Weil ich ihn liebe

von terzia18
KurzgeschichteDrama, Romanze / P18 Slash
06.09.2018
21.02.2019
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Dieses Kapitel
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Hey meine Lieben, endlich geht es weiter mit meiner Geschichte rund um Tobi, Boris, Christoph und Patrick ;) Ich hoffe ihr freut euch genauso darauf wie ich.:) Aber jetzt wünsche ich euch viel spaß beim Lesen. eure terzia18


Nachdem beide sich im Foyer verabschiedet haben und jeweils ihrer Arbeit nachgingen, war es ruhig im Hoteleingangsbereich. Die letzten Gäste die an dem Tag abreisen sollten, haben mittlerweile aus gecheckt, so dass Christoph nicht so viel Arbeit hatte als er von seiner Joggingrunde zurück war. Er grüßte kurz Herrn Sonnenbichl als er ins Büro ging. „Na was sagt die Arbeit?“ fragt er seinen Sohn Boris. „Ich habe jetzt noch kurz die Quartalzahlen vom letzten Monat durchgesehen, alles stimmt so wie du es vorher schon nachgezählt hast.“ „Na da bin ich aber echt froh, dass alles stimmt.“ meint sein Vater und will schon Richtung Saalfeld Wohnung gehen um  sich zu duschen, als er noch einmal von Boris zurückgehalten wird. „Du Papa, sag mal, wie hieß denn eigentlich die Uni auf der du warst?“ „Wieso willst du das denn wissen? Habe ich dir nie gesagt auf welcher Uni ich war?“ will Christoph verwirrt wissen und sieht seinen Sohn mit einem wissenden Blick an. Er glaubt zu wissen wieso Boris das fragt. „Ja nur, dass es halt eine in Berlin war, aber sonst weiß ich ja nichts.“ meint Boris daraufhin.

„Ich war damals ja in Berlin und ich hatte Management studiert und Sprachen. Ich hatte Auswahl zwischen 3 Hochschulen und habe mich dann für die entschieden die auch ein Internat beherbergte, ich wollte damals einfach nicht jedesmal nachhause schlafen gehen, wollte meinem Vater nicht immer begegnen und sein vorwurfsvolles Gesicht sehen. Die Uni hieß Hochschule für Management und Sprachen Berlenia. Aber jetzt hast du mir noch immer nicht die Frage beantwortet, wieso du das jetzt wissen möchtest? Du hast ja nicht vor etwa Informationen über Patrick herausfinden, wo er jetzt wohnt usw, oder etwa doch Boris? Ich weiß dein Mitgefühl ja zu schätzen, aber ich habe eingesehen, dass einfach schon zu viel Zeit vergangen ist, er wird womöglich in Zwischenzeit mit einer Frau verheiratet sein und Kinder und vielleicht schon Enkelkinder haben. Ich meine er wusste ja damals gar nicht, dass er für mich viel mehr war als mein bester Freund. Besser wir belassen es dabei dass er meine erste Jugendliebe war.“ glaubt Christoph zu wissen was das Beste im Moment für ihn ist.

„Wie kommst du denn jetzt dadrauf, dass ich Nachforschungen betreiben möchte? Ich wollte nur wissen wie die Uni hieß, weil Valentina mich gefragt hat, ob ich eine Uni in Berlin kennen würde, die auch nicht zu teuer ist, auch wenn sie jetzt noch im Gymnasium ist, so möchte sie doch gerne danach nach Berlin studieren gehen und Fabian hat ja auch schon eine Uni dort gefunden, so wären beide in der gleichen Stadt. Jetzt kann ich ihr wenigstens eine gute angeben und sagen dass mein eigener Vater auch da zur Schule ging.“ versucht sich Boris zu erklären und lässt sich dabei überhaupt nicht anmerken, dass es gar nicht die Wahrheit ist.

„Und was die andere Sache mit Patrick betrifft, von wegen zu viel Zeit wäre schon vergangen. Wer sagte denn das die Liebe ein Verfallsdatum hat? und was macht dich da so sicher, dass Patrick mit einer Frau verheiratet ist.Vielleicht hatte er ja damals auch Gefühle für dich, wieso sollte er sonst so wütend gewesen sein, weil du ihm nichts von dem bevorstehenden Umzug erzählt hast. Er wollte auch nicht dass du gehst, genauso wie du nicht wolltest dass du ihn alleine lässt, ohne ihn je noch einmal wieder gesehen zu haben danach. Ich an deiner Stelle würde ja selbst mich auf die Suche nach Patrick machen. Ich merke doch dass du ihn noch immer liebst und ihn nicht vergessen kannst.“ sagt Boris weiter und sieht seinen Vater danach an.

„ich weiß ja dass ich ihn nicht vergessen kann, aber das ändert nichts an meiner Meinung, dass es besser ist wie es jetzt ist, und jetzt würde ich wirklich gerne duschen gehen. Sollte mich ja noch mit deinem Freund nachher treffen in der Bar.“ antwortet sein Vater. „Ach, Tobias hat dir also schon zugesagt?“ „Ja, ich war selbst überrascht als ich vorhin während dem Laufen eine Sms von ihm bekam, dass er einem Treffen zustimmen würde, solange ich das Getränk dann bezahlen würde.“ „Solange du zahlen würdest?, echt, das hat er geschrieben?“ da musste Boris kurz lachen. „Das ist so typisch Tobi.“ meint er nur dazu und wünscht seinem Vater ein erfolgreiches Gespräch mit seinem Schwiegersohn in spe.

Während der Zeit wo Christoph in der Dusch war, machte sich Boris auf die Suche nach Informationen über Patrick. Er fand auf der Internetseite der Uni Fotos in dem Archiv über die alten Jahrgänge, auch den von Christophs Jahrgang. Doch er erkennt leider nicht seinen Vater auf den Fotos, da er noch nicht so viele Jugendfotos seines Vaters gesehen hat. Und diesen Patrick kann er auch nicht erkennen, obwohl er ja weiß, dass dieser dunkelblondes Haar hatte wie sein Vater sagte. Aber da die Fotos schwarz-weiß waren, erkannte er leider nichts auf den Fotos.
Er musste wohl oder über bei der Uni anrufen und auf gut Glück hoffen, dass er Infos über diesen Patrick erhält.

Gleichzeitig versuchte er es in den üblichen Suchmaschinen mit dem vollen Namen von Patrick.
Er bekam dort einige auch aufgezählt, einer erweckte gleich seine Aufmerksamkeit.Ein Patrick Van den Berg, der Eigentümer und Geschäftsführer eines Hotels in Hamburg ist. „Hatte mein Vater nicht gesagt, dass Patricks Eltern damals ein Hotel in Hamburg führten und er das Hotel übernehmen sollte nach seinem Studium? Vielleicht könnte er das hier schon sein? Das wäre ja zu schön um wahr zu sein, wenn ich so schnell den richtigen Patrick Van den Berg finden würde. aber ich muss es einfach herausfinden, ich mache das ja alles für meinen Vater.“ sprach Boris für sich und schlug den Laptop aber dann auch gleich zu, als er seinen Vater wieder hörte, der nur sagte dass er sich jetzt auf den Weg zur Bar machen würde um Tobias zu treffen.

„Ja in Ordnung, bis nachher Papa. Ich mache auch bald hier Feierabend“ meinte Boris und sah seinem Vater noch nach, als dieser zur Tür herausging. „Du wirst dich noch wundern Papa, ich werde Patrick schon ausfindig machen und dann werdet ihr endlich miteinander reden. Ich wünsche es dir so sehr, dass du endlich richtig glücklich wirst.“ sagt Boris bei sich und macht weiter bei seinen Recherchen.

Als es 21 Uhr ist, macht er Feierabend und macht sich auf den Weg zu seiner WG, solange Tobi ja mit seinem Vater in der Bar sitzt, kann er genau so gut etwas Zeit mit Tina und Tom verbringen. Der kleine ist ja auch ein richtig knuffiges Kerlchen geworden, wo er älter ist. Er hält seinen Patenonkel wirklich auf Trapp, wenn er ihn mal wieder babysittet.


Währenddessen sitzen Tobias und Christoph in der Bar und genehmigen sich noch einen Bürgerbräu Bier. „Also Herr Ehrlinger, es freut mich wirklich dass sie meine Einladung zu diesem Gespräch angenommen haben, und das meine ich wirklich ehrlich.Weil ich so blind war und nicht einsehen wollte dass es nicht schlimm ist wenn man einen Mann liebt, konnte und wollte ich nicht akzeptieren dass mein Sohn schwul ist und mit ihnen zusammen ist. Aber jetzt freut es mich wirklich sehr zu sehen, wie glücklich er mit Ihnen ist, oder darf ich Tobis sagen, immerhin bist du mit meinem Sohn zusammen.“ sagt Christoph zu Tobias und sieht ihn an.

„Es würde mich sehr freuen, wenn wir uns dutzen würden und es tut mir leid, weil ich so misstrauisch war über deinen Versuch einer Versöhnung und Aussprache mit mir. Weißt du ich habe mir das nicht ausgesucht schwul zu werden und schon gar nicht mich in Boris zu verlieben, aber ist einfach passiert, ich meine anfangs habe ich ihn noch für einen arroganten Schnösel und Besserwisser gehalten, doch dann durch das Training für den Crosslauf habe ich ihn besser kennengelernt und wir sind sowas wie Freunde geworden. Und dann habe ich mich in ihn verliebt, da war dein Sohn schon längst in mich verliebt, was ich aber natürlich nicht gecheckt habe. Im Nachhinein können wir aber eigentlich meiner Kusine Romy dankbar sein, wenn ich nicht geplant hätte sie damals zu besuchen, dann wären wir uns nie über den Weg gelaufen. Denn ich bin wirklich unglaublich glücklich dass ich Boris hier kennenlernen durfte. Er ist einfach etwas  ganz Besonderes und ich darf ihn lieben, dabei bin ich ein einfacher Junge vom Lande. Es ist mir manchmal echt ein Rätsel wieso er mich liebt, ihm scheint ganz egal zu sein aus welchen Familienverhältnissen ich herkomme. Ich meine er ist mit Reichtum aufgewachsen und ich nun mal nicht.“ erzählt Tobias seinem Schwiegervater die Anfänge seiner Beziehung zu Boris.

„Mein Sohn Boris hat sich immer schon darin unterschieden von seinen Geschwistern, mit Ausnahme von Denise jetzt, was die Akzeptanz von anderen Menschen angeht. Solange er findet dass derjenige sympathisch in seinen Augen ist und zuverlässig ist und gut arbeitet, ist ihm egal woher derjenige kommt und wie dessen Familienverhältnisse sind. Ehrlichkeit ist ihm dafür umso wichtiger, sowie Loyalität.

Das habe ich schon immer an ihm bewundert, weil ich ehrlich gesagt eher darauf schauen würde, ob die Person auch aus gutem Hause kommt. Was aber nicht heißen mag, dass ich dich nicht in unserer Familie akzeptieren will und auch willkommen heißen möchte.“ erwähnt daraufhin Christoph und lächelt Tobias bei dem letzten Satz freundlich an.

„Echt jetzt, ich bin in der Familie Saalfeld willkommen? Das ehrt mich aber jetzt wirklich Christoph. Ich verspreche dir, ich werde deinen Sohn immer glücklich machen.“ lächelt daraufhin Tobias ebenfalls und schlägt Christoph vor zur Feier des Tages noch ein Bier zu trinken.

Nach einer weiteren Stunde, schaut Tobi auf die Uhr und sagt zu Christoph „So gerne ich noch weiter hier sitzen würde, ich muss jetzt wirklich mal zurück zu Boris. Der sitzt bestimmt schon auf heißen Kohlen zuhause, weil er gespannt ist wie das Gespräch mit dir verlaufen ist.“ schmunzelt Tobias und steht von seinem Stuhl auf und ist schon dabei die Hand zum Abschied auszustrecken, da macht Christoph etwas, womit Tobias nun wirklich nicht gerechnet hat. Er umarmt Tobias zum Abschied und sagt ihm noch einmal wie froh er ist dass Boris ihn an seiner Seite als Partner hat. „Jetzt hau schon ab zu Boris, und nimm ihm liebe grüße von mir mit und wünsche ihm eine gute Nacht von mir. Es hat mich wirklich gefreut mit dir zu reden Tobias. Wenn du magst kannst du Boris ja mal fragen, ob ihr morgen keine Lust hättet mit mir zu Abend zu essen. Es wäre mir eine Freude. „Ich werde ihn fragen, jetzt geh ich aber wirklich Christoph. Danke auch für den Abend. Gute Nacht und bis morgen.“ antwortet Tobias noch und macht sich dann auf den Weg zu Boris.


So meine Lieben, das war das 8 Kapitel, ich hoffe ihr hattet spaß daran es zu lesen.:) lg und bis zum nächsten Kapitel, eure terzia18 :)
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