von uns?“, fragte Hermine nun beiläufig, während sie sich aus Dracos Armen löste und ihre Schuluniform wieder richtete.

Umgehend verfinsterte sich Malfoys Mine und jede kleinste Regung von Freude oder Glück wich aus seinem schönem Gesicht. Er blickte an Hermine vorbei, auf einen Punkt an der Wand hinter ihr.
„Ja.“, knurrte er leise und seine Hände ballten sich zu Fäusten.
„Draco? Was ist los?“, fragte Hermine nun besorgt, da ihr die Verhaltsänderung aufgefallen war.
„Nichts. Lass uns gehen.“, entgegnete Draco knapp und wandte der Gryffindor den Rücken zu. Er hatte keine Lust über dieses absolut erfolgreiche Gespräch mit seinem besten Freund nachzudenken.
Doch schon spürte er eine warme freundliche Hand an seinem Arm, die ihn zärtlich fest hielt. Sein Kopf ging zur Seite und er sah wieder in diese wunderschönen Augen. Sie sahen ihn mitfühlend an.

„Er hat es also nicht gut aufgenommen, oder?“, fragte Hermine nun selbstständig schlussfolgernd.
„Nein.“, gab Draco zähneknirschend zu, „Aber darüber musst du dir nicht dein hübsches Köpfchen zerbrechen. Ich regel das schon mit Blaise. Sprich du lieber mit Potter und Weasley.“
Hermine seufzte.
„Ja, ich weiß. Es ist nur...“, sie machte eine kurze Pause, „Obwohl ich eine Gryffindor bin, eine mutige Löwin... habe ich Angst davor.“
„Angst? Wieso? Die zwei würden für dich doch alles tun und dir erst recht alles verzeihen. Absolute Hohlköpfe wenn du mich fragst.“, entgegnete Draco abschätzig.
„Draco!“, sagte Hermine mahnend zum Blondschopf, dem ein kleines Lächeln über die Lippen huschte.
Mit einer schnellen Handbewegung umfasste er ihr Handgelenk und zog sie an sich heran. Sein Arm legte sich um ihren Körper, während seine andere Hand unter ihr Kinn wanderte und somit anhob. Sie blickte ihm direkt in die Augen. In diese stahlgrauen, durchdringenden Augen.
„Sprich mit ihnen. Nur Mut kleine Granger.“, flüsterte er ihr sanft zu und gab ihr einen zarten Kuss auf die Stirn. Augenblicklich schloss Hermine ihre Augen und lächelte zart.

„Sehen wir uns heute noch einmal?“, fragte sie, kaum das sich seine Lippen von ihrer Haut gelöst hatten.
„Wehe dir, wenn nicht.“, sagte Draco bedrohlich und verschloss ihren Mund mit seinem. Ihre Lippen umspielten sich für einen kurzen Augenblick leidenschaftlich, ehe Hermine eine Antwort geben konnte.
„Heute Abend... Büro der Vertrauensschüler...,“, stammelte Hermine zwischen tiefen Atemzügen, „Ich habe ein wenig zu tun und... soweit ich weiß bin ich allein.“, schlug sie vor und wieder breitete sich diese verräterische Röte auf ihren Wangen aus.
„Okay.“, flüsterte Draco und legte erneut seine Lippen auf ihre.

„Wir sollten langsam gehen Draco...“, hauchte Hermine gegen seine gierigen Lippen, welche sich partout nicht von ihren lösen wollten.
„Ich weiß...“, gab er raunend zurück und umschloss ihre Wangen mit seinen Händen.
„Sonst kommen Harry und Ron...“, sagte sie und bettete ihr Gesicht in seine warmen Hände. Es fühlte sich so verdammt gut an von ihm gehalten zu werden.
„Ist mir egal.“, knurrte Draco nun bedrohlich, „Ich lasse mir ungern wegnehmen, was mir gehört.“
„Heute Abend.“, flüsterte Hermine und löste sich schwerlich aus Dracos Griff.

Sie blickte ihn lächelnd an, als sie sich einige Schritte von ihm entfernte. Sie musterte ihn begierig und formte stumm die Worte „Heute Abend“, als sie sich zur Tür umdrehte und diese mit einem stummen Zauber öffnete. Sie drehte sich ein letztes Mal um, sah Malfoy liebeshungrig an und ging hinaus.

Draco stand da, etwas perplex, dass sie sich so konsequent von ihm gelöst hatte und vergrub eine Hand in seinen Haaren.
Er seufzte, steckte die andere Hand in seine Hosentasche und ein Schmunzeln huschte über sein Gesicht.
Gott, diese Frau machte ihn verrückt. Mag Blaise vielleicht recht gehabt haben und er wurde zum Weichei in ihrer Nähe. Aber es war ihm egal. Heute Abend würde er sie haben. Ganz für sich alleine. Er würde sie haben... die ganze Nacht lang.
Mit diesem freudigen Gedanken verließ Draco nun ebenfalls das Klassenzimmer und begab sich zum Frühstück.

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Er stand an diesem Freitagabend voller Zorn vor der Tür im dritten Stock. Die massive Holztür, die ihn von der Person dahinter trennte, war aus festen Holz gearbeitet und mit den vier Wappentieren der jeweiligen Häuser aus glänzendem Metall verziert.
Eine große Plakette hing in der Mitte, auf der „Büro der Vertrauensschüler“ geschrieben stand.
Ein Glück war dieses Wiesel so dämlich gewesen und hatte ihm gesagt, wo er sie heute Abend finden würde.

„Ey Wiesel, bleib sofort stehen!“, rief Blaise Zabini am Nachmittag über den Flur hinweg.
Genervt drehte sich Ron um.
„Was willst DU denn jetzt Zabini? Ein Slytherin am Tag, der mich nervt, reicht vollkommen aus.“, entgegnete der Rotschopf zornig und betonte das Wörtchen Du so genervt wie nur möglich.
Einen Moment lang sah Blaise ihn irritiert an, ehe er seine Fassung wieder fand.

„Es gibt noch jemanden, der dich nervt? Find ich super. Aber mal was anderes. Wo finde ich Granger?“, fragte Blaise nun direkt und sah Harry und Ron ungeduldig an.
„Bitte?“, erkundigte sich nun Harry und sah Blaise verwundert an.
„Was wollt ihr denn alle von Hermine? Ich denke ihr habt so eine dämliche Lerngruppe? Ihr trefft euch doch regelmäßig in den Kerkern. Da siehst du sie doch dann.“, sagte Ron murrend und blickte fragend zu Harry. Dieser zuckte ratlos mit den Schultern.
„Lerngruppe? Mit Granger? Spinnst du Weasley? Ich bin doch nicht verrückt.“, erwiderte Blaise mit einem angeekeltem Gesichtsausdruck.

Ron und Harry schwiegen. War es Blaise peinlich zuzugeben, mit Hermine zu lernen? Wieso stritt er es so wehement und überzeugend ab? Man konnte förmlich hören, wie die Fragen in den Köpfen der beiden Gryffindor ratterten.

„Potter, Weasley, wo finde ich sie?“, bohrte Blaise nun mit genervtem Unterton nach.
„Was willst du von ihr?“, fragte Harry langsam und wachsam.

„Vertrauensschülerding. Geht euch nichts an. Also?“, erneut drängelte er die zwei zu einer Antwort.
„Du hast einen Vertrauensschüler in deinem Haus. Malfoy. Sprich mit dem.“, knurrte Ron zornig.
„Geht nicht. Ist nicht zu sprechen. Nun los, oder muss ich euch bei Snape verpetzen, dass ihr einem Schüler die Hilfe verweigert, die er durch einen Vertrauensschüler benötigt?“, triumphierend sah er die Beiden an.

Grüne und blaue Augen tauschten Blicke aus und schienen abzuwägen, was sie nun tun sollten. Auf Snape hatten sie wirklich keine Lust. Und sie wussten, Hermine war so gut wie nie alleine in ihrem Büro. Was sollte also schon passieren.

Ron seufzte genervt.
„Sie arbeitet heute im Büro der Vertrauensschüler. Wenn du sie suchst wirst du sie sicher dort finden.“, resignierte nun Harry, der keine Lust mehr hatte, sich weiter mit Slytherins abzugeben.
„Vielen Dank.“, sagte Blaise gedehnt freundlich und schritt davon. Mit einem tückischen Lächeln im Gesicht ließ er Harry und Ron zurück im Flur.

„Mal ehrlich... die spinnen doch alle die Slytherins, oder?“, fragte Ron nun mit hochgezogenen Augenbrauen an Harry gewandt.
„Absolut. Nachdem Malfoy mit ihr gesprochen hatte war sie schon so komisch beim Mittag. Irgendwie nicht ganz bei sich. Wer weiß, was für Dinge er mit ihr zu klären hatte. Und nun Zabini... Einfach nicht mehr alle Zauberstäbe im Regal haben die.“, sagte Harry kopfschüttelnd.
„Aber sag mal... kam dir das mit der Lerngruppe nicht ein wenig komisch vor?“, erkundigte sich Ron bei seinem besten Freund. Dieser nickte grimmig.

„Wir sollten mal mit ihr Reden.“, sagte Harry langsam.
„Ja... Wenn ich heute vom Strafarbeiten wieder komme.“, brachte Ron resignierend ein. Wie jeden Abend wartete Snape in seinen Kerkerräumen auf ihn.
„Ja, und vorher ist auch noch Training...“, murmelte Harry. Er wusste, auch wenn Ron am Training teilnahm, durfte er beim nächsten Spiel nicht dabei sein. Ein weiterer Teil seiner Strafe für den Angriff auf Draco Malfoy. Und Harry wusste, dass dies sehr schmerzlich war für seinen besten Freund.
Sie verließen, wie Zabini, den Flur.

Mit entschlossenem Blick klopfte Blaise Zabini nun an die Tür vor ihm und er hörte umgehend Geraschel. Eine kurze Stille trat ein und dann vernahm er ein deutliches: „Ja? Komm rein!“

Erwartete sie ihn etwa?

Er schob die Holztür auf und vor ihm erstreckte sich das Büro der Vertrauensschüler. Er kannte es durch Draco. Er hatte ihn hier schon einige Male besucht, wenn er seinen Papierkram erledigen musste, weil er diesen nur zu gerne schleifen ließ.

Es standen vier Schreibtische mit Stühlen im Raum, auf denen Akten, Papiere, Bücher, Federkiele und Tinte verteilt lagen.
Ein Feuer prasselte im Kamin und es gab zwei gemütliche Sofas und vier Sessel im Raum. Verschiedene Bilder hingen an den Wänden. Die meisten von irgendwelchen Tierwesen. Aber es gab auch Portraits von ehemaligen Schülern aus den unterschiedlichen Häusern der Schule. Doch bis auf einen, schienen alle gegangen zu sein.
Jason Hamersworth, Vertrauensschüler mit besonderen Verdiensten um die Schule, Ravenclaw, 1978, stand auf einem goldenen Schild unter dem Portrait eines hochnäsig dreinblickenden Schülers. Er blickte gelangweilt auf die Unterlagen, die auf dem Schreibtisch vor ihm lagen.

Die braunen Augen von Hermine Granger musterten Blaise argwöhnisch, wie er da in der Tür stand und sich kurz umsah. Sie hatte ihn nicht erwartet. Draco wollte doch kommen. Was wollte Blaise hier? Sie wollte nicht mit ihm alleine sein. Ein mulmiges Gefühl machte sich in ihr breit.

„Blaise.“, setzte sie nun versucht geschäftsmäßig an, „Was kann ich für dich tun?“
Leise ließ Zabini die Tür ins Schloss fallen und schritt auf die Gryffindor zu, die an dem Schreibtisch vor ihm saß und über einem Haufen Papier saß.

Seine Augen wanderten weiter durch den Raum. Er blickte zum Portrait von Jason und ruckte kaum merklich mit dem Kopf. Einen Moment schien der dunkelblonde, blasse Junge im Bild zu überlegen. Doch dann zuckte er mit den Schultern, rollte genervt seine Augen und entschwand aus seinem Portrait.
Jetzt war er endlich alleine mit ihr.

„Granger... Wir müssen reden.“, begann Zabini und blieb vor ihr am Tisch stehen. Sie sah zu ihm auf. Eiskalte Augen trafen ihre und sie fühlte sich immer unwohler. Wo blieb Draco nur? Und wo war verdammt nochmal ihr Zauberstab?
Blaise nahm sich ein vollgekritzeltes Papier von Hermines Tisch und begutachtete es gelangweilt. Er schien es nicht wirklich zu lesen.

„Worüber?“, fragte die Gryffindor knapp und führte ihre Hand langsam auf ihren Tisch. Rechs von ihr, am Tischrand, lag ihr Zauberstab. Sie wollte ihn sich nehmen. Nur zur Sicherheit.

Doch dann ließ Zabini schnell das Blatt aus seinen Händen auf den Tisch gleiten. Es fiel geräuschlos hinab und legte sich ausgerechnet auf ihren Zauberstab. Blaise verfolgte das Pergament mit seinen Augen und erblickte Hermines Zauberwerkzeug. Seine Augen verengten sich für einen kurzen Moment zu schlitzen, kaum merklich, und Hermine hielt für einen kurzen Augenblick den Atem an.
Eine knisternde Spannung entstand und Beide schienen fieberhaft zu überlegen. Dann setzte sich Blaise langsam in Bewegung. Er schritt wie ein Tier auf der Jagd um den Tisch.


„Wir müssen über Draco reden Granger.“, sagte er nun bedrohlich. Hermine hatte es geahnt. Ihre Hand, immer noch auf dem Tisch, arbeitete sich zu ihrem Zauberstab vor.
„Was gibt es da zu reden Zabini?“, fragte sie mit fester Stimme und ließ ihren Blick nicht von ihm ab. Er beobachtete sie ebenfalls ganz genau.

Lauernd.
Bereit zum Angriff.

„Wir müssen darüber reden, was du mit ihm angestellt hast.“, sagte er nun versucht ruhig und blieb stehen. Er stemmte sich mit seinen Händen auf dem Tisch ab und beugte sich zu ihr herunter.
Hermine hielt den Atem an. Sie wollte keine Angst zeigen und wich nicht zurück. Blaise war ihr sehr nahe gekommen. Sie konnte den Braunton seiner Augen genau in Augenschein nehmen.

„Ich habe nichts mit ihm angestellt Zabini.“, entgegnete sie ruhig, behielt ihn fest im Bick und ihre Hand krabbelte langsam auf dem Tisch vorwärts, um sich um ihren Zauberstab zu legen. Doch stattdessen berührte sie Blaise Finger. Sie zuckte kaum merklich zusammen und ein überhebliches Lächeln legte sich auf seine Lippen.
„Den brauchst du nicht Granger.“, flüsterte der Slytherin ruhig und mit einer abrupten Handbewegung schleuderte er ihren Zauberstab durch den Raum, welcher klappernd auf dem Boden neben der Tür zum Liegen kam.

„Zabini... was soll das?“, fragte Hermine jetzt mit einer Spur Unsicherheit in der Stimme. Sie hasste es, ihm so, ganz ohne Zauberstab, gegenüber zu stehen. Er wirkte dann noch bedrohlicher.

„Granger... ich will nur, dass du deine dreckigen Finger von Draco lässt.“, sagte Blaise ruhig und kam ihr noch näher.
„Meinst du nicht, dass dein bester Freund allein entscheiden kann, was er will?“, fragte sie mit festem Blick und erhob sich aus ihrem Stuhl. Sie wollte nicht zu ihm hochsehen müssen. Sie wollte sich nicht klein fühlen. Hermine richtete sich zu ihrer vollen Größe auf und sah Blaise durchdringend in die Augen.

„Ich glaube die Fähigkeit zu wissen, was gut für ihn ist, hast du ihm geraubt.“, entgegnete Blaise und hob seine Hand. Er nahm eine Haarsträhne von ihr zwischen die Finger und drehte sie zwischen ihnen hin und her, ohne die Augen von ihr zu lassen.
„Ach, und du weißt, was gut für ihn ist, ja?“, konterte sie und ihr Blick verfinsterte sich. Sie hob ihre Hand und schlug Blaise Finger aus ihren Haaren.

„Alles ist besser für ihn, als so ein dreckiges Schlammblut wie du.“, knurrte Zabini mit zusammengebissenen Zähnen. Er machte einen weiteren Schritt auf Hermine zu und schloss den bisher herrschenden Abstand zwischen ihnen fast gänzlich.
Hermine musste immer noch ein Stück nach oben sehen, um in Blaise Augen zu schauen. Ihr Atem hatte sich beschleunigt und ihre Unruhe breitete sich wie ein Feuer in ihr aus. Ihr Herzschlag erhöhte sich und sie versuchte ihren Blick standhaft und fest auf ihm zu lassen. Er sollte nicht merken, wie sehr er sie nervös machte und verunsicherte.

„Zabini, hör endlich auf wie ein verdammter Todesser zu denken! Reines Blut, gemischtes Blut... Voldemort ist Tod und all das zählt nicht mehr. All das hat noch nie gezählt. Es ist dumm. Es ist-“
„Halt die Klappe!“, unterbrach er sie aufgebracht und Wut zeichnete sich auf seinen hübschen Gesichtszügen ab. „Dumm? Nein, ich nenne es Selbstschutz. Schutz vor so dreckigen Flittchen wie dir. Ja, das bist du, nicht wahr? Ein dreckiges Schlammblut Flittchen, welches Draco wie auch immer den Kopf verdreht hat. Er weiß überhaupt nicht mehr, was richtig und was falsch ist. Er ist dir ja förmlich verfallen.“
Zabini hielt kurz inne und atmete schnaufend aus.
„Als wir den Plan für diese dämliche Abmachung geschmiedet haben dachte er noch wie ich. Er hasste dich. Er verachtete dich. Er war absolut angeekelt von dir. Und jetzt? Nennt man dich in seiner Gegenwart Schlammblut – was du zweifelsfrei bist – flippt er aus und bringt einen fast um. Früher war er anders. Aber nun...“

Zabini hielt kurz inne und betrachtete Hermine. Ihre Augen sahen ihn mit einer Mischung aus Angst und Wut an.

„Ich bin kein...“, setzte Hermine leise an doch verstummte. Sie konnte es nicht einmal aussprechen, so sehr kränkten sie seine Worte.

„Oh doch... das bist du. Du machst doch bestimmt für jeden die Schenkel breit, hab ich recht? Mein Gott, ich war auch schon an dir dran. Wer weiß wer noch. Vielleicht dieser Weasleby? Oder vielleicht dieser Krum aus Durmstrang, damals im vierten Jahr? Oder vielleicht sogar Potter? Du hast doch bestimmt mit dem Helden der Schlacht gefickt, hab ich recht?“

„Hör auf Blaise... Hör auf...“, sagte Hermine mit nun zittriger Stimme. Sie spürte wie ihr weh tat, was er sagte. Wie sehr er doch log und sich seine eigene Wahrheit zurecht legte.
„Oh nein, erst wenn du deine dreckigen Finger von Drac lässt. Er braucht jemand besseren wie dich. Jemand reineren. Jemand hübscheren. Jemand, der versteht wie er tickt. Jemand, der zu ihm passt. Du bist wertlos und zu nichts zu gebrauchen.“, schloss Zabini knurrend und war ihrem Gesicht noch näher gekommen.
Mit einer zittrigen Hand hielt Hermine sich an ihrem Schreibtisch fest. Stumm rann ihr eine Träne die Wange hinab.

„Wobei...“, setzte Blaise wieder an und hob seine rechte Hand. Er legte sie auf Hermines Wange ab und wischte ihr die Träne weg.
Sie ließ stumm die nächste Träne hinab rollen und immer wieder schallten seine Worte durch ihren Kopf.
'Du bist nichts wert. Du bist ein Schlammblut Flittchen. Er braucht jemand besseren. Jemand, der ihn versteht. Jemand der zu ihm passt.', hörte sie ihn immer wieder in Gedanken sagen.

Mit einem Mal nahm Blaise seine Hand von ihrer Wange und packte ihr Handgelenk. Er presste sich gegen sie und drückte sie mit ihrem Po gegen die Holzkante ihres Tisches. Mit ihrer anderen Hand versuchte Hermine sich abzustützen, damit sie nicht nach hinten fiel, während er seine freie Hand flach auf die Tischplatte legte für einen sicheren Halt.
„Blaise, was...? Lass mich sofort los!“, sagte Hermine nun panisch und versuchte sich gegen ihn zu stemmen. Er hatte Kraft und konnte sie mühelos in dieser Position halten.

„Ich glaube ich zeige dir mal, was du wert bist. Nämlich nichts. Du bist nichts weiter wert als einen bedeutungslosen Fick auf nem Tisch.“, raunte Blaise nun unheilvoll. Seine Augen hatten sich verfinstert und etwas Böses hatte sich in seinen Blick gelegt. Er leckte sich gierig über die Lippen, als er ihr Handgelenk befreite und sich seine Hand schmerzhaft kraftvoll um ihr Kinn schloss. Er zwang sie, ihn anzusehen.

Panik blickte ihn an. Und dieser Anblick befriedigte ihn ungemein.

Mit einem Ruck schloss Blaise den letzten Abstand zwischen ihnen Beiden und Hermine riss erschrocken die Augen auf. Er presste seine Lippen hart auf ihre und unfähig sich zu bewegen, erwiderte Hermine dieses eiskalten Kuss mit keiner Faser ihres Körpers. Sie starrte ihn nur erschrocken an und keuchte laut, als er sich wieder von ihr löste.
„Ja, mehr bist du nicht wert Granger. Praktisch gar nichts.“, sagte er herablassend und arrogant.
„Blaise, lass mich los!“, versuchte Hermine erneut sich zu befreien. Sie stemmte sich gegen ihn und bemühte sich verzweifelt Blaise von sich zu schieben. Doch je mehr sie sich astrengte, desto enger drückte er sich gegen sie.
Sie schien bald keine Luft mehr zu kriegen.

„Jetzt halt die Klappe Granger.“, sagte er unheilvoll und machte sich mit seinen Fingern an ihrer Bluse zu schaffen. Er öffnete zügig ihre Knöpfe und ihre reizvoll verpackten Brüste kamen zum Vorschein. Er öffnete den weißen, seidigen Stoff bis zur ihrem Bauchnabel und sah dann gierig an ihr hinab. Erneut leckte er über seine Lippen und seine Hände wanderten tiefer.

„Granger. Du bist es nicht einmal wert, dass ich mir die Zeit nehme und mich bemühe dich feucht werden zu lassen.“, sagte Blaise höhnend und seine Finger glitten an ihrem Körper hinab.
Er schob ihren Rock hoch und strich dabei hart über ihre Schenkel, während Hermine weiterhin verzweifelt versuchte sich gegen ihn zu stemmen.
„Hör auf! Bitte!“, flehte sie und begann an seinen Händen zu zerren. Er sollte sie nicht mehr berühren. Er nicht. Niemand. Niemand, außer... Draco. Wieso kam er nicht? Hatte Blaise vielleicht dafür gesorgt, dass er nicht kommen würde? Angst vermischte sich mit ihrer Panik und weitere Tränen rannen ihre Wangen hinab.

„Ich werde dich ficken.“, raunte Blaise ihr nun unheilvoll ins Ohr, „Ich werde dich so hart ficken, wie ein Flittchen gefickt werden muss. Und dann wird Draco erkennen, was für eine elende und dreckige Hure du bist. Er ist ein Reinblüter. Er ist mehr wert als du. Er ist für Besseres bestimmt. Du hast in unseren Kreisen nichts zu suchen Granger.“
Blaise schüttelte die zerrenden Hände von Hermine ab, die sich verzweifelt um seine Handgelenke geschlossen hatten. Er knallte sie mit aller Härte auf den Tisch und ließ eine Hand zurück zu Hermines Rock wandern, während die andere sich in ihren Haarschopf vergrub.

„Au!“, rief sie verzweifelt aus und spürte wieder, wie seine eiskalten Finger ihrem Schoß schnell näher kamen, während seine andere Hand grob an ihren Haaren zog. Sie musste ihren Kopf in den Nacken legen und konnte nur noch an die Decke starren.

Unheilvoll grinste Blaise und betrachtete den nackten Brustansatz vor sich. Wieder trug Hermine anregende Spitze um ihre hübschen Rundungen. Ein Pochen und Drängen machte sich in seiner Lendengegend breit.

Zabini spürte, wie sehr Hermines Körper zitterte. Er spürte, wie sie sich vor Angst unter ihm wandt. Er hörte, wie sie ihn anflehte. Doch all dies spornte ihn nur noch mehr an. Sie war ein Flittchen und genauso musste sie behandelt werden. Wenn er erst einmal fertig war würde Draco schon noch erkennen, was sie war.

„Endlich geschafft! Entschuldige die Verspä-“, keuchte Draco, als er plötzich im Türrahmen stand und mit aufgerissenen Augen auf die Szene vor ihm sah.
Seine Granger, mit Tränen im verzweifeltem Blick. Blaise, der ihr viel zu nahe war und sie berührte. Er berührte seine Freundin. Er fasste sie an. Er...

Ohne Vorwarnung schmiss Draco die Tür zu und zog seinen Zauberstab.
„NIMM DEINE FINGER VON IHR!“, schrie er wutentbrannt und schritt auf die Beiden zu.
„Draco, ich will dir nur zeigen, dass sie-“, doch Blaise kam nicht zum Weiterreden, denn knapp neben seinem Ohr rauschte ein Fluch direkt in die Wand hinter ihm. Steine splitterten und flogen durch die Luft. Ein Loch klaffte in der Wand.
„ICH HABE GESAGT LASS SIE LOS!“, schrie Malfoy erneut und richtete seinen Zauberstab direkt auf Blaise Gesicht.
„Draco...“, hauchte Hermine mit zittriger Stimme und kurz ließ dieser seinen Blick von Blaise zu Hermine und wieder zurück wandern.
„Nimm deine Finger weg.“, sagte Draco nun bedrohlich ruhig, „Der nächste Fluch sitzt, das versprech ich dir.“

Ohne ein Wort nahm Blaise langsam seine Finger von Hermine und trat bedächtig einen Schritt zurück. Er blickte Draco ungläubig an und als genügend Abstand zwischen ihm und ihr war drängte sich Hermine an ihm vorbei. Sie huschte um den Tisch und mit erneuten Tränen in den Augen lief sie zu Draco. Er legte fest einen Arm um ihre Schultern und drückte sie an sich.

„Alles okay? Hat er dir weh getan?“, fragte er besorgt während er Blaise nicht aus den Augen ließ.
Hermine schüttelte nur fahrig den Kopf und drängte sich so gut sie konnte an den blonden Slytherin.

„Draco... du weißt nichts was du da tust.“, begann Blaise ruhig und blickte hasserfüllt zu Hermine.
„Sieh sie nicht an, hörst du?“, knurrte Malfoy bedrohlich und richtete den Zauberstab weiterhin auf Blaise Gesicht.
„Du bist ein elender Mistkerl Zabini. Ich dachte du...“, brachte Draco zähneknirschend hervor und schob Hermine nun hinter sich. Er machte sich groß vor ihr und ging einen Schritt auf Blaise zu.
„FUCK!“, schrie er und ohne Vorwarnung schwang Draco seinen Zauberstab. Er ließ den Schreibtisch vor sich in tausend Teile zerbarsten.
Hermine schrie vor Schreck auf und Blaise zuckte erschrocken zusammen.

Dann, ohne ein Wort, warf Draco Hermine seinen Zauberstab zu und stürzte sich auf Blaise. Dieser hatte keine Zeit zu reagieren.

Malfoy holte aus und ließ seine vor Wut bebende Faust in das Gesicht seines Freundes knallen. Ein lautes Knacken und ein lauter Aufschrei des Schmerzes waren zu vernehmen, als Blaise zu Boden ging.
„FASS NIE WIEDER MEIN MÄDCHEN AN!“, schrie er und versenkte erneut seine Faust in Blaise Gesicht. Dieser versuchte nun sich mit seinen Händen zu wehren.
„DU SCHAUST SIE NIE WIEDER AN!“, es folgte ein weiterer Schmerzensschrei seitens Blaise.

„BERÜHRST DU SIE NOCH EINMAL BRING ICH DICH UM!“, voller Zorn flog erneut eine Faust von Malfoy in Blaise Gesicht. Blut spritzte wild umher und hüllte Dracos Fäuste in ein tiefes Rot.

Hermine, in einer Art Schock, hörte die beiden kämpfenden Männer. Sie wischte sich stumm ihre Tränen von den Wangen und dann machte es Klick in ihrem Kopf. Sie war wieder da und hörte erneut die zwei kämpfenden Männer. Sie kämpften. Draco prügelte sich. Draco!

„Nein! Draco, bitte hör auf!“, rief sie nun verzweifelt und lief zu den beiden Slytherin hin. Wie in Raserei schlug Malfoy immer wieder auf seinen besten Freund ein, welcher verzweifelt versuchte sich zu schützen.
Blutspritzer waren an den Wänden und auf dem zertrümmerten Schreibtisch.
Malfoy schien sie nicht zu hören.
„Draco, bitte! Er ist es nicht wert.“, rief Hermine erneut und umschloss Dracos Arm mit ihrer freien Hand. Sie spürte wie er zitterte und bebte und wie sich seine Muskeln anspannten für einen erneuten Schlag.
„DRACO!“, schrie Hermine erneut und umklammerte Malfoys Arm noch fester.

Der Blondschopf holte erneut aus zum Schlag, ließ seine Faust niedersausen und stopte kurz vor Blaise Nase.
Sein bester Freund lag blutüberströmt unter ihm, ein röchelndes Atmen war zu hören und mit einem Mal, kaum merklich, stahl sich ein Lächeln auf sein lädiertes Gesicht.


„Siehst du...“, krächzte Blaise triumphierend, „Du stehst... unter ihrer... Fuchtel.“
Grimmig knurrte Draco ihn an.
„Hermine... geh lieber raus. Er hat es nicht anders verdient.“, raunte Malfoy bedrohlich.
„Draco... bitte... hör auf. Er ist es nicht wert, bitte.“, flehte sie ihn an und umschloss nun auch mit ihrer anderen Hand seinen Arm. Dabei entdeckte Draco aus dem Augenwinkel, dass Hermine immer noch seinen Zauberstab in den Händen hielt.

Er griff sich ohne zu Fragen den Stab und richtete ihn auf Blaise.
„Steh auf!“, befahl Malfoy seinem Hauskameraden und erhob sich langsam von ihm.

„Draco...“, kam es erneut flehend von Hermine, die sich ebenfalls erhob. Er ignorierte sie.
Zabini, kurz überlegend, entschied, dass Wiederstand wohl zwecklos war und richtete sich, unter höllischen Schmerzen, auf.
„Alter...“, krächzte er und hielt sich umgehend seinen Kiefer fest, „Ich glaub der ist gebrochen.“
„Gut.“, knurrte Malfoy mit einem tückischen Lächeln. Er hoffte, dass er Blaise so viele Schmerzen wie möglich bereitet hatte.
Erst jetzt merkte er allmählich, dass auch er Schmerzen hatte. Seine prügelnde Hand pochte und tuckerte ununterbrochen und schien langsam anzuschwellen. Aufgrund all des Blutes war es noch nicht zu sehen, aber diese Hand würde sicher blau werden.

Beide Männer standen sich nun gegenüber. Das Büro war verwüstet und Hermine fürchtete sich, dass Draco erneut die Beherrschung verlieren würde.
„Blaise...“, begann Draco bedrohlich ruhig, „Ich will das du verschwindest. Geh und wage dich nie wieder in ihre Nähe. Du hälst dich fern von ihr. Und...“, er atmete kurz schwer aus, „Auch von mir. Ich will dich nicht mehr sehen. Sprich mich nicht an. Sieh mich nicht an.“

Beide Slytherin keuchten laut und taktierten sich finster. Blaise atmete schwer vor lauter Schmerzen und Draco vor Wut.

„Draco, lass mich erklären. Ich wollte dir nur zeigen...“, begann Blaise, doch umgehend hielt Malfoy ihm erneut seinen Zauberstab direkt ins Gesicht.
„Hast du mich eben nicht verstanden? Ich will mit dir nichts mehr zu tun haben. Das wir so viele Jahre befreundet waren ist der einzige Grund, wieso ich dir gerade keinen Cruciatus auf den Hals jage. Aber rede ruhig weiter und dieser Umstand wird sich sogleich ändern.“, knurrte Malfoy und Blaise erkannte in seinen sturmgrauen Augen, dass dies keine leere Drohung war.

Hermine, die vor Angst den Atem anhielt blickte zwischen den Beiden ehemals besten Freunden hin und her. Sie hasste Blaise. Ganz eindeutig. Und sie verstand Draco. Aber einen unverzeihlichen Fluch zu benutzen würde doch entschieden zu weit gehen. Sie hoffte inständig, dass Blaise ging, denn auch sie wusste, dass Draco keinen leeren Versprechungen gab.

Erneut legte sich ein Lächeln auf Blaise Gesicht. Halb schmerzerfüllt, halb lächelnd, blickte Zabini seinen ehemaligen Freund an. Er sah ihn trotz der Demolierung überlegen an, was erneute Wut in Draco aufkochen ließ. Seine Finger schloßen sich fester um den Zauberstab und seine Fingerknöchel färbten sich weiß.
Blaise setzte sich langsam in Bewegung und schritt Richtung Tür. Er stolperte halb über den zerstörten Tisch und sah aus dem Augenwinkel, wie Draco und Hermine ihn mit ihren Augen verfolgten.
Er hasste sie so sehr... Und sie hatte gerade den Krieg gewonnen. Den Krieg um Draco.


An der Tür hielt der Slytherin nochmals inne und drehte sich zu Draco um. Das überlegene Lächeln lag immer noch auf seinen Lippen.
„Sie wird dein Untergang sein mein Freund.“, sagte er wissend und beobachtete kurz die Reaktion von Draco.
„Verschwinde.“, knurrte dieser nur.

Ohne ein weiteres Wort verließ Zabini geschlagen das Büro der Vertrauensschüler.

Kaum fiel die Tür ins Schloss wandte sich Draco um und zog Hermine an sich. Sie ließ sich umstandslos in seine starken Arme fallen und spürte die sichere Umarmung.
„Granger... Wäre ich nur früher gekommen...“, begann er sich schuldig fühlend, doch sie unterbrach ihn.
„Nein, nicht. Bitte gib dir keine Schuld.“, sagte sie und eine Träne rollte ihre Wange hinab.
„So ein elender Mistkerl... Ich hätte ihn gleich verfluchen sollen.“, knurrte Malfoy wieder bedrohlich.
„Nein. Bitte nicht. Ich denke er hat es verstanden. Draco...“, sagte Hermine ruhig und blickte ihn an, „Er kann das mit uns nicht akzeptieren. Er hat Angst dich zu verlieren. Er-“
„Ist das dein Ernst? Du verteidigst ihn? Nachdem, was er getan hat? Was er tun wollte?“, sagte Draco nun entrüstet und sah zu ihr hinab. Er hob seine Hand und wischte ihr vorsichtig die Träne aus dem Gesicht.

„Nein, ich...“, doch sie brach ab. Hermine wusste selbst nicht genau, wie sie versuchen konnte zu rechtfertigen, was Blaise Zabini ihr antun wollte. Ihr Helfersyndrom, ihr Gerechtigkeitssinn, ihr hohes Maß an Verständnis für Andere übernahmen manchmal einfach die Oberhand.
„Ich werde ab jetzt auf dich aufpassen. Er wird dich nicht noch einmal berühren. Niemand wird dich nochmal berühren. Du gehörst mir und ich beschütze, was meins ist.“, sagte Draco fest und drückte sie an sich.

„Okay.“, kam es nur schwach von ihr. Hermine spürte, wie sie dies alles mitgenommen hatte und sich Erschöpfung in ihr breit machte. Sie legte ihren Kopf an seine Brust und genoss die Wärme und die Sicherheit, die er ihr gab.

Malfoy strich gedankenversunken über Hermines Rücken, ließ seine Hand dann langsam hoch wandern zu ihrem Gesicht und umschloss sanft ihr Kinn. Sie folgte seiner fordernden Bewegung und sah ihn an. Seine grauen Augen durchdrangen sie und sein Gesicht näherte sich ihrem.
Instinktiv schloss die braunhaarige Gryffindor die Augen und spürte sogleich die warmen und weichen Lippen Dracos auf ihren.

Geborgener als jetzt hatte sie sich noch nie gefühlt.


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Auuuuuuuweia, Blaise du Idiot >____<. Was ein Trotttel, oder? Er hat ja alles aufs Spiel gesetzt für so dumme Gedankengänge.
Aber Hut ab, Draco steht hinter seinem Mädchen, was? Wie ein Löwe (!) ist er für sie in den Kampf gezogen. Und dann noch auf Muggelart *___*.

Meine Lieben, ich hoffe euch hat das Kapitel gefallen. Noch mal ein kleiner Höhepunkt gegen Ende.
Das nächste Kapitel gibt es dann am Montag, dem 21.1.19 :)
Bis dahin, haltet die Ohren steif, ich wünsche eine gute Woche, gutes Wetter (Gott, ich will endlich Schnee im Norden >_<) und das ihr gespannt bleibt, wie es weiter geht mit unseren Lieblingen.
Denkt gerne an eine Review, ich würde mich freuen. ^^
Liebe Grüße, die Chao
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