Machtkampf

von Chao
GeschichteRomanze, Freundschaft / P18
Blaise Zabini Draco Malfoy Harry Potter Hermine Granger Ronald "Ron" Weasley
07.09.2018
25.01.2019
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Halli Hallo meine Lieben und Happy new Year!!!!! *Konfetti schmeiß* *___*
Eeeeendlich habe ich wieder ein wenig Luft, nach der ganzen Vorweihnachts- und Weihnachtszeit und Silvestervorbereitungszeit.... es war alles ein wenig stressig und dann sind unsere Hunde  krank geworden (eine verletzt, die andere krank) und brauchten besonders viel Aufmerksamkeit. Da rückt für mich zu hundert Prozent das Schreiben in den Hintergrund. Ich hoffe ihr könnt mir das nachsehen.
Nun geht es den Beiden aber soweit wieder gut, nur noch morgen einmal zum Tierarzt zur Nachkontrolle. Das heißt, es ist langsam wieder etwas mehr Zeit zum Schreiben da und deshalb gibt es für euch jetzt wieder das nächste Kapitel. Vielleicht mit der einen oder anderen Überraschung ;).
Habt viel Spaß beim Lesen :D.
P.S.: Es gibt einen Rückblick, ist in kursiv geschrieben. Nur um Verwirrung zu vermeiden ^^
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Kapitel 16 – Du bist so ein Weichei geworden

Mit viel Anstregung schlug Draco Malfoy an diesem Donnerstagmorgen seinen schweren Lider auf. Seine sturmgrauen Augen blickten müde an seine Zimmerdecke. Er schloss seine Lider nochmals genießerisch und hoffte, der Schlaf würde ihn nochmals heimsuchen. Er hatte einen wunderschönen Traum gehabt und wollte noch nicht, dass dieser endete.
Malfoy fuhr sich mit Zeigefinger und Daumen über den Nasenrücken und allmählich tauchten Bilder von gestern Abend vor seinem inneren Auge auf.

Er sah Hermine. Er sah sie dicht bei sich, wie sie sich an ihn geklammert hatte. Er sah ihre Brüste, wie er sie hungrig berührte und küsste. Er sah die braunhaarige Gryffindor und sich, eng an die Wand gedrängt, halb nackt. Und er hörte ihre Stimme.
"Fick mich Draco.", klang es in seinem Kopf und er riss die Augen auf.
Das war Wirklichkeit. Genau das ist gestern Nacht geschehen.
Ein Lächeln umspielte seine Lippen.
Er konnte es noch immer kaum fassen. Er hatte mit Granger geschlafen, mit der Person, von der er als letztes gedacht hätte, dass dies mit ihr passieren würde. Und er hatte es genossen. Er hatte jede einzelne Sekunde davon genossen und er wollte mehr davon. Draco wollte mehr von ihr. Von ihrer Stimme, ihrem Geruch, ihrer Klugheit, ihrer weichen Haut und von ihrem Blick. Diese Augen, die ihn wie in einen Bann zogen und nicht mehr los ließen.

Träge quälte sich der blonde Slytherin aus seinem Bett und streckte sich. Er erhob sich, suchte dabei in seiner Nachttischschublade nach seinen Zigaretten, zündete sich eine an und ging behäbig in Richtung Kleiderschrank.
Als er fertig war mit anziehen schnappte er sich seine Tasche, warf sie lässig über die Schulter und schritt zu seiner Tür.
Doch noch ehe er die Hand auf den Türgriff legen konnte wurde diese geöffnet und sein bester Freund Blaise Zabini steckte den Kopf hinein.
„Endlich fertig Alter?", fragte dieser den Blondschopf mit freudigem Grinsen und riss die Tür nun ganz auf.
„Ja, mach mal halb lang Zabini, ich schlafe noch.", antwortete Draco mit einer abwinkenden Handbewegung und ging aus seinem Zimmer. Ein flaues Gefühl in seinem Magen beschlich Draco, als er Blaise sah. Er versuchte es zu ignorieren und schob es auf die Müdigkeit und einer Menge Hunger. Frühstück hörte sich in seinem Kopf sehr verlockend an.

Beide Jungen schritten aus dem Gemeinschaftsraum wobei Draco unweigerlich bemerkte, wie sehr Blaise doch am Grinsen war.
„Sag mal, geht es dir gut Blaise? Tacker mal deine Mundwinkel nicht so hoch, das ist ja ätzend so früh am Morgen.", murrte Malfoy und sah seinen Freund provokant mit einer hochgezogenen Augenbraue an.
„Neidisch, oder was? Ich hatte halt ne gute Nacht.", entgegnete Blaise augenzwinkert.
„Ja? Erzähl, wer war sie? Wie war sie? Und wie lange war sie bei dir?", fragte Malfoy nun sichtlich interessiert. Doch bevor Zabini antworten konnte, kam die Antwort direkt auf die Beiden zugelaufen.

„Blaise! Komm her mein Tiger!", rief, zu Dracos Entsetzen, Olivia Hughes zu seinem besten Freund. Sie kam mit schwungvollem Schritt auf die zwei Slytherin zu und legte ihre Arme besitzergreifend um Blaise Hals. Sie kraulte ihm zärtlich den Nacken.
Draco verzog angewidert das Gesicht und ohne auf ihn zu achten gaben sich Blaise und Olivia einem leidenschaftlichen Kuss hin. Malfoy hatte den Eindruck, als seien die Turteltäubchen nur Sekunden davon entfernt sich die Kleider vom Leibe zu reißen und es hier, vor aller Augen, auf dem Tisch zu treiben.
Zu Dracos Erleichterung löste sich Blaise schwer atmend von der blonden Mitschülerin und sah sie kokett grinsend an.
„Hey, immer langsam Süße. Wir haben doch vorhin erst aufgehört. Brauchst du nicht mal eine Pause?", fragte er sie mit gierigem Blick. Er schien keine Pause zu brauchen, überlegte Draco mit rollenden Augen. Was ein Nimmersatt sein Freund doch war.
„Aber Blaise... Darling... Es ist schon über zwei Stunden her, dass du mir ordentlich den Arsch versohlt hast. Ich kann sogar schon wieder sitzen. Bitte...", bettelte Olivia mit einem lasziven Augenaufschlag. Zabini begann laut aufzulachen und drückte seiner neuesten Liebschaft einen Kuss auf die Lippen.

„Bitte nicht. Erspart mir das ihr zwei.", knurrte Theodor Nott hinter den Dreien und ging mürrisch und mit dunklen Augenringen an ihnen vorbei.
„Theo, was los? Nicht geschlafen heute Nacht?", fragte Draco sarkastisch grinsend. Er erntete einen bitterbösen Blick des dunkelhaarigen Slytherin, der einem locker das Blut in den Adern gefrieren lassen konnte.
„Nicht, wenn der da-", er zeigte mit seinem Daumen genervt auf Blaise, der feixend grinste, „mit in meinem Zimmer schläft." Knurrend wandte er sich an Zabini und seine Freundin. Dieser quittierte die Beschwerde von Nott mit einem Schulterzucken.
„Du bist doch sonst so ein schlaues Bürschchen Blaise. Vielleicht mal an den Muffliato Zauber gedacht? Wenigstens den? Gott, nehmt euch bloß ein eigenes Zimmer. Stellt einen Antrag bei Snape oder so." Theodor Nott sah angeekelt und hochgradig genervt zu Blaise und Olivia, die unschuldig grinsend zu ihm blickten.
„Ach Theo... mach doch nächstes Mal einfach mit.", schlug Olivia schnurrend vor, während sie sich eng an Blaise Körper presste. Dieser nahm sie in den Arm und ließ seine Hand langsam zu ihrem Hintern gleiten. Er strich sanft darüber.
„Mitmachen? Ihr spinnt wohl. Ich will bloß meine Ruhe.", knurrte Theo nun und ging ohne ein weiteres Wort aus dem Gemeinschaftsraum.
„Gott, ist der verklemmt.", bemerkte die blonde Slytherin und schüttelte den Kopf.
„Hey Süße, wir sehen uns heute Abend, ja? Drac und ich wollen jetzt Frühstücken und dann in den Unterricht.", sagte Blaise mit erregtem Blick, sah sich nochmals seine Freundin von oben bis unten an und legte dann wieder seine Lippen auf ihre.
„Na gut, aber denk an mich, ja?", säuselte Olivia zärtlich mit flehendem Unterton. Blaise nickte und als sie sich von ihm entfernte klatschte er ihr auf den Hintern, was Olivia mit einem zuckersüßen Lachen und einem hungrigen Blick beantwortete.

„So, Hughes also, ja?“, fragte Draco nun beiläufig, als alle anderen Beteiligten weg waren. Sie traten gemeinsam aus dem Gemeinschaftsraum und folgten dem Gang hoch zur großen Halle. Draco hoffte, wenn Blaise jetzt etwas mit Olivia Hughes anfangen würde, wäre er eventuell etwas milder gestimmt, wenn er ihn mit dem Thema Granger konfrontieren würde.
„Naja, weiß nicht Alter. Eigentlich bleib ich nicht so lange bei einer hängen. Aber sie ist irgendwie...“
„Anders?“, beeendete Draco den Satz für seinen Freund. Ein Grinsen huschte über Blaise Lippen.
„Ja, irgendwie schon. So Doof ist die gar nicht, wie wir immer gedacht haben. Nicht nur gut im Bett, auch ein wenig was im Hirn. Und einen Arsch... Mensch, da würde sich Merlin im Grabe umdrehen, wenn er den kennen würde.“, sagte Zabini nun laut lachend und schlug Draco auf die Schulter. Dieser stimmte milde in die Freude seines Freundes mit ein.
„Gut zu hören Blaise, gut zu hören.“, sagte Draco nun gedanklich abwesend. Er dachte wieder an Hermine, an die gestrige Nacht im zweiten Stock und wie gerne er sie jetzt wieder bei sich haben wollte. Aber da war noch etwas zu klären.

„Mensch, was ziehst du denn für eine Mine Alter? Mach dich mal locker, das ist alles ganz entspannt mit Olivia. Ich lauf dir schon nicht weg wegen irgendeinem Mädchen, keine Sorge. Du musst echt mal wieder ein wenig Spaß haben Draco.“, sagte Blaise nun mahnend zu ihm, und riss ihn aus seinen Gedanken.
„Was? Spaß? Den hab ich.“, antwortete Draco etwas erschrocken.
„Blaise...“, setzte Draco nun mit ernstem Blick an, „wir sollten uns mal unterhalten. Ich... -“
„Ach guck Mal, da vorne wartet ja eine Menge Spaß auf uns. Los, komm mit.“, sagte Blaise nun freudig erregt, unterbrach seinen besten Freund und riss ihn am Umhang mit sich.

Vor Blaise und Dracos Augen tauchten einige Erstklässler aus den Häusern Ravenclaw und Gryffindor auf, die sehr offensichtlich mit einigen Feuerwerksörpern der Weasleyfirma spielten. Bunte Funken sprühten aus den Enden der kleinen Miniraketen, die laut sausend durch die Luft wirbelten. Sie sirrten über den Köpfen der jungen Schüler, die sich herrlich über die kleinen Feuerwerkskörper amüsierten.
„Na, na, na. Was haben wir denn da?“, sagte Blaise schnarrend und hielt seinen Zauberstab auf die Miniraketen. Mit einem kurzen Schlenker ließ er sie in der Luft explodieren und feine Asche regnete auf die Köpfe der Erstklässler hinab.
„Hey, das waren unsere. Was soll das?“, sagte einer der Jungen aus der Traube der jungen Schüler.
„Ist mir egal Kleiner. Gebt mir euer Feuerwerk und verzieht euch!“, knurrte Blaise die Kinder an und zielte mit seinem Zauberstab auf die Brust des mutigen Jungen. Er war aus Gryffindor.
'Natürlich, nur ein Gryffindor ist so aufmüpfig.', überlegte Blaise zähneknirschend.
„Los Draco, sag ihm was mit ihnen passiert, wenn sie nicht hören können.“, forderte Zabini nun seinen besten Freund auf.
Doch es kam keine Reaktion.

Draco sah nur mit zusammengezogenen Augenbrauen von Blaise zu den Erstklässlern und wieder zu seinem besten Freund zurück. Dann schüttelte er stumm den Kopf.
„Was?“, fragte Zabini nun erstaunt und ließ seinen Zauberstab sinken.
„Das langweilt mich Blaise. Lass sie gehen.“, entgegnete Draco ruhig und zeigte den jungen Schülern mit einem Kopfzucken, dass sie gehen sollten. Das ließen sich die Kinder nicht zweimal sagen. Mit ängstlichem Blick packten sie ihre sieben Sachen zusammen, verstauten ihre Rakteten und gingen eilig in die große Halle zum Frühstück.
„Sag mal, spinnst du? Was ist in dich gefahren?“, herrschte Blaise nun seinen besten Freund an. Er hatte seinen Zauberstab wieder weg gesteckt und baute sich vor Draco auf. Bedrohlich blickte dieser ihn an und alle umstehenden Schüler machten einen großen Bogen um die zwei wütenden Slytherin. Denen wollte sicher niemand im Weg sein, falls sie sich an die Gurgel gehen sollten.

Draco konnte es sich nicht genau erklären wieso, aber er verspürte keinen Drang, den jungen Schülern das Leben zur Hölle zu machen. Auch wusste er, würde er dies weiter tun, so wie bisher, könnte er sich die ganze Sache mit Granger abschminken. Und das war es ihm nicht wert.
„Blaise, ehrlich. Wir machen doch seit Jahren nichts anderes mehr. Können wir uns nicht was Neues einfallen lassen, als ständig auf den Kleinen rumzuhacken? Lass uns doch lieber Crabbe nehmen, oder Goyle. Sind beide gleich blöd.“, warf Draco nun hoffnungsvoll ein. Er wollte nicht vor allen Leuten klären, wie es gerade um sein Liebesleben und den daraus resultierenden Konsequenzen stand.
„Crabbe? Goyle? Geht’s dir gut? Hast du Fieber? Du warst sonst immer der erste, der auf die dummen Kinder losgegangen ist, wenn sich die Gelegenheit ergab. Draco ehrlich, du gefällst mir nicht mehr. Seit dieser bescheuerten Idee mit dem Schlammblut und dieser Abmachung bist du nicht mehr du selbst.“, entgegnete Zabini vorwurfsvoll.

Draco funkelte Blaise mit unheilvollem Blick an. Seine Hände ballten sich zu Fäusten und er machte einen Schritt auf seinen Freund zu. So hatte er sie nicht mehr zu nennen, bei Merlins Bart.
„Drac? Alter, was ist denn los?“, fragte Zabini erneut und machte ebenfalls einen Schritt auf seinen Freund zu.
„Reden. Wir. Nicht. Mehr. Darüber.“, brachte Draco zähneknirschend hervor. Er musste sich arg zusammenreißen Blaise nicht die Faust mitten in sein Gesicht zu schlagen.
„Ehrlich... hat dieses dumme Schlammblut dich verhext oder so? Scheiß auf diese dämliche Abmachung Drac. Ist doch eh hinfällig. Ich will sie nicht mehr anfassen, mir ist dieses dumme Ding völlig egal. Und du scheinst sie auch nicht anzufassen. Zum Glück gebe ich zu. Ich hatte schon Angst du rutscht über dieses dreckige Miststück drüber und-“

So schnell konnte Blaise nicht realisieren was nun passierte.
Draco holte, mit wütendem Gesichtsausdruck, mit seiner Faust aus und traf Blaise auf die rechte Wange. Doch bevor dieser zu Boden sinken konnte packte Draco ihn am Kragen, hielt ihn fest und drückte ihn hart gegen die Mauer hinter ihm. Mit seiner freien Hand griff er nach seinem Zauberstab und drückte ihn Blaise an die Kehle.
„Alter... Was?“, fragte Zabini erschrocken und mit schmerzverzerrtem Gesicht. Die pure Wut lag in Dracos Augen, die unheilvoll in die braunen des geschlagenen Slytherins blickten.
„Nenn sie nicht so, klar? Halt ja deine Klappe, sonst stopf ich sie dir. Hast du mich verstanden?“, knurrte Draco bösartig und drückte seine Zauberstabspitze enger an Blaise Hals.
„Was? Ich soll sie nicht so nennen? Was ist denn nur mit dir los Drac? Lass mich endlich los!“, herrschte ihn Blaise nun an und griff in seinen Umhang, um seinen eigenen Zauberstab zur Verteidigung hervor zu ziehen.
Das Ganze war ihm schon peinlich genug, vor den anderen Schülern von Draco geschlagen zu werden.
Er drückte seinen dünnen Holzstab Draco an den Bauch, doch der Blondschopf dachte nicht daran ihn loszulassen.

„Ich schwöre dir, bei Merlins Bart und allem, was mir heilig ist... Sprichst du nochmal so von ihr, dann...-!“
„Mister Malfoy! Mister Zabini! Was treiben sie zwei da?“, kam es aus der großen Halle, in deren Türrahmen Professor McGonagall stand und die beiden Slytherin ungläubig ansah.
Mit schnellem Schritt ging sie auf die Zwei zu und blieb bei ihnen stehen.
Keiner der Beiden machte anstalten seiner Zauberwerkzeug sinken zu lassen.
„Können sie mir bitte erklären, was das hier soll Mister Malfoy?“, sagte Professor McGonagall nun scharf und ihre Lippen wurden immer schmaler.
„Nichts Professor. Ich will nur sicher gehen, dass Blaise mich auch verstanden hat.“, knurrte Draco ohne seine Augen von seinem Freund abzuwenden.
Die Hauslehrerin der Gryffindors schnalzte misbilligend mit der Zunge.
„Das ist ja wohl die Höhe. Nehmen sie beide sofort ihre Zauberstäbe herunter!“, befahl sie im strengen Ton.

Draco und Blaise knurrten sich wütend an. Keiner ließ die Augen von dem Anderen, als Malfoy langsam seinen Zauberstab von Blaise Kehle entfernte und seinen Hemdkragen los ließ.
„Mister Zabini!“, ermahnte die Professorin nun Blaise und funkelte ihn böse an.
Murrend ließ nun auch Blaise seinen Zauberstab sinken.

Beide sahen sich schwer atmend an und taktierten sich, als wenn sie ein Beutetier vor sich hätten, welches sie gleich anspringen und zerreißen wollten.
„Erklären sie mir nun bitte, was dass eben sollte? Sie sind Vertrauensschüler Mister Malfoy! Das hätte ich nicht von ihnen erwartet.“, sagte Minerva McGonagall nun kopfschüttelnd und wandte sich an Blaise, ohne eine Antwort auf ihre Frage abzuwarten.
„Und sie Mister Zabini? Was sind sie für ein Hitzkopf? Richten ihren Zauberstab auf den Vertrauensschüler ihres Hauses! Was war hier los?“, fragte sie nun auch Blaise und blickte auch zu Malfoy.
Draco steckte knurrend seinen Zauberstab weg. Er sah Blaise zornesfunkelnd an, sah dann zu Professor McGonagall und sagte knapp: „Nichts Professor.“
Mit hochgezogenen Augenbrauen blickte die Hauslehrerin Gryffindors dem jungen Draco Malfoy hinterher, wie er sie und Blaise ohne ein weiteres Wort auf dem Flur vor der großen Halle stehen ließ.

„Also, dass ist doch...!“, schimpfte sie, als auch Blaise sie murrend und ohne ein weiteres Wort stehen ließ und die Treppen in den ersten Stock hinauf stieg.

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„So eine Drecksscheiße!“, fluchte Draco laut, während er seine Schultasche mit voller Wucht auf sein Bett warf. Er ging knurrend zu seinem Kleiderschrank, riss die Tür auf, zurrte sich seine viel zu enge Krawatte vom Hals und zog sich so schnell wie möglich sein Schulhemd aus. Er hasste dieses weiße, unscheinbare Teil, das viel zu schlecht saß. Mit nacktem Oberkörper betrachtete er sich im Spiegel seiner Schranktür und blickte sich selbst wütend an.
„So ein Idiot... Wie soll ich denn so mit ihm.... Ah Fuck, Ich könnte ihn...!“, murrte Mafloy laut und mit sich selbst redend.
Der Tag verlief überhaupt nicht so, wie er ihn geplant hatte.

Wütend stampfte Draco in die große Halle. Seine Nasenlöcher bebten und er presste seine Finger in seine Handinnenflächen. Der Schmerz, den er dadurch verspürte hielt ihn davon ab komplett seinen Verstand abzuschalten und zurück zu gehen. Er würde Blaise sonst zweifellos verhexen. Und das wollte er eigentlich nicht. Er hatte doch eigentlich vor mit ihm zu reden.
'Was fällt ihm ein so über sie zu reden? Er kennt sie doch überhaupt nicht! So ein schwanzgesteuerter, hirnloser, Idiot!', wütete Draco in seinem Kopf, während er sich zum Frühstück an seinem Häusertisch niederließ. Er pfefferte seine Schultasche achtlos unter die Bank, nahm sich ein trockenes Toast und biss kräftig hinein.
„Hey Draco, hat dir dein Brot irgendwas getan?“, fragte ihn süßlich lachend Pansy Parkinson, als sie sich neben ihn niederließ.

Ein Knurren erntete die hübsche Schwarzhaarige als Antwort.
„Ist ja gut. Meine Güte...“, sagte sie nun schnippisch und begann mit hochgezogenen Augenbrauen Draco zu mustern.

Sein Kiefer zermahlmte das trockene Frühstück regelrecht. Der blonde Slytherin griff seinen Becher, in dem er sich Kürbissaft eingegossen hatte und trank ihn in einem Zug leer. Er ließ seinen bösen Blick durch den Raum wandern. Er brauchte dringend eine Ablenkung. Und da kam sie herein und setzte sich an ihren Platz.

Hermine.
Sofort hörte Draco auf zu essen und ließ langsam seinen Becher auf den Tisch sinken. Da saß sie. Zwischen diesem dummen Potter und dem noch dümmeren Wiesel. Und sie lachte herzhaft. So erfrischend süßlich, dass sich auf Dracos Gesicht ein Ausdruck der Zufriedenheit legte.
Es ging ihr gut. Das beruhigte ihn ungemein. Er dachte unweigerlich wieder an gestern Nacht. Wie sie ihn ansah, wie sie roch, wie sie mit ihm sprach... wie sie Beide ihre Finger liebevoll ineinander verschränkten, als er sie zu ihrem Gemeinschaftsraum brachte.

Gott, er wollte ihr gerade Nahe sein. So Nahe wie es nur ging. Er wollte sie spüren, sie hören, sie einatmen...

„Erde an Draco! Hallo!“, sagte Pansy plötzlich auffordernd und wischte Draco vor den Augen mit den Händen umher.
„Was?“, stammelte dieser ertappt und sah seine Mitschülerin verwirrt an.

„Wenn du sie noch ein wenig auffälliger anstarrst brauchst du niemandem mehr zu sagen, dass du auf sie stehst. Dann hat es eh schon jeder gesehen.“, sagte sie augenzwinkernd und lächelte ihn kokett an.
„Was? Wie kommst du darauf, dass ich auf Hermine steh?“, fragte Draco sie mit zusammengezogenen Augenbrauen.
Pansy kicherte leise und beugte sich zu Draco heran.
„Erstens: Du nennst sie Hermine. Seit wann machst du das bitte?“, zählte die Slytherin auf und hob ihren Zeigefinger, „Zweitens: Du starrst sie an. Nicht nur heute, sondern auch schon an vielen Tagen davor.“, der Mittelfinger erhob sich bei Pansy, „Drittens: Ich habe euch in der Bibliothek gesehen. Seeehr unauffällig ihr zwei.“, ihr Ringfinger kam dazu, „und Viertens: Draco, sie hat dich besucht. Ihr wart auf deinem Zimmer. Und ich konnte unfreiwilig hören, was ihr da gemacht habt.“
Vielwissend hob Pansy ihre Augenbrauen und lächelte Draco herausfordernd an.

„Wie hast du...? Also ich meine... woher weißt du...?“, stotterte Draco los und zum ersten Mal in ihrem Leben sah Pansy, wie sich eine Schamesröte auf Dracos Wangen legte, die manch einem Mädchen Konkurrenz gemacht hätte.
„Ich wollte eigentlich zu dir an dem Abend. Davies sagte mir du seist auf deinem Zimmer, aber hättest Besuch. Als ich an deiner Tür ankam habe ich euch schon gehört. Oder mehr sie. Ich dachte mir ich störe euch lieber nicht. Ich habe lieber darauf geachtet, dass ihr für euch seid und habe dir jeglichen, weiteren Besuch von den Backen gehalten.“, grinste Pansy nun strahlend und schmierte sich Marmelade auf ihr Toast.

„Wer wollte mich denn Besuchen?“, fragte Draco nun neugierig.
„Blaise. Ich sagte du seist nicht da.“, antwortete Pansy geschäftsmäßig und trank einen Schluck Kaffee.
„Apropos...“, setzte sie an, „Wo ist Blaise eigentlich? Ihr klebt doch sonst wie Pech und Schwefel aneinander.“
Sofort verfinsterte sich Dracos Mine.
„Ich hoffe er ist ganz weit weg.“, knurrte er und ließ seinen letzten Bissen vom Frühstück auf den Teller fallen.
„Okayyy...“, sagte Pansy ausgedehnt und zuckte mit den Schultern.
„Auf jeden Fall...“, begann sie nun wieder und beugte sich noch dichter zu Draco, der wieder einen verstohlenen Blick auf Hermine fallen ließ. Sie war gerade in einem vertieftem Gespräch mit Ginny Weasley.
„Ich wollte dir nur sagen: Ich bin zwar kein Fan von dieser Granger und was deinen Geschmack angeht hätte ich ein wenig mehr erwartet...“ Pansy deutete mit ihren Zeigefingern nun auf sich, „Aber du scheinst sie echt zu mögen. Bei keinem Mädchen hast du dich bisher so verhalten, wie bei ihr. Nicht mal, als wir zwei unser kleines Techtel Mechtel hatten. Wenn sie dir so gefällt, und du ihr auch, dann mach doch bitte Nägel mit Köpfen, anstatt dieses Rumgeplänkel. Ja?“, sagte Pansy nun mit aufforderndem Blick.

Verblüffte graue Augen sahen in die hübschen von Pansy Parkinson. Drehten heute alle durch? Pansy, in keinster Weise gut auf Hermine Granger zu sprechen, riet ihm, zu Hermine zu stehen und etwas mit ihr anzufangen? Er musste Träumen. Eindeutig träumen.
„Pans... ich weiß nicht, was ich sagen soll, ehrlich.“, kam es nur von Draco, der sie weiterhin verblüfft ansah.
„Ich weiß, dank mir später Darling.“, säuselte sie kichernd und biss genüsslich von ihrem Marmeladenbrot ab.

„Hat man dich verhext oder so? Tut mir leid, aber ich muss dich das einfach fragen Pansy.“, schüttelte Draco immer noch verwirrt den Kopf. Hier war doch irgendwas faul.
„Red doch nicht so einen Quatsch. Im Gegensatz zu meinen Eltern geb ich auf diesen ganzen Reinblutscheiß eigentlich nicht viel. Ist nur fürs Image nett. Sorgt für mehr Respekt und Angst.“, sagte Pansy frech grinsend. „Wenn sie dir gefällt, dann hol sie dir. Aber rede vorher wenigstens mit Blaise. Wo auch immer der steckt.“, schloss Pansy nun mit suchendem Blick.
„Mist, wo steckt er nur? Ich wollte doch noch Zauberkunst bei ihm abschreiben. Unzuverlässiger Bengel.“, knurrte Pansy nun mies gelaunt.


Draco erhob sich mit einem Schmunzeln im Gesicht, nahm seine Schultasche unter der Bank hervor und öffnete sie flink. Er zog seine Unterlagen für Zauberkunst hervor und legte sie vor Pansy auf den Tisch. Diese blickte ihn verwirrt an.
„Danke Pans.“, sagte Draco lächelnd, hauchte ihr einen Kuss auf die Stirn und verließ die große Halle.
Pansy Parkinson sah ihm grinsend hinterher, blickte kurz zu Hermine, schüttelte milde lächelnd den Kopf und besah sich dann Dracos Aufzeichnungen zu den Hausaufgaben für Zauberkunst.


Die heutigen Unterrichtsstunden verliefen zu Dracos Unzufriedeheit langsam und unspektakulär. Blaise und er ignorierten sich den restlichen Tag. Keiner der Beiden machte anstalten, sich in irgendeiner Form zu vertragen. Niemand wollte der Erste sein, der nachgab. Zweimal unternahm Pansy den Versuch die Beiden Streithähne zum Reden zu bringen, aber es endete damit, dass beide schnaufend am Tisch saßen und zur Sicherheit ihre Hände um ihre Zauberstäbe legten. Entnervt gab Pansy ihre Versuche auf Vermittlerin zu spielen und wandte sich den Mädchen aus ihrem Hause zu.
Das Abendbrot hatte Draco entschieden ausgelassen. Er wollte nicht länger als nötig einen Tisch mit seinem idiotischen Freund teilen, auch wenn er noch so weit weg von ihm saß.
Auch war er seiner neuesten Leidenschaft, Hermine, nicht wirklich über den Weg gelaufen. Keine Blicke, keine Berührungen, keine zärtlichen Worte oder Küsse, die ausgetauscht werden konnten.
So ging Malfoy hochgradig genervt direkt in sein Zimmer.


Malfoy hatte sich einen gut sitzenden, warmen Pullover in dunkelgrau angezogen und sein sonst so perfekt sitzendes Haar leicht zerstrubbelt. Ihm war gerade nicht nach ordentlich und geschniegelt auf seinem Kopf.
Immer noch überlegte er, wie es jetzt weiter gehen sollte.

Blaise sprach nicht mit ihm und Draco wollte nicht den Anfang machen. In seinen Augen müsste sich Blaise erst einmal entschuldigen.
Dann fiel ihm Pansy wieder ein. Sie hatte ihn heute sehr verblüfft. Und das im positiven Sinne. Er wusste nicht, dass ihr der Blutstatus nicht so wichtig war. Sie hatte immer die Rolle der Reinblutsliebenden gespielt. Vielleicht wegen ihrer Familie? Bei Zeiten würde er dies in einem Gespräch herausfinden wollen. Aber nicht jetzt.
Er dachte nochmals an ihre Worte und fing an zu seufzen.
'Man, da hat das Mädchen noch recht...', überlegte er und schnaufte laut aus.

Er musste endlich mit Blaise reden. Scheiß auf die Entschuldigung, er würde den Anfang machen.

Draco richtete sich zu seiner vollen Größe auf, straffte seine Schultern und trat aus seinem Zimmer. Vielleicht hatte er Glück und Blaise war schon zurück vom Abendessen.
Er schritt den kleinen Flur entlang und kam in den Gemeinschaftsraum.

Und da saß er auch schon. Am Kamin. In einem Sessel. Auf seinem Schoß seine neue Geliebte Olivia.
Draco streckte stumm die Zunge zum Würgen heraus und schüttelte ungläubig den Kopf. So ein anhängliches Ding aber auch.
Er schritt auf die Beiden zu, die sich küssend in den Armen lagen und blieb knapp hinter ihnen stehen.
„Könntest du deine Zunge mal aus seinem Mund entfernen und dich vom Acker machen Olivia? Ich muss mit Blaise reden.“, sagte Draco kühl und bickte eiskalt auf die blonde Slytherin herab.

Knurrend löste sich Blaise von seiner Kusspartnerin und sah Malfoy wütend an.
„Ich wüsste nicht, was wir zu klären hätten. Verzieh dich Draco.“, sagte er knapp und sein Körper spannte sich vor Wut an.

„Großer Gott...“, sagte Draco mit den Augen rollend, ging um den Sessel herum und blieb vor seinem Freund und Olivia Hughes stehen. Er packte sie grob am Oberarm und zog sie hoch.
„Hey!“, entgegnete sie schimpfend und auch Blaise stand mit auf.
„Lass das! Nimm deine Finger von ihr Draco!“, wütete er und funkelte seinen Freund böse an.
„Ganz ruhig. Du kannst sie ja gleich wieder in die Arme schließen. Aber erst müssen wir etwas klären. Und du.“, er bickte nun genervt zu Olivia, „Geh. Er kommt später zu dir.“

„Ein Bitte hätte es auch getan Malfoy.“, giftete Olivia sauer und stolzierte mit arrogant erhobenem Kopf aus dem Gemeinschaftsraum.

„Und so eine arrogante Ziege magst du?“, fragte Draco mit hochgezogenen Augenbrauen.
„Nenne mir einen guten Grund, warum ich dir dafür nicht eine verpassen sollte Drac!“, knurrte Blaise unheilvoll und machte einen Schritt auf Draco zu.
Wieder einmal hatten die Beiden es geschafft mit ihrem Verhalten alle umstehenden Slytherins aus ihrer Nähe zu verbannen. Keiner wollte bei ihnen sein, falls sich einer der zwei entschloss wie ein Pulverfass zu explodieren. Doch keiner von ihnen bemerkte, dass sie so gut wie alleine waren.

„Setz dich Blaise.“, befahl Draco und deutete auf den Sessel hinter seinem Freund.
„Bitte.“, murmelte er knurrend hinterher.

Blaise, die Nase rümpfend, blickte sich um. Jetzt fiel ihm auf, dass keiner mehr da war. Er entschied sich erst einmal zuzuhören, was Draco von ihm wollte. Ausflippen und ihn verhexen konnte er dann immer noch.

Mit einem Schnaufen setzte er sich und verschränkte sie Arme vor der Brust.
Draco tat es ihm gleich und setzte sich neben ihn in den zweiten Sessel.

Das Kaminfeuer prasselte leise vor sich hin und die tanzenden Flammen tauchten beide in ein warmes Licht.

„Also los. Rede. Was willst du sagen?“, forderte Blaise Draco nun auf.

„Alter... ich weiß nicht mal so recht, wie ich anfangen soll. Das ist nicht leicht. Also hetz mich nicht.“, sagte Draco wirsch und blickte einen kurzen Moment gedankenverloren ins Feuer.
„Erstmal...“, begann Draco, „Erwarte ich, dass du deine Bemerkung von heute morgen zurück nimmst und dich dafür entschuldigst.“
„Was?“, rief Blaise laut aus, „Ich soll mich entschuldigen? Wofür denn bitte? Für die Wahrheit?“
Umgehend spürte Draco, wie in ihm die Wut hochkochte. Da konnte doch einfach nicht wahr sein, so ein Trotzkopf, überlegte er und raufte sich die Haare.


„Okay... das wird so nichts... Blaise, hör zu.“, sagte Draco nun erschöpft wirkend und seufzte schwer. Er sah seinem Freund direkt in die Augen, die ihn unverständlich und fragend anblickten.

„Ich habe gestern... Ich habe gestern Nacht mit Granger geschlafen.“, sagte Malfoy direkt heraus und beobachtete, wie sich die Mine seines Freundes änderte.
Die Unverstädnis wich einem Erstaunen und seine Augenbrauen wanderten hinauf.
„Okay... Also bist du doch über sie rüber gerutscht, ja? Läuft die Abmachung also doch noch, oder wie?“, fragte er nun neugierig.

„Was? Nein, scheiß auf die Abmachung. Das habe ich dir doch heute morgen schon versucht zu sagen.“, entgegnete Draco wütend. Er spürte, wie seine Hände wieder zu zittern begannen.
„Dann versteh ich nicht ganz... Was soll ich denn mit dieser Information anfangen?“, befremdlich sah Zabini seinen Freund an.


„Alter. Ich habe mir ihr geschlafen, weil wir es Beide wollten. Es war... großartig. Sie ist großartig.“, rutschte es Draco direkt heraus und er stellte mit wohlwissender Enttäuschnung fest, wie sich Blaise Gesicht von befremdlich zu fragender Irritation veränderte.
„Bitte was?“, platzte es laut aus ihm heraus. Er drehte sich zu allen Seiten um und vergewisserte sich, das wirklich niemand im Raum war.

„Bist du vollkommen irre geworden Drac?“, fragte Blaise seinen Freund und krallte seine Finger in die Armlehnen seines Sessels.
„Nein, bin ich nicht.“, antwortete der Blondschopf knapp.
„Wieso hast du dann...?“
„Man, alter!“, sagte Draco laut, „ich weiß auch nicht. Es ist über die letzten Tage einfach passiert. Sie ist völlig in Ordnung. Sogar mehr als das. Sie ist klug, sie fordert mich heraus, sie ist keine, die wie andere Dumpfbacken hinter meinem Geld oder einem Namen her sind, sie-“
„Stop!“, unterbrach Blaise seinen Freund und sah ihn entgeistert an.
„Sie ist ein Schlammblut. Sie ist absolut unter deiner Würde...“, Draco wollte etwas erwidern, doch Blaise redete achtlos weiter, „Sie ist deiner nicht Wert. Sie hat absolut den falschen Blutstatus. Sie ist eine Besserwisserin und eine neunmalkluge Ziege.“

„Blaise...“, seufzte Draco schwer, „Sie ist anders, wie die anderen Mädchen hier. Sie ist... Perfekt. Der Blutstatus ist mir völlig schnuppe geworden. Du weißt, dass sich Menschen ändern können. Und du weißt, dass ich nie so werden wollte wie mein Vater. Reines Blut hin oder her, Granger ist herausfordernd und ich habe etwas für sie übrig. Deine Argumente sind mir also völlig egal.“
„Das ist nicht dein ernst Draco...“, entgegnete Blaise nun entsetzt und starrte seinen besten Freund ungläubig an.
„Doch, ist es Blaise. Und ich erzähle dir das, weil ich möchte, dass du es akzeptieren kannst und damit einverstanden bist. Du bist derjenige, den ich als meinen engsten Freund sehe.“, sagte Malfoy nun mit wohlwollender Stimme und sah Blaise erwartungsvoll an.

„Das kann einfach nicht dein Ernst sein...“, sagte Zabini erneut kopfschüttelnd und erhob sich.
„Blaise... komm schon...“, sagte Draco nun fast verzweifelt und stand ebenfalls auf.
„Nein. Sieh dich doch mal an. Sieh, was sie mit dir gemacht hat! Ich erkenn dich überhaupt nicht mehr wieder!“, schrie Blaise jetzt fast und baute sich vor seinem Freund auf.

„Sag was du willst, du wirst an der Sache nichts mehr ändern können. Besser du akzeptierst es.“, knurrte Draco nun und kam Blaise gefährlich nah.
„Vergiss es. Du bist so ein Weichei geworden. Die Erstklässler kuschen nicht mehr vor dir, die anderen haben keinen Respekt mehr vor dir. Du bettelst ja förmlich darum, dass ich deine kleine Freundin akzeptiere. Du bist nicht mehr der Draco, den ich kennen und schätzen gelernt habe. Schlammblutliebhaber. Pah!“, spie Zabini wütend aus und drehte sich um zum Gehen.

„Blaise!“, rief Draco ihm wütend hinterher, doch dieser verließ schnellen Schrittes dem Gemeinschaftsraum der Slytherins.

„Na, das hat ja super funktioniert.“, seufzte Draco enttäuscht und ließ sich zurück in seinen Sessel sinken.
Er sah einige Zeit den Flammen im Kamin zu, wie sie das Feuerholz aufzehrten.
„Ich brauch ne Dusche...“, murmelte er leise und erhob sich schwer.
Draco hoffte, dass Blaise noch zur Vernunft kommen würde und sie dieses Gespräch nochmal führen könnten.
Auf dem Weg zur Dusche überlegte er sich, dass er morgen – komme was wolle – Hemine wiedersehen musste. Er brauchte diese weichen Lippen unbedingt zurück.
Mit einem kleinen Lächeln auf den Lippen verschwand er im Bad.


Blaise zog es die Flure in den Kerkergewölben entlang. Er wusste nicht wohin er ging, oder wie lange er schon unterwegs war. Wut brodelte in seinem Bauch und rumorte wie Vulkan in ihm.
Er konnte es einfach nicht fassen. Das war also der Grund für Dracos merkwürdiges Verhalten. Diese dumme, wertlose... Blaise schüttelte wutentbrannt den Kopf und blieb stehen. Er ballte seine Hand zur Faust und schlug in die Mauer, die vor ihm war.
Mit schmerzverzerrtem Gesicht rieb er sich seine Fingerknöchel.
Aber so einfach würde er ihn nicht aufgeben wollen. Er wollte nicht akzeptieren, dass er seinen besten Freund an diese Person verloren haben soll.
Nein, Blaise war ein Slytherin. Er würde seinen Freund nicht einfach aufgeben und zusehen, wie er in sein Verderben lief.

Es wurde Zeit, sich mit Hermine Granger zu unterhalten.


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Wow, was für ein mutiger Schritt von Draco. O__O
Ich hoffe ihr seid nicht allzu enttäuscht von Pansy. Ich wollte ihr einen kleinen Twist geben ;).
Ich bn guter Hoffnung, dass euch das Kapitel gefallen habt. Gerne, wie immer, Lob, Kritik, Anregungen, Wünsche, Fragen oder wenn ihr einfach mal Hallo sagen wollt: Gerne ein Kommi da lassen, ich freue mich über jedes liebe Wort von euch :D.
Wir lesen uns beim nächsten Kapitelchen.
Eure Chao
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