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Was zwischen den Weltmeisterschaften geschah

KurzgeschichteAllgemein / P12 / Gen
Ashley Caboose
06.09.2018
06.09.2018
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Bitte meine Rechtschreibung zu vergeben. Hab das ganze in meinen Arbeitspausen in die Memos getippt xD

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Schweigend fuhr der Personenzug über die Gleise. Man hatte sich nach den Ereignissen der letzten Wochen nichts mehr zu erzählen, so schien es.
Der Fahrtwind pfiff dem Zug entgegen und außer ihm konnte man nur das leise Rattern Rustys vernehmen.
Kurz vor der Ankunft am Bahnhof, um in den verdienten Feierabend entlassen zu werden, passierte der Personenzug erst die Abstellgleise am Rand der Anlage gelegen und den Frachthof. Weder die Lok noch die drei Wagen würdigten diesen Stellen der Station einens Blickes. Traurig schauten sie sturr gerade aus oder drehten den Kopf ganz weg.

Ein paar Wochen zuvor ratterte der Personenzug an eben diesen Orten vorbei. Die vier Wagen waren gut gelaunt und schnatterten wild durcheinander. Es war ein angenehm warmer Tag gewesen und der Dienst war erstaunlich schnell vorbei gegangen.
"Wollen wir nachher noch etwas unternehmen?", fragte Dinah während sie in den Bahnhof einfuhren.
"Ein Feierabendbier währe nett.", überlegte Buffy laut.
Ashley belehrte ihre beste Freundin: "Wir trinken soetwas überhaupt nicht, Buff."
"Irgendwann werde ich es probieren!"
"Ich hab mal gehört, dass einem Diesel der komplette Motor getaucht werden musste, nachdem er ein paar Schlucke von so einem schwarzen Menschen-Gesöff genommen hatte!", erzählte Pearl über ihre Schulter hinweg.
"Wie kann man auch so dumm sein?"
Ashley winkte ab, während der Zug bremste und sie bereits eine Zigarette aus ihrem Ausschnitt fummelte: "Diesel sind doch alle nicht die Schlausten."
"Hey!", empörte sich der Speisewagen.
"Nichts für ungut, Süße."
"Wir treffen uns in zwei Stunden an der Bar.", entschied nun Buffy für alle.

Mit Bar war keine Bar für Menschen gemeint, sondern eine kleine Ecke mit einem altem Tresen- an dem man allerhand zugtaugliche Flüssigkeiten zapfen konnte- sowie ein paar Stühlen und Tischen im Gemeinschaftsdepot. Buffy hatte das Ganze vor einigen Jahren mit den Worten "Bei Menschen sieht es so lässig aus, wenn sie da sitzen uns trinken." ins Leben gerufen. Seit dem war die düstere Ecke ein Treffpunkt für die ganze Gemeinschaft am Bahnhof.
20 Minuten bevor die Andren kamen, stand Buffy bereits hinter ihrer Bar und sortierte einige Gläser, kontrollierte die Vorhandenheit aller "Getränke" und stellte vorsorglich einen Aschenbecher auf Ashleys Stammplatz.
Kaum eine Minute später kam der Rauchwaggon als Erster angerollt. Elegant ließ sie sich auf ihrem Barhocker nieder und zog sich den Aschenbecher so gleich näher heran.
"Immer die Erste."
"Du weißt wie anstrengend es ist, wenn Pearl und Dinah sich streiten."
"Um was geht es diesmal?", fragte Buffy nach ohne aufzusehen und spühlte die Gläser nach.
Ashley zog an ihrer Zigarette: "Ach was weiß ich. Da höre ich schon lang nicht mehr hi-"
"Jojojoooo, Frachter in the house!", flog die Tür auf.
Der Rauchwagen verdrehte die Augen: "Oh nein, wer hat die den eingeladen?"
"Ich nicht!", seufzte Buffy und ließ ihr Geschirrtuch weiter geübt über die Gläser gleiten.
Die drei Kastenwagen ließen sich auf ein paar Stühlen fallen, dicht gefolgt von dem grimmig drein guckenden Flat Top, sowie Dustin und einem roten Bremser.
"Hey Süße! Lass was von deinem feinsten Fusel für uns springen!", rief der Hopper 2 lauter als nötig.
Buffy nahm einige Gläser, goss wahllos etwas ein, stellte alle auf ihr Tablett und servierte es Stilecht, wie es sich ihrer Meinung nach bei jedem Gast gehörte. Sie war Profi.
Caboose ließ sich ganz zum steigendem Unmut von Ashley auf dem Hocker neben ihr nieder. Der Rote hatte die Idioten von Frachtern den ganzen Tag um sich, das musste nicht auch noch am Abend der Fall sein, so dachte er.
"Du versperrst mir die Sicht zur Tür.", grummelte Ashley und versuchte demonstrativ an den massiven Schulteraufbauten des Bremsers vorbei zu sehen.
"Ich bitte um Vergebung.", antwrotete der Andere mit unterdrückt genervt klingender Stimme.
"Wieso nur glaube ich dir kein Wort?"
"Das weiß ich auch nicht. Ich sage immer die Wahrheit."
"Du verdrehst dabei auch gerne mal Tatsachen."
"Solang es im Kern die Wahrheit bleibt.", zuckte Caboose mit den Schultern.
Buffy war noch immer mit den Hoppern und den anderen beiden Frachtwagen beschäftigt. So beugte sich der Bremser über den Tresen, um sich selbst eine Flasche zu angeln. Blind tastete er solange umher, bis er eine gefunden hatte, stecke noch einen Strohhalm in die Flasche, nahm einen großen Schluck und stellte sie wieder ab.
"Man bedient sich an fremden Dingen nicht selbst.", belehrte der Rauchwaggon ihn.
"Man verpestet auch nicht für alle die Luft.", kam es trocken zurück.
Demonstativ nahm Ashley einen tiefen Zug, der die Zigarette um gute zwei Zentimeter schrumpfen ließ und bließ ihren gesamten Lungeninhalt in die Richtung in der der rote Bremswagen saß.
CB deutete mit einem Finger auf die Rauchwölkchen die von den alten Lampen über der Bar angestrahlt wurden: "Genau das meine ich."
"In meiner Bar ist Rauchen nicht verboten.", mischte sich Buffy ein, als sie wieder hinter den Tresen rollte.
"Wegen einer einzigen Raucherin müssen 25 andere diesen Gestank aushalten.", Caboose zog eine schwarz-weiße Augenbraue in die Höhe.
Alles was der Buffetwagen dazu sagte war: "Du kannst auch gehen, wenn du möchtest.", während sie Zettel und Stift schnappte, um weitere Bestellungen entgegen nehmen zu können.

Die nächsten Stunden des Abends verliefen ruhig. Hier lebende oder durch reisende Loks und Waggons kamen und gingen, Buffy bediente alle nach bestem Gewissen, Ashley und Caboose schwiegen sich bis auf einige Stichelein an.
Irgendwann beschlossen die Hopper es wäre Zeit für ein Trinkspiel.
"Alle herkommen!", rief Nummer 1.
"Es ist Zeit zu saufeeeeen.", freute sich Nummer 2 und Nummer 3 nickte nur strahlend.
Auch wenn es keiner der Anwesenden jemals zugeben würde, Trinkspiele mit den Kastenwagen waren immer die witzigsten. So sammelten sich einige Züge um den Tisch der Frachter und Buffy brachte Flaschen mit Inhalten, die auf Züge wirkten wie Alkohol auf Menschen.
Die Kastenwagen erklärten noch einmal die Regeln des üblichen Spiels. Am Ende spielte etwa ein Duzent mit- Ashley und Caboose inbegriffen.
Das Spielen begann ruhig, aber je öffter Buffy die leeren Gläser wieder befüllen musste, desto lauter und lustiger wurde es.
Ashley musste einen Schluck nach dem nächsten nehmen, Caboose stellte sich zwar besser an, aber auch ihm stieg der Rauch bald in den Kopf.

Nach einiger Zeit verabschiedeten sich immer mehr mehr oder weniger angetrunkene Züge und selbst Buffy zog er kurz vor Mitternacht vor ihr Depot aufzusuchen. So blieben tatsächlich Bremswagen und Rauchwagen zurück, welche vollkommen betrunken waren.
"Du bist der hässlichste Wagen am Hof, mit deinem kackbraunen Rock und den ollen Aschenbechern auf der Brust.", ließ Caboose irgendwann vernehmen. Züge konnten geistig zwar fast genauso betrunken werden wie Menschen, aber lallen war etwas was sie zum Glück nicht konnten.
"Sagt der mit dem Clowns-Make up!"
Caboose verteidigte sich: "Das sind Warnzeichen!"
"Selbst Flatty hat ein hübscheres Gesicht."
"Warum küsst du ihn dann nicht?"
"Idiot.", grunzte Ashley, "Roter Idiot."
"Rot müsste dir doch imponieren! Ohne dein geliebtes Feuer überlebst du keine Stunde."
"Und du überlebst IN Feuer keine Stunde. Deswegen hast du so Angst vor Rusty und Papa!"
"Ich hab keine Angst vor ollen Dampfern."
Ashley funkelte den Bremswaggon herrausvordernd an. Eine der letzten Zigaretten des Abends drehte sie geübt zwischen ihren Fingern- trotz der Tatsache, dass diese angezündet war. Blitzschnell drücke sie den Stummel auf der Hand des Bremsers aus.
Aus Reflex und Schmerz zog der Rote seine Hand zurück und stieß dabei ein übergebliebenes Glas, randvoll gefüllt mit Diesel, um. Die Flüssigkeit verteilte sich über den Tisch und CB selbst. "Bist du irre?!", giftete er sie an, "Das Brandfleck krieg ich nie wieder weg!"
Wild deutete er auf das kleine Loch.
Ashley hingegen lachte nur: "Ich würde mir ehr Sorgen um den Diesel machen! Jetzt stinkst du wie ein Tanker!"
"Du blöde Schlampe.", fauchte der Bremser, schob mit einem Ruck den Stuhl zurück, rollte um den Tisch zu dem anderen Wagen und feuerte ihr eine mit der unverletzten Hand. Nun sprang auch Ashley auf die Beine.
"Was wagst du dir?!"
"WAS WAGST DU DIR?!", eskalierte Caboose und war kurz davor sich auf den Personenwaggon zu stürzen.
"Das muss ich mir wirklich nicht geben.", genervt drehte sich Ashley um und rollte zur Tür. Caboose war aber noch lang nicht mit ihr fertig und sprintete ihr nach. Kurz nach dem Gemeinschaftsdepot holte er sie ein.
Ashley ignorierte ihn gepflegt, steckte sich eine neue Zigarette an. Um sich Aufmerksamkeit zu verschaffen, kuppelte sich CB an sie und bremste sie mit so viel Kraft aus, wie er aufbringen konnte. Durch den Rauchwaggon ging ein heftiger Ruck. Kochend vor Wut drehte sie sich um.
"Bist du nur vom Teufel besessen?! Du hättest mich ernsthaft verletzten können!"
Noch in der Bewegung warf sie ihre Zigarette auf den Roten.
"Vielleicht wollte ich das ja?!", geiferte Caboose und bemerkte zunächst nicht, wie der Treibstoff, der noch immer an ihm klebte, durch das kurze streifen der Zigarette Feuer gefangen hatte.
Ashley jedoch bemerkte es und verschränkte genüsslich die Arme vor der Brust. "Du brennst", teilte sie ihm schnurrend mit.
Auch Caboose war aufgefallen, dass irgendetwas nicht stimmte und sah an sich hinunter. "Oh Starlight! Nein, nein, nein, nein!", in Panik verfallend und durch den Schock wieder vollkommen nüchtern starte Caboose auf die kleinen Flammen, die schon begonnen hatten sich durch das Holz, aus dem er zum größten Teil bestand, zu fressen. "Hilf mir, verdammt nochmal!", schrie er Ashley in der kühlen Nacht entgegen.
"Warum sollte ich dir helfen? Immerhin war es deine Schuld!", desinteressiert rollte er Rauchwagen davon.
"DAS KANN DOCH NICHT DEIN ERNST SEIN!", brüllte er ihr nach, doch Ashley war auf und davon. CB schlug nach den Flammen, um sie zu ersticken, doch es half nichts. Das trockene Holz war eine viel zu gute Nahrung für Feuer und er bezweckte damit höchstens, dass auch noch seine Hände und Arme anfingen zu brennen.
Verzweifelt sah Caboose sich um. Er brauchte Wasser und das schnell! Doch er wusste, dass weit und breit kein Teich oder Fluss war. Näher gelegen und seine einzige Hoffnung war damit der Wasserturm für die Dampfloks. Glühender Schmerz zuckte durch seinen Körper, als sich der Bremswagen in Bewegung setzte, um zum Wasserturm zu gelangen. Die Flammen hatten sich bereits durch das lackierte Holz bis in sein Innerstes gefressen, das bemerkte er. Caboose schrie vor Schmerz auf, als nun auch noch sämtliche Schmieröle die ihn bewegungsfähig hielten, anfingen zu brennen. Mit zusammen gebissenen Zähnen versuchte er weiter den rettenden Wasserturm zu erreichen. Doch als die Flammen ihm schon fast ins Gesicht schlugen und er bemerkte, wie einige Metalteile in seinem Inneren begannen sich durch die Hitze zu verformen, musste sich CB eingestehen, dass er den Turm aus eigener Kraft nicht mehr erreichen konnte. Doch er wollte!
Nass liefen ihm die Tränen über das Gesicht, als er vor Wut und Verzweiflung schreiend in die Knie ging. Er wollte um sich schlagen, doch ein verformtes Metallteil in ihm blockierte bereits seinen rechten Arm.
"Nein. Nein! NEIN!", schrie er immer wieder in die Nacht und versuchte gleichzeitig den stechenden Schmerz mit zusammen gebissenen Zähnen zu ertragen. Schmerzhaft kralle er seine linke Hand in die trockene Erde. Noch hatte er Hoffnung, dass ihn jemand retten würde. Die Flammen hatten sich bereits bis zu seinem dunkelblonden Haaren gefressen. Er bemerkte jedes Züngeln. Außen und innen. Er bemerkte wie die Metalle begannen zu glühen, wie das Verbrennen der Öle jede Bewegung noch schmerzhafter werden ließ. Selbst als der Bremser einem einzigen Scheiterhaufen gleich kam. Wie tausende Nägel drang das Feuer in das rote Holz ein. Flammen und Qualm nahmen ihm das Augenlicht. Verzweifelt blickte er in den Himmel, der einzige Stern den er dort ausmachen konnte schien ihn funkelnd zu verspotten.
"Warum, Starlight?", fragte der rote Bremswagen tonlos.
Nach weiteren, endlosen Minuten, in denen Caboose die Qualen bei vollem Bewusstsein ertragen musste, sackte er unter einem letzten schmerzerfüllten Schrei zusammen.
Die Flammen nagten noch mehrere Stunden an dem trockenen Holz bis kaum noch etwas von dem Bremser über war.

Am Morgen bemerkte Rusty als erster, dass etwas nicht stimmte, als er sich auf dem Weg zum Wasserturm befand. Es roch irgendwie nach Lagerfeuer und ein Hauch von Rauch glitt zwischen den Depoten umher. Da aber kein Feuer oder eine Rauchwolke ausmachen konnte, machte er sich keine Sorgen und füllte seinen Tank in aller seelen Ruhe auf.
Da zerissen Schreie die Morgenluft.
Alamiert riss Rusty den Kopf in die Richtung, aus der der Schrei kam. Das waren eindeutig die Persondnzüge gewesen!
"Bei Starlight!"
"Du Scheiße!"
"Wie konnte das passieren?!"
"Der Arme!"
"Holt Hilfe!"
"Das bringt nix mehr."
"Ups..."
Hörte Rusty die vier Waggons durcheinander blabbern. Sofort raste er zu ihnen, doch kurz zuvor bremste er geschockt ab. Vor den Mädchen lag ein Haufen verbranntes Holz, Metallteile lagern kreuz und quer zwischen anderen verkohlten Resten und vereinzelte Glutnester leuchteten durch restlichen Qualm.
"Oh Starlight.", entfuhr es der Dampflok. Natürlich brauchte keiner von ihnen lang, die Überreste zu identifizieren, es gab nur zwei Wagen, die überwiegend hölzern waren. Dustin und Caboose. Und Dustin war definitiv vorhin bereits am Bahnhof gewesen. Außerdem schimmerten wenige unverbrannte Reste rot lackiert aus der Asche.

Rusty informierte sofort Papa. Sämtliche Fahrten wurden gestrichen und Wrench identifizierte die Überreste noch einmal professionell, eh sie sie aufsammelte und davon brachte. Auf dem ganzen Bahnhof lag eine düstere Stimmung. Selbst die Hopper waren für keinen noch so offensichtlichen Spaß zu haben.
Wrench übernahm auch die Ursachenklärung. Nach einigen Stunden kam sie in das Gemeinschaftsdepot gerollt, wo die Meisten bereits auf sie warteten.
"Ich habe Rückstände von Treibstoff der Diesel finden können. Das sorgte wohl dafür, dass die Flammen sich besonders schnell ausbreiten konnten. Wie er überhaupt in Brand geraten konnte, fand ich nicht heraus. Ich schließe einen Selbstmord allerdings aus. Einige Spuren deuten darauf hin, dass er versucht hat den Wasserturm zu erreichen.", erklärte der Reparaturwagen.
"Ashley, du warst doch als Letzte mit ihm hier?", bemerkte Dinah.
"Ist dir etwas aufgefallen? Bist du vor oder nach ihm gegangen? Hat er erwähnt, was er noch tun wollte?"
Der Raucherwagen sah bestürzt drein: "N...nein..."
"Als ich heute morgen her kam, lag ein umgekiptes Glas mit Diesel bei dem Tisch, an dem ich Caboose und Ashley zuletzt gesehen habe. Könnte das der Ursprung des Treibstoffes sein?", überlegte der Buffetwagen.
"Das ist gut möglich. Aber nur verkippter Diesel lässt einen Zug nicht in Flammen aufgehen."
"Oho", entfuhr es dem Raucherwagen.
"Ist dir etwas eingefallen?", fragte Wrench sofort.
"Ich erinnere mich nur an wenig.", gab Ashley zu, "muss ganz schön betrunken gewesen sein... aber ich erinnere mich, mit Caboose das Depot verlassen zu haben... ich glaube wir haben gestritten und dann... dann stand er in Flammen... aber mehr weiß ich nicht...!"
Wrench dachte nach: "An der Stelle an der er zunächst gestanden haben muss, fand ich einen Zigarettenstummel. Nur du rauchst hier. Kann es sein, dass du ihn im Streitgespräch damit berührt hast?"
"Oh Starlight!", riss Ashley die Augen auf, "sowas würde ich nie tun!"
"Haben wir eigentlich zu viel Zeit, oder was?", mischte sich Flat Top missmutig ein, "was soll das Ratespiel? Drausen am Depot hängt 'ne Kamera."
Vereinzelt verdrehten Loks und Wagen die Augen.
"Natürlich!", fast hatte sich Electra die flache Hand gegen die Stirn geschlagen. "Das Teil hab ich da anbringen lassen!"

Wärend Wrench und einige Andere die Aufnahmen der letzten Nacht durchgingen, begann Ashley immer unruhiger auf ihrem Stuhl umher zu rutschen.
"Süße, bleib ruhig. Ich glaube nicht, dass du den Bremser angezündet hast.", beruighte Buffy sie... oder versuchte es zumindest.
"Und wen doch? Wenn ich-"
"Ashley, du hast Caboose in brand gesetzt. Wie es auf den Aufnahmen scheint vorsätzlich. Ich erlege dir hiermit Depotarest auf bis alle Einzelheiten geklärt sind und eine gerechte Strafe verhängt wurde. Krupp, darf ich bitten?", Wrench hatte den Raum betreten und stand noch in der Tür. Allen Anwesenden, vor allem Ashley wisch jegliche Farbe aus dem Gesicht, als der Rüstungswagen Electras seinem Amt nachging und den perplexen Rauchwaggong abführte.

Einige Tage später war der Sachverhalt entgültig geklärt. Ashley wurde schuldig gesprochen und kam zur Strafe auf unbestimmte Zeit auf das Abstellgleis, wo sie allein Wind und Wetter ausgesetzt war und keinen Zentimeter mehr fahren konnte. Keiner war wirklich sauer auf sie. Zwar trauerte man trotz seinem zweifelhaften Ruf um Caboose, aber es hielt auch niemand Ashley für die Mörderin, als die man sie nun hinstellte.
Doch der Bahnhofsvorstand sah das anders. Die Überreste des Bremsers, vorwiegend verbogene Metallteile, schmolz man in handliche Barren zur Wiederverwertung.

Der Raucherwagen stand bereits einige Wochen auf dem Abstellgleis, als alle Züge des Bahnhofes zum Gemeinschaftsdepot gerufen wurden.
"Was sollen wir hier? Was kann so wichtig sein, meine Fahrten abzusagen?", grunzte Greaseball auf dessen Schoß Dinah hockte.
"Ich habe nichts gehört...", meinte sie und zuckte mit den Schultern.
Pearl, welche mit Rusty gekommen war, schüttelte ebenfals verneinend den Kopf.
Buffy saß alleine, abseits der Anderen auf dem Barhocker, der Ashleys Stammplatz gewesen war. Den Buffetwaggon hatte der Verlust des anderen Personenzugs am härtesten getroffen. Sie hatte sogar auf unbestimmte Zeit ihre Bar geschlossen.
Als Letzter kam Papa in den großen Raum gerollt, gefolgt von einem unbekannten Wagen.
"Ich muss die Ereignisse vor ein paar Wochen sicherlich nicht noch einmal aufrollen.", begann er, "nach einigen Disskusionen kam der Vorstand zu dem entschluss, dass wir dringend einen Bremswaggon benötigen. Also hat man einen neuen in Auftrag gegeben."
Die alte Lok drehte sich zu dem Unbekannten um. Dieser sah endlich auf, ein verwegenes Lächeln zierte das bekannte Gesicht. Der Neue hatte sonst nichts von dem alten Bremswaggon, nur die Gesichtszüge waren dieselben.
Der gesammte Zugbestand des Bahnhofes starrte ihn an.
"Hallo, nennt mich Caboose.", erklärte der Wagen im Mittelpunkt mit einer altbekannten Stimme.

Weiter Wochen vergingen, in denen sich die Züge an den neuen Bremser gewöhnten und Ashley ihre Zeit auf dem Abstellgleis fristete. Bis sie von einer unbekannten Lok davon gebracht wurde. Man hatte beschlossen, dass ein Rauchwaggon nicht mehr von Nöten war und dass man sie nun abwrackte, um eine neuen, "brauchbareren" Wagen zu gestalten.
Als Buffy dies erfuhr, beantragte sie sofort ihre Versetzung.

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Außerdem ließ sich Electra in tiefer Trauer um CB schwarz lackieren und befahl seinen Components dasselbe. Krupp und Purse wurden irgendwann zwischenzeitlich verkauft, die Hopper als nicht ertragsreich eingestuft und gegen die Rockys getaucht. Weil Electra auf einen Bodyguard bestand, kaufte man Killerwatt. Dinah ließ ihre Naturhaarfarbe nachwachsen, Pearl sah in einer Modezeitschrift für Menschen ein unglaublich tolles Bild und ließ sich danach umgestalten. Da Menschen wieder vermehrt mit Zügen reisten kaufte man Carrie den Gepäckwagen dazu und nach einigen Wochen erschien Belle. Nach Buffys Versetzung brauchte man wieder einen Buffetwagen, entschied sich "stilecht" aber für einen Barwaggong (ja, sie führte die Depotbar weiter). 4 Jahre nach der letzten Weltmeisterschaft gab es dann natürlich die Nächste. Doch hatten Manga und Coco Hashamoto und Bobo in den Landesmeisterschaften ausgestochen und Espresso erschien siegessicher in neuer Lackierung. Und auch England hatte seit 20 Jahren mal wieder eine Lok im Rennen. Oh! Und da vom alten Caboose das Beste verbrannt war, war der Neue durch und durch auf seinen Vorteil versessen und nicht wie sein roter Vorgänger im Grunde doch ganz nett.

So weit zu meiner Theorie xD nicht unbedingt schlüssig, aber wenn man wie so viele den alten und neuen Starlight Express als unterschiedliche Stücke sieht, ergibt es nur Sinn, dass es sich irgendwie um aufeinander folgende WMs handelt zwischen denen halt iwas passiert sein muss xD (und die lustigerweise dann exakt dieselbe Handlung haben)
Auf die Idee mit dem das Ashley Caboose verbrennt und deswegen aufs Abstellgleis kommt, hatte ich mit ner Freundin am Open Day 2018, Grüße gehen an @cim_cosplay xD (wer mir auf Insta folgt hat sicher auch das Video gesehen ^^) außerdem hat mich ein Bild von uns, wie wir mit Strohhalm aus Flaschen trinken zu CBs Selbstbedienung inspiriert xD
Da Daniel Ellison den alten CB spielte und nun den neuen, bin ich auf die Idee gekommen, dass in dem Neuen eben auch noch was von dem Alten steckt (die Metalle) weswegen er im Gesicht so aussieht und so klingt. Das hat dann auch mit Ashley und Belle ganz gut gepasst. Die anderen "Erklärungen" hab ich mir grad nur aus Spaß aus der Nase gezogen, die gehören eigentlich schon nicht mehr zum OS, ich wollte das aber geklärt haben! xD
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